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silent affection

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4.3.2019 10:52
12 Ab 12 Jahren
Homosexualität
In Arbeit

Mit geschlossenen Augen, genoss er die Musik, die durch seine Kopfhörer in seine Ohren drang. Die Wärme auf seinem Gesicht war angenehm, wohltuend und dennoch ließ genau diese Wärme sein inneres Erzittern.

Unruhig leckte er sich über seine Lippen, es war kaum zu glauben, aber er nervte sich selbst mit seinen Gedankengängen, die nicht stoppen wollten, die er sich nicht einmal selbst erklären konnte, da all das voraussehbar war.

Es war nur ein „Fick", solch einen hatte er selbst oft genug, mehrmals in der Woche sogar und dennoch konnte er das Bild, welches immer wieder Auftauchte nicht verdrängen. Obwohl er es können sollte, denn es war nichts und es würde auch nichts werden, dort auf dem Schuldach, in der Sonne liegend, glaubte Yoongi seine eigenen lügen selbst tatsächlich.

Und doch wusste er, dass er ihn nun für immer verloren hatte, seinen besten Freund, seine Stütze, der ihm alles bedeutet hat. Diesmal war Yoongi sich sicher das Jimin nicht zu ihm zurückkehren würde, niemals.  

Seine Kopfhörer wie eh und je in seinen Ohren, die Musik so laut, dass er die Welt nicht zerbrechen hören konnte, als er seinen ehemaligen besten Freund aus der Ferne beobachtete. Gerade lachte dieser, vermutlich über einen Witz oder aber über etwas Peinliches, was einem der anderen in der Gruppe, die um ihn herum stand passiert war.

Ja so war Jimin nun einmal, lebensfroh, wenn Yoongi ihn mit einer Farbe beschreiben müsste wäre es Blau, so klar und rein wie Wasser und zugleich der Himmel, für ihn stand das Blau für Sehnsucht, doch gleichzeitig auch Harmonie, Treue und Vertrauen. Er konnte sich nicht erklären, weswegen er Jimin in dieser Farbe sah, doch in seinen Augen beschrieb es den Jüngeren in allem, was er tat.

Vor zwei Monaten hatte Suga, seinem besten Freund die Jungfräulichkeit gestohlen und seit diesem Tag sprachen sie kein einziges Wort mehr miteinander, sie lebten aneinander vorbei, was gut so war, denn Jimin sollte nicht sehen, wie es ihm wirklich ging, wie lange er sich nach der Wärme von dem jüngeren gesehnt hatte, denn das hatte er.

Vielleicht war genau, dass einer der Gründe weswegen er so Distanziert war zu ihm, nachdem sie fertig waren, nein das war lächerlich, distanziert war Yoongi nicht, er war eine Schlampe in dem Augenblick, denn wenn er es nicht gewesen wäre, dann hätte Jimin eventuell gesehen wie viel Yoongi dieser „Fick" doch bedeutet hätte und das wollte er vermeiden.

Was er auch geschafft hatte, nur zu welchem Preis?

Zu einem, den er nicht Zahlen wollte und dennoch hatte er ihn davon geschickt, ging nicht darauf ein das es dem Jüngeren unangenehm war oder aber auch peinlich, ignorierte ihn schlichtweg, bis er ihm zum Schluss fast angeschrien hatte, da dieser nicht aus der Wohnung verschwinden wollte.

Es wunderte Suga nicht das der aktuell Orangehaarige nicht mehr mit ihm reden wollte. Kein Stück, wenn er zu sich selbst endlich einmal ehrlich war, doch er war nicht ehrlich zu sich, nicht zu Jimin, ja nicht einmal gedanklich war er es.

Nun musste er aus der Ferne dabei zusehen wie dieser weiterlebte und es sichtlich genoss, wie es in ihm aussah, wusste er nicht und er war sich ebenso nicht sicher, ob er es wissen wollen würde, wenn er es könnte und doch konnte Yoongi es nicht verhindern sich selbst zu fragen wie es dem jüngeren gerade ging.

Genervt von sich selbst strich er sich durch sein Haar, er bräuchte Ablenkung, denn seit der Sache mit Jimin hatte er sich keine weitere Bettgeschichte gegönnt. Es läutete zu nächsten Stunde, wohin er sich jedoch nicht begab, es zog ihn eher wieder auf das Schuldach, auf welches er eigentlich nicht gehen sollte, doch er brauchte einfach seine Ruhe.

Am liebten vor sich selbst, das war jedoch schier unmöglich.

Oben angekommen legte er sich auf seine Schultasche und schloss wie immer seine Augen, die Musik immer noch dröhnend in seinen Ohren um all das was um ihn herum ausblenden zu können, vielleicht würde sie es ja auch irgendwann schaffen seine Gedanken zu stoppen.

Durch seine geistige Abwesenheit bemerkte er nicht, wie jemand weiteres das Dach betrat und hinab auf den Hof blickte, auf welchem sich tatsächlich noch vereinzelt einige Personen befanden.

Erst als Yoongi seine Augen öffnete um zusehen, was die Wolken taten, außer unbeständig über ihn hinwegzuziehen, sah er die Gestalt, von hinten würde er vermuten, dass es sich um eine männliche Person handelte mit brünettem Haar, auch sah es so aus, als wäre dieser größer als Yoongi.

Doch wichtiger in dem Moment war, was es zu sehen gab, dort unten, auf dem Hof, wo sich normalerweise niemand mehr befinden sollt, weshalb er sich erhob und schweigend an die Person herantrat, diese schien ihn immer noch nicht bemerkt zu haben, vielleicht weil das was es zu sehen gab um einiges interessanter war, als das was sich in seiner Nähe abspielte.

Seine Augen schweiften über den Betonboden, einige Büsche und Sträucher bis er das erblickte, was wohl auch den Jungen neben ihn in seinen Bann gezogen hatte.

Dort stand Jimin, die Orangen Haare, würde Suga überall wiedererkenne, vor ihm jedoch stand jemand dem er bis heute keinerlei Aufmerksamkeit geschenkt hatte. Er erkannte, wie der fremde seinen ehemaligen besten Freund anlächelte, ebenso erkannte er das Jimin seine Hand auf den Oberarm von dem anderen gelegt hatte.

»Denkst du das sie was miteinander haben?« Yoongi erschrak leicht, als der junge neben ihm gesprochen hatte, da er nicht damit gerechnet hatte, das dies geschehen würde. Zumal sein Nebenmann immer noch auf das Paar schaute.

»Wer weiß das schon. Geht uns aber auch nichts an.« Gab er lapidar zurück und wollte sich wieder abwenden, da er den Anblick nicht ertrug, Jimin mit jemand anderen, so vertraut, wie sie beide es zuvor waren. Nun blickte der junge ihn an, so durchdringend und unnachgiebig das Suga glaubte, dass der Brünette all seine Geheimnisse nun kannte.

»Ich heiße Kim Taehyung freut mich deine Bekanntschaft zu machen.« Yoongi ergriff die Hand von ihm, welche er ihm entgegengestreckt hatte und stellte sich ebenso vor. Ohne ein weiteres Wort wandte sich nun Taehyung um, schritt in die Mitte des Daches und legte sich nieder, wie Suga es zuvor selbst getan hatte.

Er machte es ihm nach und lag nun genau so wie zuvor auf seiner Tasche, mit der Musik in seinen Ohren und den Gedanken dort, so als sei das was vor einigen Minuten passiert war, sich nicht ereignet hatte und würde neben ihm nicht Taehyung liegen, wäre er sich sicher, das all das nur ein Tagtraum gewesen war.  

***

So lagen die beiden sich eigentlich vollkommen Fremden, im Einklang schweigend, nebeneinander und genossen still die Anwesenheit des anderen.  

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Nephlimas Profilbild Nephlima

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Kapitel:2
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Jede Zeit hat ihr Ende, jedes Ende seine Zeit. | TaeGi