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Meine Gedichte

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05.07.17 17:38
6 Ab 6 Jahren
Workaholic

Ich weine wenn ich traurig bin,
jeder kann es sehen.
Ich lache wenn ich glücklich bin
und sie können mich verstehen.

So sollte es bei jedem sein,
so ist es bei den Meisten,
wenn ich in den Spiegel seh
erblicke ich jemand fremden.

Niemand kennt mich,
weiß wie ich wirklich bin,
denn ich lache immer
egal ob mit oder ohne Sinn.

Mein Selbstvertrauen ist groß,
Mut habe ich in Massen,
Arroganz lege ich an den Tag
und niemand könnt ich hassen.

Das ist was die andren sehen,
wie ich versuche es anzupassen,
denn wenn sie mich kennen
werden sie mich sofort verlassen.

Jeder der mich wahrlich kennt
weiß eines sofort erdenklich:
es ist fiktiv, nicht existent.
Niemand kennt mich wirklich.

Eine Maske über meinem Gesicht,
ein Schatten über meinem ich,
eine zweite Persönlichkeit,
wirklich niemand kennt mich.

Würd ich zeigen wer ich bin,
du würdest nicht erkennen,
ein Häufchen elend, etwas Dreck
lässt sich nicht mehr bennenen.

Die, die ich einst mal war
existiert schon lang nicht mehr,
gestorben unter meinem Leid
vermisse sie täglich sehr.

Jetzt ist es längst zu spät,
nie wieder krieg ich sie zurück.
Gestorben ist es für immer,
mein wahres ich, einzges Glück.

Ich bin immer bei dir,
bin nie von dir gegang'
und werde es auch nie tun,
doch du siehst mich nicht.

Ich steh neben dir
und halte deine Hand,
flüster in dein Ohr,
doch du hörst mich nicht.

Ich send dir meine Liebe,
so grenzenlos,
weiß, dass du's erwiederst,
doch du spürst mich nicht.

Wie gern würd ich es ändern,
dass du mich nicht bemerkst,
doch was es bedeutet,
kann ich nicht verlang'.

Ein Schritt in den Abgrund,
ein Fall in die Ewigkeit,
dein letzter Gedanke
und schon sind wir beisamm'.

Sehen, hören, fühlen,
nichts hat funktioniert
und wenn du es doch kannst,
weißt du es gibt Wunder,
denn dann ist jemand bei dir,
der einst gestorben ward.

 

Autorennotiz

Dieses Gedicht handelt von einem Gefühl wie ich es nur allzu oft selbst habe.

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MisterYs Profilbild
MisterY Am 12.08.2019 um 19:20 Uhr
Ich finde es rührend und auch etwas nachdenklich (im guten sinne). Dein erstes Kapitel ist gut. Das zweite war ok, weil es etwas reim Fehlt. Es macht mich traurig dies zu hören, weil einige es machen, um Teil von etwas großem zu sein, doch am ende sich ihr eigenes Glück nehmen. Es trifft mich zwar nicht zu, jedoch bin ich vieler solcher Menschen begegnet.
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Tonmonds Profilbild
Tonmond Am 03.07.2017 um 10:28 Uhr
Hallo LebendesBuch! Ich finde Dein Gedicht super, weil es genau ausdrückt, was bestimmt jeder schon einmal gefühlt hat. Einerseits ist es das Bedauern des Jugendlichen, dass er kein Kind mehr ist, andererseits fühlen sich aber auch viele Erwachsene so, die in ihrem Alltag ständig eine Maske aufsetzen müssen, um erfolgreich zu sein. Jeder möchte beliebt sein und verstellt sich oft, um dieses Ziel zu erreichen. Aber im Innern fühlt man sich eigentlich ganz anders. Und niemand kennt den anderen wirklich. Ich kann dieses Gefühl gut nachvollziehen und finde es in Deinem Gedicht wieder. Du hast sehr schöne Worte dafür gefunden! Liebe Grüße von Tonmond Mehr anzeigen
LebendesBuchs Profilbild
LebendesBuch (Autor)Am 05.07.2017 um 17:18 Uhr
Danke für deine Worte und vor allem für deine Meinung dazu. Es hat mich sehr gefreut das zu lesen und motiviert mich natürlich mehr zu schreiben.

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Bewertung

3 Bewertungen

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Kapitel: 2
Wörter: 337
Zeichen: 1.792

Kurzbeschreibung

Ein Buchstabe ist gleich ein Satz, ein Wort wie eine Kurzgeschichte und ein Gedicht wie ein Teil meines Lebens. Ich erzähle euch von mir und meinen Gedanken. Ihr lest wenn ich traurig bin, wenn ich glücklich bin oder manchmal auch nur eine bestimmte Situation, die ich erlebt habe. Dennoch erblicken eure Augen nur wenige Strophen mit meist kurzen Versen, aber dahinter steckt eine tiefere Bedeutung mit längerer Geschichte. Lasst mich euch eine Geschichte erzählen!

Kategorisierung

Diese Story wird neben Ironie auch in den Genres Jugendgedicht, Alltag gelistet.