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Der Sommer am See

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17.8.2019 21:10
16 Ab 16 Jahren
In Arbeit

Der Sommer am See

Es war mal wieder eine Hitze draußen und Jan-Hendrik und Chris freuten sich auf den Tag am See.

Einfach nur ab ins kühle Wasser des Sees.

Die Geschwister hatten heute beide ihren freien Tag und genossen ihn auch aus vollen Zügen.

Allerdings machte ihr Opa den Beiden einen gewaltigen Strich durch die Rechnung, denn er brauchte ihre Hilfe im Stall.

„Das kann jetzt doch nicht wahr sein, da habe ich einmal frei und dann kann ich noch nicht einmal machen was ich will. Zudem hat er auch noch keinen Lohn überwiesen.“ sagte Chris

„Oh je. Normalerweise sollte das Geld schon am letzten Tag des Monats da sein und der hat es euch immer noch nicht überwiesen.“ sagte Jan-Hendrik

„Ne hat er nicht und deswegen werde ich jetzt auch nicht mit in den Stall gehen. So sehr ich die Pferde auch liebe. Normalerweise hätte ich es gerne gemacht, aber unter den Bedingungen mache ich es nicht.“ sagte Chris

„Ich habe auch keine Lust ihm jetzt im Stall zu helfen, aber es geht nicht anders.“ sagte Jan-Hendrik

„Ich will dir mal ein Geheimnis verraten, aber bitte behalt es erst einmal für dich. Er wird schon sehen was er davon hat. Angela macht heute Abend den Laden noch zu und morgen machte keiner auf, denn wir haben beschlossen zu streiken.“ sagte Chris

„Vielleicht hilft es ja mal. Ich werde es niemanden sagen, da brauchst du keine Angst zu haben. Aber tue mir bitte einen Gefallen und komm gleich mit in den Stall und wenn du es nur mir und den Pferden zu Liebe machst. Dann geht die Arbeit auch gleich schneller.“ sagte Jan-Hendrik

„Ok, aber wirklich nur dir und den Pferden zu Liebe.“ sagte Chris

Jan-Hendrik wusste, dass Chris stinke sauer auf ihren Opa war, weil er noch kein Geld überwiesen hatte und deswegen war ihm auch klar, dass sie keine Lust mehr hatte für ihn zu arbeiten.

Und ihn zu sehen, hatte Chris schon gar keine Lust. Es gab echt mal Zeiten, da hätte sie alles für ihren Opa gemacht, aber zurzeit war das nicht so. Jan-Hendrik konnte seine Schwester da auch sehr gut verstehen. Ihm war klar wenn sie jetzt auf ihren Opa trifft, bekommt der was zu hören.

Chris sagte immer ihre Meinung und immer und ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen.

Jan-Hendrik und Chris waren zusammen ein starkes Team. Chris kam nur Jan-Hendrik zur Liebe mit in den  Stall und das wusste er auch. Er kannte seine Schwester zu gut, aber er wusste es auch zu schätzen dass sie es tat.

Jetzt konnten alle nur noch hoffen, dass der Opa das Geld bald überweist und nicht länger alle warten lässt.

Ein paar Minuten später waren die Beiden im Stall und fingen an die Pferde auf die Weide zu bringen. Kaum hatten sie die Pferde auf der Weide, tauchte der Opa auf.

„Guten Morgen ihr zwei. Danke dass ihr gekommen seid.“ sagte ihr Opa

„Nichts zu danke, aber ich mache das nur Jan-Hendrik und den Pferden zu Liebe. Solange du jetzt meinst du musst den Lohn nicht überweisen, werde ich auch nicht mehr hier im Stall helfen. Opa, du weißt ich habe es immer gerne gemacht, aber unter solchen Voraussetzungen mache ich es erst einmal nicht mehr.“ sagte Chris

Dann lies Chris ihren Opa einfach stehen, ohne weiter mit ihm reden zu wollen.

„Du musst sie auch verstehen. Mit dem Lohn lässt du sie warten, aber dafür verlangst du ganz schön was von ihr. Und du kennst Chris. Was sie gerade gesagt hat, meint sie auch ernst.“  sagte Jan-Hendrik

„Trotzdem möchte ich gerne wissen, warum sie mich einfach hier so stehen lässt.“ sagte ihr Opa

„Sie will nicht mit dir reden. Du kannst froh sein dass sie überhaupt mitgekommen ist. Wie sie schon gesagt hat sie macht es nur den Pferden und mir zu Liebe.“ sagte Jan-Hendrik.

„Ist ja schon gut. Wenn ihr das gemacht habt, könnt ihr auch erst einmal wieder gehen.“ sagte Ihr Opa

Ihr Opa wusste, dass es nicht selbstverständlich war das die Beiden an ihrem freien Tag im Stall mit halfen und er wollte ihnen deswegen auch noch etwas von diesem Tag lassen. Er war schon froh, dass die Beiden überhaupt gekommen waren.

Nachdem Jan-Hendrik und Chris mit der Arbeit im Stall fertig waren, zogen sie sich um und fuhren zum See.

„Das tut jetzt richtig gut. Endlich mal etwas Ruhe und keine Leute die uns an unserem freien Tag noch irgendwelche Aufträge erteilen.“ sagte Jan-Hendrik

„Ja, aber ich glaube wenn wir wieder zu Hause sind, wartet schon wieder Arbeit auf uns.“ sagte Chris

„Stimmt. Wir kennen den Opa ja zu gut.“ sagte Jan-Hendrik

„Aber jetzt genießen wir erst einmal das schöne Wetter und die Ruhe hier am See.“ sagte Chris

Aber nicht nur Jan-Hendrik und Chris genossen den warmen Sommertag am See sondern auch ihre Hunde.

Am Abend fuhren die Beiden wieder nach Hause. Und wie sie es bereits schon geahnt hatten, wartete schon wieder die Arbeit im Stall auf die Beiden. Ihr Opa war nicht zu Hause und das fanden die Beiden auch nicht schlecht. So konnten sie in Ruhe ihre Stallarbeit erledigen und dann eventuell noch einmal eine Runde ausreiten.

Immer wieder fragten sich die Beiden, warum sie eigentlich die ganze Arbeit übernehmen mussten. Sie halfen ihrem Opa ja gerne, aber manchmal freuten sie sich auch, wenn es mal nichts im Stall zu tun gab.

„Ich verstehe nicht, warum Opa uns die ganze Arbeit machen lässt. Er könnte es doch auch selber machen.“ sagte Chris

„Das verstehe ich auch nicht. Er liebt ja die Pferde, aber ich glaube im Moment hat er so viel anderes zu tun, dass er diese Arbeit nicht auch noch machen will.“ sagte Jan-Hendrik

„Lass uns jetzt unsere Arbeit machen und dann reiten wir noch eine Runde und dann machen wir uns wieder nach Hause.“ sagte Chris

Chris hatte einfach keine Lust mehr die ganze Zeit über solche Dinge nachzudenken. Sie freute sich schon insgeheim auf ihren Urlaub.

Bei ihrem gemeinsamen Ausritt unterhielten sich die Beiden noch eine Weil darüber warum sie die ganze Arbeit machen durften, aber zu einem Schluss kamen sie immer noch nicht.

Nach ihrem Ausritt machten sie sich langsam auf den Weg nach Hause.

Eigentlich wollten die Beiden noch einen Film schauen, aber wie immer kam alles anders als geplant.

Zu Hause mussten sie dann auch noch etwas machen und kamen auch hier nicht einmal zur Ruhe.

Am nächsten Tag mussten Beide wieder früh  zur Arbeit.

Am nächsten Morgen machten sich Jan-Hendrik und Chris auf den Weg zur Arbeit. Sie fanden es schade, dass ihr freier Tag so schnell vorbei gegangen war.

„Ich denke wir sollten heute Abend, mal nach unseren Pferden schauen.“ sagte Chris

„Stimmt. Dank der ganzen Arbeit bei Opa im Stall haben wir unsere Pferde komplett vernachlässigt.“ sagte Jan-Hendrik

„Aber jetzt müssen wir erst einmal arbeiten.“ sagte Chris

„Leider.“ antwortete Jan-Hendrik

Die Beiden fuhren an die Arbeit.

Als Chris an der Arbeit an kam wartete Carola schon auf ihre Kollegin-

„Guten Morgen.“ begrüßte Carola Chris freundlich

„Guten Morgen.“ grüßte Chris zurück

Chris sah ihrer Kollegin und Freundin an, dass es ihr nicht gut geht. Carola war völlig durcheinander.

„Hey Süße, was ist denn los mit dir?“ fragte Chris nach.

„Nichts.“ antwortete Carola

„Das glaube ich dir nicht. Du bist völlig durch den Wind. Ist gestern irgendwas passiert?“ fragte Chris nach

„Nein, es ist wirklich nichts.“ sagte Carola

Chris merkte, dass Carola nicht mit ihr reden wollte und ließ sie deswegen jetzt auch erst einmal in Ruhe.

Plötzlich brach Carola weinend  zusammen. Chris war klar, dass hier was ganz und gar nicht in Ordnung war und versuchte langsam an Carola ranzukommen.

Chris musste jetzt schnell handeln. Carolas Kasse musste raus und ihre rein und gleichzeitig konnte sie ihre Kollegin nicht aus den Augen lassen.

Chris fand das jetzt gerade nicht mehr lustig. Kunden im Laden, eine weinende Kollegin im Büro, eine Kasse die noch abgerechnet werden  muss und dann kam auch Chefin Svenja um die Ecke.

Die Verabredung mit ihrer Mutter hatte sie ja ganz vergessen. Jetzt musste sie sich aber endgültig durch drei teilen um sich um alles kümmern zu können.

Sie kassierte die Kunden  ab, zählte dann Carolas Kasse und rechnete die Kasse ab. Jetzt konnte sie sich erst einmal ein paar Minuten um Carola kümmern und versuchen rauszufinden was los war.

Jetzt war wirklich alles durcheinander und niemand wusste was er jetzt als erstes machen sollte. Die Kunden waren am meckern weil es ihnen nicht schnell genug ging. Carola war am weinen und lies sich einfach nicht beruhigen.

Svenja sagte nicht viel dazu und lies Chris einfach alles alleine machen. Manchmal dachte Chris darüber nach, warum ihre Mutter so war, aber sie machte sich schon lange nichts mehr draus und fragte auch nicht mehr bei ihr nach.

Es war einfach alles eine Katastrophe.

Nachdem Chris es endlich geschafft hatte Carola zu beruhigen, stand Jan-Hendrik völlig fertig in der Tankstelle. Das fehlte ihr jetzt auch noch.

„Hey was ist passiert?“ fragte Chris ihren kleinen Bruder

„Ich brauche dich mal. Ich muss mal mit jemanden reden.“ sagte Jan-Hendrik

„Warte mal kurz. Mama ist auch da. Willst du mal mit ihr reden?“ fragte Chris

„Nein, mit der kann man darüber nicht reden.“ sagte Jan-Hendrik leise.

Natürlich bekam ihre Mutter einen Teil des Gespräches mit und kam aus dem Büro.

„Wenn du jetzt schon hier bist, mach mal kurz hier an der Kasse weiter.“ sagte Chris

„Was ist passiert?“ fragte Svenja nach

„ich will mit Chris reden, nicht mit dir.“ brülle Jan-Hendrik seine Mutter an.

„Bitte mach einfach mal die Kasse. Es bringt nichts. Er lässt dich nicht an sich ran.“ sagte Chris

Svenja tat Chris den Gefallen, denn sie wusste dass es der einzige Weg war, dass Chris überhaupt mit ihr sprach.

Chris ging mit Jan-Hendrik nach draußen. Es musste irgendetwas Schlimmes passiert sein, sonst wäre er nicht so fertig.

„So, jetzt sind wir alleine. Was ist passiert?“ fragte Chris vorsichtig nach

„Philipp hatte einen Unfall und wir haben gerade sein Auto abgeschleppt. Ihm ist nichts passiert nur das Auto ist Totalschaden.“ sagte Jan-Hendrik

„Ach du Scheiße. Aber wenn ihm nichts passiert ist, dann ist doch alles halb so schlimm.“ sagte Chris und versuchte Jan-Hendrik etwas zu beruhigen.

„Darum geht es ja nicht. Er hat versucht Mama anzurufen und sie hat ihn einfach weggedrückt und mich eben auch als ich sie versucht habe anzurufen.“ sagte Jan-Hendrik

„Soll ich mal mit Mama reden. Vielleicht hört sie uns ja dann zu.“ sagte Chris

„Kannst du gerne versuchen, aber ich denke nicht dass es etwas bringt.“ sagte Jan-Hendrik.

Chris verstand ihren kleinen Bruder und sie wusste, dass er ihr vertraute und lies ihn auch nie im Stich.

„Weißt du was wir jetzt machen? Hier ist gerade nicht so viel Betrieb, also versuchen wir jetzt mal zusammen mit Mama zu reden.“ sagte Chris

„Wenn du meinst. Ich rede aber nur mit ihr, wenn du dabei bist.“ sagte Jan-Hendrik.

„Keine Angst. Ich bin bei dir.“ sagte Chris

Chris spürte, dass ihr kleiner Bruder Angst hatte und versprach ihm die ganze Zeit bei ihm zu bleiben.

„Mama, warum drückst du Philipp und mich einfach weg, wenn wir dich anrufen?“ fragte Jan-Hendrik nach

„Ich hatte gerade hier etwas zu tun.“ sagte Svenja

„Es war aber wichtig. Du solltest vielleicht mal überlegen, wenn erst Philipp bei dir anruft  und dann ich.“ sagte Jan-Hendrik

„Was ist denn so wichtiges passiert?“ fragte Svenja nach

Chris wusste, dass ihre Mutter nicht gerade feinfühlig war und sich auch nicht gerade geschickt anstellte.

Sie spürte aber auch, dass ihr Bruder langsam richtig sauer wurde.

Chris war sich sicher, dass ihre Mutter es niemals schaffen würde an ihre Kinder ranzukommen.

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Mausis Profilbild Mausi

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Kapitel:4
Sätze:132
Wörter:1.991
Zeichen:11.268

Kurzbeschreibung

Der Sommer ist da und Jan-Hendrik und Chris sind viel am arbeiten. Die wenigen freien Tage, die die Beiden haben verbingen sie sehr oft gemeinsam am See.

Kategorisierung

Diese Story wird neben Vermischtes auch in den Genres Nachdenkliches, Freundschaft und Familie gelistet.