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Die Wünsche eines Kindes

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29.7.2019 23:31
12 Ab 12 Jahren
Fertiggestellt

Es war eine klare Sommernacht, als eine Sternschnuppe den Himmel überquerte und Kurs auf die Erde nahm. Niemand außer Esther blickte an diesem Tag in den Nachthimmel hinauf. Es waren Sommerferien, und sie konnte nicht einschlafen. Ihre kleinen Füße tapsten über den Boden, als sie sich leise von ihrem Bett hin zur Gartentür bewegte, um die Sternschnuppe besser sehen zu können. „Sternschnuppe.“, flüsterte sie. „Bring mich weg von diesen grausamen Menschen, die sich Eltern nennen.“

Als die Sternschnuppe nicht weit von Esther aufschlug, fing es an zu regnen. Es war fast so, als ob der Mond um Esther weinen würde.

Autorennotiz

Beitrag zum "Endloswichteln Storys" von Augurey. Dieses Drabble ist für Augurey! Viel Spaß beim Lesen!

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Augureys Profilbild
Augurey Vor 5 Tagen, 15 Stunden und 53 Minuten
Oh Gott. Asche auf mein Haupt! Ich hab tatsächlich völlig vergessen, dass ich dir noch gar kein Review hierzu geschrieben habe. Mea Culpa, es war einfach zu viel los die letzten Monate. Daher ein sehr spätes: Vielen Dank für dieses tolle Drabble! Ich hab es damals schon gelesen und gleich gemocht, wollte aber nicht zwischen Tür und Angel antworten. Arduinnas Logik-Kritik mag zwar zutreffen, aber für mich tut es der Stimmung keinen Abbruch. Der Drabble berührt, ich will nicht sagen reißt mit, denn dafür ist die Szene zu leise, aber er bewegt. Zunächst ist es ein niedliches, verträumtes Bild we Esther die Sternschnuppe beobachtet, Fluff im besten Sinne. Doch bevor alles in Zuckerwatte ertrinkt, kommt der Knick, der sich wie ein Pfeil in die verträumte Stimmung bohrt, so plötzlich und unerwartet und erst im Nachgang kommt ganz langsam das Grauen, die Ahnung, was sich hinter dem rosa Bild eigentlich verbirgt. Der weinende Mond am Ende ist ein sehr starkes Bild und ein gelungener Abschluss. Alles in allem bleibt viel Nachdenklichkeit. Es steht mehr zwischen den Zeilen, genauso wie es bei einer guten Kurzgeschichte sein sollte. Danke für dieses Geschenk, auch wenn der Dank etwas auf sich warten ließ :) Mehr anzeigen
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Arduinnas Profilbild
Arduinna Am 30.07.2019 um 10:12 Uhr
Hi,
Ich habe dein Drabble entdeckt und auch sofort gelesen.
Zuerst wirkt der Text auf mich friedlich, eine klare Sommernacht mit einer Sternschnuppe ist glaube ich etwas, was viele Leute genießen. Genauso, wie man das kleine Mädchen nachvollziehen kann, ich denke, viele von uns sind schon mal wachgelegen.
Dann gibt es einen Knick in der Stimmung als Esther meint, ihre Eltern seien grausam. In Verbindung mit dem weinenden Mond hinterlässt das eine gedrückte Stimmung. Man weiß nicht, was mit ihr passiert ist, wie es mit ihr weitergehen wird, aber man merkt, dass ihr Leben wahrscheinlich nicht allzu rosig ist.
Das einzige, was ich anmerken möchte, ist, dass zumindest die Sternschnuppen, die ich gesehen habe, nur ganz kurz für den Bruchteil einer Sekunde zu sehen waren und auch nicht auf der Erde einschlagen. Zumindest glaube ich mich daran zu erinnern, gelesen zu haben, dass Sternschnuppen in der Atmosphäre verglühen. Also eine kleine Unlogik.
Nichts desto trotz ist dein Text stimmungsvoll und ich kann beinahe Esthers Füße hören, die über den Boden tapsen (was ich übrigens ein schön geschriebenes Bild finde, ich mag es, wenn Geräusche nicht vernachlässigt werden).

Danke für diesen Text!

LG Ari
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Larlysia (Autor)Am 30.07.2019 um 18:55 Uhr
Hi! Vielen Dank für dein Kommentar!

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Diese Story wird neben Alltag auch in den Genres Angst und Familie gelistet.