Storys > Romane > Abenteuer > Café in der Seitenstraße

Café in der Seitenstraße

52
19.5.2019 14:21
18 Ab 18 Jahren
Heterosexualität
In Arbeit

Autorennotiz

Lest und Beurteilt mich, damit ich es beim nächsten Mal besser machen kann. Es sei, sie ist schon gut, solche Kommentare lese ich auch gern. Danke und viel Spaß beim Lesen.

4 Charaktere

Ella Miller

Ella ist 32Jahre alt, Baristerin von Beruf. Besitzerin des Café Crumbs.

Matthew Steal

Matthew ist 34Jahre alt, Matt wird er nur genannt. Er ist Schauspieler und nennt sich John New. Vor seiner Schauspielkarriere war er bei den Navy Seals.

Benjamin und Ashten

Ben 34Jahre alt Bester Freund von Matt. As 35Jahre alt ebenfalls Bester Freund

Reika

34 Jahre alt, Japanerin. Mittbewohnerin und gute Freundin von Ella

Matt Steal

Ich bin ein Gewohnheitstier! Manche Männer brauchen einen Kaffee, die anderen eine kalte Dusche um wach zu werden. Bei mir ist das, eine große Runde joggen und ein Kaffee, aus dem Café Crumps.

Obwohl ich nicht, die kalte Dusche ausschließen möchte, dafür fehlt mir leider nur, noch die anregende Frau. Bis vor einer Woche, hat mich auch noch keine angesprochen, nur diese eine Frau, ist der Wahnsinn! Ich habe sie im Café Crumps gesehen und dachte zuerst, sie sei ein normaler Gast. Doch sie stand zwei Tage später, hinter dem Tresen und bediente. Mein Kaffee, bestelle ich seit dem direkt bei ihr. Dadurch konnte ich sie mir, genauer ansehen und sie sieht von der ferne schon gut aus, aber vom nahen ist sie der Hammer. Sie ist kleiner als ich, so knapp fünfzehn Zentimeter, hat hellbraune Haare, sportlich und ein grün in den Augen, dass ich noch nie zuvor gesehen habe. Alles in allem, Perfekt, aber sie ignoriert mich. Sie hat noch kein einziges Wort mit mir gewechselt, manchmal, sieht sie mich nicht mal an! Habe ich was falsch gemacht? Oder hat sie generell was gegen Männer? Das wäre schade, diese Frau hat es mir wirklich angetan.

Das Café Crumps habe ich durch Zufall gefunden, es liegt in einer Seitenstraße und sieht von außen aus, wie jedes typische Café. Doch das innere hat mich überrascht, nicht nur die vier verschiedenen Sitzecken, die sich farblich trennen. Nein das Klientel, das sich hier den Kaffee besorgt, waren keine unbekannten Menschen. Ich sage nur Stars und Sternchen. Wenn das mit meinem Beruf so weiter geht, passe ich auch dazu. Obwohl auch normale Leute, sich hier ihren Kaffee besorgen.

Ich bin Schauspieler seit vier Jahren, nenne mich John New, um meine Privatsphäre zu waren. Ich bin noch nicht so berühmt, denn erster Film, bei dem ich mitgemacht habe, kommt erst die Tage ins Kino. Hatte bis jetzt kleine Nebenrollen, in Serien die keiner sieht. Ich bin gerade dabei einen Film zu drehen, bei dem ich die Hauptrolle spiele. Der Regisseur hat einen Ausschnitt von mir gesehen und sofort meine Agentin angerufen. So komme ich auch in diese schöne Stadt. Vorher war ich ganze zwölf Jahre bei den Navy Seals.

Aber zurück zu meiner Gewohnheit, ich habe meine Trainingskleidung an, nehme die Treppe nach unten und laufe meine große Runde. Komme danach im Café an. Meine Traumfrau steht wieder hinter dem Tresen, gehe zu ihr und will sie zum X-ten mal ansprechen. Nur diesmal komme ich nicht dazu. Sie stellt mir einfach eine Tasse hin und dreht sich demonstrativ weg. Ok das ist neu! Gut, ich habe sie die letzten Tage wohl zu oft angesprochen. Mit üblichen Floskeln wie, schön sie hier zu sehen..., sie sehen heute wieder gut aus. Ich habe es auch mit etwas allgemeinen versucht wie, ist das Wetter nicht… Oder, Hey, war das gerade wirklich…? Aber es kam nichts, nicht mal ein grinsen. Ich hätte es verstanden, wenn sie geschnaubt oder die Augen verdreht hätte, aber es kam absolut gar nichts? Na ja, was soll ich machen? Ich lasse sie in Ruhe, irgendwann ergibt sich eine Chance für mich. Ich nehme die Tasse, lege die zwei Doller fünfzig hin und setze mich auf einen der Cocktail Sessel, die mitten im Laden stehen.
Trinke meinen Kaffee, doch diesmal ist etwas anders. Sein Geschmack ist viel intensiver, viel erdiger. Es hätte mir alleine beim Geruch schon auffallen müssen, das es nicht der gleiche ist, den ich sonst bekomme. Schließe für einen Moment die Augen, genieße den Geschmack und sauge den leicht herben Duft in mich ein. Ich muss an die schöne Zeit, die ich im Wald verbracht habe, denken. Sehe kurz zu ihr. sie sieht mich an und lächelt sogar. Dieses Lächeln, macht sie noch hübscher, sie dreht sich aber sofort wieder weg.

Zu Hause wieder angekommen, spring ich unter die Dusche. Rosa King, meine Managerin, steht gleich vor meiner Tür und holt mich wie die Tage zuvor zum Dreh ab. Es wird Zeit, dass ich mir ein eigenes Auto besorge. Ich ziehe gerade die Socken an, da klingelt es an meiner Tür. Mache auf, lasse Rosa eine Frau Mitte vierzig, eins-achtzig groß mit schwarzen kurzen Haaren und braun-grünen Augen rein. "Du bist noch nicht fertig?" Ein leichter Anflug aus Enttäuschung macht sich auf ihrem Gesicht breit. "Nein, habe heute Morgen verschlafen. Bin gleich fertig." Versuche ich sie zu beschwichtigen. Sie verschränkt die Arme vor der Brust und tippt im Sekundentakt mit dem Fuß. Ich versuche mich zu beeilen, kralle mir meine Sachen und losgeht es. Im Auto fällt mir auf, das ich mein Handy vergessen habe. Super, ob ich das überlebe?

Nachdem Dreh, gehe ich noch mit ein paar Kollegen etwas essen und später in eine Bar. Gesprächsthema des Abends war, natürlich der Film, die anstehenden Dreharbeiten. Zwei Kollegen beschweren sich. Der Regisseur hat uns vier Karten für ein Karate Turnier besorgt. Zu dem wir nächstes Wochenende gehen sollen, damit wir wissen, auf was wir uns bei dem Dreh einlassen. Mein Kollege Akio und ich freuen uns schon darauf, wir können es kaum abwarten. Karate oder Kampfkunst als solches, interessierte mich schon immer. Gut welchen kleinen jungen lässt den schon Bruce Lee kalt? Also mich nicht.

Get ready, Kumite ist der Titel des Films, den wir gerade drehen. Es geht um einen Polizisten, der gerade seine Frau und zwei Kinder beerdigt. Er selber lag nach dem Angriff wochenlang im Krankenhaus. Doch er schwört Rache der Drogen Mafia, denen er vorher hinterher war und die ihm das angetan hat. Er weiß, das er die Mafia nur mit eigener Kraft bekämpfen kann und trainiert dafür.

Zu Hause wieder angekommen, sehe ich auf mein Handy, das noch in der Küche liegt. Habe zwei Nachrichten und zwei anrufe bekommen. Eine Nachricht kam von Rosa, ich soll ihr Bescheid geben, ob ich gut Zuhause angekommen bin. Das mache ich auch sofort. Die zweite Nachricht ist von Ben, eigentlich heißt er Benjamin, aber ich nenne ihn lieber Ben, ist kürzer. Ben, As und ich, haben damals in der gleichen Einheit gedient und sind dadurch gute Freunde geworden. Ach ja As heißt eigentlich Ashten, ist mir aber auch zu lang.

*hi, habe gesehen, dass morgen dein Film im Kino kommt. Wie schaut's sehen wir ihn uns an? As ist schon total gespannt und ich irgendwie auch. Also was ist?*
*alles klar, dann bleibt mir wohl keine andere Wahl, als mit zugehen. Wo treffen wir uns?*
*direkt vorm Kino, können danach dann noch was machen, wenn Lust besteht.*
*klar.* antworte ich noch kurz und knapp. Dann werde ich mir den Film morgen zum zweiten Mal ansehen, bei dem ich meine erste etwas größere Rolle hatte. Die Premiere hatten wir schon und ich muss sagen, bis jetzt gefällt er mir. Es war der gleiche Regisseur, der jetzt das Get ready, Kumite dreht.

_____

Traumfrau


Meine Freundin Mia und ich, erlauben uns ein Mädels-Abend. Ich sitze im Auto von Mia und schreibe gerade meiner Mitbewohnerin Reika eine SMS.
*Hey, Lust auf Kino und Cocktails? Dann sei, so schnell wie möglich beim CineStar.*

Mia und ich kommen gerade dort an und Reika wartet schon auf uns. „Hey, ihr Süßen, da seit ihr ja, ich habe mir erlaubt uns einen Film auszusuchen.“ „Für welchen Film hast du dich entschieden?“, fragt Mia. „House without us. Ein Actionfilm, der ganz gut sein soll.“ Mia sieht auf die Uhr, „wir sollten langsam rein, wenn wir noch Popcorn haben wollen.“

Mia und Reika sind meine besten Freundinnen. Mia kenne ich seit der Elementary School, waren unzertrennlich bis zum College. Es gab dann eine Zeit, wo wir uns zwei Jahre lang nicht gesehen haben, da ich nach Japan geflüchtet bin. Musste hier raus, zu viele schlechte Erinnerungen und Gedanken, die mich nicht losließen. Seit drei Jahren lebe ich wieder hier und habe das Café Crumbs eröffnet. Nach einem Jahr kamen Mia und ihr Mann Jack als meine Partner dazu. Das Crumbs haben wir jetzt nach kurzer Zeit vergrößert und seit zwei Wochen Wiedereröffnet. Reika habe ich so zusagen aus Japan mit gebracht. Mit ihr lebe ich zusammen in einer WG, wir sind seit dem unzertrennlich und sie hilft mir manchmal im Café. Aber jetzt genug von den beiden, es wird dunkel und der Film geht los.

Knapp zwei Stunden später wird es wieder hell und der Film ist zu Ende. Wir verlassen das Kino und Reika fragt sofort, wie wir ihn fanden. Mia nickt zufrieden und ich muss sagen, dass ich ihn auch gut fand.
„Wie bist du, auf diesen Film gekommen?" Fragt sie Mia.
„Ich habe ihn in einer Zeitung gesehen und fand den Schauspieler ganz niedlich.“
„Wir haben den Film gesehen, weil du den Schauspieler niedlich fandest?" Empört sehe ich sie an, typisch Reika, liest nicht die Kritik. Nein sie schaut wie die Männer aussehen.
"Welchen den genau?" Wollte ich wissen.
"John New. Er ist noch unbekannt, aber total heiß."
"Welcher von den vielen Männern, war er denn?" Schaltet Mia sich ein.
"Der gut aussehende, dunkel haarige, der zum Schluss der Hauptfigur geholfen hat."
"Meinst du diesen Riesen?" Fragen Mia und ich gemeinsam. Reika nickt nur. Wenn ich jetzt an ihn denke, kommt er mir sehr bekannt vor. Ist er nicht dieser Typ der jeden Morgen, nach seiner Jogging Tour bei uns reinkommt und sich einen schwarzen Kaffee bestellt? Ich glaube schon. Er hat so oft versucht mich anzusprechen oder sollte ich lieber anbaggern, sagen! Aber ich habe ihm nie geantwortet, solche Typen kenne ich zu gut. Wenn sie haben was sie wollten, sind sie weg und darauf habe ich keine Lust. Nicht schon wieder.

Ok, ich gebe es zu, er sieht nicht schlecht aus. Er ist eins-neunzig groß, braune Haare, oben etwas länger und die Seiten ganz kurz rasiert. Eisblaue Augen, die jede Frau zum Schmelzen bringen würden. Einen gut durchtrainierten Körper, aber auch nicht zu viel. Sein Gesicht ist sehr markant und doch hat es irgendwie was Weiches an sich. Eigentlich genau das richtige. Aber wie gesagt, er hat bestimmt, ein Arschloch Charakter. Warum sollte das, bei ihm anders sein?

"Hey Ella, was hältst du von einem Abstecher in unserer Lieblingsbar?" Mia sieht mich fragend an und ich nicke nur zur Bestätigung. Wir sind bis kurz vor eins in der Bar gewesen, das einzige Thema, das die beiden hatten, war Mr. New. Na ja man schwärmt immer von dem, was man nicht haben kann.

Wir verabschieden uns von Mia, Jack hat sie abgeholt. Reika und ich laufen den Rest nach Hause, die frische Luft tut uns gerade richtig gut. Zu Hause angekommen bin ich direkt ins Bett.

Heute ist Mittwoch, Reika, hilft im Laden aus. Wir haben jetzt kurz vor elf, sie sammelt gerade das stehen gebliebene Geschirr ein. Die Tür geht auf und jemand kommt herein, sie verliert fast, alle Gläser von ihrem Tablett. Zum Glück stand ich neben ihr, ich wollte eigentlich die Tische abwischen und konnte noch drei Tassen auffangen, die ihr runterfielen. Ich sehe sie an, sie steht grinsend neben mir. „Mensch Reika, was war das denn, jetzt?“ Sie starrt immer noch Richtung Tür, ich drehe mich um, um zu sehen, wen sie da anstarrt. Es war kein geringerer, als der Schauspieler John New. Ich schüttel nur leicht dem Kopf, sie drückt mir ihr Tablett in die Hand und geht zu ihm. Ich gehe zum Tresen, räume das Tablett und den Lappen weg. Sie kommt mit ihm im Schlepptau zum Tresen, „was für ein Kaffee magst du?“ Fragt sie ihn. „Eigentlich nehme ich immer einen schwarzen, aber was kannst du Empfehlen?“ „Hm, nimm doch den Karamell Latte oder den Schoko Latte die schmecken wirklich gut," bietet sie ihm an. „Gut dann nehme ich den Karamell Latte“ dreht sich zu mir um, ich nicke nur und mache mich an die Arbeit.Ich höre, wie sie ihn mit Fragen löchert, zu meiner Überraschung antwortete er auf jede ihrer Frage ganz freundlich. Die Getränke habe ich fertig, stelle ihm seine Latte hin und ihr einen Cappuccino. Er sieht mich an, als hätte ich was im Gesicht. Das wurde mir so unangenehm, das ich, nach dem er gezahlt hat, erst mal nach hinten bin. Dort war aber nichts zusehen, gehe wieder nach vorne und sehe wie Reika mit ihm auf der Hollywood Schaukel sitzt. Sie unterhalten sich, ab und zu sieht er zu mir. Nachdem er wieder gegangen war, erzählte sie, mir alles über ihn. Er lebt erst seit kurzem hier und kennt sich noch nicht aus. „Jetzt sag mir nicht, dass du ihn hier alles zeigen willst?“, fragte ich sie mit hoch gezogenen Augenbrauen. „Doch willst du mit?“ Sie grinste, dabei etwas. „Ich habe zu tun, sorry, du musst wohl mit deinem Star allein bleiben.“ Sie zuckt mit den Schultern und macht sich wieder an die Arbeit.

Freitag, ich bin gerade dabei die Bestellung zu machen. Sitze mit Jack an meinem Lieblingstisch am Fenster. Er sitzt auf dem rechten Stuhl ganz normal, ich hingegen habe meinen rechten Fuß auf meiner Sitzfläche abgestellt, sodass ich mein Knie als Stütze nehmen kann. „Was brauchst du, denn noch alles?“ Ich zeige ihm die Liste, die ich schon vorbereitet hatte. Er hat noch einszwei Anmerkungen und ich hole mein Tablet raus, damit ich die Bestellung weg schicken kann. Sitze wieder alleine, mit Kopfhörern im Ohr, beantworte ein paar Mails. Lasse meinen Blick durch das Café Streifen und bleibe an John hängen, er ist wirklich jeden Tag hier. Ich sehe ihn etwas länger an, er ist in Gedanken versunken und sein Anblick, hat schon irgendwie etwas Poetisches. Er schaut genau jetzt zu mir rüber, ich nicke ihm zu und widme mich wieder meiner Sache. Ich merkte wie meine Wangen auf einmal ganz warm werden, hoffentlich hat er das jetzt nicht bemerkt. Ich lasse mein rechtes Bein runter und holte mein linkes hoch, damit ich aus dem Fenster schauen konnte. Nach zehn Minuten sehe ich wieder Gedanken verloren aus dem Fenster. Werde aber aus ihnen gerissen, da jemand mit dunkelblauem Shirt am Fenster vorbeihuschte. Diese Person kommt gerade ins Café. Ich erstarre zur Salzsäule, als ich sah, wer es war. Paul mein Ex, was will er denn hier? Doch bevor ich mir die Frage beantworten konnte, war er auch schon wieder verschwunden. Ich packe jetzt meine Sachen zusammen und gehe nach hinten. Ich frage Clara, ob ich sie jetzt zur Pause ablösen soll, sie nickt und verschwindet sofort nach hinten. (Clara ist eine Kellnerin, der ich sehr vertraue. Wenn Mia, Jack oder ich mal nicht da sind, dann schmeißt sie den Laden.)


Matt Steal
Es ist Samstag, stehe an der Straßenkreuzung und warte auf meine Mitfahrgelegenheit, die mich zum Turnier mitnimmt. Es bleibt ein kleines rotes Auto neben mir stehen. „Na, sollen wir dich mitnehmen?“ Ich sehe in das Auto und meine Filmkollegen sitzen darin. „Klar“ steige ins auto und wir fuhren los.

An einer riesigen Halle angekommen, steigen wir wieder aus und gehen in die Halle. Unsere Plätze sind in der zweiten Reihe. Die erste Reihe, ist für die Teilnehmer reserviert. Ich sehe mich etwas um und bleibe bei einer Frau hängen, die mich für kurze Zeit, fragend ansieht.

Ich sehe sie mir genau an, sie ist nicht gerade groß. Sie trägt ihre Haare zu einem hohen Zopf mit einem Pony. Bis auf ihre Augen kann man nichts vom Gesicht erkennen, da sie eine Maske trägt. Aber ihre Augen kommen mir sehr bekannt vor. Dieses Grün? Obwohl diese hier, etwas dunkler und etwas gefährlicher wirken. Kurz zu ihrer Kleidung. Sie trägt ein typisch Chinesisches rotes Kleid mit einer schwarzen Orchidee drauf, darunter trägt sie schwarze Leggings.

Der erste Wettkampf beginnt. Es dauert knapp vierzig Sekunden, der Sieger ist schnell und schlägt präzise zu. "Man, Tobi ist diesmal wieder sehr stark. Ob Yuki ihn schlagen kann?" Höre ich die Reihe vor mir sagen. Der Typ heißt wohl Tobi, er sieht eigentlich gar nicht so Stark aus. „Lass dich nicht von seinem äußerem täuschen, er ist wirklich gefährlich. Er ist nicht nur schnell, seine Technik ist auch Makellos.“ erklärt mir Akio neben mir.
"Soll ich dir sagen, was er eigentlich arbeitet? Du wirst, mir das nicht glauben."
"Anwalt!" Antworte ich.
"Nein er ist Physiotherapeut und auch noch der beste hier in der Stadt."
"Du scheinst dich ja, mit der Thematik hier auszukennen?"
"Ja, ich sehe mir gerne die Turniere an, nur dieses Mal, habe ich leider keine Karte mehr bekommen. Deshalb habe ich mich auch so gefreut."
"Ok, dann war das ja für dich ein Glücksgriff! Wenn du dich so gut auskennst, kannst du mir bestimmt sagen, wer die Frau da drüben ist?" Ich zeige zu der Frau, die mich vorhin fragend ansah.
"Das ist Yuki, sie ist auch sehr gut. Hat bis jetzt immer nur den zweiten Platz gemacht, gab zu schnell auf. Dafür ist sie die beste Ken Anwenderin, hat sogar ihren Meister darin gemacht. Aber privat, weiß ich nichts über sie." Schade! Aber was soll man machen.

Yuki ist jetzt dran. So schnell konnte ich gar nicht gucken, wie sie ihren Gegner aus dem Ring gedrängt hat. Der Kampf war nach dreißig Sekunden zu Ende.

Die nächsten Kämpfe, die Sie und Tobi bestreiten, waren immer schnell zu Ende. So als könnten sie es nicht abwarten, gegen einander anzutreten. Jetzt haben wir die Pause vor dem Viertel Finale. Akio und ich gehen uns etwas zu essen besorgen. An einem Stand, treffe ich Reika, sie ist mit ihrem Onkel Mr. Woo und ihrem Cousin Lee hier. Sie erzählt mir, das ihr Onkel ein Dojo außerhalb der Stadt besitzt und von ihm, sind diesmal fünf Schüler dabei. Vier von ihnen sind schon leider raus. Akio ist total begeistert, Mr. Wo und die anderen kennen zulernen. Er spricht Reika sofort darauf an, ob er vielleicht Yuki sprechen könnte. Sie meint, das es kein Problem ist. Akio und ich folgen ihnen, jetzt stehen wir neben Yuki und den anderen Teammitgliedern. Akio, spricht sie auf Chinesisch, Japanisch oder einer anderen asiatischen Sprache an. Sie grinst, (zumindest konnte man das trotz Maske erkennen)dreht sich zu ihm und unterhält sich kurz. Dabei sieht sie für einen Moment zu mir, unser Blick trift sich und ich war kurz versteinert.

Kannte diesen Blick, war mir aber nicht ganz sicher, ob das wirklich sein kann. Akio verbeugt sich vor ihr, dreht sich zu mir und zeigt an, dass wir jetzt gehen.

Yuki und Tobi werden aufgerufen, beide gehen sie hoch und stehen sich gegenüber. Er leckt sich demonstrativ über die Lippen, sie hingegen zieht nur eine Augenbraue hoch und macht sich bereit. Sie verbeugen sich voreinander und der Gong ertönt. Er holte sofort zum Schlag aus, den sie gekonnt ausweicht. Die beiden schenken sich nichts, erst flogen die Hände dann die Füße, sie vergeuden keine Sekunde. Er traf Yuki am Kopf, doch sie holte sofort zum Gegenschlag aus und tritt mit flachem Fuß gegen die Brust. Das scheint ihn sehr getroffen zu haben, da er anfängt zu taumeln. Die drei Minuten für den Kampf waren um und der Gong ertönt. Die Kampfrichter werden sich einig. Gleichstand, es wird um weitere drei Minuten verlängert. Der Gong läutet wieder, sie verbeugen sich und schon geht es weiter. Jetzt scheint sie die Oberhand zu haben, doch nach knapp zwei Minuten drehte sich alles wieder und er macht mehrere Treffer. Wieder läutet der Gong, die Kampfrichter versammelten sich.

Tobi geht während dessen zu ihr, sagte ihr irgendwas, sie ballt die Fäuste und versucht sich dann mit einer Atemübung zu beruhigen. Sieht kurz in unsere Richtung, Reika springt auf „Zeig es ihm, den Vollpfosten, du schaffst das.“ Die Richter haben sich entschieden, wieder Gleichstand und eine weitere Runde von drei Minuten ist anberaumt. Der Gong ertönt. So ein Schlag Abtausch, hab ich noch nie gesehen, sie scheinen beide gleich stark zu sein. Doch auf einmal bekommt sie einen Schlag in den Magen, fängt an zu taumeln und das nutzte er sofort aus. Sie konnte nicht mehr alles abblocken, dann hob sie die Hände und Kapitulierte. „Scheiße, nicht schon wieder“, höre ich Akio neben mir schimpfen. Sie kommt mit gesenktem Kopf von der Matte. Mr. Woo, legt seine Hand auf ihre Schulter, sagt ihr noch irgendwas und sie geht, Richtung umkleide.

Wir sitzen wieder im Auto, meine Kollegen setzten mich wieder an der Kreuzung ab. Ich lasse kurz das Turnier auf mich wirken, es ist wirklich anders, als das was man so im Fernsehen sieht. Im Fernsehen sieht man nur die Technik und Anwendung, aber eben gerade, hat man auch die Leidenschaft und Hingabe gesehen.

Mein Handy holt mich aus meinen Gedanken, ich habe eine Nachricht bekommen.
*heute, Tanzbar um einundzwanzig Uhr. Also Duschen, Gut aussehen und losgeht es. As* Ich antworte sofort zurück
*Tanzbar?*
*klar! Wir trinken, die Frauen tanzen. Haben wir alle was von! Bis gleich.* ich musste leicht schmunzeln
*Gut, bis gleich.* Gönnen wir uns mal den Spaß.

_____

Ella Miller
Man könnte meinen, ich habe nichts anderes zu tun, als auszugehen. Aber heute brauche ich das so dringend, mein Tag war wirklich Scheiße. Ich möchte mir meine Freundinnen packen und Feiern. Mia kann leider nicht, sie hat ihre Schwiegereltern da. So gehe ich mit Reika alleine in unsere Lieblingsbar.

Dort angekommen begrüßen wir erst mal Philipp. (Philipp ist hier Barkeeper und hat vorher in meiner Bar gearbeitet. Ja ich hatte mal eine Bar vor fünf Jahren, mit meinem Ex Paul zusammen. Die ich aber schließen musste, da er mich nicht nur mit meiner Schwester betrogen hat, nein, er hat mich noch ausgenommen. Das war auch der Grund, warum ich für zwei Jahre ausgewandert bin. Das mir im Nachhinein sehr gut getan hat). Egal, wir bekommen von Philipp zwei Cocktails. Bleiben an der Bar stehen und sehen uns erst mal um, die Tanzfläche ist voll und auch die restliche Bar ist gut gefüllt.

Mein Blick bleibt, an einem Tisch hängen, an dem drei große, nein riesige Typen stehen. Einer von ihnen steht mit dem Rücken zu uns, doch die anderen zwei, konnte man gut sehen. Nicht schlecht, ich tippe Reika an und zeige ihr den Tisch, sie ist hin und weg von ihnen. Doch dann, dreht sich der eine um und kam zu Bar. Will er mich Ärgern? Warum läuft er mir ständig über den Weg? Nicht nur, dass ich ihn jeden Tag im Café sehe! Nein, jetzt auch schon in meiner Lieblingsbar? Von wem ich rede? Na, von wem wohl, John New, ich fühle mich langsam von ihm verfolgt. Wirklich!

Er steht genau neben Reika und bestellt Bier, sie stupst ihn sofort an. „Hey, du auch hier?“ Schreit sie ihn an, da es hier sehr laut ist! Er grüßt sie, schaut kurz zu mir, grinst, doch ich drehe mich genervt weg. Reika tippt mich wenig später an, nach dem er gegangen war und fragt, was das gerade war? „Nichts, nur muss er immer da sein, wo ich bin?“ „Quatsch, du hast schon Verfolgungswahn. Jetzt komm mal runter, lass uns lieber Tanzen. OK?“ Versuchte sie mich zu beschwichtigen, Ich gebe Philipp unsere Taschen und wir gehen zur Tanzfläche.

Kurze Zeit später tanzten uns zwei Männer an. Doch die lassen wir links liegen, wir haben keine Lust dazu. Jedes Mal, wenn Reika, Mia und ich in einer Bar sind, kommen die Männer und wollen tanzen oder einen ausgeben. Das, was sie aber wirklich beabsichtigen, ist eigentlich total klar, nur dafür sind wir uns zu schade.

„Ich muss von der Tanzfläche, ich glühe.“ sage ich zu Reika. Sie will weiter tanzten, ihr Lieblings Lied spielt gerade. Ich gehe zur Bar, setze mich hin und bekomme von Philipp ein neues Getränk. Drehe mich zur Tanzfläche und schaue ihr, beim Tanzen zu. „Hallo, hübsche Frau. Du kannst dich gut auf der Tanzfläche bewegen, bist du überall so beweglich?“ Ich Dreh mich um und schaue einem schmierigen Typen ins Gesicht. Ich kann seine Gedanken lesen, er denkt, dass hier wird was. Igitt!!! Ich drehe mich weg, ohne einen Ton zu sagen. Doch er lässt nicht locker, er kommt mir näher. „Dein Getränk ist gleich leer, soll ich dir ein neues bestellen?" „Nein, danke ich brauche nichts.“ „Ach komm schon, jeder braucht was? Vor allem, wenn man so hübsch ist, wie du.“ Ich rücke weiter nach hinten, es fehlt nicht mehr viel und ich falle vom Hocker. Aber zum Glück steht jemand hinter mir. Ich spüre eine Vibration, an meinem Rücken, die mir durch und durch geht. Ein Kribbeln breitet sich in meinem ganzen Körper aus.

Die Vibration entstand, durch ein Knurren oder Brummen. Mein Blick war stur auf dem schmierigen Typen gerichtet und sein Gesicht verzieht sich etwas. Das vorhin war eindeutig ein Knurren! Wie ich darauf komme? Es knurrte erneut hinter mir, diesmal höre ich es und spüre es. Der Typ vor mir wird ganz blass und verschwindet dann. Ich drehe mich um, will mich bedanken und sehe dem Mann auf die Brust. Ich musste den Kopf in den Nacken legen, um in sein Gesicht zusehen. Dieses Gesicht grinst mich schräg an. Ich muss tief durch Atmen, wieder dieser John! Er steht so nah vor mir, dass ich ihn riechen kann und verdammt! Er riecht wirklich gut. Er bemerkt das ich kurz abschweife und sein Grinsen wird breiter, ich nicke ihm hoch und schaue ihm, mit einem fragenden Blick an. Was grinst der so doof? Er schüttelt ganz leicht den Kopf, unsere Blicke vertiefen sich kurz. Seine Eisblauen Augen, kommen viel intensiver zur Geltung, wenn er mir, so nah steht. Sein Blick wandert, zu meinem Mund und wieder zurück. Ich beiße leicht auf die Hälfte meine Unterlippe und ziehe dabei eine Augenbraue hoch. Sein ganzes Gesicht grinst, seine Augen strahlen, er drehte sich zum gehen. Kommt mir aber noch mal ganz nah, ans Ohr. "Heiß" sagt er und geht zu seinen Freunden zurück. Ich schaue ihn nur fragend hinterher. Was war das denn? Mein ganzer Körper reagiert heftig darauf, ein kribbelt breitet sich überall aus und ein leichter Schauer geht mir durch und durch.

„Was ist dir denn Passiert? Süße hast du ein Gespenst gesehen?“ Reika steht wieder neben mir. Ich konnte nicht sofort reagieren, sie stupst mich darauf an. „Sorry nein, ein Gespenst hab ich nicht gesehen. Ich hatte nur gerade eine Begegnung der dritten Art mit John New, mehr nicht!“ „Dritte Art? Das musst du mir erklären.“ Grinst sie mich an und das tat ich dann auch. Ihr grinsen wurde dabei immer breiter. „Na, hast du dich verguckt?“ „Nein“, sagte ich energisch, „wie kommst du darauf? Er hat mir doch nur geholfen mehr nicht!“, versuche ich mich zu erklären. „OK, wenn du das sagst. Also mein Körper würde nicht so reagieren, wenn mir jemand nur hilft!“ Sie trinkt ihr Glas aus und zerrt mich zurück auf die Tanzfläche. Wir tanzten und tranken den restlichen Abend weiter, ohne weitere Störungen.

Mir dröhnt der Schädel, das waren eindeutig zu viele Cocktails. Ich nehme eine Aspirin, gehe unter die Dusche. Ich muss gleich ins Café zur Frühschicht. Ich lasse Reika heute schlafen, sie hat soweit ich weiß, keine Termine. Ich packe meine Sachen und mach mich auf den Weg. Ich brauche zu Fuß fünf Minuten, gehe in die Seitengasse um von der Hintertür in den Laden zukommen. Jack und Mia warten dort schon auf mich. „Guten Morgen, geht es dir nicht gut? Du siehst wie drei Tage Regenwetter aus“, begrüßt mich Jack. „Doch! Alles in Ordnung, ist gestern nur spät geworden.“ (Ja und wie spät? Wir sind erst kurz vor zwei nach Hause. Aber schlafen konnte ich nicht, musste die ganze Zeit an dieses eine Wort und den Blickkontakt denken. „Heiß.“ Was hatte das zu bedeuten?) Ich schließe die Tür auf und wir gehen rein. Schalte alles ein und ich koche erst mal für alle einen Kaffee. In der zwischen Zeit kamen noch zwei Küchenhelfer, Clara und eine weitere Kellnerin. Wir leerten die Tassen und Mia schließt den Laden auf. Ich schnappe mir gleich, den Laptop und verziehe mich ins Büro. Die Buchhaltung wartet auf mich. Da ich immer noch einen leichten Schädel habe, wollte ich nicht vorne bleiben.

Nach fünf Stunden vor dem Bildschirm, bin ich endlich fertig und ich habe alles eindeutig zulange liegen lassen. Habe Rechnungen beglichen, bereitete die Löhne vor, gab neue Werbung in Auftrag und kümmerte mich um die Steuer, sowie um die Versicherungen. Jetzt muss ich nur noch bestellen und mit meinem Kaffee Lieferanten aus Brasilien telefonieren.

Aber jetzt, hole ich mir etwas zu essen aus der Küche und brauche leben um mich. Ich setze mich mit meinem Salami, Schinken Käse Croques an meinem Lieblingstisch am Fenster. Ich beiße in das Baguette, schließe dabei die Augen und genieße einfach das leckere Essen, schalte alles ab. Atme tief durch und fange an zu kauen.
Nachdem ich meine Augen wieder öffne, fühle ich mich beobachtet. Ich sehe mich um und erkenne niemanden, der zu mir sieht. Leicht Stirn runzelnd, esse ich weiter. Die Tür geht auf und zwei große Männer kommen in den Laden. Sind das nicht, die Freunde von John? Sie waren doch gestern mit in der Bar. Wenn sie hier sind, ist er bestimmt auch nicht weit weg? Warum interessiert es mich, ob er in der nähe ist? Wieso, wird mir auf einmal so heiß? Mein Puls schießt in die Höhe. Hat dieser Mann wirklich seit gestern, so eine Wirkung auf mich? Ich schüttel leicht den Kopf. So ein Quatsch! Alles gut. Ich nehme einen Schluck von meiner Cola.

Es dauert wirklich nicht lang, da kam er in den Laden. John sieht sich um, seine Freunde geben ihm ein Zeichen, er geht zu ihnen und begrüßt sie mit einem Handschlag. Sie sitzen in der Mitte vom Laden, auf den weißen Cocktail Sessel. Ich sehe noch einmal kurz raus, damit es nicht so auffällt, das ich da hingesehen habe. Mia steht auf einmal neben mir am Tisch. „Na, alles klar? Bist du fertig, dann nehme ich das mit.“ Ich sehe zu ihr und nicke. „Ella? Kannst du vielleicht eine Bestellung für mich machen?“ „Ja klar“ stehe auf und gehe zum Tresen.

Auf dem Weg zum Kaffeeautomaten binde ich meine Haare zusammen. Ich mag es nicht, wenn sie mir bei der Arbeit im Gesicht hängen. Hinter dem Tresen schaue ich mir die Bestellung an und lege los. Es war keine gewöhnliche, da hat sich ein Tisch die verschiedenen Spezialsorten gewünscht. (Die nur ich zubereiten kann, da noch keiner die Weiterbildung gemacht hat. Ich muss gestehen, dass ich solche Bestellungen wirklich gerne mache. Bei diesen Sorten kann ich etwas kreativ sein.)

Es hat zwar etwas gedauert, aber ich bin jetzt fertig. Gebe Mia ein Zeichen, gehe zu meinem Platz zurück und nehme auf dem Weg dorthin mein Haargummi wieder raus. Doch bevor ich mich hinsetze, fühle ich mich wieder beobachtet. Ohne mich noch einmal umzusehen, klappe ich meinen Laptop auf und starte das Programm für meine Bestellungen. Beobachte nebenbei, wo Mia die Bestellung hinbringt.

Habe ich es doch gewusst! John und seine Freunde bekommen die Spezial Kaffees. Ich sehe den drei kurz zu, da ich wissen will, wie ihnen der Kaffee schmeckt. Er scheint so gut anzukommen, wie ich es gehofft hatte. Einer von ihnen rutscht in den Sessel und liegt fast drin. Der andere hält die Tasse fest, als wäre es der größte Schatz. Und John? Er schließt die Augen und genießt einfach. Wie beim letzten Mal, als ich ihm einen anderen Kaffee hingestellt hatte. Nachdem er seine Augen wieder öffnet, sieht er direkt zu mir. Ich wollte wegsehen, konnte es aber nicht. Er hatte wieder dieses Grinsen von gestern im Gesicht. Ich beiße mir auf die Unterlippe und grinse ihn leicht dabei an. Konnte dann doch meinen Blick von ihm lösen. Ich muss mich auf meine Arbeit konzentrieren. Gelingt mir, aber nicht. Was ist das zwischen uns?


Matt Steal
Scheiße, was war das denn? Mein kleiner Freund flippt gerade völlig aus, das passt mir eigentlich gar nicht. Ich hoffe, dass die Jungs nichts bemerken. Aber sie war gerade, wirklich heiß. Zuerst sehe ich sie von draußen, wie sie genüsslich ihr Baguette isst, dann wie sie ihr Haar öffnet, so schwungvoll und jetzt noch dieses leichte Grinsen mit dem biss auf die Unterlippe. Das macht sie noch mit Absicht? Am liebsten würde ich sie packen und in einer Kammer, über sie herfallen. Schade nur, dass ich es nicht einfach machen kann, mein Freund würde es mir danken. Mann ich muss einen kühlen Kopf behalten, ich kann doch hier nicht mit einer Latte sitzen. Ich Blödmann, habe auch noch eine Jeans an. Gut gemacht Matt!

Ich sehe, um mich abzulenken, zu Ben und As die noch total geflasht vom Kaffee sind. „Und Jungs, hab ich zu viel versprochen?“ Sie schütteln beide den Kopf und grinsen mich an. Ben der in seinem Sessel runtergerutscht war, setzte sich wieder auf und schlägt mir auf meinen Oberschenkel. „Du hast gar nicht erwähnt, das die Aussicht auch nicht schlecht ist“, und zeigte mit dem Kopf, Richtung Ella. Ja, ich kenne jetzt ihren Namen, Reika hat es mir verraten, als ich mit ihr einen Kaffee getrunken habe. Ich sehe Ben an und ziehe eine Augenbraue hoch. „Was! Sie ist heiß!“, ergänzt er noch.
As der seine Tasse ganz langsam, auf den Tisch stellt, sagt nur, dass dort gerade seine Traumfrau rein kommt und er Blitz verliebt ist. Sein Blick ist starr auf die Tür gerichtet. Ben und ich sehen gespannt auf die Tür, die Frau, die dort reinkommt, war keine geringe als Reika. Reika sieht zu Ella, wirft ihr einen Luftkuss zu und kommt zu uns rüber. „Na ihr drei! Ihr seht ja gegengesetzt zu mir, richtig fit aus!“ „Du hast uns, heute Morgen nicht gesehen!“, entgegnete ich und bekam gleich, ein tritt ans Schienbein. Ich sehe As fragend an, der mir, den tritt verpasst hatte. Im selben Moment spricht Ben zu ihr. „Das ist Jahre langes Training, das kann nicht jeder.“ Sie kneift die Augen etwas zusammen, setzt sich auf den freien Sessel und sieht Ben dabei ganz gebannt an. „Und wie sieht, dieses Training aus?“ „Es gibt nur eine Regel“, mischt sich As ein. Sie sieht zu ihm und ihr Blick hat sich von gebannt auf an schmachtend geändert. Er erklärt ihr, was wir machen, wenn wir verkatert sind. „Wir essen ein rohes Ei und gehen dann joggen, um den berauschten Kopf wieder freizubekommen.“ Ben versucht sich bei dem Gespräch einzubinden aber Reika´s Blick galt nur As. Ich glaube, da haben sich zwei gefunden. Er winkt mit dem Kopf Richtung Hollywood Schaukel, sie nickt, beide stehen auf und verlassen uns. „Was war das denn, jetzt?“ Ben war leicht enttäuscht, dass sie mit As gegangen ist. „Lass den Kopf nicht hängen, wer weiß, vielleicht kommt deine Traumfrau auch noch.“ Versuchte ich ihn aufzumuntern, er grinst und schaut zu Ella. „Wenn sie nicht schon da ist!“ So ist Ben, wurde enttäuscht und sucht sich gleich die nächste. Aber in diesen Moment hätte ich ihm am liebsten den Kopf abgerissen. Ich zeige ihm eine junge Frau, die gerade hinter dem Tresen steht und einen Kunden abrechnet. „Ja, die ist auch nicht schlecht“, sagt er und steht auf. Oh man, er ist wirklich schnell zu befriedigen.

Ich trinke den Rest meines Kaffees aus und sehe noch einmal zu ihr. Ich kann es einfach nicht lassen, wenn ich weiß, dass sie in meiner Nähe ist. Sie telefoniert, tippt sich dabei nachdenklich mit einem Stift an die Lippen. Doch auf einmal wird ihr Blick Ernst, nimmt das Handy vom Ohr und knallte es auf dem Tisch. Sie scheint zu schimpfen, dann atmet sie zweimal tief durch, nimmt ihr Handy wieder an sich und telefoniert weiter. Jetzt ist sie entspannter, grinst ab und an, dann verabschiedet sie sich und knallt das Handy trotzdem auf den Tisch. Flucht, dann mit wem hat sie da telefoniert? Die junge Frau, die unsere Bestellungen aufgenommen hatte, geht zu ihr. Sie versucht sie zu beruhigen und es gelingt ihr auch. Ben kam zurück und berichtet mir, dass er heute ein Date mit Clara hat. So heißt die Kellnerin. Ich höre ihm nicht ganz zu, bin gedanklich woanders. As kommt zu uns zurück. „Na, Jungs alles klar?“ „Bei mir schon, nur er ist mit den Gedanken woanders“, sagte Ben und zeigt dabei auf mich. Ich sehe sie beide nur fragend an. „Was! Alles gut! Was wollen wir als Nächstes machen?“ jetzt warte ich auf ihre Antwort, beide zucken mit den Schultern. Ben meint, er hat die Kaffees schon bezahlt, bei seinem an mach Versuch. „Lass uns doch erst mal raus hier, wenn ich noch länger bleibe, mach ich einer der Frauen hier, gleich einen Heiratsantrag.“ Bens Blick schweift im Café umher. „Gut dann lasst uns gehen.“

_____

Ella Miller
Es ist Montag, ich komme irgendwie nicht aus dem Bett. Zum Glück, hat der Laden morgen zu. Ich schaffe es, doch noch aufzustehen, mich anzuziehen und brühe mir schnell eine Tasse Kaffee auf. Bin gerade in irgendetwas Nasses reingetreten und muss meine Socken umziehen. Mit frischen Socken an den Füßen verlasse ich mein Zimmer und stoße mit einem nackten Riesen zusammen. Mein Blick ist zuerst auf seine Brust gerichtet, doch dann schaue ich hoch in sein erschrockenes Gesicht, es war einer der Freunde von John. Der nackte Mann ist blond mit grün-blauen Augen und seine Gesichtszüge sind sehr weich, schon fast bubenhaft. Ganz unbeeindruckt wünsche ich ihm einen guten Morgen. Er grinst leicht, wünscht mir auch einen guten Morgen und geht in Reika's Zimmer zurück. Ich sah ihm kurz hinterher, das Männer so einen knack Po haben, ist nicht fair! Ich grinse, schüttel leicht dem Kopf. Jetzt bin ich zwar immer noch total müde, beneide aber meine Mitbewohnerin über ihren fang.
Im Café angekommen, war die Hintertür offen, zumindest war sie angelehnt. Ich gehe vorsichtig rein, sehe mich um und es war niemand zusehen. Ich höre plötzlich Geräusche, aus der Speisekammer, die Tür dort steht ganz offen. Ich luge vorsichtig um die Ecke und was ich dort erblickte, kam mir von zu Hause bekannt vor. Wieder ein knackiger Männer Po, der Beine und Arme um sich geschlungen hatte. Ich ziehe mich etwas zurück, höre wie die Regale wackeln und ein immer lauter werdendes Stöhnen. Das Ganze wurde dann noch getoppt von einem „ ja oh Gott jaa“ dann kurze stille. Es scheint jetzt weiter zu gehen, sie stöhnt wieder und schreit, "Verdammt" und von ihm höre ich ein leises "Shit". Jetzt ist es wirklich vorbei. Ich gehe leise zur Nebentür zurück und knalle sie laut zu, damit sie mich auf jeden Fall hören. „Schnell, da ist jemand!“ „Wo ist mein Shirt?“ höre ich sie sagen und gehe extra langsam in den Laden. Beide saßen sie zusammen gekuschelt auf dem großen Sofa. „Guten Morgen. Was macht ihr denn, schon so früh hier? Oder wart ihr gar nicht erst weg?" Sehe Clara und ihr Date fragend an. Ihr Date ist auch einer von Johns Freunden. Wirklich? Ach egal, eins muss man John lassen, er hat wirklich gut aussehende Freunde. Claras Date ist auch groß, hat dunkelbraune haare, braune große Augen und dazu einen gepflegten Drei-tage-Bart. Clara entschuldigt sich gerade bei mir und erklärt was sie hier machen. Ich setze den Kaffee auf und Jack kommt rein. „Morgen, was ist denn hier los?“ sieht zuerst zu Clara und dann zu mir. „Nichts Besonderes Clara ist mit ihrem Date...“ „Ben!“, sagte er so, dass ich ihn ja nicht vergessen sollte. „Okay, Clara und Ben haben gestern Abend noch einen Kaffee getrunken und die Zeit vergessen.“ Jack sieht zu den beiden und dann wieder zu mir, zuckt mit den Schultern „Ok“. Verschwindet mit seiner Tasse in die Küche. Ich schenke den anderen auch eine Tasse ein, doch bevor ich meine trinke, muss ich kurz schmunzeln. Was war das für ein verrückter Morgen, jetzt bin ich wirklich wach.

Der Laden ist erst seit einer halben Stunde auf und mir geht die Milch aus. Ich gehe ins Lager, um Nachschub zu holen. Greife nach dem Karton voll Milch, ziehe dabei eine Zuckerdose mit und die rollt sofort unter das Regal. Ich stelle den Karton ab, gehe auf die Knie und will den Zucker wieder hochholen. Doch das erste was ich spüre, ist nicht die Dose sondern etwas Weiches. Ich hole es raus und sehe es mir genauer an. War überrascht, es war eine schwarze Kelvin Klein Unterhose. Genau jetzt kommt Jack rein. „Was machst du da unten, auf dem Boden?“ Ich fühle mich ertappt und stopfe die Unterhose in meine hintere Hosentasche. Ich sehe seitlich hoch und sage, während ich nach der Zuckerdose greife. „Die...“ und zeige ihm die Dose. „...ist mir runtergefallen.“ Stehe wieder auf, stelle die Dose ins Regal zurück, nehme meinen Karton mit Milch und gehe wieder nach Vorne.

Jetzt ist es bereits Mittag, der Laden brennt. Also nicht wirklich, er ist nur total voll. Mir fehlt genau jetzt eine Bedienung, Clara wäre eigentlich hier. Hatte ihr heute freigegeben, da sie von der Nacht beschissen aussah. Mia bittet mich, das Tablett mit den drei Kaffees zu Tisch fünf zubringen. Ich schnappe mir das Tablett und mach mich los. Erkenne die drei sofort, die dort sitzen, stelle mich zwischen John und Ben. Zum Glück haben alle drei das Gleiche bestellt. So konnte ich die Tassen einfach verteilen. Ich stelle erst dem Mann vor, mir seine Tasse hin, den ich heute Morgen in meiner Wohnung getroffen habe. Dann stelle ich, Ben seine Tasse hin und zum Schluss John. Ich bemerke nur, dass Ben, mir an den Po gegangen ist oder soll ich eher sagen, an meine Potasche. Ich hatte dort noch die Unterhose drin, sehe John ins Gesicht und sein Blick ist böse auf Ben gerichtet. Drehe mich um, sehe noch das breite Grinsen von Ben und zwinker ihm zu. Seine Braun-grünen Augen wurden auf einmal groß und sein Grinsen breiter. Ich klemme mir das Tablett unter den Arm und gehe zurück zum Tresen.


Matt Steal
„Was war das denn, gerade?“ Sein scheiß Ernst jetzt! Geht er Ella an den Hintern. Hatte er heute Morgen nicht genug von Clara bekommen. Er grinst und zuckt leicht die Schultern. „Sie hatte was, das gehörte mir.“ Ich belasse es dabei. As und Ben erzählten mir vorhin, dass sie einen Aufregenden Start in den Tag hatten. Ben wurde fast von Ella erwischt, als er mit Clara zugange war und As, ist mit ihr zusammengestoßen, kam nur mit nachdruck mit der Sprache raus, das er komplett Nackt war. Ich dachte zuerst das es bestimmt ein Schock für sie war, aber As erzählte wie cool sie damit um ging. So als wäre das etwas ganz normales, einem Nackten Mann in seiner Wohnung zu begegnen. Ben und As grinsen sich ein ab. Ich frage die beiden, was mit den Mädels ist? Ob das nur eine einmalige Sache war oder vielleicht doch mehr. As erzählte das er Reika wieder sehen will, er mag sie jetzt schon sehr. Ich sehe zu Ben, er zuckt mit den Schultern, „weiß nicht so genau. Die Nacht war geil aber, ob das jetzt immer so sein wird, weiß ich nicht? Sonst verbindet uns nichts, die Gespräche mit ihr waren langweilig. Aber einmal treffen, werde ich sie trotzdem noch.“

Reika betritt gerade das Cafe. As grinst über das ganze Gesicht. Sie winkt uns zu, geht zum Tresen und schleuderte ihre Tasche in eine Ecke. Nimmt ein Tablett mit den Bestellungen an sich und verteilt diese. Danach geht sie an Ella vorbei und gibt ihr einen saftigen Klaps auf den Po. „Hier bin ich Süße, wie bestellt.“ Ella zuckt noch nicht mal, sieht sie grinsend an und schüttelt dabei den Kopf. Was ich für Bilder, auf einmal im Kopf hatte. Sie und ihren geilen Arsch, den sie mir vorhin Präsentiert hat. Am liebsten würde ich auch gerne mal Hand anlegen, ob er ohne Hose auch so stramm ist wie mit? Mein Freund meldet sich wieder, ich atme tief durch um die Kontrolle wieder zu erlangen. Lange halte ich diesen Abstand nicht mehr aus, ich will sie und am besten ganz.
Ich werde von meinem Handy, aus den Gedanken gerissen, es ist meine Schwester. Ich nehme das Gespräch mit einem „Liz! Was gibt's?“, an
„Was würdest du sagen, wenn ich dich für eine Woche besuchen komme? Allein, ohne Kinder?“ fragt sie mich
„wirklich bist du dir sicher?“
„Ich hätte etwas mehr Freude erwartet!“
Ich grinse, „Natürlich würde ich mich freuen, ohne Frage. Die Frage selber, hatte mich nur überrumpelt.“ Gestehe ich ihr.
„Na wenn dich die Frage schon so über rumpelt. Was machst du, wenn ich dir sage, das ich schon hier am Flughafen stehe und nur noch abgeholt werden muss.“
Ich ziehe beide Augenbrauen hoch, „dein Ernst jetzt?“
„Jaha! Kommst du mich holen?“
„Und ob, ich mach mich sofort auf dem Weg.“ freue mich, sie wieder zusehen. Irgendwie hab ich sie schon vermisst.
Ich packe mein Handy in die Hosentasche, „Wir sehen uns.“ Sagte ich noch zu den beiden und gehe mein Kaffee bezahlen. Am Flughafen angekommen, kommt sie schon auf mich zu. Meine Schwester Liz Abkürzung von Elizabeth und ich, haben uns schon immer gut verstanden. Sie ist zwar zwei Jahre jünger als ich, aber manchmal führt sie sich, wie die große Schwester auf, was ich manchmal gar nicht so schlecht finde. Nachdem wir den Flughafen verlassen haben, stehen wir an meinem Auto. Ich verstaue ihren Koffer im Kofferraum und setzte mich ans Steuer. „Nicht schlecht Brüderchen, gehört er dir?“ Und streicht dabei über die Armatur, ich verneine „habe ihn nur gemietet". Ich wollte nicht als von Rosa gefahren werden und das richtige Auto habe ich noch nicht gefunden.

„Und wo fahren wir als erstes hin?“ „Erst mal zu mir, damit du deine Sachen los wirst und wenn du magst kannst du dich auch frisch machen.“ „Ja das hört sich gut an.“ Bei mir, hat sie eine lange Dusche genommen. Nur im Handtuch kam sie aus dem Bad, um sich Anziehsachen zu holen. Dabei fiel mir ihr Tattoo auf dem Rücken auf. Irgendwelche asiatischen Zeichen, beim Essen spreche ich sie darauf an. Sie erzählt mir, das sie es erst seit zwei Wochen hat und diese Zeichen Liebe, Mut und Ehre bedeuten. Passt irgendwie zu ihr. „Auf was hast du jetzt Lust?“, frage ich sie. „Kino!“ ich nicke und kann mir schon denken, welchen Film sie sehen will. Später wieder bei mir, zeigte ich Liz, wo sie schlafen kann. Wir unterhalten uns noch ein wenig und sind dann ins Bett.

Am nächsten Morgen, habe ich Liz ausschlafen lassen und gehe wie jeden morgen joggen. Auf dem Heimweg, bin ich beim Bäcker vorbei, um Brötchen zu besorgen. Diesmal war ich nicht im Crumps, da sie Dienstags geschlossen haben. Nachdem Frühstück, muss ich zum Dreh. Liz kommt mit und schaut sich alles ganz genau an.

Sie war so begeistert von allem, das sie später im Auto versucht hatte selber zu Schauspielern. „Bitte, bitte verschone mich! Ich ertrage das nicht mehr!“, flehe ich sie lachend an. „Nein, das geht nicht! Wie soll ich denn sonst beweisen, dass ICH die beste Schauspielerin der Welt bin!“ Sagte sie streng, doch dann Lachte sie selber laut Hals los „Du Quatschkopf.“ Beschimpft sie mich. Dabei, war sie selber doch albern.

_____

Ella Miller
Heute ist so ein Morgen, der so gar nicht läuft. Ich weiß jetzt schon, dass mir irgendetwas passieren wird. Ob es gut oder schlecht ist, kann ich nicht sagen. Wie ich darauf komme? Zuerst geht meine Kaffeemaschine zu Hause kaputt, dann finde ich meinen Gürtel nicht, so rutscht mir als diese doofe Hose und als wäre es nicht genug, kommt der Lieferant heute nicht. So muss ich schnell in den nächsten Supermarkt, Milch und Kakaopulver besorgen. Gut, das hier die Läden vierundzwanzig Stunden geöffnet haben. Ich komme jetzt mit Verspätung im Cafe an. „Mensch Ella, wo bleibst du denn? Der Laden hat schon seit einer halben Stunde auf.“ Mia steht mit den Händen in der Hüfte vor mir. „Sorry Mia, der Lieferant kommt heute nicht und ich musste noch schnell ein paar Dinge besorgen. Ich räume den Einkauf noch weg und komme dann nach Vorne.“ Vorne angekommen, sehe ich dass der Laden voll ist. Es hat sich schon eine Schlange gebildet, ich gehe hinter den Tresen zu Mia und wir arbeiten so schnell es geht die Bestellungen ab. Wenn mir nicht als diese doofe Hose rutschen würde, brauche ganz dringend einen Ersatz Gürtel. Aber gut, wir haben den ersten Ansturm hinter uns und ich erlaube mir einen eigenen Kaffee aufzubrühen. Ich hatte ja noch keinen, doofe Kaffeemaschine! Mia kommt kurz zu mir und will wissen, was den heute los sei, ich wäre nicht so wie sonst. Ja stimmt, sonst bin ich viel Ruhiger aber heute, ich weiß nicht. Wenn ich könnte, würde ich viel lieber in mein Bett zurück aber das geht ja leider nicht, da sich Clara und eine andere Kellnerin für heute krank gemeldet haben. Stimmt ja, das kommt noch zu meiner Scheißtags-Liste dazu, ich hoffe sie ist somit voll. Mehr kann und will ich nicht ertragen.

Trinke meine erste Tasse, sehe aus dem Fenster und erblicke John. Er kommt heute mit weiblicher Begleitung angejoggt. Beide sind sie außer Atem, kommen zum Tresen und ich überlasse diese Bestellung lieber Mia. Die beiden nehmen ihre Gläser und setzten sich in die Cocktail Sessel. Unterhalten sich, lachen und dann sehen beide zu mir rüber. Ich frage mich warum? Und ich weiß nicht warum, es mich stört, das er mit ihr hier ist. Wer ist diese hübsche Frau? Aber, das werde ich bestimmt gleich erfahren, da sie aufsteht und mit einem breiten grinsen, zu uns an den Tresen kommt. Mia wird genau jetzt von Jack in die Küche gerufen, um eine Bestellung abzuholen. Diese wirklich hübsche Frau, mit ihren blonden Schulter langen Haaren, diese blauen Augen und mit dieser Hammer Figur, steht jetzt vor mir und strahlt mich an. „Hi, ist das dein Cafe?“ ich nicke ihr verhalten zu und sehe sie weiter fragend an. „gefällt mir, diese verschiedenen Sitz Bereiche. Ist irgendwie eine Mischung aus Frankreich, Deutschland, Amerika und zu Hause.“ Ich muss schmunzeln, „genau das war meine Absicht. Du kommst nicht von hier, oder?“ das interessiert mich irgendwie.
„Nein, ich besuche meinen Bruder für eine Woche“ und nickt in John´s Richtung. Erleichterung macht sich irgendwie breit, ihr Bruder also! Und noch mal, warum interessiert mich das?
„Ah, ok. Und wie gefällt es dir, bis jetzt hier?“
„Ich bin erst seit Montag hier, aber bis jetzt gefällt es mir ganz gut. Mein Bruder meint, du würdest ihn ignorieren. Ist da was dran?“
„Meint er das, ja?“ ich muss in seine Richtung gucken und beiße mir von innen gegen die Lippe. Sehe wieder zu ihr „kann sein, habe da nicht so drauf geachtet. Ich werde leider von so vielen Typen angesprochen, da reagiere ich meist schon nicht mehr drauf.“
„Aha, ich kann dir versichern, dass er nicht wie die anderen typen ist. Er kann schwierig sein aber nicht schmierig!“ Sie muss wegen ihrer eigenen Aussage lachen und das steckt an. Ich grinse ganz breit und es fehlt nicht viel und ich hätte auch los prusten können. „Nein jetzt mal Ernst.“ Sagt sie und sieht mich recht neutral an „Er ist wirklich ein guter Mensch, das kannst du mir glauben.“
„Komm, das sagst du nur, weil er dein Bruder ist. Wenn ich den Wingman spielen müsste, würde ich das auch sagen.“ Sie sieht mich empört an, hält sich die Hand auf die Brust „ich bin doch nicht sein Wingman! Wenn dann eher Wing Women!“ und prustet wieder los, jetzt muss ich auch lachen. Diese Frau gefällt mir, sie hat Humor und sie scheint auch ehrlich zu sein. Sie erinnert mich ein bisschen an Reika. „Dein Lachen ist ansteckend, weißt du das?“ „Wirklich? Das ist gut zu wissen." Grinst sie mich breit an "Ich will dich nicht weiter von der Arbeit abhalten. Vielleicht sehen wir uns ja noch mal.“ „ja bestimmt, würde mich freuen.“ Sie zwinkert mir zu und geht zu ihrem Bruder zurück. Der scheint kurz draußen gewesen zu sein um zu Telefonieren. Soll ich ihr wirklich glauben, dass er ein Guter Kerl ist? Ich weiß nicht, nach der Pleite mit Paul bin ich da sehr vorsichtig. Er war am Anfang auch ein Guter Kerl und jetzt das größte Arschloch der Welt. Egal ich muss ins Lager, sehen ob wir noch Kaffee haben.
Komme aus dem Lager, mit zwei riesigen Säcken Kaffeebohnen auf dem Arm. Die jeweils fünfzehn Kilo wiegen. Stoße mit jemandem zusammen, der gerade aus der Herren Toilette kommt. Sehe hoch, da die Person groß ist und es ist John. Bevor ich mich entschuldigen kann, tat er es. Ich sah ihn wohlwollend an und wollte weiter, drehe mich um. „Warte!“ Ich bleibe sofort stehen und drehe mich wieder um. Er kommt mir etwas näher, „Ich kenne dein Geheimnis!“ flüstert er und geht etwas zurück um meine Reaktion zu sehen. Doch ich sehe ihn nur fragend an, weiß nicht genau was er meint. Er kommt mir wieder etwas näher „Deine Augen, würde ich überall erkennen, auch wenn du dein Gesicht hinter einer Maske versteckst.“ Ich ziehe eine Augenbraue hoch atme tief durch, „Okay, jetzt Verrat mir Dein Geheimnis. Dann sind wir Quitt!“ fordere ich ihn auf. „Gut, das ist fair“ das überrascht mich, er atmet einmal durch. „Mein Name ist nicht John New, sondern Matthew Steal, alle die es wissen nennen mich nur Matt.“ Ich muss leicht schmunzeln, John passte auch irgendwie nicht ganz zu ihm. Matt schon eher „und das Stimmt auch?“ „Natürlich! Ich hätte keinen Grund dich anzulügen.“ Ich nicke ihm zu, will gehen, da langsam diese Säcke immer schwerer werden. Er bemerkt es und nimmt mir einen ab. Wir gehen gemeinsam nach Vorne und er legt mir den Sack auf den Tresen, „Danke, fürs tragen.“ Sagte ich recht leise, er grinst mich an und geht zu seinem Platz zurück. Ok, vielleicht ist er doch nicht so ein schlechter Kerl. Aber vorsichtig werde ich immer noch sein, nur weil er jetzt mein Geheimnis kennt. Heißt es nicht gleich, das ich ihm traue. Ich muss gestehen, das ich seine Stimme schon mag, sie war so ruhig und tief.

War es das, was mir heute passieren soll? Dass ich das erste Mal mit ihm rede? Wenn das so ist, habe ich mein Soll erreicht und jetzt kann es bitte Berg auf gehen.


Matt Steal
„Wo warst du so lange? Und was hast du gemacht, das sie mit dir redet?... Hallo Matt?“ „Was?“ ich sehe zu Liz und bin noch leicht durcheinander von ihrer Reaktion. „ich habe nur kurz etwas mit ihr geklärt, mehr nicht.“ antworte ich Gedanken verloren. Oh man, ihre Stimme ist ja der Hammer. So süß und doch bestimmend, sie geht mir durch und durch. Ich hätte nicht gedacht, dass sie so eine Wirkung auf mich hat. „Was hast du denn mit ihr geklärt?“ reißt mich Liz aus meinen Gedanken. „Ist das wirklich wichtig?“ sie nickt und zieht einen schmoll Mund, Mist sie weiß wie sie mich kriegt. „OK, ich kenne ihr Geheimnis und sie dadurch jetzt meins.“ „Welches Geheimnis?“ „Das kann ich dir nicht sagen, da musst du sie selber fragen.“ Sie kommt leicht auf mich zu und haut mir auf die Schulter, doch dann Umarmt sie mich „Du magst sie, Stimmt´s?“ flüstert sie. Ich drücke die Lippen zusammen und nicke leicht. Sie kann sich gar nicht vorstellen wie sehr, wenn ich schlafen gehe, ist es ihr Gesicht, an das ich denken muss. Nennt mich Schnulzig aber es ist so wie es ist. Wir trinken unseren mittlerweile zweiten Kaffee aus und machen uns langsam wieder los.
Es ist jetzt später Nachmittag, wir waren beim Dreh und der war wirklich kurz heute. Gehen jetzt was essen und dann treffen wir uns mit den Jungs und Reika. As hat vorgeschlagen Paintball spielen zu gehen, wir treffen uns vor der Halle.

Gehen rein, melden uns an und bekommen die Ausrüstung. Wir hätten noch jemanden mitnehmen sollen, jetzt ist es unfair, da wir zu fünft sind und ich keinen Partner habe. Reika bildet mit As ein Team, was von vornherein klar war, aber das Liz mit Ben ein Team bildet, war nicht geplant. Liz sieht Ben und hat sofort das dickste grinsen im Gesicht, das man sich vorstellen kann. (Ich weiß ja, dass sie ihn mag, nur ob ich das gut heißen soll, weiß ich nicht. Bis jetzt ist noch nichts passiert, soweit ich weiß, aber ausschließen will ich da nichts. Sie ist mittlerweile alt genug um zu wissen was gut für sie ist. Er hat sich deswegen noch nicht geäußert, früher hat er es immer abgetan. "Sie ist doch deine kleine Schwester!" habe ich von ihm zuhören bekommen, aber so klein ist sie nicht mehr und verstehen tuen die beiden sich wirklich gut). Wir sind jetzt umgezogen und wollen los legen, da werde ich auf die Schulter getippt, Akio steht hinter mir.
„Fehlt euch zufällig noch ein Mann? Mein Kumpel hat mir kurzfristig abgesagt und ich wäre sonst alleine.“ „Dich schickt der Himmel, klar kannst du bei uns mit machen. Es wäre sonst unfair, zweier Teams gegen mich.“ „Ach komm schon, als könntest du das nicht alleine schaffen. Aber in zweier Teams ist es wirklich besser. Von mir aus bist du dabei.“ Entgegnete uns As. Ich stelle noch schnell Akio allen vor und das Spiel beginnt.

Wir laufen draußen auf freiem Waldgelände herum, es gibt einzelne verstecke und in so einem sitzen wir jetzt. Ich frage ihn, wo er die anderen vermutet, da er das Gelände besser kennt als ich. Wir wollen die Taktik gerade besprechen, doch bevor wir irgendetwas klären konnten. Geht die Tür auf und Akio wird von Liz getroffen. Ich Ziele sofort und schieße. „Du schießt wirklich, auf deine kleine Schwester?“ „Sorry kleines, im Krieg gibt es keine Verwandschaft.“ Grinse sie leicht schräg an, sehe vorsichtig aus der Tür, lege mich auf dem Boden und stoße sie auf. Schüsse fliegen über mir und ich lokalisiere sie und schieße zurück. Treffe Ben, er fällt um und winselt. Ich gehe geduckt in seine Richtung und ich habe ihn leider in die Weichteile getroffen „Tschuldige Mann“ Es dauert nicht lange, da habe ich die anderen beiden auch ausgemacht und naja, ich habe gewonnen. „Habe ich dir nicht gesagt, das du das auch alleine schaffst!“ mault mich As an, die anderen sehen mich einfach nur böse an. „Entschuldigung ich kann doch nichts dafür, Berufskrankheit nennt man so was, oder?“ As und Ben fangen an zu lachen, sie wissen genau was ich meine. Akio und Reika sehen mich fragen an, „Ich war Sniper bei den Navy Seals.“ Beide nicken, wir gehen jetzt was essen. Ich muss zahlen, da ich sie alle getroffen habe. Akio verabschiedet sich danach von uns. Abends haben wir uns entschlossen doch noch Auszugehen und zwar in die Tanzbar vom letzten Mal.

_____

Ella Miller
„Schau mal, wer da drüben ist.“ Mia nickte in Richtung der Stehtische. Matt, Liz, Ben, Reika und As stehen dort. (Ja mittlerweile weiß ich, wie der Nackte Mann aus meiner Wohnung heißt. Er ist seit Montag Täglich bei uns. Die beiden haben sich gesucht und gefunden, ich freu mich für sie. Er arbeitet bei einer Werbeagentur. Ein seriöser Geschäftsmann, das hätte ich am Anfang nicht gedacht mit dem Schlabberlook den er sonst trägt. Aber er stand vor kurzem im Anzug vor mir und es hat mir fast die Sprache verschlagen, er sah wirklich gut aus.)

Mia geht rüber um Reika zu grüßen, dafür kam Liz zu mir. Sie bestellt sich was zu trinken, „So schnell sehen wir uns wieder“ strahlt sie mich an. Sie mustert mich und schüttelt leicht den Kopf. „Was?“ frage ich sie. Sie atmet tief durch „du siehst, wirklich gut aus. Die Jeans steht dir,“ greift um mich und kneift mir kurz in den Po „Hm, nicht schlecht und das Shirt erst. Du kannst von Glück reden, das ich auf Männer stehe.“ ihr Strahlen wird breiter. Gut das sie nicht auch noch vorne zugegriffen hat und das sie eine Frau ist, sonst hätte ich ihr jetzt eine geklebt. „Schade, das hätte ich gerne gesehen. Euch zwei zusammen, das wäre das Paradies für mich.“ Sagt eine Stimme hinter mir und tätschelt mir leicht am Po. Ich drehe mich um, sehe einem Schleimi ins Gesicht, der seine Hände irgendwie nicht von mir lassen kann. Seine Hände liegen auf meiner Taille, ich habe so die Schnauze voll von solchen Typen. Ich gehe etwas näher auf ihn zu und kneife ihn in den Hinter, „du wüsstest doch gar nicht, was du mit uns anstellen solltest! Wir sind nicht die niedlichen Dinger von nebenan, wir mögen es etwas härter.“ Und drücke so fest zu wie ich nur kann. Er drückt sich von mir weg, reibt sich mit einer Hand den Hintern und die andere hebt er in die Luft und verzieht sich. Liz stellt sich vor mich und schüttelt grinsend den Kopf „ich hätte mich das nie getraut, ich hab dich jetzt schon lieb, wirklich.“ Ich grinse sie nur leicht an, mir geht es ähnlich mit ihr. Nehme mein Glas in die Hand und mache ein Schritt zurück, dabei stoße ich gegen jemanden. Schon wieder?! Das passiert mir in letzter Zeit öfter und es ist auch fast immer Matt, es würde mich wundern, wenn er es diesmal nicht wäre. Ich schaue über die Schulter und sehe nur Brust, dann etwas höher und blickte in sein Gesicht. Matt grinste mich an, als wolle er sagen "hast du gut gemacht, kleines" ich nicke ihm mit einem leichten Grinsen zu. Bleibe genauso stehen und trinke mein Getränk über den Strohhalm aus. Seine Augen werden größer und fangen an zu funkeln. Nachdem ich mein Glas geleert habe, stelle ich es auf die Bar und gehe auf die Tanzfläche. Ich höre nur noch ein „Verdammt!!!“ von ihm.

Auf der Tanzfläche realisiere ich erst, was ich gerade getan habe. Noch aufreizender ging es nicht, oder? Was habe ich mir dabei nur gedacht? Meine Wangen nehmen gerade die Farbe einer Tomate an, zumindest fühlt es sich so an. Gut dass es hier zu dunkel ist, so erkennt es keiner. Ich werde von Liz aus meinen peinlichen Gedanken gerissen, darüber war ich auch sehr froh. Wir tanzen zusammen und sie dreht sich dabei, mir fällt ihr Tattoo auf, das sie auf den Rücken hat. „Hast du das schon lange?“ sie dreht sich zu mir um und sieht mich fragen an „Das Tattoo, auf dem Rücken, hast du das schon lange?“
„Nein, erst zwei Wochen. Warum?“ ich drehe meinen Arm und zeige ihr meins, sie reißt die Augen auf. „Ich wusste genau, warum ich dich mag, seit wann hast du es?“ „Schon etwas länger als vier Jahre. Hat deins eine Bedeutung?“ Sie nickt und zeigt an, das wir doch von der Tanzfläche runter sollten. Ich stimme zu, dort lässt es sich schlecht reden. Wir gehen kurz raus, da es drinnen kein Platz zum reden gibt und es überall zu laut ist.

Sie erzählt mir, ihre Geschichte, die es wirklich in sich hat. (Ist bestimmt nicht leicht eine Alleinerziehende Mutter von Zwillings Jungs zu sein.) Sie sieht mich fragend an und nickt. „Und deins, auch eine Geschichte?“ „Geschichte nicht gerade, ich nehme es eher als Leitfaden.“ Sie sieht mich auf einmal wie ein kleines Kind an, das auf den Weihnachtsmann wartet. „Na gut, ich erzähle es dir. Also Liebe steht für, immer Freundlich und zuvorkommend sein, auch an scheiß Tagen. Mut bedeutet, zu dem stehen, was man denkt und fühlt und Ehre, bekommen die, die es Wert sind.“ „Das finde ich gut, so habe ich das noch nicht gesehen. Komm lass um wieder zurück.“ „Ja ist gut, wird auch langsam kalt“ Sie nimmt meine Hand und wir gehen wieder rein. Laufen an Reika vorbei, sie und As Grüße ich erst mal. Ben krallt sich Liz und zerrt sie auf die Tanzfläche, Reika Mia und ich gesellen uns auch auf die Tanzfläche. Matt kann ich gerade nicht sehen.

Ich gehe dann zur Theke und Philipp gibt mir einen neuen Cocktail. Nippe gerade an meinem Getränk und habe wieder das Pech! Es steht ein Schönling vor mir, der total von sich überzeugt ist. „Hey Sweet, magst du vielleicht mit mir Tanzen?“ Ich verdrehte nur die Augen und drehe mich auf dem Hocker um. Ich Atmete tief ein, doch es hilft nichts. Er kommt mir sehr nah „komm schon, so wie du tanzt, willst du doch bestimmt mehr von einem Mann als nur kuscheln.“ Ich schaue den Typen an und erkläre ihm, das ich keine Lust auf Smaltalk oder Dirtytalk oder sonst was habe, ich will was trinken und Tanzen aber nicht mit ihm. Er lässt einfach nicht locker, ich soll mich nicht so anstellen. Er greift nach meiner Hand und zerrt mich hinter sich her, doch da wurde er von Matt aufgehalten. Er steht direkt zwischen uns, sagte irgendetwas zu dem Schönling, doch der sucht Streit. Matt baut sich bedrohlich auf, er muss ihn mit ernster Miene angesehen haben, denn der Typ lässt mich los und verschwindet. Ich stehe jetzt neben ihm und er sieht diesem Typen noch finster hinterher. Mir gefror das Blut und es läuft mir eiskalt den Rücken runter. Er sieht sehr bedrohlich aus, dann sieht er zu mir und sein Gesichtsausdruck wird plötzlich warm, schon fast liebevoll besorgt. Genau diese wärme durchströmt mich, ich lege mein Kopf leicht schräg und beiße mir unbewusst auf die Unterlippe. Er zieht eine Augenbraue hoch, ich muss grinsen und schüttel leicht mit dem Kopf. Sein Blick wandert zu meinem Mund, dann wieder zurück und ich weiß genau, was er machen möchte. Ich frage mich nur, warum er es nicht einfach tut? Sein Blick wandert wieder zu meinem Mund, sein Kiefer drückt er zusammen und ich lecke mir kurz über die Lippen. Er kommt mir ganz nahe, legt seine Hand auf mein Kinn, drückt mein Gesicht leicht hoch und Küsst mich. Während sich unsere Lippen berühren, vergesse ich alles um mich herum. Ich habe das Gefühl ganz alleine mit ihm hier zu stehen und das fühlt sich gerade wirklich gut an. Ich lege meine Hände auf seine Brust und halte ihn, nein mich fest, da meine Knie leicht weich werden. Drücke mich weg, bevor ich die Kontrolle verliere und am Ende noch über ihn herfalle. Sehe ihn in seine blauen Augen und kann nicht aufhören zu grinsen. Was ist das nur? Was macht er mit mir? Ich weiß genau, ich will mehr, aber nicht hier. Drehe mich um und gehe Richtung Ausgang. In der Hoffnung, das er mir folgt, ich stehe an der Tür und es sieht nicht so aus als würde er mir folgen.

Gehe raus und dann nach links, ein paar Schritte und bleibe an der nächsten Ecke stehen. Sehe noch einmal zurück und zu meiner Überraschung, kommt er doch aus der Bar und sieht sich um. Erst nach rechts, dann zu mir und kommt auf mich zu. Sein Blick hat etwas aufregendes Spielerisches. So als würde es ihm Spaß machen, den Spaß, will ich ihm lassen. Was du kannst, das kann ich auch, denke ich mir. Er drückt mich an die Wand und Küsst mich wieder, nur diesmal sehr stürmisch und auch, dass Gefällt mir. Sein Kuss wandert dann von meinem Mund den Kiefer entlang Richtung Hals, ich atme Geräuschvoll aus und darf die Kontrolle nicht hier in dieser Gasse verlieren. Ich drücke ihn weg, „Nicht so! Nicht hier!“ flehe ich mit leichten Kopfschütteln. Löse mich von der Wand und aus seinem Fängen, greife nach seiner Hand und ziehe ihn mit mir. Zum Glück ist es nicht mehr weit zu mir, wir kommen gerade um die nächste Ecke und er bleibt stehen, zieht mich wieder zu sich und Küsst mich noch einmal und zwar so, das ich es ja nicht mehr vergessen kann. Ich muss wirklich meine letzte Kraft aufbringen und mich von ihm lösen, denke die ganze Zeit, das wir es wirklich nicht mehr weit haben. Wir stehen drei Minuten später vor meinem Wohngebäude, ich suche meine Schlüssel und schließe auf. Müssen drei Stufen hoch gehen, stehen jetzt vor der Wohnungstür und ich schließe diese auch auf. Schalte drinnen das Licht ein, ziehe wie immer meine Schuhe aus und lege meinen Schlüssel wie immer in die Schale auf der Kücheninsel. Drehe mich zu ihm und sehe ihn an, er sieht sich um.

Wenn man bei uns in die Wohnung kommt, steht man sofort in der Küche und von hier geht dann alles ab. Hinter der Eingangstür ist unser Bad, wenn man nach links zwei Stufen runter geht steht man in unserem riesigen Wohnzimmer. Geht man aber durch die Küche steht man vor zwei Türen, die eine hat eine Wolke und die andere einen Stern drauf. Das sind Reika's und mein Zimmer, die zum Glück auch sehr groß sind. Ich sehe ihn immer noch an "zieh deine Schuhe, bitte aus." "hier wohnst du?" "Ja mit Reika zusammen." Warum, habe ich sie erwähnt? Wir sind nicht zum quatschen hier! Er nickt zum Glück nur und geht nicht darauf ein, er kommt zu mir und bleibt wieder kurz vor mir stehen. Sieht an mir vorbei, ich kann aber gar nicht so wirklich darauf achten wohin er sieht. Sein Duft hypnotisiert mich und ich könnte schwören, das ich seine wärme spüren kann. „Welches ist deins? Wolke oder Stern?“ Ich drehe mich kurz um und dann wieder zu ihm, „Wolke“ sagte ich grinsend und wollte ihn einfach nur berühren.

Er sieht zu mir runter, ich lege meine Hände auf seine Brust und er grinst wieder breit. Lege dann beide Hände in seinen Nacken, stelle mich auf die Zehenspitzen und diesmal ziehe ich ihn an mich und Küsse seine Unterlippe. Er fängt an zu brummen, es vibriert in meinem ganzen Körper bis zu meiner Mitte. Ich wiederhole diesen Kuss, nehme aber diesmal bewusst meine Zunge mit dazu. Er umarmt mich und zieht mich dadurch ganz nah an sich, ich spüre alles und ich meine alles. Es fühlt sich an als würde ihm gleich die Hose platzen. Unser Kuss intensiviert sich, ich kann ihn riechen und auch schmecken, unsere Zungen erforschen den Mund des anderen. Ich greife zu seinem Shirt und ziehe es ihm aus, lasse es auf den Boden fallen. Komme aber nicht dazu weiter zu machen oder ihn mir genau an zusehen, da er mich wieder küsst und dabei mein Shirt auszieht. Ich konnte gerade noch tief einatmen, er nimmt meinen Mund wieder in Beschlag und das gefällt mir richtig gut. Wie lange habe ich es vermisst, genau das mit einem Mann zumachen. Seine Hand wandert von meiner Brust über den Bauch zu meiner Hose, dafür wird sein Kuss langsamer und leidenschaftlicher. Atme geräuschvoll aus, lasse ihn einfach machen und es dauert nicht lange da fällt meine Hose zu Boden. Ich lege meine Hände wieder in seinen Nacken, er greift zu meinem Po und knetet ihn leicht. Brummt wieder, greift fest zu, hebt mich hoch und setzt mich auf meiner Kücheninsel ab. Sein Kuss wandert jetzt meinem Kiefer entlang runter zu meinem Hals und endet an meinem Dekolleté. Mit nur einem Handgriff öffnet er meinen BH, ich ziehe ihn aus und er sieht mich einfach an. Ich tat es ihm gleich und muss sagen, es gefällt mir, was ich sehe. Sein linker Oberarm und seine linke Brust sind Tätowier, das steht ihm, da er wirklich gut durchtrainiert ist. Er küsst mich mehrmals, greift wieder zu meinem Po und hebt mich hoch. Geht gezielt in mein Zimmer, schließt die Tür mit seinem Fuß und bleibt direkt vor meinem Bett stehen, lässt mich wieder runter. Ich habe es gar nicht bemerkt, wie er sich die Hose ausgezogen hat, jetzt steht er in seinen Short vor mir und ich darf ihn wieder kurz ansehen. Mein Blick wandert von seinen Short über seinen Oberkörper in sein Gesicht und unsere Blicke treffen sich. Seine Augen sind nicht mehr Eisblau wie vorher, sie haben ein grau angenommen. Dadurch wirkt sein Blick Animalischer und zugleich Gefährlicher. Er kommt mir näher, ich weiche zurück, spüre mein Bett und falle nach hinten. Er folgt, ich weiche immer weiter nach hinten, bis es nicht mehr geht. Wie ein Tiger auf der Jagd, hockt er auf meiner Bettkante und dann ging alles ganz schnell. Ich schließe für einen Sekunde die Augen und sehe dann in sein Gesicht. Er liegt leicht über mir, grinst und ich muss auch grinsen, irgendwie sind wir doch Tiere. Ich beiße mir wieder auf die Unterlippe, sein Blick wandert genau dort hin und er brummt wieder. Alles vibriert und das macht mich irgendwie an. Ich setze mich leicht auf umfasse sein Gesicht und küsse ihn, ganz sacht. Er legt seine Hand in mein Nacken und erwidert den Kuss nur fordernder. Ich ziehe ihn dadurch zu mir, er liegt jetzt auf mir, spüre seine Erektion und kann nicht mehr an mich halten. Drücke mich leicht gegen ihn, doch er hebt seinen Kopf und sieht mich eindringlich an. „Nicht so stürmisch, Kleines, sonst ist es vorbei, bevor es angefangen hat.“ Ich muss schmunzeln und drücke mich wieder gegen ihn. Er kneift leicht die Augen zu, verzieht dabei sein Gesicht zum grinsen. Drückt sich von mir, mit einem gekonnten griff zieht er mir die Unterhose aus. Behält mich dabei die ganze Zeit im Blick und wehe ich sehe woanders hin. Er geht kurz zurück zu seiner Hose, kommt dann wieder zu mir hoch und sieht mich wieder an.

Ich habe keiner Wahl, wo anders hin zusehen, außer in seine Augen. Er kommt mir wieder etwas näher, legt sich zwischen meine Beine, stützt sich neben meinen Kopf ab und streicht mit seiner Hand über meine Wange. Küsst mich erst flüchtig doch dann sehr Leidenschaftlich, meine Atmung wurde schneller und mein Herz rast. Irgendwie war dieser Kuss ein anderer als die zuvor, meine Hände wandern seine Arme hoch und bleiben in seinen Haaren hängen. Seine Zunge liebkost meine und ich spüre nur noch wie er langsam in mich eindringt. Scheiße fühlt sich das gut an! Ich atme geräuschvoll aus und mache ihm da unten mehr Platz, indem ich meine Beine etwas spreize. Nachdem er voll ausfüllt, hält er inne, löst sich etwas von mir und sieht mich noch einmal an. Sein Blick ist wie vorhin in der Tanzbar warm, liebevoll aber trotzdem noch leicht Animalisch. Ich kann ihn wieder nur ansehen, spüre aber dass er sich aus mir zurück zieht. Aber nur um zu zustoßen, ich muss mir auf die Lippen beißen um nicht sofort los zu schreien. Nicht vor Schmerz, denn dafür tut es einfach zu gut. Ich Winde mich unter seinen Bewegungen, schließe leicht meine Augen. Er stupst mich mit der Nase an, ich sehe ihn wieder in die Augen. Die mittlerweile komplett Silber geworden sind, wir küssen uns wieder und es dauert wirklich nicht mehr lange. Ein druck baut sich sofort auf, der kurz davor ist zu explodieren. Ich fange an zu stöhnen, sein Kopf senkt sich, sein Rhythmus wird fester und schneller. Ich Bäume mich auf, spanne jeden Muskel an und ein Stromschlag durchfährt mich. Ich sacke kurz ins Lacken zurück, er passt seine Bewegung meinem pochen an und zieht somit meinen Orgasmus in die Länge. Ich bekomme langsam schnapp Atmung, da sich ein zweiter anbahnt. Mein Herzschlag verdoppelt sich, alles spannt sich an und da ist er. Eine Explosion die sich verteilt, alles kribbeln lässt und ein Warmes Gefühl verströmt. Mich aufstöhnen lässt und alles in meinem Körper Pulsiert und ich meine alles. Matt sackt leicht auf mich, stützt sich aber auf seinen Ellbogen ab. Küsst mich noch einmal ganz sachte auf den Hals, ich spüre ein grinsen in seinem Kuss und er geht von mir runter. Legt sich neben mich und mir wird auf einmal ganz Kalt, so als würde was fehlen. Er zieht mich dann zu sich, legt seinen Arm um mich und ich kuschel mich an. Das fühlt sich auch gerade gut an und das habe ich auch schon lange nicht mehr mit einem Mann gemacht. Gut ich hatte schon nach Paul eins zwei One-Night-Stands, aber die waren meist danach ganz schnell weg. Obwohl ich schon gerne mal kuschele, aber egal, Matt scheint zubleiben. Er deckt uns zu, krault meinen Rücken, ich rieche gerade ihn oder eher gesagt uns und mir fallen sofort die Augen zu.


Matt Steal

Ich werde durch Küsse geweckt, zuerst auf den Mund, dann meinem Hals, über die Brust und über den Bauch immer weiter nach unten. Meine Hände wandern zu ihrer Schultern, die Decke liegt komplett über ihr, so kann ich sie nicht sehen. Ich muss tief durch Atmen, da sie anfängt mich zu lecken und das fühlt sich gut an. Sie nimmt ihn in den Mund und ich Brummen leicht. Sie benutzt zusätzlich noch eine Hand, die sie leicht gedrückt hält und bewegt sich dann auf und ab. Dann bleibt sie stehen, lässt kurz ab. Ihre Zunge spielt mit meiner Eichel und sie legt ihre Lippen leicht gepresst über sie. Sie bewegt sich wieder, stülpt mir anscheinend ein Gummi drüber, ein tiefes animalisches Brummen bahnt sich durch meine Kehle. Sie hört auf, kommt zu mir nach oben.

Hockt sich auf mich, zieht mich hoch und wir küssen uns. Sie lässt sich langsam auf mir nieder, ich dringe komplett in sie ein und sie fängt an sich zu bewegen. Unser Kuss vertieft sich, sie stöhnt mir leise in den Mund. Ich spüre, wie sie nach den vierten auf und nieder sich anspannt und ich drücke sie sofort nach hinten. Ich will ihn ihr beschaffen, liege über ihr und sie sieht mich mit großen Augen an. Fange sofort an mich zubewegen und sie drückt sich mir entgegen. Werde etwas schneller und auch fester, sie krallt sich in meine Schulter und sie spannt alles an. Ich halte die Geschwindigkeit, mir wird es sofort mit einem lauten stöhnen von ihr Gedankt und einem pulsierenden Unterleib. Ich passe mich ihrem Rhythmus an, sie küsst mich wild, beißt schon fast und saugt mich regelrecht ein. Das macht mich total an, vor allem, weil sie dabei auch noch versucht ihr stöhnen zu unterdrücken und das gelingt ihr ja so gar nicht. Sie bäumt sich wieder auf, drückt ihren Rücken komplett durch und sie hat einen weiteren Orgasmus, der reißt mich total mit. Die Atmung wird schwer und ich spüre, das alles raus will, versuche es noch zu halten aber es zerrinnt und ein wohliges Gefühl macht sich in mir breit. Mein Körper entspannt sich augenblicklich, der Puls rast und ich atme schwer. Sacke leicht runter stütze mich noch ab und lege meine Stirn gegen ihre. Sie atmet schnell, ihr Puls rast und ihr Unterleib pulsiert. Ich sehe sie an, sie leckt sich über die Lippen und macht die Augen auf. Sieht mich direkt an und fängt an zu grinsen, ihr grinsen steckt gerade so an, das ich es ihr gleich tue. Sie drückt ihr Gesicht leicht hoch um mir einen Kuss auf die Lippen zu hauchen.

"Hunger?" Fragt sie mich, mit leicht zittriger Stimme. Hm, muss überlegen, so wie sie mich ansieht? "Nachtisch? Oder meinst du Frühstück?" Gegen eine zweite Runde, hätte ich auch nichts und mein Freund erst recht nicht, der zuckt schon bei dem Gedanken. Sie schmunzelt, schüttelt leicht den Kopf "Frühstück, natürlich." Ich drücke mich hoch und gehe von ihr runter, sie dreht sich zur Seite weg und steht auf. Hebt ein langes Shirt auf, zieht es an und verschwindet aus dem Zimmer, aber nicht ohne noch einmal zu mir zusehen.

Ich ziehe das Gummi aus, knoten es zusammen und lege es kurz zu dem, von gestern Nacht. Stehe auf, suche meine Sache zusammen, hier habe ich nur meine Hosen. Hebe sie auf und ziehe sie an. Schnappen mir die zwei Gummis, mit einem Taschentuch, das ich auf der Kommode gefunden habe und gehe nach draußen. (Ich will es nicht liegen lassen, sowas macht man nicht.)

Will direkt ins Bad und muss durch die Küche. Dort steht Ella und kocht Kaffee, während ich an ihr vorbei gehe, berühre ich sie mit meiner freien Hand an der Taille. Gehe aber weiter ins Bad. (das direkt hinter der Eingangstür ist, das habe ich gestern bei meiner Umschau gesehen.) Dort angekommen, schmeiße ich erst mal mein Ballast in den Müll. Wasche meine Hände, mache mich frisch und gehe wieder zu ihr. Auf dem Weg in die Küche sammle ich meine Sachen wieder ein und ziehe sie an.

Sie steht jetzt am Herd und brutzelt etwas, ich stelle mich hinter sie und sehe ihr über die Schulter. "Sind die Ok für dich?" Fragt sie mich und dreht ihren Kopf leicht in meine Richtung, so berührten sich unsere Wangen. "Sieht lecker aus. Wo habt ihr eure Tassen?"

Sie zeigt auf ein Regal, ich hole zwei Tassen raus und schütte uns Kaffee ein. Gehe um die Kücheninsel herum und setze mich auf einen der dort stehenden Hocker. Sie bestückt die Teller mit den Rühreiern und Speck, stellt einen direkt vor mich und dem anderen neben mich. Sie besorgt noch Besteck und Milch und setzt sich neben mich. Legt mir das Besteck hin, schüttet sich Milch in den Kaffee, wünscht mir einen guten Appetit und fängt an zu essen.

Nachdem sie die erste Gabel im Mund hat, sieht sie mich fragenden an und zeigt, zu meinem Teller. Ok hab schon verstanden, nehme die Gabel in die Hand und fange an zu essen. Die Rühreier schmecken wirklich gut, ich genieße für eine Sekunde den Moment. "So gut? Ja?" Sie grinst mich breit an. "Joa, nicht schlecht.", Konterte ich, leicht gelangweilt. "Komm schon, dein Gesicht, hat was anderes gesagt!" "Ist ja schon gut, sie schmecken wirklich gut."

Wieso komme ich gerade nicht mehr, aus dem grinsen raus? Vielleicht, weil es sich so unkompliziert anfühlt, wir Scherzen und das kurz nach dem besten Sex. Sie sitzt neben mir in diesem Langen Shirt, das gar nicht so lang ist, da ich ihre Oberschenkel fast komplett sehe. Ihre Haare hat sie einfach mit einem Haargummi zusammen geknotet und ihr Gesicht sieht noch total verschlafen aus. Das ganze Bild, das sie mir hier gerade Bieter ist eine Mischung aus Süß und sexy.

Nachdem ich fertig bin, stehe ich auf und stelle meinen Teller an die Spüle. Nehme mir einen neuen Kaffee, bleibe dort stehen und sehe sie fragend an. "Was ist, habe ich was im Gesicht?" Fragt sie mich mir leicht vollem Mund. Ich schüttel den Kopf "Nein, ich frage mich nur, warum du mich vorher immer ignoriert hast?" Sie sieht mich leicht grinsend an, legt das Besteck weg und stützt ihre Ellenbogen auf die Arbeitsplatte, so das sie ihr Gesicht auf die gefalteten Hände legen kann.

"Das stimmt so nicht, ich habe dich nicht ignoriert. Wie hätte ich sonst wissen sollen, welche Kaffee du magst. Ich dachte du würdest versuchen zu flirten, deswegen antwortete ich nicht darauf."
"Ok gut. Die Sprüche waren wirklich nicht die besten, aber wenn wir gerade so ehrlich sind. Was war das für ein Kaffee, den du mir einfach mal so hingestellt hast?"
Ihr grinsen wird breiter "War er gut?"
"Ja!" Ich kann es nicht abstreiten, er war wirklich gut. Hatte noch nie bei einem Kaffee so ein Flashback gehabt.
"Das war eine neue Sorte, die ich ausprobieren wollte und du warst in den Moment der perfekte Kandidat." Ich hebe die Augenbraue
"Also war ich dein Versuchskaninchen?"
"Nein, ich habe ihn vorher auch Probiert. Aber nur weil ich ihn gut finde, heißt das nicht, das andere ihn auch mögen." sie grinst sich leicht ein ab.
"Also doch, Versuchskaninchen. Hast du ihn in dein Sortiment aufgenommen?"
"Ja, musste beten und betteln. Mia meine Geschäftspartnerin, war er zu stark. Dabei trinkt sie eigentlich nur Espresso. Gut kann auch daran liegen, das sie nicht mehr alleine ist." Den letzten Satz hat sie mehr zu sich gesagt als zu mir. Was sie auch immer damit meint. Sie sieht dann wieder zu mir und hält mir ihre leere Tasse hin. Ich schütte ihr ein, "eine Frage habe ich noch." Sie stellt die Tasse vor sich, schüttet Milch rein und sieht mich abwartend an.

Ich habe eigentlich ganz viele fragen, aber das ist die einzige, die mir spontan einfällt. "Warum ist dir Ben, an den Po gegangen? Er meinte, dass du was hattest das ihm gehört." Sie prustete los. "Ja das, war auch so, er hatte doch das Date mit Clara?" Ich nicke und höre weiter zu. "Er hat es ihr im Lagerraum besorgt und dabei seine Shorts vergessen. Ich habe sie unter dem Regal gefunden und da Jack mein zweiter Geschäftspartner, genau dann ins Lager kam, habe ich sie mir schnell in die Gesäßtasche gesteckt. Und als ich euch den Kaffee gebracht habe, scheint sie etwas rausgeschaut zu haben. Darum ist er mir nicht an den Po gegangen, sondern an die Tasche." "Hast du sie dabei gesehen?" "Nicht nur das, Clara ist nicht gerade die leiseste." Ok, jetzt kann ich ihn auch verstehen, warum er sie nicht mehr Daten will.

Ich atme tief durch, trinke meine Tasse aus und merke wie mein Handy in der Hose vibriert. Liz ruft mich gerade an. Ich sehe zu Ella, sie steht in den Moment auf und räumt ihre Sachen weg. "Was gibt's?" "Was es gibt! Wo bist du? Ich stehe vor deiner Tür und du bist nicht da? Ich will rein und dusche." Schreit sie mich an. Ich reiße das Handy vom Ohr uns starre es kurz an. Dafür hätte sie wirklich kein Telefon gebraucht, das habe ich auch so gehört.
"Ah okay, gut ich mache mich los. Bin gleich da." Versuche ich sie zu beschwichtigen, da sie einfach weiter schreit. Lege auf und lass es wieder in die Hosentasche gleiten. Ella steht neben mir und leer die Kaffeekanne. "Ich muss los.", sage ich mit einem leichten Tinnitus im Ohr. "Liz?" "Ja, ich habe sie total vergessen." Sie drückt die Lippen zusammen und nickt. Wir gehen Richtung Tür, ich ziehe meine Schuhe an und sie macht mir die Tür auf. "Hast du heute Abend vielleicht Zeit?", frage ich, will sie unbedingt wieder sehen. Sie schüttelt leicht den Kopf "ich habe Spätdienst bis einundzwanzig Uhr und bin danach immer total fertig." "Ok, dann sehen wir uns Voraussichtlich morgen früh." Sie schüttelt wieder den Kopf "Leider nicht, ich habe morgen frei und werde den Tag im Dojo verbringen." Ich sehe sie jetzt leicht geknickt an, "Schade!" Sie stellt sich auf die Zehenspitzen und gibt mir einen Kuss auf die Wange.

Zu Hause angekommen, sehe ich Liz an meiner Tür stehen. Bleibe neben ihr stehen, hole den Schlüssel raus. "Wo warst du? Und vor allem mit wem?" Fragt sie mich verärgert, ich schließe die Tür auf und trete ein. Sie kommt hinter mir her, "Ich war halt die Nacht, mit einer Frau zusammen. Ist das schlimm?" Sagte ich recht gelassen. Sie stellt sich neben mich, baut sich auf, stemmt die Hände in die Hüfte und sieht mich böse an. (Jetzt hat sie gerade was von unserer Mutter und das mag ich gar nicht). "Nein, das ist nicht schlimm. Find es eigentlich gut aber, hättest du mir nicht vielleicht den Schlüssel geben können? So musste ich bei As und Reika schlafen und die waren nicht gerade leise, wenn du verstehst was ich meine!" Ich gehe auf sie zu, bleibe vor ihr stehen, lege meine Hände auf ihre Schulter und setze meinen Hunde Blick auf. Ziehe sie an mich ran, "Sorry Schwesterchen, war nicht meine Absicht, es ging alles so schnell. Wie kann ich es wieder gut machen?" Ich höre sie tief durch Atmen und sie gibt ihre Haltung auf. Sackt leicht zusammen und umarmt mich auch. "Du weißt, das ich dir nach diesem Blick nicht böse sein kann, oder? Ich weiß, da vielleicht wirklich was, wie du es wieder gut machen kannst." Ich drücke sie leicht weg und sehe sie fragend an. "Dafür müssen wir in die Stadt und ich hoffe dein Konto ist voll." Funkelt sie mir mit einem dicken grinsen zu. Oh man, wenn sie das so sagt, kann es nur teuer für mich werden. Aber sie ist halt meine kleine Schwester und ich will auch, das es ihr gut geht. Ich gehe erstmal duschen, überlege die ganze Zeit ob ich es ihr erzähle, mit wem ich die Nacht zusammen war! ...

_____

Ella Miller

Ich schließe die Tür hinter ihm, gehe in mein Zimmer zurück und ziehe mir meine Jogging Klamotten an und drehe eine große Runde. Eineinhalb Stunden später, bin ich wieder Zuhause und gehe unter die Dusche. Danach lasse ich mich mit meinem Handtuch um Körper auf mein Bett fallen, bin irgendwie fix und fertig. Liege mit dem Gesicht in meinem Kissen, atme tief ein. Habe sofort ein Bild von Matt im Kopf, wie er grinsend an meiner Spüle steht und das nur, weil mein ganzes Bett nach ihm riecht. Fange Augenblicklich an zugrinsen, das gestern Nacht und heute Morgen war wirklich gut. Hatte bis jetzt noch nie zwei Höhepunkte so kurz hinter einander und bei ihm gleich beide male.
„Ella! Es war nur Sex!" Ermahnt mich mein Kopf, ja der hat schon recht, aber grinsen tue ich trotzdem. Ich stehe auf, suche meine Sachen zusammen und muss mich langsam losmachen. Meine Schicht beginnt in zwanzig Minuten.

Im Café angekommen, bin ich froh, das ich meine Schicht mit Mia habe. Wir fangen an, die Bestellungen abzuarbeiten, da wirklich viel los ist. Die Zeit vergeht so schnell, wir haben jetzt siebzehn Uhr, Mia kommt von ihrer Pause und ich mache jetzt meine. Besorge mir etwas aus der Küche und setze mich an meinem Lieblingsplatz, sehe kurz raus, Reika kommt mit As rein. Beide steuern direkt auf mich zu, wir begrüßen uns mit einer leichten Umarmung. "Hey süße, wo bist du denn gestern so schnell hin?", fragt sie mich. "Ich bin nach Hause, war müde geworden." Stimmt auch irgendwie, ich konnte nicht anders und schmunzelte leicht. "Ok, ist Matt dir zufällig, gefolgt?" Fragt mich As, der neben mir sitzt. (Matt hat ihnen erzählt, das ich seinen Namen kenne, so ist das unter uns kein Geheimnis mehr. Über mein Geheimnis hat er jedoch nichts gesagt, aber As weiß durch Reika Bescheid. Ich stimmte zu, aber nur, wenn ich etwas von ihm erfahre und das habe ich auch. Nichts Welt bewegendes aber für einen Mann nicht gerade einfach.)
"Wieso sollte er?" Es ist immer gut, wenn man nicht antworten kann oder will, mit einer Gegenfrage zu antworten. "Keine Ahnung er war auf einmal verschwunden, so kurz nach dir." Ich zuckte nur mit den Schultern, tue so als wüsste ich nichts.

Reika's Blick, ruht auf mir, sie kennt mich leider zu gut und sie ahnt bestimmt etwas. "Entschuldigt mich kurz, ich komme gleich wieder." "Warte ich komme mit.", sagt sie, springt vom Stuhl und folgt mir. Ich gehe zu den Toiletten, Mia ist auch zufällig hier. Wir drei stehen am Waschbecken, ich sehe mich im Spiegel an, Mia wäscht sich die Hände und Reika steht neben mir und verschränkt die Arme vor der Brust.
"Er ist dir doch gefolgt, oder?"
"Was? Wer?", platzt es aus Mia.
"Matt ist Ella gefolgt und sie haben miteinander geschlafen! Das erkennt man an ihrem Grinsen."
"Ok, wer ist Matt?" Ich sehe Reika schräg mit zusammen gekniffenden Augen an, Mia kennt noch nicht die wahre Identität von John.
"Sorry", sagte Reika ganz leise und zog sich kurz zusammen. Mia zieht eine Augenbraue hoch und dreht sich zu mir.
"Erzähl!"
"Okay, erstens Matt ist..." ich mache eine kurze Pause und vergewissere mich, das wir hier wirklich allein sind.
"... John New und..." ich schüttelt leicht den Kopf, ziehe die Schultern dabei hoch als wäre diese Neuigkeit nichts Neues.
"...ja, ich habe mit ihm geschlafen. Zweimal."
"Wirklich?", platzt es wieder aus Mia.
"Wie war es?", fragt Reika.
"Ja, wirklich..." richte ich die Antwort an Mia, drehe mich dann zu Reika, die jetzt sich am Waschbecken festhält und mich durch den Spiegel ansieht.
"...und es war richtig gut."
"Läuft da jetzt was, zwischen euch?", kam es von Mia und beide sehen mich fragenden an. Ich schüttelte leicht den Kopf
"Nein! Es war eine einmalige Sache."
"Sicher? Das kann aber nicht klappen, da ihr schon eine Wiederholung hattet." Reika nimmt alles sehr genau. Ich zucke mit den Schultern, kann nichts weiter zu sagen, werde von beiden gedrückt. Bitte beide darum, es für sich zu behalten, richte mich speziell an Reika. Beide nicken sie und wir gehen wieder raus, meine Pause ist jetzt auch zu ende. Während ich meinen Teller hole, sieht uns As fragenden an. "So ein Mädels Ding", sagte Reika und setzt sich wieder zu ihm. Die beiden tuscheln noch etwas Unverständliches, ich bringe meinen Teller währenddessen in die Küche zurück. Sehe noch kurz zu ihnen und sie Rütteln wieder miteinander. Die beiden haben sich wirklich gefunden.

Cocktail
Matt Steal

... Ziehe mich nach der Dusche an, nehme mein Handy in die Hand und sehe, das ich eine Nachricht von Ben bekommen habe.
*Hey Matt, was macht ihr heute?* ich schreibe ihm zurück.
*nichts besonderes Liz will shoppen. Kann nur teuer für mich werden. Wieso? Was machst du?* bekomme sofort eine Nachricht zurück.
*Ah ok, ich muss bis drei arbeiten. Wollen wir uns danach vielleicht treffen?*
*klar, warum nicht, lass uns zum Italiener.*
*Daumen hoch und grinse smily* bekam ich zurück.
Ich musste leicht schmunzeln, da ich mir Ben überhaupt nicht im Anzug vorstellen kann. Er arbeitet jetzt als Immobilienverkäufer, da ist Anzug Pflicht. Er macht richtig viel Geld, das denkt man gar nicht, wenn man ihn so sieht. Bei As ist das nicht anders, der Arbeitet in einer Werbeagentur. Die zwei Chaoten, nur Blödsinn im Kopf, aber dann doch knallharte Geschäftsmännern. Ich bin echt froh, dass wir uns nach der Navy Zeit wieder getroffen haben. Ein Leben ohne die beiden? Langweilig, aber sowas von. Egal, jetzt gehen wir erst mal in die Stadt.

Vierzehn Uhr dreißig, mit vollen Händen gehen wir zu dem Mietwagen, stellen die Taschen rein und fahren zum Italiener.
"Bist du sicher, das es nicht zu viel ist, das ich gekauft habe?"
"Liz Mach dir keine Gedanken. Du hast ja nichts für dich besorgt, sondern alles nur für die Jungs. Wenn es dich beruhigt, stell dir einfach vor ich habe den Jungs etwas mit deiner Hilfe gekauft. Und hast du nicht gesagt, dass sie das meiste eh brauchen? Viele Spielsachen sind nicht dabei." versuche ich sie zu beruhigen, da sie schon fast ein Nerven Bündel ist. Das ist auch erst so, als ich ihr erzählt habe, das Ben beim Essen dabei ist. Vorher hat sie mich, nein, meine Karte bluten lassen. Wir haben wirklich kaum Spielsachen gekauft, eher Kleidung oder etwas für die Schule.
"Ok Ok, ich mache mir wirklich zu viele Gedanken. Aber ich habe dich nicht wirklich ausgenommen, oder?" Ich muss schmunzeln, wir sind mit allen Sachen unter zweihundert Dollar gewesen. Das habe ich in fünf Minuten Arbeit wieder drin. Gut Plus minus ein paar Minuten, aber am Hungertuch nage ich hier nach, nicht.
"Quatsch, so schnell geht das nicht. Außerdem habe ich es gern gemacht, weiß doch auch wie Klaus dich bezahlt. Wenn du noch da arbeitest?"
"Ja tue ich und da werde ich auch erst mal bleiben. Ich mag es für die Zeitung zu arbeiten und habe ja jetzt mit Reika eine Verbündete."
"Du bist so kurz hier und hast schon neue Freundschaften geschlossen, wie machst du das?" Fragte ich sie und halte ihr gleichzeitig die Tür zum Italiener auf.
"Wenn ich das wüsste, die Frauen hier sind bis jetzt aber auch unkompliziert."
"Das kann ich bestätigen." Begrüßt uns Ben mit einem grinsen, gibt Liz einen Wangenkuss und mir die Hand, da er im Anzug da steht. "Na bist du direkt von der Arbeit her?"
"Ja ich wollte mich eigentlich noch umziehen, aber da kam mir ein Kunde dazwischen." Wir setzen uns an den Tisch. "Dann können wir von Glück reden, das du kein Trainer bist, oder?" Ben und ich mussten lachen, stellt euch vor so ein Typ wie Ben im Trainingsanzug beim Italiener. Ich sehe kurz zu Liz, da sie kein Ton mehr von sich gibt und sie starrt Ben nur an. Oh man, sie scheint es wirklich erwischt zuhaben. Sehe ich Ella auch so an? Dann weiß ich warum sie nicht mit mir geredet hat. Ich stupse sie leicht unter dem Tisch an, sie sieht kurz zu mir und ich zwinker ihr nur grinsend zu. "Und wart ihr erfolgreich beim Shoppen?" Ben sieht zu Liz und sie schüttelt leicht den Kopf. "Nicht?!"
"Ähm doch, sorry, mir knurrt nur so der Magen."
"Ah ok, dann bin ich ja froh, dass das essen gleich kommen sollte. Ich habe mir die Freiheit genommen und schon bestellt. Matt ich hoffe, du hast Lust auf eine Calzone? Und für dich Liz habe ich Spaghetti bestellt." Wir sehen ihn beide fragend an "Hoffentlich auch die richtige Calzone?" Er grinst und nickt. Es dauerte auch wirklich nicht lang, da kam schon der Kellner mit der Pizza, Spaghetti und einer Calzone. Stellt uns alles hin und Liz staunt, "Habe ich doch die falsche bestellt?", fragte er sie. "Nein,..." sie grinst und sieht ihn direkt an "... das ist genau die richtige." Ich fange an zu essen, während die beiden noch kurz Blickkontakt halten. Irgendwann fangen sie dann auch an. Die Stimmung lockert sich langsam auf und wir unterhalten uns ganz normal. Nachdem essen tuscheln die beiden noch etwas, bevor Ben sich von uns verabschiedet.

Wir sitzen wieder im Auto und Liz bekommt das Grinsen nicht weg. "Alles gut bei dir?" Sie sieht mich an, mit ihren leicht roten Wangen. "Ja, irgendwie schon." "Irgendwie? Was habt ihr den getuschelt?" Jetzt sieht sie mich Ernst an "Wir haben nicht getuschelt!" Und schon klärt sich ihr Blick wieder auf "wir haben uns für heute Abend verabredet." Und das Grinsen ist wieder da. Wir fahren in die Tiefgarage meines Wohnkomplexes, holen die Einkäufe raus und fahren mit dem Fahrstuhl nach oben.

Schließe die Tür auf, "Was habt ihr den heute so vor? Vor allem, wann trefft ihr euch?" Sie sieht mich wieder ganz gefasst an. "So gegen acht, holt er mich ab. Wir gehen essen und dann ins Kino. Eine ganz normale Verabredung." Ich muss schmunzeln "wen willst du, das weiß machen, dir oder mir?"
Wir haben jetzt mittlerweile sechzehn Uhr und mir fehlt meine Runde. Sage Liz Bescheid und gehe mich umziehen, sie will mit. "Ich werde aber diesmal eine große Runde machen." "Ok, wenn es mir zu viel ist, gehe ich einfach zurück." nicke, gehe zu der Kommode neben der Tür und hole ihr den Zweitschlüssel raus und gebe ihm ihr. (Will nicht wieder diese Diskussion wie heute morgen.)

Wir sind schon fünf Kilometer gelaufen, "Ich kann nicht mehr," wir stoppen "alles gut? Willst du aufhören?" Sie nickt, schnappt nach Luft und beugt sich nach vorne. Ich hole meine Kopfhörer raus, stöpsel sie an und drehe sie mir ins Ohr "Ok, soll ich noch kurz auf dich warten? Oder kann ich weiter?" Sie sieht mich mit rotem Kopf an und zeigt mir, das ich ruhig gehen soll. Das mach ich auch, schalte meine Musik ein und losgeht es. Ja das ist vielleicht nicht nett, aber wenn ich jetzt stehen bleibe. Bin ich raus und kann auch aufhören.

Nach weiteren fünfundvierzig Minuten und sieben Kilometer später. Stehe ich doch wieder vor dem Crumps, ich kann es nicht lassen und muss sie sehen. Ich schaue nur kurz durch das Fenster, sie räumt gerade die Tische ab und unterhält sich mit ein paar Gästen. Gehe weiter, jogge den Rest jetzt auch noch nach Hause. Dort angekommen sitzt Liz im Handtuch auf meiner Couch und telefoniert. "Ja ist er, hast du doch gesehen?... Ich weiß... ja ich glaube schon... Ich weiß es nicht genau, da gibt es jemanden... Ja und wie... Sorry, da kann ich dir leider nicht helfen... Könnte ich ja, nur ob das was bringt, wenn er sich einmal eingeschossen hat. Du kennst ihn doch langsam." Was? Sie scheint nicht mitbekommen zugaben, dass ich wieder da bin. Ich weiß nicht mit wem sie telefoniert oder über was genau, aber ich gehe jetzt duschen.

Nach der dusche, ziehe ich mir nur eine Jeans und ein Shirt an. Gehe ja eh nirgendwo hin. Haue mich aufs Sofa, "Oh, wie lange bist du schon wieder da?" Ich sehe Liz an, sie hat sich wirklich schick gemacht. Locken und dezente schminke, "Erstens, siehst du toll aus und um deine Frage zu beantworten. Ich glaube bei dir, ging es, um "ja ist er, hast du doch gesehen."" Sie sieht geschockt aus "du hast mich belauscht?"
"Nein! Ich kam nach Hause und bin duschen gegangen. Das habe ich nur zufällig mitbekommen. Mit wem hast du telefoniert?"
"Mit Anna, ich soll dir auch liebe Grüße ausrichten. Ach so..." sie grinst und macht einen kleinen Knicks nach vorne "... danke. Ich hoffe, es ist nicht zuviel?"
"Nein genau richtig, sehr natürlich." Und das stimmt auch. Sie zieht sich noch ihre Schuhe an und schon klingelt es. "Ich gehe. Bis später."
"Ist gut, hab einen schönen Abend" und weg ist sie. Ich schalte Netflix ein und sehe mal seit längerem meine Serie. Weit bin ich noch nicht. Zweite Staffel von sechs, ich hole mir erstmal ein Bier.

_____

Ella Miller

Samstag neun Uhr dreißig, ich fülle gerade den Kaffee nach und spüre ein Blick im Rücken. Ja irgendwann spürt man das, wenn man voll im Trainings und Körperkontrolle Modus ist. Das Training gestern war auch wirklich sehr anstrengend, ich kann die Blaue Flecken gar nicht mehr zählen, die ich davon bekommen habe. Ich drehe mich also um und sehe nur ein breites Grinsen, ich bekomme große Augen. Denn der süße Schauspieler, von dem einem Gesangsfilm steht vor meinem Tresen. (Gut er hat mittlerweile mehrere Filme gedreht, aber jeder kennt ihn von diesem Film). "Guten morgen, was kann ich dir gutes tun?" Seine Augen werden groß und sein Grinsen noch breiter. "Was könntest du mir gutes tun? Hm." sein blick mustert mich, sieht mir dann auf die Lippen und beißt sich selbst leicht auf die innen Lippe. Ich schüttelt leicht den Kopf und muss grinsen "ich meinte natürlich, welchen Kaffee du möchtest oder vielleicht doch etwas anderes von der Karte?" Das Wort Karte betone ich ganz speziell. "Natürlich! Von der Karte" nickt er, seine Augen funkeln leicht und er zwinkert mir zu, ich sehe ihn einfach nur fragen an und schnalze leicht. Jetzt schüttelt er den Kopf "Bist du immer so? Wenn du nicht, das hörst, was du willst?" "Ich weiß nicht, nur zu wiederholen, was ich sage, ist leider nicht hilfreich um eine Bestellung aufzugeben. Also?... Schon entschieden?" Er sieht mich fragenden an, jetzt wird mein grinsen etwas breiter. "Okay du hast recht, dann mach mir doch bitte einen ..." ich nicke, drehe mich um und bereite ihm sein Getränk zu. Stelle ihm seine Tasse hin und muss automatisch breit grinsen, aber nicht wegen ihm, sondern wegen dem Riesen hinter ihm. Ich versuche es zu verbergen und drücke meinen Kiefer zusammen, aber es gelingt mir nicht ganz. Matt beobachtet mich und muss dann auch grinsen, nachdem der Kunde vor ihm weg ist, kommt er an den Tresen "Schwarz wie immer?..." frag ich ihn und sehe mich kurz um "Wo ist Liz?" "Sie war die Nacht woanders, müsste aber auch gleich kommen. Und schwarz wäre super, aber nur, wenn ich die neue Sorte bekomme?" Er zwinkert mir leicht zu, Ok jetzt kann ich nicht anders und muss wirklich grinsen, "ist gut, mach ich dir." Dreh mich wieder um und bereite ihm sein Kaffee zu, zwei Minuten später ist er fertig und ich stelle ihm die Tasse hin.

"Danke. Was machst du heute Abend?"
"Ähm..." schüttelt leicht den Kopf und sehe kurz raus, tue so, als müsste ich stark überlegen. Sehe dann wieder zu ihm "nichts, wieso?"
"Gut..." sein Grinsen wird breiter
"...dann lass uns doch was essen gehen."
"Okay." Er nickt, nimmt seine Tasse und setzt sich wie immer in den Cocktail Sessel.

Er hatte recht, kurze Zeit später, kommt Liz mit Ben rein. Ich staune nicht schlecht, die beiden sehen toll zusammen aus. Ben setzt sich zu Matt und Liz kommt zu mir, strahlt bis über beide Ohren. Kommt um den Tresen herum und begrüßt mich mit einer herzlichen Umarmung. "Guten morgen, wo warst du gestern? Wann machst du Pause?" Drückt sich von mir weg und geht an die Seite vom Tresen und sieht mich abwartend an. Ich muss leicht den Kopf schütteln, "Hey. Gestern hatte ich frei und Pause mache ich erst in einer halben Stunde."
"Frei?..." sie zieht eine Augenbraue hoch "...Ok wenn du mir und Ben einen Cappuccino machst, warte ich die halbe Stunde."
"Gut, ist den irgendetwas passiert?" Sie nickt
"lass uns nachher reden."

Jetzt mach ich pause Clara löst mich ab, ich besorge mir aus der Küche eine Kleinigkeit. Ob ich dazu überhaupt komme? Gehe noch kurz ins Büro und hole mein Tablet, da ich gestern nicht da war, muss ich heute die Bestellung machen. Setze mich auf meinem Lieblingsplatz und eine Sekunde später sitzt Liz neben mir. "Du hast mich vielleicht erschreckt."
"Hättest du das nicht merken müssen?" Ich ziehe die Augenbrauen hoch
"wie meinst du das? Wieso hätte ich das merken sollen?" Sie rückt näher zu mir und flüstert leicht.
"Na so als Ninja!... Die im Fernsehen spüren, so etwas doch immer!" Ich muss schmunzeln
"Wie kommst du darauf, das ich ein Ninja bin?" Sie sieht zu Matt
"Na, weil er das..."
"Ok also erstens, Ninjas spüren das nicht. Das ist eher so Art Instinkt und zweitens bin ich kein Ninja sondern betreibe Kampfsport, das ist was ganz anderes." Unterbrechen ich sie einfach.
"Ah,... er erzählte nur, das du Karate machst und dich verkleidest." In den Moment ging der Schauspieler der vor Matt, da war zur Tür, dreht sich in meine Richtung. Zwinkert mir zu und hebt die Hand zum Abschied, ich grinse leicht und nicke ihm nur zu. Und schon war er wieder weg. Liz sieht mich mit großen Augen an "war das nicht eben...?" Sie zeigt zur Tür und sieht mich wieder an. "Ist er öfters hier?" "Ja, das war er und nein, das war heute das erste Mal." Ihr ganzes Gesicht strahlte (und ich dachte mir nur, das es einfach nur ein Kunde war. Ich behandel alle gleich, egal ob Star oder nicht und den meisten scheint es zu gefallen. Nur zweimal, hörte ich "wissen sie nicht, wer ich bin?" Aber da antwortete ich nur "Doch! Aber du stehst hier und willst was von mir! Wenn dir das nicht passt, wie ich mit dir Rede! Da ist die Tür." Bis jetzt ist nur einer gegangen und solche Kunden brauch ich nicht. Obwohl genau dieser Kunde eine Woche später wieder da war und da war es dann egal, wie ich mit ihm gesprochen habe. Es könnte sogar der Präsident oder die Queen kommen. Ich würde alle gleich ansprechen und wenn ich dafür ins Gefängnis müsste.) Egal. Jetzt aber wieder zurück, ich räuspre mich.
"Wo waren wir stehen geblieben? Ach ja! Es stimmt schon, ich verkleidet mich, aber nur um nicht erkannt zu werden und Karate selber Trainiere ich nicht, sondern generell Kampfkunst, da sind auch Elemente von Kung Fu oder Taekwondo drin."
"Bist du wirklich so gut wie er sagt?" Ich grinse sie an, da sie ein ganz ernstes Gesicht macht.
"Ich selber würde sagen, Nein, bin ich nicht. Andere wiederum behaupten das schon. Ich sage es mal so, wenn ich angegriffen werde, kann ich mich wehren."
"Ok und wie lange machst du das schon?"
"Seit knapp fünf Jahren. Ich brauchte eine Veränderung und da war sie. Seit dem fühle ich mich wohl, in meiner Haut." Sie nickt
"das war bestimmt anstrengend, oder?"
"Am Anfang ja, aber mittlerweile nicht mehr. Es sei ich lerne neue Techniken, wie gestern zum Beispiel." Schiebe das Oberteil an meiner Schulter zur Seite, da habe ich gestern die meisten Schläge abbekommen.
"Autsch!"
"Nein so schlimm ist das nicht, der Muskelkater macht mir mehr zu schaffen." zwinker ich ihr zu, sie grinst.
"Ok jetzt mal was anderes. Wie kam es eigentlich am Mittwoch zu diesem Kuss? Ich habe es gesehen während ich mir was zu trinken geholt habe." Ich merke wie rot meine Wangen werden, da sie unglaublich warm sind.
"Wenn ich das wüsste? Es ist einfach passiert." Sie fängt an zu strahlen
"Einfach passiert, ja? Und wie war es?" "Ganz ok." Sagte ich recht gelangweilt. (Auch, wenn es total untertrieben ist. Ich muss gestehen, wenn er mich noch mal so Küsst, dann... Ach, ich weiß auch nicht. Es war schon sehr gut). Sie sieht mich leicht geschockt an, fängt sich aber schnell wieder. Schüttelt den Kopf und fängt wieder an zu strahlen.

Sie erzählt mir, dass sie vorgestern und gestern ein Date mit Ben hatte und er total Gentleman like noch nichts versucht hat. Sie haben sich zwar schon geküsst, aber mehr noch nicht. "Er meinte, das er sich Zeit lassen will, da ich nicht irgendwer bin. Ist das nicht süß?" Ich nicke, ja irgendwie ist das schon süß. Es gibt also doch tolle Männer, wenn das wirklich klappen sollte mit ihr und Ben. Dann freue ich mich für sie.

Meine Pause ist nun jetzt auch um und ich habe mein essen wieder nicht angerührt. "Du ich würde gern noch weiter mit dir reden. Muss aber noch ein paar Sachen erledigen." Zeige dabei auf mein Tablet, sie nickt "Ist gut. Was ich dich noch fragen wollte. Kann ich vielleicht deine Nummer haben? Ich würde gern mit dir in Kontakt bleiben, wenn du nichts dagegen hast." Ich grinse leicht schräg. "Klar, können wir machen." Ich schreibe ihr meine Nummer auf und sie klingelt mich sofort an. "Jetzt hast du auch meine." Sie drückt mich noch einmal und geht zu Ben und Matt zurück. Ich klappe mein Tablet auf und fange an zu arbeiten.

Meine Schicht ist zu Ende, stehe vor meinem Kleiderschrank und habe meine Klamotten schnell zusammen, und jetzt? Es dauert, noch eine halbe Stunde. Ich weiß nicht, ob das der erste Anflug von Nervosität ist? Hm? "Ping" eine Nachricht, von Liz
*Hey, alles klar bei dir? Habe gehört, Matt holt dich bald ab. Wie kam es denn dazu?*
*Hey zurück, bei mir ist alles gut. Er hat gefragt und ich stimmte zu, so wie das gemacht wird. Total altmodisch halt. (Zunge raus streckendes Smily)
*ach so! Deshalb kam es mir unbekannt vor. (zwinker smily)*
*und bei dir alles gut?*
*ja soweit schon. Vermisse nur meine kurzen etwas*
*Oh Arme Liz (trauriger Smily) du siehst, sie ja Bald wieder.*
*Ja, stimmt am Montag. Aber wieso weiß ich jetzt schon, das ich euch dann vermissen werde?*
*Weil du in so kurzer Zeit, neue Freunde gefunden hast? (fett grinsender smily) Und eine Woche echt kurz ist? (heulender Smily) Ich brauche noch unbedingt deine Adresse, falls ich dich mal besuchen will.*
*du bist süß, die schick ich dir. Ich würde mich freuen, wenn du mich besuchen kommst. Schon komisch wie schnell wir uns verstanden haben, oder?*
*stimmt, Mittwoch das erste Mal getroffen und gesprochen und es fühlt sich an, als würden wir uns eine Ewigkeit kennen.*
*ich finde das irre. Habe ich, bis jetzt noch nie so gehabt. Du?*
*Ja bei Reika in Japan. Ich habe sie beim Einkaufen getroffen und zack Wohnen wir seit zwei Jahren zusammen. Ok wir zwei müssen jetzt nicht zusammen ziehen, aber den Kontakt sollten wir auf jedenfalls aufrechterhalten.*
*(Daumen hoch) dem stimme ich zu. Auf jeden Fall. Reika durfte ich ja auch schon kennenlernen und sie finde ich auch toll. Sie ist so Positiv und versprüht eine Fröhlichkeit. Du weißt hoffentlich, was ich meine, oder?*
*ja ich weiß, sie ist ein aufbauender Mensch.*
Wir schreiben noch etwas weiter, ich habe in der Zeit was getrunken. War auf Toilette und habe eine Waschmaschine angemacht. Ach und nicht zu vergessen eine Einkaufsliste geschrieben. Ich war zwar gestern Einkaufen aber habe die Hälfte vergessen.
*ich will dich nicht abhängen. Aber dein Bruder steht vor der Tür.* schreibe ich ihr noch.

Gehe raus, sehe Matt, der an seinem Auto lehnt und gehe zu ihm. "Du siehst aus, als würdest du schon ewig auf mich warten." Er grinst, kommt leicht auf mich zu, haucht mir einen Kuss auf die Wange und sagt "sicher, dass es nicht, so ist."

 


Matt Steal

Sie sieht mich leicht geschockt an, fängt aber dann doch an zu grinsen. Ich öffne ihr die Autotür, zeige ihr an, dass sie einsteigen soll und das tut sie auch. Gehe ums Auto herum und steige auch ein. Sehe zu ihr rüber, (ich kann, es wirklich nicht lassen) „Ich hoffe, du magst Italienisch?" Sie nickt, ich starte den Motor und wir fahren los. Ihr Handy piept, es scheint eine Nachricht gewesen zu sein. Sie tippt kurz darauf rum, packt es sofort wieder weg und sieht kurz zu mir. Keiner, sagt ein Wort und das bringt mich fast um. Wenn ich nur wüsste, wie ich anfangen soll? Die fahrt, dauert zum Glück nicht lang, denn wir sind schon da. Ich steige aus und gehe wieder ums Auto und mache ihr die Tür auf. "Sehr zuvorkommend, danke" grinst sie mich an und macht einen kleinen Knicks mach dem sie draußen ist. „So förmlich? So kenne ich, dich noch gar nicht." Erwidere ich. „Es gibt vieles, das du noch nicht von mir kennst!" Zwinkert sie mir zu „Ja, das mag sein, dir geht es aber nicht anders." „Touché", sagte sie, hackt sich dann bei mir ein und es stimmt auch. Wir wissen eigentlich so gut, wie gar nichts voneinander, obwohl es sich anders anfühlt. Wir gehen rein und werden gleich von einem Kellner zu unserem Tisch gebracht, wir sehen in die Karte und bestellen. Wir wussten beide, was wir eigentlich Essen wollten, taten aber so, als würden wir nachsehen müssen, ob sie es überhaupt haben. Nachdem wir bestellt haben, ist unsere Unterhaltung vorerst oberflächlich, bis das Essen kommt. Sowas wie "schönes Restaurant, das muss wirklich gut sein, so voll wie es ist." und ähnliche Floskeln. Zwanzig Minuten später, kommt der Keller mit meiner Lasagne und ihrem Ratatouille.
Nachdem wir beide, die ersten Bissen genommen haben, kamen wir erneut ins Gespräch. (Ist sie, so wie ich? Wenn der Magen knurrt lieber nichts sagen?). Das Essen war lecker und die Gespräche anregend und sie interessiert mich, jetzt noch mehr. Wir fingen von ganz vorne an, wie; auf welcher High School warst du? Bis welches College hast du absolviert? Und was, hast du danach gemacht? Weiter kamen wir noch nicht, da sie kurz weg musste, ich sehe auf mein Handy und wir haben schon nach einundzwanzig Uhr.

Ella setzt sich wieder hin, hat ihren Blick gesenkt und wirkt traurig. „Was ist den los? Ist irgendetwas passiert?", frag ich sie, mache mir irgendwie sorgen. Sie erklärt mir, dass sie jetzt leider nach Hause muss. Für morgen muss sie die Frühschicht übernehmen. Ihre Freundin hat einen früheren Arzt Termin bekommen. Das ist zwar doof, aber was soll man machen, sie holt unsere Jacken und ich bezahle derweil.

Sitzen wieder im Auto und schon wieder diese Stille. "Wechselt, ihr eure Schichten täglich?" Durchbreche ich die unerträgliche Stille. "Nein eigentlich Wöchentlich. Ich hatte nur mit ihr vorher getauscht, da der Arzt nur spät ein Termin hatte, aber jetzt bleibt doch, alles beim alten." "Du bist öfters morgens da. Kann das sein?" "Ja, das stimmt, ich kann irgendwie nicht ohne. Manchmal mache ich sogar beide Schichten am Tag." Wir halten vor ihrer Tür, ich schalte den Motor aus und sehe sie an "Also bist du 'manchmal' ein Workaholic?" Sie dreht sich zu mir, sieht mir direkt in die Augen und grinst dabei. "Manchmal schon, ja!" "Okay." Wir sehen uns jetzt einfach nur an, ohne etwas zusagen und das Gefällt mir besser. Nicht wie vorhin, wo ich sie nicht sehen konnte. Konnte nicht ihre Reaktion sehen, wenn sie was gesagt hat oder mir zuhörte.
Ich Trottel beende abrupt den Blickkontakt. (Gut, ich musste es tun, sonst wäre sie hier nicht mehr heil rausgekommen und ich wäre über sie hergefallen). Sie hat sich zwischendurch auf die Lippe gebissen und total süß dabei geschaut. Ich weiß nicht warum, aber es macht mich wahnsinnig und das schon vom ersten Tag an.
Sie sieht kurz auf die Uhr im Radio "ich muss los, war ein netter Abend, danke." Dreht sich kurz um, um den Griff in die Hand zu nehmen. Sieht mich aber doch wieder an, ich nicke kurz. "Ja, fand ich auch und es war nett dich etwas kennenzulernen." Sie grinst "geht mir auch so, wenn ich die Nachricht nicht bekommen hätte. Würden wir bestimmt immer noch, da sitzen." Ihr Gesichtsausdruck wird kurz wehmütig, aber wirklich nur ganz kurz. Sie lächelt "Das Schreit schon fast, nach einer Wiederholung.", sagt sie und zieht dabei die Augenbrauen mehrmals hoch. Sie fängt an über sich selber zu lachen, versteckt ihr Gesicht in ihren Händen und ich muss loslachen. Das sah gerade wirklich süß aus und wie sie sich dann schämt. "Scherzkeks..." versuchte ich die Lage zu beruhigen. "...aber das können wir gerne machen. Du weißt bis jetzt mehr von mir, als ich von dir." "Mag sein, mein Leben, ist auch bei weitem, nicht so interessant wie deins." "Das beurteile ich lieber selber, was ich bis jetzt weiß, finden ich schon interessant. ... Was machst du morgen Abend?" "Da kann ich leider nicht. Sonntags bin ich meist bei Mia und Jack." "Ok dann Montag" ich sehe sie fragenden an "fliegt Liz nicht am Montag?" "Ja stimmt, aber schon Mittags. Also?", frag ich sie und drehe den Kopf leicht schräg. Sie überlegt kurz und grinst mich dann an. "Ist gut, machen wir so. Aber ich suche aus wo." "Ok, darf ich schon wissen wo?" Ihr grinsen wird etwas breiter "klar, bei meinem Lieblings-Japaner. Du isst doch asiatische Küche, oder?", ich nicke, war zwar noch nie beim Japaner aber beim Chinesen und ist, das nicht irgendwie das gleiche? "Gut, jetzt muss ich wirklich los, wir sehen uns bestimmt morgen nach deiner Runde." "Ja, werden wir." Ich kann nicht aufhören zu grinsen, sie kommt mir etwas näher und will mir einen Kuss auf die Wange geben. Doch ich drehte mich im gleichen Moment, so bekam ich ihre vollen Lippen zuspüren. Dieser Moment schien ewig, ich hob meine Hand und legte sie ihr auf die Wange. Ziehe sie dadurch zu mir und sie lies es zu. Doch dann löst sie sich und steigt aus. Ich lasse das Fenster sofort runter und sie sieht noch einmal kurz ins Auto. Grinst mich, mit ihren roten Wagen an und winkt leicht "Schlaf gut.", sag ich noch etwas leise, sie scheint es, aber noch gehört zu haben "du auch".

Das werde ich jetzt bestimmt, meine Schönheit. Denk ich mir, warte noch, bis sie in ihrer Tür verschwunden ist und fahre los.
„Da saß sie, jetzt doch noch zwanzig Minuten im Auto. Kam es mir nur so vor oder hat sie auch die ganze Zeit gegrinst und dann noch dieser Kuss. Sie ist wirklich mehr, als nur ein One-Night-Stand für mich. Während des Essens war sie zwar sehr ehrlich, aber nicht ganz offen. Was ist ihr wohl passiert, das sie sich so schützt? Es gab Gesprächsthemen, die hat sie einfach abgeblockt oder ist nicht ganz drauf eingegangen. Ich war bis jetzt sehr offen zu ihr, es gibt nur eine Sache, die ich ihr noch nicht erzählt habe und damit warte ich auch noch etwas.", lasse ich meine Gedanken schweifen.
 
Zu Hause angekommen, sieht mich Liz fragenden an "du bist schon wieder da? Ist was passiert?" Ich ziehe meine Schuhe aus, gehe an den Kühlschrank, besorge mir ein Bier und lasse mich neben ihr auf dem Sofa fallen. "Sie hat morgen die Frühschicht und deswegen, habe ich sie Heim gefahren." "Wirklich? Mir hat sie vorhin geschrieben, das sie Spät hat." Ich sehe sie fragenden an "Wann, vorhin?" Liz sieht mich eingeschüchtert an, kann daran liegen, dass ich meine Frage etwas fordernder gestellt habe. "Kurz, nachdem du weg warst." Ich atme geräuschvoll aus, dachte, Ella hätte das nur als Vorwand genommen, aber dem ist zum Glück nicht so. "Sie hat vor einer Stunde erst die Nachricht bekommen." Ich nehme ein Schluck "Wart ihr nur essen?" "Ja! Was hätten wir den noch machen sollen?" "Vier Stunden lang?" Ich sehe sie immer noch fragenden an. "Über was habt ihr denn so geredet? Vier ganze Stunden lang?", das Wort 'ganze' betont sie sehr deutlich. "Über alles mögliche, wir haben uns sozusagen erst mal kennengelernt." "Ok du kennst sie jetzt etwas. Und? Wie ist sie so?", fragt sie mich und setzt sich jetzt auf ihre Füße, sieht mich gespannt dabei an. "Ganz ehrlich? Ich mag sie immer mehr? Auch wenn, ich das Gefühl habe, das sie sich nicht ganz öffnen kann." Liz haut mich mit der flachen Hand gegen die Schulter. "Was erwartest du? Es war euer erstes Date. Da ist es normal, das man nicht zu hundert Prozent, alles von sich Preis gibt." Ja stimmt, sie hat recht, warten wir ab, was die Tage bringen. Gehe nach meinem Bier ins Bett.

Ich bin gerade dabei das Frühstück vorzubereiten, da klingelt es an der Tür. Liz macht auf, Ben, As und Reika kamen rein. „Guten Morgen, wer hat Hunger?“, fragt As. „Komm in die Küche, ich baue gerade alles auf.“, rufe ich ihm zu. Er begrüßt mich mit einem Handschlag, „Na, alles klar bei dir?“ „Ja, geht schon. Und selbst?“ er nickt nur. Nach dem Frühstück fahren die vier in den Kletterpark. Sie fragten mich zwar, ob ich mit will, aber ich mag nur meine Runde drehen und diesen einen neuen Kaffee trinken. Der macht süchtig, es kommen ständig andere Gedanken hoch. Letztens war es, der Geburtstag meiner Mutter. Die vier helfen noch beim Abbau und verschwinden dann. Ich mache mich fertig, laufe meine Runde und komme danach im Café an.

Sie scheint mich schon gesehen zuhaben, grinst, gehe zu ihr. Zum Glück ist diesmal keiner vor mir, der Laden ist auch so gut wie leer. Sie hält mir zuerst ein Glas Wasser hin. "Morgen, du siehst, aus als bräuchtest du das." Ich nicke, nehme das Glas und unsere Hände berühren sich kurz. Ich könnte schwören ein Stromschlag bekommen zuhaben. Ich trinke das Glas in einem Schluck aus. Stelle es ihr wieder hin "Danke, das ist kein normales Wasser, oder? War ich wieder dein Versuchskaninchen?" Sie legt ihren Kopf schräg und grinst dabei "Tschuldige, es war Apfel/Gurken Wasser." Ihre Augen werden größer und sie kommt mir etwas näher. "Und? Hat es geschmeckt? Oder eher nicht so?" Bei ihrer zweiten Frage schüttelt sie leicht den Kopf und sieht mich jetzt fragenden an. Ich muss schmunzeln, schüttelt auch leicht den Kopf "Erfrischend ungewohnt." Ihr grinsen wird breiter "Gut, danke!..." sie stellt mir dann eine Tasse hin. "... Hier hast du dein Kaffee." Ich nehme ihn an mich und brauche nicht fragen, ob es Der ist. Ich rieche es schon, setze mich diesmal auf die Hollywood Schaukel die neben den Tresen stehen. Sie nimmt ihre Tasse in die Hand und setzt sich neben mich, fängt an zutrinken. Ich tue es ihr gleich und trinke von dieser Erinnerung, so nenne ich den Kaffee ab sofort. Muss für eine Sekunde die Augen schließen und lehne mich dabei nach hinten. Höre ein leises Kichern neben mir, drehe mich zu ihr und sehe sie fragenden an und sie lächelt total süß, zuckt noch mit den Schultern. Ich ziehe eine Augenbraue hoch, um meinen fragenden Blick zu unterstreichen. "Okay, ich frage mich nur, an was du wohl dabei denkst?" Platzt es schon fast aus ihr raus. Ich muss grinsen und nehme sie mit in meine Gedankenwelt des Kaffees. "Ah, er schmeckt nach Wald und Geburtstag? Joa, so ähnlich ging es mir auch, nur bei mir, war es das Sonntagsfrühstück bei meiner Familie." Wieder eine weitere Gemeinsamkeit, das ist mir gestern schon aufgefallen, das wir vieles gemeinsam haben. Aber das, hat ja nicht wirklich was zu bedeuten. Ich frage sie, wann sie heute Abend zu Mia und Jack geht, sie erzählt, was von sieben Uhr. "War es Mia für die du getauscht hast?" "Ja, bei ihr sollte ein Zuckertest oder so gemacht werden. Der ist morgens besser als mittags, ich weiß davon nicht viel, habe davon wirklich keine Ahnung. Mia ist, bis jetzt die erste Freundin die schwanger ist." "Wissen sie schon was es wird?" "Nein, sie wollen sich überraschen lassen." Ella muss aufstehen, da sie einen neuen Kunden bedienen muss. Sieht anscheinend kurz was nach und setzt sich wieder zu mir. "Ich habe eben eine Nachricht von Liz und Reika bekommen, ob ich nachher Lust habe zum Paintball." Ich sehe sie grinsend an "Die Nachricht, habe ich auch gerade bekommen. Und hast du?" "Ich weiß nicht, hab das noch nie gemacht. Tut das wirklich so weh, wenn man getroffen wird?" Ich muss schmunzeln "Geht, es zieht halt, ist aber schnell vergessen. Und es kommt darauf an, wo man getroffen wird. Dann sind blaue Flecken vorprogrammiert." "Wegen blauen Flecken mach ich mir keine Sorgen, habe ständig welche vom Training. Mir geht es nur um den Schmerz, wenn er aber nicht so schlimm ist. ..." sie zuckt kurz mit den Schultern "...warum nicht, wird bestimmt Lustig." "Gut, dann gebe ich ihnen Bescheid. Ich kann dir jetzt schon sagen, das wir beide ein Team bilden werden." Sie sieht mich mit großen Augen an und grinst wieder "Ok, du bist doch gut, oder?" Ich bestätige ihr das, mit einem Kopf nicken. Sie muss wieder aufstehen, sieht mich dabei an und sagt noch "Gut, dann brauche ich mir keine Gedanken zu machen." Und geht dann Richtung Tresen. (Nein, Gedanken braucht sie sich keine machen, wenn es sein muss, würde ich sie auf jeden Fall beschützen). Ich antworte As, schreibe ihm auch gleich, das Ella mitkommt. Sie setzt sich wieder neben mich und hat eine neue Tasse für mich mitgebracht. "Danke, ich habe As Bescheid gegeben." Sie nickt und wir trinken unsere Tassen leer.
Danach mache ich mich wieder auf dem Heimweg, habe aber ihr vorher noch gesagt, das ich sie hole und wir gemeinsam hinfahren. Sie ist damit einverstanden und meinte, sie würde den Weg eh nicht finden, da Geografie kein freund von ihr ist. Dann passt das ganz gut, wir treffen die anderen gegen vierzehn Uhr.

_____
Ella Miller

Ich bin jetzt umgezogen und bereit für das Spiel. Wir schließen uns einer größeren Gruppe an, die einen Wettkampf veranstaltet und es gibt sieben Teams mit jeweils drei Mitgliedern. Alle sind sie in Farben eingeteilt, unsere Gruppe ist Gelb, zumindest sagt es, das Gelbe band an meinem rechten Oberarm. Meine Gruppe besteht aus Matt, Doug und mir. Doug ist ein selbst ernannter Paintball Profile. Er weist uns in die Wettkampfregeln ein, wenn man an den Armen oder Beinen getroffen wurde, kann man weiter spielen. An der Brust, Rücken oder sogar am Kopf ist man raus.

Wir klären bevor wir raus gehen, wie wir vorgehen wollen, ich verstehe zwar gar nichts, was Doug erzählt, aber ich versuche einfach nicht getroffen zu werden. Matt sagt nichts dazu, er nickt einfach nur, aber sein Gesicht verrät mir, das er es anders machen würde. Egal, wir gehen raus und verschanzen uns hinter dicke Bäume. (Wir stehen in einem groß eingezäunten Waldstück, mit kleinen Hütten oder Bunkern zum Verstecken. Perfekt für so ein Spiel.) Es ertönt eine Hupe und alle wissen, das Spiel beginnt.

Ich sehe mich kurz um und sehe etwas weiter entfernt im Geäst aufblitzen. Höre ein Schuss und stoße Doug mit dem Fuß zur Seite, er sieht mich zuerst geschockt und dann wütend an. Er mault mich an. Warum ich das getan hätte? Was soll das ganze? In der zeit als Doug meckert, schießt Matt und trifft den Angreifer. Ich verziehe während dessen das Gesicht, da ich am inneren Oberschenkel getroffen wurde. Doug realisiert jetzt erst, was passiert ist und anstatt sich zu bedanken, sagt er nur „Gut du kannst weiter machen, bist nicht tödlich verletzt." Danke Doug du mich auch, die Kugel tat wirklich weh und ich kann zu hundert Prozent sagen, es wird ein blauer Fleck. Ich sehe kurz zu Matt, nicke ihm leicht mit zusammen gedrückten Lippen zu, um mich zu bedanken, das er ihn erledigt hat. (Doug meinte vorhin, wir dürfen nicht Sprechen. Jede Kommunikation läuft über Handzeichen und Körpersprache. Von mir aus). Er nickt nur zurück und flüster „tut es sehr weh?" Ich schüttel nur mit dem Kopf, es hat eigentlich auch nur kurz gezogen, der Schreck als solcher war größer. Während ich zu ihm sehe, bemerke ich einen weiteren Schützen. Hebe die Waffe nur ein wenig, Ziele und schieße. „Getroffen!", freue ich mich, natürlich leise. Matt dreht sich um und staunt nicht schlecht.

Es scheint an diesem Ort nicht ganz sicher zu sein, daher gehen wir weiter. Nach zwei weiteren Treffer von Doug, verstecken wir uns hinter einem Erdhügel. Ich sehe zu Doug, er ist total, aus der puste. Kann davon kommen, dass wir beschossen wurden, während wir hier hergelaufen sind. Sehe dann rüber zu Matt, der anscheinend einen kühlen Kopf behält und sich eine Strategie überlegt. Er streckt kurz den Kopf in die Höhe, Kugeln pfeifen an ihm vorbei und er zieht sich schnell wieder zurück. Sieht zu uns "Es sind zwei Blaue, einer auf elf Uhr, der andere auf zwei Uhr. Doug kümmere du dich um zwei Uhr, dann erledige ich Elf." Er nickt zum Verständnis, beide positionieren sich zum Schuss und ich sichere unseren Rücken ab. Was auch gut war, da ich Ben sehe, der sich zum Schuss bereit macht. Die anderen abzuschießen war für mich kein Problem, aber Ben? Ich kenne ihn noch nicht so gut, um zu wissen, wie er darauf reagiert. Was mache ich da jetzt? Es ist doch nur ein Spiel, oder? Also bleibt mir keine andere Wahl, als mein Team zu schützen.

Matt gibt Doug ein Zeichen, beide gehen hoch und schießen. Ich Ziele mit einem Arm auf Ben und mit dem anderen Hand, fasse ich nach Matt's Weste. Ben und ich schießen, ziehe im selben Moment Matt zu mir und mein Blick, bleibt auf Ben gerichtet. „Getroffen!" flüster ich „Scheiße!" höre ich Doug maulen, sehe zu ihm rüber, muss mein Kopf hochdrücken und sein Helm trieft voll blauer Farbe. Oh nein, er ist getroffen, heißt das, zwei Uhr lebt noch? Ich sehe ihn einfach fragend an, Matt erhebt sich von mir und fragt ihn dann. „Ich habe ihn nicht getroffen, er ist weiter gerannt. Ich weiß aber nicht in welche Richtung.", gibt Doug von sich. Wir hocken wieder nebeneinander, Doug nimmt sein Armband ab und geht. „Lasst euch nicht erschießen!" super, das will man hören. Ben läuft auch im selben Moment an uns vorbei und ich könnte schwören, das er mir zu gezwinkert hat. Aber warum? Egal, das heißt nur, dass er nicht böse ist.

Matt sieht zu mir und zeigt an, dass wir nach links laufen, ich nicke und losgeht es. Wir kommen auf eine kleine Lichtung, Matt hält mich an und zeigt, dass uns zwei entgegenkommen. Es sind As und Reika, sie haben uns noch nicht entdeckt. Es fällt ein Schuss und Reika ist getroffen, der Schuss kam eindeutig von Links. Ich suche den Schützen und habe ihn auch sofort gefunden, es ist der blaue der Doug getroffen hat. Ziele auf ihn, denke mir nur 'du Blödie hast meine Freundin getroffen' und schieße. Habe ihm nur am Arm getroffen, zeige Matt an, dass ich in seine Richtung gehe und er nickt nur. Matt hat die ganze Zeit As im Blick, der natürlich nur nach dem Angreifer schaut. Ihn aber nicht ausfindig machen kann, Matt muss das ausgenutzt haben. Ich höre einen Schuss hinter mir, As ist getroffen und ich bin nicht mehr weit vom blauen Schützen entfernt.

Wir stehen uns gegenüber, uns trennen noch drei Meter und es fallen zwei Schüsse. Ich sehe sofort an mir runter.... Nichts, gar nichts, er hat mich nicht getroffen, blicke dann zu ihm und sehe gelbe Farbe auf seiner Brust. Drehe mich um und will zu den anderen zurück, sehe aber, dass seine Kugel mich knapp verfehlt hat. Sie zerplatzte am Baum neben mir, genau auf Kopf Höhe. Es erklingt wieder die Hupe, das Spiel ist zu Ende. Reika und As kommen zu uns, As klopft Matt auf dem Rücken und Reika läuft neben mir „Danke, das du mich gerecht hast" „klar, bist doch meine Schwester" sie grinst und wir gehen alle zum Eingang zurück. Die anderen sitzen da und warten, ich sehe mich um die einen haben die Farbkleckse auf der Brust oder am Helm einzelne auf dem Rücken. Der Veranstalter des Wettkampfes, erklärt, dass es ein gutes Spiel war und es ein Team gibt die überlebt haben. Er zeigt in unsere Richtung, ich sehe hoch zu Matt, (er ist wirklich riesig) der direkt neben mir steht und er hat ein breites Grinsen im Gesicht. Sieht mich an, hält mir die High Five Hand hin und ich klatsche ab. (Wieso, war mir das gerade zu wenig? Während des ganzen Spiels standen wir uns sehr nah, berührten uns sehr oft. Ella! Jetzt komm mal wieder zu dir! Ist da vielleicht doch mehr als nur...? Quatsch, jetzt komm mal wieder runter!)

Wir gehen uns wieder umziehen, haben jetzt sechzehn Uhr, die anderen wollen den gewonnenen Dinner Gutschein direkt einlösen. Ich schließe mich dem noch kurz an, muss mir ja nicht unbedingt was bestellen. Jack kocht immer Massen und ist beleidigt, wenn ich nicht reinhaue.
Wir sitzen in einer Ecke vom Dinner, rechts neben mir sitzen Reika und As, auf meiner linken Seite sitzt Matt, Liz und Ben sitzen uns gegenüber.

Ich habe mir nur ein Eistee bestellt, Reika, As, Matt und die anderen haben sich ein Burger mit Pommes bestellt. (Da kann ich mir doch bestimmt, die Pommes bei Reika mopsen?) Das Essen und die Getränke kommen. Oh das ist fies, das riecht echt lecker. Sonst sind die Burger im Dinner immer so wabbelig und riechen verbrannt, aber diese sehen toll aus und riechen göttlich. Ich ärger mich gerade, dass ich mir keinen bestellt habe. Liz scheint meinen Blick gesehen zu haben, „magst du die Hälfte von meinen haben? Ich schaffe ihn nicht ganz." Ich drücke meine Lippen leicht zusammen und nicke. Sie schneidet ihn durch und hält mir die Hälfte hin. „Danke, das ist lieb von dir" sag ich und strahle, sie an. Beiße in die Burger Hälfte und er schmeckt so gut wie er riecht, einfach göttlich. Ich scheine dabei ein komisches Gesicht gemacht zuhaben oder lag es vielleicht an dem Geräusch? Nachdem mir dieses göttliche etwas, die Kehle runterglitt, drückte sich ein genussvolles „hmm" die Kehle hoch. Auf jeden Fall spürte ich den Blick von Matt auf mir, ich sehe zu ihm rüber und sein Grinsen wurde ganz breit. „Schmeckt, ja?", ich nicke nur und widme mich dem Rest vom Burger.  

Wir haben jetzt halb sechs, ich will mich langsam losmachen. Möchte zu Hause noch schnell unter die Dusche, bevor ich zu Mia und Jack fahre. Matt bietet mir an mich nach Hause zubringen und das Angebot nehme ich gerne an. Verabschiede mich von allen, „bis du morgen früh im Laden?", fragt mich Liz und ich nicke nur. „Gut, dann sehen wir uns morgen", ich umarmte sie noch und dann gehen Matt und ich zum Auto.  

Wir sitzen im Auto, ich wollte mich gerade bedanken, dass er mich fährt. Da fragt er mich „Du hast wirklich, noch nie Paintball gespielt?", er sieht kurz zu mir rüber, lächelt schräg und startet dann den Motor. „Nein, war heute Premiere für mich."
„Dann scheinst du ein, Naturtalent zu sein. Das war wirklich gut." Lobt er mich und ich fühle mich geschmeichelt. (Das ich so gut Zielen kann, liegt am harten Training).
„Danke, deine Treffer, waren aber auch nicht übel." „Nicht übel! Ja?" Ich nicke
„Ja, nicht übel. Triffst du immer dein Ziel?", er lacht kurz auf
„meist, ja"
„liegt das, an deinem Training, bei der Navy?" Er sieht mich jetzt etwas länger an, zum Glück, ist die Ampel Rot.
„Ja auch, die meiste Erfahrung, habe ich aber, im Dienst gemacht." Er sagte es leicht wehmütig. Sein Blick wirkt traurig. Ich kann nur erahnen, wie schwer es war. Ich überlege gerade, was ich sagen könnte, um das Thema zu wechseln.
„Der Burger vorhin war wirklich gut, oder?", durch bricht er, wieder das schweigen. Jedes Mal wenn ich überlege, was ich sagen könnte, übernimmt er und unterbricht die Stille. Mich würde interessieren, ob es ihm ähnlich geht.
„Ja, war er und der schreit, nach einer Wiederholung."
„Kann es sein, das du gerne Wiederholst?", fragt er mich und schaltet den Motor dabei aus. Was? Wir sind schon da?
Ich kann mich gerade an gestern erinnern, da sagte ich auch, dass es danach schreit, jetzt muss ich schmunzeln.
„Ich wiederhole gerne Sachen, die mir gefallen." Er grinst mich schräg an.
„Gut zu wissen." und zwinkert mir zu. Ich lächele ihn leicht verlegen an.
„Danke, das du mich hergefahren hast."
„Immer wieder gerne."
Er bekommt dieses eine süße lächeln, nicht mehr aus dem Gesicht. Wenn ich das sehe, muss ich auch automatisch Grinsen. „Gut, dann mach ich mich mal langsam los."
„Hm, ist gut. Mach dir einen schönen Abend bei Mia und Jack."
„Danke, wir sehen uns dann morgen." Ich steige aus, sehe noch einmal kurz zu ihm, er nickt mir zu und ich gehe rein.

So mit duschen bin ich durch und umgezogen bin ich auch. Packe noch einszwei Sachen ein und mache mich auf den Weg zur U-Bahn. Ist das normal? Dass ich gerade viel lieber in seinem Auto sitzen würde, als in dieser doofen Bahn? Ich muss gestehen, das ich gerne Zeit mit ihm verbringe. Er ist lustig, Wort gewannt und auch etwas frech, ich mag das. Er ist wirklich mehr, als ein One-Night-Stand!

Ich steige aus, ab jetzt noch vier Blocks und dann steh ich vor ihrem Häuschen. Klingle, Jack macht mir auf und Umarmt mich sofort zur Begrüßung. Bittet mich rein, ich ziehe meine Schuhe aus und gehe ins Wohnzimmer, wo Mia sitzt. Sie steht auf und ich begrüße sie auch, mit einer langen Umarmung, die ich gerade dringend brauche. Dieser Mann wirbelt meine Gedankenwelt wirklich durcheinander. Finde ich das gut? Ich weiß es noch nicht

Matt Steal
Ich warte wieder, bis sie rein gegangen ist. Fahre nach Hause, gehe direkt unter die Dusche. Ziehe mir eine Jogginghose und ein Shirt an, stehe jetzt in meiner Küche und suche mir etwas zu essen. „Ach Mist, ich wusste, ich habe was vergessen.", sage ich mir selbst. Ich wollte schon die ganze Zeit mal einkaufen, so kann ich auch nichts finden.

„Ah, da ist doch, noch was!", ganz hinten im Regal steht eine Dose Ravioli. Jetzt brauch ich nur noch den Dosenöffner! Wo war der noch mal? Und schon habe ich ihn gefunden.

Fertig, ich will mir gerade alles auf den Teller packen, da geht meine Wohnungstür auf. „Was machst du schon hier?", frag ich Liz, die gerade reinkommt. Sie legt den Schlüssel weg, zieht ihre Schuhe aus und kommt zu mir an die Küchentheke. „Ich dachte mir, ich will lieber den letzten Abend, mit meinem Bruder verbringen." Sie setzt sich direkt vor mich auf den Hocker und schaut kurz über die Theke. Ich hebe den Topf in ihre Richtung und sehe sie fragenden an, sie nickt und ich besorge einen weiteren Teller.

Setze mich dann neben sie und wir fangen an zu essen. „Wir haben die ganze Woche kaum Zeit gehabt, miteinander zureden und ich brauche das jetzt." Sie sieht mich mit großen Augen an. „Ist gut, ich bin da und habe wie immer, ein offenes Ohr für dich." „Wie nur eins? Spaß. Nein, ich weiß doch, dass ich immer mit dir reden kann, egal über was.", sagt sie und ich nicke ihr nur zu, habe mir gerade eine große Gabel in den Mund gesteckt, kann deshalb nicht wirklich antworten. „Die Woche ging viel zu schnell um. Ich bin irgendwie traurig, das morgen alles vorbei sein soll. Klar ich vermisse meine Jungs, ganz doll, aber..." ich kann sie verstehen, lege ihr die Hand auf die Schulter und sehe sie einfach nur an. (Klar hat sie dort auch Freunde, Arbeitskollegen und noch unsere Mutter. Aber hier kann sie viel mehr unternehmen, diese Stadt lebt um jede Uhrzeit. Dort ist ab einer bestimmten Zeit Totentanz angesagt. Diese frühe Ruhe war mit einer der Gründe warum ich dort weg bin). „...ach egal, beim nächsten Mal bringe ich sie einfach mit." Sie macht dabei eine abwinkende Handbewegung. „Mach das, aber vorher komme ich euch besuchen." Sie grinst mich an, atmet tief ein „dann kannst du ja Ella mitbringen." Ich sehe sie fragend an.

„Ach komm, ich weiß, das da was läuft. Ihr beiden mögt euch, das sieht doch ein Blinder." „Ein Blinder, ja? Was bin ich denn dann? Weil ich sehe da nichts?" Ich stehe dabei auf und stelle meinen Teller in die Spüle. Bleibe auf der Seite stehen und sehe sie wieder fragend an. „Wirklich nicht? So wie sie dich ansieht und wie sie mit dir redet. Das ist dir nicht aufgefallen? Sie mag dich, ich kann nur noch nicht sagen, wie sehr. Ich habe euch vorhin beobachtet, ihr wart ein tolles Team. Vor allem, bei dem Duell zwischen ihr und Ben. Ben wollte eigentlich dich treffen, sie hat es gesehen und dich zu sich gezogen, damit die Kugel dich nicht trifft. Dass allein, ist ein Zeichen dafür, das sie dich mag." Sie steht währenddessen auch auf und stellt ihren Teller in die Spüle, wir besorgen uns noch etwas zu trinken und wir gehen damit ins Wohnzimmer.

Machen es uns auf dem Sofa bequem, ich atme tief durch. „Ja mag sein, Ben hat mir das vorhin auch erzählt. Ich habe mich vorher schon gewundert, warum sie mich zu sich gezogen hat. Bis ich den Farbklecks am Felsen neben mir sah und wie er dann aus dem Gebüsch kam." „Ja, er war total beeindruckt, dass sie ihn gesehen hat. Er dachte, er habe die perfekte Position und zum Schluss wurde er selber getroffen. Er hat sich vorhin auch mit ihr darüber Unterhalten und sie haben alles geklärt." Ich sehe sie unglaubwürdig an. „Das habe ich gar nicht mitbekommen!" „Ja, sie hat sich bei ihm entschuldigt. Sie wusste zuerst nicht, was sie machen soll. Schießen oder nicht schießen, aber da es nur ein Spiel war, hat sie einfach nur reagiert." Ich nicke nur, bin überrascht, dass sie anscheinend einen kühlen Kopf behalten hat. Jede andere Frau, hätte Panik bekommen, so wie Liz und Reika beim letzten Mal. Aber sie, hat es einfach durchgezogen, das liegt bestimmt an ihrem Training?

„Ok genug von mir. Was ist das jetzt zwischen dir und Ben?" Will ich wissen und setzte mich dabei aufrecht hin. „Ähm, ja das..., wir sind anscheinend offiziell zusammen." „Offiziell?" „Ja, wir haben uns gestern Abend darüber unterhalten und beschlossen es zu versuchen. Er hatte es vorgeschlagen, da konnte ich nicht anders und habe zugestimmt. Was sagst du, denn dazu?" „Ganz ehrlich? Ich habe ihn noch nie so gesehen, wie er jetzt die letzten Tage mit dir war. Es kann schon sein, das er es wirklich ernst meint und ich hoffe es für ihn. Sonst, kann er sein blaues Wunder erleben." Den letzten Satz meine ich tot ernst und muss auch so geschaut haben, Liz schmeißt sich, nämlich gerade weg. Lacht und das steckt an, schon bin ich nicht mehr so ernst und lache mit. „Ich hab dich lieb, weißt du das? Du Knallkopf!", sagt sie und für ihre Beleidigung, muss ich sie durch Kitzeln. Lacht sich schlapp, hat schon Tränen in den Augen und ich höre lieber auf. Bevor sie noch aufhört zu atmen. „Ich habe dich auch lieb, sonst könnte ich dich nicht ertragen." „Oh, das ist nicht nett", sagt sie und schmeißt ein Kissen nach mir. Ich lege meinen Arm in ihrem Nacken und ziehe sie zu mir, in eine Umarmung. „Nein, mal ehrlich. Ich habe dich auch lieb und die Woche war wirklich verdammt kurz. Du wirst mir fehlen, du hast etwas leben hier reingebracht." Sehe mich dabei in meinem Wohnzimmer um. Bin doch jetzt etwas wehmütig, ab morgen Abend, bin ich hier wieder allein. Sie kuschelt sich etwas an und atmet tief durch. „Du wirst mir auch fehlen. Wir können zwar schreiben, telefonieren und vielleicht auch mal Skypen, aber so von Angesicht zu Angesicht ist doch etwas anderes." Ich nicke nur, gebe ihr einen Kuss auf den Scheitel und drücke sie kurz fest an mich.

Wir unterhalten und noch sehr lange, über ihre Arbeit und auch meine. Über alles was uns so beschäftigt. Ich bekomme gerade eine Nachricht von As.
*Nicht eifersüchtig werden! Versprechen es!* Was könnte er damit meinen? Ich schreibe ihm kurz zurück.
*Ok, versprochen. Aber wieso sollte ich eifersüchtig werden?* es dauert nicht lang, da bekomme ich ein Bild. *As liegt auf dem Sofa, Ella liegt auf seiner Brust und schläft. Reika liegt auf Ella und die beiden strahlen um die Wette. Es steht noch ein Text drunter: Kuschel Zeit! Nur leider, ist die Kleine eingeschlafen.* Scheiße, wie ich ihn gerade hasse. Na ja, was soll ich dazu sagen außer *bring sie schnell ins Bett, sie hat morgen Frühschicht.* *brauch ich nicht, sie ist gerade aufgewacht und selber gegangen.* Ich muss gestehen, doch leicht eifersüchtig zu sein. Sehe neben mich, da von Liz schon länger nichts mehr kam und sie ist eingeschlafen, ich stehe auf, bringe sie in ihr Bett und gehe selber in meins. Sehe mir noch kurz das Bild an und schlafe, schnell ein.

Am nächsten Morgen kam ich irgendwie nicht raus. Stehe erst um kurz vor neun auf, ziehe direkt meine Jogginganzug an und laufe eine kleine Runde, ohne am Café vorbeizugehen. War dann lieber noch mal beim Bäcker und im Supermarkt. Ich hatte wirklich gar nichts mehr zu Hause. Mit zwei Tüten komme ich wieder an, bringe sie in die Küche und gehe schnell duschen.

Frisch und angezogen, gehe ich in die Küche. Will Kaffee kochen, da steht Liz schon, im halb Schlaf und schlürft ihre erste Tasse. „Guten morgen, du siehst noch etwas müde aus." „Ja, das ist so, wenn dein Kind meint, dich aus dem Bett zu klingeln um dir freudestrahlend mitzuteilen, das du heute nach Hause kommst." Ich gehe zu ihr und nehme sie einfach mal in den Arm „Sie lieben dich und freuen sich halt riesig, das du wieder kommst." Sie brummt nur noch irgendetwas in mein Shirt. Ich nehme mir auch eine Tasse, schicke Liz zum Duschen und baue den Frühstückstisch auf.

Nachdem Frühstück, packt sie schon ihre Sachen zusammen. Wir haben jetzt kurz nach zwölf, gehen mit Sack und Packard in die Tiefgarage. Ich verstaue alles im Kofferraum, steige ein und wir fahren los. „Kommt Ben auch ins Café?" „Nein, er muss arbeiten und ist dann nachher am Flughafen." Ich nicke ihr zu. As und Reika habe ich eine Nachricht geschickt, dass wenn sie sich verabschieden wollen, sollen sie ins Café kommen.

Dort angekommen, sitzen sie alle drei auf Ellas Lieblingsplatz. (Alle drei, meine ich natürlich, As, Reika und Ella). Wir grüßen sie, ich schnappe mir einen Stuhl und setzte mich dazu. Liz nimmt den linken Stuhl neben Ella, ich setze mich zwischen Ella und Reika. (Ich hatte keine andere Wahl, Reika rutschte schon zur Seite, so konnte ich mich nur da hinsetzen.) Sehe zu Ella rüber und sie unterhält sich angeregt mit Liz. Auf der einen Seite bin ich schon traurig, das Liz wieder fliegt aber auf der anderen Seite, zähle ich schon die Stunden. Bis ich wieder mit Ella allein bin und wir uns besser Kennenlernen.
_____

Ella Miller
„Jack, das Essen war wieder mal der Wahnsinn. Das musst du unbedingt nochmal machen." Ich gebe ihm mein Teller, damit er es in die Geschirrspüle stellen kann. Er grinst „das werde ich machen, nur für dich. Kannst du mir die Schüsseln dort Bitte geben?" Drehe mich um und gebe sie ihm. Gehe dann zu Mia, sie sitzt auf dem Sofa und grault sich den Bauch. „Na hat es dem Baby auch geschmeckt?" Sie grinst und zeigt mir an, dass ich zu ihr kommen soll. Setze mich neben sie und sie nimmt meine Hand, legt sie auf ihren Bauch. Oh man, das Baby bewegt sich ganz schön, das ist ein irres Gefühl. Ich frage mich, ob es sich für sie genauso anfühlt, oder ob es doch ganz anders ist. Ich gehe mit meinem Gesicht näher an ihrem Bauch „Hey Baby, beruhig dich etwas. Mama will mir doch noch dein neues Zimmer zeigen, das geht nicht, wenn du so eine Randale machst." Das Baby scheint mich verstanden zu haben, die Bewegungen lassen langsam nach, „Danke" flüster ich noch leise an Mias Bauch.

Wir stehen auf und gehen nach oben, stehen jetzt vor ihrem alten Gästezimmer. „Es sind noch keine Möbel drin, habe erst mal nur gestrichen." „Jetzt spann mich nicht so auf die Folter und öffne die Tür!" Vordere ich sie streng und nervös zugleich auf. Sie öffnet sie und es steht, eine Leiter drin sonst ist der Raum wirklich total leer. Geradeaus ist diese riesige Fensterfront, die linke Wand ist komplett dunkelblau mit leicht gelben Sternen drauf. „Ist das die Farbe, die ich dir empfohlen habe?" Sie nickt „leuchtet sie wirklich im Dunkeln?" „Ja, tut sie und es sieht wirklich toll aus." Ich sehe jetzt nach rechts, auf der großen Wand ist eine schöne Blumenwiese aufgemalt. In der einen Ecke sitzt ein Winnie Puuh der eine Pusteblume pustet, weiter hinten sieht man Minnie und Micky beim Apfel pflücken. Donald, Daisy, Ferkel und Ia sitzen auf einer Decke und picknicken. Tinkerbell schwebt dazwischen und Tigger hopsten wild umher. Alles in allen ein sehr schönes Bild. „Reika?" „Ja, sie und Ashton, waren die Tage hier und haben mir geholfen. Jack musste ja leider arbeiten." Reika konnte schon immer gut zeichnen, es macht ihr riesig Spaß Wände voll zu malen. Bei uns zu Hause, musste ich sie schon stoppen, sonst wäre alles voll. „Die beiden haben sich gesucht und gefunden.", sage ich und sie nickt „Die beiden sind total vernarrt ineinander." „Ja stimmt, ich freu mich, für sie." Sehe zu ihr und sie nickt wieder zufrieden. „Morgen fliegt Liz wieder, oder?" Jetzt nicke ich. „Ich habe nur kurz mit ihr geredet, aber sie scheint auch eine Nette zu sein. Sie würde gut zu uns dreien passen, oder?" „Ja das stimmt wohl. Ich habe mich sofort mit ihr verstanden. Ich werde sie schon vermissen und das nach einer so kurzen Zeit."

„Jetzt mal was anderes! Was ist das jetzt zwischen dir und Matt?" Sie dreht sich zu mir und sieht mich fragenden an, ich gehe zum großen Fenster und setzte mich dort hin. „Wenn ich das wüsste!" Senke dabei den Blick. „Du hast ihn am Anfang nicht beachtet, dann läuft er dir öfters über den Weg, dann am Mittwoch diese eine Nacht und gestern das Essen. Ist denn sonst noch was passiert, seit dem?" „Wir waren heute, mit dem anderen Paintball spielen. Ich war natürlich in seinem Team." „Natürlich! Er ist doch, eindeutig mehr, als ein One-Night-Stand? Die hättest du nicht noch mal wieder getroffen!" „Ach Mia, wenn ich das wüsste. Ich bin irgendwie gern mit ihm zusammen, er bringt mich zum Lachen und lenkt mich ab. Dadurch muss ich nicht als an den Stress denken, der eigentlich hinter mir liegt, aber doch noch präsent ist. Ich mag auch seine ruhige Stimme, generell die ruhige Art die er ausstrahlt." Jetzt habe ich mich um Kopf und Kragen geredet, merke, wie mein Grinsen immer breiter wird und meine Wangen warm. „Du magst ihn? Aber nicht als Freund, sondern mehr? Kann das sein?" Sie hat sich mittlerweile zu mir gesetzt und legt ihre Hand auf meine. „Und genau das weiß ich nicht! Was ich aber weiß ist, das er mich Körperlich ganz schön anzieht. Mein Körper schreit, regelrecht nach einer Wiederholung von DER Nacht." Nachdem ich das gesagt hatte, kommt Jack ins Zimmer. „Dann mach es doch einfach. Wiederhole, Die Nacht und Genies es einfach Mal", sagt er. Ich sehe ihn an und zucke nur mit den Schultern. Wir unterhalten uns noch etwas und um halb elf fährt mich Jack nach Hause.

Ziehe meine Schuhe aus und lege meinen Schlüssel in die Schale auf der Kücheninsel. Sehe ins Wohnzimmer, Reika und As sitzen dort zusammen gekuschelt und sehen fern. Ich bin kurz am überlegen, mich zu ihnen zu setzten, bin aber auch todmüde. Die Entscheidung, wird mir prompt abgenommen. „Hey süße, setzt dich zu uns." Ich schüttel leicht den Kopf, erkläre ihr, dass ich sie nicht stören will und doch lieber in Bett gehe. Sie steht auf, kommt zu mir, nimmt meine Hand und zieht mich mit zum Sofa. Zeigt As an, das er rücken soll und setzt mich zwischen die beiden. „Sie braucht kurz eine Kuscheleinheit. Du hast doch nichts dagegen, oder?" Fragt sie ihn. Wirklich? „Ich nicht, kenne da aber jemanden, der jetzt lieber hier wäre" er grinst mich an und zwinkert. Ich sehe ihn nur fragenden an. Er legt seinen Arm in mein Nacken und zieht mich zu sich, so dass ich auf seiner Brust liege. (Er lag schon halb auf dem Sofa). „Du weißt, wen ich meine?", flüstert er mir noch ins Ohr und ich kann es mir schon denken, muss leicht schmunzeln. Jetzt liegen wir hier, ich angekuschelt an As und Reika kuschelt sich an mich. Sandwich halt. Ich scheine kurz eingeschlafen zu sein. Ich verabschiede mich und geh ins Bett. Muss morgen früh raus.

Werde durch ein Quietschen geweckt, stehe auf, gehe schnell unter die Dusche. Ziehe mich rasch an und will so schnell wie möglich hier raus. Das Quietschen wird immer schneller, jeder weiß was das bedeutet und ich kann mir, das jetzt nicht anhören. Nicht nach diesem Traum, den ich von Matt hatte.

Der Vormittag geht so schnell um und schon haben wir kurz vor zwölf. Gebe Clara Bescheid, das ich heute eine längere Pause mache. Setzte mich auf meinen Lieblingsplatz und trinke einen Cappuccino. Kurze Zeit später kommen Reika und As zu mir. Wir Begrüßen uns und ich konnte es mir nicht verkneifen, sie darauf anzusprechen, dass sie ein neues Bett braucht, und zwar so das As es nicht versteht. Sie lacht heißer und schämt sich etwas. „Ist es wirklich so schlimm?", fragt sie, „Etwas!" Antworte ich, sie läuft knallrot an und As sieht uns fragend an, da er es eigentlich nicht verstanden hat. „Geht es etwa um dein Bett?" Fragt er dann und ich muss loslachen. (Hat er uns doch verstanden. Geschweige ihre Reaktion gedeutet.)

Genau jetzt kommen Liz und Matt zu uns. Die beiden werden von uns herzlich gegrüßt, Liz setzt sich direkt zu mir und will wissen, warum ich eben lachen musste. Reika sah mich an, schüttelte leicht dem Kopf und ich verkneifen es mir lieber. Matt hat sich mit einem weiteren Stuhl direkt neben mich gesetzt, er hatte auch nicht wirklich eine Wahl. Reika hat ihn dort hingewiesen. Liz und ich unterhalten uns angeregt, Matt berührt mich kurz am Arm und alles fängt an zu kribbeln. Sehe kurz zu ihm rüber und er unterhält sich, mit As und Reika und grinst dabei. Irgendwie ist er schon Süß, sehe wieder zu Liz und höre ihr leider kaum noch zu. Muss an heute Abend denken, wie es wohl laufen wird? Ich denke, ich werde Jacks Rat befolgen und es genießen.

Wir haben jetzt kurz nach zwei und Liz muss langsam los. Sie verabschiedet sich von Reika und As mit einer dicken Umarmung. Reika und sie haben vorhin auch noch schnell die Nummern getauscht, Liz meinte, dann das wir zusammen sie Besuchen kommen könnten und wir nickten das beide nur ab. Sie dreht sich jetzt zu mir, drückt mich ganz doll, wünscht mir für heute Abend viel Spaß und verspricht mir noch sich zu melden, wenn sie wieder zu Hause ist. Sehe dann noch kurz zu Matt, er nickt mir zu und ich konnte nicht anders als zu grinsen.
Jetzt sind die beiden gefahren, Reika und As haben sich auch von mir verabschiedet und ich mache mich wieder an die Arbeit.

Achtzehn Uhr Fünfundfünfzig, ich ziehe meine Schuhe an und gehe schon mal runter. Matt müsste auch gleich kommen, haben uns ja auch für sieben verabredet. Ich ziehe die Haustür unten auf und will gerade raus. Da stoße ich schon mit jemandem zusammen. „So eilig hast du es? Wenn ich das gewusst hätte, wäre ich früher gekommen." Ich sehe hoch in zwei fesselnde blaue Augen, muss grinsen. „Das hättest du wirklich tun können! Ich habe nämlich riesigen Hunger!" Er sieht mich mit einer hoch gezogenen Augenbraue an. Das hast du jetzt nicht erwartet, was? Gehe an ihm vorbei, ziehe ihn leicht am Ärmel, um ihn anzuzeigen, dass er mit kommen soll. Er läuft neben mir und sieht mich die ganze Zeit an. „Was? Hab ich was im Gesicht?" Sehe zu ihm hoch. Er beißt sich von innen auf die Lippe und kann sein dickes grinsen nicht verbergen. Ich ziehe darauf fragend einer meiner Augenbrauen hoch und schüttel leicht den Kopf. „Ja, du hast da was! Und das steht dir sehr gut." Hä? Ich stehe auf dem Schlauch, muss auch so geschaut haben. „Ich rede von deinem lächeln.", ergänzt er noch. Mein Grinsen wird automatisch breiter und meine Wangen werden warm „danke" flüstere ich. Gut das wir jetzt da sind. Er hält mir, wieder Gentleman like die Tür auf. Woag der Besitzer des Ladens und Reikas Onkel, begrüßt mich gleich Herzlich. (Ich muss dazu sagen, das Woang immer nur auf Japanisch mit mir spricht, damit ich nicht aus der Übung komme). Egal. Er bringt uns zu meinem Tisch am Fenster. (Ja, hier habe ich auch schon einen eigenen Platz). Wir setzen uns, Woang fragt Matt nur, ob er Fisch isst und er bejaht es. Woang verschwindet sofort wieder, Matt sieht mich nur fragenden an. „Wir bestellen nicht. Er bringt uns einfach was.", sage ich „Okay, dann lass ich mich überraschen." „Das ist auch besser so, er kocht dir Sachen zusammen, die wirklich lecker sind. Du willst aber nicht wissen, was es ist." Ich muss bei meiner eigenen aussage, heftig schmunzeln und den Kopf schütteln. „Du sprichst aus Erfahrung, stimmt's?" Ich nicke nur und schon kommen die Getränke. Zehn Minuten später kam dann auch, das essen, er hat uns Sushi und Ramen gebracht. Ich liebe Sushi, vor allem wegen der Sojasoße und der Wasabi. Während des Essens unterhielten wir uns darüber, wie ich zur Kampfkunst kam und er zu seiner Schauspielerei. (Im Endeffekt haben wir unser letztes Gespräch einfach weiter geführt und auch diesmal war seine Geschichte interessanter als meine). Er ist durch Zufall dazu gekommen. Nach der Navy, arbeitete er als Bühnenaufbauer beim Theater und war ein halbes Jahr mit der Hauptdarstellerin zusammen. Sie brauchte öfters Hilfe beim Proben und da kam nur er infrage. Bei der Premiere fiel der Hauptdarsteller aus und sie wollte ihn, es kam wie es kommen musste und er half aus. Nachdem Stück kam ein Scout auf ihm zu, der suchte, ein neues Gesicht für eine Serie und fand ihn toll. So kam er dazu. Er meint, das es ihm Spaß macht und er gerade auch nichts anderes machen möchte.

Feedback

Logge Dich ein oder registriere Dich um Storys kommentieren zu können!

Autor

Yukios Profilbild Yukio

Bewertung

Noch keine Bewertungen

Statistik

Kapitel:9
Sätze:2.376
Wörter:27.643
Zeichen:150.674

Kurzbeschreibung

Ella vertraut keinem Mann mehr. Dann erscheint Matt. Am Anfang hat sie kein Interesse. Wird er es schaffen und sich interessant machen? Lest es hier. Viel Spaß

Kategorisierung

Diese Story wird neben Abenteuer auch in den Genres Liebe, Erotik, Freundschaft und Familie gelistet.

Zugehörige Readlist

Café in der Seitenstraße (1 von 4)
StorysRomaneMehrere Genres
Von Yukio

52 9 4 18
Doki Doki (2 von 4)
StorysRomaneMehrere Genres
Von nagayto

24 2 1 12
Donner und Dorian (3 von 4)
StorysGeschichtenMehrere Genres
Von Sour

32 4 4 3 18

Ähnliche Storys