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Café in der Seitenstraße

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13.6.2019 11:06
16 Ab 16 Jahren
Heterosexualität
Pausiert

Autorennotiz

Hallo ihr Lieben, ich nehme es gleich vor weg.

Ich behersche die Rechtschreibung und Grammatik nicht, setzte Kommas wo keine hin gehören und schreibe Wörter groß die klein sein sollten sowie umgekehrt.

Ich weiß, das es das lesen nicht gerade einfach macht und hoffe, das ihr es mir nachseht und es trotzdem lest.

Ich habe schon mehrere Rechtschreibprüfprogramme drüber laufen lassen, nur die finden auch leider keinen Fehler mehr.

Ein Betareader lässt sich leider auch nicht auftreiben, es sei solche Storys gefallen dir, dann melde dich per PN bei mir.

Jetzt aber viel Spaß beim lesen
Gruß Yuki

4 Charaktere

Ella Miller

Ella ist 32Jahre alt, Baristerin von Beruf. Besitzerin des Café Crumps.

Matthew Steal

Matthew ist 34Jahre alt, Matt wird er nur genannt. Er ist Schauspieler und nennt sich John New. Vor seiner Schauspielkarriere war er bei den Navy Seals.

Benjamin und Ashten

Ben 34Jahre alt Bester Freund von Matt. As 35Jahre alt ebenfalls Bester Freund

Reika

34 Jahre alt, Japanerin. Mittbewohnerin und gute Freundin von Ella

Matt Steal
Ich bin ein Gewohnheitstier! Manche Männer brauchen einen Kaffee, die anderen machen früh Sport oder nehmen eine kalte Dusche, um wach zu werden. Ich brauche nur eine große Runde joggen und ein Kaffee, aus dem Crumps. Seit einer Woche brauche ich zusätzlich noch die kalte Dusche.

Warum? Na wegen dieser einen Frau. Sie ist der Wahnsinn. Ich dachte zuerst, sie sei ein normaler Gast im Café doch sie stand zwei Tage später hinter dem Tresen und bediente. Meinen Kaffee, bestelle ich seitdem nur noch bei ihr.

Sie ist knapp zehn Zentimeter kleiner als ich, hat hellbraune Haare, die sie oft zu einem Zopf oder Knoten zusammen bindet. Eine schlanke Figur mit den Rundungen und Kurven an den richtigen Stellen, die ein Mann wahnsinnig machen können. Aber der absolute Wahnsinn sind ihre Aquamarin grünen Augen, ein solches grün, das man darin versinken könnte und nie wieder raus möchte. Diese Frau ist, alles in allem perfekt, wenn sie mich nicht ignorieren würde. Sie hat noch kein einziges Wort mit mir geredet, es gibt auch Tage, da sieht sie mich nicht einmal an. Habe ich was falsch gemacht? Oder hat sie generell was gegen Männer? Das wäre schade, diese Frau hat es mir wirklich angetan.

•••
Das Café Crumps habe ich durch Zufall gefunden, es liegt in einer Seitenstraße und sieht von außen aus, wie jedes andere Café. Doch das innere hat mich überrascht. Es ist sehr gemütlich, mit einheitlichen Farben und doch irgendwie chaotisch. Es gibt vier verschiedene Sitzecken, rechts ist die Wand hellgrün, mit vielen großen Pflanzen und zwei gemütlichen Wohnlandschaften in U-Form davor. An der großen Fensterfront stehen kleine Holz-Bistrotische, dazu passenden schwarze Stühle, die Farbe der Wand kann ich nicht ganz deuten, ob es eher ein helles orange oder doch eher ein beige ist. Aber mein absolute Favorit ist, mittendrin, die Cocktail Sessel in Weiß mit passenden schwarzen Beistelltisch. Auf der linken Seite ist die Wand hellblau mit kleinen Wolken zusehen, davor stehen zwei braune Hollywoodschaukeln. Daneben ist der Tresen, der Sockel ist schwarz, die Verblendung ist weiß und die Arbeitsfläche darauf, hat den gleichen Holzton wie die Schaukel und die Tischplatten am Fenster. Die Speisekarte an der Wand ist in den Farben der Wände gehalten, aber nicht in einem wilden Durcheinander, sondern doch irgendwie geordnet.
Ich komme gern hierher, auch wenn der Laden mal voll sein sollte, fühlt es sich nicht so an. Jeder hat auf seine weiße, Privatsphäre. Das scheinen auch die Stars und Sternchen toll zu finden, da ich schon einige hier rein und rausgehen gesehen habe.

Apropos Stars und Sternchen, ich bin auch einer, also ich meinte, ich bin Schauspieler seit vier Jahren, nenne mich John New, um meine Privatsphäre zu waren. Ich bin noch nicht so berühmt, den ersten Film, bei dem ich mitgemacht habe, ist erst seit letzter Woche in den Kinos. Hatte bis jetzt nur kleine Nebenrollen, in Serien die keiner sieht. Jetzt drehe ich einen weiteren Film, bei dem ich die Hauptrolle spiele. Der Regisseur hat einen Ausschnitt von mir gesehen und sofort meine Agentin angerufen. So komme ich auch in diese schöne Stadt. Vorher war ich ganze zwölf Jahre bei den Navy Seals.

•••
Aber zurück zu meiner Gewohnheit, ich habe meine Trainingskleidung an, nehme die Treppe von dem Wohngebäude mit persönlichen Türöffner nach unten und laufe meine große Runde. Komme am Café an, meine Traumfrau steht wieder hinter dem Tresen. Ich gehe langsam zu ihr, versuche meine Atmung zu regulieren, doch es gelingt mir nicht. Mein Puls schießt derweil in die Höhe, wäre ich nicht schon geschwitzt, hätte ich jetzt nasse Hände bekommen und von meinem Magen, mag ich gar nicht erst anfangen. Man bin ich nervös. Dabei überlege ich, was ich sagen könnte, damit sie endlich mit mir spricht. „Ob ich diesmal einen anderen Kaffee bestelle? Bis jetzt nehme ich immer den gleichen. Schwarz, oder ob ich diesmal nur ein Wasser bestelle?"

Stehe jetzt vor ihr, will gerade den Mund öffnen, da stellt sie mir ein Glas Wasser und eine Tasse Kaffee hin. Wieder ohne ein Wort, ein Blickkontakt, sie dreht sich sogar demonstrativ weg. OK das ist neu! Ich habe sie, die letzten Tage wohl zu oft angesprochen. Mit üblichen Floskeln wie, schön sie hier zu sehen…, sie sehen heute wieder gut aus. Ich habe es auch mit allgemeinen Themen versucht wie, ist das Wetter nicht … Oder, Hey, war das gerade wirklich …? Aber es kam nichts, nicht mal ein Grinsen. Ich hätte es verstanden, wenn sie geschnaubt oder die Augen verdreht hätte, aber selbst das tat sie nicht? Na ja, was soll ich machen? Ich könnte sie in Ruhe lassen und wir könnten getrennte Wege gehen, aber irgendetwas in mir treibt mich an, es immer und immer wieder zu versuchen. Ich nehme die Tasse und das Glas, lege die zwei Doller fünfzig hin und setze mich auf meinen Lieblingsplatz die Cocktail Sessel.

Trinke zuerst das Glas Wasser, das tut nach dem joggen richtig gut, kühlt etwas ab und mein Flüssigkeitshaushalt dankt es mir sofort. Danach trinke ich den ersten Schluck Kaffee, doch diesmal ist etwas anders. Sein Geschmack ist viel intensiver, viel erdiger. Ich hätte es schon am Geruch merken müssen, dass es nicht der gleiche ist, denn ich sonst trinke. Lehne mich in den Sessel und schließe für einen Moment die Augen, genieße diesen vollen Geschmack und sauge den leicht herben Duft in mich ein. Ich musste sofort an früher denken, an die Zeit, die ich im Wald verbracht habe.

Öffne meine Augen wieder und sehe zu ihr rüber, sie sieht mich direkt an und lächelt schräg. Wahnsinn, dieses Lächeln macht diese hübsche Frau noch viel hübscher und attraktiver. Sie fühlt sich anscheinend ertappt, da sie sich sofort wieder wegdreht. Ich widme mich wieder meinem Kaffee, nehme einen weiteren Schluck und genieße ihn einfach.

•••
Zu Hause wieder angekommen, spring ich unter die Dusche. Rosa King, meine Managerin, steht gleich vor meiner Tür und holt mich wie die Tage zuvor zum Dreh ab. „Es wird Zeit, dass ich mir ein eigenes Auto besorge. Dann muss sie mich nicht immer vor den Hallen raus schmeißen." Ziehe gerade die Socken an, da klingelt es schon an meiner Tür. Mache Rosa eine Frau Mitte vierzig, eins fünfundachtzig große, mit schwarzen kurzen Haaren und braun-grünen Augen auf. Trete bei Seite und lasse sie rein, sie sieht mich bewertend von oben bis unten an. "Du bist noch nicht fertig?" "Nein, aber gleich." Versuche ich sie zu beschwichtigen. Sie verschränkt die Arme vor der Brust und tippt im Sekundentakt mit dem Fuß auf dem Boden und dem Zeigefinger auf ihrem Arm. Ich versuche mich zu beeilen, kralle mir meine Sachen und losgeht's. Im Auto fällt mir auf, das ich mein Handy vergessen habe. Super, ob ich das überlebe? So ganz ohne?

•••
Nachdem Dreh, ziehe ich mich um und gehe noch mit ein paar Kollegen etwas essen und später noch in eine Bar. Gesprächsthema des Abends bei den Kollegen und Kolleginnen war, natürlich der Film, die anstehenden Dreharbeiten, wie anstrengend das doch alles ist und wie lustig es auch sein kann, wenn jemand es verpatzt. Zwei Kollegen beschweren sich, „Warum müssen wir dort hin? Es ist doch nicht der erste Karate Film, den wir drehen?" Der Regisseur hat uns vier Karten für ein Karate Turnier besorgt. Zu dem wir nächstes Wochenende hingehen sollen, damit wir wissen, auf was wir uns bei dem Dreh einlassen. Mein Kollege Akio, ein kleiner asiate, ob er chinese oder Japaner ist weiß ich nicht, hat dunkle kurze Haaren, dessen Spitzen blond gefärbt sind. Er und ich freuen uns schon auf das Turnier und können es kaum abwarten. „Es ist doch nett von ihm, uns solche Ticket zu besorgen. Er könnte ja auch von uns verlangen, dass wir selber Trainieren." Gab ich zur Entschuldigung des Regisseurs bei! Meine Kollegen sehen zuerst genervt in meine Richtung, doch dann bekommen sie beide ein breites Grinsen im Gesicht, da gerade zwei hübsche Mädchen an uns vorbeigegangen sind.

Jetzt mal ganz ehrlich, welchen Jungen Mann lässt den schon der größte Kampfkünstler aller Zeiten kalt? Also mich definitiv nicht und Kampfkunst als solches interessierte mich schon immer. Das war auch der Grund, warum ich zu dem neuen Dreh zugesagt habe. Er heißt Get ready, Kumite und es geht um einen Polizisten, der gerade seine Frau und zwei Kinder beerdigt. Er selber lag nach dem Angriff wochenlang im Krankenhaus. Doch er schwört Rache der Drogen Mafia, denen er vorher hinterher war und die ihm das angetan hatten. Er weiß, dass er die Mafia nur mit eigener Kraft bekämpfen kann und trainiert hart dafür.

•••
Zu Hause wieder angekommen, sehe ich auf mein Handy, das noch in der Küche liegt. Habe zwei Nachrichten und zwei anrufe bekommen. Eine Nachricht kam von Rosa, ich soll ihr Bescheid geben, ob ich gut zu Hause angekommen bin. Das mache ich auch sofort. Manchmal benimmt sie sich, wie meine Mutter, Fürsorglich und auch besorgt. Doch dann ist sie auch wieder knallhart und lässt mich schon fast bluten. Die zweite Nachricht ist von Ben, eigentlich heißt er Benjamin, aber ich nenne ihn lieber nur Ben. Ben, As und ich, haben damals in der gleichen Einheit bei den Navy's gedient und sind dadurch gute Freunde geworden. Ach ja As heißt eigentlich Ashton, ist mir aber auch zu lang und klingt so auch cooler.

[Ben] "Hi, habe gesehen, dass dein Film im Kino kommt. Wie schaut's sehen wir ihn uns an? As ist schon total gespannt und ich irgendwie auch. Also was ist?"
[Matt] "Alles klar, dann bleibt mir wohl keine andere Wahl, als mitzugehen. Wo treffen wir uns?"
[Ben] "Direkt vorm Kino, können danach noch was machen, wenn Lust besteht."
[Matt] "klar".
Dann werde ich mir den Film morgen zum zweiten Mal ansehen, bei dem ich meine erste etwas größere Rolle hatte. Die Premiere hatten wir schon und ich muss sagen, bis jetzt gefällt er mir.

___________

Traumfrau
Meine beiden Freundinnen Mia und Reika, hacken sich bei mir ein, während wir das Kino verlassen. Auf dem Weg zu unseres Lieblings Cocktail Bar reden wir über den Film den wir gerade gesehen haben. House without us hieß der Actionfilm. Ich stehe eigentlich überhaupt nicht auf solche Filme, das ständige geballer und in die Luft gejage macht mich kirre. Aber dieser Film hat mich überrascht, er war nicht so Actionreich, wie ich zuerst dachte. Reika hatte die Karten besorgt, bevor Mia und ich am Kino ankamen. So konnten wir nichts dagegen sagen, was im nach Hinein gar nicht nötig war. „Wie bist du, auf diesen Film gekommen?", fragt Mia von meiner linken, Reika während wir die nächste Straße einbiegen. „Ich habe ihn in einer Zeitung gesehen und fand den Schauspieler ganz niedlich.“
„Wir haben den Film gesehen, weil du den Schauspieler niedlich fandest?", platzt es aus mir, ich sehe empört zu meiner rechten. Sie nickt zufrieden. Typisch Reika, liest nicht die Kritik. Nein, sie schaut wie die Männer aussehen.
"Von wem reden wir genau?" Wollte ich dann wissen.
"John New heißt er. Er ist noch unbekannt, aber total heiß."
"Welcher von den vielen Männern, war er denn?" Schaltet sich Mia wieder ein.
"Der gut aussehende, dunkel haarige, der zum Schluss der Hauptfigur geholfen hat."
"Meinst du diesen Riesen?" Mia und ich sehen sie mit großen Augen an. Reika nickt mit den breitesten grinsen überhaupt. Wenn ich jetzt an John New denke, kommt er mir sehr bekannt vor. Ist er nicht dieser Typ der jeden Morgen, nach seiner Jogging-Tour bei uns reinkommt und sich einen schwarzen Kaffee und ein Wasser bestellt? Ich glaube schon! Er hat so oft versucht mich anzusprechen oder sollte ich lieber anbaggern, sagen! Aber ich habe ihn nie geantwortet, solche Typen kenne ich zu gut. Wenn sie haben, was sie wollen, sind sie weg und darauf habe ich keine Lust. Nicht schon wieder, die Geschichte vor fünf Jahren, war mir eine lehre.

Okay. Ich gebe zu, er sieht nicht schlecht aus. Er ist eins-neunzig groß, hellbraune Haare, oben etwas länger und die Seiten ganz kurz rasiert. Ich stehe auf diesen Look. Eisblaue Augen, die jede Frau zum Schmelzen bringen würden. Einen gut durchtrainierten Körper, aber auch nicht zu viel. Zumindest das was man im Film sehen konnte. Sein Gesicht ist sehr markant und doch hat es irgendwie was Weiches an sich. Eigentlich genau richtig, ich liebe große Männer vor allem, wenn sie zusätzlich einfühlsam und lustig sind. Aber er hat bestimmt, wie die meisten gut aussehenden Männer ein Arschloch Charakter. Er ist da bestimmt keine Ausnahme!

„Hey Ella, wollen wir reingehen?", reißt mich Mia aus meiner Gedankenwelt. Ich habe gar nicht mitbekommen, dass wir schon da sind. Wir gehen rein, direkt zur Theke. Setzen uns auf die Hocker und bestellen uns bei Philipp was zutrinken. Philipp ist eine gute Seele, der beste Barkeeper und ein guter Freund, wir haben vor Jahren mal zusammen gearbeitet. Er stellt uns unsere Getränke hin und widmet sich dann wieder den Gläsern, die getrocknet werden müssen zu. Wir drei stoßen an, sehen danach auf die Tanzfläche und es dauerte nicht lang, da standen wir darauf und machten sie unsicher.

•••
Es ist mittlerweile halb eins und wir machen uns so langsam auf den Heimweg. Wir verabschieden uns gerade von Mia, sie wird von Jack ihrem Mann, abgeholt. Die beiden leben etwas außerhalb der Stadt, in diesen schicken Landhäusern. Reika und ich laufen gerade den Rest nach Hause, die frische Luft tut uns gut. Zu Hause angekommen, schmeiße ich alles von mir und gehe auf den direkten Weg ins Bett.

Mia und Reika sind meine besten Freundinnen. Mia kenne ich seit der Elementary School, waren unzertrennlich bis zum College. Es gab danach nur eine Zeit, da haben wir uns zwei Jahre lang nicht gesehen. Ich bin nach Japan geflüchtet, musste raus, zu viel schlechtes Erlebt und die Gedanken daran ließe mich nicht los. Seit drei Jahren lebe ich wieder hier, habe sofort das Café Crumbs eröffnet und nach einem Jahr kamen Mia und Jack als meine Partner dazu. Mia kommt super mit fremden Leuten klar. Ich bin in der Richtung nicht gerade der offene Typ, das war mal anders, aber meine Vergangenheit hat mich eines besseren gelehrt und seit dem traue ich keinen mehr so schnell. Jack, ist der beste Koch, den ich kenne. Alles, was er zubereitet ist Gold Wert.
Das Crumbs konnten wir nach kurzer Zeit vergrößern, jetzt haben wir nicht nur eine größere Küche für Jack, sondern der Laden selber ist größer geworden. Vorher hatten wir nur Platz für vier Tische, jetzt sind es ganze zehn.
Den Laden habe ich so eingerichtet, wie ich es mir immer vorgestellt habe, und zwar im Amerika-Italien-Asien-zu Hause Style. Was das heißt? Wir haben zwei Holz-Hollywoodschaukeln mit verschieden blaue Kissen darauf, Amerika Style. Zwei Riesige hellgrau-schwarze Wohnlandschaften mit vielen Kissen in den verschiedensten grün tönen, zu Hause Style. Dann noch drei weiße Cocktail Sessel mit kleinen schwarzen Tischen, Asiatische Style. Und zum Schluss meine absolute Lieblings Style an der Fensterfront, mit drei kleinen Holzfarbenden Bistrotischen, passende schwarzen Stühlen dazu und mit beigen Sitzkissen, Italien Style.
Alles in alles mein Style ich finde es schön und die Kunden haben sich bis jetzt noch nicht beschwert.

Jetzt bin ich völlig abgeschweift, wie kam ich eigentlich noch mal zu Reika? Ach ja, sie habe ich so zusagen aus Japan mit gebracht. Habe sie dort beim Einkaufen kennengelernt und wir haben uns sofort verstanden. Sie war und ist für mich wie ein offenes Buch, ich konnte ihr sofort vertrauen. Hier wohnen wir sogar zusammen und unsere Beziehung ist eher mehr schwesterlich als Freundschaftlich. Sie hilft auch manchmal im Café, wenn not am Mann ist und gut, das Mia auch super mit ihr klar kommt. Ich liebe die beiden und Jack, sie alle sind wie Familie für mich.

•••
Mittwoch, kurz vor zwölf. Ich bediene gerade Tisch fünf (Cocktail Sessel), Reika räumt derweil Tisch sieben (auch Cocktail Sessel) ab. Sie scheint irgendjemanden gesehen zuhaben der gerade reinkommt, da sie Kerzen gerade da steht und zur Tür starrt. Derjenige kommt gerade rein, ich höre es an unserer Tür klingel und sehe, dass ihr Tablett nach vorne weg Kippt und zwei Tassen Richtung Boden unterwegs sind. Zum Glück stehe ich nicht weit von ihr, fange die zwei Tassen mit der linken Hand auf und stelle sie auf mein leeres Tablett. Stehe direkt vor ihr, sie starrt immer noch Richtung Tür, bewegt sich keinen Zentimeter und ich winke mit der linken Hand vor ihrer Nase herum. Flüstere ihr energisch zu „Mensch Reika, was war, dass denn?“, lasse dabei meinen Blick nicht von ihr, doch sie beachtet mich nicht. Wen zum Kuckuck starrt sie dort an? Ich drehe mich um und sehe John New, wie er ganz lässig das Café betritt. Heute mal nicht in Jogging Kleidung, sondern in Jeans, weißem Shirt und offenem blauen Hemd. Das steht ihm. Ich drehe mich wieder zurück zu Reika, sie drückt mir ihr Tablett entgegen und geht an mir vorbei zu ihm. Ich schüttel leicht den Kopf und gehe wieder zu meinem Tresen, ich muss noch die Bestellungen für die anderen Kunden machen.

Tisch neun mein Lieblingsplatz am Fenster, will zum Glück nur zwei normale Kaffees, ich stelle die Tassen auf das Tablett, den Zucker und den Keks lege ich auf die Untertasse und das Kännchen mit Milch stelle ich daneben. Nehme das Tablett in die Hand und gehe zu Tisch neun. Stelle ihnen ihr Kaffee hin, „wenn ihr noch etwas braucht, gebt mir kurz Bescheid.", sage ich noch zu ihnen. Drehe mich um, sehe das Reika und John bereits am Tresen stehen und höre, wie sie ihn fragt, was er trinken möchte. Er sieht hoch zu der Getränkekarte an der Wand und überlegt kurz. Ich gehe gerade hinter ihnen vorbei und wieder hinter den Tresen. Er sieht mich kurz an, fängt an schräg zu grinsen und sieht dann wieder hoch. „Ich nehme heute mal… Eine Latte Macchiato" Das ist neu! „Alles klar. Süße? Machst du mir wie immer ein Cappuccino?", Reika sieht mich mit großen Augen an, ich nicke ihr nur zu, drehe mich um und fange an. „Komm, lass ins dort hinsetzen." Ich sehe nur aus dem Augenwinkel, das sie sich auf einer der Hollywoodschaukeln gesetzt haben. Nach knapp fünf Minuten bringe ich ihnen ihr Getränk und höre nebenbei, wie er ganz in Ruhe jeder ihrer fragen beantwortet. Männer wie er reden doch gerne über sich.

Gehe wieder hinter den Tresen und reinigen erstmal die Kaffeemaschine, fülle sie danach wieder auf. Einszwei Kunden kamen an den Tresen, um zu bezahlen und auch zwei weitere um sich einen Kaffee to go zu bestellen. Sehe ab und zu, zu Reika, die beiden scheinen sich richtig gut zu verstehen. Ich muss gestehen, dass er mich überrascht hat, er interessierte sich auch für sie und erzählte nicht nur von sich. Das einzige, das ich nicht deuten konnte sind die Blicke, die er mir manchmal zugeworfen hatte. Haben sie gerade über mich geredet? Oder warum sieht er zu mir? Quatsch! Werde schon paranoid.

Nachdem sie ihre Getränke ausgetrunken haben, verabschiedet er sich mit einer leichten Umarmung von ihr. Geht am Tresen vorbei, sieht mich an, grinst und nickt mir zum Abschied. Ich nicke ihm nur leicht zurück, sehe dann sofort zu Reika, die gerade mit beiden Tassen strahlend auf mich zu kommt. „Er ist toll, nicht so abgehoben und er ist gerade erst hierhergezogen.", erzählt sie immer noch mit dem breiten grinsen im Gesicht. „Jetzt sag mir nicht, dass du ihn hier alles zeigen willst?“, fragte ich sie mit hoch gezogenen Augenbrauen. „Doch willst du mit?“ Sie sieht mich dabei schräg an. „Ich habe zu tun, sorry, du musst wohl mit deinem Star allein bleiben.“ Sie zuckt mit den Schultern und macht sich wieder an die Arbeit.

•••
Freitag, ich sitze mit Jack auf meinem Lieblingsplatz und wir gehen gerade die Bestellung durch. Er sitzt gerade, auf dem Stuhl, sein Körper leicht nach vorne geneigt und ich habe meinen rechten Fuß auf meiner Sitzfläche gestellt, sodass ich mein Knie als Stütze nehmen kann. „Was brauchst du, denn noch alles?“, frage ich ihn und zeige auf die Liste, die ich schon vorbereitet hatte. Er hat noch eins Zwei Anmerkungen dazu, ich hole mein Tablet raus und schicke die Bestellung dann sofort weg. Jack steht auf und geht wieder in die Küche, ich bleibe noch etwas sitzen und mache jetzt erstmal Pause. Stecke mir meine Kopfhörer in die Ohren, schalte meine Musik ein, lasse mich berieseln und schreibe nebenbei ein paar Mails.

Nachdem ich endlich in einem nichts tun Modus bin, lasse ich meinen Blick durch das Café Streifen und bleibe an John hängen. Er sitzt wie immer in Jogging Kleidung auf den Cocktail Sesseln, er ist wirklich jeden Tag hier. Er scheint total in Gedanken versunken zu sein. Sein Anblick gerade hat irgendwie etwas Poetisches. Warum muss er genau jetzt zu mir schauen? Ich nicke ihm nur kurz zu und blicke dann wieder auf meinem Laptop. Merke wie meine Wangen auf einmal ganz warm werden, hoffentlich hat das jetzt keiner bemerkt. Ich lasse mein rechtes Bein runter und holte mein linkes hoch, damit ich aus dem Fenster schauen kann. Nach zehn Minuten sehe ich wieder Gedankenverloren aus dem Fenster. Werde aber aus ihnen gerissen, da jemand mit dunklem Shirt am Fenster vorbeihuscht. Diese Person kommt gerade ins Café. Ich erstarre zur Salzsäule, als ich sah, wer es war. Paul mein Ex, was will er denn hier? Doch bevor ich mir weitere Gedanken machen konnte, war er auch schon wieder verschwunden. Ich packe jetzt meine Sachen zusammen und gehe nach hinten. Ich frage Clara, ob ich sie jetzt zur Pause ablösen soll, sie nickt und verschwindet sofort nach hinten. Clara ist eine Kellnerin, der ich sehr vertraue. Wenn Mia, Jack oder ich mal nicht da sind, dann schmeißt sie den Laden. Mia und ich kennen sie schon länger und daher habe ich mit ihr keine Probleme.

Matt Steal
Es ist Samstag, stehe an der Straßenkreuzung und warte auf meine Mitfahrgelegenheit, die mich zum Turnier mitnimmt. Es bleibt ein kleines rotes Auto neben mir stehen. „Na, sollen wir dich mitnehmen?“
Ich sehe in das Auto und meine Filmkollegen sitzen darin. „Klar“, antworte ich und steige ein.

Wir parken an einer großen Halle, steigen aus und gehen rein. Die Halle sah von außen schon groß aus, aber von innen ist sie riesig. Sitztribünen überall an den Seiten und drei große Matten in der Mitte. Unsere Sitze sind im Abschnitt D, das ist am anderen Ende der Halle. Wir drängen uns durch das Gewusel vor den Sitzreihen, jeder sucht seinen Platz oder seinen Begleiter. Ein wildes durcheinander. Doch nach einer halben Ewigkeit sind wir endlich angekommen. Wir brauchten gar nicht weit nach oben, da wir in der zweiten Reihe sitzen. Sitzplatz Nummer dreizehn ist meiner, ich setze mich hin und sehe mich ein wenig um. Wir haben einen direkten Blick auf die dritte Kampf Matte, die Reihe vor uns ist für die Teilnehmer reserviert und rechts neben den Eingang von dem wir gerade kamen, stehen kleine Imbissbuden.

Die Reihe vor uns füllt sich gerade, sechs Typen setzen sich mit ihren Rot-weiß-Schwarzen Trainingsanzügen vor uns. An der Seite steht der Trainer in den gleichen Farben wie sein Team und neben ihm steht eine Frau.
Sie trägt ein typisch Chinesisches rotes Kleid mit einer weißen Orchidee darauf, darunter trägt sie schwarze Leggings (Kämpft sie auch?). Ihre Haare hat sie zu einem hohen Zopf gebunden, der Pony hört direkt über ihren Augen auf. Von ihrem Gesicht kann man leider nichts viel erkennen, da sie eine Maske trägt und die verdeckt Nase, Mund und Kinn. Aber ihre Augen, die kann man gut erkennen und sie kommen mir sehr bekannt vor. Dieses Grün? Obwohl, diese hier dunkler ist und dadurch gefährlicher wirken. Das kann nicht sein! Die Frau sieht sich um, unsere Blicke treffen sich für ein Bruchteil an Sekunden, sie sieht mich fragend an und dann sofort wieder weg. Komische Reaktion? Ist sie es vielleicht doch? Nein, das glaub ich nicht!

Der erste Wettkampf beginnt, die Kämpfer haben jetzt drei Minuten, um sich zu beweißen. Doch dieser Kampf ist nach knapp fünfzig Sekunden zu Ende. Der Sieger dieser Runde ist schnell und schlägt präzise zu. "Man, Tobi ist diesmal wieder sehr stark. Ob Shina ihn diesmal schlagen kann?" Höre ich die Reihe vor mir tuscheln. Der Typ heißt wohl Tobi, er sieht eigentlich gar nicht so Stark aus. Ich scheine das Gesicht leicht verzogen zuhaben, da Akio der neben mir sitzt, sich einschaltet. „Lass dich nicht von seinem äußerem täuschen, er ist wirklich gefährlich." Das glaube ich ihm gerne, so schnell wie er den anderen ausgeschaltet hat. „Sag mal Akio, du weißt doch bestimmt so einiges über die Teilnehmer, oder?" Er sieht mich zuerst fragend und dann mit einem dicken grinst an. "Soll ich dir sagen, was Tobi eigentlich arbeitet? Das wirst du, mir nie glauben." Mir bleibt kurz der Mund offen, da er mich mit großen Augen anstrahlt. Das wollte ich eigentlich nicht wissen, aber ich starte trotzdem mal ein Versuch.
"Anwalt!", sage ich dann.
"Nein er ist Physiotherapeut und auch noch der beste hier in der Stadt.", sagt er und dreht sich wieder zur Matte.
"Ah, gut zu wissen." Lüge ich ihn an und frage ihn dann doch endlich, das was ich wissen will. Berühre kurz seine Schulter, damit er mich noch einmal ansieht. „Weißt du vielleicht auch wer sie ist?" Ich zeige zu der Frau, die mich vorhin fragend ansah.
"Das? Das ist Shina. Sie ist seit zwei oder drei Jahren dabei. In Ken (Schwertkampf) ist sie unbesiegbar, aber im Nahkampf ist sie leider nicht so gut, macht bis jetzt immer nur den zweiten Platz. Das liegt daran, dass sie immer zu schnell aufgibt.", erklärt er mir. Shina, also? Hört sich interessant an. Ich hebe Gedankenverloren eine Augenbraue und sehe ab und zu wieder in ihre Richtung. „Sie hat irgendetwas Geheimnisvolles an sich, oder?", fragt er mich noch und da hat er mal wirklich recht. Ich nicke ihm einfach nur zu und höre wie sie aufgerufen wird.

Sie steigt in den Ring, verbeugt sich vor dem Gegner und vor der Jury. Ein Gong ertönt, der Kampf beginnt und ist nach dreißig Sekunden wieder zu Ende. Shina hat ihren Gegner einfach nur aus dem Ring gedrängt.

Die nächsten Kämpfe, die Sie und Tobi bestreiten, waren immer schnell zu Ende. So als könnten sie es nicht abwarten, gegen einander anzutreten. Jetzt haben wir die Pause vor dem Viertel Finale. Akio und ich gehen uns etwas zu essen besorgen. Wir teilen uns auf, ich besorge die Getränke und er das Essen. Die anderen beiden Kollegen von uns, sind kurz raus gegangen zum Rauchen oder zu was auch immer sie da machen. Die Schlange vor den Getränken ist zum Glück nicht so lang wie die von Akio. Vor mir steht der Trainer aus unserem Abschnitt, er strahlt eine mächtige Autorität aus. Selbst ich, der nichts mit Kampfkunst zutun hat, würde mich vor ihm verbeugen und dass hat was zu heißen. Der Typ neben ihm, sieht wie eine Jüngere Version von ihm aus, mit mehr Haare auf dem Kopf, so Anfang zwanzig vielleicht. Eine Frau mit Käppi, verbeugt sich vor dem älteren und umarmt den jüngeren zur Begrüßung. Sie unterhalten sich kurz in einer anderen Sprache, der ältere scheint etwas gesagt zuhaben und dass scheint ihr nicht zu gefallen. Sie sieht genervt weg, direkt zu mir und ich musste schmunzeln, habe sofort Reika erkannt. Sie drückt sich an den beiden vorbei und begrüßt mich mit einer leichten Umarmung. Die Männer vor mir sehen zu uns, der ältere von beiden verzieht das Gesicht und schüttelt leicht den Kopf, während er wieder nach vorne sieht. „Was machst du den hier?", fragt sie mich. Ich erkläre ihr, das ich die Karten von meinem Regisseur bekommen habe und frage darauf gleich, was sie hier macht. Sie erklärt mir, das die beiden vor uns ihr Onkel Mr. Woo und ihr Cousin Lee sind und sie dadurch bei jedem Turnier dabei ist.

Nachdem wir alle unsere Getränke haben, treffen wir auf Akio, der auch gerade erst fertig ist. Wir tauschen Getränk und Essen und ich stelle ihm Reika vor. Akio ist total begeistert ihre Bekanntschaft zu machen und quetscht sie auf dem weg zu unseren Plätzen über alles mögliche aus. Sie hat anscheinend auch kein Problem ihn das meiste zu erklären. An unseren Plätzen angekommen, zieht mich Akio mit zu Shina. „Komm, ich darf sie was fragen", sagt er noch und lässt mich partout nicht los. Wir stehen jetzt neben ihr und den anderen Team Mitgliedern. Akio, spricht sie auf Chinesisch, Japanisch oder einer anderen asiatischen Sprache an. Ich stehe wie ein bekloppter neben ihm und esse mein Hotdog. Sehe den beiden zu, sie scheint zu grinsen, zumindest konnte man das trotz Maske erkennen sie antwortet ihm auch, dabei sieht sie für einen Moment zu mir, unser Blicke treffen sich und ich war kurz versteinert. Sie muss es sein, anders kann ich es mir nicht vorstellen. Warum mein Körper so heftig darauf reagiert. Oder vielleicht doch nicht?

Akio verbeugt sich vor ihr, dreht sich zu mir um und zieht mich am Arm zurück zu unseren Plätzen. „Will ich wissen, warum du mich mitgezogen hast?", fragte ich ihn während ich mich wieder hinsetze. „Sorry, so wie du sie als ansiehst, dachte ich mir, du willst sie bestimmt mal von nahen sehen, oder?", antwortet er mit einem breiten grinsen im Gesicht. So ein Schlitzohr, das kann ich ihm nicht wirklich übel nehmen.

Shina und Tobi werden aufgerufen, beide gehen sie hoch und stehen sich endlich gegenüber. Er leckt sich demonstrativ über die Lippen, sie hingegen zieht nur eine Augenbraue hoch und macht sich bereit. Sie verbeugen sich voreinander und der Gong ertönt. Er holte sofort zum Schlag aus, den sie gekonnt ausweicht. Die beiden schenken sich nichts, erst flogen die Hände dann die Füße, sie vergeuden keine Sekunde. Er traf Shina am Kopf, doch sie holte sofort zum Gegenschlag aus und tritt mit flachem Fuß gegen die Brust. Das scheint ihn sehr getroffen zu haben, da er anfängt zu taumeln. Die drei Minuten für den Kampf waren um und der Gong ertönt wieder. Die Kampfrichter werden sich einig. Gleichstand, es wird um weitere drei Minuten verlängert. Der Gong läutet wieder, sie verbeugen sich schnell und schon geht es weiter. Jetzt scheint sie die Oberhand zu haben, doch nach knapp zwei Minuten drehte sich alles wieder und er macht mehrere Treffer. Wieder läutet der Gong, die Kampfrichter versammelten sich.

Tobi geht während dessen zu ihr, sagte ihr irgendwas, sie ballt die Fäuste und versucht sich zu beruhigen, Atmet tief durch. Sieht kurz in unsere Richtung, Reika springt auf „Zeig es ihm, den Vollpfosten, du schaffst das.“ Die Richter haben sich entschieden, wieder Gleichstand und eine weitere Runde von drei Minuten sind anberaumt. Der Gong ertönt. So ein Schlag Abtausch, hab ich noch nie gesehen, sie scheinen beide gleich stark zu sein. Doch auf einmal bekommt sie einen Schlag in den Magen, fängt an zu taumeln und das nutzte er sofort aus. Sie konnte nicht mehr alles abblocken, dann hob sie die Hände und Kapitulierte. „Scheiße, nicht schon wieder“, höre ich Akio neben mir schimpfen. Sie kommt mit gesenktem Kopf von der Matte. Mr. Woo, legt seine Hand auf ihre Schulter, sagt ihr noch irgendwas und sie geht, Richtung Umkleide.

Das Turnier ist zu ende, Tobias ist Sieger. Wir verlassen die Tribüne, ich gehe noch kurz zu Reika und verabschiedet mich von ihr. Dann gehen wir vier wieder zurück zum Auto. Meine Kollegen schmeißen mich an der gleichen Kreuzung raus, an der sie mich eingesammelt haben. Ich verabschiedet mich von Akio mit einem Faustschlag, den anderen nicke ich nur zu und bedanke mich das sie mich gefahren haben. In meiner Wohnung wieder angekommen, gehe ich in die Küche und hole mir ein kaltes Getränk. Schmeiße mich auf mein Sofa und lasse das Turnier auf mich wirken. Es ist wirklich anders, als das was man so im Fernsehen sieht. Im Fernsehen sieht man nur die Technik und Anwendung, aber eben gerade, hat man auch die Leidenschaft und Hingabe gesehen.

Mein Handy holt mich in das hier und jetzt zurück, ich habe eine Nachricht bekommen.
*Heute, Tanzbar um einundzwanzig Uhr. Also Duschen, Gut aussehen und los geht's. As* Ich antworte sofort
*Tanzbar?*
*klar! Wir trinken, die Frauen tanzen. Haben wir alle was von! Bis gleich.* ich musste leicht schmunzeln
*Gut, bis gleich.* Gönnen wir uns mal den Spaß. Aber vorher gehe ich Duschen.

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Ella Miller
Man könnte meinen, ich habe nichts anderes zu tun, als auszugehen. Aber heute brauche ich das so dringend, mein Tag war wirklich Scheiße. Ich möchte mir meine Freundinnen packen und Feiern. Mia kann leider nicht, sie hat ihre Schwiegereltern da. So gehe ich mit Reika in unsere Lieblingsbar.

Dort angekommen begrüßen wir erst mal Philipp, geben ihm unsere Taschen und bekommen sofort zwei Cocktails von ihm. Bleiben an der Bar stehen, sehen uns erst mal um und die Tanzfläche ist voll, auch die restliche Bar ist gut gefüllt. Mein Blick bleibt an einem der Stehtische, die in der nähe des Ausgangs stehen, hängen. Dort stehen drei große, nein riesige Männer, sie stechen bei der Masse mit ihrer Größe wirklich raus. Zwei von ihnen kann man gut erkennen, sie sehen wirklich gut aus.
Der eine ist Blond und hat ein sehr weiches Gesicht, sieht aber trotzdem sehr Männlich aus. Der andere hat dunkle Haare und ein sehr markantes Gesicht, er lächelt gerade und das macht ihn schon sehr Charmant. Den dritten im Bunde kann ich nicht erkennen, da er mit dem Rücken zu uns steht. Ich stupse Reika in die Seite, da die drei in ihr Beuteschema passen. Sie sieht mich an und ich zeige in die Richtung der drei Männer, obwohl es nur noch zwei sind, der Blonde ist auf einmal verschwunden. Ihr Blick folgt meinem Zeigefinger und sie fängt an zu strahlen, sieht wieder mich an und nickt mir zustimmend zu. Ich muss anfangen zu grinsen, da sie meiner Meinung ist.
Wir beide haben fast den gleichen Männer Geschmack, nur sie mag eher die weichen Typen, die viel Kuscheln wollen, ständig unterwegs sind und oft einen Witz auf den Lippen haben. Ich stehe auch auf Kuscheln und Witze, nur alles in maßen, ich bin eher der ruhige Typ, unterhalten mich gerne und bin auch sehr Sportlich aktiv, dass sollte mein Partner auch sein. Nur leider sind die, die sportlich sind und gut aussehen absolut Oberflächlich und Ich bezogen und das braucht keine Frau. Ist zwar schön so ein Adonis neben sich zuhaben, aber nicht, wenn er kein Innenleben hat.

Ich sehe mich noch etwas weiter um und gelange dann doch wieder an diesen Tisch. Der blonde ist jetzt auch wieder da, der der mit dem rücken zu uns steht, dreht sich um und kommt zu Bar. Ich ziehe die Augenbrauen hoch und verstehen die Augen, „will er mich Ärgern? Warum läuft er mir ständig über den Weg? Nicht nur, dass ich ihn jeden Tag im Café sehe! Nein, jetzt auch schon in meiner Lieblingsbar?", denk ich mir. Von wem ich rede? Na, von wem wohl, John New, ich fühle mich langsam von ihm verfolgt. Wirklich!

Er steht genau neben Reika und bestellt Bier, sie stupst ihn sofort an. „Hey, du auch hier?“ Schreit sie ihn an, da es hier sehr laut ist! Er grüßt sie, mit einer leichten Umarmung, schaut kurz zu mir, grinst, doch ich drehe mich genervt weg. Reika tippt mich wenig später an, nach dem er gegangen war und fragt, was das gerade war? „Nichts, nur muss er immer da sein, wo ich bin?“ „Quatsch, du hast schon Verfolgungswahn. Jetzt komm mal runter, lass uns lieber Tanzen. OK?“ Versucht sie mich zu beruhigen und wir gehen zur Tanzfläche.

Nichtmal zehn Minuten auf der Tanzfläche, werden wir von zwei Männern angetanzt. Doch die lassen wir links liegen, wir haben keine Lust dazu. Jedes Mal, wenn Reika, Mia und ich in einer Bar sind, kommen die Männer und wollen tanzen oder einen ausgeben. Das, was sie aber wirklich beabsichtigen, würden sie nie direkt sagen. Selbst wenn sie es täten, wären wir uns zu schade dafür.

Eine knappe Stunde später. „Ich muss von der Tanzfläche, ich glühe.“ sage ich zu Reika. Sie will weiter tanzen, ihr Lieblings Lied spielt gerade. Ich gehe zur Bar, setze mich auf einen der freien Hocker und bekomme von Philipp ein neues Getränk. Drehe mich zur Tanzfläche und schaue ihr zu. „Hallo, hübsche Frau. Du kannst dich gut auf der Tanzfläche bewegen, bist du überall so beweglich?“, werde ich von der Seite angesprochen. Ich Dreh mich um und schaue einem schmierigen Typen ins Gesicht. Ich kann seine Gedanken lesen, er denkt, dass hier wird was. Igitt!!! Ich drehe mich weg, ohne einen Ton zu sagen. Doch er lässt nicht locker, er kommt mir näher. „Dein Getränk ist gleich leer, soll ich dir ein neues bestellen?" „Nein, danke ich brauche nichts.“ „Ach komm schon, jeder braucht was?“ Ich rücke auf meinem Hocker weiter nach hinten, es fehlt nicht mehr viel und ich falle runter. Zum Glück steht jemand hinter mir und hält mich so von dem Sturz ab. Mein blick ist immer noch auf diesen typen vor mir gerichtet, auf einmal spüre ich eine Vibration, an meinem Rücken, die mir durch und durch geht. Ein Kribbeln breitet sich in meinem ganzen Körper aus und ich bekomme eine leichte Gänsehaut.

Die Vibration entstand, durch ein Knurren oder Brummen. Ich sehe mich nicht um, mein Blick ist immer noch auf dem schmierigen Typen vor mir gerichtet und sein Gesicht verzieht sich. Das eben war eindeutig ein Knurren! Es knurrt erneut hinter mir, nur diesmal spüre ich es nicht nur, sondern kann es auch hören. Der Typ vor mir wird ganz blass und verschwindet sofort. Ich drehe mich jetzt um, will mich bedanken und sehe dem Mann der hinter mir stand auf die Brust. Ich musste den Kopf in den Nacken legen, um in sein Gesicht zusehen. Dieses Gesicht grinst mich schräg an, ich muss tief durch Atmen, wieder dieser John! Er steht so nah vor mir, dass ich ihn riechen kann und Verdammt! Er riecht wirklich gut. Er bemerkt dass ich kurz abschweife und sein Grinsen wird breiter, ich nicke ihm hoch und schaue ihm, mit einem fragenden Blick an. Was grinst der so doof? Er schüttelt ganz leicht den Kopf, unsere Blicke vertiefen sich kurz. Seine Eisblauen Augen, kommen viel intensiver zur Geltung, wenn er mir, so nah steht. Sein Blick wandert, zu meinem Mund und wieder zurück. Ich beiße leicht auf meine Unterlippe und ziehe dabei eine Augenbraue hoch. Sein ganzes Gesicht grinst, seine Augen strahlen, er drehte sich zum gehen. Kommt mir aber noch mal ganz nah, ans Ohr. "Heiß" sagt er und geht zu seinen Freunden zurück. Ich schaue ihn nur fragend hinterher. Was war das denn? Mein ganzer Körper reagiert heftig darauf, ein kribbelt breitet sich über und unter meiner Haut aus und mein Herz fängt auf einmal an zu rasen, so als wäre ich mehrere Kilometer gelaufen.

„Was ist dir denn Passiert? Süße hast du ein Gespenst gesehen?“ Reika steht wieder neben mir und nippt an ihrem Getränk. Ich konnte nicht sofort reagieren, sie stupst mich darauf an. „Sorry nein, ein Gespenst hab ich nicht gesehen. Ich hatte nur gerade eine Begegnung der dritten Art mit John New, mehr nicht!“ „Dritte Art? Das musst du mir erklären.“ Grinst sie mich an und das tat ich dann auch. Ihr grinsen wurde dabei immer breiter. „Na, hast du dich verguckt?“ „Nein“, sagte ich energisch, „wie kommst du darauf? Er hat mir nur geholfen mehr nicht!“, versuche ich mich zu erklären. „OK, wenn du das sagst. Also mein Körper würde nicht so reagieren, wenn mir jemand nur hilft!“ Sie trinkt ihr Glas aus und zerrt mich zurück auf die Tanzfläche. Wir tanzten und tranken den restlichen Abend weiter, ohne weitere Störungen.

•••
Mir dröhnt der Schädel, das waren eindeutig zu viele Cocktails gestern. Ich nehme eine Aspirin, gehe unter die Dusche, ich muss gleich ins Café zur Frühschicht. Lasse Reika heute schlafen, sie hat soweit ich weiß, keine Termine. Ich packe meine Sachen und mach mich auf den Weg. Ich brauche zu Fuß fünf Minuten, gehe in die Seitengasse um von der Hintertür in den Laden zukommen. Jack und Mia warten dort schon auf mich. „Guten Morgen, geht es dir nicht gut? Du siehst wie drei Tage Regenwetter aus“, begrüßt mich Jack. „Doch! Alles in Ordnung, ist gestern nur spät geworden.“ (Ja und wie spät? Wir sind erst kurz vor zwei nach Hause. Aber schlafen konnte ich nicht, musste die ganze Zeit an dieses eine Wort und den Blickkontakt denken. „Heiß.“ Was hatte das zu bedeuten?) Ich schließe die Tür auf und wir gehen rein. Schalte alles ein und ich koche erst mal für alle einen Kaffee. In der zwischen Zeit kamen noch zwei Küchenhelfer, Clara und eine weitere Kellnerin. Wir leerten die Tassen und Mia schließt den Laden auf. Ich schnappe mir gleich, den Laptop und verziehe mich ins Büro. Die Buchhaltung wartet auf mich. Da ich immer noch einen leichten Schädel habe, wollte ich nicht vorne bleiben.

Nach fünf Stunden vor dem Bildschirm, bin ich endlich fertig und ich habe alles eindeutig zulange liegen gelassen. Habe Rechnungen beglichen, bereitete die Löhne vor, gab neue Werbung in Auftrag und kümmerte mich um die Steuer, sowie um die Versicherungen. Jetzt muss ich nur noch bestellen und mit meinem Kaffee Lieferanten aus Brasilien telefonieren.

Aber jetzt, hole ich mir etwas zu essen aus der Küche und brauche leben um mich. Ich setze mich mit meinem Salami, Schinken Käse Croques an meinem Lieblingstisch am Fenster. Ich beiße in das Baguette, schließe dabei die Augen und genieße einfach das leckere Essen, schalte alles ab. Atme tief durch und fange an zu kauen.
Nachdem ich meine Augen wieder öffne, fühle ich mich beobachtet. Ich sehe mich um und erkenne niemanden, der zu mir sieht. Leicht Stirn runzelnd, esse ich weiter. Die Tür geht auf und zwei große Männer kommen in den Laden. „Sind das nicht, die Männer von gestern? Die Freunde von John? Wenn sie hier sind, ist er bestimmt auch nicht weit weg? Warum interessiert es mich, ob er in der nähe ist? Wieso, wird mir auf einmal so heiß? Mein Puls schießt in die Höhe. Hat dieser Mann wirklich seit gestern, so eine Wirkung auf mich?", verrückte Gedanken, ich schüttele leicht den Kopf. „So ein Quatsch! Alles gut", versuche ich mich zu beruhigen. Ich nehme einen Schluck von meiner Cola.

Es dauert wirklich nicht lang, da kam John in den Laden. Er sieht sich um, seine Freunde geben ihm ein Zeichen, er geht zu ihnen und begrüßt sie mit einem Handschlag. Sie sitzen an der grünen Wand auf der Wohnlandschaft. Ich trinke den Rest von meiner Cola und sehe mal kurz raus. Mia steht auf einmal neben mir am Tisch. „Na, alles klar? Bist du fertig, dann nehme ich das mit.“ Ich sehe zu ihr und nicke. Sie nimmt den Teller in die Hand und bleibt noch neben mir stehen. Ich sehe sie fragend an, „Ella? Kannst du vielleicht eine Bestellung für mich machen?“ „Ja klar“, sagt ich und stehe auf, gehe zum Tresen.

Auf dem Weg zum Tresen binde ich meine Haare zusammen. Ich mag es nicht, wenn sie mir bei der Arbeit im Gesicht hängen. Hinter dem Tresen schaue ich mir die Bestellung an und lege los. Es war keine gewöhnliche, da hat sich ein Tisch die verschiedenen Spezialsorten gewünscht. Die nur ich zubereiten kann, da noch keiner die Weiterbildung gemacht hat. Ich muss gestehen, dass ich solche Bestellungen wirklich gerne mache. Bei diesen Sorten kann ich etwas kreativ sein.

Es hat zwar etwas gedauert, aber ich bin jetzt fertig. Gebe Mia ein Zeichen, gehe zu meinem Platz zurück und nehme auf dem Weg dorthin mein Haargummi wieder raus. Doch bevor ich mich hinsetze, fühle ich mich wieder beobachtet. Ohne mich noch einmal um zusehen, klappe ich meinen Laptop auf und starte das Programm für meine Bestellungen. Beobachte nebenbei, wo Mia die Bestellung hinbringt.

Habe ich es doch gewusst! John und seine Freunde bekommen die Spezial Kaffees. Ich sehe den drei kurz zu, da ich wissen will, wie ihnen der Kaffee schmeckt. Er scheint so gut anzukommen, wie ich es gehofft hatte. Der blonde rutscht auf den Sofa etwas runter und liegt fast darin. Der dunkel Haarige hält die Tasse fest, als wäre es der größte Schatz. Und John? Er schließt die Augen und genießt einfach. Wie beim letzten Mal, als ich ihm einen anderen Kaffee hingestellt hatte. Nachdem er seine Augen wieder öffnet, sieht er direkt zu mir. Ich wollte wegsehen, konnte es aber nicht. Er hatte wieder dieses Grinsen von gestern im Gesicht. Das irgendwie Süß und doch nervig ist. Ich beiße mir leicht auf die Unterlippe und muss dabei grinse. Seine Augen werden größer, er setzt sich gerade hin und sieht mich für einen Moment weiter so an. Ich schüttle leicht den Kopf. „Ich muss mich auf meine Arbeit konzentrieren.", ermahne ich mich selbst, sehe wieder auf meinen Laptop, versuche mich zu Fokussieren, doch es gelingt mir nicht. Was ist das nur zwischen uns, seit gestern?

Matt Steal
Scheiße, was war das denn? Da sieht sie zu uns, grinst leicht und beißt sich dabei auf die Unterlippe. Wenn sie wüsste, was das gerade in mir auslöst, am liebsten würde ich sofort zu ihr rüber gehen und sie einfach um den Verstand küssen. Schade, das ich es nicht einfach machen kann. Ich merke immer mehr, wie ich ihr verfalle, bevor ich das Café betreten habe, sah ich sie durch das Fenster, wie sie ihr Baguette gegessen hat. Das sie dabei die Augen geschlossen hat, um es einfach zu genießen, war der Hammer. Dann etwas später als sie vom Tresen zurück zu ihrem Platz gelaufen ist und dabei ihre Haare wieder geöffnet hat. Es sah aus wie in dieser einen Shampoo Werbung, wo die Frau ihre Haare so schwungvoll öffnet, das sie ihr kurz ins Gesicht fallen, um danach wieder perfekt auf ihren Schultern zu liegen. Auch einfach der Hammer. Sie macht das doch mit Absicht? Sie will mich total verrückt machen. Ich muss einen kühlen Kopf behalten, sonst gehe ich wirklich noch zu ihr rüber.

Ich sehe zu Ben und As, um mich abzulenken, die beiden sind noch total geflasht vom Kaffee. „Und Jungs, hab ich zu viel versprochen?“ Sie schütteln beide den Kopf und grinsen mich an. Ben der links neben mir sitzt und auf dem Sofa runtergerutscht war, setzte sich wieder auf und schlägt mir auf meinen Oberschenkel. „Du hast gar nicht erwähnt, das die Aussicht auch nicht schlecht ist“, und zeigte mit dem Kopf, Richtung Ella. Ja, ich kenne jetzt ihren Namen, Reika hat es mir verraten, als ich mit ihr einen Kaffee getrunken habe. Ich sehe Ben an und ziehe eine Augenbraue hoch. „Was! Sie ist heiß!“, ergänzt er.
As der mir links neben Ben sitzt, stellt seine Tasse ganz langsam auf den Tisch. Sein Blick starr auf die Tür gerichtet sagt, dass er gerade seine Traumfrau sieht und Blitz verliebt sei. Ben und ich sehen gespannt auf die Tür, die Frau, die dort reinkommt, war keine geringe als Reika. Reika sieht zu Ella, wirft ihr einen Luftkuss zu und kommt zu uns rüber. „Na ihr drei! Ihr seht ja gegengesetzt zu mir, richtig fit aus!“ „Du hast uns, heute Morgen nicht gesehen!“, entgegnete ich und bekam gleich, einem gießen blick von der Seite. Ich sehe As fragend an, der mir, weiterhin vernichtend ansieht. Im selben Moment spricht Ben zu ihr. „Das ist Jahre langes Training, das kann nicht jeder.“ Sie kneift die Augen etwas zusammen, setzt sich auf den freien Sessel neben As und sieht Ben dabei ganz gebannt an. „Und wie sieht, dieses Training aus?“ „Es gibt nur eine Regel“, mischt sich As ein. Sie sieht zu ihm und ihr Blick hat sich von gebannt auf anschmachtend geändert. Er erklärt ihr, was wir machen, wenn wir verkatert sind. „Wir essen ein rohes Ei und gehen dann joggen, um den berauschten Kopf wieder freizubekommen.“ Ben versucht sich bei dem Gespräch einzubinden aber Reika´s Blick galt nur As. Ich glaube, da haben sich zwei gefunden. Er winkt mit dem Kopf Richtung Hollywood Schaukel, sie nickt, beide stehen auf und verlassen uns. „Was war das denn, jetzt?“ Ben war leicht enttäuscht, dass sie mit As gegangen ist und ihn nicht beachtet hatte. „Lass den Kopf nicht hängen, wer weiß, vielleicht kommt deine Traumfrau auch noch.“ Versuche ich ihn aufzumuntern, er grinst und schaut zu Ella. „Wenn sie nicht schon da ist!“ So ist Ben, wurde enttäuscht und sucht sich gleich die nächste. Aber in diesen Moment hätte ich ihm am liebsten den Kopf abgerissen. Ich zeige ihm eine junge Frau, die gerade hinter dem Tresen steht und einen Kunden abrechnet. „Ja, die ist auch nicht schlecht“, sagt er und steht auf. Oh man, er ist wirklich schnell zu befriedigen.

Ich trinke den Rest meines Kaffees aus und sehe noch einmal zu ihr. Ich kann es einfach nicht lassen, wenn ich weiß, dass sie in meiner Nähe ist. Sie telefoniert, tippt sich dabei nachdenklich mit einem Stift an die Lippen. Doch auf einmal wird ihr Blick Ernst, nimmt das Handy vom Ohr und knallte es auf dem Tisch. Sie scheint sich zu ärgern, da sie kurz wild mit den Händen gestikuliert und das Gedicht dabei verzieht. Dann atmet sie zweimal tief durch, nimmt ihr Handy wieder an sich und telefoniert weiter. Jetzt ist sie entspannter, grinst ab und an, dann verabschiedet sie sich freundlich und knallt das Handy trotzdem auf den Tisch. Flucht. „Mit wem hat sie da telefoniert?", denke ich mir und um was muss es wohl gegangen sein? Die junge Frau, die unsere Bestellungen aufgenommen hatte, geht zu ihr. Sie redet ruhig auf sie ein, berührt sie sachte an der Schulter und versucht sie so zu beruhigen, es gelingt ihr auch. Ben kam zurück und berichtet mir, dass er heute ein Date mit Clara hat. So heißt die Kellnerin am Tresen. Ich höre ihm nicht ganz zu, bin gedanklich woanders. As kommt zu uns zurück. „Na, Jungs alles klar?“ „Bei mir schon, nur er ist mit den Gedanken woanders“, sagte Ben und zeigt dabei auf mich. Ich sehe sie beide nur fragend an. „Was! Alles gut! Was wollen wir als Nächstes machen?“, frage ich die beiden, jetzt warte ich auf ihre Antwort, sie zucken mit den Schultern. Ben meint, er hat die Kaffees schon bezahlt, bei seinem anmach Versuch. „Lass uns doch erst mal raus hier, wenn ich noch länger bleibe, mach ich einer der Frauen hier, gleich einen Heiratsantrag.“ Bens Blick schweift im Café umher. „Gut dann lasst uns gehen.“

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Ella Miller
Es ist Montag, ich komme irgendwie nicht aus dem Bett. Zum Glück, hat der Laden morgen zu. Nachdem mein Wecker noch einmal klingeln wollte, stehe ich doch lieber auf. Ziehe mich an und brühe mir schnell eine Tasse Kaffee auf. Bin gerade in irgendetwas nasses rein getreten und muss meine Socken umziehen. Mit frischen Socken an den Füßen verlasse ich mein Zimmer und stoße mit einem nackten Riesen zusammen. Mein Blick ist zuerst auf seine Brust gerichtet, doch dann schaue ich hoch in seine grün-blauen Augen, die mich erschrocken ansehen. Es war der blonde Freunde von John, sein feines Gesicht entspannt sich etwas und er fängt an zu grinsen. Natürlich so ein grinsen, wie es die Surfer Jungs nur können. Ganz unbeeindruckt von der Thematik wünsche ich ihm einen guten Morgen. Er wünscht mir auch einen guten Morgen und geht in Reika's Zimmer zurück. Ich konnte nicht anders, sah ihm kurz hinterher. Das Männer so einen knack Po haben, ist nicht fair! Ich grinse, schüttele leicht dem Kopf. Jetzt bin ich zwar immer noch total müde, beneide aber meine Mitbewohnerin über ihren fang.

Im Café angekommen, war die Hintertür offen, zumindest war sie angelehnt. Ich gehe vorsichtig rein, sehe mich um und es war niemand zusehen. Ich höre plötzlich Geräusche, aus der Speisekammer, die Tür dort steht ganz offen. Ich luge vorsichtig um die Ecke und was ich dort erblickte, kam mir von zu Hause bekannt vor. Wieder ein knackiger Männer Po, der Beine und Arme um sich geschlungen hatte. Ich ziehe mich etwas zurück, höre wie die Regale wackeln und ein immer lauter werdendes Schreien. Dann kurze Stille und es ging dann auch sofort weiter. Nach einem kurzen Aufschrei von beiden, dann war es wirklich vorbei. Ich gehe leise zur Nebentür zurück und knalle sie laut zu, damit sie mich auf jeden Fall hören. „Schnell, da ist jemand!“ „Wo ist mein Shirt?“ höre ich sie sagen und gehe extra langsam in den Laden. Beide saßen sie zusammen gekuschelt auf der Wohnlandschaft. „Guten Morgen. Was macht ihr denn, schon so früh hier? Oder wart ihr gar nicht erst weg?" Sehe Clara und ihr Date fragend an. Ihr Date ist der dunkel haarige Freund von Johns. „Echt jetzt? Ach egal, eins muss man John lassen, er hat wirklich gut aussehende Freunde." Claras Date sieht mich mit seinen braun-grünen Augen an, was mir sofort auffällt ist sein gepflegten Drei-tage-Bart. Clara entschuldigt sich gerade bei mir und erklärt, was sie hier machen. Ich gehe hinter den Tresen und setze erstmal Kaffee auf. Jack kommt rein, „Morgen, was ist denn hier los?“ sieht zuerst zu Clara und dann zu mir. „Nichts Besonderes Clara ist mit ihrem Date...“ „Ben!“, sagte er so, dass ich ihn ja nicht vergessen sollte. „Okay, Clara und Ben haben gestern Abend noch einen Kaffee getrunken und die Zeit vergessen.“ Jack sieht zu den beiden und dann wieder zu mir, zuckt mit den Schultern „Ok“. Verschwindet mit seiner Tasse in die Küche. Ich schenke den anderen auch eine Tasse ein, lehne mich an meinen Tresen, doch bevor ich meinen trinke, muss ich kurz schmunzeln. Was war das für ein verrückter Morgen, jetzt bin ich wirklich wach.

Der Laden ist erst seit einer halben Stunde auf und mir geht die Milch aus. Ich gehe ins Lager, um Nachschub zu holen. Greife nach dem Karton voll Milch, ziehe dabei eine Zuckerdose mit und genau die rollt sofort unter das Regal. Ich stelle den Karton ab, gehe auf die Knie und will den Zucker wieder holen. Doch das erste was ich spüre, ist nicht die Dose sondern etwas Weiches. Ich hole es raus und sehe es mir genauer an. War überrascht, es war eine schwarze Kelvin Klein Unterhose. Misste sofort an heute morgen denken, ob die Ben gehört? Genau in diesen Moment kommt Jack rein. „Was machst du da unten, auf dem Boden?“, fragt er mich zurecht. Sieht auch komisch aus wie ich hier hocke und ein auf geheimnisvoll mache. Ich fühle mich ertappt, drehe mich leicht zu ihm um und stopfe die Unterhose in meine hintere Hosentasche und sehe dann zu ihm hoch. Während ich nach der Zuckerdose greife, sage ich, nach dem ich sie endlich habe. „Die...“ zeige ihm die Dose. „...ist mir runtergefallen.“ Stehe wieder auf, stelle die Dose ins Regal zurück. Nehme meinen Karton mit Milch, gehe wieder, so als wäre nichts passiert. „Ich habe keine Boxershorts gefunden! Ich weiß nicht wovon ihr sprecht! Tralla la", denke ich mit auf dem Weg nach Vorne.

Jetzt ist es bereits Mittag, der Laden brennt. Also nicht wirklich, er ist nur total voll. Mir fehlt genau jetzt eine Bedienung, Clara wäre eigentlich hier. Hatte ihr aber heute freigegeben, da sie von der Nacht beschissen aussah. Ich schreiben Reika eine Nachricht, ob sie für Clara einspringen kann. Ich habe leider keine Zeit, um auf ihre Antwort zu warten. Mia bittet mich gerade, das Tablett mit den drei Kaffees zu Tisch fünf zubringen. Ich schnappe mir das Tablett und mach mich los. Erkenne die drei sofort, die dort sitzen, stelle mich zwischen John und Ben. Zum Glück haben alle drei das Gleiche bestellt, so konnte ich die Tassen einfach verteilen. Ich stelle erst dem blonden Mann vor mir, seine Tasse hin. Dann stelle ich, Ben seine Tasse hin und zum Schluss John. Ich bemerke nur, dass Ben, mir an den Po gegangen ist oder soll ich eher sagen, an meine Potasche. Ich hatte dort noch die Unterhose drin, („war also doch seine.") sehe John ins Gesicht und sein Blick ist böse auf Ben gerichtet. Drehe mich um, Ben grinst mich an und ich zwinker ihm im Gegenzug zu. Seine Braun-grünen Augen wurden auf einmal groß und sein Grinsen breiter. Ich klemme mir das Tablett unter den Arm und gehe zurück zum Tresen.

Matt Steal
„Was war das denn, gerade?“ Sein scheiß Ernst jetzt! Geht er Ella an den Hintern. Hatte er heute Morgen nicht genug von Clara bekommen. Er grinst und zuckt leicht die Schultern. „Sie hatte was, das gehörte mir.“, sagt er und ich belasse es dabei. As und Ben erzählten mir vorhin, dass sie einen Aufregenden Start in den Tag hatten. Ben wurde fast von Ella erwischt, als er mit Clara zugange war und As, ist mit ihr zusammengestoßen. Nur mit nachdruck erzählte er, das er komplett Nackt war. Ich dachte zuerst, das es bestimmt ein Schock für sie war, aber As meinte, das sie ganz cool damit um ging. So als wäre, es das normalste, einem Nackten Mann in seiner Wohnung zu haben. Ben und As grinsen sich ein ab. Ich frage die beiden dann, wie es mit den Mädels weiter geht? Ob das nur eine einmalige Sache war oder vielleicht doch mehr. As erzählt, das er Reika unbedingt wieder sehen will, er mag sie jetzt schon, sehr. Ich sehe dann zu Ben, er zuckt mit den Schultern, „weiß nicht so genau. Die Nacht war geil aber, ob das jetzt immer so sein wird, weiß ich nicht? Sonst verbindet uns nichts, die Gespräche mit ihr waren langweilig. Aber einmal treffen, werde ich sie trotzdem noch.“

Reika betritt genau jetzt das Café. As grinst über das ganze Gesicht. Sie strahlt auch über das ganze Gesicht, winkt uns zu, geht zum Tresen und schleuderte ihre Tasche in eine Ecke. Nimmt ein Tablett mit Bestellungen an sich und verteilt diese. Danach geht sie an Ella vorbei, die gerade einen Teller auf einen der Tische verteilt und gibt ihr einen saftigen klaps auf den Po. „Hier bin ich Süße.“ Ella zuckt noch nicht mal, sieht sie grinsend an und schüttelt dabei nur den Kopf. Was ich für Bilder, auf einmal im Kopf hatte. Sie und ihren heißen Po, den sie mir vorhin Präsentiert hat, während sie Ben den Kaffee hingestellt hat. Am liebsten würde ich auch gerne mal Hand anlegen, ob er ohne Hose auch so stramm ist wie mit? Ich muss tief durchatmen, um die Kontrolle wieder zu erlangen. Lange halte ich diesen Abstand zu ihr nicht mehr aus.
Ich werde von meinem Handy, aus den Gedanken gerissen, es ist meine Schwester. Ich drehe mich leicht zur Seite und nehme das Gespräch mit einem „Liz! Was gibt's?“, an
„Was würdest du sagen, wenn ich dich für eine Woche besuchen komme? Alleine, ohne Kinder?“ fragt sie.
„Wirklich? Ohne die Jungs?“
„Ich hätte etwas mehr Freude erwartet! Und ja ohne die Jungs!“
Ich muss grinsen, sie hört sich auf einmal so ernst und auch enttäuscht an. „Natürlich würde ich mich freuen, ohne Frage. Die Frage selber, hatte mich nur überrumpelt.“ Gestehe ich ihr dann.
„Na wenn dich die Frage schon so über rumpelt. Was machst du, wenn ich dir sage, das ich schon hier am Flughafen stehe und nur noch abgeholt werden muss.“
Ich ziehe beide Augenbrauen hoch, „Dein Ernst jetzt?“
„Jaha! Kommst du mich jetzt holen?“
„Und ob, ich mach mich sofort auf dem Weg.“ freue mich, sie wieder zusehen. Irgendwie hab ich sie schon vermisst. Ich stehe auf, packe mein Handy in die Hosentasche, „Wir sehen uns.“, sagte ich noch zu den beiden und gehe mein Kaffee bezahlen.

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Am Flughafen angekommen, kommt sie schon auf mich zu gerannt. Lässt ihre Tasche neben mir zu Boden fallen und springt mir in die Arme. Ich konnte mich zum Glück noch halten, sonst wären wir umgefallen. Wenn man uns gerade so sieht, würde man nicht glauben, dass wir Geschwister sind. Ihre Arme klammern sich um meinen Nacken und ihre Beine hat sie um meine Taille geschlungen. Es würde nur noch fehlen, das sie mich abküsst, zum Glück tut sie das nicht. Ihre Beine lässt sie langsam hängen und stellt sich wieder auf den Boden, ihre Arme liegen immer noch in meinem Nacken und halten mich in dieser Umarmung fest. Ich komme so auch endlich dazu sie zu Umarmen. Drücke ihr regelrecht die Luft weg und sie interessiert es nicht einmal. Sie bleibt genau so stehen, bis ich den druck wieder löse. Wir haben uns acht Monate nicht gesehen, wenn man überlegt, das wir vor meinem Umzug zusammen gewohnt haben, ist das wirklich lang. Meine Schwester Liz Abkürzung von Elizabeth und ich, haben uns schon immer gut verstanden. Sie ist zwar zwei Jahre jünger als ich, aber das stört nicht. Ihre quirlige, verrückte, offene und auch fürsorgliche Art, machen sie sehr liebenswert. So war sie nicht immer, vorher war sie zurückhalten und sehr sprunghaft. Ständiger Job Wechsel und sie hatte ihr Leben nicht ganz unter Kontrolle. Lebte bei unserer Mutter im Keller und hatte den falschen Typen gehabt. Ein Loser, als es Ernst wurde, ist er abgehauen. Unsere Mutter hat sie irgendwann vor die Tür gesetzt, danach lebte sie bei mir und sie wollte mir partout nicht erzählen, warum sie gehen musste. Wir stritten uns öfters deswegen, eines Tages schrie sie es mir entgegen, das sie schwanger ist und dass der Grund für den Rauswurf war. Großer Bruder wie ich bin, hab ich sie aufgebaut und ihr den Rücken gestärkt, so gut ich konnte. Das war für mich nicht ganz einfach, da ich selber mit meiner Vergangenheit zukämpfen hatte. Aber jetzt hat sie die besten sechs jährigen Jungs, lebt in meinem alten Haus und hat einen Job seit knapp fünf Jahren. Wir lassen uns endlich wieder los, ich nehme ihre Tasche und wir verlassen den Flughafen.

Wir stehen jetzt auf dem Parkplatz, ich schließe den matt blauen Mustang auf, sie steigt ein und ich lege ihre Tasche in den Kofferraum. Gehe nach vorne und steige auch ein. „Nicht schlecht Brüderchen, gehört er dir?“ streicht dabei über die Armatur, ich verneine „habe ihn erstmal nur gemietet, bin aber am überlegen ihn mir zu holen." Ich wollte nicht als von Rosa gefahren werden.
„Mach das und wo fahren wir als erstes hin?“ „Erst mal zu mir, damit du deine Sachen los wirst und wenn du magst, kannst du dich auch frisch machen.“ „Ja das hört sich gut an.“ ich starte den Motor und fahre los.

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Liz hat eine lange Dusche genommen, kommt nur im Handtuch aus dem Bad, um sich Anziehsachen zu holen, die noch in ihrer Tasche sind. Dabei fiel mir, ein Tattoo auf ihrem Rücken auf. Irgendwelche asiatischen Zeichen, habe sie später beim Essen darauf angesprochen. Sie erzählt mir, dass sie es erst seit zwei Wochen hat und diese Zeichen Liebe, Mut und Ehre bedeuten. Passt irgendwie zu ihr. Ich kenne keine Frau die soviel liebe versprüht wie sie, keine die so Mutig ist, den Scheiß hinter sich zulassen und weiter zu machen und dafür hat sie wirklich die Ehre verdient die ihr zusteht. „Auf was hast du jetzt Lust?“, frage ich sie. „Kino!“, sagt sie mehr fragend als bestimmend, ich nicke und kann mir schon denken, welchen Film sie sehen will. Wir fahren den Fahrstuhl runter in die Garage, steigen ins Auto und fahren zum Kino. Waren noch essen und danach sind wir wieder zu mir gefahren. Zeige ihr, das Gästezimmer in dem sie schlafen kann. Sitzen jetzt noch im Wohnzimmer und unterhalten uns über alles was uns noch einfällt.

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Am nächsten Morgen, habe ich Liz ausschlafen lassen und gehe wie jeden morgen eine Runde joggen. Auf dem Heimweg, bin ich beim Bäcker vorbei, um Brötchen zu besorgen. Diesmal war ich nicht im Crumps, da sie Dienstags geschlossen haben. Nachdem Frühstück, muss ich zum Dreh. Liz kommt mit und sieht sich alles ganz genau an.

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Sie war vom Dreh so begeistert, das sie später im Auto versucht hatte selber zu Schauspielern. „Bitte, bitte verschone mich! Ich ertrage das nicht mehr!“, flehe ich sie lachend an. „Nein, das geht nicht! Wie soll ich denn sonst beweisen, dass ICH die beste Schauspielerin der Welt bin!“ Sagt sie streng, doch dann Lacht sie selber lauthals los „Du Quatschkopf.“, beschimpft sie mich. Dabei, war sie selber doch albern.

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Ella Miller
Heute ist so ein Morgen, der so gar nicht läuft. Ich weiß jetzt schon, dass mir irgendetwas passieren wird. Ob es gut oder schlecht ist, kann ich nicht sagen. Wie ich darauf komme? Zuerst geht meine Kaffeemaschine zu Hause kaputt, dann finde ich meinen Gürtel nicht, so rutscht mir als diese doofe Hose und als wäre es nicht genug, kommt der Lieferant heute nicht. So muss ich schnell in den nächsten Supermarkt, Milch und Kakaopulver besorgen. Gut, das hier die Läden vierundzwanzig Stunden geöffnet haben. Ich komme jetzt mit Verspätung im Café an. „Mensch Ella, wo bleibst du denn? Der Laden hat schon seit einer halben Stunde auf.“ Mia steht mit den Händen in der Hüfte vor mir. „Sorry Mia, der Lieferant kommt heute nicht und ich musste noch schnell ein paar Dinge besorgen. Ich gehe schnell nach hinten, räume den Einkauf weg und komme sofort wieder nach Vorne.“ Vorne wieder angekommen, sehe ich dass der Laden richtig voll ist. Es hat sich schon eine Schlange vor dem Tresen gebildet, ich gehe hinter den Tresen zu Mia und wir arbeiten so schnell es geht die Bestellungen ab. Wenn mir nicht als diese doofe Hose rutschen würde, wäre ich bestimmt schneller, brauche ganz dringend einen Ersatz Gürtel. Aber gut, wir haben den ersten Ansturm hinter uns und ich erlaube mir einen kleine Kaffeepause. Ich hatte ja noch keinen, doofe Kaffeemaschine! Mia kommt kurz zu mir und will wissen, was den heute los sei, ich wäre nicht so wie sonst. Ja stimmt, sonst bin ich viel Ruhiger aber heute, ich weiß nicht. Wenn ich könnte, würde ich viel lieber in mein Bett zurück, aber das geht ja leider nicht, da sich Clara und eine andere Kellnerin für heute krank gemeldet haben. Stimmt ja, das kommt noch zu meiner Scheißtags-Liste dazu, ich hoffe sie ist somit voll. Mehr kann und will ich nicht ertragen müssen.

Trinke meine erste Tasse, sehe dabei aus dem Fenster und erblicke John. Er kommt heute mit weiblicher Begleitung angejoggt. Beide sind sie außer Atem, kommen zum Tresen und ich überlasse diese Bestellung lieber Mia. Die beiden nehmen ihre Gläser und setzten sich in die Cocktail Sessel. Unterhalten sich, lachen und dann sehen beide zu mir rüber. Ich frage mich warum? Und ich weiß nicht warum, es mich stört, das er mit ihr hier ist. Wer ist diese hübsche Frau? Aber, das werde ich bestimmt gleich erfahren, da sie aufsteht und mit einem breiten grinsen, zu uns an den Tresen kommt. Mia wird genau jetzt von Jack in die Küche gerufen, um eine Bestellung abzuholen. Diese wirklich hübsche Frau, mit ihren blonden Schulter langen Haaren, diese blauen Augen und mit dieser Hammer Figur, steht jetzt vor mir und strahlt mich an. „Hi, ist das dein Café?“, ich nicke ihr verhalten zu und sehe sie weiter fragend an. „gefällt mir, diese verschiedenen Sitz Bereiche. Ist irgendwie eine Mischung aus Asien, Italien, Amerika und zu Hause.“ Ich muss schmunzeln, „genau das war meine Absicht." Sie sieht sich noch einmal genauer um und sieht mich wieder an, mit einem leicht erstaunten Gesicht. „Du kommst nicht von hier, oder?“ das interessierte mich irgendwie gerade.
„Nein, ich besuche meinen Bruder für eine Woche“ und nickt in John´s Richtung. Erleichterung macht sich irgendwie breit, ihr Bruder also! „Und noch mal, warum interessiert mich das?", so langsam spielt mir mein Verstand ein streich, warum interessiert er mich auf einmal?
„Ah, ok. Und wie gefällt es dir, bis jetzt hier?“
„Ich bin erst seit Montag hier, aber bis jetzt gefällt es mir ganz gut. Mein Bruder meint, du würdest ihn ignorieren. Ist da was dran?“, Na sie ist aber direkt. Gefällt mir irgendwie. Ich kenne sie eigentlich gar nicht aber aus irgendeinem Grund gehe ich darauf ein.
„Meint er das, ja?“ ich muss kurz in seine Richtung gucken und beiße mir von innen gegen die Lippe. Sehe wieder zu ihr „kann sein, mache das nicht mit Absicht. Ich werde leider von so vielen Typen angesprochen, das ich manchmal nicht mehr reagiere.“
„Aha, ich kann dir versichern, dass er nicht wie die anderen Typen ist. Er kann schwierig sein aber nicht schmierig!“ Sie muss wegen ihrer eigenen Aussage lachen und das steckt an. Ich grinse breit und es fehlt nicht viel und ich hätte auch los geprustet. „Nein jetzt mal Ernst.“ Sagt sie und sieht mich recht neutral an „Er ist wirklich ein guter Mensch, das kannst du mir glauben.“ „Warum versucht sie ihn mir schmackhaft zu machen?", frage ich mich. Wenn sie so etliche ist, dann werde ich das auch sein.
„Komm, das sagst du nur, weil er dein Bruder ist. Wenn ich den Wingman spielen müsste, würde ich das auch sagen.“ Sie sieht mich empört an, hält sich die Hand auf die Brust „ich bin doch nicht sein Wingman! Wenn dann eher Wing Women!“ und prustet wieder los, jetzt muss ich auch lachen. Diese Frau gefällt mir, sie hat Humor und sie scheint auch ehrlich zu sein. Sie erinnert mich ein bisschen an Reika. „Dein Lachen ist ansteckend, weißt du das?“ „Wirklich? Das ist gut zu wissen und mein Bruder weiß nicht, das ich mit dir über ihn rede." Grinst sie mich breit an "Ich will dich nicht weiter von der Arbeit abhalten. Vielleicht sehen wir uns ja irgendwann noch mal." „ja bestimmt, würde mich freuen.“ Sie zwinkert mir zu, dreht sich zum gehen. Doch bevor sie ganz rum ist, sieht sie noch einmal zurück. „Ach übrigens, ich heiße Liz.“ „Ella", sagte ich ihr noch hinterher, sie grinst wieder und geht dann zu ihrem Platz zurück. John hat von dem ganzen nichts mitbekommen, da er draußen steht und telefoniert. „Soll ich ihr wirklich glauben, dass er ein Guter Kerl ist? Ich weiß nicht, nach der Pleite mit Paul bin ich da wirklich sehr vorsichtig geworden. Er war am Anfang auch ein guter Kerl und jetzt das größte Arschloch der Welt. Egal ich muss ins Lager, sehen ob wir noch Kaffee haben.", meine Gedanken überschlagen sich regelrecht. Ich muss mich aber wieder auf die Arbeit konzentrieren.

•••
Komme aus dem Lager, mit zwei riesigen Säcken Kaffeebohnen auf dem Arm. Die jeweils fünfzehn Kilo wiegen. Stoße mit jemandem zusammen, der gerade aus der Herren Toilette kommt. Das passiert mir in der letzten Zeit öfters, das ich mit jemanden zusammen stoße. Sehe hoch, da die Person groß ist und es ist John. Bevor ich mich entschuldigen kann, tat er es. Ich sah ihn wohlwollend an und wollte weiter, drehe mich um. „Warte!“, sagte er sehr zaghaft. Ich bleibe sofort stehen und drehe mich wieder um. Er kommt mir etwas näher, „Ich kenne dein Geheimnis!“ flüstert er und geht etwas zurück um meine Reaktion zu sehen. Doch ich sehe ihn nur fragend an, weiß nicht genau was er meint. Er kommt mir wieder etwas näher „Deine Augen, würde ich überall erkennen, auch wenn du dein Gesicht hinter einer Maske versteckst.“ Ich ziehe eine Augenbraue hoch atme tief durch, „Okay. Dann musst du mir feind verraten. Damit wir Quitt sind!“ fordere ich ihn auf. „Gut, das ist fair“ damit habe ich nicht gerechnet, er überrascht mich. Er atmet einmal tief durch, geht sich mit der rechten Hand durch die Haare. „Mein Name ist nicht John New, sondern Matthew Steal, alle die es wissen nennen mich nur Matt.“ Ich muss leicht schmunzeln, John passte auch irgendwie nicht ganz zu ihm. Matt schon eher „und das Stimmt auch?“, will ich wissen und sehe ihn leicht skeptisch an. „Natürlich! Ich hätte keinen Grund dich anzulügen.“ Ich nicke ihm zu, will weiter gehen, da langsam diese Säcke immer schwerer werden. Er bemerkt es, kommt auf mich zu und nimmt mir einen ab. Wir gehen gemeinsam nach vorne und er legt mir den Sack auf den Tresen, „Danke, fürs tragen.“ Sagte ich recht leise, er grinst mich an und geht zu Liz zurück. Ich sehe ihm kurz hinterher „Vielleicht ist er doch nicht so ein schlechter Kerl. Aber vorsichtig werde ich trotzdem bleiben, nur weil er jetzt mein Geheimnis kennt. Heißt es nicht gleich, dass ich ihm traue." Ich muss aber gestehen, dass ich seine Stimme schon mag, sie war so ruhig und tief. Das ist mir vorher nicht aufgefallen.

War es das, was mir heute passieren soll? Dass ich das erste Mal mit ihm rede? Wenn das so ist, habe ich mein Soll erreicht und jetzt kann es bitte Berg auf gehen.

Matt Steal
„Wo warst du so lange? Und was hast du gemacht, das sie endlich mit dir redet? ... Hallooo Matt?“ „Was?“, ich sehe zu Liz und bin noch leicht durcheinander von Ella's Reaktion. Dass sie mich nach meinem Geheimnisse gefragt hat, ohne ihres wirklich zu bestätigen und das sie so cool geblieben ist. Jeder andere hätte es abgestritten, aber sie? Sie fragt nach meinem Geheimnis. „Also... Wo warst du solange?", fragt sie mich wieder, „Ich habe nur kurz etwas mit ihr etwas geklärt, mehr nicht.“ antworte ich immer noch Gedanken verloren und kurz auf dem Boden blickend. Oh man, ihre Stimme ist der Hammer. So süß und doch bestimmend, sie geht mir durch und durch. Ich hätte nicht gedacht, dass sie so eine Wirkung auf mich hat. „Was hast du denn mit ihr geklärt?“, reißt mich Liz wieder aus meinen Gedanken. Ich sehe sie an „Ist das wirklich wichtig?“ sie nickt und zieht einen schmoll Mund. Mist sie weiß wie sie mich kriegt. „Okay, ich kenne ihr Geheimnis und sie dadurch jetzt meines.“ „Welches Geheimnis hat sie denn?“ „Das kann ich dir nicht sagen, da musst du sie selber fragen.“ Liz kommt leicht auf mich zu und haut mir auf die Schulter, doch dann umarmt sie mich „Du magst sie, stimmt's? du bist ja völlig durch den Wind.“ flüstert sie. Ich drücke die Lippen zusammen und nicke leicht. Sie kann sich gar nicht vorstellen wie sehr, mein Kaffeekonsum hat sich verdoppelt, seit dem ich sie das erste Mal gesehen habe. Nennt mich Schnulzig, aber es ist so, wie es ist.
Liz und ich trinken unseren mittlerweile zweiten Kaffee aus und machen uns langsam wieder los.

•••
Es ist jetzt später Nachmittag, ich musste noch einmal zum Set. Die letzte Szene für diese Woche drehen, ab nächster Woche geht es richtig los und ich freu mich irgendwie schon drauf. Wir waren danach, beim Chinesen essen gewesen und jetzt sind wir wieder auf dem Weg zu mir, um uns noch kurz frisch zu machen. Bevor wir uns gleich mit As, Reika und Ben treffen. As hatte mir vorhin eine Nachricht geschickt, wir sollen um vierzehn Uhr an der Paintball Halle sein und genau da fahren wir gleich hin. Ben, As und ich treffen uns öfters dort, um der alten Zeiten willen. Irgendwie brauchen wir das auch, um von dem stressigen Alltag Abstand zu gewinnen.

•••
Wir gehen alle in die Halle, melden uns an und bekommen die Ausrüstung. Wir hätten noch jemanden mitnehmen sollen, jetzt ist es unfair, da wir zu fünft sind und ich keinen Partner habe. Das Reika und As ein Team bilden, war von vornherein klar. Aber dass Liz mit Ben ein Team bildet, war nicht geplant. Dachte, zuerst sie spielt mit mir, aber nachdem ich ihr Gesicht gesehen hatte, als Ben mit den anderen beiden um die Ecke kam. War mir schon klar gewesen, dass ich alleine bleibe. Liz mochte Ben früher schon, nur da war sie uninteressant für Ben. Er meinte immer, dass er das nie machen würde, da sie meine kleine Schwester ist. Aber das ist jetzt auch mehr als zehn Jahre her und sie hat sich ganz schön verändert und das nicht nur innerlich. Nur ob ich das gutheißen soll, wenn die beiden doch mal was haben sollten. Weiß ich nicht. Ich kenne Ben, er ist kein Typ für was Längeres. Aber egal soll das so sein, das die beiden ein Team bilden.
Wir haben uns umgezogen und wollen loslegen, da werde ich auf die Schulter getippt, ich drehe mich um und Akio steht hinter mir.
„Fehlt euch zufällig noch ein Mann? Mein Kumpel hat mir kurzfristig abgesagt und ich wäre sonst alleine.“ „Dich schickt der Himmel, klar kannst du bei uns mit machen. Es wäre sonst unfair, zweier Teams gegen mich.“ „Ach komm schon, als könntest du das nicht alleine schaffen.", klopft mir As auf die Schulter und grinst sich ein ab. „Aber in zweier Teams ist es wirklich besser. Von mir aus bist du dabei“, sagte er zu Akio Gewand. Ich stelle Akio noch allen vor und das Spiel beginnt.

Wir laufen draußen auf freiem Waldgelände rum, hier und dort gibt es, einzelne verstecke und in so einem sitzen wir jetzt. Wir wollen die Taktik gerade besprechen, doch bevor wir irgendetwas klären konnten. Geht die Tür auf und Akio wird von Liz getroffen. Ich bin sofort im Modus und ziele auf Liz, verzeihe leicht das Gesicht und drücke ab. Sie geht leicht neben der Tür zu Boden, „Du schießt wirklich, auf deine kleine Schwester?“, winselt sie, ich grinse sie leicht an „Sorry kleines, im Krieg gibt es keine Verwandtschaft.“ Sehe vorsichtig aus der Tür, lege mich auf dem Boden und stoße sie weit auf. Schüsse fliegen über mir und ich lokalisiere sie sofort, schieße zurück. Treffe. Ben fällt um und winselt. Ich gehe geduckt, in seine Richtung und habe ihn leider in die Weichteile getroffen „Tschuldige Mann“, flüster ich ihm zu und klopft ihm leicht auf die Schulter. Ich gehe geduckt weiter und es dauert nicht lange, da habe ich die anderen beiden auch ausgemacht. Es war einfaches sie zu erwischen, sie standen so nah beieinander, dass ich fast nur ein Schuss brauchte, traf zuerst As und danach sofort Reika. Wir gehen danach gemeinsam zu der Halle zurück, keiner auch die Mädels nicht gaben ein Wort von sich. Ich sah zu Ben und As sie hatten genau wie ich diesen Ausdruck im Gesicht. Wie jedes Mal, wenn wir spielten, obwohl wir meist nicht wirklich spielten. War eher eine Verarbeitung von unserer Navy Zeit. Wir waren alle drei in der gleichen Einheit der Scharfschützen und wir waren gut, wirklich gut. Wir hatten uns für fünf Jahre verpflichtet, doch ich bin früher raus aus privaten Gründen. Die Jungs waren noch die letzten zwei Jahre da und haben danach in ihrem jetzigen Job Fuß gefasst. Aber so richtig abschalten und das hinter uns lassen, konnten wir irgendwie auch nicht. Nachdem wir uns nach den zwei Jahren wieder getroffen haben, haben wir über den ganzen Mist geredet und den Entschluss gefasst einmal die Woche hierherzukommen. In den Moment, wenn wir die Ausrüstung anziehen und das Feld betreten, sind wir im Kampfmodus. Aber wenn wir es wieder verlassen und die Ausrüstung wieder abgegeben haben, sind wir wieder die alten. Das tut uns wirklich gut, nur ob wir es wirklich irgendwann mal als Spiel sehen, weiß ich nicht.


Nachdem Umziehen, gingen Akio und ich zusammen raus. Die anderen warteten schon auf uns. „Habe ich dir nicht gesagt, dass du das auch alleine schaffst!“ mault mich As von der Seite an, die anderen drei sehen mich böse an. „Entschuldigung ich kann doch nichts dafür, Berufskrankheit nennt man so was, oder?“, ich ziehe die Augenbrauen dabei fragend nach oben, As und Ben fangen an zu lachen und köpfen mir auf die Schulter. Liz verdreht die Augen und Akio und Reika sehen mich nur Fragen an „Wir war früher bei den Scharfschützen.“, erkläre ich den beiden und zeige zwischen Ben, As und mir hin und her. Die beiden nicken „Zur wieder Gutmachung lädst du uns doch zum Essen ein, oder?", fragt Ben mich und was hätte ich da sagen sollen. Wenig später, saßen wir alle in einem Imbiss. Unterhielten uns und waren sehr ausgelassen. Akio verabschiedet sich danach von uns „Das war ein gutes Spiel. Auch wenn ich viel zu früh raus war.", sieht dabei Liz grinsend an, sie zuckte nur mit den Schultern und verzögert das Gesicht leicht zu einem 'Sorry'. „Wenn ihr beim nächsten Mal wieder jemanden braucht?", sieht dabei mich an „meld dich mal.", ich nicke ihm nur leicht zu. Achsen er gegangen war meinte Reika, das sie Lust hat Tanzen zu gehen. So straffen wir uns am Abend in der Tanzbar vom letzten Mal.

______________________

Ella Miller
„Schau mal, wer da drüben ist.“ Mia nickt in Richtung der Stehtische. Matt, Liz, Ben, Reika und As stehen dort. Ja mittlerweile weiß ich, wie der nackte Mann aus meiner Wohnung heißt. Er ist seit Montag täglich bei uns. As arbeitet bei einer Werbeagentur, ein seriöser Geschäftsmann, das hätte ich am Anfang nicht gedacht mit dem Schlabberlook, den er sonst trägt. Aber er stand vor kurzem im Anzug vor mir und es hat mir fast die Sprache verschlagen, er sah wirklich gut aus.

Mia geht rüber, um Reika zu grüßen, dafür kam Liz zu mir. Sie bestellt sich was zu trinken, „So schnell sehen wir uns wieder“ strahlt sie mich an. Sie mustert mich und schüttelt leicht den Kopf. „Was?“, frage ich sie. Sie atmet tief durch „die Jeans steht dir wirklich gut.“ greift um mich und kneift mir kurz in den Po „Hm, nicht schlecht und das Shirt steht dir auch. Du kannst von Glück reden, das ich auf Männer stehe.“ ihr Strahlen wird breiter. Gut das sie nicht auch noch vorne zugegriffen hat. „Schade, das hätte ich gern gesehen und vielleicht hätte ich auch mitgemacht. Das wäre das Paradies für mich.“ Sagte eine Stimme hinter mir und tätschelt mir leicht am Po. Ich drehe meinen Oberkörper zu der Stimme und sehe einem Schleimi ins Gesicht. Der seine Hände irgendwie nicht von mir lassen kann, jetzt liegt sie auf meiner Taille. Ich habe so die Schnauze voll von solchen Typen, drehe mich zu ihm um und kneife ihn in den Hinter. „Du wüsstest doch gar nicht, was du mit uns anstellen solltest! Wir sind nicht die niedlichen Dinger von nebenan, wir mögen es etwas härter.“, flüstere ich ihm ins Ohr und drücke und so fest in sein Hintern, wie ich nur kann. Er drückt sich von mir weg, reibt sich mit einer Hand den Hintern und die andere hebt er in die Luft und verzieht sich. Liz stellt sich vor mich und schüttelt grinsend den Kopf „ich hätte mich das nie so getraut, ich mag dich jetzt schon, wirklich.“ Ich grinse sie nur leicht an, mir geht es ähnlich mit ihr. Nehme mein Glas in die Hand und mache automatisch einen Schritt nach hinten, ich spüre, dass jemand hinter mir steht. Ich sehe über meine Schulter auf eine Brust, lege meinen Kopf leicht in den Nacken und blicke in ein mich angrinsendes Gesicht. Matt´s Gesichtsausdruck sieht aus, als wolle er sagen "hast du gut gemacht, kleines", ich nicke ihm mit einem leichten Grinsen zu. Sehe ihn weiter über die Schulter an und nehme meinen Strohhalm von dem Getränk in den Mund, trinke das Glas aus. Stelle es auf die Bar zurück, sehe noch, wie seine Augen größer wurden und angefangen haben zu funkeln. Blicke noch einmal kurz zu Liz und gehe dann auf die Tanzfläche. Während ich gehe, höre ich noch ein „Verdammt!!!“ von ihm.

Auf der Tanzfläche realisiere ich erst, was ich gerade getan habe. „Noch aufreizender ging es nicht, oder? Was habe ich mir dabei nur gedacht?", denk ich mir. Meine Wangen werden warm, sogar richtig heiß. Gut dass es dunkel ist, so sieht niemand meine Röte. Ich werde von Liz angetanzt und so aus meinen peinlichen Gedanken gerissen, wo rüber ich sehr froh bin. Wir tanzen dann zusammen, sie macht eine Drehung, dabei fällt mein Blick auf ihren Rücken und ihr Tattoo. „Hast du das schon lange?“ Sie dreht sich zu mir um und sieht mich fragend an „Das Tattoo, auf dem Rücken, hast du das schon lange?“, wiederhole ich meine Frage.
„Nein, erst seit zwei Wochen. Warum?“ ich drehe meinen linken Arm, sodass sie unter meinen Oberarm sehen kann und zeige ihr dadurch meins, sie reißt die Augen auf. „Ich weiß genau, warum ich dich mag. Seit wann hast du deins?“ „Schon etwas länger als vier Jahre. Hat deins eine Bedeutung?“, will ich wissen, da es bei mir so ist. Sie nickt und zeigt an, dass wir doch von der Tanzfläche runtersollten. Ich stimme zu, dort lässt es sich schlecht reden und wir gehen kurz raus vor die Tür.

Sie erzählt mir, ihre Geschichte, die es wirklich in sich hat. Ist bestimmt nicht leicht eine alleinerziehende Mutter von Zwillings Jungs zu sein. Sie nickt und sieht mich dann fragend an. „Und deins, auch eine Geschichte?“ „Geschichte nicht gerade, ich nehme es eher als Leitfaden.“ Sie sieht mich auf einmal wie ein kleines Kind an, das auf den Weihnachtsmann wartet. „Na gut, ich erzähle es dir. Also, Liebe steht für, immer freundlich und zuvorkommend sein, auch an scheiß Tagen. Mut bedeutet, zu dem stehen, was man sagt, denkt und fühlt und Ehre, bekommen die, die es wert sind.“ „Das finde ich gut, so habe ich das noch nicht gesehen. Komm lass um wieder zurückgehen.“ „Ja ist gut, wird auch langsam kalt“ Sie nimmt meine Hand und wir gehen gemeinsam wieder rein. Wir laufen an dem Stehtisch vorbei und ich grüße Reika, As und Ben. Matt kann ich gerade nicht sehen. Ben krallt sich Liz und zerrt sie auf die Tanzfläche, Reika Mia und ich gesellen uns dazu.

Nach knapp einer Stunde kann ich nicht mehr und gehe zur Theke zurück und bekomme von Philipp einen neuen Cocktail. Nehme gerade den ersten Schluck und habe wieder das Pech! Es steht ein Schönling vor mir, der total von sich überzeugt ist. „Hey Sweet, magst du vielleicht mit mir Tanzen?“ Ich verdrehte nur die Augen und drehe mich auf dem Hocker um. Hoffe, dass dieser Typ verschwindet, atme tief durch, doch es hilft nichts. Er kommt mir sehr nah, so nah, dass ich schon dabei bin die Faust zu ballen „komm schon, so wie du tanzt, willst du doch bestimmt mehr von einem Mann als nur kuscheln.“ Ich schaue den Typen an, versuche Ruhe zu bewahren und erkläre ihm, das ich keine Lust auf Smaltalk, Dirtytalk oder sonst was mit ihm zu haben. Er lässt einfach nicht locker, ich soll mich nicht so anstellen. Er greift nach meiner Hand und zerrt mich hinter sich her, doch da wurde er von Matt aufgehalten. Matt steht direkt zwischen uns, sagte irgendetwas zu dem Schönling, doch der sucht Streit. Matt baut sich bedrohlich auf, er muss ihn mit ernster Miene angesehen haben, denn der Typ lässt mich los und verschwindet.

Ich stehe jetzt neben ihm und er sieht diesen Typen noch finster hinterher. Mir gefror das Blut und es läuft mir eiskalt den Rücken runter. Er sieht wirklich sehr bedrohlich aus, dass selbst ich mich nicht trauen würde ihm zu Wiedersprechen. Dann sieht er zu mir und sein Gesichtsausdruck wird plötzlich warm, schon fast liebevoll besorgt. Genau diese Wärme durchströmt mich, ich lege mein Kopf leicht schräg und beiße mir unbewusst auf die Unterlippe. Er zieht eine Augenbraue hoch, ich muss grinsen und schüttel leicht mit dem Kopf. Sein Blick wandert zu meinem Mund, dann wieder zurück in meine Augen und ich weiß genau, was er machen möchte. Ich frage mich nur, warum er es nicht einfach tut? Sein Blick wandert wieder zu meinem Mund, sein Kiefer drückt er zusammen und ich lecke mir kurz über die Lippen. Er kommt mir ganz nahe, legt seine Hand auf mein Kinn, drückt mein Gesicht leicht hoch und küsst mich. Während sich unsere Lippen berühren, vergesse ich alles um mich herum. Ich habe das Gefühl ganz alleine mit ihm hier zu stehen und das fühlt sich gerade wirklich gut an. Ich lege meine Hände auf seine Brust und halte ihn, nein mich fest, da meine Knie leicht weich werden. Drücke mich weg, bevor ich die Kontrolle verliere und am Ende noch über ihn herfalle. Oh man, so habe ich noch nie gefühlt! Sehe ihn in seine blauen Augen und kann nicht aufhören zu grinsen. Was ist das nur? Was macht er mit mir? Ich weiß genau, ich will mehr, aber nicht hier. Drehe mich um und gehe Richtung Ausgang. In der Hoffnung, dass er mir folgt, ich stehe an der Tür und es sieht nicht so aus, als würde er mir folgen.

Stehe draußen und gehe nach links, nach ein paar Schritten bleibe ich an der nächsten Ecke stehen. Sehe noch einmal zurück und zu meiner Überraschung, kommt er doch aus der Bar und sieht sich um. Er hat mich gesehen und kommt langsam auf mich zu, in seinem Blick spiegelt sich etwas Aufregendes, Spielerisches. So als würde es ihm Spaß machen, mir zu folgen, den Spaß will ich ihm lassen. Er steht jetzt vor mir, grinst schelmisch, drückt mich sacht an die Wand und küsst mich wieder, nur diesmal sehr stürmisch und dass gefällt mir. Ich drücke ihn weg, „Nicht so! Nicht hier!“ flehe ich mit leichten Kopfschütteln an. Löse mich von der Wand und aus seinen Fängen, greife nach seiner Hand und ziehe ihn mit mir, zum Glück ist es nicht mehr weit zu mir.

Bei mir zu Hause angekommen, schalte ich drinnen das Licht ein, ziehe wie immer meine Schuhe aus und lege meinen Schlüssel in die Schale auf der Kücheninsel. Drehe mich zu ihm und sehe ihn an, er sieht sich gerade um. Wenn man bei uns in die Wohnung kommt, steht man sofort in der Küche und von hier geht dann alles ab. Hinter der Eingangstür ist unser Bad, wenn man nach links zwei Stufen runtergeht steht man in unserem riesigen Wohnzimmer. Geht man, aber durch die Küche steht man vor zwei Türen, die eine hat eine Wolke das ist mein Zimmer und die andere hat einen Stern drauf, das ist Reika's Zimmer. Unsere Zimmer sind zum Glück auch sehr groß. Ich sehe ihn immer noch an, seine Augen sind zwischendurch mal größer geworden, doch jetzt sieht er mich wieder an, "zieh deine Schuhe, bitte aus", sage ich, "hier wohnst du?" "Ja mit Reika zusammen." Warum, habe ich sie erwähnt? Wir sind nicht zum Quatschen hier! Er nickt zum Glück nur und geht nicht darauf ein, er kommt zu mir und bleibt wieder kurz vor mir stehen. Sieht an mir vorbei, ich kann, aber gar nicht so wirklich darauf achten, wohin er sieht. Sein Duft hypnotisiert mich und ich könnte schwören, dass ich seine Wärme spüren kann. „Welches ist deins? Wolke oder Stern?“ Ich drehe mich kurz um und dann wieder zu ihm, „Wolke“ sagte ich grinsend und wollte ihn einfach nur berühren.

Er sieht zu mir runter, ich kann mich wirklich kaum konzentrieren, fange einfach an zu grinsen und er tut es mir gleich. Jetzt stehen wir uns so nah bei einander und können gerade nichts anderes tun, als uns anzugrinsen. Ich ergreife die Initiative und stelle mich auf die Zehenspitzen, lege meine Hände in seinen Nacken. Ziehe ihn leicht zu mir runter und gebe ihm ein Kuss auf seine Unterlippe. Er fängt an zu brummen, es vibriert in meinem ganzen Körper. Er greift darauf zu meinem Po, hebt mich hoch und geht gezielt in mein Zimmer, schließt die Tür mit seinem Fuß hinter sich.

Wir liegen jetzt hier und Kuscheln miteinander, das habe ich schon lange nicht mehr mit einem Mann gemacht. Einfach da liegen und nichts tun und dabei den Rücken gekrault bekommen. Ja, stimmt ich hatte nach Paul eins Zwei Verabredungen, aber die blieben nie so lange das man Kuscheln konnte. Bei Matt ist das anders er deckt uns zu, ich atme noch einmal tief durch und mir fallen sofort die Augen zu.

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magicblues Profilbild
magicblue Vor 6 Tagen, 8 Stunden und 6 Minuten Mit 1. Kapitel verknüpft
Hallo:)

Also die Grundidee der Geschichte finde ich echt nett, die hat durchaus Potenzial, auch wenn sie sich nicht sehr von den meisten Liebesromanen unterscheidet (Dummerweise habe ich davon leider schon zu viele gelesen, als das mich sowas noch groß von den Socken haut). Durch seine Perspektive ist mir Matthew leider etwas unsympathisch geworden, er wirkt ein wenig wie ein Macho auf mich, wenn ich ihn so lese. Andererseits wirkt er durch Ellas Augen auch gar nicht so, sondern eher nett (mal abgesehen von ihren durchkommenden Ängsten und Vorurteilen). Ella kann ich eigentlich als Figur ganz gut verstehen. Allgemein finde ich, solltest du die Geschichte etwas entschleunigen, versuche in einem Kapitel weniger verschiedene kurze Szenen unterzubringen und die Szenen dafür etwas länger auszugestalten. Und lass den Leser auch ein wenig die Sachen entdecken, zum Beispiel, dass Matthew Schauspieler ist und nicht unter seinem richtigen Namen spielt. Oder dass Ella den Laden nicht alleine betreibt und Freundinnen hat. „Verstreue“ solche Information etwas im Text. Der geneigte Leser kann ruhig ein bisschen mitdenken. Zu den eher handwerklichen Sachen, wie Rechtschreibung, Grammatik und so weiter habe ich dir eine PN geschickt.
Lustig finde ich übrigens, dass sich die Freundin von Ella den Film ausgesucht hat, weil der Schauspieler gut aussieht. Das ist ein nettes kleines Detail. Solche Details machen Geschichten lebendig:) Ich bin gespannt, was mit ihrem Exfreund noch passiert und vor allem passiert ist.
Ich lese dann mal weiter.

LG,
magicblue
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Augureys Profilbild
Augurey Vor 6 Tagen, einer Stunde und 48 Minuten
Hallo Yuki!
Heute bin ich endlich mal dazu gekommen, hier wieder reinzulesen (oder besser gegesagt den ersten Teil). Wie ich sehe, hast du versuchst, ein paar meiner Tipps umzusetzen, insbesondere was das "Bitte mehr Setting" angeht, was mich erstmal ziemlich freut. Zu sehen, dass jemand Vorschläge annimmt und willens ist an der Geschichte zu arbeiten, macht echt Freude Reviews zu schreiben und ich wollte einfach mal zurückgeben, dass ich das großartig findfe, dass du da so offen bist. Leider wie das manchmal so ist, ist mein Tipp mit dem "mehr Setting" wohl nicht ganz so angekommen wie ich das meinte. Denn jetzt hast du für das Cafe zwar deutlich mehr Settingsbeschreibung, aber es steht für sich allein und ist weniger in die Handlung eingebunden, was von mir nicht so beabsichtigt war mit dem (mea culpa, manchmal ist es schwer, zu vermitteln, was man meint) Und magicblue muss ich im Bezug auf Matthew, die Geschwindigkeit und das selbst entdecken lassen auch recht geben. Ich weiß, so ein Gemecker kann nerven, gerade wenn man bereits überarbeitet hat. Ich hoffe, du bist trotzdem nicht böse drum. Weißt du was, wenn du mir den ersten Teil (also Mathews POV) per PN schickst, würde ich mich - falls du Interesse hast - bereiterklären, das mal in einer Art und Weise umzuschreiben, wie ich es eigentlich meinte. Etwas direkt zu sehen ist vielleicht hilfreicher als abtrakte Tipps. Natürlich nur, wenn du möchtest. Trotz der Kiritk wünsche ich dir einen tollen Tag. Auch wenn die Geschichte noch verbesserungsfähig bist, bist du trotzdem eine klasse Autorin, denn du bist bereit, dran zu arbeiten. Grüße, Augurey :)
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Augureys Profilbild
Augurey Am 24.05.2019 um 19:01 Uhr
Hallo Yuki,

Durch einen dir wohlbekannten Thread ^^ bin ich zu deiner Geschichte gekommen. Da du so aktiv im Forum bist, hatte ich mir gleich vorgenommen, bei dir reinzulesen, aber bis zum Y dauerte es eine Weile. Zuerst muss ich vorrausschicken, dass Romance nicht so mein Genre ist, weswegen ich wirklich nur das erste Kapitel gelesen habe. Aber der Schauspieler, der sich in die Cafe-Bedienung verliebt, ist eigentlich eine ganz nette Idee, die ein schönes, leichtes „Sommerkino“ ergeben könnte.

Was mir allerdings auffällt: Du schreibst, wie übrigens viele Schreib-Neulinge, eher beschreibend-zusammenfassend als szenisch. Matts Teil ist ja gerade zu Beginn eine vor allem Zusammenfassung, was er bisher erlebt hat, ohne dass du ein bestimmtes Ereignis zu einem bestimmten Zeitpunkt ausbreitest. So ist dein Text zwar gespickt mit Information, aber wenig eindrücklich. Ein Beispiel dafür wäre auch Ellas Perspektive: Du erzählst zwar Ella treibt, wer ihre Freundinnen sind, die ihr im Laden helfen, dass sie sich mit ihnen per SMS verabredet und so weiter, aber auf ihr Innenleben gehst du nicht wirklich ein. Und kaum sind sie im Kino, sind sie auch schon wieder draußen, also im Bezug auf den Textfluss. Und die wenigen konkreten Szenen, die vorkommen, bestehen fast nur aus Dialog und inneren Monologen ohne dass sich viel vom Setting, in der sie stattfinden, zeigt.

Das alles – und versteh das bitte nicht als Angriff, sondern nur als Rückmeldung – macht die Geschichte etwas langweilig. Letztlich will ein Leser ja in deine Welt eintauchen und mit allen Sinnen mitgenommen werden. Gerade zu Beginn, nach dem ersten Absatz, glaube ich, würde der Geschichte eine konkrete Szene, in der Matt seinen Kaffee trinkt und Ella dabei anhimmelt, ganz gut tun. Die W-Fragen, Sinneseindrücke (was ist zu hören, sehen, riechen, schmecken) sowie das Stichwort Innenperspektive dürften helfen, eine solche Szene aufzubauen. Informationen lassen sich dann auch galant als Nebensatz einbringen. Zum Beispiel könnte Matt, während er seinen Kaffee trinkt, darüber nachdenken, dass es jetzt schon der xte Kaffee ist und sie ihn einfach nicht beachtet. Wenn du dich eingehender damit beschäftigen willst, wie sich Geschichten eindrücklicher und spannender gestalten lassen, kannst du mal nach „Show, don’t Tell“ googlen. Wunder dich nicht, wenn du allerorts mit Infos dazu zugeballert wirst, wenn du danach suchst. „Show, don’t tell“ ist derzeit DIE goldene Regel, die sämtliche Creative Writing Schools lehren und über die die ganze Literaturszene spricht. Manches ist da auch etwas übertrieben, aber um generell zu verstehen, was eine Szene spannend macht, ist es eigentlich ein gutes Prinzip.

Und ja, vom Inhalt abgesehen, wäre da noch das Problem, das du im Forum angemerkt hast mit den Zeitformen. Zudem sind einige Rechtschreib- und Grammatikfehler drin, die den Lesefluss zuweilen hemmen. Hier würde vielleicht ein Betareader helfen, wenn du sie durch eigenes Korrigieren nicht findest.

Soweit zur Kritik und ich hoffe, du nimmst mir meine Ehrlichkeit nicht krumm. Wie gesagt meine ich es nicht böse. Selbst die Größten haben mal klein angefangen. Zumindest und das will dann abschließend positiv bemerken, scheint Matt zumindest so auf den ersten Blick ein ganz freundlicher, netter Typ zu sein. Das ist mal eine angenehme Abwechslung zu den vielen Machos, die derzeit leider das Romance-Genre dominieren und ich wünschte, es gäbe wieder mehr solche Figuren.

Liebe Grüße, Augurey
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Yukis Profilbild
Yuki (Autor)Am 24.05.2019 um 23:30 Uhr
Wow, ich sag einfach nur wow.

Danke für deine Ehrlichkeit, damit kann ich doch ENDLICH mal was anfangen.

Werde versuchen deine Tipps zu beherzigen.

Und Ehrlichkeit ost immer gut, werde deswegen jetzt nicht böse/sauer oder gekränkt sein. Ich brauche Feedback um besser zu werden. �

Autor

Yukis Profilbild Yuki

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Statistik

Kapitel:5
Sätze:1.214
Wörter:16.030
Zeichen:88.235

Kurzbeschreibung

Matt, der jede Frau haben könnte. Doch er will nur die eine, die Frau aus dem Café Crumps. Er weiß nichts von ihr, nur das sie die schönsten grünen Augen hat, die er niewieder vergessen kann. Schafft er es, sie für sich zu gewinnen? Lest es hier. Viel Spaß

Kategorisierung

Diese Story wird neben Liebe auch in den Genres Abenteuer, Freundschaft gelistet.

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