Der Schirm

Kurzbeschreibung:

Am 2.10.2019 um 12:33 von Goth auf StoryHub veröffentlicht

Mitternacht. Die dunklen Straßen von Kawashi, im europäischen Gebiet von Japan, sind so leise und leer wie ein Friedhof. Die Gebäude sind keine gewöhnlichen Gebäude, sondern kleine Schlösser und Türme, gemacht im traditionellen Stil vom Land aus dem sie herkommen. Mit einer keinen Ausnahme; wo Stein oder Holz verwendet werden sollte, wurde das schwarze Metall, für das diese Stadt so berühmt ist benutzt. Doch man sollte diese Stadt nicht bei Nacht

bewundern. Zugegeben, die strahlend schwarzen Straßen, die mit Planken von schwarzem Metall belegt sind, die großartigen architektonischen Meisterwerke, die großartigen Parks mit den grandiosesten Bäumen und außergewöhnlichen kleinen Pflanzen und die fliegenden Papierlaternen, welche die Wege mit ihren leuchtenden Flammen orange erleuchten lassen und dabei den kosmischen Nachthimmel zeigen sind schöne Anblicke. Es ist alles sehr schön, vor

allem bei Nacht und Abend, aber es gibt nur ein großes Problem. Es soll einige Vermisste geben. Vor allem eine Straße ist davon am meisten betroffen. Jedoch geht einer trotzdem auf einen kleinen Spaziergang, nämlich genau auf dieser Straße. Sein Name war Souichi und er trug einen blutroten Papierschirm mit einem Sakura Blütenmuster bei sich. Ach, wenn er doch nur wüsste, was für eine Straße er geht, so würde er so schnell wie er konnte wegrennen. Er ging eine Straße entlang, bei denen die meisten Leute,

die verschwunden sind entlangliefen-- genau die Straße, die ich davor genannt habe. Er wusste aber nicht viel davon, denn er war neu in der Gegend. Ein eiskalter plötzlicher Wind riss ihm den uralten Schirm aus seiner Hand, pfeifte Wild in seine Ohren und ließ seinen Körper von extremer kälte erstarren. Er gleitete schnell, aber sanft aus den Händen des Jungen Mannes. Doch er rannte nach, um ihn zu bekommen, denn er bedeutete ihm sehr viel. Er gehörte seiner

Großmutter und war ein Einzelstück, denn er war 200 Jahre alt, und trotzdem war er sehr gut erhalten-- dazu war es auch Tradition bei seiner Familie, den Schirm von der alten- zur neuen Generation zu vererben. Das merkwürdige an der ganzen Sache war aber, dass es eigentlich Sommer ist und ein Wind so kalt sollte es nicht geben. Souichi rannte durch die harten Er flog in eine Gasse, wo ihn eine große Frau auffing. Sie sah aus wie eine Geisha, hatte kurzes, lockiges Haar, bleiche Haut, eine

attraktive Visage, einen stundenglasförmigen Körper, der in einem extravagaten, schwarzen Kimono mit einem roten Blütenmustern gekleidet war. Aber etwas war an ihr falsch. Ihre Augen schienen in einem bedrohlichen roten Ton zu glühen, ihre haut war nicht einmal geschminkt;-- das war ihre echte Hautfarbe-- die Zähne waren schwarz und alle waren dreieckig, nur die Eckzähne waren etwas länger als die anderen-- vergleichsweise mit Fangzähnen-- dazu auch noch ein furchterregendes Grinsen, das zu weit für einen Menschen war und auch dieses dunkle Bemalung, welche von den unteren Augenlidern begann und bis zu den Wangen in einem Wellenmuster, dass den Bewegungen einer Schlange auf der Jagd ähnelt, bei den Wangen wurden sie zu umgedrehten, hohlen, zwei-dimensionalen Pyramiden ohne einen Boden. Sie betrachtete den Schirm, lobte wie gut er erhalten und gebaut war, und wollte ihn Souichi wieder zurückgeben. Sie sagte mit einer beunruhigenden sanften stimme, "Hier, nimm es dir zurück."Ohne etwas weiters zu sagen näherte er sich der Dame und nahm sich das gute Stück in die Hand. So ging er weiter auf

seinem Spaziergang. Dann merkte er das Wasser von seinem Schirm tropfte. Doch es war kein Wasser, es war Speichel! Er sah nach oben und anstelle einer Papierfläche, sah er einen runden Mund, gemacht aus tausenden der schlimmsten Alptraum-gestalten, die grotesk miteinander verschmelzten, mit schrecklichen Zähnen und bestialischen Augen. All das formte etwas so schrecklich, dass man es nicht nennen, oder sogar beschreiben kann. Er wollte loslassen und

rennen, doch er war aus unbekannten Gründen paralysiert. Alles was er tun konnte ist zusehen, wie sich dieses Mundwerk um seinen Körper schloss und ihn in ein schreckliches Schicksal brachte. Ein Schicksal so grausam, dass es niemand nennen, begreifen oder sehen kann. Ein Scheusal. Schrecklicher. Viel schrecklicher, als der Tod selbst. Und wenn du versuchst es zu sehen und zu verstehen, so wirst du für immer dem Wahnsinn gehören und selbst nach deinem Tod für die Ewigkeit damit sein und bei der Wiedergeburt wird es selbst damit bei dir sein.