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Klaus...

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27.11.20 20:47
12 Ab 12 Jahren
Fertiggestellt

Mein Freund,
schon lange bereit zu gehen...

Deine Seele sah,
was niemand gesehen.

Das Glück zerbrach,
war plötzlich fort über Nacht.

Das Ende herbeigesehnt;
erst nur in Gedanken und dann gemacht.

Doch eine Hand ließ Dich nicht los,
hielt fest und Du durftest nicht gehen.

Wenn Du es auch nicht tust,
ich kann es doch verstehen.

"Warum?" fragst Du und siehst es nicht,
was andere Menschen in Dir entdecken.

Du siehst in jedem etwas gutes;
egal, wie sehr sie es auch verstecken.

Du jammerst nicht um Dich
und klagst nicht über die Vergangenheit.

Du nimmst alles, wie es ist
mit scheinbarer Gelassenheit.

Ein Mensch voller Menschlichkeit,
genau das bist Du - nicht nur für mich.

Glaub es bitte, denn es ist wahr,
denn genau das denke ich über Dich.

Meine Hand hält Dich immer noch,
liebevoll nimmt sie deine Hände.

Denn, was sie am Anfang gab,
gibt sie gerne - bis zum Ende...

 

 

Autorennotiz

Ich freu mich auf Eure Gedanken, Ideen oder Verbesserungsvorschläge.

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BerndMooseckers Profilbild
BerndMoosecker Am 27.11.2020 um 19:36 Uhr
Mit viel Gefühl hast Du eine besondere Situation beschrieben. Ein schönes Gedicht!

Nur, wenn es Deiner Poesie nicht widerspricht, aber nur dann, habe ich einen Rat zur letzten Strophe des Gedichts. Ich finde es wäre schöner, wenn die erste Zeile der Strophe so lautete: "Denn, was die Hand am Anfang gab"

Liebe Grüße
Bernd
Sillys Profilbild
Silly (Autor)Am 27.11.2020 um 20:44 Uhr
Vielen Dank lieber Bernd. Deinen Rat mit der ersten Zeile im der letzten zweizeiligen Strophe nehme ich gerne an - allerdings woanders. Scheinbar ist es doch nicht so eindeutig, was ich schrieb, denn es war am Anfang eine andere Hand, die ihn abhielt. Meine Hand hat ihn nur aufgefangen, als er bereits im zweiten Leben war.

Liebe Grüße
Silly.

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Kurzbeschreibung

Klaus ist ein Mann, der im ersten Leben reich und glücklich war - bis das Glück ihn verließ. Er verlor alles, sogar seinen Lebensmut. So vollzog er einen Suizidversuch, der Folgen hatte: Ein zweites Leben, in dem seine Seele verloren scheint und er als Pflegefall auf den Tod wartet. - In einer App durfte ich Klaus kennenlernen und den Kontakt zu ihm erweitern...und vom ersten Augenblick an konnte er mehr in mir sehen, als ich es selbst vermochte - so wie ich in ihm mehr sehe. Denn was er nie geglaubt hatte: Er rührt mit seinen Worten die Herzen der Menschen auf eine besondere Art und Weise an... Er hat mich wachsen lassen. Danke Klaus.