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Bunte Vielfalt

15
24.07.21 09:25
16 Ab 16 Jahren
Heterosexualität
Homosexualität
Pausiert

Ihr gebt mir ein Wort und ich schreibe ein Kapitel mit weniger als tausend Worten und baue dieses ein. Simple Worte aber es können auch ausgefallene sein oder ein ganzer Satz, den ich einbauen muss.

Bisher habe ich Augenweide, honett, Schmerz, Baum, Bananenmüsli, Haarausfall, Bandana und ein Holztier, womit sich schon einiges schreiben lässt, aber noch nicht genug. Ihr seid also gefragt, könnt mich und meine kreative Ader unterstützen und hinterher bei Gefallen der Idee lesen, was ich mit eurem Wort verfasst habe.

Mittlerweile kamen dank einer lieben Freundin noch die Worte Gesundheit, Liebe, Treue, Leidenschaft und Vertrauen dazu und ich kann somit schon 13 kleine Geschichten schreiben.

Außerdem würde ich gerne endlich mal einen Text haben, der die 200 Kapitel erreicht und das könnten wir gemeinsam schaffen, wenn ihr mir fleißig Wörter nennt und mich in meinem Vorhaben unterstützt. Ich habe mir außerdem meine Jungs aus der funny Moments WG in Prag dazugeholt, man muss sie aber nicht kennen, da es Namen sind und ich knapp auf ihre Äußerlichkeiten eingehe.

Hier kann es also gay zugehen, aber auch normal, lustig oder auch mal traurig. Es hängt sehr von den Worten ab, von euch und gemeinsam kann ich mit eurer Unterstützung diesen Text bis zu den 200 Kapiteln vollmachen.

Ihr dürft auch gerne mitmachen, euch Worte nehmen und selbst dazu eine Kurzgeschichte verfassen. Wenn ich ein Wort abgearbeitet habe, wird es abgehakt und nummeriert, damit ich weiß, wo ich stehe und ob ich noch Worte brauchen werde.

Zu vielen Worten sind mir ganz spontan schon süße Ideen eingefallen, aber auch lustige und schmerzhafte. Ich denke, ich kann das Buch hier gut mit Kapiteln füllen und ihr braucht nicht ellenlang die Geduld oder Angst zu haben, dass ich Monate für ein Kapitel brauche.

1. Augenweide
2. honett ✔
3. Autor ✔
4. Schmerz ✔
5. Baum ✔
6. Bananenmüsli ✔
7. Haarausfall
8. Bandana
9. Holztier
10. Gesundheit
11. pikiert
12. Liebe
13. Treue
14. Leidenschaft
15. Vertrauen
16. Egoistisch
17. mutig
18. tollkühn
19. liebend
20. sterben
21. idiotisch
22. kaltherzig
23. Heimweh
24. Schuld
25. unsterblich
26. mysteriös
27. magisch
28. bedeutend
29. Angst
30. Tatort
31.Unfall
32. orientalisch
33. Zirkus
34. mickrig
35. listig
36. halbherzig
37. verschlossen
38. tief
39. spät
40. nostalgisch
41. neurotisch
42. hyperaktiv
43. Schule
44. Gesang
45. hypnotisch
46. sterblich
47. missverstanden
48. unordentlich
49. katastrophal
50. verstorben
51. Erbe
52. hinterhältig
53. beliebt
54. Schatten
55. Zeit
56. Verantwortung
57. positiv
58. sexistisch
59. Wald
60. Nacht
61. weit weg
62. unkontrollierbar
63. offensichtlich
64. zielstrebig
65. verdächtig
66. langfristig
67. verschollen
68. Alltag
69. Tod
70. reich
71. idealistisch
72. betont
73. Geburt
74. Kraft
75. Leugnung
76. operativ
77. Tarnung
78. Abschaum
79. Warnung
80. Quelle
81. jung
82. alt
83. reisen
84. arbeiten
85. hinrichten
86. herzig
87. Geschwister
88. umwandeln
89. aphoristisch
90. Eisenbahnscheinbewegung
91. Leere
92. Weltall
93. Ruhe
94. Schock
95. Überleben
96. Glück
97. Irre
98. Ordnung
99. Konflikt
100. Dekoration
101. Zucht
102. Umräumen
103. Nahtoderfahrung
104. Ablenkung
105. Alberei
106. Traum
107. Wut
108. Konstruktivismus
109. Parallelen
110. Spaß
111. Gefühle
112. Nähe


Nochmal ganz lieben Dank für diese Auswahl und damit ihr nicht zu lange warten müsst, werde ich mich jetzt gleich an das erste Wort vagen und eine kleine nette Geschichte schreiben. Wie gesagt es werden immer nur bis zu 1000 Wörter und das sollte machbar sein. Nun ganz viel Spaß beim Lesen oder mitmachen.

 Nun ganz viel Spaß beim Lesen oder mitmachen

 

Bingo war ungehalten, tobte laut bellend durch den Wald und rannte immer wieder zu seinem Herrchen zurück, nur um ihn einen Stock vor die Füße zu legen. Das ging eine ganze Weile, dann sprang der schwarze Labrador an ihm hoch, wedelte mit der Rute und wollte gestreichelt werden. Er forderte viel, bekam es durchgesetzt und widerstehen konnte man dem schwarzen Hund ohnehin nur schwer.

Jack kam dem also gerne nach, streichelte seinem Labrador über den Kopf und blickte in seine braunen, treuen Augen, die ihm entgegensahen. Sechs Jahre gingen sie jetzt schon durch dick und dünn, hatten so manches Abenteuer erlebt und doch überraschte ihn sein Hund immer wieder neu.

Heute sollte es wieder so weit sein, er sah es ihm irgendwie an und als Bingo erneut davonrannte, folgte er langsam bis hin zu einer Lichtung. Schnüffelnd schob sich die schwarze Hundenase über den Waldboden, die Pfoten gruben und buddelten, als hätte er etwas Interessantes entdeckt. Ein Bellen, die Nase ruckte hoch, der Kopf drehte sich und freudig blickte Bingo dem dunkelblonden Mann entgegen.

"Hast du wieder ne Maus gefunden?", schmunzelte Jack, während er angesprungen wurde. "Dann zeig doch mal." Bingo rannte jedoch weg, blieb immer mal wieder stehen und sauste zu einem der riesigen Bäume. "Ach spielen wir jetzt fangen, ja?" Er lachte auf, rannte seinem Hund jedoch nach, der sich bereits aufmachte und hinter einem der Bäume hervorguckte. Bingo wollte spielen, sich verstecken, fangen lassen und immer wieder brachte er Jack ein Stöckchen als Zeichen seiner Verspieltheit.

"Noch einer? Ich kann bald einen Laden aufmachen." Den Stock nahm er dennoch an und sah Bingo nach, der schon zwei zusammengewachsene Bäume ansteuerte und hinter diesen verschwand. Dann tauchte er zwischen ihnen auf, bellte laut und sah ihn auffordernd an. "Bingo ernsthaft? Du willst den Baum hoch? Wer bist du? Ein Eichhörnchen oder ein Hund?" Bingo bellte abermals. "Ist ja gut, ich komme ja schon." Jack rannte locker die letzten Meter zu seinem Hund, der ihn vom Baum aus ansprang, niederriss und quer das Gesicht ableckte.

 

„Wo sind meine Eier? Ich wollte Rührei", beschwerte sich der großgewachsene Mann, der soeben die Küche betreten hatte.

Jerome rollte genervt mit den Augen und sah seinen Freund entsprechend an. „Du kannst nicht jeden Tag Eier zum Frühstück essen. Auf Dauer ist das ungesund und bevor du dich beschwerst, solltest du wenigstens probieren."

Helmut wirkte wenig begeistert. Er lief einige Male um den Küchentisch herum und betrachte aus misstrauisch wirkend braunen Augen das Frühstück. Wirklich glücklich sah er nicht aus, setzte sich jedoch endlich zu den anderen Jungs und nahm sich eine Schüssel von dem Bananenmüsli.

„Iss. Ist lecker", ermutigte der Jüngste in der WG, schob sich einen weiteren Löffel von seinem Müsli in den Mund rein und störte sich nicht weiter daran, wie sein Gegenüber das Gesicht verzog und nur widerwillig zum Besteck griff.

In Zeitlupe tauchte er den Suppenlöffel in die Schüssel und führte ihn ebenso langsam in Richtung Mund. Es kostete ihn Überwindung und bevor der Löffel ganz im Mund verschwand, schnellte seine Zunge hervor und stippte diesen an.

„Und?", fragte der blonde Lockenkopf an seinen Freund gewandt.

„Keine Ahnung. Ich hab noch nicht gegessen", brummelte er Jerome von der Seite an, schob sich endlich das Bananenmüsli in den Mund und fing an zu kauen.

Zuerst schmeckte er Banane, dann die Flocken, die sich wie Brei in seinem Mund sammelten und das Schlucken erschwerten. Nicht ganz sein Fall aber es schmeckte. Helmut schob sich noch einen Löffel in den Mund, dann noch einen und schließlich war seine Schüssel leer.

„Gibt es Nachschlag oder muss ich mir doch Eier machen?"

Jerome grinste, stand auf und stellte seinem Freund eine weitere Schüssel auf den Tisch, die dankend angenommen wurde.

"Müsst ihr wieder rangeln?" Lea sah scharf zu ihren Kollegen herüber, ehe sie sich mit dem Kopf schüttelnd wieder ihrem Worddokument widmete und an ihrer Geschichte schrieb.

"Nimm mal den Stock aus dem Arsch", grinste Tony gelassen, wich aber schon gekonnt dem Kugelschreiber aus, den er beinahe an den Kopf geworfen bekam.

"Sei nicht so frech", grummelte Lea hinter ihrem Laptop, doch wirklich böse war sie nicht. Sie kannte Tony, dazu seine freche Art, die er gerne und oft zum Besten gab und damit gut ablenken konnte. Sie ließ es also bleiben sich gespielt mit ihm anzulegen, tippte lieber ihre Story weiter und doch sah sie immer wieder mal auf, wenn es ihr zu laut wurde.

Wie sollte man da einen Roman verfassen? Dazu einen, der am Ende erotisch klingen sollte. Lea grummelte erneut und sah Tony strenger an. "Seid bitte etwas leiser, ich muss hier endlich fertig werden und euer Krach hilft mir da nicht weiter."

Frech wurde ihr die Zunge herausgestreckt und dieses Mal traf Lea ihn mitten ins Gesicht. Kein Kugelschreiber wurde genutzt, dafür aber eine Packung verschlossener Kekse, die sie auf dem Tisch liegen hatte.

Der Schmerz war stechend, hatte es Tony direkt auf die Nase getroffen und die Tränen in die Augen getrieben. Er heulte wie ein Wolf auf und hielt sich die Stelle, von der es pochend ausging. "Das war fies", maulte er in Leas Richtung.

"Ach wirklich? Habe ich dich nicht gewarnt?", wollte sie mit honigsüßer Stimme wissen, rückte ihre Brille und tippte weiter als sei nichts gewesen.

Tony sah sie jedoch Minutenlang an, dann erst stand er mürrisch auf, schritt an ihr vorbei und holte sich ein Kühlpack für seine schmerzende Nase.

 

Lea saß nun schon seit Stunden vor ihrem PC und nichts hatte sich getan. Das Dokument war leer, nicht ein Buchstabe war zu sehen. Frustriert, erhob sich das brünette Mädchen, nahm ihre Tasse vom Schreibtisch und schritt langsam in Richtung Küche.

Vielleicht kurbelte ein frischer Kaffee an, holte den Ideenreichtum zurück und eventuell küsste sie die Muse zuckersüß auf ihre schmalen Lippen. Lea lächelte beim Betreten der großzügigen Wohnküche und steuerte zielstrebig die Kaffeemaschine an. Wie zu erwarten frisch gekochter Kaffee, der herrlich duftete und hoffentlich den Nebel in ihrem Kopf vertreiben konnte.

„Na, kommst du voran?"

Lea drehte sich um, blickte ihren Kollegen an und schüttelte den Kopf. „Mein Dokument ist seit Stunden leer und ich habe nichts geschafft." Geknickt setzte sie sich an den Tisch, direkt gegenüber von Rhys, der sie aus blauen Augen besorgt ansah.

Nachdenklich fuhr er sich über seinen markanten Dreitagebart und schien zu überlegen. „Du weißt, dass du ein großartiger Autor bist? Dein Kopf ist voll mit Ideen und doch gönnst du dir keine Pause. Entspann dich, mach dich frei und lass es für heute gut sein."

„Ich kann nicht. Ich hab feste Abgabetermine und das solltest du wissen", erwiderte sie ernst, ehe sie ihre Tasse ansetzte und den ersten Schluck trank.


„Dann mach eine kleine Pause oder baue den Alltag mit ein. Lass deine eigene Fantasie spielen." Rhys zwinkerte Lea aufmunternd zu, erhob sich von seinem Platz und ließ seine Kollegin zurück.

Geistesabwesend schloss Lea einen Moment ihre grünen Augen, kehrte in sich und versuchte ihre eigene Fantasie, ihre Wünsche und Träume spielen zu lassen. Wie zu erwarte passierte gar nichts, der Kopf blieb leer und kein Film entstand in ihrem Inneren.

Ein Autor funktionierte nicht auf Knopfdruck, schon gar nicht, wenn man sich zwang und dem Kopf keine Ruhe gönnte. Lea seufzte, stand auf und holte sich einen weiteren Kaffee. Plötzlich spürte sie dicht hinter sich einen Körper, der sich an ihren schmiegte. „Sorry, ich brauch nur ne Tasse. Lass dich nicht stören."

Verwirrt darüber blinzelte Lea. Die kurze Berührung hatte ihr Blut in Wallung gebracht, einen Orkan ausgelöst, der den dichten Nebel in ihrem Kopf buchstäblich davon gefegt und diesen befreit hatte. Da war ihre Inspiration, ihre Idee für eine neue, aufregende und prickelnde Kurzgeschichte.

Lea lächelte vor sich hin, schnappte sich ihre Tasse Kaffee und verschanzte sich hastig in ihrem Büro, um ihre neue Kurzgeschichte zu verfassen.

 

Bevor es mit der neusten Kurzgeschichte losgeht, möchte ich anmerken, dass das genutzte Wort kaum noch jemand kennt und es mir daher ein besonderes Anliegen ist, darüber zu schreiben und ich danke ganz lieb der edlen Spenderin dieses alten Wortes.

Außerdem geht die Story heute ein wenig in die pornöse Richtung, wer das nicht mag, der sollte überspringen. Wobei es auch immer mal wieder vorkommen kann, dass einzelne Kapitel erotisch bis prickelnd sein können. Nun aber viel Spaß mit dem Kapitel und dem wundervollen Wort honett.

 

⚜⚜⚜⚜⚜



 

Freitag Abend und wie so oft ließ das Programm im Fernsehen zu wünschen übrig und entsprach nicht dem, was man anschauen wollte.

"Netflix?", fragte der Jüngste in die Runde, doch auch da schüttelte man den Kopf und war sich einig, dass man schon alles gesehen hatte.

"Lea will nur wieder zum hundertsten Mal Vikings gucken und so langsam kann ich das nicht mehr sehen", maulte Jamie, der es sich neben seinem Freund Kieran gemütlich machte und schmollend auf den Fernseher blickte.

"Bor nicht schon wieder Mord und Totschlag und das Gesabber wegen ein paar Typen", murrte der dunkelblonde Jack und kassierte dafür einen Seitenhieb von seinem Sitznachbarn. "Du bist nur anfressen, dass Basti diesen Evan heiß findet."

"Stimmt doch gar nicht", verteidigte er sich.

"Evan ist ein Arschloch. Ubbe ist sexy und er ist voll nett", mischte Lea sich ein und hatte diesen verträumten Blick drauf. "Geht das wieder los", stöhnte Kevin genervt und wich dem Kissen aus, was Lea nach ihm warf. "Du guckst die Serie nicht mal, also halt den Mund."

"Hat er auch nicht wirklich was verpasst. The last Kingdom ist eh viel besser", grinste Helmut gelassen und kassierte empörte Blicke aus allen Richtungen.

"Verräter", zischte sein Freund, griff in die Chipstüte und schob sich eine besonders große Kartoffelscheibe in den Mund. Helmut äffte kurz den blonden Lockenkopf nach und erhob sich schließlich. "Wie sieht es mit Porno aus?"

"Keinen, wo ich drin zu sehen bin!", erklang es von beinahe allen Seiten und das so schnell, dass Lea verwirrt in die Runde sah. "Ihr wollt Porno gucken? Euer Ernst? Hallo, ich bin auch noch da!"

"Stell dich halt an", stöhnte Jack gespielt und grinste breit. "Du schaust dir die den halben Tag lang an und jetzt bist du so honett. Das passt so gar nicht zu dir, liebste Lea."

"Honett?", wiederholte sie. "Jacko, woher nimmst du immer solch gewandte Worte her? Dein Wortschatz beschränkt sich doch meist auf die primitive Sprache und alles dreht sich bei dir nur ums ficken."

Gelächter ertönte, brachte den sonst so kecken Jack zum Schweigen und Lea dazu, noch breiter zu grinsen. "Honett bin ich ganz sicher nicht und jetzt… "Sie drehte sich zu Helmut, der am TV-Gerät stand und scheinbar auf irgendwas wartete. "Schmeiß Justin und Benoit rein. Ich will es alles andere als honett."

Autorennotiz

Kurzgeschichten aus nur einem Wort, welches ihr mir genannt habt. Viele süße, lustige oder auch traurige Geschichten und das nur mit eurer Hilfe.

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Autor

Pragomas Profilbild Pragoma

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Statistik

Kapitel:6
Sätze:238
Wörter:2.349
Zeichen:14.216

Kategorisierung

Diese Story wird neben Entwicklung auch in den Genres Erotik, Alltag, Freundschaft und Humor gelistet.