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Projekt Silent Roger

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23.12.2018 22:12
18 Ab 18 Jahren
Heterosexualität
In Arbeit

12 Charaktere

Violetta "V"Wright

Alexander "Alex" Playfair

Bill "Billy" Porter

Dwight Campbell

Leonard "Lenny" Arding

Katie Mooquie Monique

Lauren "Lo" Bernard

Tyrese "Reese" Gable

Louis "Saint" Redford

Bethany "Beth" Cooper

Matthew "Matt" Gallowey

Kyle Balino


Es war ein typischer Sommerabend, der in die Nacht überging. Kläglich rekelte sich die weichende Sonne, als der Mond ihre Position für sich beanspruchte. Straßenlaternen sprangen an und zogen Motten und Mücken in ihrer Umgebung an. Doch nach Wärme suchend verbrannten sich die kleinen Geschöpfe.

Kleine Familienhäuser standen in der Kleinstadt Campoor in Reih und Glied, wobei der recht heiße Juni das meiste Gras verbrannt hatte, sodass zumeist kahle braune Wiesen vor den Häusern lagen.
Vereinzelt sah man noch ein paar Menschen, die mit ihren Hunden Gassi gingen, während man durch die Fenster sah, dass Eltern ihre Kinder zu Bett brachten, während bei anderen noch der Fernseher oder Computer flackerte.

Ein gequältes Lächeln lag auf meinen Lippen, während ich die neckenden Worte meiner Freundin Katie las. Wir waren in eine unserer endlosen kleinen Zankereien übergegangen, in denen sie sich vermehrt darüber beklagte, wie sehr ihr Andre's Kleidungsstil auf den Magen stieß, während ich mich dem Gruppenzwang ergab und einzig liebevoll meinte, sie habe recht, aber solle sich zurückhalten. Doch mehr als das brachte ich nicht hervor. Ich untermalte es sogar zu allem Überfluss noch mit einem Lach-Smiley, sodass sie nicht bemerkte, dass es mir eigentlich nicht gefiel, wenn sie so über Andre sprach. Aber ihr ernst mitzuteilen, sie solle es unterbinden, das brachte ich nicht über's Herz. Zu groß war die Angst in mir, sie würde mich zurückweisen oder gar schlimmer: Sie würde mir die Zielscheibe auf die Stirn kleben. Ich verleugnete mich und meine Meinung, aber die Scham darüber versuchte ich auszuradieren.
Katie: Sag bloß, du stehst auf ihn?
Mehrmals las ich das Geschriebene, was mich necken sollte und rollte die Augen, ehe ich ein Kotz-Smiley auswählte und dazu das Wort Natürlich schrieb.
Unweigerlich zog sich mein Magen zusammen, sodass ich das Fenster öffnete, ehe ich mich an meiner Facebook-Pinnwand zu schaffen machte. Fast professionell durchdachte ich mir jedes Wort, was ich in die Kommentarleiste eingab, während ich immer wieder im Blick hatte, wie viele Likes meine Party-Bilder des letzten Wochenendes bekommen würden. Penetrant drückte ich die linke Taste meiner Maus, um ja immer die nächste Aktualisierung zu sehen. Es war übertrieben, aber wenn mich meine Studienzeit eines gelehrt hatte, dann, dass man Sozial aktiv sein musste – gerade auf der Film-Akademie. Ansonsten wollte einen keiner für seine Projekte.
Eine rote Eins erschien auf dem Nachrichtensymbol, weshalb ich sofort neugierig nachschaute, wer mir schrieb.
Matt: Hast du am Freitag Zeit? Wir wollen ein Projekt starten.
Es stand außer Frage, dass ich zusagen würde, denn jedes Projekt würde mir helfen Erfahrung zu sammeln und womöglich eines Tages als Connection dienen. Ich wollte schon antworten, da ging eine andere Nachricht bei mir ein. Sie war von einem mir fremden Profil, während man als Profilbild ein kleines Kätzchen sah, das mit einem Kuscheltier kuschelte. Reflexartig musste ich über diese Niedlichkeit lächeln.
Silent Roger: Hi, du wirkst nett. Magst du mit mir schreiben? ^_^
Ich: Dankeschön, klar. :)
Und ich meinte es ernst und wollte den Chat schon schließen, als ich sah, dass er bereits wieder geantwortet hatte.
Silent Roger: Wie geht es dir? Hattest du einen schönen Tag?
Eilig überflog ich es, schrieb Matt, dass ich dabei sein würde und öffnete wieder den Chat mit meiner Freundin Katie, die auf einmal verkündete: Du hast anscheinend einen neuen Fan. Der liked ja echt alles.
Überrascht erneuerte ich meine Seite und bemerkte, was sie meinte. Silent Roger hatte alle meine Fotos geliked und generell jeden Post seit mein Account bestand.
Meine Finger rasten geradezu über die Tastatur: Ja, ich merke schon. Ist doch nett.
Katie: Nett?! Hast du dir 'mal sein Profil angesehen?! Das ist echt creepy!
Irritiert las ich ihre Worte und sah, dass mein neuer Kontakt noch mehr geschrieben hatte.
Silent Roger: Du bist wirklich hübsch.
Ich: Dankeschön... für die Likes und das Kompliment. Und ja, danke, er war stressig, aber in Ordnung und bei dir so?
Silent Roger: Wieso stressig? 
Silent Roger schreibt...
Ich nutzte den kurzen Moment und reagierte auf Katies Aussage. Doch verstehen tat ich sie nicht. Es war ein ganz normales Profil von einem Kerl, der gerade einmal zwölf Freunde hatte und anscheinend auf ganz normale Dinge stand. Wir standen sogar teilweise auf dieselben Sachen, sodass ich ihn darauf aufmerksam machte.
Ich: Oh, ich sah gerade, du folgst auch Anonymous. Cool.
Es war simpel, aber in meiner kleinen Welt, die zumeist davon bestimmt war, dass ich tat, was Katie wollte, gab es niemanden, der mindestens genauso daran interessiert war wie ich.
Silent Roger hatte anscheinend seine Nachricht gelöscht, denn aufgrund der Dauer, die seine Nachricht benötigte, war seine Antwort knapp: Ja. Warum auch? Du folgst ihnen doch gar nicht...
Ich: Ja, meine Freunde finden das eher uncool...egal, lange Geschichte.
Silent Roger: Verstehe. Vielleicht solltest du dir andere Freunde suchen...
Katie: Hallo? Ey, du schreibst doch nicht mit dem, oder?! Bist du irre?!
Ich: Bin da. Wieso creepy? Ich sah da nichts Schlimmes.
Katie schreibt...
Silent Roger: Wir könnten Freunde sein.
Ich stutzte bei Silent Rogers Anmerkung. Natürlich wusste ich, dass es sich auf Facebook bezog, aber das würden dann auch andere sehen. Jedoch war ich mir immer noch nicht sicher, was Katie dazu sagen würde. Ich grinste, als ich sah, dass Silent Roger sein Profilbild verändert hatte und man nun eine Gestalt sah, die die berühmte Guy Fawkes Maske des Anonymous Kollektivs trug und ein Peace-Zeichen in die Kamera machte. Kurzum klickte ich auf seinen Namen. Vor mir erschien sein Profil, wo ich auf Freundschaftsanfrage senden drückte.
Katie: Hallo?! Hast du 'mal seine Freundes-Anzahl gesehen?! Außerdem, der hat kein Foto von sich online. Das könnte sonst wer sein. OMG, bist du jetzt ernsthaft mit dem befreundet?! Und der trägt diese Maske, omg!!! Du bist irre.
Mehr als zähneknirschend ignorierte ich Katies Aussage. Einzig zu einem gekünstelten Herz-Emoji ließ ich mich herab. Es wäre mich zu anstrengend mich dem jetzt zu widmen, so tippte ich allen ein Good Night und schloss meinen Browser.
 

〘 ☠ 〙



Ein Zirpen lag in der Luft, was von den Zikaden gebracht wurde, die jedes Jahr auf's Neue mit der Wärme in der Kleinstadt Einhalt geboten. Haus um Haus wurde verlassen, um dass die Bewohner ihren Pflichten nachgingen.

Trübsinnig sah ich auf die gepflasterte Straße, während ich immer wieder auf das Blackberry in meiner rechten Hand blickte. Katie war schon fünf Minuten zu spät und so strich ich mir die blonden Haare hinter das Ohr, damit ich sie anrufen konnte.
„The person you have called is temporarily not available...“ Ich wusste, es würde nichts bringen auf die Mailbox zu sprechen und so legte ich auf, während vor mir ein weißer Mercedes hielt.
„Denkst du, wir versetzen dich nur wegen einem Online-Stalker, V?“, erklang Katies vertraute Stimme, die ihren Arm aus dem Fenster lehnte und mich frech angrinste. „Na komm, hüpf 'rein.“
Hastig setzte ich mich auf den Beifahrersitz und meckerte: „Versetzen nicht, aber jetzt kommen wir zu spät.“
„Sorry, mein Dad“, rechtfertigte sie sich. Mit einem kräftigen Tritt auf das Gaspedal fuhr Katie, die mit bürgerlichem Namen Katherine Mooquie Monique hieß, los. Sie war wohl die selbstverliebteste und zugleich unsicherste Person, die ich kannte. Ob sie nun selbstbewusst war oder aber sich klein fühlte, hing bei ihr ganz stark davon ab, wer in ihrer Umgebung war. So überkamen die Dunkelhäutige, die ich fast immer nur in Designer-Kleidung sah, immer öfter Stimmungsschwankungen, mit denen selbst ich so manches Mal Probleme hatte. Aber übersah man das, erkannte man eine Person, die immer noch an Märchen glaubte – nur dass sie es stark überspielte, in dem sie auf Vorurteile plädierte.
„Schon wieder Stress? Du weißt, wir sind für dich da, Katie“, murmelte ich und sah besorgt zu meiner Freundin, die jeden Tag gekonnt Make-Up auflegte, sodass man niemals vermuten würde, dass sie sich fast jede Nacht in den Schlaf weinte. Doch jene verdrängte erneut ihre Gefühle und grinste: „Du weißt, don't worry, be happy. Und jetzt erzähl von diesem creepy Typen.“
„Gibt nix zu erzählen“, ich grinste. „Bist du neidisch, dass jemand so viele meiner Fotos liked?“ Wir provozierten uns gerne, wobei sie abrupt ihre Hand erhob und spielend meinte: „Bitch, please.“
Doch sie ließ nicht vom Thema ab: „Also?“
„Nichts also. Übrigens hat mich Matt angesprochen wegen einem Projekt am Freitag.“
Eine Ampel zwang uns zum Halten, sodass Katie Zeit hatte ihren Lippenstift mithilfe des Rückspiegels nachzuziehen: „Schon gehört. Bin auch dabei.“

Kaum auf dem Parkplatz der Filmakademie angekommen, schien es, als hatte jeder nur auf Katie gewartet. Und das nicht umsonst, denn die dunkelhäutige Schönheit war wohl das beliebteste Mädchen auf dem Campus, während ich Violetta nur eine ihrer Hofdamen war. Natürlich versicherte sie mir immer, dass ich ihre einzige wahre Freundin sei, aber in dem Gedrängel der vielen Mädchen und Jungs, die um ihre Aufmerksamkeit buhlten, vergaß man das fast. Im Gegenteil, ich war zwar an ihrer Seite und sie integriere mich, indem sie es darstellte, als wären sie und ich etwas Besseres, aber im Grunde genommen, hätte man mich ohne sie nicht so wahrgenommen.
So gab ich ihr lediglich zu verstehen, dass ich Vorlieb damit nahm, dass ich hektisch in meinen Vorlesungssaal lief, während sie die Modepolizei spielte.

Noch während ich eine Diashow über mich ergehen ließ, die uns alte Filmsets zeigte, zückte ich mein Mobiltelefon und checkte mein Profil.
Zu aller erst sprangen mir etliche Nachrichten von Katie auf, die sie mir noch gestern Nacht geschrieben hatte und die größtenteils aus Hetztiraden bestanden, dass sie mich nicht verstehen könne. Ich schmunzelte, denn immerhin gab sie mir damit zumindest zu verstehen, dass sie sich auf ihre verquere Art und Weise um mich sorgte.
Abwesend und vollkommen in meinen Facebook-Account versunken, zückte ich mir meinen Erdbeersirup, in den ich den dazugehörigen Strohhalm steckte und klickte auf die Nachrichten meines neuen Freundes:
Silent Roger: Deine Anfrage deute ich als ein Ja. ^_^ Und dir auch eine gute Nacht. Ich hoffe, du schläfst gut.
Ein Schmunzeln huschte unüberlegt über meine Gesichtszüge, ehe ich sah, dass er anscheinend ebenso online war und mir erneut schrieb: Hey, gut geschlafen?
Ich: Ja, du auch? Nicht wundern, ich bin in der Vorlesung. Nur dass du Bescheid weißt, falls ich plötzlich off bin. c: 
Fast wäre ich selbst darüber erstaunt gewesen, dass ich mich verteidigte, aber ich wusste, ich hatte den starken Drang, dass ich von jedem gemocht werden wollte.
Ich vernahm wie Katie schwungvoll die Tür zur Vorlesung aufriss, sich entschuldigte und dann neben mir auf den Stuhl fallen ließ, weshalb ich mein Handy beiseite legte. „Na, hat der Hofstab dir auch ja gesagt, wie schön du heute bist.“
Auf meine Neckerei schien sie erst gar nicht einzugehen, stattdessen maulte sie: „Ich sag's dir, die werden immer schlimmer. Alleine Cordelias Outfit heute.“ Ohne aufzusehen, räumte sie den Inhalt ihrer Tasche aus und somit auch ihr Mobiltelefon. Kurz zog sie irritiert die Augenbrauen hoch und sprach zu mir: „Okay, dein Stalker ist komisch.“
„Das hast du schon gesagt, vielleicht ist er einfach nur nicht an so vielen Menschen interessiert, wie du“, kam es ironisch von mir, ehe ich sah, was sie meinte. Sie zeigte mir ihr Handy, auf welchem ein offener Chat zu sehen war. Nicht nur, dass sie anscheinend Silent Roger geschrieben hatte, er hatte sie gekonnt ignoriert. „Okay, er will nicht mit dir schreiben, wo ist das Problem?“
„Wieso will er nur mit dir schreiben?“ Sie zog eine Schnute und verschränkte die Arme, was mir zeigte, dass sie in ihrem Stolz verletzt war. Ich kam nicht umhin loszulachen: „Vielleicht weil: 'Wer bist du', keine besonders höfliche Form des Anschreibens ist?!“
Katie verdrehte die Augen und tippte erneut in ihr Handy, nur um mir dann ganz leise zuzustimmen, dass ich vielleicht, aber auch nur vielleicht recht hatte.
Ich: Sorry dafür, dass meine Freundin dich anschrieb. Sie ist neugierig und macht sich Sorgen.
✔ Gelesen um 10:23

„Oh, er schrieb“, stellte Katie fest und das, obwohl ich noch auf seine Antwort wartete. Interessiert beugte ich mich zu ihr herüber. „Was schreibt er denn?“
„Nix“, genervt legte sie ihr Handy hin, während mein Blick an ihr haften blieb. Es war unschwer zu erkennen, dass sie log und es mir nicht sagen wollte. So widmeten wir uns stattdessen dem Unterricht.


〘 ☠  〙


Die Kirchenglocke der kleinen Stadt, in der wir lebten, läutete schon eine halbe Ewigkeit, obwohl die Zeiger der riesigen Uhr immer auf 13:57 Uhr standen.

Auch wenn schon längst später Abend war, hatte meine neue Facebook-Freundschaft immer noch nicht geantwortet, was mich mehr als nur verunsicherte. Was schrieben nur er und Katie?
Ich lief plappernd neben Lauren, kurz genannt Lo, und Bethany her, wobei die Gespräche zumeist sinnlos und ohne Belang waren. Es waren Wortfetzen, auf die jemand ansprang, ehe es in ein weiteres Thema führte, sodass niemand über wirklich wichtiges sprechen musste.
Lo kicherte künstlich, als ich ihr zu erklären versuchte, dass die alten Horrorfilmklassiker besser waren als die neumodischen, doch wirklich mitreden tat sie nicht. Die kleine Blondine, die ihre Haare in einem eleganten Bob trug und sich im Unterricht meist die Nägel lackierte, war nicht besonders intelligent, wenn man mich fragte. Aber stören tat es nicht, solange man genügend Abstand wahrte. Ihr Augenmerk lag in dieser Akademie vielmehr bei den Männern der Schöpfung, wobei sie Vorzugsweise mit Dozenten flirtete – allen voran Mister Waters. Der kleine Brite, der vor drei Semestern auf die Schule gekommen war, war der begehrteste von allen und doch schien sich Lo sicher, dass nur sie eine Chance hatte. Solange zumindest Katie nicht im Spiel war, aber wenn es nach mir ging, schien es eh vielmehr so, als ob diese auf einmal Interesse an Silent Roger zeigte. So lief sie hinter uns auf's Handy stierend und uns vollkommen ignorierend.
Bethany sah mitleidig zu mir, weswegen ich dem Rotkopf ein Lächeln schenkte. Sie war wohl noch eine der Normalsten, obwohl ich mir selbst nicht sicher war, ob sie eine eigene Persönlichkeit hatte. Sie war fast genauso wie ich und ergab sich einfach dem Gruppenzwang, sodass sie geduldet wurde und von uns als Maskottchen der Hofdamen betrachtet wurde.
„Ich weiß ja nicht“, meinte Lo und hakte sich bei mir ein, sodass ich gezwungen war, ebenso stehen zu bleiben und auf Katie zu warten, die Lo ebenso zum Einhaken nutzte. „Katie, was sagst du dazu?“
„Wozu?“ Noch immer starrte sie auf ihr Handy, wobei ich abwesend einen Blick auf meines warf.
Bethany, die neben mir stand, rückte sich ihre kleine Vollmondbrille zurecht und fragte unverblümt: „Mit wem schreibst du eigentlich die ganze Zeit?“
Noch immer reagierte unsere Königin, wie ich sie neckend nannte, nicht, weshalb Lo ihr genervt das Handy aus der Hand riss. Katie stemmte verärgert die Hände in die Hüften, entriss der Blondine ihr Telefon und meinte dann mehr zu mir: „Wir gehen auf den Jahrmarkt.“
„Wieso das?“ Fragend legte ich meine Stirn in Falten, ehe Katie mich zu sich zog.
„Ich werde Silent Roger dort treffen. Also los.“ Und damit zwang sie uns in ihr Auto.

Ich war enttäuscht und vielleicht sogar wütend. Nicht, dass es berechtigt gewesen wäre, aber es verärgerte mich, dass Katie mir etwas oder jemanden schlecht machen wollte und sich dann einfach die Aufmerksamkeit schnappte, die mir gewidmet war. Hätte ich mich nicht beherrschen können, hätte ich Silent Roger vermutlich geschrieben, dass ich fand, er war ein Arschloch. Doch da ich leider viel zu unsicher war, wie das auf Katie wirken würde, gab ich mich damit zufrieden, mir meinen Teil zu denken.
 

〘 ☠ 〙



„Und jetzt?“, fragte Bethany, die sich argwöhnisch umsah. „Willst du ehrlich einen Kerl nachts auf dem Jahrmarkt treffen?“
„Ah, Frischfleisch“, schrie Lo schon fast und ignorierte damit Bethanys Aussage, während sie bereits auf ein paar Jungs zugehen wollte. Ich rollte die Augen, denn Fakt war, dass man nicht intelligent sein musste, um den Kerlen anzumerken, dass sie betrunken waren. Es war so typisch für unser stilles Örtchen, dass sich um 23 Uhr jeder hier die Kante gab.
Mich irritierte vielmehr Katie, die sich sofort von uns verabschiedete und meinte, sie würde später wieder zu uns stoßen. So stand ich alleine mit Bethany dort, während wir uns versuchten aufmunternd anzulächeln.
Fröhliche Musik wurde an jedem Stand gespielt und sah man nicht die Menschen, sondern die schönen bunten Laternen, die den Weg zu den Kornfeldern beleuchteten, hätte es fast romantisch sein können. „Gut“, sprach ich ein wenig überfordert. „Wollen wir uns ein paar Stände ansehen?“
Bethany nickte, aber schien auch gleich gewillt meine Hand zu nehmen, was mich sie verwirrt ansehen ließ.
Sie wurde leicht rot: „Sorry, ich habe Angst vor Clowns und Menschenansammlungen.“
„Okay.“ Ich klang skeptisch und weniger begeistert, aber ging dann auf diese seltsame Geste ein.
Doch von Menschenmassen war gar nicht zu reden. Es war auf diesen 500 m² vielleicht gerade einmal 100 Leute, wenn überhaupt.

Stand um Stand war aufgebaut worden, sodass gerade am Anfang viel gegessen und getrunken wurde, während man, umso weiter man ging, vermehrt Spielstände sah. Sei es Enten angeln, Kerzenerstellung oder aber Wahrsagen. Es gab etwas für jeden, wobei ich mich mehr fragte, wo Katie diesen Kerl treffen würde. Just in dem Moment vibrierte mein Blackberry.
Naiv wie ich war, erwartete ich fast, dass Silent Roger mir schrieb, oder aber Katie, dass das Date schlecht gelaufen war. Doch zu meinem Pech, war es einzig eine SMS, die mir mitteilte, dass mein Datenvolumen fast aufgebraucht war.
Niedergeschlagen ließ ich die Schultern sinken und erlaubte es Bethany, dass sie mich zu einem offenen Zelt zog, wo eine angebliche Wahrsagerin einen Hamburger aß. Sofort wischte sich die Dame den Mund sauber und freute sich: „Kinder, Kinder, wollt ihr euch die Zukunft vorhersagen lassen? Ich, Madame Grimaldi, bin eine der letzten Nachkommen von Isabella van Torgh.“ Ihre roten Nägel sahen so aus, als wäre ihre Maniküre schon längst überfällig.
Sofort nickte Bethany begeistert und setzte sich an den Tisch, wo eine Kristallkugel stand. Mich persönlich erinnerte sie an einen übergroßen Flummi, den ich schon auf Amazon gesehen hatte, sodass ich eher skeptisch blieb.
Mit verschränkten Armen stand ich also dort und besah mir die sogenannte Wahrsagerei, ehe jemand neben mir flüsterte: „Man mag es kaum glauben, aber wenn sie nicht gerade die Zukunft liest, arbeitet sie in Caroline's Diner.“
Ein amüsiertes Lachen entkam mir sofort, wobei ich mir den Kerl näher besah, der mir diese Information zukommen ließ. Seine blaugrauen Augen fixierten das Schauspiel, wobei ihm ein paar seiner braunen Haarsträhnen ins Gesicht fielen, als er sich erneut zu mir lehnte: „Ich sag dir, gleich sagt sie voraus, dass sie sterben wird. Ronny vom Spiegelkabinett hat sie in diesem Jahr bereits viermal seinen Tod vorausgesagt.“
Mit erhobenen Augenbrauen sah ich den Kerl belustigt an. Die rebellische Art, die wohl seine schwarzen Klamotten und die Biker-Schuhe betonen sollten, passten so gar nicht zu der offenen Art, die er mir gegenüber an den Tag legte. Ich beobachtete ihn kurz, ehe er zurück sah und mein Starren bemerkte. Kurz huschte ein Grinsen über seine Lippen, was seine Grübchen betonte.
Reflexartig sah ich wieder zu Bethany, die nun wirklich ihren Tod verkündet bekam und auch, wenn es unangebracht war, lachte ich unweigerlich auf.
Der Kerl schaute wissend: „Ich hab's ja gesagt.“ Zur Untermalung zeigte er auf die Szenerie und hielt mir anschließend die Hand hin: „Ich bin Alex.“
„Violetta, aber alle nennen mich V.“
„Okay, V.“, meinte er und als jemand seinen Namen brüllte, rümpfte er seine markante Nase und sah gequält drein: „Die Pflicht ruft.“ Und während Alex ging, kam eine total überforderte Bethany auf mich zu: „Hast du das gehört?! Ich werde sterben! STERBEN!“ Sie zitterte unweigerlich und hätte mein Blick töten können, wäre diese Wahrsagerin sofort Tod umgefallen.
„Ganz ruhig, das wirst du nicht“, sagte ich so ernst wie möglich und kam nicht umhin, dass ich die Rothaarige ein wenig schüttelte. Es bewirkte jedoch 'rein gar nichts und als mein Handy klingelte, dachte ich Bethany würde zusammenbrechen.
„WO SEID IHR?!“, brüllte Katie in ihr Mobiltelefon, ehe ich ihr einzig den Stand nannte, an dem wir verharrten und auflegte. Noch immer schien Bethany vollkommen neben der Spur und als Katie zu uns stieß, sah sie vollkommen fertig aus.

„Was ist passiert?“, fragte ich aufgebracht und hielt die Rothaarige in meinen Armen, die noch immer über ihren angeblichen Tod trauerte. Ich befürchtete, dass sie schon ihre Beerdigung plante.
„Der Kerl war nicht da“, empörte sich Katie und schrie dann quer über den Jahrmarkt zu Lo, dass jene das 'rumschlampen lassen solle. So standen wir zu viert dort, wobei Katie zeterte, dass sie versetzt wurde. Vermehrt zückte sie ihr Handy und jedes Mal, wenn sie es wieder wegstecken wollte, tippte sie doch wieder eine weitere Beleidigung in jenes. Es ging eine Weile so, wobei ich über ihre Schulter hinweg sah, dass Silent Roger ihr noch nicht geantwortet hatte. Stattdessen vibrierte mein Blackberry, welches ich schnell heraus kramte.
Silent Roger: Deine Freundin ist ja richtig sauer, lol.
Katie bemerkte es und blaffte mich an: „Ja und jetzt schreibt er dir! Was ist das für ein Wichser.“
Um ehrlich zu sein, hatte ich keine Ahnung, wie ich das finden sollte, was vermutlich auch daran lag, dass es nicht ruhig genug war, um dass man hätte nachdenken können. Und so sah ich vielmehr wie Alex hinter der Theke eines Schießstandes stand, mit Handy in der Hand.
Verblüfft sah ich zu ihm, zumal er uns grinsend beobachtete. Und unweigerlich überkam mich die starke Vermutung, dass er Silent Roger war und als ich dann sah, wie Tyrese Gable mit seinen Kumpels zu Alex ging, war alles klar. Aber sagen tat ich nichts, außer: „Katie, dein Ex ist da.“
„WAS?! Wo?!“, fragte sie und fand ihn sogleich selbst. Ich sollte ihr wohl klarmachen, dass man ihr noch immer anmerkte, dass sie auf ihn stand, auch wenn sie das niemals laut sagen würde.
Und in ihrer Emotion getrieben, marschierte sie wütend auf Tyrese zu und blaffte ihn an: „Was machst du hier?! Sag mir, warst du Roger?! Was soll dieses Spiel?!“ Weitere Vorwürfe fielen, die als Fragen getarnt waren, und hätte ich mich getraut, hätte ich mich, nun da wir an seinem Stand standen, zu Alex umgedreht.
Der große ehemalige Highschool-Football-Spieler erhob abwehrend die Hände, während Katie auf seine Brust trommelte. Sie waren damals wirklich ein schönes Paar gewesen, hätte Tyrese sie nicht betrogen. Aber es kam, wie es kommen musste, denn Cheerleader waren laut seiner Meinung nur mit Football-Spielern zusammen. Als er selbst eine Verletzung erlitt und seine Leidenschaft aufgeben musste, trat er der Theatergruppe bei und entdeckte nicht nur das Schauspiel für sich, sondern auch seine Vorliebe für Schauspielerinnen. - Nicht umsonst hatte Katie deshalb selbst angefangen, sich als zukünftige Schauspielerin zu bezeichnen. Es war bizarr und grenzte an das Klischee einer Teenie-Komödie.
Ein Schluchzen rief mich zurück in die Realität und ließ mich zu der immer noch weinenden Bethany schauen. Es dauerte nicht lange, da hatte sie die Aufmerksamkeit von Tyrese Freunden, was Lo dazu brachte, sie anzusehen, als habe sie ihr gerade mitgeteilt, die Welt wäre eine Scheibe. Wobei das war vermutlich selbst für Lo's Verhältnisse zu hoch.
Ein Seufzen der Verzweiflung überkam mich, sodass ich mich überfordert umsah und dann Alex zu meiner Linken sah, der freudig grinsend sein Mobiltelefon erhob. Kurz schaute ich ihn perplex an, ehe ich mich daran erinnerte, dass mein Handy vibriert hatte. Ich grinste schelmisch: „Sorry, mein Datenvolumen ist alle.“
Er beugte sich über die Theke und offenbarte mir erneut seinen Grübchen mit einem verschmitzten Lächeln: „Wie bedauerlich, V.“
„Warum nennst du dich Silent Roger?“, in meiner Frage lag viel Neugier, sodass ich sie damit betonte, dass ich meine Stirn in Falten legte. Aber antworten tat er nicht, stattdessen schmunzelte er mich weiterhin an. Gott, dieser Kerl war hübscher als ich es mir hätte erträumen können und das, obwohl man ihm ansah, dass er nicht gerade sozial, geschweige denn ein Prinz Charming, war.
Ertappt schreckte ich zurück, als ich selbst merkte, wie ich verdrängte, dass er sich eigentlich mit Katie verabredet hatte, was er jedoch bemerkte. Er musterte mich jedoch weiterhin amüsiert: „Was ist los?“
„Wolltest du dich nicht mit Katie treffen?“
Er grinste: „Naw, bist du eifersüchtig?“ Ihm schien nicht bewusst, wie sehr das zutraf und wie sehr mich die Neugier plagte, aber als er bemerkte, dass ich noch immer schwieg, schob er mir den offenen Chat mit Katie zu. Einen Finger legte er dabei schweigend auf seine Lippen, ganz so, als wolle er keine Aufmerksamkeit erregen.
Ich las es mir mit dem selbst errungenen Halbwissen an, welches ich behauptete zu haben. Kurz um, hatte er ihr auf die Frage, wer er sei, geantwortet, dass sie zu ihm kommen solle, insofern sie sich traut. Katie wäre vermutlich nicht Katie gewesen, hätte sie diese Herausforderung nicht angenommen und so hakte sie genau nach, wo er war. Er teilte ihr mit, dass er im Spiegelkabinett sei, jedoch gleich gehen würde, was sie aber ignorierte. So befahl sie ihm vielmehr, er solle dort bleiben, da sie kommen würde. Und so kam es, dass Katie alleine im Kabinett der verzerrten Spiegel suchte, während er schon lange nicht mehr dort war.
Überrascht hob ich die Augenbrauen an: „Hast du ihr ernsthaft gesagt, du seist ihr wahres Ich, das sie nur in den Spiegeln erkennen könne?!“ Wäre es nicht Katie gewesen, hätte ich es vermutlich amüsant gefunden, aber so...
Ich gab ihm sein Mobiltelefon zurück und drehte mich wieder zu den Anderen, dessen Streit anscheinend gerade endete. „Wenn du nicht Silent Roger bist, wer dann?!“
Tyrese sah Hilfe suchend zu Alex, der so unschuldig aussah, als wäre er es wirklich nicht. Der ehemalige Footballer merkte dabei an: „Kein Plan, ich treffe nur 'nen Kumpel, wegen einem Projekt. Und jetzt, lass mich.“ Man merkte, der Riese fühlte sich hilflos.
„Stimmt das?“, fragte Katie an Alex gerichtet, der einfach nur ernst drein sah und wieder auf seinem Mobiltelefon herumtippte. Gott, seine Handysucht war schlimmer als die meiner Freundinnen!
„Tyrese“, kam es nur streng von Alex, sodass dieser Katie ein wenig harsch von ihm zog und die Aufmerksamkeit aller auf sich richtete. „Wer wissen, was Projekt Silent Roger ist, kommt nachher zum alten See. Der Rest der Schisser“, - und dabei fiel sein Blick auf die weinende Bethany, - „kann nachhause gehen.“

Autorennotiz

Vorab: Es ist meine erste Horrorgeschichte, weswegen ich ziemlich nervös bin. Gerade der zwischenzeitlich eingeschobene Chatstil in ein paar Abschnitten verunsichert mich stark. Ich bin in diesem Sinne nicht gänzlich zufrieden, aber kann euch versichern, dass solch ein Chat nur kurz auftaucht und nicht die ganze Geschichte über. Sogenannte Chat-Dialoge werden von mir kursiv geschrieben, während die wörtliche Rede gewohnter weise durch Anführungszeichen und serifenfreier Schrift zu erkennen ist.
Ebenso wird der Anfang noch nicht gruseln, aber hoffentlich kann ich euch in späteren Kapiteln ein wenig schenken. Über ein paar Klischees und meinem Humor gegenüber jenen, lässt sich hoffentlich lachen. Ansonsten würde ich mich über Verbesserungsvorschläge oder auch Lob(?) freuen, hoffe jedoch auf einen freundlichen Umgangston. Mit diesen Worten wünsche ich euch hoffentlich Vergnügen.
P.s.: Campoor ist erfunden.

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1
Blackfires Profilbild
Blackfire Am 24.12.2018 um 0:45 Uhr
Moin moin meine Liebe.

Als allererstes möchte ich sagen: Wow. Nicht nur, dass du die Schriftart usw. geschickt verwendest hast und dieses Bild eingesetzt hast...Nein dieses Kapitel ist voller kleiner Details und macht es so Lebensrecht. Wirklich sehr Klasse gemacht und bin mehr als gespannt wie es weiter geht und wer dieser Roger ist. Er bereitet mir eine Gänsehaut. Es wirkt, als hätte er sie ausgesucht, ein Lämmchen was zu weit von der Herde Weg steht. Er kommt näher- der Wolf im Schafspelz.
Die Charaktere hast du Klasse dargestellt, auch dass du sie oben genannt hast. Klasse. Man kann sich alle wunderbar vorstellen.
Den Moment der SMS kenne ich zu gut...Mal sehen wann meine SMS kommt hahahaha

Hmm...es wirkt so, als hätte Roger den einen vor geschickt� bin mehr als extrem gespannt wie es weiter geht.

Von mir bekommst du 5 Sterne und ein Favo ♥️

Lg Blacky, dein Zucker
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PoeticJustice (Autor)Am 25.12.2018 um 8:48 Uhr
@Blackfire Stimmt, ist auch eine Möglichkeit. Hmmm.
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Blackfire Am 24.12.2018 um 22:31 Uhr
@PoeticJustice Oh keine Ahnung :0 hätte ansonsten ein Partneracc gemacht xD
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PoeticJustice (Autor)Am 24.12.2018 um 21:25 Uhr
@Blackfire Oh mein Gott, dein Ernst? "TEST! TEST!" Ich hoffe das funzt. xD
Und naw, Dankeschön. *_* Ich höre nichts lieber, haha. :D
Funktioniert das hier eigentlich auch, dass man gemeinsam an einer Story schreibt? Bei Myff.net war das damals so nice. :x
ZUCKER! ♥
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Blackfire Am 24.12.2018 um 13:04 Uhr
@PoeticJustice Kyaaa :3 hihi ich mag deine Antworten *.*

Weißt du was der Hammer ist? Man kann erneut zurück Antworten *fangirl*

LG Blacky, dein Zuckerbaby xD hahaha
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PoeticJustice (Autor)Am 24.12.2018 um 13:00 Uhr
Baby. ♥
Naw, Dankeschön, das ist lieb von dir. Ich finde es aber jetzt mal ernsthaft so klasse, dass man hier so viel formatieren kann. ich merke es bei FF erneut, die ganzen Farbvorlagen sind so ungünstig designed, ich kann kaum was erkennen bei den Dingern, die mir gefallen.
Naw, Dankeschön. Ich mag den Vergleich mit dem Lämmchen und da könntest du recht haben, höhö. :D Dankeschön, danke, danke, das ist so lieb.
Und ja, diese Sms sind kacke...und tatsächlich ich kenne das selbst, man wartet auf ne Nachricht und dann ist es so ne Meldung, da will man am liebsten frustriert das Handy schlagen. >_>
Ich hoffe, das deine Sms nicht so bald kommt. xD *Däumchen drück*
Vorgeschickt? Interessanter Gedanke! Abwarten. :o
Ich danke dir mein Zucker. ♥ Danke, danke, danke. Fühl dich geknuddelt und gedrückt.
Deine Justice. ♥
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Autor

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Bewertung

Eine Bewertung

Statistik

Sätze:245
Wörter:4.554
Zeichen:26.742

Kurzbeschreibung

Violetta Wright, kurz genannt V, führt ein bescheidenes Leben als Anhängsel ihrer Freundin Katie. Im Schatten stehend, treibt es sie in die Naivität, eine skurrile Facebook-Freundschaft einzugehen, mit einem Kerl, der sich Silent Roger nennt. Allen Zweifel und den allgemeinen Menschenverstand ignorierend, schließt sich die junge Filmstudentin seinem Projekt an, das bekannt wird auf dem Youtube-Channel: Projekt Silent Roger. Doch bald schon wird ihnen bewusst, dass jeder Klick seinen Preis hat, den sie zahlen müssen.

Kategorisierung

Diese Story wird neben Liebe auch in den Genres Horror, Thriller, Komödie und Freundschaft gelistet.