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Von gleicher Würde

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03.09.21 15:26
12 Ab 12 Jahren
In Arbeit

Ihr Schwestern, ihr Brüder,
Kinder der einzigartigen Erde.
Warum achtet ihr euch nicht?
Ihr Kinder der einen Schöpfung.

Ihr Schwestern, ihr Brüder,
ausgestattet mit gleichen Rechten,
ausgestattet mit gleicher Würde.
Ihr Kinder der einen Schöpfung.

Ihr Schwestern, ihr Brüder,
legt die Waffen nieder, ich bitte euch.
Begegnet euch mit Empathie.
Ihr Kinder der einen Schöpfung.

Ihr Schwestern, ihr Brüder,
im Sahel fehlt es nicht an Waffen,
im Sahel fehlt es nicht an Gewalt.
Ihr Kinder der einen Schöpfung.

Ihr Schwestern, ihr Brüder,
im Sahel fehlt Wasser und Zukunft,
gebt den Dürstenden Wasser und Zukunft.
Ihr Kinder der einen Schöpfung.

Ihr Schwestern, ihr Brüder,
der Flüchtling ist nicht unser Feind,
er braucht nur Wasser und Zukunft.
Ihr Kinder der gleichen Schöpfung

Ihr Schwestern, ihr Brüder,
Kinder der einzigartigen Erde.
Warum achtet ihr euch nicht?
Ihr Kinder der einen Schöpfung.

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LenkaPenka87s Profilbild
LenkaPenka87 Am 02.09.2021 um 20:42 Uhr
Das "ausgestattet mit gleicher Würde" gefällt mir besonders!
BerndMooseckers Profilbild
BerndMoosecker (Autor)Am 03.09.2021 um 15:24 Uhr
Danke für Deinen Kommentar und die Bewertung.
Es ist für einen Menschen meines Alter ein langer Weg zu erkennen, dass alle Menschen Teil der gleichen einmaligen Schöpfung sind. Dabei ist es unerheblich, an was man glaubt, man kann es auch Evolution nennen. Wer sein Bewusstsein in den Nachwehen des Völkermordes erlangte, hat eher die Erfahrung, dass diese Verbrechen relativiert wurden, dass den Opfern eine Mitschuld angedichtet wurde. Da dauert es, bis die Erkenntnis von der gleichen Würde aller Menschen erkannt wird.
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Sillys Profilbild
Silly Am 15.06.2021 um 23:27 Uhr
Lieber Bernd,
dem kann ich nichts mehr hinzufügen... nur mein Gefühl, das dem deinen gleicht.
Ich danke Dir, dass Du hier Gedanken im Gedicht beschrieben hast, die viele betreffen - aber wenige haben.

Liebe Grüße,
Silly.
BerndMooseckers Profilbild
BerndMoosecker (Autor)Am 16.06.2021 um 12:28 Uhr
Liebe Silly,
danke für Deinen positiven Kommentar zu meinen quälenden Gedankengängen. Das Gefühl versagt zu haben knabbert immer wieder einmal in mir. Nur, ich kann die Welt nicht ändern (wenn ich das auch einmal geglaubt habe) und so überwiegen bei mir meist die positiven Gedanken.
Liebe Grüße
Bernd

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Kurzbeschreibung

Ich bin alt, meine Kraft lässt nach. Mein Traum von einer besseren Welt ist ausgeträumt. Ich kann immer noch mahnen - doch meine Worte verhallen ohne eine Wirkung zu zeigen.

Kategorisierung

Diese Story wird neben Elegie auch im Genre Nachdenkliches gelistet.