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Die Tage schrumpfen
zu schmalen Rändern aus Licht.
Atem lagert sich ab,
weiß, flüchtig,
an der Grenze zur Luft.
Über den Dächern
setzen Kamine Zeichen,
Rauch zieht tastend
durch die Straßen.
Der Geruch von Feuer
verlangsamt die Zeit.
Tannen, angeschwärzt,
halten Stand.
Der Hang bleibt unbewegt,
als hätte er beschlossen,
nichts mehr preiszugeben.
Tiere lösen sich aus dem Blick.
Spuren geraten ins Stocken.
Der Wald verschließt sich
ohne Geste.
Der Lärm der Tage
verliert seine Schärfe,
fällt in sich zusammen.
Geräusche werden gedimmt,
Gesichter sparsam.
Bäume entlassen
ihr Überflüssiges.
Der Winter richtet sich auf,
beansprucht den Raum
mit ruhiger Autorität.
Schnee beginnt,
unentschlossen,
legt sich ab.
Häuser leuchten von innen.
Fenster speichern Wärme.
Innenräume sammeln Atem.
Draußen ruht die Welt,
nicht verlassen,
sondern bereit.
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