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Frei wie ein Vogel in unsichtbaren Fesseln

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03.10.16 16:41
12 Ab 12 Jahren
Fertiggestellt

Frei wie ein Vogel in unsichtbaren Fesseln

 

Vögel sind tolle Tiere. Ich beneide Vögel. Sie sind tolle, freie Tiere. So schlau, so frei, so sorglos.
Also, wie ich jetzt die Musik an mache, bin ich auch ein Vogel? Mama, kann ich auch fliegen erlernen. Lernen sorglos und frei zu sein? Kann ich auch lernen schlau zu sein. Kann ich auch wie ein Vogel sein Mama? Bitte sag es mir.
Ich hoffe es, doch glauben tue ich dies nicht. Zweifel es an, bestreite es. Doch ich will. Will die Welt von oben sehen, will sorglos sein, will so sein wie ein Vogel.
Sein wie ein Affe, wie ein Elefant. Wie ein Hamster oder wie eine Ratte. Sorglos und frei. Warum ist mir das nicht gewährt? Warum darf ich nicht wenn ich doch will?! Mama. Mama! MAMA! HILF MIR!
Ich hab Angst, Angst vor der Welt. Möchte sorgenfrei einschlafen.
Frei aufwachen, bin jedoch gebunden. Gebunden an unsichtbaren Fesseln, Fesseln die niemand sieht aber jeder hat. Fesseln die uns arbeiten lassen, unsere Neugierde erdrücken. Uns unsere Abenteuerlust nehmen.
Darf ich neugierig und Abenteuerlustig sein, Mama? Darf ich entdecken? Darf ich reisen? Muss ich die Fesseln behalten, welche mir bei meiner Geburt angelegt wurden? Die unsichtbaren Fesseln.
Ich habe Angst, kann nicht mehr ruhig schlafen. Panik. Neugierde. Doch, darf ich?
Mama, darf ich neugierig sein? Darf ich reisen? Ich will nicht arbeiten bis ich sterbe, das ist doch kein Leben. Warum macht da jeder mit? Ist die Welt so ungerecht? So fies?

So "unmenschlich"?

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suedeheads Profilbild
suedehead Am 15.01.2017 um 0:20 Uhr
Okay, ich verstehte, was du mit dem Gedicht (?) sagen willst und deine Aussageabsicht ist legitim.
An der Forum musst du noch arbeiten. Du wiederholst dich sehr oft - und das ist kein Stilmittel in den Fall, sondern wirkt eher unsortiert und ein bisschen... flatterhaft (um bei der Vogelmetapher zu bleiben).
Gibt dem Text eine Struktur, das heißt, einen sinnvollen Aufbau. Zum Beispiel: Beschreibung eines Vogels, Analyse des Lebens eines Vogels, Übertragung auf das Leben eines Menschen.

Gut gefällt mit der Abschnitt, in dem du die anderen Tiere aufzählst und damit den Horizont deines Anliegens erweiterst und gleichzeitig klar machst, dass es der Mensch ist, der auf dem Holzweg und selbst daran schuld ist.

Die ständigen Rufe nach deiner Mutter bleiben mir unklar. Wieso sprichst du sie an? Kann sie dein Dilemma lösen? Hat sie die Macht, dich in einen Vogel zu verwandeln? Eher nicht. Du könntest die Eindringlichkeit in deinem Text steigern, indem du statt ausschließlich deiner Mutter andere Entitäten ansprichst... in einer Art Steigerung: Mutter, Natur, Gott... irgendwie so. Helfen kann dir trotzdem keiner. Du bist verdammt dazu der zu sein, der du bist. Das heißt, am Ende bleibt dir nur, dich selbst um Hilfe zu bitten.

Das Bild mit den "unsichtbaren Fesseln", finde ich ein bisschen überdramatisch. Du könntest diese Fesseln ein wenig konkreter beschreiben und erklären, was dich so unzufrieden macht und wovor du dich fürchtest.
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Kein Gedicht, aber etwas Poesie für zwischendurch~