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Der Nachkomme

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17.6.2019 14:06
16 Ab 16 Jahren
In Arbeit

Autorennotiz

Dies ist mit meine längste Geschichte, es wird etwas dauern sie zu bearbeiten und on zustellen. Aber ich hoffe das es sich wirklich lohnt.

Viel Spaß beim Lesen und lasst mir ein Kommentar oder eine Bewertung da.
Gruß Yuki

"Das war eine schöne Beerdigung, die hätte deinem Vater bestimmt gefallen. Was denkst du?", fragt mich Tante Sophie, die gerade mit einem leicht lächelnd, trotz verheultem Gesicht neben mir steht. Wir halten gerade im Haus meiner Mutter die Totenwache für meinen Vater ab. Viele Leute sind gekommen, um ihm die letzte Ehre zu erweisen, die er eigentlich nicht verdient hat in meinen Augen. Ich bin auch nur hier, weil meiner Mutter und meine Tante mir in den Ohren gelegen haben, dass ich es vielleicht irgendwann mal bereuen könnte, nicht hier gewesen zu sein. Tante Sophie stupst mich gerade leicht an, da ich noch keine Antwort auf ihre Frage gegeben habe, ich nicke ihr einfach nur leicht zu mit einem gebrummten "hm".


Ich will diesen Tag wirklich so schnell wie möglich hinter mich bringen. Okay, mein Vater ist gestorben, aber deshalb bleibt nicht die ganze Welt stehen. Ich habe noch so viel zu tun und eigentlich keine Zeit geschweige Lust sie hier zu vergeuden. Dafür hat er gesorgt, mein Vater war ein Arsch, durch und durch. Nicht nur, dass er sich immer in mein Leben eingemischt hat. Nein er hat sein eigenes Imperium, das er mühevoll hochgezogen hat, in den Abgrund gejagt.


Es war schon alleine vor zwei Jahren ein Kampf die Firma von ihm zu übernehmen, er wollte sie nicht verkaufen aber auch nicht mir überlassen. Sein Argument war, das ich keine Ahnung hätte von dem, was ich mache. Dabei habe ich schon die richtigen Schulen besucht und auch die richtige Ausbildung mit Auszeichnung dafür gemacht um die Firma übernehmen zu können. Nachdem er endlich nach einem Jahr eingelegt hatte, hatte er eine Ehrlichkeit's Phase und somit mir schwer gemacht die Firma Überwasser zu halten. Ich kämpfe seit dem damit wieder schwarze Zahlen zu schreiben, geschweige das kaputte Image wieder aufzupolieren. Aber laut meinem Vater bin ich und mein Privatleben an der Misere schuld.


Jetzt stehe ich hier, bei meiner Mutter im Wohnzimmer und bekomme eine Hand nach der anderen gedrückt, obwohl ich die meisten nicht mal kenne. Ich will den ganzen entfliehen und Frage meine Mutter, ob sie vielleicht etwas aus der Küche braucht. Sie steht total neben sich, sieht die ganze Zeit ins Leere und verliert ab und zu eine Träne. Meine Mutter tut mir wirklich leid, es macht mich traurig, sie so zu sehen. Da sie nicht auf meine Frage reagiert, gehe ich durch die Küche in die Garage und besorge mir zuerst aus diesem Kühlschrank ein Bier. Hole jetzt mein Handy aus der Jacketttasche und rufe Frau Schneider meine Sekretärin an, um meine Termine für heute zu canceln und um ihr weitere Aufträgen für morgen zu geben.


Nach meinem Telefonat stehe ich einfach so in der Garage rum und lasse die Gedanken kreisen. Da geht die Tür auf und mein großer Bruder Moritz kommt rein. "Hast du auch eins für mich?", brummt er vor sich hin und zeigt dabei auf mein Bier "Klar", sage ich und greife in den Kühlschrank neben mir, reiche ihm eins. Er stellt sich neben mich und macht seine Flasche mit dem Feuerzeug auf, wir stoßen an und er nimmt von der Falsche einen großen Schluck. Er macht sich eine Zigarette an, zieht daran und fragt "Was denkst du, wie lange wir noch bleiben müssen?" "Wenn ich das nur wüsste!" Er nimmt einen weiteren Zug von seiner Zigarette und nickt. Wir trinken den Rest vom Bier auf ex, bleiben einfach noch kurz hier stehen bevor wir wieder nach drinnen gehen.
Während ich durch die Küche gehe, hole ich meiner Mutter ein Glas Wasser und bringe es ihr. Stelle mich an den Türrahmen zwischen Wohn/Esszimmer und beobachte die Leute. Die mittlerweile weniger geworden sind, es sind nur noch meine Tante Sophie, Moritz, meine kleine Schwester Lara, ihr Mann und dessen Kindern da, sowie der Anwalt von unseren Eltern, Herrn Zwack, obwohl dieser gerade in Stande ist zu gehen.


Meine Tante Sophie steht wieder neben mir und stupst mich an. Fordert mich auf, mitzuhelfen, Geschirr wegzubringen und etwas aufzuräumen. Ich habe Personal für so was und meine Eltern eigentlich auch, aber ich kann Tante Sophie nichts ausschlagen und helfe ihr.


Wir sind gerade fertig geworden, stehen wieder bei meiner Mutter im Wohnzimmer. Sie hat sich seit vorhin nicht einmal bewegt, sie sitzt immer noch in dem Sessel und schaut ins Leere. "Ich bringe jetzt eure Mutter ins Bett. Wir telefonieren die Tage Finn, okay?", sagt sie und hilft unserer Mutter auf. Ich nickte meiner Tante Sophie zu. Stehe jetzt mitten in diesem großen Wohnraum und Lara kommt auf mich zu, umarmt mich und weint auch etwas. Bin ja überhaupt nicht der Kuscheltyp, aber bei ihr mache ich eine Ausnahme, sie ist halt meine kleine Schwester. "Ich weiß, dass du heute nicht hier sein wolltest. Freue mich, dass du über deinen Schatten springen konntest. Ich hab dich lieb." Flüstert sie mir ins Ohr und gibt mir einen Kuss auf die Wange. Ja jeder weiß, dass ich die letzten drei Jahre nicht so gut auf meinem Vater zusprechen war, weil er sich ständig in mein Leben eingemischt hat, und er wäre nicht mein Vater, wenn er es nicht jetzt auch tun würde. Klar werde ich ihn irgendwie vermissen, er war nun mein Vater aber heulen oder zutiefst trauern werde ich nicht.
Die Pflichtveranstaltung ist vorbei, ich gehe zu Moritz, der am Türrahmen der Küche steht "Sehen wir uns nachher im Club?" "Jupp", gibt er nur kurz und knapp von sich und ich mache mich jetzt auf den Heimweg.

Eine Woche später, sitzen wir im Büro vom Herrn Zwack der Anwalt meiner Eltern. Das Büro in dem wir gerade sind ist nicht gerade groß und wir fünf haben gerade so noch Platz. Meine Mutter, meine Schwester, mein Bruder und ich, haben uns auf die Vier Stühle vor dem großen hochpolierten ... Tisch gesetzt. Unsere Tante Sophie steht neben unserer Mutter und hält ihr die Hand zur Unterstützung. Heute ist Testaments Verlesung.


"Guten Morgen, ich danke Ihnen, dass sie heute hier her gefunden haben. Ich werde den letzten Willen von Erik Peter Clarsen vorlesen." Begrüßt uns Herr Zwack mit der tiefsten Stimme, die ich je bei einem Mann gehört habe. Diese kleine leicht dickliche Mann, setzt sich mit seinem Mass geschneiderten Anzug auf seinen Stuhl. Meine Mutter steht immer noch etwas neben sich und knetet die Hand unserer Tante. Wir drei sitzen noch ganz relaxt auf den Stühlen. Herr Zwack holt fünf Umschläge raus, jeder von uns bekommt einen davon in die Hand gedrückt. Dann ließt er das Testament vor.


"Ich Erik Peter Clarsen, in Besitz meiner vollen Geistigen Fähigkeit, verfüge über mein Gesamtes Vermögen und es soll wie folgt aufgeteilt werden. Meine Frau Mathilda, bekommt bis auf die Anteile der Kinder und meiner Schwester, alles was ich besitze.
Meine Schwester Sophie, bekommt 4% von meinem Barvermögen und 5% Firmenanteil.
Mein erst geborener Sohn Moritz bekommt 3,5% von meinem Barvermögen und 10% Firmenanteil.
Mein zweiter Sohn Finn bekommt meine Firma, mit der Bedingung die im Brief steht und 1% von meinem Barvermögen.
Meine Tochter Lara bekommt 4% von meinem Barvermögen, mein geliebtes Auto und 5% Firmenanteil, die sie später an meine zwei Liebevollen Enkelkindern weiter gibt, damit sie einen guten Start ins große Leben haben.
Ich habe euch allen ein paar Zeilen geschrieben. Bitte beherzigt meinen letzten Willen. Erik Peter Clarsen."


Sein ernst, wieso bekomme ich keinen Anteil der Firma. Ich stehe auf gehe zur Wand, lehne mich dagegen und öffne den Brief, ich will wissen was seine Bedingungen sind. Irgendwie gefällt mir das ganze jetzt schon nicht.


"Hallo Finn, ich schreibe dir diese Zeilen, da wir bestimmt immer noch nicht miteinander reden. Wofür es bestimmt jetzt zuspät ist. Ich kann dich gut verstehen, weshalb du Böse auf mich bist. Ich hab dich lieb und hoffe, dass du meinen Weg irgendwann verstehen wirst. Die Firma ist nicht das wichtigste, sondern dein Leben, die Liebe und Ehrlichkeit. Ich weiß genau wie dein Lebensstil zur Zeit ist und ich missbillige das. Das weißt du ja schon mittlerweile, das war leider zu oft Gesprächsthema zwischen uns. Ich wünsche mir für dich, das du sesshaft wirst. Du hast so viele Frauen gehabt, damit auch viel Spaß. Jetzt sollte damit Schluss sein! Du darfst die Firma behalten, unter einer Bedingung, du musst mir einen Blutsverwandten nachweisen. Das heißt, Du mein geliebter Finn musst Vater werden. Aber nicht nur Erzeuger, Nein Vater mit alles Rechten und Pflichten. Wenn dir das nicht in den nächsten 41 Wochen gelingt, geht die Firma an Ex-ex-In Port, Herman Javsen. Ich wünsche mir für dich, das du es schaffst, mein Sohn. Ich liebe Dich und Pass gut auf deine Mutter und deiner Tante auf. Erik Peter Clarsen."


"Was!" Schieße echt jetzt. Ich könnt gerade kotzen, ich will jetzt noch nicht Vater werden und die Firma gebe ich auf gar keinen Fall an Javsen ab. Ich höre nur wie Moritz "So eine Sch..." von sich gibt. Er hat wohl einen ähnlichen Brief bekommen. Die Frauen sitzen weinend vor ihren Briefen.

Moritz steht auf kommt zu mir, bleibt vorher noch mal stehen und entschließt sich doch zu mir zu kommen. Er hält mir seinen Brief hin, ohne einen Ton, ich atme tief durch und wir Tauschen sie dann. Ich lese ihn mir durch und muss schlucken, in seinem Brief steht, das Mathilda nicht seine Leibliche Mutter ist, sondern eine Frau namens Gabriele Stauf. Sie ist bei seiner Geburt gestorben, er hat noch einen älteren halb Bruder namens Johann Stauf und unser Vater möchte, das er ihn kennen lernt.

Was für eine Scheiße ist das denn bitte? Wir beide schauen uns mit großen Augen an, gehen uns durch die Haare mit einer Hand und müssen wieder tief durch atmen. Wir tauschen die Briefe wieder. "So, die Herrschaften. Nehmen Sie ihr Erbe an? Wenn ja Unterschreiben sie bitte hier." Herr Zwack zeigt auf ein Dokument und ergänzt dann noch „wenn sie ihr Erbe nicht annehmen wollen, unterschreiben sie Bitte hier mit einem Grund, warum sie es ausschlagen. Wenn sie das erledigt haben, wären wir auch für heute fertig." Wir Unterschreiben alle auf dem ,wir nehmen an` Dokument und verabschieden uns.


Stehen im Aufzug, Lara, Mutter und Tante Sophie unterhalten sich darüber noch einen Kaffee trinken zu gehen. Sie sehen Moritz und mich an. Moritz sieht zu mir "Drink?", "klar!", schon war die Frage geklärt, ob wir mit ihnen gehen. Draußen verabschieden wir uns von den Ladys und suchen die nächste Bar auf.

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Autor

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Kapitel:2
Sätze:109
Wörter:1.815
Zeichen:10.197

Kurzbeschreibung

Finn ist ein erfolgreicher Geschäftsmann einer In und Export Firma. Doch das Testament seines verstorbenen Vater stellt ihn vor einer großen Herausforderung. Entweder die Firma geht an den Erzrivalen oder Finn bekommt ein Nachkommen und wird Sesshaft. Ob er das in der vorgegebenen Zeit schaft und wie er sich anstellt? Lest hier.

Kategorisierung

Diese Story wird neben Liebe auch in den Genres Erotik, Alltag, Freundschaft und Familie gelistet.