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Café in der Seitenstraße

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15.7.2019 12:39
16 Ab 16 Jahren
Heterosexualität
In Arbeit

Autorennotiz

Hallo ihr Lieben, ich nehme es gleich vor weg.

Ich behersche die Rechtschreibung und Grammatik nicht, setzte Kommas wo keine hin gehören und schreibe Wörter groß die klein sein sollten sowie umgekehrt.

Ich weiß, das es das lesen nicht gerade einfach macht und hoffe, das ihr es mir nachseht und es trotzdem lest.

Ein Betareader lässt sich leider nicht so schnell auftreiben. Es sei solche Storys gefallen dir, dann melde dich per PN bei mir.

Jetzt aber viel Spaß beim lesen
Gruß Yuki

4 Charaktere

Ella Miller

Ella ist 32Jahre alt, Baristerin von Beruf. Besitzerin des Café Crumps.

Matthew Steal

Matthew ist 34Jahre alt, Matt wird er nur genannt. Er ist Schauspieler und nennt sich John New. Vor seiner Schauspielkarriere war er bei den Navy Seals.

Benjamin und Ashten

Ben 34Jahre alt Bester Freund von Matt. As 35Jahre alt ebenfalls Bester Freund

Reika

34 Jahre alt, Japanerin. Mittbewohnerin und gute Freundin von Ella

Matthew Steal

Ich bin ein Gewohnheitstier! Manche Männer brauchen einen Kaffee, die anderen machen Frühsport oder nehmen eine kalte Dusche, um wach zu werden. Ich brauche nur eine große Runde joggen und einen Kaffee aus dem Crumps.

Ein Kaffee, ein Blick und es war um mich geschehen!

Montag: Ich betrete wie immer das Café, bleibe wie angewurzelt stehen mein Körper will mir nicht mehr gehorchen und das nur, weil ich sie vor der Hollywoodschaukel die Getränke verteilen gesehen habe. Sie sieht in meine Richtung, kommt sogar auf mich zu, ich vergesse fast zu atmen. Ihre Augen, die mich für einige Sekunden ansahen, haben ein solches Grün, dass man darin versinken und nie wieder auftauchen möchte. Sie läuft an mir vorbei, zu dem Tisch hinter mir, die Gäste dort wollen etwas bestellen.

Nervös und doch wieder des Bewegens mächtig, setze ich mich mit rasendem Herzen auf einen der weißen Cocktail-Sessel, die mitten im Raum zwischen großen Pflanzen stehen. Diese bieten mir Schutz vor den Blicken der anderen Gäste, die sonst erkennen könnten, wie angespannt und aufgeregt ich gerade bin. Ich überlege, was ich sagen könnte, damit sie endlich mit mir spricht. Ob ich diesmal einen anderen Kaffee bestelle? Bis jetzt habe ich immer einen schwarzen genommen. Oder sollte ich mir heute nur eine Cola gönnen? Nach dem anstrengenden Lauf tut eine süße Abkühlung sicher gut. Ich schüttele schließlich den Kopf. ‚John New‘, ermahne ich mich bei meinem Künstlernamen. ‚Du glaubst doch nicht wirklich, die Wahl deines Getränkes entscheidet, ob sie mit dir spricht!‘ Ich versuche, mich abzulenken, hole schließlich mein Manuskript raus, das ich öfters bei mir trage, um spontan für meine Rolle zu lernen. Doch es fällt mir schwer. Immer wieder wandert mein Blick über die vier verschiedenen Sitzecken hinweg bis zum braunen Tresen, in der Hoffnung einen kurzen Blick auf die Frau zu bekommen, die einen Kopf kleiner ist als ich.

Sie steht wieder hinter dem Tresen, die hellbraunen Haare wie immer zu einem Zopf gebunden und bedient mit schnellen Handgriffen den Kaffeevollautomaten. Nachdem sie ihr Tablett mit den verschiedensten Getränken befüllt hat, läuft sie wieder an mir vorbei und so konnte ich einen Blick auf ihre schlanke Figur mit den Rundungen und Kurven an den richtigen Stellen erhaschen, bevor sie hinter den großen Pflanzen verschwindet.

Diese Frau ist einfach der Wahnsinn! Zuerst dachte ich, sie sei ein normaler Gast in dem Café, das ich durch Zufall in der Seitenstraße fand, doch sie stand zwei Tage später hinter dem Tresen und bediente. Meinen Kaffee bestelle ich seitdem nur noch bei ihr. Sie ist der Grund, warum ich jeden Morgen meine nicjt so schweistreibende Joggingrunde im Crumps beende. Ich komme nicht wegen der Stars und Sternchen, die hier ein-und ausgehen und deren einzelnen Gesichter ich vom Set her kenne. Nicht wegen der gemütlichen Sitzecken, die es hier in verschiedenen Ausführungen gibt. Und auch nicht wegen der erstaunlichen Ruhe, die der Laden bietet, auch wenn er mal gut gefüllt ist, aber sich nie so voll anfühlt und mir immer die ideale Stille bietet, um meinen Text zu lernen. Nein, sie ist es, die mich immer wieder hier herzieht. Diese Frau ist, alles in allem perfekt, wenn sie mich nur nicht ignorieren würde. Noch hat sie kein einziges Wort mit mir geredet. Es gibt auch Tage, da sieht sie mich nicht einmal an. Habe ich was falsch gemacht? Oder hat sie generell was gegen Männer? Das wäre wirklich schade.

Ich schaffe es endlich mich, auf meinen Text zu konzentrieren, Texthänger kann ich mir diesmal nicht leisten. So wie es bei meinem letzten Film, der doch mittlerweile auf der einen oder anderen Kinoleinwand läuft, passiert war. Rosa King, meine Managerin, die hart und auch herzlich sein kann, war davon nicht ganz begeistert ‚so darf das nicht weiter gehen John, ich kann mich nicht immer schützend vor dich stellen. Der Text muss sitzen, sonst musst du dich wie die letzten vier Jahre wieder mit den kleinen unbedeutenden Nebenrollen zufriedengeben und das wollen wir doch nicht.‘ Und sie hat damit so recht, deshalb darf ich mich nicht ablenken lassen. Eine gute Rolle zu bekommen ist wirklich schwer, schwerer als jedes Gefecht, das ich bei den Navy Seals hatte, ganze zwölf Jahre lang. Die Jungs würden jetzt lachen, wenn sie erfahren würden, dass ich Texte anstatt Karten studiere. Aber was tut man nicht alles, um in dem Dschungel namens Leben zu überleben.

Ich war so in meinem Text vertieft, dass ich nur nebenbei mitbekommen habe, dass eine Kellnerin neben mir stand und mich fragte, was sie mir bringen könne. Nachdem ich endlich die Passage fertig gelesen habe, sehe hoch, direkt in das schönste Gesicht, das ich kenne. Ich versuche meinen Puls, der gerade wieder in die Höhe geschossen ist, zu regulieren, doch es gelingt mir nicht. Die Wörter, die ich sagen wollte, waren auch auf einmal alle weg, doch bevor sie mir wieder einfallen, stellt sie mir ein Glas Wasser und eine Tasse Kaffee hin. Wieder ohne ein Wort ohne einen wirklichen Blickkontakt. Sie dreht sich um und verschwindet wieder hinter den großen Pflanzen. Okay das ist ganz neu! Ich habe sie die letzten Tage wohl zu oft angesprochen. Mit üblichen Floskeln.

Vielen Dank. Wie, schön Sie hier zu sehen …

Sie sehen heute wieder gut aus …

Das Wetter heute ist einfach scheußlich nicht?

War das da gerade wirklich …?

Aber es kam nichts von ihr zurück, nicht mal ein Grinsen. Ich hätte es verstanden, wenn sie geschnaubt oder die Augen verdreht hätte, aber selbst das tat sie nicht. Na ja, was soll ich machen? Wenn sie mir weiterhin die kalte Schulter zeigt, werde ich sie wohl in Ruhe lassen müssen. Doch ich mag die Hoffnung nicht aufgeben. Ich lege die zwei Doller fünfzig hin, lehne mich zurück auf meinem weißen Sessel, mit dem Glas Wasser in der Hand und trinke es fast in einem Zug aus. Mein Flüssigkeitshaushalt dankt es mir sofort und kühlt mich von innen etwas ab. Tausche das Glas gegen die Tasse, nehme den ersten Schluck, doch diesmal ist etwas anders.

Der geschmack des Kaffees ist viel intensiver, viel erdiger. Ich hätte es schon am Geruch merken müssen, dass es nicht der gleiche ist, den ich sonst trinke. Für einen Moment schließe ich die Augen, genieße diesen vollen Geschmack und sauge den leicht herben Duft in mich ein. Auf gewisse Weise erinnert er mich sofort an Benjamin und Ashton zwei alte Freunde, die mir aus der Navy-Zeit geblieben sind. Ich denke gerade an die Trainingseinsätze im Wald, dort mussten wir drei Monate lang ohne richtiges Essen und ordentlichen Schlafplatz überleben. Das fiel uns nicht immer leicht, zu essen, was uns die Natur gab und auf dem kalten harten und manchmal nassen Boden zu schlafen. Es gab natürlich auch schöne Momente, wie jede Nacht den Sternenhimmel über sich zu haben oder verschiedene Waldtiere tagsüber zu sehen oder nachts zu hören. Die langen Gespräche mit den Jungs am Lagerfeuer oder auch mal die Streiche, die wir uns gespielt haben.

Ja, das war schon eine interessante Zeit, ich fange an zu schmunzeln, öffne meine Augen und schau zu der Kellnerin rüber, die mir noch den Verstand raubt. Sie sieht mich direkt an und lächelt schräg. Welch Ironie, dieses halbherzige Lächeln macht diese Frau noch viel hübscher und attraktiver. Sie fühlt sich anscheinend ertappt, da sie sich sofort wieder wegdreht. Ich widme mich wieder meinem Kaffee, nehme einen weiteren Schluck und genieße ihn einfach. Mein Handy vibriert, ich stelle die Tasse auf den Tisch und hole es aus meinem Sport-Armband und sehe, dass es eine Nachricht von Ben ist.

Ich öffne sie.

Hi, habe gesehen, dass dein Film im Kino kommt. Wie schaut's, sehen wir ihn uns an? As ist schon total gespannt und ich irgendwie auch. Also, was ist? Leuchten mir seine Worte entgegen. Einen Augenblick überlege ich. Ein Kinobesuch mit den beiden? Warum nicht!

Alles klar, dann bleibt mir wohl keine andere Wahl, als mitzugehen. Wo treffen wir uns? Tippe ich ins Handy und erhalte prompt eine Antwort.

Direkt vorm Kino können danach noch was machen, wenn Lust besteht.

Klar schreibe ich zurück, schalte es aus und stecke das Handy zurück.

Dann werde ich mir den Film zum zweiten Mal ansehen, bei dem ich meine erste etwas größere Rolle hatte. Die Premiere hatten wir schon und ich muss sagen, bis jetzt gefällt er mir. Ich sehe auf meine Uhr und es wird langsam Zeit, dass ich mich auf den Weg mache. Ich packe mein Manuskript ein und stehe auf. In der Tür bleibe ich noch einmal kurz stehen und werfe einen Blick zurück zu meiner Traumfrau. Wie gerne würde ich ihn lieber mit ihr sehen.

                                                                     

Traumfrau

Freitag halb sieben: Ich stehe in meinem noch geschlossenen Laden hinter dem Tresen und brühe mir den ersten Kaffee auf. Während es hinter mir rattert und zischt, ziehe ich mir die Schürze um. In einer halben Stunde öffne ich den Laden, solange genieße ich diese Stille, die gerade herrscht. Nehme mir meine Tasse, drehe mich in die Richtung der Tische und muss anfangen zu schmunzeln. Es war eine sehr gute Entscheidung, das Café vor drei Jahren zu eröffnen. Sogar die beste überhaupt, ich hatte schon immer in der Gastronomie gearbeitet. Der erste Job, den ich hatte, war in einem Drei-Sterne-Restaurant als Kellnerin. Mit sechsundzwanzig habe ich drei Jahre lang eine eigene Bar besessen, leider ein sehr schwarzes Kapitel in meinem Leben. Aber jetzt wird alles besser, die Grundvoraussetzung ist schon eine andere. Ich führe das Café nicht allein, sondern mit meiner besten und längsten Freundin Mia und ihrem Mann Jack zusammen.

Mia kann gut mit fremden Menschen umgehen, sie ist nett, freundlich und hat immer ein Lächeln im Gesicht. Ich bin in der Richtung nicht gerade der offene Typ, das war mal anders, aber meine Vergangenheit hat mich eines Besseren belehrt und seitdem traue ich keinen mehr so schnell. Jack ist der beste Koch, den ich kenne, durfte damals schon mit ihm im Restaurant zusammenarbeiten. Mia und er haben sich auch durch mich kennengelernt, mal so am Rande. Ich sage ihm immer, der Erfolg vom Restaurant kommt von seinem guten und ideenreichen Essen, aber er ist so bescheiden und glaubt mir das natürlich nicht. Er wäre einfach nur ein Koch, der sein Handwerk liebt, und das schmeckt man.

Sehe auf die Uhr, ‚Oh man, da war ich aber lange in Gedanken, Mensch Ella jetzt aber Hop Hop‘ ermahne ich mich selbst, trinke den letzten Schluck und stelle die Tasse in die Spüle. Schalte überall das Licht ein, begebe mich zur Tür und schließe den Laden auf. Mia, Jack, eine Kellnerin und zwei Küchenhelfer begrüßen mich, gehen rein und machen sich sofort an die Arbeit.

Ich drehe das Schild am Fenster um, „geöffnet”, steht jetzt auf dem schwarzen Schild mit weißer Schrift. Es dauert auch nicht lang, da stehen die ersten Kunden an meinem Tresen und bestellen sich, Coffee to go.

Fast zehn: Ich sitze mit meinem Laptop an meinem Lieblingsplatz, Tisch Nummer neun. Der an der riesigen Fensterfront, bestehend aus einem kleinen braunen Bistrotisch und zwei schwarzen stilvoll geschwungenen Stühlen, darauf gemütliche beige Kissen. Ich klappe den Laptop auf und starte gleich das Bestellprogramm von unserem Lieferanten. Jack gesellt sich mit ein paar Pancakes und Kaffee zu mir, wir gehen die Bestellung durch und natürlich stibitze ich ihm was von seinen Pancakes.  

„Was brauchst du noch?" Er sieht sich die Liste an und fügt noch eins zwei Zutaten dazu. Clara, eine unserer Kellnerinnen, die schon damals in meiner Bar gearbeitet hat, steht an unserem Tisch und bittet Jack, mit in die Küche zu kommen. Er sieht mich zuerst fragend an, nach dem ich ihm mit einem Nicken zeigte, dass wir fertig sind, steht er auf und geht mit Clara in die Küche. Die Bestellung schicke ich sofort ab, kümmere mich noch um die ein oder andere Mail und lasse mich von der Musik im Ohr berieseln.

Mein Blick schweift wieder durch den Laden und bleibt sofort bei John New hängen. Er ist in Gedanken versunken, mit einem Heft in der Hand und starrt leicht zu Boden. Seit drei Wochen kommt er jeden Tag hierher, ab und an nach dem joggen, sitzt immer in diesem Cocktail-Sessel und liest immer in diesem Heft. Wenn ich ihn so sehe, muss ich sofort an Dienstag denken. Reika, Mia und ich waren am im Kino, Reika meine Mitbewohnerin und Seelenverwandte, hatte die Karten besorgt, für 'House without us' ein Actionfilm. Ich stehe eigentlich überhaupt nicht auf solche Filme, das ständige Geballer und In-die-Luft-Gejage macht mich kirre. Aber dieser Film hat mich überrascht, er war nicht so actionreich, wie ich zuerst dachte. Reika hat den Film nicht wegen der guten Kritik ausgesucht, sondern weil ihr der Schauspieler gefallen hat, „Was denn? John New ist heiß", hat sie sich verteidigt, wenn sie da schon gewusst hätte, dass er jeden Tag hier ist. Hätten wir den Film vielleicht nicht gesehen oder vielleicht gerade dann?

Am Mittwoch hatte Reika, mir im Laden ausgeholfen, was sie ab und zu tat. Sie hatte zwei Tassen von ihrem Tablett verloren, nur weil John wie jeden Tag ins Café kam. Gut, dass ich nicht weit von ihr weg stand und die Tassen fangen konnte. Ich sah sie an, „Mensch Reika, was war das denn gerade?" Doch sie starrte nur zu ihm. Nachdem sie sich wieder gefangen hatte, ging sie direkt zu ihm und lud ihn zum Kaffee ein. Sie saßen neben dem Tresen auf den Hollywoodschaukeln und unterhielten sich. Zuerst hat er nur von sich gesprochen ‚Typisch Schauspieler, reden nur von sich‘, dachte ich, doch dann überraschte er mich und es gab ein gegenseitiges Interesse. Nur die Blicke, die er mir zugeworfen hatte, konnte ich irgendwie nicht deuten.

Aber bei diesem Typ Mann sollte wirklich aufgepasst werden Sie sehen verdammt gut aus. So wie John, er ist einsneunzig groß, hellbraune Haare, oben etwas länger und die Seiten ganz kurz rasiert. Ich stehe auf diesen Look. Eisblaue Augen, die jede Frau zum Schmelzen bringen. Einen gut durchtrainierten Körper, aber auch nicht zu viel. Zumindest das, was man im Film sehen konnte. Sein Gesicht ist sehr markant und doch hat es irgendwie was Weiches an sich, vor allem wenn er so in seinen Gedanken verloren ist, wie jetzt gerade. Eigentlich genau richtig, aber solche Männer haben meist einen Arschloch-Charakter. Sie lassen dich fallen, sobald sie haben was sie wollen, und auf so etwas habe ich keine Lust mehr. Die Geschichte von vor fünf Jahren braucht keine Wiederholung.

Zwei eisblaue Augen dringen zu mir durch, sehen mich fragend an, ich nicke nur leicht und sehe sofort wieder auf meinem Laptop. Mia steht neben mir und sieht mich leicht böse an, ist sie vielleicht immer noch sauer? Weil ich vor fünf Jahren sie einfach für zwei Jahre verlassen hatte, ohne was zu sagen? Ich musste nach dem ganzen Scheiß einfach raus, packte meine Sachen und bin nach Japan geflüchtet. Doch sie fängt sich, grinst mich leicht an und fragt, ob ich schon die Arbeitspläne für nächste Woche fertig habe. „Nein noch nicht, setze mich sofort dran. Gibt es etwas, das ich berücksichtigen muss?" Sie nickte und wir besprechen kurz ihre Anliegen.

Nachdem sie wieder gegangen ist, setzte ich mich sofort an die Pläne. Versuche, meine Gedanken zu sortieren, doch irgendwie klappt es gerade nicht, sehe aus dem Fenster und eine Gestalt im dunkelblauen Shirt huscht vorbei. Ich erkenne sie sofort, tausend Gedanken schwirren mir im Kopf herum, kralle mich am Stuhl fest und spüre, wie die Wut sich ihren Weg sucht. Mein Ex Paul steht am Tresen und bestellt sich etwas, ich kann mich überhaupt nicht bewegen, kaum atmen. Doch bevor ich irgendwie reagieren konnte, egal auf welche Art und Weise, läuft er schon an mir vorbei Richtung Tür und verschwindet wieder. Ich atme tief durch, sacke auf meinem Stuhl zurück und eine Last fällt von mir. Jetzt schaffe ich wirklich nicht mehr irgendetwas zu machen, packe mein Laptop ein und gehe wieder nach hinten, vielleicht kann ich da die Pläne schreiben.

 Matthew Steal

Es ist Samstag: Ich stehe an der Straßenkreuzung und warte.

Mein Regisseur von Get ready, Kumite, hat vier Karten für ein Karate Turnier besorgt. Als Hilfe für unseren Dreh, da geht es um einen Polizisten, der nach der Ermordung seiner Familie der Drogenmafia Rache schwört und sie mit der Kampfkunst besiegen will. Das Turnier soll helfen, besser in die Rolle zukommen. Ein kleines rotes Auto bleibt neben mir stehen. „Na, sollen wir dich mitnehmen?“ Ich sehe ins Auto und meine Filmkollegen sitzen darin. „Klar“, antworte ich und steige ein.

Wir parken an einer großen Halle, steigen aus und gehen rein. Die Halle sah von außen schon groß aus, aber von innen ist sie riesig. Sitztribünen überall an den Seiten und drei große Matten in der Mitte. Unsere Sitze sind im Abschnitt D, das ist am anderen Ende der Halle. Wir drängen uns durch das Gewusel vor den Sitzreihen. Nach einer halben Ewigkeit sind wir endlich angekommen. Brauchen auch gar nicht weit nach oben, da unsere Sitze in der zweiten Reihe sind. Sitzplatz-Nummer dreizehn ist meiner, ich setze mich und sehe mich ein wenig um. Wir haben einen direkten Blick auf die dritte Kampfmatte, die Reihe vor uns ist noch leer und für die Teilnehmer reserviert. Rechts neben den Eingang, von dem wir gerade kamen, stehen kleine Imbissbuden.

Die Reihe vor uns füllt sich gerade, sechs Typen setzen sich mit ihrem rot-weiß-Schwarzen Trainingsanzug hin. An der Seite steht der Trainer in den gleichen Farben wie sein Team und neben ihm steht eine Frau.

Sie trägt ein typisch chinesisches rotes Kleid mit einer weißen Orchidee darauf, darunter trägt sie schwarze Leggings. ‚Kämpft sie den auch?‘ Ihre Haare hat sie zu einem hohen Zopf gebunden, der Pony hört direkt über ihren Augen auf. Von ihrem Gesicht kann man leider nicht viel erkennen, da sie eine Maske trägt und dies verdeckt ihren Nase-Mund und Kinn. Aber ihre Augen, sie kommen mir bekannt vor. Dieses Grün? Obwohl, diese hier dunkler ist und gefährlicher wirken. ‚Das kann nicht sein!‘ Die Frau sieht sich um, unsere Blicke treffen sich für ein Bruchteil an Sekunden, sie sieht mich fragend an und dann wieder weg.

Der erste Wettkampf beginnt, die Kämpfer haben jetzt drei Minuten, um sich zu beweisen. Doch dieser Kampf ist nach knapp fünfzig Sekunden zu Ende. Der Sieger dieser Runde ist, schnell und schlägt präzise zu. „Man, Tobi ist diesmal wieder sehr stark. Ob Shina, ihn diesmal schlagen kann?“ Höre ich die Reihe vor mir tuscheln. Der Typ heißt wohl Tobi, er sieht eigentlich gar nicht so stark aus. Ich scheine das Gesicht fragend verzogen zuhaben, Akio einer meiner Filmkollegen, der neben mir sitzt und von dem ich nicht genau weiß, ob er Japaner oder Chinese ist. Schaltet sich ein. „Lass dich nicht von seinem Äußerem täuschen, er ist wirklich gefährlich.“ Das glaube ich ihm gerne, so schnell wie er den anderen ausgeschaltet hat. „Sag mal Akio, du weißt doch bestimmt so einiges über die Teilnehmer, oder?“ Er sieht mich zuerst fragend und dann mit einem Dicken grinst an. „Soll ich dir sagen, was Tobi eigentlich arbeitet? Das wirst du, mir nie glauben.“ Mir bleibt kurz der Mund offen, da er mich mit großen Augen anstrahlt. Das wollte ich eigentlich nicht wissen, aber ich starte trotzdem ein Versuch.

„Anwalt!“

„Nein, er ist Physiotherapeut und auch noch der beste hier in der Stadt.“

„Ah, gut zu wissen“, lüge ich ihn an und frage ihn dann doch endlich, was ich wissen will. „Weißt du vielleicht auch, wer sie ist?“ Ich zeige zu der Frau, die mich vorhin fragend ansah.

„Das? Das ist Shina. Sie ist seit zwei oder drei Jahren dabei. In Ken ist sie unbesiegbar, aber im Nahkampf leider nicht, sie macht bis jetzt immer nur den zweiten Platz. Das liegt daran, dass sie immer zu schnell aufgibt.“ ‚Shina, also? Hört sich interessant an.‘ Ich hebe gedankenverloren eine Augenbraue und sehe ab und zu wieder in ihre Richtung. „Sie hat irgendetwas Geheimnisvolles an sich, oder?“ Da hat er recht, ich nicke ihm nur zu und höre, wie sie aufgerufen wird.

Sie steigt in den Ring, verbeugt sich vor dem Gegner und vor der Jury. Ein Gong ertönt, der Kampf beginnt und ist nach dreißig Sekunden wieder zu Ende. Shina hat ihren Gegner einfach aus dem Ring gedrängt.

Die nächsten Kämpfe, die sie und Tobi bestreiten, waren immer schnell zu Ende. Jetzt haben wir die Pause vor dem Viertel Finale. Akio und ich gehen uns etwas zu essen besorgen. Wir teilen uns auf, ich besorge die Getränke und er das Essen. Die anderen beiden Kollegen von uns, sind kurz rausgegangen. Die Schlange vor den Getränken ist zum Glück nicht so lang. Vor mir steht der Trainer aus unserem Abschnitt, er strahlt eine mächtige Autorität aus. Selbst ich, der nichts mit Kampfkunst zu tun hat, würde mich vor ihm verbeugen und das, hat was zu heißen. Der Typ neben ihm, sieht aus wie eine jüngere Version von ihm, mit mehr Haare auf dem Kopf, so Anfang zwanzig vielleicht? Eine Frau mit Käppi verbeugt sich vor dem älteren und umarmt den Jüngeren zur Begrüßung. Sie sieht dann, direkt zu mir und ich musste schmunzeln, Reika die ich am Mittwoch im Café kennengelernt habe, kommt zu mir. Sie begrüßt mich mit einer leichten Umarmung. „Was machst du den hier?“ Ich erkläre ihr, dass ich die Karten von meinem Regisseur bekommen habe und frage sie gleich, was sie hier macht? Sie erklärt, dass die beiden vor uns ihr Onkel Mr. Woo und ihr Cousin Lee sind und sie dadurch bei jedem Turnier dabei ist.

Nachdem ich die Getränke haben, will ich zurück. Reika hatte auf mich gewartet, wir stoßen auf Akio, der gerade auf uns zu kommt. Wir tauschen Getränk und Essen und ich stelle ihm nebenbei Reika vor. Akio ist total begeistert ihre Bekanntschaft zu machen und quetscht sie auf dem Weg zu unseren Plätzen über alles Mögliche aus. Sie scheint sich auch gut auszukennen, da sie jede seiner fragen beantworten konnte. An unseren Plätzen angekommen, zieht mich Akio mit sich. „Komm, ich darf Shina was fragen“, sagt er noch und lässt mich partout nicht los. Wir stehen jetzt neben ihr und den anderen Team-Mitgliedern. Akio, spricht sie auf Chinesisch, Japanisch oder einer anderen asiatischen Sprache an. Ich stehe wie ein bekloppter neben ihm und esse mein Hotdog. Sehe den beiden kurz zu, sie scheint zu grinsen, zumindest konnte man das trotz Maske erkennen. Sie antwortet ihm auch, dabei sieht sie für einen Moment zu mir, unsere Blicke treffen sich wieder und ich war kurz versteinert. ‚Sie muss es sein. Warum reagiert sonst mein Körper so heftig auf sie.‘

Akio verbeugt sich vor ihr, dreht sich zu mir um und zieht mich am Arm zurück zu unseren Plätzen. „Will ich wissen, warum du mich mitgezogen hast?“ „Sorry, so wie du sie als ansiehst, dachte ich, du willst sie bestimmt mal vom nahen sehen!“, antwortet er mit einem breiten grinsen. So ein Schlitzohr, das kann ich ihm nicht wirklich übel nehmen.

Shina und Tobi werden aufgerufen, beide gehen sie hoch und stehen sich endlich gegenüber. Er leckt sich demonstrativ über die Lippen, sie hingegen zieht nur eine Augenbraue hoch und macht sich bereit. Sie verbeugen sich voreinander und der Gong ertönt. Er holt sofort zum Schlag aus, den sie gekonnt ausweicht. Die beiden schenken sich nichts, erst flogen die Hände dann die Füße, sie vergeuden keine Sekunde. Nun waren die ersten drei Minuten für den Kampf um und der Gong ertönt wieder. Die Kampfrichter werden sich schnell einig. Gleichstand, es wird um weitere drei Minuten verlängert. Der Gong läutet wieder, sie verbeugen sich und es geht los. Jetzt scheint sie die Oberhand zu haben, doch nach knapp zwei Minuten dreht sich alles wieder und er macht mehrere Treffer. Wieder läutet der Gong, die Kampfrichter versammeln sich.                                                                                                                                                           

Während sie sich noch beraten, sieht Shina kurz in unsere Richtung, Reika springt auf „Zeig es ihm, den Vollpfosten, du schaffst das.“ Die Richter haben sich entschieden, wieder Gleichstand und eine weitere Runde von drei Minuten sind anberaumt. Der Gong ertönt. So ein Schlag Abtausch, hab ich noch nie gesehen, sie scheinen beide gleich stark zu sein. Doch dann hebt sie plötzlich die Hände und Kapitulierte. „Scheiße, nicht schon wieder“, höre ich Akio neben mir fluchen. Sie kommt mit gesenktem Kopf von der Matte. Mr. Woo, legt seine Hand auf ihre Schulter, sagt ihr noch etwas und sie verschwindet dann zu den Kabinen.

Das Turnier ist zu Ende, Tobi ist Sieger. Wir verlassen die Tribüne, ich gehe noch kurz zu Reika und verabschiede mich von ihr. Dann gehen wir vier wieder zurück zum Auto. Meine Kollegen schmeißen mich an der gleichen Kreuzung raus, an der sie mich vorher eingesammelt hatten. Ich verabschiedet mich von Akio mit einem kumpelhaften Faustschlag, den anderen nicke ich nur zu und bedanke mich, das sie mich gefahren haben.

In meiner Wohnung wieder angekommen, gehe ich in die Küche und hole mir ein kaltes Getränk. Schmeiße mich auf mein Sofa und lasse das Turnier auf mich wirken. Es ist wirklich anders, als im Fernsehen. Dort sieht man nur die Technik, aber eben gerade, hat man die Leidenschaft und die Hingabe gespürt.

Mein Handy holt mich in das hier und jetzt zurück, ich habe eine Nachricht bekommen.

Heute, Tanzbar um einundzwanzig Uhr. Also Duschen, gut aussehen und los geht's As, ich antworte.

Tanzbar?

Klar! Wir trinken, die Frauen tanzen. Haben wir alle was von! (dickes smily Emoji) bis gleich.

Ich musste leicht schmunzeln.

‚Gut, bis gleich. Gönnen wir uns mal den Spaß.‘

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Ella Miller

Man könnte meinen, ich habe nichts anderes zu tun, als auszugehen. Aber heute brauche ich das so dringend, mein Tag war wirklich scheiße. Ich möchte mir meine Freundinnen packen und feiern. Mia kann leider nicht, sie hat ihre Schwiegereltern da. So gehe ich mit Reika allein in unsere Lieblingsbar.

Dort angekommen begrüßen wir erst mal Philipp, den besten Barkeeper, geben ihm unsere Taschen und bekommen sofort zwei Cocktails. Bleiben erst mal an der Bar stehen, sehen uns um und die Tanzfläche ist voll, auch die restliche Bar ist gut gefüllt. Mein Blick bleibt an einem Stehtisch, der in der Nähe des Ausgangs stehen, hängen. Dort stehen drei große, nein riesige Männer, sie stechen bei der Masse mit ihrer Größe wirklich raus. Zwei von ihnen kann man gut erkennen, sie sehen wirklich gut aus.

Der eine ist blond und hat ein sehr weiches Gesicht, sieht aber trotzdem sehr männlich aus. Der andere hat dunkle Haare und ein sehr markantes Gesicht, er lächelt gerade und das macht ihn schon sehr charmant. Den dritten im Bunde kann ich nicht erkennen, da er mit dem Rücken zu uns steht. Ich stupse Reika in die Seite und zeige in die Richtung der drei, obwohl es nur noch zwei sind, der Blonde ist auf einmal verschwunden. Sie fängt an zu strahlen, sieht wieder mich an und nickt mir zustimmend zu. Wir haben fast den gleichen Männergeschmack, nur sie mag eher die weichen Typen, die viel Kuscheln und oft einen Witz auf den Lippen haben. Ich stehe zwar auch auf Kuscheln und Witze nur alles in Maßen, ich bin eher der ruhige Typ, unterhalte mich gerne und bin sehr sportlich aktiv, das sollte mein Partner auch sein. Nur leider sind die, die sportlich sind und gut aussehen absolut oberflächlich und Ich-bezogen und das braucht keine Frau. Ist zwar schön so ein Adonis neben sich zuhaben, aber nicht, wenn er kein Innenleben hat.

Ich sehe mich noch etwas weiter um und gelange dann doch wieder an diesen Tisch. Der blonde ist jetzt auch wieder da, der der mit dem Rücken zu uns stand hat sich umgedreht und kommt zur Bar. Ich ziehe die Augenbrauen hoch und verdrehe die Augen, ‚will er mich Ärgern? Warum läuft er mir ständig über den Weg? Nicht nur, dass ich ihn jeden Tag im Café sehe! Nein, jetzt auch schon in meiner Lieblingsbar?‘ An wem ich denke? Na, von wem wohl! John New, ich fühle mich langsam von ihm verfolgt. Wirklich!

Er steht genau neben Reika und bestellt Bier für sich und seine Kumpels. Reika stupst ihn an. „Hey, du auch hier?“, schreit sie ihn an, da es hier sehr laut ist! Er grüßt sie, mit einer leichten Umarmung, schaut kurz zu mir, grinst, doch ich drehe mich genervt weg. Reika tippt mich an, nach dem er gegangen war und fragt, was das Gerade war? „Nichts, nur muss er immer da sein, wo ich bin?“ „Quatsch, du hast schon Verfolgungswahn. Jetzt komm mal runter, lass uns lieber Tanzen. OK?“ Versucht, sie mich zu beruhigen.

Nichtmal zehn Minuten auf der Tanzfläche werden wir von zwei Männern angetanzt. Doch die lassen wir links liegen, wir haben keine Lust dazu. Jedes Mal, wenn Reika, Mia und ich in einer Bar sind, kommen die Männer und wollen tanzen oder einen ausgeben. Das, was sie aber wirklich beabsichtigen, würden sie nie direkt sagen. Selbst wenn sie es täten, wären wir uns zu schade dafür.

Eine knappe Stunde später: „Ich muss von der Tanzfläche, ich glühe.“ Reika will noch weiter tanzen, ihr Lieblings Lied spielt gerade. Ich gehe zur Bar, setze mich auf einen der freien Hocker und bekomme von Philipp ein neues Getränk. Drehe mich zur Tanzfläche und schaue ihr beim Tanzen zu. „Hallo, hübsche Frau. Du kannst dich gut auf der Tanzfläche bewegen, bist du überall so beweglich?“, werde ich von der Seite angesprochen. Ich Dreh mich um und schaue einem schmierigen Typen ins Gesicht. Ich kann seine Gedanken lesen, er denkt, dass hier wird was. ‚igitt!‘ Ich drehe mich wieder weg, ohne einen Ton zu sagen. Doch er lässt nicht locker, er stellt sich vor mich. „Dein Getränk ist gleich leer, soll ich dir ein neues bestellen?“ „Nein danke, ich brauche nichts.“ „Ach komm schon, jeder braucht was?“ Ich rücke auf meinem Hocker so weiter nach hinten, dass ich fast runterfalle. Zum Glück steht jemand hinter mir und hält mich so vor dem Sturz ab. Mein Blick ist immer noch auf diesen Typen vor mir gerichtet, auf einmal spüre ich eine Vibration, an meinem Rücken, die mir durch und durch geht. Ein Kribbeln breitet sich in meinem ganzen Körper aus und ich bekomme eine leichte Gänsehaut. ‚Oh oh, das war keine gute Idee, so weit zu rutschen.

Diese Vibration entstand, durch ein Knurren oder Brummen. Ich sehe mich nicht um, mein Blick ist immer noch direkt auf dem schmierigen Typen vor mir gerichtet und sein Gesicht, verzieht sich auf einmal. Das eben war eindeutig ein Knurren! Denn es vibriert erneut, nur diesmal spüre ich es nicht nur, sondern kann ein Knurren deutlich hören. Der Typ vor mir wird ganz blass und verschwindet sofort.

Ich drehe mich um, will mich bedanken oder eher entschuldigen und sehe dem Mann, der hinter mir steht auf die Brust. Ich musste den Kopf in den Nacken legen, um in sein Gesicht zusehen. Dieses Gesicht grinst mich schräg an, ich muss tief durch Atmen, wieder dieser John! Er steht so nah vor mir, dass ich ihn riechen kann und verdammt! Er riecht wirklich gut. Sein Grinsen wird breiter, ich nicke hoch und schaue ihn, fragend an. ‚Was grinst er so doof?‘ Er schüttelt ganz leicht den Kopf, unsere Blicke vertiefen sich kurz. Seine eisblauen Augen, kommen viel intensiver zur Geltung, wenn er mir, so nah steht. Sein Blick wandert, kurz zu meinem Mund und dann wieder zurück in meine Augen. Ich beiße leicht auf meine Unterlippe und ziehe dabei eine Augenbraue hoch. Sein ganzes Gesicht grinst, seine Augen strahlen, er drehte sich zum gehen. Kommt mir aber noch mal ganz nah ans Ohr. „Heiß“, sagt er mit seiner tiefen rauen Stimme und geht zu seinen Freunden zurück. Ich schaue ihn nur fragend hinterher. ‚Was war das denn?‘ Mein ganzer Körper reagiert heftig darauf, ein Kribbeln breitet sich über und unter meiner Haut aus und mein Herz fängt auf einmal an zu rasen, so als wäre ich mehrere Kilometer gelaufen.

„Was ist dir denn passiert? Süße hast du ein Gespenst gesehen?“ Reika steht neben mir und nippt an ihrem Getränk. Ich konnte nicht sofort reagieren, sie stupst mich darauf an. „Sorry nein, ein Gespenst hab ich nicht gesehen. Ich hatte nur gerade eine Begegnung der Dritten-Art mit John New, mehr nicht!“ „Dritte-Art? Das musst du mir erklären.“ Grinst sie mich an und das tat ich dann auch. Ihr grinsen wurde dabei immer breiter. „Na, hast du dich verguckt?“ „Nein“, sagte ich energisch, „wie kommst du darauf? Er hat mir nur geholfen mehr nicht!“, versuche ich mich zu erklären. „OK, wenn du das sagst. Also mein Körper würde nicht so reagieren, wenn mir jemand nur hilft!“ Sie trinkt ihr Glas aus und zerrt mich zurück auf die Tanzfläche. Wir tanzten und tranken den restlichen Abend weiter, ohne weitere Störungen.

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Mir dröhnt der Schädel, das waren eindeutig zu viele Cocktails gestern. Ich nehme eine Aspirin, gehe unter die Dusche, ich muss gleich ins Café zur Frühschicht. Lasse Reika heute schlafen, ich packe meine Sachen und mach mich auf den Weg. Ich brauche zu Fuß fünf Minuten, gehe in die Seitengasse um von der Hintertür in den Laden zukommen. Jack und Mia warten dort schon auf mich. „Guten Morgen, geht es dir nicht gut? Du siehst aus wie drei-Tage-Regenwetter“, begrüßt mich Jack. „Doch! Alles in Ordnung ist gestern nur spät geworden.“ ‚Ja und wie spät? Wir sind erst kurz vor zwei nach Hause. Aber schlafen konnte ich nicht, musste die ganze Zeit an dieses eine Wort und den Blickkontakt denken. „Heiß.“ Was hatte das zu bedeuten?‘ Ich schließe die Tür auf und wir gehen rein. Schalte alles ein und ich koche erst mal für alle einen Kaffee. In der zwischen Zeit kommen noch zwei Küchenhelfer, Clara und eine weitere Kellnerin. Wir leerten die Tassen und Mia schließt den Laden auf.

Ich schnappe mir gleich, den Laptop und verziehe mich ins Büro. Die Buchhaltung wartet auf mich. Da ich immer noch einen leichten Schädel habe, wollte ich nicht vorne bleiben.

Nach fünf Stunden vor dem Bildschirm bin ich endlich fertig und ich habe alles, eindeutig zulange liegen lassen. Habe Rechnungen beglichen, bereitete die Löhne vor, gab neue Werbung in Auftrag und kümmerte mich um die Steuer, sowie um die Versicherungen. Jetzt muss ich nur noch mit meinem Kaffee Lieferanten telefonieren.

Aber jetzt, hole ich mir etwas zu essen aus der Küche und brauche Leben um mich. Setze mich mit meinem Salami-Schinken-Käse Croques an meinem Lieblingstisch. Ich beiße in das Baguette, schließe dabei die Augen und genieße einfach das leckere Essen, schalte kurz ab, atme tief durch.

Nachdem ich meine Augen wieder öffne, fühle ich mich irgendwie beobachtet. Ich sehe mich um und erkenne niemanden, der zu mir sieht. Leicht Stirn runzelnd, esse ich weiter. Die Tür vom Laden geht auf und zwei große Männer kommen in den Laden. 'Sind das nicht, die Männer von gestern? Die Freunde von John? Wenn sie hier sind, ist er bestimmt auch nicht weit weg? Warum interessiert es mich, ob er in der Nähe ist? Wieso wird mir auf einmal so heiß? Mein Puls schießt in die Höhe. Hat dieser Mann wirklich seit gestern, so eine Wirkung auf mich?', verrückte Gedanken, ich schüttele leicht den Kopf. ‚So ein Quatsch! Alles gut‘, versuche ich mich zu beruhigen. Ich nehme einen Schluck von meiner Cola.

Es dauert wirklich nicht lang, da kam John in den Laden. Er sieht sich um, seine Freunde geben ihm ein Zeichen, er geht zu ihnen und begrüßt sie mit einem Handschlag. Sie sitzen vor der grünen Wand auf der Wohnlandschaft. Mia steht auf einmal neben mir am Tisch. „Na, alles klar? Bist du fertig, dann nehme ich das mit.“ Ich sehe zu ihr hoch und nicke. Sie nimmt den Teller in die Hand und bleibt noch neben mir stehen. Ich sehe sie fragend an, „Ella? Kannst du vielleicht eine Bestellung für mich machen?“ „Ja klar“, sagte ich und stehe auf, gehe zum Tresen.

Auf dem Weg dort hin binde ich meine Haare zusammen. Ich mag es nicht, wenn sie mir bei der Arbeit im Gesicht hängen. Hinter dem Tresen schaue ich mir die Bestellung an und lege los. Es war keine gewöhnliche, da hat sich ein Tisch die verschiedenen Spezialsorten gewünscht. Die nur ich zubereiten kann, da noch keiner die Weiterbildung gemacht hat. Ich muss gestehen, dass ich solche Bestellungen wirklich gerne mache. Bei diesen Sorten kann ich etwas kreativ sein.

Es hat zwar etwas gedauert, aber ich bin jetzt fertig. Gebe Mia ein Zeichen, gehe zu meinem Platz zurück und nehme auf dem Weg dorthin mein Haargummi wieder raus. Doch bevor ich mich hinsetze, fühle ich mich wieder beobachtet. Ohne mich noch einmal um zusehen, klappe ich meinen Laptop auf und starte mein E-Mail-Programm. Beobachte nebenbei, wo Mia die Bestellung hinbringt. ‚Habe ich es doch gewusst! John und seine Freunde bekommen die Spezial Kaffees.‘ Ich sehe den drei kurz zu, da ich wissen will, wie ihnen der Kaffee schmeckt.

Er scheint so gut anzukommen, wie ich es gehofft hatte. Der dunkel Haarige rutscht auf dem Sofa etwas runter und liegt fast darin. Der blonde hält die Tasse fest, als wäre es der größte Schatz. Und John? Er schließt die Augen und genießt einfach. Wie beim letzten Mal, als ich ihm einen anderen Kaffee hingestellt hatte. Nachdem er seine Augen wieder öffnet, sieht er direkt zu mir. Ich wollte wegsehen, konnte es aber nicht. Er hatte wieder dieses Grinsen von gestern im Gesicht. Das irgendwie Süß und doch nervig ist. Ich beiße mir leicht auf die Unterlippe und muss trotzdem grinsen. Seine Augen werden größer, er setzt sich gerade hin und sieht mich für einen Moment weiter so an. Ich schüttle leicht den Kopf. ‚Ich muss mich auf meine Arbeit konzentrieren‘, ermahne ich mich selbst, sehe wieder auf meinen Laptop, versuche mich zu fokussieren, doch es gelingt mir nicht. Was ist das nur zwischen uns, seit gestern?

Matthew Steal

Scheiße, was war das denn? Da sieht sie zu uns, grinst leicht und beißt sich dabei auch noch auf die Unterlippe. Wenn sie wüsste, was das gerade in mir ausgelöst hat. Am liebsten würde ich zu ihr gehen und sie einfach um den Verstand küssen. Schade nur, dass es der Anstand verbietet. Ich merke immer mehr, wie ich ihr verfalle, dass ich den Blick nicht mehr von ihr wenden kann. Bevor ich vorhin das Café betreten habe, sah ich sie durch das Fenster, wie sie ihr Baguette gegessen hat. Sie hat es total genossen und sie sah so zufrieden aus, der Wahnsinn. Dann als sie vom Tresen zurück zu ihrem Platz gelaufen ist, hat sie ihre Haare so schwungvoll geöffnet. Es sah aus wie in dieser einen Shampoo Werbung. Sie macht das doch mit Absicht? Sie will mich noch total verrückt machen. Ich muss einen kühlen Kopf behalten, sonst gehe ich wirklich noch zu ihr rüber.

Um mich abzulenken, sehe ich zu Ben und As, die beiden sind noch total geflasht vom Kaffee. „Und Jungs, hab ich zu viel versprochen?“ Sie schütteln beide den Kopf und grinsen mich an. Ben, der links neben mir sitzt und auf dem Sofa heruntergerutscht war, setzte sich wieder auf und schlägt mir auf mein Oberschenkel. „Du hast gar nicht erwähnt, das die Aussicht auch nicht schlecht ist“, und zeigte mit dem Kopf, Richtung Ella. ‚Ja, ich kenne jetzt ihren Namen, Reika hat es mir verraten.‘ Ich sehe Ben an und ziehe eine Augenbraue hoch. „Was! Sie ist heiß!“, ergänzt er.

As der links neben Ben sitzt, stellt seine Tasse ganz langsam auf den Tisch. Sein Blick starr auf die Tür gerichtet sagt, dass er gerade seine Traumfrau sieht und Blitz-verliebt ist. Ben und ich sehen gebannt auf die Tür, die Frau, die dort reinkommt, war keine geringe als Reika. Diese sieht zu Ella, wirft ihr einen Luftkuss zu und kommt zu uns rüber. „Na ihr drei! Ihr seht ja gegen Gesetzt zu mir, richtig fit aus!“ „Du hast uns, heute Morgen nicht gesehen!“, entgegnete ich ihr, während ich sie zur Begrüßung umarme und bekomme gleich, einem bösen Blick von der Seite. Ich sehe zu As, der mich weiterhin vernichtend ansieht. Im selben Moment spricht Ben zu ihr. „Das ist Jahre langes Training, das kann nicht jeder.“ Sie kneift die Augen etwas zusammen, setzt sich auf den freien Sessel neben As und sieht Ben dabei ganz gebannt an. „Und wie sieht, dieses Training aus?“ „Es gibt nur eine Regel“, mischt sich As sofort ein. Sie sieht zu ihm und ihr Blick hat sich von gebannt auf an schmachtend geändert. „Wir essen ein rohes Ei und gehen dann joggen, um den berauschten Kopf wieder freizubekommen.“ Ben versucht sich bei dem Gespräch einzubinden aber Reika´s Blick galt nur As. Ich glaube, da haben sich zwei gefunden. Er winkt mit dem Kopf Richtung Hollywoodschaukel, sie nickt, beide stehen auf und verlassen uns. „Was war das denn, jetzt?“ Ben war leicht enttäuscht, dass sie mit As gegangen ist und ihn nicht mehr beachtet hatte. „Lass den Kopf nicht hängen, wer weiß, vielleicht kommt deine Traumfrau auch noch.“ Versuche ich ihn aufzumuntern, er grinst und schaut zu Ella. „Wenn sie nicht schon da ist!“ So ist Ben, wurde enttäuscht und sucht sich gleich die nächste. Aber in diesen Moment hätte ich ihm am liebsten den Kopf abgerissen. Ich zeige ihm eine junge Frau, die gerade hinter dem Tresen steht und einen Kunden abrechnet. „Ja, die ist auch nicht schlecht“, sagt er und steht auf. Oh man, er ist wirklich schnell zu befriedigen.

Ich trinke den Rest meines Kaffees aus und sehe noch einmal zu ihr. Ich kann es einfach nicht lassen, wenn ich weiß, dass sie in meiner Nähe ist. Sie telefoniert, tippt sich dabei nachdenklich mit einem Stift an die Lippen. Doch auf einmal wird ihr Blick böse, nimmt das Handy vom Ohr und knallte es auf dem Tisch. Sie scheint sich zu ärgern, da sie die Fäuste ballt und das Gesicht verzieht. Dann atmet sie zweimal tief durch, nimmt ihr Handy wieder an sich und telefoniert weiter. Jetzt ist sie entspannter, grinst ab und an, dann verabschiedet sie sich freundlich und knallt das Handy trotzdem auf den Tisch. Flucht. ‚Mit wem hat sie da telefoniert? Und um was ging es wohl?‘ Die junge Frau, die unsere Bestellungen vorhin aufgenommen hatte, geht zu ihr. Sie redet ruhig auf sie ein, berührt sie sachte an der Schulter und versucht sie so zu beruhigen, es gelingt ihr auch.

Ben kommt zurück und berichtet mir, dass er heute ein Date mit Clara hat. So heißt die Kellnerin am Tresen. Ich höre ihm nicht ganz zu, bin gedanklich woanders. As kommt zu uns zurück. „Na, Jungs alles klar?“ „Bei mir schon, nur er ist ganz woanders“, Ben zeigt auf mich. Ich sehe die beiden nur fragend an. „Was! Alles gut! Was machen wir als Nächstes?“ Sie zucken beide mit den Schultern. „Ich habe den Kaffee schon bezahlt. Lass uns besser erst mal raus hier, wenn ich noch länger bleibe, mach ich einer der Frauen hier, einen Heiratsantrag.“ Bens Blick schweift im Café umher. „Gut dann lasst uns gehen.“

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Ella Miller

Es ist Montag: Ich komme irgendwie nicht aus dem Bett. Zum Glück hat der Laden morgen zu. Nachdem mein Wecker noch einmal klingeln wollte, stehe ich doch lieber auf. Ziehe mich an und brühe mir schnell eine Tasse Kaffee auf. Bin gerade in irgendetwas Nasses rein getreten und muss meine Socken umziehen! Mit frischen Socken an den Füßen verlasse ich mein Zimmer und stoße mit einem nackten Riesen zusammen. Mein Blick ist zuerst auf seine nackte Brust gerichtet, doch dann schaue ich hoch in grün-blauen Augen, die mich erschrocken ansehen. Es war der blonde Freund von John, sein feines Gesicht entspannt sich etwas und er fängt an zu grinsen. Natürlich so ein Grinsen, wie es die Surfer Jungs nur können. Ganz unbeeindruckt von der Thematik wünsche ich ihm einen guten Morgen. Er wünscht mir auch einen und geht in Reika's Zimmer zurück. Ich konnte nicht anders, sah ihm kurz hinterher. ‚Warum haben Männer so einen Knack Po, das ist nicht fair!‘ Ich grinse, schüttele leicht dem Kopf. Jetzt bin ich zwar immer noch total müde, beneide aber meine Mitbewohnerin über ihren Fang.

Im Café angekommen, war die Nebentür leicht geöffnet. Gehe vorsichtig rein, sehe mich um und es war niemand zusehen. Höre plötzlich Geräusche, aus dem Lager, die Tür dort steht ganz offen. Ich luge vorsichtig um die Ecke und was ich dort erblickte, kam mir von zu Hause bekannt vor. Wieder ein knackiger Männer Po, der Beine und Arme um sich geschlungen hatte. Ich ziehe mich etwas zurück, höre nur noch einen kurzen Aufschrei und dann war es vorbei.

Ich gehe leise zur Nebentür zurück und knalle sie laut zu, damit sie mich auf jeden Fall hören. „Schnell, da ist jemand!“ „Wo ist mein Shirt?“, höre ich sie sagen und gehe extra langsam in den Laden. Beide saßen sie eng nebeneinander auf der Wohnlandschaft. „Guten Morgen. Was macht ihr denn, schon so früh hier?“ Sehe Clara und ihr Date an. Ihr Date ist der dunkel haarige Freund von John. ‚Echt jetzt? Ach egal, eins muss man John lassen, er hat wirklich gut aussehende Freunde.‘ Clara entschuldigt sich bei mir und erklärt, dass sie die Zeit vergessen hatten und dann hier geblieben sind. Ich gehe hinter den Tresen und setze erst mal Kaffee auf. Jack kommt gerade rein, „Morgen. Was ist denn hier los?“, sieht zuerst zu Clara und dann zu mir. „Nichts Besonderes Clara ist mit ihrem Date...“ „Ben!“, funkt er mit tiefer Stimme dazwischen, und zwar so, dass ich ihn ja nicht vergessen sollte. „Okay, Clara und Ben haben gestern Abend noch einen Kaffee getrunken und die Zeit vergessen.“ Jack sieht zu den beiden und dann wieder zu mir, zuckt mit den Schultern „Okay“. Und verschwindet mit seiner Tasse in die Küche. Ich schenke den anderen auch eine Tasse ein, lehne mich an meinen Tresen, doch bevor ich meinen trinke, muss ich schmunzeln. Was war das für ein verrückter Morgen, jetzt bin ich wirklich wach!

Der Laden ist erst seit einer halben Stunde auf und mir geht schon die Milch aus. Ich gehe ins Lager, um Nachschub zu holen. Greife nach dem Milch-Karton, ziehe dabei eine Zuckerdose mit und diese rollt sofort unter das Regal. Ich stelle den Karton ab, gehe auf die Knie und will den Zucker holen. Doch das Erste, was ich spüre, ist nicht die Dose, sondern etwas Weiches. Ich hole es raus und es ist eine schwarze Kelvin Klein Unterhose, musste sofort an heute Morgen denken, ob die Ben gehört? Genau in diesen Moment kommt Jack rein. „Was machst du da unten, auf dem Boden?“ ,Ja es sah komisch aus, wie ich da unten hocke und ein auf geheimnisvoll mache‘. Ich fühle mich ertappt, drehe mich leicht zu ihm, stopfe die Unterhose in meine Gesäßtasche. Sehe zu ihm hoch, während ich nach der Zuckerdose greife. „Die...“ zeige ihm die Dose. „...ist mir runter Gefallen.“ Stehe wieder auf, stelle die Dose ins Regal zurück. Nehme meinen Karton mit Milch, gehe wieder raus, als wäre nichts Weiteres passiert. ‚Ich habe keine Boxershorts gefunden! Ich weiß nicht, wovon ihr sprecht!‘ Gehe wieder nach vorne.

Jetzt ist es bereits Mittag: Der Laden brennt. Also nicht wirklich, er ist nur total voll. Mir fehlt genau jetzt eine Bedienung, Clara wäre eigentlich hier. Hatte ihr aber heute freigegeben, da sie von der Nacht beschissen aussah! Ich schreibe Reika eine Nachricht, ob sie für Clara einspringen kann. Ich habe leider keine Zeit, um auf ihre Antwort zu warten. Mia bittet mich gerade, das Tablett mit den drei Kaffees zu Tisch fünf zubringen. Ich schnappe mir das Tablett und mach mich los. Erkenne die Drei sofort, die dort sitzen. Habe mich schon gewundert, warum John heute Morgen noch nicht da war, wie eigentlich jeden Morgen. Stelle mich zwischen John und Ben. Zum Glück haben alle drei, das Gleiche bestellt, so konnte ich die Tassen einfach verteilen. Ich stelle erst dem blonden Mann von heute Morgen, seine Tasse hin, dann Ben und zum Schluss John. Ich bemerke nur, dass Ben mir an den Po gegangen ist, oder soll ich eher sagen, an meine Gesäßtasche. ‚war, also doch seine!‘ Sehe kurz John an und er sieht Ben finster an. Drehe mich zu Ben, zwinker ihm zu und seine braun-grünen Augen wurden groß, sein Grinsen breit. Ich klemme mir das Tablett unter den Arm und gehe zurück zum Tresen.

Matthew Steal

Was war das denn, gerade? Sein Ernst jetzt!‘ geht er Ella an den Hintern. ‚Hatte er heute Morgen nicht genug von Clara bekommen.‘ er grinst und zuckt leicht die Schultern. „Sie hatte was, das gehörte mir“, verteidigt er sich und ich belasse es dabei.

As und Ben hatten mir vorhin erzählt, dass sie einen aufregenden Morgen hatten. Ben ist fast von Ella erwischt worden, als er mit Clara im Lager zugange war und As, ist mit ihr zusammengestoßen, nackt. Sie wäre dabei ganz cool geblieben, so als wäre, es das Normalste, einen nackten Mann in seiner Wohnung zu haben.

„Wie geht es mit den Mädels weiter? Trefft ihr sie noch mal?“ As will, Reika weiter Treffen und sie besser kennenlernen. Ich sehe zu Ben, er zuckt mit den Schultern, „weiß nicht genau. Die Nacht war gut aber, sonst verbindet uns nichts, die Gespräche mit ihr waren langweilig.“

Genau in diesen Moment betritt Reika das Café. As grinst über das ganze Gesicht. Sie strahlt auch, winkt uns zu und geht zum Tresen, schleudert ihre Tasche in eine Ecke. Nimmt sich ein Tablett mit Bestellungen und verteilt diese. Danach geht sie an Ella vorbei, die gerade dabei ist, einem Kunden sein Essen hinzustellen und Reika gibt ihr einen saftigen Klaps auf den Hintern. „Hier bin ich Süße“, lacht sie los. Ella zuckte nicht mal, sieht sie nur grinsend an und schüttelt dabei den Kopf. ‚Ich hatte auf einmal Bilder in meinem Kopf. Sie und ihren Hintern, den sie mir vorhin schön Präsentierte, während sie, Ben den Kaffee hingestellt hatte. Am liebsten hätte ich Hand anlegen, ob er ohne Hose auch so stramm ist, wie mit?‘ Ich muss tief durchatmen, um die Kontrolle nicht zu verlieren. Lange halte ich diesen Abstand nicht mehr aus.

Ich werde zum Glück von meinem Handy, aus den Gedanken gerissen, es ist meine Schwester. Ich drehe mich leicht zur Seite und nehme das Gespräch mit einem „Liz, was gibt's?“ an.

„Hey Bruderherz, was würdest du sagen, wenn ich dich für eine Woche besuchen komme? Alleine, ohne Kinder?“

„Wirklich! Ohne die Jungs?“

„Ich hätte etwas mehr Freude erwartet! Und ja ohne die Jungs!“

Ich muss grinsen, sie hört sich auf einmal so ernst und auch enttäuscht an.

„Natürlich würde ich mich freuen, ohne Frage. Die Frage selber hatte mich nur überrumpelt.“ Gestehe ich ihr.

„Na, wenn dich die Frage schon so überrumpelt. Was sagst du dann, wenn ich schon hier am Flughafen stehe und auf dich warte?“

Ich ziehe beide Augenbrauen hoch,

„Dein Ernst jetzt?“

„Jaha! Kommst du mich jetzt holen?“

„Und ob, ich mach mich sofort auf den Weg.“ Freue mich, sie wieder zusehen. Irgendwie hab ich sie schon vermisst. Ich stehe auf, packe mein Handy in die Hosentasche, „wir sehen uns. Liz ist da!“, sagte ich noch kurz und gehe mein Kaffee bezahlen.

Nachdem ich meine Schwester Liz ‚Kurzform von Elizabeth‘ beim Flughafen abgeholt habe, was bestimmt auch für Aufsehen gesorgt hat. Da sie mich nicht Schwester-like begrüßt hat, sondern mir, wie eine verliebte Frau in den Arm gesprungen ist. Ihre Arme umklammerten meinen Nacken und ihre Beine hatte sie um meine Taille geschlungen. Es hätte nur noch gefehlt, dass sie mich küsste. Doch zum Glück hat sie das nicht getan. Ich kann verstehen, dass sie mich vermisst hat, wir haben uns das letzte Mal vor acht Monaten gesehen. Vorher haben wir sieben Jahre zusammengelebt, sie hatte zuvor bei unserer Mutter gewohnt. Doch unsere Mutter hat sie nach einem heftigen Streit rausgeworfen. Es hat ewig gedauert, bis sie mir den Grund dafür genannt hatte. Liz war zu der Zeit ungewollt schwanger, ihr Typ hatte sie verlassen, nach dem er es erfahren hat, und unsere Mutter duldete das nicht. So kam sie zu mir und großer Bruder, wie ich bin, obwohl ich mein eigenes schweres Paket zu tragen hatte, war ich für sie da. Jetzt sitzen wir im Wohnzimmer, bestellen uns eine Pizza und haben den Fernseher eingeschaltet. Während wir auf die Pizza warten, spreche sie auf ihr Tattoo an, das ich vorhin zufällig, auf ihrem Rücken gesehen habe. Sie erzählt, dass sie es erst seit zwei Wochen hat. Diese Zeichen wären japanisch und bedeuten Liebe, Mut und Ehre. Passt irgendwie zu ihr. Ich kenne keine Frau die soviel Liebe versprüht wie sie keine, die so mutig ist, den Scheiß hinter sich zulassen und weiterzumachen und dafür hat sie wirklich die Ehre verdient, die ihr zusteht. „Auf was hast du jetzt Lust?“, frage ich sie, da wir vor Netflix sitzen und noch nichts angemacht haben. Sie suchte sich einen Film aus, den wir aber dann doch nicht sehen, weil wir uns über alles Mögliche nebenbei unterhalten haben.
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Ella Miller

Heute ist so ein Morgen, der so gar nicht läuft. Ich weiß jetzt schon, dass mir irgendetwas passieren wird. Ob es gut oder schlecht ist, kann ich nicht sagen. Wie ich darauf komme? Zuerst geht meine Kaffeemaschine zu Hause kaputt, dann finde ich meinen Gürtel nicht, so rutscht mir als diese doofe Hose und als wäre es nicht genug, kommt der Lieferant heute nicht. So muss ich schnell in den nächsten Supermarkt, Milch und Kakaopulver besorgen. Gut, dass hier die Läden vierundzwanzig Stunden geöffnet haben.

Komme mit Verspätung im Café an. „Mensch Ella, wo bleibst du denn? Der Laden hat schon seit einer halben Stunde auf.“ Mia steht mit den Händen in der Hüfte vor mir. „Sorry Mia, der Lieferant kommt heute nicht und ich musste noch schnell ein paar Dinge besorgen. Ich gehe schnell nach hinten, räume das weg und komme sofort wieder.“

Vorne wieder angekommen sehe ich, dass der Laden richtig voll ist. Es hat sich schon eine Schlange vor dem Tresen gebildet, ich gehe hinter den Tresen zu Mia, ziehe meine Schürze an und wir beide arbeiten so schnell, wie es geht die Bestellungen ab. ‚Wenn mir nicht als diese doofe Hose rutschen würde, wäre ich bestimmt schneller, brauche ganz dringend einen Ersatz Gürtel.‘ Wir haben den ersten Ansturm hinter uns und ich erlaube mir meinen ersten Kaffee. Mia kommt zu mir und will wissen, was den heute los sei, ich wirke leicht durch den Wind. Ja stimmt, sonst bin ich viel Ruhiger. Wenn ich könnte, würde ich viel lieber in mein Bett zurück, aber das geht ja leider nicht, da sich Clara und eine andere Kellnerin für heute krankgemeldet haben. Stimmt ja, das kommt noch zu meiner Nichts-läuft-so-wie-sonst-Liste dazu, ich hoffe, sie ist somit voll. Mehr kann und will ich nicht ertragen.

Lehne mich an die Arbeitsplatte, auf die der Kaffeevollautomat steht, und nehme einen Schluck von meinem Kaffee. Sehe dabei aus dem Fenster und erblicke John, er kommt heute mit weiblicher Begleitung an gejoggt. Beide sind sie völlig außer Atem, kommen zum Tresen und ich überlasse diese Bestellung lieber Mia. Die beiden nehmen ihre Gläser und setzten sich in die Cocktail-Sessel. Sie unterhalten sich, lachen und dann sehen beide zu uns rüber. ‚Ich frage mich warum? Und ich frage mich auch, warum es mich stört, dass er mit ihr hier ist. Wer ist sie?‘

Aber, das werde ich bestimmt gleich erfahren, da sie aufsteht und mit einem breiten grinsen, zu uns an den Tresen kommt. Mia wird genau jetzt von Jack in die Küche gerufen, um eine Bestellung abzuholen. Diese junge Frau, mit ihren blonden schulterlangen Haaren, ihrem Engel gleichem Gesicht, diesen dunkelblauen Augen und mit dieser Hammer Figur, steht jetzt vor mir und strahlt mich an. „Hi, ist das dein Café?“, ich nicke ihr Verhalten zu und sehe sie dann fragend an. „Gefällt mir, diese verschiedene Sitzbereiche. Ist irgendwie eine Mischung aus Café und zu Hause.“ Ich muss schmunzeln, „das war Absicht.“ Sie sieht sich noch einmal genauer um und dann wieder zu mir, mit einem leicht erstaunten Gesicht.

„Ist nicht so wie die meisten Cafés, wollte für mich etwas ganz Besonderes.“

„Und das ist dir gelungen, es ist wirklich toll. Meinem Bruder gefällt es auch, er schwärmt seit Wochen von nichts anderem.“ sie nickt in Johns Richtung. Erleichterung macht sich breit. ‚Ihr Bruder also! Warum interessiert mich das?‘ so langsam spielt mir mein Verstand einen Streich.

„Okay“

„Er erzählte auch, dass du ihn ignorieren würdest. Ist da was dran?“ Na sie ist aber direkt. Gefällt mir irgendwie. Ich kenne sie eigentlich gar nicht, aber aus irgendeinem Grund gehe ich darauf ein. Ich sehe kurz in seine Richtung und beiße mir unbewusst von innen gegen die Lippe. Sehe wieder zu ihr. „Ich behandele ihn wie jeden anderen Gast auch. Er hat zwar ein paarmal, versucht ein Gespräch zu beginnen, aber ich habe dafür nicht die Zeit und die Lust auch nicht unbedingt.“

„Aha, ich kann dir versichern, dass er nicht wie die anderen Typen ist. Er kann schwierig sein aber nicht schmierig!“ Sie muss wegen ihrer eigenen Aussage lachen und das steckt gerade an, ich muss wirklich grinsen und schüttelte leicht den Kopf. ‚Es ist leicht verrückt, aber aus irgendeinem Grund mag ich diese Situation gerade.‘

„Nein jetzt mal Ernst“, sagt sie und sieht mich neutral an „er ist wirklich ein guter Mensch, das kannst du mir glauben.“

‚Warum versucht sie, ihn mir schmackhaft zu machen?‘ „Komm, das sagst du nur, weil er dein Bruder ist. Wenn ich den Wingman spielen müsste, würde ich das auch so sagen.“ Sie sieht mich empört an, hält sich die Hand auf die Brust „ich bin doch nicht sein Wingman! Wenn dann eher Wingwomen!“ und prustet wieder los, jetzt muss ich auch lachen. ‚Diese Frau gefällt mir, sie hat wirklich Humor und sie scheint auch sehr offen zu sein. Ich kenne sie zwar nicht und brauche eigentlich immer sehr lange, um mit jemandem warm zu werden. Aber bei ihr ging das irgendwie ganz schnell, so wie mit Reika damals in Japan, sie hatte mich im Lebensmittelladen angesprochen.‘

„Dein Lachen steckt an, weißt du das?“

„Wirklich? Das ist gut zu wissen.“ Grinst sie mich breit an „ich will dich nicht weiter von der Arbeit abhalten. Vielleicht sehen wir uns ja irgendwann noch mal.“ „Ja bestimmt würde mich freuen.“ Sie zwinkert mir zu, dreht sich zum Gehen. Doch bevor sie ganz rum ist, sieht sie noch einmal zurück. „Ach übrigens, ich heiße Liz.“ „Ella“ sie grinst wieder und geht dann zu ihrem Platz zurück. John hatte von dem Ganzen nichts mitbekommen, er steht draußen und telefoniert., Soll ich ihr wirklich glauben, dass er ein guter Kerl ist? Ich weiß nicht, nach der Pleite mit Paul bin ich da wirklich sehr vorsichtig geworden. Er war am Anfang auch ein guter Kerl und jetzt das größte Arschloch der Welt.’ meine Gedanken überschlagen sich gerade. Egal, ich muss ins Lager sehen, ob wir noch Kaffee haben und mich auf die Arbeit konzentrieren.

Komm aus dem Lager, mit zwei Säcken Kaffeebohnen auf den Arm, die jeweils fünfzehn Kilogramm wiegen. Die jeweils fünfzehn Kilogramm wiegen. Stoße mit jemandem zusammen, der gerade aus der Herren Toilette kommt. ‚Das passiert mir in der letzten Zeit öfters, dass ich mit jemandem zusammenstoße.‘ Sehe hoch, da die Person groß ist und es ist John. Bevor ich mich entschuldigen kann, tat er es. Ich sah ihn wohlwollend an und wollte weiter, drehe mich um. „Warte!“, sagte er sehr zaghaft. Ich bleibe stehen, drehe mich wieder zu ihm um. Er kommt mir etwas näher, „ich kenne dein Geheimnis“ flüstert er mir zu und geht etwas zurück, um meine Reaktion zu sehen. Doch ich sehe ihn nur fragend an, verstehe nicht, was er meint. Er kommt mir wieder etwas näher „Deine Augen, würde ich überall erkennen, auch wenn du dein Gesicht hinter einer Maske versteckst.“ Ich ziehe eine Augenbraue hoch, atme tief durch. ‚Drei Jahre lang fällt es niemandem auf, John ist bei einem Turnier dabei und weiß es sofort! Entweder ist die Tarnung nicht geglückt oder er ist ein guter Beobachter.‘ „Okay. Dann musst du mir deins verraten. Damit wir quitt sind!“ Fordere ich ihn auf. „Das ist fair“, er verzieht dabei leicht das Gesicht zu einem Okay, damit habe ich nicht gerechnet. Er atmet einmal tief durch, geht sich mit der rechten Hand durch die Haare. „Mein Name ist nicht John New, sondern Matthew Steal, alle die mich kennen, nennen mich nur Matt.“ Ich muss leicht schmunzeln, John passte auch irgendwie nicht ganz zu ihm. Matt schon eher „und das stimmt auch?“, will ich wissen und sehe ihn leicht skeptisch an. „Natürlich! Ich hätte keinen Grund, dich anzulügen.“ Ich nicke ihm zu, will weiter gehen, da langsam diese Säcke immer schwerer werden. Er bemerkt es, kommt auf mich zu und nimmt mir einen ab. Wir gehen gemeinsam nach vorne und er legt mir den Sack auf den Tresen, „danke, fürs Tragen“, sagte ich recht leise, er grinst mich an und geht zu Liz zurück. Ich sehe, ihm kurz hinterher ‚vielleicht ist er doch nicht so ein schlechter Kerl. Aber vorsichtig werde ich trotzdem bleiben, nur weil er jetzt mein Geheimnis kennt. Heißt es nicht gleich, dass ich ihm trauen werde.‘ Ich muss gestehen, dass ich seine Stimme wirklich mag, sie war so ruhig und tief.

War es das, was mir heute passieren soll? Dass ich das erste Mal mit ihm rede? Wenn das so ist, habe ich mein Soll erreicht und jetzt kann es bitte Berg aufgehen.‘

Matthew Steal

Wir sitzen im Auto, auf dem Weg zur Paintball-Halle, bei der Ben, As und ich uns einmal in der Woche treffen. Der alten Zeiten willen, um von dem stressigen Alltag Abstand zu gewinnen. Während der Fahrt versucht Liz herauszufinden, wie es dazu kam, dass Ella mit mir gesprochen hat. „Jetzt sag es mir doch endlich! Du kannst es eh nicht lange für dich behalten.“ Ich sehe sie kurz an, atme tief durch, überlege, ob ich es ihr wirklich sagen soll, und denke gleichzeitig an Ellas Stimme. ’Sie war zart, sehr angenehm und doch sehr bestimmend. Ich hätte niemals mit dieser Reaktion von ihr gerechnet, alles auf eine Karte hatte ich gesetzt und sie mit meiner Behauptung konfrontiert. Dachte zuerst darüber nach, ob sie es wirklich sein kann, doch dann tat ich es einfach und hatte auch noch recht. Gut, sie hat es mir nicht offiziell bestätigt, aber durch ihre Gegenfrage nicht abgestritten.‘ „Hey Matt, wo bist du wieder mit den Gedanken? Sagst du es mir jetzt?“ ,Liz lässt nicht locker, bei so etwas kann sie ganz schön stur sein. Sie wollte es sich auch vorhin nicht nehmen, mich beim Dreh, als auszuquetschen. Jedes Mal, wenn ich eine kleine Pause hatte, stand sie neben mir und löcherte mich mit fragen. Sie hatte sogar schon ihre eigene Theorie aufgestellt, wie es gewesen sein könnte.‘ Sie stupst mich wieder an, fuchtelt kurz mit der Hand und sieht mich dabei fragend an. „Okay, ich verrate es dir. Ich kenne ihr Geheimnis und sie dadurch jetzt auch meines.“ „Welches Geheimnis hat sie denn?“ „Musst du alles wissen? Ich werde dazu jetzt nichts sagen.“ Sie nickt einfach nur und weiß genau, dass ich jetzt nicht mehr nachgeben werde.

An der Halle endlich angekommen, kommen auch schon Ben, Reika und As auf uns zu. Wir gehen gemeinsam rein, melden uns an und bekommen von dem jungen Mann hinter dem Tresen die Ausrüstung. Das Reika und As gemeinsam ein Team bilden, war von vornherein klar. Nur dass Liz mit Ben ein Team bildet, war nicht klar. Dachte sie, ist bei mir, aber nach dem er vorhin um sie Ecke kam, strahlte ihr Gesicht wie früher. Liz mochte ihn damals schon, nur da war sie uninteressant für Ben. Er meinte immer, dass er das nie machen würde, da sie meine kleine Schwester ist. Aber das ist jetzt auch mehr als zehn Jahre her und sie hat sich ganz schön verändert und das nicht nur innerlich. Nur, ob ich das gutheißen soll. Weiß ich nicht. Ich kenne Ben, er ist kein Typ für was Längeres. Egal, sie sind alt genug und jetzt geht es erstmal ums Spiel.

Wir haben uns umgezogen und wollen loslegen, da werde ich auf die Schulter getippt, drehe mich um und Akio steht hinter mir.

„Fehlt euch zufällig noch ein Mann? Mein Kumpel hat mir kurzfristig abgesagt und ich wäre sonst alleine.“ „Zufällig ja, so muss ich nicht allein gegen die vier antreten.“ Zeige dabei kurz zu den anderen. „Ach komm schon, als könntest du das nicht alleine schaffen.“ klopft mir As auf die Schulter und zwinkert mir zu. „Aber im Zweier-Team ist es wirklich besser. Von mir aus bist du dabei“, sagte er zu Akio. Ich stelle Akio noch allen vor und das Spiel beginnt.

Wir laufen draußen auf freiem Waldgelände herum, hier und dort gibt es, einzelne Verstecke. Sowie auch kleine Hütten und in so einem sitzen wir zwei jetzt. Wollen gerade die Taktik besprechen, da geht die Tür auf und Akio wird getroffen. Liz kommt vorsichtig rein, zielt auf mich, doch ich war schneller. Sie geht leicht neben der Tür zu Boden, „Du schießt wirklich, auf deine kleine Schwester?“, winselt sie, ich grinse sie leicht an „Sorry kleines, im Krieg gibt es keine Verwandtschaft.“ Sehe vorsichtig aus dem Fenster neben der Tür, lege mich auf dem Boden und stoße die Tür weit auf. Schüsse fliegen über mich hinweg und ich lokalisiere sie sofort, schieße und treffe. Ben fällt zu Boden und winselt. Ich gehe geduckt, in seine Richtung und sehe, dass ich ihn in die Weichteile getroffen habe „Tschuldige“ flüstere ich ihm zu und klopft ihm dabei leicht auf die Schulter. Ich gehe geduckt weiter und es dauert nicht lange, da habe ich die anderen beiden auch ausgemacht. Es wäre so einfach, sie gleichzeitig zu erwischen, da sie beide so nah beieinanderstehen. Schieße, und treffe As zuerst am Rücken. Reika sieht sich panisch um, doch bevor sie mich sieht, hat sie schon einen bunten Klecks auf ihrer Brust. Ich gehe zu ihnen, erkundige mich kurz, ob es Reika gut geht, sie scheint so perplex zu sein, das sie nur nickt. Wir gehen gemeinsam zu der Halle zurück, Ben, Akio und Liz gestoßen gerade zu uns dazu. Ben, As und ich gehen voraus und die beiden haben gerade den gleichen Gesichtsausdruck wie ich. Wie jedes Mal, wenn wir spielten, obwohl wir meist nicht wirklich spielten. War eher eine Verarbeitung von unserer Navy Zeit. Wir drei waren bei den Scharfschützen und zu dritt unschlagbar, hatten uns für fünf Jahre verpflichtet, doch ich musste früher raus aus privaten Gründen. Die Jungs sind noch die letzten zwei Jahre geblieben und haben danach in ihrem jetzigen Job Fuß gefasst. Aber so richtig abschalten und alles hinter uns lassen, konnten wir irgendwie auch nicht. Nachdem wir uns wieder getroffen haben, haben wir den Entschluss gefasst, einmal in der Woche herzukommen. In den Moment, wenn wir die Ausrüstung anziehen und das Feld betreten, sind wir im Kampfmodus. Aber wenn wir es wieder verlassen und die Ausrüstung abgegeben haben, sind wir wieder die Alten. Das tut uns wirklich gut, nur ob wir es wirklich irgendwann mal als Spiel sehen, weiß ich nicht.

Nachdem umziehen, gingen Akio und ich zusammen raus. Die anderen warteten schon auf uns. „Habe ich dir nicht gesagt, dass du das auch alleine schaffst!“ Mault mich As von der Seite an, die anderen drei sehen mich auch leicht böse an. „Entschuldigung ich kann doch nichts dafür, Berufskrankheit nennt man so was, oder?“, ich ziehe die Augenbrauen dabei fragend nach oben, As und Ben fangen an zu lachen und klopfen mir auf die Schulter. Liz verdreht die Augen, Akio und Reika sehen mich nur Fragen an „wir war früher bei den Scharfschützen.“ Erkläre ich den beiden und zeige zwischen Ben, As und mir hin und her. Die beiden nicken „Zur wieder Gutmachung lädst du uns alle zum Essen ein!“, fordert Ben mich auf.

Wenig später saßen wir alle in einem Imbiss. Unterhielten uns und waren sehr ausgelassen. Akio verabschiedet sich danach von uns „Das war ein gutes Spiel. Auch wenn ich viel zu früh raus war.“ sieht dabei Liz grinsend an, sie zuckte nur mit den Schultern und verzieht das Gesicht leicht zu einem, sorry‘. „Wenn ihr beim nächsten Mal wieder jemanden braucht?“, sieht dabei mich an „meld dich mal.“, ich nicke ihm nur zu. Nachdem er gegangen war, meinte Reika, das sie Lust hat, Tanzen zu gehen. So straffen wir uns am Abend in der Tanzbar vom letzten Mal.
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Ella Miller

„Schau mal, wer da drüben ist.“ Mia nickt in die Richtung der Stehtische. Matt, Liz, Ben, Reika und As stehen dort. ,ja mittlerweile weiß ich, wie der nackte Mann aus meiner Wohnung heißt. Er ist die letzten zwei Tage bei uns gewesen. As hatte mich gestern überrascht, er stand im Anzug vor mir. So als Werbeagentur Manager sollte man im Anzug gut aussehen und das ist hier der Fall. Es steht im besser als dieser Schlabber-Surfer-Look, den er sonst so trägt.‘ Mia geht rüber, um Reika zu grüßen, dafür kam Liz zu mir. Sie bestellt sich was zu trinken, „so schnell sehen wir uns wieder“ strahlt sie mich an. Sie mustert mich und schüttelt leicht den Kopf. „Was?“ Sie atmet tief durch „die Jeans steht dir wirklich gut.“ Greift um mich und kneift mir kurz in den Hintern „hm, nicht schlecht und das Shirt steht dir auch.“ Ihr Strahlen wird breiter. Sie ist wirklich sehr direkt und das mag ich irgendwie bei ihr.

„Schade, ich hätte gern mehr gesehen und vielleicht ich auch mitgemacht. Das wäre das Paradies für mich. Ihr zwei und ich“ sagt eine Stimme hinter mir und tätschelt mir leicht am Po. Ich drehe mich leicht zu der Stimme und sehe einem Schleimi ins Gesicht, etwas größer als ich, dunkelbraune kurze Haare und sein Gesicht gleicht dem eines dieser Models. Der Typ kann seine Hände irgendwie nicht von mir lassen, jetzt liegt sie auf meiner Taille. Ich habe so die Schnauze voll von solchen Typen, drehe mich komplett zu ihm um und kneife ihn in den hinter. „Du wüsstest doch gar nicht, was du mit uns anstellen solltest! Wir sind nicht die niedlichen Dinger von nebenan, wir mögen es etwas härter.“ Flüstere ich ihm ins Ohr und drücke so fest in seinem Hintern, wie ich nur kann. Er drückt sich von mir weg, reibt sich mit einer Hand den schmerzenden Hintern und die andere hebt er in die Luft und verzieht sich. Liz stellt sich vor mich und schüttelt grinsend den Kopf „ich hätte mich das nie so getraut, ich mag dich jetzt schon, wirklich.“ Ich grinse sie nur leicht an. Nehme mein Glas in die Hand und mache automatisch einen Schritt nach hinten, ich spüre, dass jemand hinter mir steht. ,es würde mich wundern, wenn es nicht wieder Matt wäre.‘ Ich sehe über meine Schulter direkt nach oben und blicke in ein mich angrinsendes Gesicht. ,wusste ich es doch.‘ Matts grinsen wurde etwas breiter so, als wolle er sagen „hast du gut gemacht, kleines“, ich nicke ihm mit einem leichten Grinsen zu. Sehe ihn weiter über die Schulter an und nehme meinen Strohhalm von dem Getränk in den Mund, trinke das Glas aus. Stelle es auf die Bar zurück, sehe noch, wie seine Augen größer wurden, und angefangen haben zu funkeln. Blicke noch einmal kurz zu Liz und gehe dann auf die Tanzfläche. Während ich gehe, höre ich noch ein „verdammt!!!“ von ihm.

Auf der Tanzfläche realisiere ich erst, was ich gerade getan habe. ,noch aufreizender ging es nicht, oder? Was habe ich mir dabei nur gedacht?‘ Meine Wangen werden warm, sogar richtig heiß. Gut, dass es dunkel ist, so sieht niemand meine Röte. Ich werde von Liz angetanzt und so aus meinen peinlichen Gedanken gerissen, wo rüber ich sehr froh bin. Wir tanzen dann zusammen, sie macht eine Drehung, dabei fällt mein Blick auf ihren Rücken und ihr Tattoo. „Hast du das schon lange?“ Sie dreht sich zu mir um und sieht mich fragend an „Das Tattoo, auf dem Rücken, hast du das schon lange?“, wiederhole ich meine Frage.

„Nein, erst seit zwei Wochen. Warum?“ ich drehe meinen linken Arm, sodass sie unter meinen Oberarm sehen kann, und zeige ihr dadurch meins, sie reißt die Augen auf. „Ich wusste genau, dass uns etwas verbindet. Seit wann hast du deins?“ „Schon etwas länger als vier Jahre. Hat deins eine Bedeutung?“, will ich wissen, da es bei mir so ist. Sie nickt und zeigt an, dass wir doch von der Tanzfläche runtersollten. Ich stimme zu, dort lässt es sich schlecht reden und wir gehen kurz raus vor die Tür.

Sie erzählt mir, ihre Geschichte, die es wirklich in sich hat. ,ist bestimmt nicht leicht eine alleinerziehende Mutter von Zwillings Jungs zu sein.‘ „Und deins, auch eine Geschichte?“ „Geschichte nicht gerade, ich nehme es eher als Leitfaden.“ Sie sieht mich auf einmal wie ein kleines Kind an, das auf den Weihnachtsmann wartet. „Ich erzähle es dir. Also, Liebe steht für, immer freundlich und zuvorkommend sein, auch an scheiß Tagen. Mut bedeutet, zu dem stehen, was man sagt, denkt und fühlt und Ehre, bekommen die, die es wert sind.“ „Das finde ich gut, so habe ich das noch nicht gesehen. Lass uns wieder reingehen.“ „Ja ist gut, wird auch langsam kalt“ Sie nimmt meine Hand und wir gehen gemeinsam wieder rein. Wir laufen an dem Stehtisch vorbei und ich grüße Reika, As und Ben. Matt kann ich gerade nicht sehen. Ben krallt sich Liz und zerrt sie auf die Tanzfläche, Reika Mia und ich gesellen uns dazu.

Nach knapp einer Stunde kann ich nicht mehr und gehe zur Theke zurück und bekomme von Philipp einen neuen Cocktail. Nehme gerade den ersten Schluck und habe wieder das Pech! Es steht ein Schönling vor mir, der total von sich überzeugt ist. „Hey Sweet, magst du vielleicht mit mir tanzen?“ Ich verdrehe nur die Augen und drehe mich auf dem Hocker um. Hoffe, dass dieser Typ verschwindet, atme tief durch, doch es hilft nichts. Er kommt mir sehr nah, so nah, dass ich schon dabei bin, die Faust zu ballen „komm schon, so wie du tanzt, willst du doch bestimmt mehr von einem Mann als nur kuscheln.“ Ich schaue den Typen an, versuche Ruhe zu bewahren und erkläre ihm, das ich keine Lust auf Small Talk, Dirty Talk oder sonst was mit ihm zu haben. Er lässt einfach nicht locker, ich soll mich nicht so anstellen. Er greift nach meiner Hand und zerrt mich hinter sich her, doch da wurde er auf einmal aufgehalten. Matt steht direkt zwischen uns, sagte irgendetwas zu dem Schönling, doch der Sucht Streit. Matt baut sich bedrohlich auf, er muss ihn mit ernster Miene angesehen haben, denn der Typ lässt mich los und verschwindet

Ich stelle mich neben ihm und er sieht diesen Typen noch finster hinterher. Mir gefror das Blut und es läuft mir eiskalt den Rücken runter. Er sieht wirklich sehr bedrohlich aus, selbst ich würde mich nicht trauen, ihm zu widersprechen. Dann sieht er zu mir und sein Gesichtsausdruck wird plötzlich warm, schon fast liebevoll besorgt. Genau diese Wärme durchströmt mich sofort, ich lege mein Kopf leicht schräg und beiße mir unbewusst auf die Unterlippe. Er zieht eine Augenbraue hoch, ich muss grinsen und schüttel leicht mit dem Kopf. Sein Blick wandert zu meinem Mund, dann wieder zurück in meine Augen. Dann wieder zu meinem Mund, sein Kiefer drückt er zusammen und meine Lippen fühlen sich so trocken auf einmal ab, dass ich mir kurz über die Lippen lecke. Er kommt mir etwas näher, legt seine Hand auf mein Kinn, drückt mein Gesicht leicht nach oben und küsst mich. Während sich unsere Lippen berühren, vergesse ich alles um mich herum. Ich habe das Gefühl, ganz alleine mit ihm hier zu stehen und das fühlt sich gerade wirklich gut an. Ich lege meine Hände auf seine Brust und halte ihn, nein mich fest, da meine Knie leicht weich werden. Drücke mich dann wieder weg, bevor ich die Kontrolle verliere. Beiße mir leicht auf die Unterlippe ,oh wow, was war das den? So etwas habe ich noch nie bei einem Kuss gefühlt. Es hatte sich einfach und auch richtig angefühlt, ob es sich bei einem weiteren Kuss genauso anfühlt?‘ Doch, bevor ich irgendwie logisch reagieren konnte, grinse ich ihn an und verlasse die Bar.

Die kühle Luft lässt mich wieder klar denken. ,Was macht dieser Mann nur mit mir? Will ich das alles überhaupt? Auch wenn es wirklich gut war.‘ Während ich nach links gehe, Richtung Heimat hole ich mein Handy raus, um Mia eine Nachricht zu schreiben, dass ich mich nach Hause mache. Ich biege die Erste links ab, werde am rechten Arm festgehalten, schwungvoll umgedreht, und bevor ich irgendwas sagen oder tun kann, werde ich geküsst. Wieder vergesse ich alles, um mich herum. Er macht mit mir einen Schritt nach hinten und drückt mich damit an die Wand. Sein Kuss wird intensiver, fordernder und ich verliere fast den Verstand. Löse mich von ihm, obwohl ein Teil von mir es wirklich nicht will. Sehe ihn an, schüttle leicht den Kopf, drücke mich an ihn vorbei und greife dabei nach seiner Hand. Ziehe ihn leicht hinter mir her, noch zwei Straßen weiter und schon stehen wir vor meinem zu Hause.

Wir gehen rein, ich schalte das Licht ein. Ziehe wie immer, meine Schuhe aus und lege meinen Schlüssel in die Schale auf der Kücheninsel. Drehe mich zu ihm um und beobachte ihn, wie er sich gerade umsieht. (Wenn man bei uns in die Wohnung kommt, steht man sofort in der Küche und von hier geht dann alles ab. Rechts hinter der Eingangstür ist unser Bad, wenn man nach links zwei Stufen runtergeht, steht man in unserem riesigen Wohnzimmer. Geht man, aber durch die Küche steht man vor zwei Türen, die eine hat ein Wolkensticker drauf, das ist mein Zimmer und die andere Tür mit dem Stern drauf, das ist Reika's Zimmer. Unsere Zimmer sind zum Glück auch sehr groß.) Ich sehe ihn immer noch an, seine Augen sind zwischendurch mal größer geworden, doch jetzt sieht er mich wieder an, „zieh bitte deine Schuhe aus“ „hier wohnst du?“ „Ja mit Reika zusammen.“ ,Warum, habe ich sie erwähnt? Wir sind nicht zum Quatschen hier!‘ Er nickt zum Glück nur und geht nicht darauf ein, er kommt zu mir und bleibt kurz vor mir stehen, ums Trennen nur noch Zentimeter. Er sieht an mir vorbei, ich kann, aber gar nicht so wirklich darauf achten, wohin sein Blick führt. Da sein Duft mich hypnotisiert, er entführt mich in den wilden Amazonas direkt unter einen warmen Wasserfall und ich könnte schwören, zu spüren, dass er mich berührt, obwohl immer noch diese quälenden Zentimeter zwischen uns sind. „Welches ist deins? Wolke oder Stern?“ Dringt seine tiefe und ruhige Stimme zu mir durch. Ich drehe mich nicht um, sehe ihn direkt an „Wolke“, flüstere ich und lasse mich wieder von seinem Duft in den Amazonas entführen.

Sein Blick löst sich von dieser Tür und wandert direkt in meine Augen. Meine Konzentration und Vernunft sind dahin, wir sehen uns einfach nur an und ich will jetzt mehr. Gehe auf die Zehenspitzen, lege meine linke Hand in seinen Nacken und ziehe ihn leicht zu mir runter. Küsse seine Unterlippe, seine Hände wandern zu meiner Taille, ziehen mich leicht zu ihm und er fängt an zu brummen. Mein ganzer Körper vibriert, ich bekomme eine leichte Gänsehaut und mein Puls schießt dabei ihn ungeahnte Höhen. Ich intensiviere den Kuss, seine Hände, die zuvor noch auf meiner Taille lagen, wandern zu meinem Hintern und er greift ordentlich zu. Ich seufze auf, Asse aber vom Kuss nicht ab und er hebt mich hoch auf seine Hüfte. Umklammere ihn, unterbrechen den Kuss immer noch nicht werde sogar fordernder und er bewegt sich mit mir auf der Hüfte in die Richtung meines Zimmers. Er hält mich nur noch mit einem Arm fest, mit dem anderen öffnet er die Tür, geht rein und schließt die sie mit seinem Fuß hinter sich.

Matthew Steal

Ich werde durch eine zarte Berührung auf meinem rechten Oberkörper geweckt. Ella zeichnet mit ihrem Zeigefinger mein Tattoo nach, das ich dort und auf meinem rechten Oberarm habe. Öffne langsam die Augen, beobachte sie, wie sie weiter die Linien auf meiner Brust nachmalt. Sie grinst, sieht mich direkt an und ich muss automatisch auch grinsen. Diese Frau ist einfach der Wahnsinn, selbst total verschlafen sieht sie einfach süß aus. Die Nacht war eindeutig zu kurz für uns beide, aber ich könnte mich an solche Morgende gewöhnen. ,Dieser Morgen wird voraussichtlich einmalig bleiben!‘ ich schiebe schnell diesen Gedanken beiseite und will den Moment einfach genießen.

„Hunger?“, fragt sie und setzt sich dabei auf. Ich setzte mich auch hin, tue so, als müsste ich überlegen, was genau sie meint. Ihr grinsen wird breiter, doch sie steht auf, zieht sich ein langes Shirt über und geht raus. Nachdem ich es endlich geschafft habe, meine Kleidung zusammenzusuchen, gehe ich direkt ins Bad. Muss durch die Küche und dort steht Ella. Sie befüllt gerade die Kaffeemaschine, während ich an ihr vorbeigehe, kann ich es nicht lassen und berühre sie leicht am Rücken.

Komme nach meiner Katzenwäsche wieder aus dem Bad, da steht sie am Herd und brutzelt etwas, ich stelle mich kurz hinter sie und sehe ihr über die Schulter. „Sind die Ok für dich?“, sie dreht sich leicht in meine Richtung, so berühren sich unsere Wangen etwas. „Sieht lecker aus. Wo habt ihr eure Tassen?“

Sie zeigt auf ein Regal, ich hole zwei Tassen raus und schütte uns beiden Kaffee ein. Gehe um die Kücheninsel, die mitten drin steht, herum und setze mich auf einen der dort stehenden Hocker. Ich sehe ihr dabei zu, wie sie die Teller bestückt mit Rühreiern, Speck und einem Toast. Sie stellt dann mir einen Teller vor die Nase und dem Zweiten stellt sie direkt neben mich. Holt noch Besteck; Milch und setzt sich dann neben mich. Legt mir das Besteck hin, schüttet sich Milch in den Kaffee, wünscht mir einen guten Appetit und fängt an zu essen.

Nachdem sie die erste Gabel im Mund hat, sieht sie mich an und zeigt, auf meinem Teller. ,Ok hab schon verstanden‘, nehme die Gabel in die Hand und fange auch an zu essen. Die Rühreier schmecken wirklich gut, ich genieße für eine Sekunde den Geschmack. „So gut? Ja?“, grinst sie mich breit an. „Joa, nicht schlecht.“ Versuche ich so gelangweilt, wie nur möglich rüberzubringen. „Komm schon, dein Gesicht, hat gerade etwas anderes gesagt!“ „Schon gut, sie schmecken wirklich lecker.“ Grinse ich, sie schräg an.

,Es fühlt sich gerade so unkompliziert an, wir Scherzen und das kurz nach dieser Nacht. Wir reden und agieren miteinander, so als würden wir das jeden morgen machen. Dabei hat sie mich letzte Woche noch ignoriert. Sie sitzt neben mir, in diesem langen Shirt, das gar nicht so lang ist, da ich fast ihren kompletten Oberschenkel sehe, kann. Ihre Haare hat sie einfach mit einem Haargummi zusammen geknotet und ihr Gesicht sieht noch total verschlafen aus. Das ganze Bild, das sie mir hier gerade bietet, ist eine Mischung aus süß und sexy. Und es stört sie nicht mal, dass ich sie so sehe.‘

Nachdem ich fertig bin, stehe ich auf und stelle mein Teller an die Spüle. Nehme mir eine neue Tasse Kaffee, bleibe dort stehen und sehe sie fragend an. „Was ist? Habe ich was im Gesicht?“, fragt sie mir leicht vollem Mund. Ich schüttle den Kopf „nein, ich frage mich nur gerade, warum du mich vorher ignoriert hast?“ Sie fängt leicht an zu grinsen, legt das Besteck weg, stützt ihre Ellenbogen auf die Arbeitsplatte, sodass sie ihr Gesicht auf die gefalteten Hände legen kann.

„Das stimmt so nicht, ich habe dich nicht ignoriert. Wie hätte ich sonst wissen sollen, welche Kaffee du trinkst. Ich bin nur nicht der Small Talk Typ und rede nicht gleich mit jedem.“

„Ok ist das aber nicht in einem Café Grundvoraussetzung?“ „Doch ist es, aber nur auf der Bestell-Ebene und das bekomme ich ja hin.“ Grinst sie mich leicht verlegen an. „Gut, wenn wir schon gerade so ehrlich sind, was war das für ein Kaffee, den du mir vor Kurzem einfach mal so hingestellt hast?"

Sie lächelt mich an „war er gut?“

„Ja!“ Ich kann es nicht abstreiten, er war wirklich gut. Hatte noch nie bei einem Kaffee so ein Flashback gehabt.

„Das war eine neue Sorte, die ich ausprobieren wollte, und du warst in den Moment der perfekte Kandidat. Da du ja immer einen schwarzen Kaffee bestellst.“ Ich hebe die Augenbraue.

„Also war ich dein Versuchskaninchen?“

„Nein, ich habe ihn vorher auch probiert. Aber nur, weil ich ihn gut finde, heißt das nicht, dass andere ihn auch mögen.“ Sie sieht mich neutral an.

„Also doch, Versuchskaninchen. Hast du ihn in dein Sortiment aufgenommen?“

 „Ja, musste beten und betteln. Mia meine Geschäftspartnerin war er zu stark. Dabei trinkt sie eigentlich nur Espresso. Gut kann auch daran liegen, dass sie nicht mehr alleine ist.“ Den letzten Satz hat sie mehr zu sich gesagt, als zu mir. Sie sieht wieder zu mir und hält mir ihre leere Tasse hin. Ich schütte ihr nach, „eine Frage habe ich doch noch.“ Sie stellt die Tasse vor sich, schüttet wieder Milch ein und sieht mich abwartend an.

Ich habe eigentlich ganz viele fragen, aber das ist die Einzige, die mir spontan einfällt. „Warum ist dir Ben, an den Hintern gegangen? Er meinte, dass du was hattest, dass ihm gehört.“ Sie lacht kurz auf und sieht mir dann wieder fest in die Augen. „Ja das, war auch so, er hatte doch das Date mit Clara?“ Ich nicke und höre weiter zu. „Er war mit ihr im Lagerraum und hat dort seine Shorts vergessen. Ich habe sie unter einem Regal gefunden und da Jack mein zweiter Geschäftspartner, genau dann ins Lager kam, als ich sie in der Hand hatte, habe ich sie mir schnell in die Gesäßtasche gesteckt. Und als ich euch den Kaffee gebracht habe, scheint er sie gesehen zu haben. Darum ist er mir nicht an den Hintern gegangen, sondern an die Tasche.“ „Hast du sie dabei gesehen?“ „Nicht nur das.“ Ok, jetzt kann ich ihn auch verstehen, warum er sie nicht mehr Daten wollte.

Ich atme tief durch, trinke meine Tasse aus und merke, wie mein Handy in der Hose vibriert. Liz ruft mich gerade an. Ich sehe zu Ella, sie steht in den Moment auf und räumt ihre Sachen weg. „Was gibt's?“ „Was es gibt! Wo bist du? Ich stehe vor deiner Tür und du bist nicht da? Ich will rein und dusche.“ Schreit sie mich an. Ich reiße das Handy vom Ohr und starre es kurz an. Dafür hätte sie wirklich kein Telefon gebraucht, das habe ich auch so gehört.

„Ah okay, gut ich mache mich los. Bin gleich da.“ Versuche ich, sie zu beruhigen, da sie einfach weiter schreit. Lege auf und lass es wieder in die Hosentasche gleiten. Ella steht neben mir und leer die Kaffeekanne. „Ich muss los.“ Sage ich mit einem leichten Tinnitus im Ohr. „Liz?“ „Ja, ich habe sie ausgesperrt.“ Sie drückt die Lippen zusammen und nickt. Wir gehen Richtung Tür, ich ziehe meine Schuhe an und sie macht mir die Tür auf. „Hast du heute Abend vielleicht Zeit?“, frage ich, auf der Hoffnung, dass sie Zeit hat. Ich will sie unbedingt wieder sehen. Sie schüttelt leicht den Kopf „ich habe Spätdienst bis einundzwanzig Uhr und bin danach immer total fertig.“ „Ok, dann sehen wir uns morgen früh.“ Sie schüttelt wieder den Kopf „diesmal nicht, ich habe morgen frei und werde den Tag im Dojo verbringen.“ Ich sehe sie jetzt leicht geknickt an, „Okay!“ Sie stellt sich auf die Zehenspitzen und gibt mir einen Kuss auf die Wange.

Zu Hause angekommen sehe ich Liz an meiner Tür stehen. Bleibe neben ihr stehen, hole den Schlüssel raus. „Wo warst du? Und vor allem mit wem?“ Fragt sie mich verärgert, ich schließe die Tür auf und trete ein. Sie kommt hinter mir her, „ich war unterwegs und wie kommst du darauf, dass jemand dabei war?“, meine Stimme hört sich gelangweilt an, keiner Schuld bewusst. Sie stellt sich neben mich, baut sich auf, stemmt die Hände in die Hüfte und sieht mich böse an. ,Jetzt hat sie gerade was von unserer Mutter und das mag ich gar nicht‘. „Ich kenne dich zu gut und weiß, dass das dein ‚ich war, die Nacht bei einer Frau‘ Gesicht ist. Also?“ „Ja ich war bei einer Frau, ist das schlimm?“ „Nein, das ist nicht schlimm. Finde es eigentlich gut, aber hättest du mir nicht vielleicht den Schlüssel geben können? So musste ich bei As und Reika schlafen und die waren nicht gerade leise, wenn du verstehst, was ich meine!“ Ich gehe auf sie zu, bleibe vor ihr stehen, lege meine Hände auf ihre Schulter und setze meinen Hunde-Blick auf. Ziehe sie an mich ran, „sorry Schwesterchen, war nicht meine Absicht, es ging alles so schnell. Wie kann ich es wieder gut machen?“ Sie atmet tief durch und gibt ihre Haltung auf. Sackt leicht zusammen und umarmt mich auch. „Du weißt, dass ich dir nach diesem Blick nicht böse sein kann, oder? Aber es gibt da, was das du machen kannst!“ Ich drücke sie leicht weg und sehe sie fragend an. „Dafür müssen wir in die Stadt und ich hoffe, dein Konto ist voll.“ Funkelt sie mir mit einem Dicken, grinsen im Gesicht zu. ,Oh man, wenn sie das so sagt, kann es nur teuer für mich werden. Aber sie ist halt meine kleine Schwester und ich will auch, dass es ihr gut geht.‘ Ich gehe erst mal duschen, überlege die ganze Zeit, ob ich es ihr erzähle, mit wem ich die Nacht zusammen war! ...
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Ella Miller

Lasse mich nach einer großen Runde joggen und einer heißen Dusche mit dem Handtuch um den Körper auf das Bett fallen. Ich bin irgendwie fix und fertig, die Nacht war eindeutig zu kurz und der Lauf zu lang. Liege mit dem Gesicht in meinem Kissen, atme tief ein. Habe sofort ein Bild von Matt im Kopf, wie er grinsend an meiner Spüle steht und das nur, weil mein ganzes Bett nach ihm riecht. Fange augenblicklich an zu stahlen. ,Als ich heute Morgen aufgewacht bin, dachte ich zuerst, dass er gegangen ist. Aber dem war nicht so, er war noch da. Er lag auf dem Rücken tief schlafend, den linken Arm unter seinem Kopf und es gefiel mir irgendwie. Fast sein ganzer Oberkörper lag frei, so konnte ich sein Tattoo betrachten. Es war nicht übertrieben, schwarze feine Linien mit Schattierungen zogen sich über seinen rechten Oberarm über seinen rechten Oberkörper bis runter zu seinem Hosenbund. Es sah gewollt und doch durcheinander aus, gefiel mir sofort. Erinnerte mich an mein Café. Ich konnte es nicht lassen und bin mit dem Zeigefinger die Linien nach gegangen. Seine Haut war weich, warm und doch fest.‘

Dir ist doch wohl klar, dass es einmalig war, oder? Traue niemandem, ist seit fünf Jahren die Devise, zumindest bei den Männern.‘ mein Gewissen, weiß gerade selber nicht was es will, zuerst ihn und dann doch nicht. Ich stehe auf, lenken mich ab, indem ich meine Sachen zusammen suche, und mache mich auch langsam los. Meine Schicht beginnt in zwanzig Minuten.

Im Café angekommen, bin ich froh, dass ich meine Schicht mit Mia habe. Wir fangen an, die Bestellungen abzuarbeiten, da wirklich viel los ist. Die Zeit vergeht so schnell, wir haben jetzt siebzehn Uhr, Mia kommt von ihrer Pause und ich mache jetzt meine. Besorge mir etwas aus der Küche und setze mich an meinem Lieblingsplatz. Sehe aus dem Fenster und Reika kommt mit As gerade rein. Beide steuern direkt auf mich zu, wir begrüßen uns mit einer leichten Umarmung. „Hey Süße, wo bist du denn gestern so schnell hingegangen?“ „Ich bin nach Hause, war müde geworden.“ Stimmt auch irgendwie, ich konnte nicht anders und schmunzelte leicht. „Ist Matt dir zufällig, gefolgt?“ Fragt mich As, der neben mir sitzt. ,Matt hat ihnen erzählt, dass ich seinen Namen kenne, so ist das unter uns kein Geheimnis mehr. Über mein Geheimnis hat er jedoch nichts gesagt, aber As weiß durch Reika Bescheid. Ich stimmte zu, aber nur, wenn ich etwas von ihm erfahre und das habe ich auch. So ein Männerding halt werde es nicht verraten.‘

„Wieso sollte er?“ Es ist immer gut, wenn man nicht antworten kann oder will, mit einer Gegenfrage zu antworten. „Keine Ahnung er war auch auf einmal verschwunden.“ Ich zucke nur mit den Schultern, tue so, als wüsste ich nichts.

Doch Reika's Blick, ruht auf mir, sie kennt mich leider zu gut und sie ahnt bestimmt etwas. „Entschuldigt mich kurz, ich komme gleich wieder.“ „Warte ich komme mit.“ Sagt sie, springt vom Stuhl und folgt mir. Ich gehe zu den Toiletten, Mia ist auch zufällig hier. Wir drei stehen am Waschbecken, ich sehe mich im Spiegel an, Mia wäscht sich die Hände und Reika steht neben mir und verschränkt die Arme vor der Brust.

„Er ist dir doch gefolgt, oder?“

„Was? Wer?“, platzt es verwundert aus Mia.

„Matt ist Ella gefolgt und sie waren die Nacht zusammen! Das erkennt man an ihrem Gesicht.“

„Ok, wer ist Matt?“ Ich sehe Reika schräg mit zusammen gekniffenen Augen an, Mia kennt noch nicht die wahre Identität von John.

„Sorry“, flüstert Reika und zieht die Schultern hoch. Mia zieht eine Augenbraue hoch und dreht sich dann zu mir.

„Erzähl!“

„Okay, erstens Matt ist ...“ ich mache eine kurze Pause und vergewissere mich, dass wir hier wirklich allein sind.

„... John New und ...“ ich nicke leicht den Kopf, um meine weitere Aussage zu untermauern. „... ja, wir waren die Nacht zusammen. Er hat sogar bei uns gefrühstückt.“

„Wirklich?“, platzt es wieder aus Mia.

„Wie war es?“, grätscht Reika dazwischen.

„Ja, wirklich ...“ richte ich die Antwort an Mia, drehe mich dann zu Reika, die jetzt sich am Waschbecken festhält und mich durch den Spiegel ansieht.

„... und es war gut.“

„Läuft da jetzt was, zwischen euch?“, kam es wieder von Mia und beide sehen mich fragend an. Ich schüttelte leicht den Kopf.

„Nein! Es war eine einmalige Sache.“

„Sicher?“ Kam es von Reika.

Ich nicke einfach nur ‚weiß es doch selber nicht, ob ich mir da sicher sein kann. Würde mich wundern, wenn ein Mann, wie er noch weiteres Interesse hätte.‘ Sie sehen, dass ich mit den Gedanken leicht abgeschweift bin und Umarmen mich einfach.

Bitte sie darum, es für sich zu behalten, richte mich speziell an Reika. Beide nicken und wir gehen wieder raus, meine Pause ist jetzt auch zu Ende. Während ich meinen Teller hole, sieht uns As fragend an. „So ein Mädels-Ding“, sagte Reika, gibt ihn ein Kuss und setzt sich wieder neben ihm. Die beiden tuscheln noch etwas Unverständliches, ich bringe meinen Teller währenddessen in die Küche zurück. Sehe noch kurz zu ihnen und sie tuscheln immer noch miteinander. Die beiden haben sich wirklich gefunden.

Matthew Steal

Siebzehn Uhr dreißig: Ich brauchte meine Runde. Liz ist die ersten fünf Kilometer mitgelaufen, hat aber dann doch aufgegeben und ist schon mal nach Hause. Jetzt sieben Kilometer später schließe ich die Tür zu meiner Wohnung auf, sehe Liz auf dem Sofa im Handtuch eingewickelt telefonieren. „Ja ist er, hast du doch gesehen? ... Ich weiß ... ja ich glaube schon ... Ich weiß es nicht genau, da gibt es jemanden ... Ja und wie ... Sorry, da kann ich dir leider nicht helfen ... Könnte ich, nur ob, das was bringt, wenn er sich entschieden hat, lässt er sich nicht umstimmen. Du kennst ihn doch langsam.“ ,Was? Sie scheint nicht mitbekommen zuhaben, dass ich wieder da bin. Ich weiß nicht mit wem sie telefoniert oder über was genau, aber ich gehe jetzt duschen‘.

Gehe nach der Dusche zurück ins Wohnzimmer, aber nicht ohne vorher mir etwas zum Trinken, zu besorgen. Haue mich neben ihr auf das Sofa. „Seit wann, bist du wieder da?“ Ich sehe Liz an, sie hat sich mittlerweile schick gemacht. ‚Ihre Haare liegen in Locken auf ihrer Schulter und sie trägt ein dezentes Make-up, sie hat heute ihr erstes Date mit Ben. Nachdem ich sie vorhin habe vor der Tür stehen lassen, bin ich mit ihr in die Stadt. Ben hatte mir geschrieben, ob wir Lust haben, Italienisch zu essen. Da sind wir auch hin und Liz hat es die Sprache verschlagen, sie hat Ben noch nie im Anzug gesehen, was auch ein Bild für sich war. Wir kennen ihn eher so in Jeans und Shirt, locker halt aber er kam gerade erst von der Arbeit und als Immobilienmakler sollte man schon einen Anzug tragen.’ während ich in Gedanken kurz zurückdenke, sehe ich sie mir genauer an „erstens, siehst du toll aus und um deine Frage zu beantworten. Ich glaube bei dir, ging es, um ‚Ja ist er, hast du doch gesehen.‘“ Sie sieht geschockt aus „du hast mich belauscht?“

„Nein! Ich kam nach Hause und bin duschen gegangen. Das habe ich nur zufällig mitbekommen. Mit wem hast du telefoniert?“

„Mit Anna, ich soll dir auch liebe Grüße ausrichten. Ach so ...“ sie grinst und macht einen kleinen Knicks nach vorne „... danke. Ich hoffe, es ist nicht zu viel?“

„Nein genau richtig, sehr natürlich.“ Und das stimmt auch. Sie zieht sich noch ihre Schuhe an und schon klingelt es. „Ich gehe. Bis später.“

„Ist gut, was habt ihr eigentlich vor?“ „Erst was Essen und dann Kino. Eine ganz normale Verabredung halt.“

„Wem willst du, dass weiß machen. Dir oder mir? Egal habt einen schönen Abend“ sie grinst noch und weg ist sie. Ich schalte Netflix ein und sehe mal, seid Längerem meine Serie.
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Ella Miller

Samstag zehn Uhr: Ich mache jetzt erst mal Pause, Clara löst mich ab. Ich besorge mir noch schnell etwas aus der Küche, setzte mich wie immer an meinem Tisch und eine Sekunde später sitzt Liz neben mir. „Du hast mich vielleicht erschreckt.“

„Hättest du das nicht merken müssen?“ Ich ziehe die Augenbrauen hoch.

„Wie meinst du das? Wieso hätte ich das merken sollen?“ Sie rückt näher zu mir und flüstert leicht.

„Na so als Ninja! ... Die im Fernsehen spüren, so etwas doch immer!“ Ich muss schmunzeln.

„Wie kommst du darauf, dass ich ein Ninja bin?“ Sie sieht zu Matt.

„Na, weil er das ...“

„Ok also erstens, Ninjas spüren das nicht. Das ist eher so Art Instinkt und zweitens bin ich kein Ninja, sondern betreibe Kampfsport, das ist was ganz anderes.“ Unterbreche ich sie einfach. ‚Wieso hat er ihr das erzählt?

„Ah, ... er erzählte gestern nur, das du auch Karate machst und dich sogar verkleidest.“

„Wieso auch? Und ja es stimmt schon, ich verkleidet mich, aber nur um nicht erkannt zu werden, und Karate selber trainiere ich nicht, sondern generell Kampfkunst, da sind auch Elemente von Kung-Fu oder Taekwondo drin.“

„Er hat da so ein Film gesehen und irgendwie kamen wir auf dich zusprechen und dabei hat er es mir erzählt. Ich dürfte dich eigentlich gar nicht darauf ansprechen, bekomme nachher bestimmt wieder ärger. Und bist du wirklich so gut, wie er sagt?“ Ich grinse sie an, da sie ein ganz ernstes Gesicht macht.

„Ich werde ihm nicht sagen, das du mich darauf angesprochen hast und ich selber Würde sagen, Nein, bin ich nicht. Andere wiederum behaupten das schon. Ich sage es mal so, wenn ich angegriffen werde, kann ich mich verteidigen.“

„Du bist ein Schatz und wie lange machst du das schon?“

„Seit knapp fünf Jahren. Ich brauchte eine Veränderung und da war sie. Seid dem, fühle ich mich wohl, in meiner Haut.“ Sie nickt.

„Das war bestimmt anstrengend, oder?“

„Am Anfang ja, aber mittlerweile nicht mehr. Es sei ich lerne neue Techniken, wie gestern zum Beispiel.“ Schiebe das Oberteil an meiner Schulter zur Seite, da habe ich gestern die meisten Schläge abbekommen.

„Autsch!“
„Nein so schlimm ist das nicht, der Muskelkater macht mir mehr zu schaffen.“ Zwinker ich ihr zu, sie grinst.

„Ok jetzt mal was anderes. Wie kam es eigentlich am Mittwoch zu diesem Kuss? Ich habe es gesehen, während ich mir, was zu trinken geholt habe.“ Ich merke, dass meine Wangen rot werden, da sie unglaublich warm sind.

„Wenn ich das wüsste? Es ist einfach passiert.“ Sie fängt an zu strahlen.

„Einfach passiert, ja? Und wie war es?“ „Ganz ok.“ Sagte ich recht gelangweilt. ‚Auch, wenn es total untertrieben ist. Ich muss gestehen, wenn er mich noch mal so küsst, dann ... Ach, ich weiß auch nicht. Es war schon sehr gut‘. Sie sieht mich leicht geschockt an, fängt sich aber schnell wieder. Schüttelt den Kopf und fängt wieder an zu strahlen.

Sie erzählt mir, dann das Sie seit vorgestern und gestern ein Date mit Ben hatte und er total Gentleman-like noch nichts versucht hat. Sie haben sich zwar schon geküsst, aber mehr noch nicht. „Er meinte, dass er sich Zeit lassen will, da ich nicht irgendwer bin. Ist das nicht süß?“ Ich nicke, ja irgendwie ist das schon süß. Es gibt also doch tolle Männer, wenn das zwischen ihr und Ben, klappen sollte? Dann freue ich mich für sie.

„Du ich würde gern noch weiter mit dir reden. Muss aber noch ein paar Sachen erledigen.“ Sagte ich und zeige auf mein Tablet, das neben mir liegt und sie nickt „ist gut. Was ich dich noch fragen wollte. Kann ich vielleicht deine Nummer haben? Ich würde gern mit dir in Kontakt bleiben, wenn du nichts dagegen hast.“ „Klar können wir machen.“ Ich trage meine Nummer bei ihr ein und sie klingelt mich sofort an. „Jetzt hast du auch meine.“ Sie drückt mich noch einmal und geht zu Ben und Matt zurück. Ich klappe mein Tablet auf und fange an zu arbeiten.

Meine Schicht ist zu Ende und ich stehe seit einer gefühlten Ewigkeit vor meinem Kleiderschrank und finde nicht die Hose, die ich suche. ‚Matt hat mich vorhin gefragt, ob ich heute Abend Zeit habe, mit ihm essen zu gehen. Ich habe ja gesagt, da ich ihn doch kennenlernen will. Irgendetwas ist seit letztem Freitag und ich rede nicht von der Sache am Mittwoch, obwohl ich sie auch nicht vergessen kann. Ich kann nur nicht deuten, ob es körperlich oder mehr ist.‘ habe die Hose doch noch gefunden, sie war ganz weit unten im Schrank. Gehe noch schnell ins Bad und dann bin ich fertig. So jetzt noch eine halbe Stunde. Ich weiß nicht, ob das der erste Anflug von Nervosität ist? Hm? ‚Ping‘ macht mein Handy eine Nachricht, von Liz.

Hey, alles klar bei dir? Habe gehört, Matt holt dich bald ab. Wie kam es denn dazu?

Hey zurück, bei mir ist alles gut. Er hat gefragt und ich stimmte zu, so wie das gemacht wird. Total altmodisch halt. (Zunge raus streckendes Smiley)

Ach so! Deshalb kam es mir unbekannt vor. (Zwinker Smiley)

Und bei dir alles gut?

Ja soweit schon. Vermisse nur meine Kurzen etwas.

Oh arme Liz (trauriger Smiley) du siehst, sie ja bald wieder.

Ja, stimmt am Montag. Aber wieso weiß ich jetzt schon, dass ich euch dann vermissen werde?

Weil du in so kurzer Zeit, neue Freunde gefunden hast? (Fett grinsender Smiley) und eine Woche echt kurz ist? (Heulender Smiley) ich brauche noch unbedingt deine Adresse, falls ich dich mal besuchen will.

Du bist süß, die schick ich dir. Ich würde mich freuen, wenn du mich besuchen kommst. Schon komisch, wie schnell wir uns verstanden haben, oder?

Stimmt, Mittwoch das erste Mal getroffen und gesprochen und es fühlt sich an, als würden wir uns eine Ewigkeit kennen.

Ich finde das irre. Habe ich, bis jetzt noch nie so gehabt. Du?

Ja bei Reika in Japan. Ich habe sie beim Einkaufen getroffen und zack Wohnen wir seit zwei Jahren zusammen. Ok wir zwei müssen jetzt nicht zusammenziehen, aber den Kontakt sollten wir auf jedenfalls aufrechterhalten.

(Daumen hoch) dem stimme ich zu. Auf jeden Fall. Reika durfte ich ja auch schon kennenlernen und sie find ich auch toll. Sie ist so Positiv und versprüht eine Fröhlichkeit. Du weißt hoffentlich, was ich meine, oder?

Ja ich weiß, sie ist eine Stimmungskanone.

Wir schreiben noch etwas weiter, ich habe in der Zeit was getrunken. War auf Toilette und habe eine Waschmaschine angemacht. Ach und nicht zu vergessen eine Einkaufsliste geschrieben. Ich war zwar gestern Einkaufen, aber habe die Hälfte vergessen.

Ich will dich nicht abhängen. Aber dein Bruder steht vor der Tür. Schreibe ich ihr noch.

Gehe raus, sehe Matt, der an seinem Auto lehnt. „Du siehst aus, als würdest du schon ewig auf mich warten.“ Er grinst, kommt leicht auf mich zu, haucht mir einen Kuss auf die Wange „sicher, dass es nicht, so ist.“

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magicblues Profilbild
magicblue Am 12.06.2019 um 12:46 Uhr Mit 1. Kapitel verknüpft
Hallo:)

Also die Grundidee der Geschichte finde ich echt nett, die hat durchaus Potenzial, auch wenn sie sich nicht sehr von den meisten Liebesromanen unterscheidet (Dummerweise habe ich davon leider schon zu viele gelesen, als das mich sowas noch groß von den Socken haut). Durch seine Perspektive ist mir Matthew leider etwas unsympathisch geworden, er wirkt ein wenig wie ein Macho auf mich, wenn ich ihn so lese. Andererseits wirkt er durch Ellas Augen auch gar nicht so, sondern eher nett (mal abgesehen von ihren durchkommenden Ängsten und Vorurteilen). Ella kann ich eigentlich als Figur ganz gut verstehen. Allgemein finde ich, solltest du die Geschichte etwas entschleunigen, versuche in einem Kapitel weniger verschiedene kurze Szenen unterzubringen und die Szenen dafür etwas länger auszugestalten. Und lass den Leser auch ein wenig die Sachen entdecken, zum Beispiel, dass Matthew Schauspieler ist und nicht unter seinem richtigen Namen spielt. Oder dass Ella den Laden nicht alleine betreibt und Freundinnen hat. „Verstreue“ solche Information etwas im Text. Der geneigte Leser kann ruhig ein bisschen mitdenken. Zu den eher handwerklichen Sachen, wie Rechtschreibung, Grammatik und so weiter habe ich dir eine PN geschickt.
Lustig finde ich übrigens, dass sich die Freundin von Ella den Film ausgesucht hat, weil der Schauspieler gut aussieht. Das ist ein nettes kleines Detail. Solche Details machen Geschichten lebendig:) Ich bin gespannt, was mit ihrem Exfreund noch passiert und vor allem passiert ist.
Ich lese dann mal weiter.

LG,
magicblue
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Augureys Profilbild
Augurey Am 12.06.2019 um 19:04 Uhr
Hallo Yuki!
Heute bin ich endlich mal dazu gekommen, hier wieder reinzulesen (oder besser gegesagt den ersten Teil). Wie ich sehe, hast du versuchst, ein paar meiner Tipps umzusetzen, insbesondere was das "Bitte mehr Setting" angeht, was mich erstmal ziemlich freut. Zu sehen, dass jemand Vorschläge annimmt und willens ist an der Geschichte zu arbeiten, macht echt Freude Reviews zu schreiben und ich wollte einfach mal zurückgeben, dass ich das großartig findfe, dass du da so offen bist. Leider wie das manchmal so ist, ist mein Tipp mit dem "mehr Setting" wohl nicht ganz so angekommen wie ich das meinte. Denn jetzt hast du für das Cafe zwar deutlich mehr Settingsbeschreibung, aber es steht für sich allein und ist weniger in die Handlung eingebunden, was von mir nicht so beabsichtigt war mit dem (mea culpa, manchmal ist es schwer, zu vermitteln, was man meint) Und magicblue muss ich im Bezug auf Matthew, die Geschwindigkeit und das selbst entdecken lassen auch recht geben. Ich weiß, so ein Gemecker kann nerven, gerade wenn man bereits überarbeitet hat. Ich hoffe, du bist trotzdem nicht böse drum. Weißt du was, wenn du mir den ersten Teil (also Mathews POV) per PN schickst, würde ich mich - falls du Interesse hast - bereiterklären, das mal in einer Art und Weise umzuschreiben, wie ich es eigentlich meinte. Etwas direkt zu sehen ist vielleicht hilfreicher als abtrakte Tipps. Natürlich nur, wenn du möchtest. Trotz der Kiritk wünsche ich dir einen tollen Tag. Auch wenn die Geschichte noch verbesserungsfähig bist, bist du trotzdem eine klasse Autorin, denn du bist bereit, dran zu arbeiten. Grüße, Augurey :)
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Augureys Profilbild
Augurey Am 24.05.2019 um 19:01 Uhr
Hallo Yuki,

Durch einen dir wohlbekannten Thread ^^ bin ich zu deiner Geschichte gekommen. Da du so aktiv im Forum bist, hatte ich mir gleich vorgenommen, bei dir reinzulesen, aber bis zum Y dauerte es eine Weile. Zuerst muss ich vorrausschicken, dass Romance nicht so mein Genre ist, weswegen ich wirklich nur das erste Kapitel gelesen habe. Aber der Schauspieler, der sich in die Cafe-Bedienung verliebt, ist eigentlich eine ganz nette Idee, die ein schönes, leichtes „Sommerkino“ ergeben könnte.

Was mir allerdings auffällt: Du schreibst, wie übrigens viele Schreib-Neulinge, eher beschreibend-zusammenfassend als szenisch. Matts Teil ist ja gerade zu Beginn eine vor allem Zusammenfassung, was er bisher erlebt hat, ohne dass du ein bestimmtes Ereignis zu einem bestimmten Zeitpunkt ausbreitest. So ist dein Text zwar gespickt mit Information, aber wenig eindrücklich. Ein Beispiel dafür wäre auch Ellas Perspektive: Du erzählst zwar Ella treibt, wer ihre Freundinnen sind, die ihr im Laden helfen, dass sie sich mit ihnen per SMS verabredet und so weiter, aber auf ihr Innenleben gehst du nicht wirklich ein. Und kaum sind sie im Kino, sind sie auch schon wieder draußen, also im Bezug auf den Textfluss. Und die wenigen konkreten Szenen, die vorkommen, bestehen fast nur aus Dialog und inneren Monologen ohne dass sich viel vom Setting, in der sie stattfinden, zeigt.

Das alles – und versteh das bitte nicht als Angriff, sondern nur als Rückmeldung – macht die Geschichte etwas langweilig. Letztlich will ein Leser ja in deine Welt eintauchen und mit allen Sinnen mitgenommen werden. Gerade zu Beginn, nach dem ersten Absatz, glaube ich, würde der Geschichte eine konkrete Szene, in der Matt seinen Kaffee trinkt und Ella dabei anhimmelt, ganz gut tun. Die W-Fragen, Sinneseindrücke (was ist zu hören, sehen, riechen, schmecken) sowie das Stichwort Innenperspektive dürften helfen, eine solche Szene aufzubauen. Informationen lassen sich dann auch galant als Nebensatz einbringen. Zum Beispiel könnte Matt, während er seinen Kaffee trinkt, darüber nachdenken, dass es jetzt schon der xte Kaffee ist und sie ihn einfach nicht beachtet. Wenn du dich eingehender damit beschäftigen willst, wie sich Geschichten eindrücklicher und spannender gestalten lassen, kannst du mal nach „Show, don’t Tell“ googlen. Wunder dich nicht, wenn du allerorts mit Infos dazu zugeballert wirst, wenn du danach suchst. „Show, don’t tell“ ist derzeit DIE goldene Regel, die sämtliche Creative Writing Schools lehren und über die die ganze Literaturszene spricht. Manches ist da auch etwas übertrieben, aber um generell zu verstehen, was eine Szene spannend macht, ist es eigentlich ein gutes Prinzip.

Und ja, vom Inhalt abgesehen, wäre da noch das Problem, das du im Forum angemerkt hast mit den Zeitformen. Zudem sind einige Rechtschreib- und Grammatikfehler drin, die den Lesefluss zuweilen hemmen. Hier würde vielleicht ein Betareader helfen, wenn du sie durch eigenes Korrigieren nicht findest.

Soweit zur Kritik und ich hoffe, du nimmst mir meine Ehrlichkeit nicht krumm. Wie gesagt meine ich es nicht böse. Selbst die Größten haben mal klein angefangen. Zumindest und das will dann abschließend positiv bemerken, scheint Matt zumindest so auf den ersten Blick ein ganz freundlicher, netter Typ zu sein. Das ist mal eine angenehme Abwechslung zu den vielen Machos, die derzeit leider das Romance-Genre dominieren und ich wünschte, es gäbe wieder mehr solche Figuren.

Liebe Grüße, Augurey
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Yukis Profilbild
Yuki (Autor)Am 24.05.2019 um 23:30 Uhr
Wow, ich sag einfach nur wow.

Danke für deine Ehrlichkeit, damit kann ich doch ENDLICH mal was anfangen.

Werde versuchen deine Tipps zu beherzigen.

Und Ehrlichkeit ost immer gut, werde deswegen jetzt nicht böse/sauer oder gekränkt sein. Ich brauche Feedback um besser zu werden. �

Autor

Yukis Profilbild Yuki

Bewertung

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Statistik

Kapitel:7
Sätze:1.425
Wörter:18.227
Zeichen:101.022

Kurzbeschreibung

Matt ist ein Mann, der jede Frau haben könnte. Doch er will nur die eine, die Frau aus dem Café Crumps. Er weiß nichts von ihr, nur das sie die schönsten grünen Augen hat, die er niewieder vergessen kann. Schafft er es, sie für sich zu gewinnen? Lest es hier. Viel Spaß

Kategorisierung

Diese Story wird neben Abenteuer auch in den Genres Liebe und Freundschaft gelistet.

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