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Gesegnet von den Sternen

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05.02.26 18:09
6 Ab 6 Jahren
In Arbeit

Autorennotiz

Stopp! Bevor du mit dem Lesen beginnst, solltest du darauf achten (Okay, das klingt bisher wie diese Warnungen auf Arbeitsblättern), dass diese Story wahrscheinlich kein Ende haben wird. Ich bin nicht sonderlich gut darin, Geschichten zu Ende zu schreiben, meistens bleibe ich einfach mittendrin stecken. Vielleicht werde ich nicht mal in den spannenden Teil hineinkommen. Aber wenn das dir egal ist - Herzlichen Glückwunsch, du hast hiermit eine unfertige Story bekommen!

"Carrie? Hallo? Erde an Carrie!", rief eine Stimme und weckte mich aus meinen Gedanken. "Ups, äh, tut mir leid. Ich bin wohl etwas in meinen Gedanken vertieft gewesen!" Grace gab mir einen freundlichen Stoß. "Dann solltest du dringend mal aufwachen! Wir wollten doch mit Kora die Chemie-Hausaufgaben erledigen!" Ich nickte. "Ja, du hast recht!" Der Schulflur war jeden Tag überfüllt und roch nach Schweiß und Kaugummi. Anfangs fand ich das noch echt unangenehm, aber mit der Zeit gewöhnt man sich daran. Ich bin Carrie, eine Schülerin mit zu vielen Gedanken und zu vielen Fragen. Immer wenn die Lehrer fragten, ob man alles verstanden hat, meldete ich mich nochmal und stellte eine Frage. Aber irgendwie war es immer eine falsche Frage, die mir böse Blicke von meinen Mitschülern bescherte. Fragen wie: "Warum verwenden wir eigentlich lateinische Buchstaben, wenn heutzutage doch keiner mehr Latein spricht?" oder: "Warum kommt nach der Unendlich nicht einfach Unendlich-eins?" oder: "Wozu sollen wir die Überschrift zweimal unterstreichen, wenn man nach einem Mal Unterstreichen schon sieht, dass sie unterstrichen ist?" Ich fragte mich wirklich warum alle diese Fragen seltsam fanden, aber mit diesen Fragen war auch ich seltsam. Niemand wollte etwas mit mir zu tun haben, niemand freute sich, wenn ich durch die Tür ins Klassenzimmer kam. Zum Glück hatte ich noch Grace und Kora, meine zwei besten Freundinnen und Lernpartnerinnen. Grace hatte glatte schwarze Haare, trug meistens neonfarbene Kleidung und liebte Dinge, die sie von anderen unterscheideten. Seltsamerweise machte genau das sie beliebt. Kora dagegen hatte weißblonde Haare, die sie immer zu zwei Zöpfen zusammenband und trug meistens beigefarbene Klamotten, dazu gehörte immer ein Rock. Ich hatte goldblonde Locken und trug nie auffällige Kleidungsstücke an mir. Denn aus Erfahrung wusste ich, dass es immer leichter war, wenn man sich unsichtbar verhielt. Dann verlieren andere einen aus ihrem Blickfeld und lassen einen auch in Ruhe. Grace und ich traten durch die Tür des Chemieraums, der bis auf Kora und uns komplett leer war. Kora saß an einem der Metalltische und kritzelte etwas in ihren Block. Sie hob den Kopf und strahlte über ihr ganzes Gesicht, als sie uns entdeckte. "Na endlich, da seit ihr ja! Ich warte hier schon seit einer halben Stunde!" Grace setzte sich zu ihr. "Sorry, aber Carrie war mal wieder in ihren Gedanken unterwegs!" Ich kam auch an den Tisch und holte mir einen der Hocker. "Ich weiß, ich weiß, aber als wir Freundinnen wurden, wusstet ihr was euch erwarten wird!" Kora schüttelte den Kopf. "Nein, keine Freundinnen. Beste Freundinnen! Und das für immer!" Die Chemie-Hausaufgabe bestand darin, den Aufbau eines chemischen Elements zu beschreiben. Uns wurde Kupfer zugeteilt. "Also", begann Kora. "Ich habe mir notiert, dass-" Die Tür schlug auf und unterbrach Kora. Joe, ein nervtötender Junge in meiner Klasse, kam zusammen mit seinen zwei Freunden in den Raum. Links von ihm stand Naila, ein arrogantes und ekelhaft reiches Mädchen, rechts von ihm Teo, ein dicker Junge mit furchtbar viel Haargel im Haar. Joe warf uns einen selbstsicheren Blick zu. "Was macht ihr denn hier?", fragte er. Seine Stimme klang leicht quietschend, aber das war bei ihm ja normal. "Wir wollen unsere Chemie-Hausaufgaben hier erledigen! Und ihr, ihr Popelsäcke?", fragte Grace. Ich wollte unter den Tisch kriechen bevor mich das Trio entdeckte, doch es war bereits zu spät. Teo zeigte auf mich. "Hey, bist du nicht die, wegen der wir mehr Geschichtshausaufgaben bekommen haben?" Ich starrte auf die Tischplatte. "Äh... ja?", murmelte ich. In Geschichte habe ich Mrs. Yang gefragt, warum der rote Punkt in der Mitte der japanischen Flagge für die aufgehende Sonne steht und meinte, dass viele Sachen, wie der Mond zum Beispiel, dort gar nicht respektiert werden. Tja... großer Fehler. Mrs. Yang war Japanerin und war ziemlich empört. "Wenn du mehr von Flaggen verstehst, als die Japaner, dann kaninst du gerne eine eigene Flagge für Japan gestalten - mit einer symbolischen Hintergrundgeschichte! Und das gilt auch für alle anderen!" Ich saß zwei Stunden an an meinen Hausaufgaben!", knurrte Naila Alle fanden sie einschüchternd, sogar die meisten Jungs. Und ich genauso. "Ich, äh..." Ich suchte eine Ausrede. Eine schnelle, glaubwürdige, irgendeine! "Das war doch nicht ihre Schuld!", verteidigte Kora mich. "Wenn, dann ist es eure eigene Schuld, weil ihr auch nur ein paar Sätze schreiben könntet!" Joe machte einen Schritt nach vorne. "Ist doch egal, verschwindet von hier! Wir machen unsere Hausaufgaben hier!" Grace schüttelte den Kopf. "Wir waren zuerst hier, also könnt ihr selbst verschwinden!" Naila musterte mich mit einem durchdringenden Blick. "Ihr könnt einfach gehen, oder ihr lern es auf die harte Tour!" Grace hatte keine Angst und stellte sich vor mich. "Wie willst du uns schon von hier verjagen, schwarze Königin? Zusammen mit deinem Fettklotz und Quitschestimmchen an deiner Seite?" Naila gab nicht nach. "Ich habe den schwarzen Gürtel in Kung Fu und Dinge, mit denen ihr nichts zu tun haben wollt!" Joe ging zur Tür. "Kommt, Leute. Es gibt bessere Orte zum Hausaufgaben machen! Lassen wir diese Freaks ihren Kram erledigen, wir machen sie wann anders fertig!" Naila sah aus, als wollte sie mich mit bloßen Händen in Stücke reißen, und sie hätte es sicher auch getan, doch sie gab nach und folgte, mit einem letzten Todesblick an mich gerichtet, Joe und Teo aus dem Klassenzimmer. Als die Tür zuknallte stöhnte ich laut und ließ mich auf den Tisch sinken. Das ist mein Alltag, den ich schon mein Leben lang hatte. Und obwohl ich wünschte, es gäbe ein anderes Schicksal für mich, muss ich mich wohl damit abfinden und die Außenseiterin sein. ​​​​​​

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Autor

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Statistik

Sätze: 101
Wörter: 961
Zeichen: 5.747

Kurzbeschreibung

Carrie ist an ihrer Schule und auch überall sonst eine Außenseiterin. Doch eines Tages verändert eine mysteriöse Frau ihr Leben. Seit dem geschehen immer seltsamere Dinge, angefangen mit unauffälligen Ereignissen, die sich in heftige Veränderungen verwandeln. Dabei erfährt Carrie ein Geheimnis, dass sie niemand erfahren sollte.

Kategorisierung

Diese Story wird neben Science Fiction auch im Genre Fantasy gelistet.