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Der Nachkomme

32
13.8.2019 13:55
16 Ab 16 Jahren
Pausiert

Autorennotiz

Dies ist mit meine längste Geschichte, es wird etwas dauern sie zu bearbeiten und on zustellen. Aber ich hoffe das es sich wirklich lohnt.

Viel Spaß beim Lesen und lasst mir ein Kommentar oder eine Bewertung da.
Gruß Yuki

"Das war eine schöne Beerdigung, die hätte deinem Vater bestimmt gefallen. Was denkst du?", fragt mich Tante Sophie, die gerade mit einem leicht lächelnd, trotz verheultem Gesicht neben mir steht. Wir halten gerade im Haus meiner Mutter die Totenwache für meinen Vater ab. Viele Leute sind gekommen, um ihm die letzte Ehre zu erweisen, die er eigentlich nicht verdient hat in meinen Augen. Ich bin auch nur hier, weil meiner Mutter und meine Tante mir in den Ohren gelegen haben, dass ich es vielleicht irgendwann mal bereuen könnte, nicht hier gewesen zu sein. Tante Sophie stupst mich gerade leicht an, da ich noch keine Antwort auf ihre Frage gegeben habe, ich nicke ihr einfach nur leicht zu mit einem gebrummten "hm".


Ich will diesen Tag wirklich so schnell wie möglich hinter mich bringen. Okay, mein Vater ist gestorben, aber deshalb bleibt nicht die ganze Welt stehen. Ich habe noch so viel zu tun und eigentlich keine Zeit geschweige Lust sie hier zu vergeuden. Dafür hat er gesorgt, mein Vater war ein Arsch, durch und durch. Nicht nur, dass er sich immer in mein Leben eingemischt hat. Nein er hat sein eigenes Imperium, das er mühevoll hochgezogen hat, in den Abgrund gejagt.


Es war schon alleine vor zwei Jahren ein Kampf die Firma von ihm zu übernehmen, er wollte sie nicht verkaufen aber auch nicht mir überlassen. Sein Argument war, das ich keine Ahnung hätte von dem, was ich mache. Dabei habe ich schon die richtigen Schulen besucht und auch die richtige Ausbildung mit Auszeichnung dafür gemacht um die Firma übernehmen zu können. Nachdem er endlich nach einem Jahr eingelegt hatte, hatte er eine Ehrlichkeit's Phase und somit mir schwer gemacht die Firma Überwasser zu halten. Ich kämpfe seit dem damit wieder schwarze Zahlen zu schreiben, geschweige das kaputte Image wieder aufzupolieren. Aber laut meinem Vater bin ich und mein Privatleben an der Misere schuld.


Jetzt stehe ich hier, bei meiner Mutter im Wohnzimmer und bekomme eine Hand nach der anderen gedrückt, obwohl ich die meisten nicht mal kenne. Ich will den ganzen entfliehen und Frage meine Mutter, ob sie vielleicht etwas aus der Küche braucht. Sie steht total neben sich, sieht die ganze Zeit ins Leere und verliert ab und zu eine Träne. Meine Mutter tut mir wirklich leid, es macht mich traurig, sie so zu sehen. Da sie nicht auf meine Frage reagiert, gehe ich durch die Küche in die Garage und besorge mir zuerst aus diesem Kühlschrank ein Bier. Hole jetzt mein Handy aus der Jacketttasche und rufe Frau Schneider meine Sekretärin an, um meine Termine für heute zu canceln und um ihr weitere Aufträgen für morgen zu geben.


Nach meinem Telefonat stehe ich einfach so in der Garage rum und lasse die Gedanken kreisen. Da geht die Tür auf und mein großer Bruder Moritz kommt rein. "Hast du auch eins für mich?", brummt er vor sich hin und zeigt dabei auf mein Bier "Klar", sage ich und greife in den Kühlschrank neben mir, reiche ihm eins. Er stellt sich neben mich und macht seine Flasche mit dem Feuerzeug auf, wir stoßen an und er nimmt von der Falsche einen großen Schluck. Er macht sich eine Zigarette an, zieht daran und fragt "Was denkst du, wie lange wir noch bleiben müssen?" "Wenn ich das nur wüsste!" Er nimmt einen weiteren Zug von seiner Zigarette und nickt. Wir trinken den Rest vom Bier auf ex, bleiben einfach noch kurz hier stehen bevor wir wieder nach drinnen gehen.
Während ich durch die Küche gehe, hole ich meiner Mutter ein Glas Wasser und bringe es ihr. Stelle mich an den Türrahmen zwischen Wohn/Esszimmer und beobachte die Leute. Die mittlerweile weniger geworden sind, es sind nur noch meine Tante Sophie, Moritz, meine kleine Schwester Lara, ihr Mann und dessen Kindern da, sowie der Anwalt von unseren Eltern, Herrn Zwack, obwohl dieser gerade in Stande ist zu gehen.


Meine Tante Sophie steht wieder neben mir und stupst mich an. Fordert mich auf, mitzuhelfen, Geschirr wegzubringen und etwas aufzuräumen. Ich habe Personal für so was und meine Eltern eigentlich auch, aber ich kann Tante Sophie nichts ausschlagen und helfe ihr.


Wir sind gerade fertig geworden, stehen wieder bei meiner Mutter im Wohnzimmer. Sie hat sich seit vorhin nicht einmal bewegt, sie sitzt immer noch in dem Sessel und schaut ins Leere. "Ich bringe jetzt eure Mutter ins Bett. Wir telefonieren die Tage Finn, okay?", sagt sie und hilft unserer Mutter auf. Ich nickte meiner Tante Sophie zu. Stehe jetzt mitten in diesem großen Wohnraum und Lara kommt auf mich zu, umarmt mich und weint auch etwas. Bin ja überhaupt nicht der Kuscheltyp, aber bei ihr mache ich eine Ausnahme, sie ist halt meine kleine Schwester. "Ich weiß, dass du heute nicht hier sein wolltest. Freue mich, dass du über deinen Schatten springen konntest. Ich hab dich lieb." Flüstert sie mir ins Ohr und gibt mir einen Kuss auf die Wange. Ja jeder weiß, dass ich die letzten drei Jahre nicht so gut auf meinem Vater zusprechen war, weil er sich ständig in mein Leben eingemischt hat, und er wäre nicht mein Vater, wenn er es nicht jetzt auch tun würde. Klar werde ich ihn irgendwie vermissen, er war nun mein Vater aber heulen oder zutiefst trauern werde ich nicht.
Die Pflichtveranstaltung ist vorbei, ich gehe zu Moritz, der am Türrahmen der Küche steht "Sehen wir uns nachher im Club?" "Jupp", gibt er nur kurz und knapp von sich und ich mache mich jetzt auf den Heimweg.

Eine Woche später, sitzen wir im Büro vom Herrn Zwack der Anwalt meiner Eltern. Das Büro in dem wir gerade sind ist nicht gerade groß und wir fünf haben gerade so noch Platz. Meine Mutter, meine Schwester, mein Bruder und ich, haben uns auf die Vier Stühle vor dem großen hochpolierten ... Tisch gesetzt. Unsere Tante Sophie steht neben unserer Mutter und hält ihr die Hand zur Unterstützung. Heute ist Testaments Verlesung.

"Guten Morgen, ich danke Ihnen, dass sie heute hier her gefunden haben. Ich werde den letzten Willen von Erik Peter Clarsen vorlesen." Begrüßt uns Herr Zwack mit der tiefsten Stimme, die ich je bei einem Mann gehört habe. Diese kleine leicht dickliche Mann, setzt sich mit seinem maßgeschneiderten Anzug auf seinen Stuhl. Meine Mutter steht immer noch etwas neben sich und knetet die Hand unserer Tante. Wir drei sitzen noch ganz relaxt auf den Stühlen. Herr Zwack holt fünf Umschläge raus, jeder von uns bekommt einen davon in die Hand gedrückt. Dann ließt er das Testament vor.

Nachdem er uns aufgezählt hat, wer was bekommt und wie viel. Erklärte uns Herr Zwack, dass wir jetzt unsere Briefe lesen sollen. Ich stehe auf, gehe zur Wand rüber, lehne mich dagegen und öffne den Brief. Irgendwie gefällt mir, das ganze jetzt schon nicht.

Hallo Finn, ich schreibe dir diese Zeilen, da wir bestimmt immer noch nicht miteinander reden. Ich kann dich gut verstehen, weshalb du Böse auf mich bist. Ich hab dich lieb und hoffe, dass du meinen Weg irgendwann verstehen wirst. Die Firma ist nicht das wichtigste, sondern dein Leben, die Liebe und Ehrlichkeit. Ich weiß genau wie dein Lebensstil zur Zeit ist und ich missbillige das. Das weißt du ja schon mittlerweile, das war leider zu oft Gesprächsthema zwischen uns. Ich wünsche mir für dich, das du sesshaft wirst. Du hast so viele Frauen gehabt, damit auch viel Spaß. Jetzt sollte damit Schluss sein! Du darfst die Firma behalten, unter einer Bedingung, du musst mir einen Blutsverwandten nachweisen. Das heißt, Du mein geliebter Finn, musst Vater werden. Aber nicht nur Erzeuger. Nein Vater, mit alles Rechten und Pflichten. Wenn dir das nicht in den nächsten 41 Wochen gelingt, geht die Firma an Ex-ex-In Port, Herman Javsen. Ich wünsche mir für dich, das du es schaffst, mein Sohn. Ich liebe Dich und Pass gut auf deine Mutter und deiner Tante auf. Erik Peter Clarsen.“

„Was!“ Scheiße echt jetzt. Ich könnt gerade kotzen, ich will jetzt noch nicht Vater werden und die Firma gebe ich auf gar keinen Fall, an Javsen ab. Ich höre nur wie Moritz „So eine Sch...“ von sich gibt. Er hat wohl einen ähnlichen Brief bekommen. Die Frauen sitzen weinend vor ihren Briefen. Moritz steht auf kommt zu mir, bleibt vorher noch mal stehen und entschließt sich doch zu mir zu kommen. Er hält mir seinen Brief hin, ohne einen Ton, ich atme tief durch und wir Tauschen sie dann. Ich lese ihn mir durch und muss schlucken, in seinem Brief steht, das Mathilda nicht seine Leibliche Mutter ist, sondern eine Frau namens Gabriele Stauf. Sie ist bei seiner Geburt gestorben, er hat noch einen älteren halb Bruder namens Johann Stauf und unser Vater möchte, das er ihn kennen lernt. Was für eine Scheiße ist das denn bitte? Wir beide schauen uns mit großen Augen an, gehen uns durch die Haare mit einer Hand und müssen wieder tief durch atmen. Wir tauschen die Briefe wieder. „So, die Herrschaften. Nehmen Sie ihr Erbe an? Wenn ja Unterschreiben sie bitte hier.“ Herr Zwack zeigt auf ein Dokument und ergänzt dann noch  „wenn sie ihr Erbe nicht annehmen wollen, unterschreiben sie Bitte hier mit einem Grund, warum sie es ausschlagen. Wenn das erledigt haben, wären wir auch für heute fertig.“  Wir Unterschreiben alle auf dem ,wir nehmen an` Dokument und verabschieden uns.

Stehen im Aufzug, Lara, Mutter und Sophie unterhalten sich darüber noch einen Kaffee trinken zu gehen. Sie schauen Moritz und mich an. Moritz sieht zu mir „Drink?“, „klar!“, schon war die Frage geklärt, ob wir mit ihnen gehen. Draußen verabschieden wir uns von den Ladys und suchen die nächste Bar auf.

Da sitze ich in meinem Büro und kann mich überhaupt nicht auf die Arbeit konzentrieren. Wegen des beschießenden Testaments zerbrechen ich mir seit gestern den Kopf, die Nacht ist eindeutig zu lang geworden, aber nicht nur wegen der zwei hübschen Frauen, die ich beglücken durfte, sondern weil ich wie bekloppt am überlegen bin, das wieder hinzubekommen.

Bevor ich heute Morgen ins Büro gefahren bin, habe ich Alex mein Kumpel angerufen, der zufällig auch noch Anwalt ist. Zwar im Scheidungsrecht aber auch er hat mit Testamenten zu tun. Er müsste eigentlich jeden ... „Moin, du hast nach mir verlangt?" Die Bürotür springt auf und Alex stellt sich wie ein Superhero in meine Tür und lässt so einen billigen Spruch ab. „Ja, kannst du dich wieder wie ein Mann benehmen und nicht wie ein siebzehnjähriger!" Fauche ich ihn an.

Er kommt auf mich zu, mit einem traurigen Gesichtsausdruck, dass er in den Moment ablegt, als er neben mir am Tisch steht. Sieht sich kurz auf meiner mit Papier und Akten verwüstete Arbeitsfläche um, sieht den Brief meines Vaters und nimmt ihn mit einem Kopf schütteln an sich. Geht an mir vorbei, klopft mir tröstend auf die Schulter und lässt sich dann auf mein Couch fallen.

Ließt ihn sich durch, schüttelt wieder den Kopf, atmet Geräusch voll aus und lacht zweimal zwischen durch. „Wenn du dich wieder ein gekriegt hast, kannst du mir sagen, ob ich das anfechten kann? Oder irgendetwas anderes tun kann." "Also, zuerst anfechten können wir das gerne, es wird dich aber zu viel Zeit kosten, die du nicht hast. Du könntest mit deiner Mutter darüber reden, ob sie dir hilft." Er schlägt sich leicht gegen die Stirn. "Dass sie aber bestimmt nicht macht, da sie die gleiche Meinung hat wie dein Vater. Da bleibt dir wohl nichts anderes übrig, als in den sauren Apfel zubeißen. Aber ich werde dich gerne unterstützen." Grinst er leicht. Super, dann muss ich da wohl durch. Er hat mir jetzt genau das gesagt, was ich gestern auch schon rausgefunden habe, wenn ich das wirklich anfechten soll, kann das bis zu sechs Monate dauern und die Zeit habe ich wirklich nicht.

Ich nehme sein Angebot an, das er mir hilft. Nur hätte ich mir denken können, das dieser Spaßvogel mich von einer Bar zur anderen schleppt und das fünf Abende lang. Alles begann mit seinem Aufschrei, "dann suchen wir dir mal eine zukünftige Mama." Mit zwölf Frauen hatte ich die Tage meinen Spaß, aber "Die Mama" war bis jetzt noch nicht dabei. Ich muss es dann auf altmodische Tour machen, Kennenlernen, essen gehen und etwas Unternehmen. Man, da hab ich ja Lust drauf.

Mehrere Tage sogar genau drei Wochen vergingen so, das die Frauen, die ich kennenlernte, wollten überhaupt keine Kinder, wollten keine weiteren Kinder oder wollten jetzt noch keine Kinder. Gut ich will jetzt nicht sagen, das ich nicht Meinen Spaß hatte. Nur jetzt wird die Zeit langsam knapp, nächste Woche sollte es doch klappen. 'Die Frau' zu finden.


Scheiße! Ich hatte die Rechnung ohne mein anstehendes Projekt gemacht. Das mich und meine Aufmerksamkeit für ganze fünf Tage in Anspruch genommen hat. Die letzten zwei Tage war ich einfach nur platt, vom Projekt, vom Suche von einfach allem. Ich habe jetzt noch vierzig Wochen und weiß absolut nicht was ich machen soll.

Das heute brauche ich so dringend.

Die letzten Tage und Wochen waren so anstrengend, dass ich gar nicht mehr weiß, wo mir der Kopf steht. Deshalb ist das hier, eine Wohltat für meine Seele, Chips, Burger, Call of Duty, Whisky und meinen besten Freund beim Zocken besiegen. Er sitzt gerade auf seinem Sitzkissen und ärgert sich, dass ich schon wieder seine Einheit geschrotet habe. Na ja was soll ich sagen, in diesem Spiel bin ich unschlagbar. Alex steht auf, nimmt mein Glas mit und schenkt uns beiden neu ein. „Wie weit bist du mit deinem neuen Projekt letzte Woche gekommen?“, fragt er, während er mir das Glas hinhält. „So gut wie fertig, es fehlt noch eine Einwilligung und dann können wir es präsentieren.“ „Das hört sich doch super an.“ Sagt er, setzt sich wieder auf sein Sitzkissen, trinkt einen Schluck und schaut mich mit großen Augen an, grinst schräg dabei.


„Was? Warum siehst du mich so an?“ Frag ich ihn und sehe an mir runter, gut ich hatte natürlich nicht wie immer einen Anzug an, sondern eine ausgewaschene Jeans mit leichten löchern (meine Lieblingshose) und dazu einen alten schwarzen Puma Pullover. Aber das war ganz sicher nicht der Grund, weshalb er mich so ansieht. Da ich schon öfters so in seinem Wohnzimmer saß, wenn wir Zockten. „Ich musste gerade an früher denken. An unsere Studienzeit, wie wir versucht haben, an Geld zukommen, um zu überleben. Weißt du noch? Kleine Jobs haben wir angenommen, vom Pizzaboten bis zum Tellerwäscher und das nur um nicht von unseren Eltern abhängig zu sein. Wenn ich jetzt zurückdenke, hast du nicht sogar mal Samen gespendet um die Monatsmiete rein zubekommen?“ ich musste lache, stimmt, das hab ich wirklich gemacht und das fiel mir nicht leicht. Auch wenn ich damals ständig geil war (was heute immer noch so ist), konnte ich es irgendwie nicht, in dieses Döschen zu wichsen. Selbst mit den Filmchen und Heftchen ging es nicht, zu meinem Glück, hatte die damalige Krankenschwester, kein Problem damit gehabt mir zu helfen. Nachdem ich das Döschen gefüllt hatte, bedankte ich mich ausgiebig bei ihr.


Alex springt auf einmal von seinem Kissen hoch, haut sich gegen die Stirn und sieht mich wieder mit großen Augen an. „Man wie konnte ich das vergessen. Du hast Samen gespendet!“ Ich zuckte nur mit den Schultern, verstand nicht, was er mir damit mitteilen will. „Verstehst du denn nicht. Wenn es eine Empfängerin gibt, bist du dein Problem los.“ Ich sehe ihn fragend an, „Ja kann sein, nur an diese Daten werden wir nie ran kommen und zusätzlich wissen wir nicht, ob es überhaupt eine Empfängerin gibt.“ Alex stellt sich siegessicher hin. „Das lass mal meine Sorge sein. Ich habe da vielleicht Mittel und Wege das heraus zu finden.“ Ich zuckte wieder mit den Schultern, soll er es doch versuchen, ich werde ihn nicht von dieser Schwachsinnsidee abhalten. Nach dem heutigen Datenschutz bekommt man keinerlei Informationen mehr. Ich tue das Gespräch schnell ab und starte eine neue Mission im Spiel, sodass Alex gezwungen ist sich darauf zu konzentrieren.


Nach einer Stunde bekomme ich eine Nachricht von Moritz.
*Hey was machst'n grad? Bock her ZUKOMMEN? Habe für dich eine Rothaarige!*
Ich antworte ihm mit einem grinsen.

*Klar, gib mir zehn Minuten*
Mein Bruder kennt mich einfach zu gut, er weiß was ich brauche und wie oft. Schiebe mein Handy in die Hosentasche und stehe auf. Verabschiede mit von Alex, mit den Worten "Rote Haare", einem breiten grinse und er weiß sofort Bescheid.


Ich fahre in den Club, mein Bruder steht mit zwei jungen Frauen an der Bar und wartet auf mich. Er stellt mir die rothaarige Schönheit vor und wir verlassen sofort die Bar. Ich fahre mit ihr ins Hotel und wir lassen es ordentlich krachen. Sie ist danach total erledigt und schläft sofort ein, ich suche meine Sachen zusammen. Lege ihr eine Rose mit Zettel auf das Kopfkissen, auf dem steht, ‚Das war ... und du bist so bezaubern. Ich muss leider weg. Finn‘ und verschwinde. Ich will ja nicht als Chauvinist da stehen, sondern eher als Casanova.

Ich sitze an einem Samstagmorgen in meinem Büro und arbeite, habe viel Papierkram zu erledigen und ich brauche dafür meine Ruhe. In der normalen Geschäftszeit schaffe ich das meist nicht, heute sind nur ich und Frau Schneider hier. Ich lehne mich in meinen Stuhl zurück und überlege, wem ich das gespendete Geld von der Gala gestern zugutekommen lasse. Diese Gala wurde nicht nur veranstaltet, um Spenden einzutreiben. Nein, vor allem um unseres kaputtes Images wieder aufzupolieren und vielleicht neue Kunden zu akquirieren. Das Fazit am Ende des Abends, zwei neue Kunden und knapp hunderttausend Euro für eine Organisation, die mir noch nicht einfällt. Ich stehe auf und gehe zu meiner Bürotür, sehe um die Ecke zu meiner Sekretärin. „Frau Schneider? Kennen sie eine Organisation, die unsere Hilfe braucht?“ Frage ich sie, sie sieht mich erst fragend dann wohlwollend an. Meist hat sie einen guten Rat, kennt mich dazu noch sehr gut und ich hoffe, dass sie mir dabei wirklich helfen kann. „Oh Herr Clarson, wenn sie mich so fragen? Wie wäre es mit der Organisation, Kinder ohne Eltern? Davon gibt es leider zu viele, diese Armen Dinger.“ Ich sehe die ältere Dame, ende fünfzig an, denke mir gleich, dass sie mich damit irgendwie ärgern will. Ja sie kennt die Bedingung von meinem Vater, ich habe es ihr erzählt. Sie ist eine Frau, vor der ich nichts verheimlichen kann, sie ist in der Richtung wie meine Tante Sophie und genau aus dem Grund arbeitet sie auch für mich.

„Gut machen wir das so, können sie diesbezüglich alles in die Wege leiten? Und ich würde gerne solche Abende jeden Monat wiederholen. Stellen Sie ein Team zusammen, die sich um die Organisation kümmert. ‚Rette deinen Nächsten‘. Könnte der Slogan dafür sein, an welche Organisationen die Spende geht, suche ich mit aus. Ich will mich damit identifizieren können, es mein neues Baby.“ Ordne ich an und zwinker ihr dabei zu. Sie sitzt an ihrem PC und tippt alles ein, was ich ihr gerade gesagt habe.

„Ist gut Herr Clarson, soll das Team ihnen dann das Ergebnis immer vorstellen?“ „Natürlich, ich will über alles informiert werden.“ Gebe ich noch kurz zum Besten, bevor ich mich wieder in mein Büro begebe und an den Schreibtisch setze. Jetzt kümmer ich mich erst mal, um die zwei Verträge, die mir die zwei Kunden gestern Abend noch geschickt haben. Lese sie mir in Ruhe durch, prüfe, ob das alles so seine Richtigkeit hat und wenn alles stimmt. Bekommen Sie es unterschrieben zurück.

Zwei Stunden später, ich mag keine Verträge mehr sehen. Ihre Verträge, sind leider total veraltet, ich habe jetzt einen Vertrag von uns genommen und ihn so angepasst, das ihre Bedingungen passen sollten. Ich lese ihn mir noch ein letztes Mal durch, komme aber nicht weit, da meine Bürotür aufgerissen wird und Alex kommt rein. „Moin, du hast auch kein zu Hause?“ Fragt er mich und stellt mir einen Becher Kaffee hin. „Der frühe Vogel fängt den Wurm.“ Entgegnete ich ihm grinsend und danke für diesen Kaffee. Er schmeißt mir einen Zettel auf dem Tisch und setzt sich auf meine Couch. „Was ist das?“ Will ich wissen. „Ein Zettel! Da drin steht die Lösung.“ Sehe kurz rein, ein Name steht drauf. Falte ihn wieder zusammen und stecke ihn mir dann in die Hosentasche. Ich klappe mein Laptop zu, stehe auf und nehme mein Becher mit zur Couch. Setzte mich ihm gegenüber und quetsche ihn aus, wie er an diesen Namen gekommen ist und ob das überhaupt der Richtige ist. „Vertrau mir, das ist der Richtige. Sie ist es, glaub mir.“ Ja ja schon gut, dann glaube ich ihm mal und vielleicht versuche ich mein Glück, aber nur vielleicht!

18:30 Uhr, endlich zu Hause, nachdem Alex vorhin gegangen war, habe ich noch zwei Anrufe bekommen, um die ich mich kümmern musste. Jetzt will ich, einfach nur noch Duschen. Begebe mich in mein Schlafzimmer, das noch zusätzlich ein begehbarer Kleiderschrank hat, sowie ein großes Bad besitzt. Gehe direkt in den Kleiderschrank, um mir eine Jeans und ein Shirt rauszusuchen, und mein Jackett wieder zurückzuhängen. Von dort aus will ich ins Bad. Komme zwangsläufig an einer Kommode vorbei, auf der ich meine Hosentaschen leere und geh dann duschen.

Nachdem ich fertig bin und mich angezogen habe. Gehe ich zurück zur Kommode und nehme, mein Handy, Geldbeutel und die Taschentücher in meine Hand. Stecke die Taschentücher in die Gesäßtasche, finde zwischen meinem Handy und meinem Geldbeutel, den Zettel, der mir Alex heute Morgen gegeben hat. Ich gehe mit den Sachen in der Hand in mein Wohnzimmer, lege mein Geldbeutel und mein Handy auf den kleinen Beistelltisch und mit dem Zettel in der Hand in die Küche zum Kühlschrank. Nehme mir ein Bier raus, sehe mir noch einmal den Namen an, der darauf steht. Begebe mich zurück ins Wohnzimmer, direkt an meinen Laptop, der immer auf dem Tisch steht und schalte ihn an. Ich kann nicht anders, google den Namen, doch Google findet nicht, auch bei Instagram oder Twitter nichts.

Jetzt habe ich nur noch ein versuch und das bei Facebook. Gebe dort den Namen, Maja Ende ein und bekomme zwei Bilder angezeigt. Das eine Bild zeigt eine über fünfzigjährige Frau an und ich hoffe, das es sie nicht ist. Das andere Bild, zeigt eine Frau, ende zwanzig, dieses Profil sehe ich mir genau an. Die Bilder, die sie gepostet hat, darauf kann man so gut wie nichts erkennen, selbst ihr Profilbild ist ein mit Filter drüber. So eins von Snapchat, das dir eine Brille aufzieht oder auch ein total süßes Gesicht zaubert. Dadurch kann man sie nur bedingt erkennen. Ich sehe mir ihr Profil weiter an, sie lebt in Ottensen. Das ist gerade mal 6 oder 7 km von hier entfernt. Sie scheint öfters auszugehen, da sie mehrmals von einer Frau namens Stef Arnie markiert wurde, und zwar in einer Bar namens Imoto. Ich schalte den Laptop wieder aus, stehe auf, nehme mein Handy und mein Geld und steck es mir in die Hosentasche. Gehe zur Tür, ziehe Schuhe an, nehme meine Autoschlüssel und fahre zu dieser Bar. „Mal sehen, was mich dort erwartet.“

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Autor

Yukis Profilbild Yuki

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Kapitel:5
Sätze:264
Wörter:4.035
Zeichen:22.489

Kurzbeschreibung

Finn ist ein erfolgreicher Geschäftsmann einer In und Export Firma. Doch das Testament seines verstorbenen Vater stellt ihn vor einer großen Herausforderung. Entweder die Firma geht an den Erzrivalen oder Finn bekommt ein Nachkommen und wird Sesshaft. Ob er das in der vorgegebenen Zeit schaft und wie er sich anstellt? Lest hier.

Kategorisierung

Diese Story wird neben Liebe auch in den Genres Erotik, Freundschaft, Schmerz & Trost und Familie gelistet.

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