******************** HINTER DER ANGST, ERWARTET DICH DAS LEBEN von derLeowitsch ******************** ++++++++++++++++++++ Autorennotiz ++++++++++++++++++++ In -------------------- 1. Kapitel: Vorwort -------------------- Vorwort Jedes Buchcover enthält auf der Rückseite oder im Inneren bedeutende Details über die Autorin oder den Autor selbst; man erfährt dort von ihren Erfolgen und Auszeichnungen sowie ihrem Wohnort und ihren Erfolgen in verschiedenen Bereichen des Lebens - Dinge, die für viele Leser beim Kauf entscheidend sein können. Doch was qualifiziert jetzt den Autor dazu, über das bemerkenswerte Leben von Leo Friedrich Witsch dem VI. zu schreiben? Die Antwort scheint klar: nichts! Der Verfasser besitzt weder akademische Abschlüsse noch eine praktische Erfahrung im Bereich des Journalismus. Dennoch sollten sie nicht voreilig urteilen! Dieses Werk könnte genau das Besondere darstellen, was uns unter all diesen unzähligen Veröffentlichungen begegnet und; es hebt sich ab durch seine Einzigartigkeit. Ganz ähnlich wie die Person, die darin beschrieben wird. Leo Witsch war stets überzeugt von seinem Können; er folgte seinen Prinzipien ohne Zögern, ohne Vorbilder und seine Lebenseinstellung war: HINTER DER ANGST: WARTET auf DICH das LEBEN So ist ihm auch unglaubliches widerfahren und darüber handelt dieses Buch. Vorweg, um nicht zu viel zu verraten: Leo Witsch ist „nicht normal", wie das zu verstehen ist? Heute gäbe es "Autist", Hyperaktiv, Helfersyndrom, Altruismus? Dabeibleiben und lesen! Seine Debütarbeit reflektiert seine persönlichen Erlebnisse - eine fesselnde Geschichte, über die Entwicklung eines Jungen, zum Mann und sein Leben, das schon unglaublich war. Alles ist Autobiografisch, Orte wurden nicht geändert, wohl Namen daher Ähnlichkeiten mit Personen rein zufällig. Eine spannende Zeit wünscht ihnen Leo Friedrich Witsch der VI.   -------------------- 2. Kapitel: Anna die I. ANITA die 1. -------------------- Anna, die 1., war für Leo die erste und eine besonders wichtige Frau in seinem Leben. Und nicht, wie man annehmen würde, seine Mutter. Warum? Werdet es noch erfahren. Um über Anna, der 1., die glaubt Leo, aber Anita hieß, zu berichten, müssen wir noch einmal zurück in das Kloster Wocheninternat. Bei ihr hat er das erste Mal fremde Körperwärme gespürt und da war er bereits immerhin schon über 5 Jahre alt. Gibt keine früheren Erinnerungen darüber, jemals im Bett bei seinen Eltern, oder bei jemanden gelegen zu sein. Doch bei Anita sehr wohl und sie wurde auch deswegen, weil beide zusammen im Bett erwischt wurden, aus dem Internat geworfen. Der Grund war jedoch nicht das, was man da unweigerlich denken würde! Nachdem Leo lange im Schlafsaal, mit einem nassen Nachthemd, auf dem kalten Fliesenboden in der Ecke stehen musste und sich wieder niederlegen durfte, zitterte er so stark, dass sein Eisenbett schepperte. Genau dass, nun Anita tätig werden ließ. Leo, das nasse Nachthemd ausgezogen und ihn in ein Handtuch gewickelt. Zusätzlich auch noch ihre Decke holte, um sich zu Leo legen.Genau das hat sich in ihm eingebrannt, diese Szene, in seiner Seele und Gehirn. Das erste Mal in seinem Leben ein Arm, auf den er seinen Kopf legen durfte, gestreichelt wurde und diese fremde Körperwärme spürte. Und den Grund seines nassen Nachthemdes auch noch erklärt: Leo war kein Bettnässer, aber irgendwann in der Nacht gibt ihn jemand etwas kaltes, hartes, nasses in die Hand, Leo munter wird, aber nicht erkennen kann, wer es war. Hört aus dem Waschraum, den während der Nachtruhe niemand betreten darf, ein Plätschern. Aus einem Wasserhahn fließt Wasser, das Becken bereits übergeht und über den Boden in einem Bodengitter abfließt. Und Leo wäre nicht der Leo und warum hat man ihm das Ding da gegeben, dass auf dem Wasserhahn jetzt fehlt, wenn er es nicht wieder hinaufschrauben würde? Hat aber nicht gelappt, er mit seinen kleinen Fingern es nicht geschafft, einfach zu wenig kraft, gegen den Wasserstrahl und so wurde er komplett nass. Holte aber die Nachtschwester, die den Schluss daraus zog, Leo nass, er der Verursacher, also in die Ecke mit ihm.Und jetzt zu Anita, die 1., sie war rothaarig, die Haare waren lang, am Tag zu einem Zopf, in der Nacht offen und gingen ihr fast bis zum Po. Leo durfte mit seinen kleinen Finger Kamm spielen, die Haare durch seine Finger gleiten und dieses Gefühl zu spüren, sein ganzes Leben genau das praktiziert. Sie war sicher schon um die 14 oder noch älter, jedenfalls die älteste in der großen Gruppe. Und sie hat wohl auch ganz sicher Leos Trauma zu Mädchen und später waren es Frauen, zu roten Haaren ausgelöst.Ausgelöst durch diese plötzliche Trennung, sie musste noch am selben Tag das Internat verlassen und Anita war doch Leo's einziger Bezugsmensch, den die Klosterschwestern eigneten sich nicht dazu.Anita hat ihn Masche binden, richtig mit Messer und Gabel zu essen und viele andere Dinge, die zur Menschwerdung nötig sind, gelehrt. Schob ihm den Ellbogen beim Essen vom Tisch, lernte ihn addieren beim Mikado spielen. Leo konnte, wie er mit 6 Jahren in die Schule musste, im Kopf bis 500 addieren. Sie war für Leo wie eine große Schwester, kam sie von der Schule, gab es ein zusammen essen und blieben bis zur Nachtruhe zusammen. Und jetzt wurde sie hinausgeschmissen, ein Skandal in einem christlich geführten Internat. Außer 3 Mal Beten war jedoch da nichts Christliches. Leo erinnert sich, dass immer wieder Buben des nächtens mit Taschenlampe aus dem Schlafsaal geholt wurden, in der Früh lagen sie wieder in ihren Betten. Und zwar nur jene, die zu den Wochenenden nicht abgeholt wurden, die niemanden hatten.Und Leo kniete vor der Eingangsglastüre, sah Anita in ein Taxi steigen, auch wie immer wieder ihrer Mutter auf sie hinschlug. Und Leo weinte, das erste Mal in seiner Kindheit, nicht aus Schmerz, sondern wegen dieser extreme unauslöschliche Wut und Trauer um seinen Lieblingsmenschen. Er blieb dort knien, auch wie Kinder abgeholt wurden und 2 Mädchen ihn schließlich einen Sessel und etwas vom Abendessen brachten.Sein Kragen war nass, wie er aufstand, mit dem Sessel zurückging. Aus dem ohnehin schon "schwierigen" Leo nun ein "Ausbund" wurde, wie ihn nun die Klosterschwestern nannten. Er sowieso nie ein richtiges Kind, ein großer Junge in einem kleinen Körper, er führte sich auf, einiges gibt es zum Nachlesen in den Tagesaufzeichnungen seiner Mutter. Und sie kämpfte um seinen Platz im Internat, sein Onkel bereits in die Schule und sie wollten Leo hinausschmeißen. Ob sie mehr zahlen musste oder wie sie es geschafft hatte, gibt es nicht zum Nachlesen. Er wurde schwierig, holte sich zwei Mädchen, die ihm die große Glastüre zum Speisesaal halten mussten, er hineinlaufen, und den Teller mit Spinat auf den Boden schmeißen. Ein bitterer Spinat, den keiner gegessen hatte und Agatha und Beatrix Hubert die Nase zuhielten und ihm den Löffel in den Mund schoben. Mit bereits erbrochenen Spinat zusammen. Der Plastikteller, eine Riesenschweinerei machte, klar und Leo konnte zunächst die Schockstarre der beiden Pinguine ausnützen und flüchten. Er wurde eingeholt, mit dem Besen gegen die Fließenwand im Duschraum gedrückt, zu dritt waren sie, und mit dem Wasserschlauch und kaltem Wasser abgespritzt. Ihm wurde plötzlich verboten, in die große Gruppe zu gehen, ein langer Raum, abgeteilt mit Regale und er vom ersten Tag an ganz hinten bei den großen. Nun soll er bei den 4- bis 6-Jährigen bleiben, mit diesen spielen. Natürlich, es gab keine Türen und es war nur schwer zu kontrollieren, aber wenn Agatha ihn erwischte, gab es Schläge mit nassen Handtüchern, die griffbereit an verschiedenen Stellen hingen. Und Leo zu stolz um darüber zu sprechen, es war seine Angelegenheit und er wollte auch von niemandem Hilfe, es begann ihn sogar Freude zu bereiten, den Pinguinen etwas zu Fleiß zu tun. Bis an dem Tag, wo er ein Mädchen aus der Besenkammer befreite, um selbst dann darin eingesperrt zu werden. Strafverschärfend, stellten sie die Metalleimer jetzt hinaus, auf denen er sonst gesessen wäre. Aber Leo legte einen von den Kanistern um, die er ertaste, setzte sich auf diesem. Dieser wurde dabei undicht und Infektionsmittel trat aus, versickerte irgendwo im Boden, jedoch die Luftqualität verschlechtert sich eklatant. Er musste sich am Boden legen, um die Luft von außen unter dem Türspalt einzuatmen. Und als die Türe geöffnet wurde, hat sich Leo bewusstlos gestellt. Eine Ärztin musste kommen, es gab eine Anzeige, Leo war in Lebensgefahr. Der Bischof erfuhr davon, der Sekretär des Bischofs kam persönlich vorbei und wollte mit Leo alleine reden. Der Riegel der Besenkammer wurde gegen ein Schloss getauscht, wo nur mehr das Reinigungspersonal einen hatte. Schwester Oberin wurde durch eine weltliche Leiterin ausgetauscht und die beiden Klosterschwestern wurden versetzt.Wie Leos Bruder geboren wurde, war die Internatszeit vorbei, dass Leo aber weiter seine Anita mit dem roten Haar besuchen durfte, auf ihrem Schoß sitzen und Sommersprossen zählen, selbstverständlich nicht so einfach, aber für Leo wollten sie eine Ausnahme machen. Dafür müsste er noch ein weiteres Kapitel schreiben.  -------------------- 3. Kapitel: ÜBER DEN LEO WITSCH -------------------- Probierens sie’s, geben SIE den Witsch eine Chance! Sein Schreibstil? Ist unter anderem tatsächlich einzigartig. Man sagt ihm nach, es sei der eines Legasthenikers, und genau das macht es so unverwechselbar und besonders! Legasthenie ist eine Rechtschreibstörung, das Schreiben erschwert, obwohl keine Intelligenzminderung oder unzureichende Beschulung vorliegt. Das ist einmal aber schon FALSCH, für Leo genau das bereits zutrifft, die Schule? Er sah sie nicht als sein Lebensmittelpunkt, er lauschte lieber den Erwachsenen im Park, um wie er meinte und ihm mehr geholfen hat, für das Leben zu lernen. Das äußert sich nun beim Textverständnis. Doch das Neue Rechtschreibprogramm korrigiert so ziemlich alles und der Leo Witsch hat etwas Besonderes zu erzählen. Seine Lebenserfahrung und er hat nichts ausgelassen, er war überall dabei, doch immer die GRENZE gewusst, um keine kriminellen Handlungen zu setzen. Es war aber natürlich eine Gradwanderung zwischen nicht erlaubt, aber auch nicht direkt verboten. Wieso gelang ihm das? Sein väterlicher Freund, Onkel, dieser auch Polizist, in Lederbekleidung und Motorrad, nie könnte er es diesem antun, ihn zu enttäuschen. Spannend? Einige der männlichen Leser werden feststellen, vieles sich niemals getraut hätten, sich vor jemanden, den sie nicht kennen, geschoben, wenn dieser Sanktionen ausgesetzt war, wo optisch klar eine körperliche Unterlegenheit zu erkennen war? Aber genauso wie Leo gerne gelebt hätte und auch die Erfolge, die Leo hatte, genossen? Und Leo schreibt über Mut, was so auch im Umkehrschluss keine Angst zulässt. Angst war ihm nicht fremd, doch er hat sie irgendwann auf seinem Weg verloren, erkannte, sie half ihm nicht, änderte nichts, hinderte ihn bei dem, was ihm jetzt bevorstand. Genauso schreibt er über Sex und das nicht zu knapp. Wird kein "Feuchtgebiete", er absichtlich nicht gelesen, um frei zu sein, unbeeinflusst, sein erlebtes zu erzählen. Über Liebe und falsch verstandene Liebe, falsche Versprechen und Lügen. Falsche Moral und natürlich auch über diese große Liebe. Diese Schmetterlinge, über diese Kurzatmigkeit, die einem heimsucht, alles hat er erlebt, immer und immer wieder, denn es gibt nicht nur eine einzige große Liebe im Leben von Leo Witsch. Durch seine Lebenseinstellung, es ist ein Leben im hier und im Heute. Nichts hat er aufgeschoben auf irgendwann? Hat es nicht mehr gepasst, gab es spürbare Differenzen, sozusagen das Feuer erloschen, so auch den Mut, es zu sagen und die Beziehung beenden. Und Leo dadurch es auch mehrmals erleben dürfen, dieses Irre-Feuer, das lichterloh lodert und doch wie jedes Feuer in eine Glut übergeht, um doch irgendwann auszugehen. IMMER WIEDER GEHT DIE SONNE AUF, (Udo Jürgens) so sah Leo sein Leben, wenn es einmal nicht so gut lief. Einige Regeln gab es, die er beachtete, geschult, erklärt und eingeführt in dei KUNST der körperlichen Liebe, ein Intensivkurs über 14 Wochen, Tag für Tag, 24 Stunden unzertrennlich. Leo noch keine 17 Jahre und seine Ausbilderin, eine 43-jährige vielfache Millionärin, Witwe und Erbin von Eisenbahnlinien und Frachtschiffflotte. Seine Reifeprüfung bei ihr absolviert und so sein restliches Leben bis heute speziell genießen. Abwechslungsreich auch dein Leben? Heirat, Haus bauen, Familie, Baum gepflanzt, schöne Urlaube? Ja, auch Leo genauso, alles gehabt und vielleicht wine Spur intensiver und immer wieder diese neuen Schmetterlinge, neue Liebe spüren und nicht leiden und denken, es war einmal, aber jetzt eben? Eben was? Alltag? Sich nichts mehr zu sagen? Jeder macht sein Ding und nur mehr dieselbe Meldeadresse. Ja, genau so steckt Leo in solcher Krise, die Gegenwart kaum etwas zu bieten hat. Er seine potente Vergangenheit wieder aufleben lässt, um sich in dieser Zeit des Nachdenkens und Schreibens und kurz noch danach, super gut zu fühlen, doch das vergeht recht schnell wieder. Hat er sich doch immer wieder als "Fluchthelfer" aus einer bestehenden Beziehung, die keine mehr war und von dem Mädchen/Frau beendet werden wollte, angeboten, so bräuchte er heute solch eine "Fluchthelferin". Ja, er ist eben ehrlich, denn es gibt wirklich ganz wenig Lügen in seinem Leben und auch darüber wird er schreiben. 5 Regeln gäbe es zu beachten. 1. Es darf keine Lügen geben, vom ersten Gespräch oder schreiben und wann Du zu Beginn nicht so darauf geachtet hast, rechtzeitig richtig stellen, jedes verschieben erschwert es zusehends, sollte sich eine Beziehung daraus entwickeln. 2. Besonders wichtig! Sich nicht besser machen als man ist, bedeutet auch, zu sich stehen, sich selbst lieben. Genauso wie die Natur es vorgesehen hat. Ich bringe immer wieder ein anschauliches Beispiel, wenn eine unglücklich war, mit ihrer zu großen Nase, ihrer Körpergröße und Figur.  „Didi“ Hallervorden, heute Besitzer des Schloss Costaérès, die Regisseure rissen sich um ihn, er in 56 Filme und 17 Serien mitwirkte, und was sagst Du zu seinem Gesicht? Eben! Oder die Körpergröße? Helene Fischer ist zum Beispiel nur 1,58 m groß. Und viele Stars gibt es auf Leinwand und auf CD, die es geschafft haben, nicht nur durch ihr aussehen. Okay, Leo war oder ist, er lebt ja noch und noch immer weiß er um seine Wirkung auf Frauen, ja, er da etwas begünstigter? Er als Kind, ein "lieber" Junge, mit blonden Locken, größere Unterlippe und festen Blick. Als Jugendlicher einfach kurz, "fesch" und als erwachsener eben der Typ Mann, den keine Frau mehr von ihrer "Bettkante" wegstoßen wollte, hatte er darauf Platz genommen. Ob er das und er es auch ausnützte? Am Ende des Buches wird es eine Zahl geben, keine Namen und einige werden sich wiedererkennen. 3. Fotos! Leo in seinem Profilbild immer ein ganz aktuelles Bild von sich, oder zu der jeweiligen Story (über 1500) und der Zeit, wo diese Spielte veröffentlicht. 4. Die viel genannte "Rosarote Brille". Erlaube einer kleinen jungen Katze, sie ist ja so süß, sich zu Dir auf den Tisch zu setzen, hier Platz zu nehmen! Ihr ganzes restliche Leben, wirst Du sie immer wieder runter heben müssen, denn sie wird es nicht versteht, warum damals und jetzt nicht mehr? Umgemünzt auf eine neue Beziehung? Erlaube nichts, was Dir plötzlich Unbehagen bereitet. Beispiel? Sie/er isst mit offenem Mund. ODER; gemeinsamer Restaurantbesuch, er hält Dir nicht die Türe auf, nimmt sich den besseren Platz und schaut andauernd auf sein Handy? Dich stören, die nicht geschnittenen Fingernägel und wie es Leo bei einem Date passierte? Erstes Date, er sitzt bei der Glasscheibe, es scheint die Sonne in das Lokal, und sie: "Ich gehe, mit einem Mann, mit Haare in den Ohren kann ich nicht" ,... Lapsus,... 5. Und das ist vermutlich am schwersten, aber Realität, sich einzugestehen, es geht nicht mehr, ich möchte das beenden, es ist AUS! Egal wie und warum es passiert ist, erzwungener Arbeitsplatzwechsel, untreue, belogen, bei Leo war es das erste Mal genauso schrecklich. Auch er brauchte damals Tage, bis er wieder in die Schule ging und ja natürlich, es war eine Kinderliebe. Sie über 15, er noch keine 13 Jahre. Und doch die beiden Tag täglich zusammen, obwohl sie in die 4. Klasse und er in die 2 Haupt gingen. Ein ganzes Schuljahr sie bei jeder sich bietenden Gelegenheit zusammen. Er sie küssend auf dem Schoß eines Arbeitskollegen im Auto erwischte. Ganz schlimm und Lizzy, seine Wahlschwester im Park meinte: >Nix is Fix, und nirgends passte es besser, als wie auf die Liebe! Erinnere dich an die schönen Stunden, die ihr gemeinsam erlebt habt, das kann dir keiner mehr wegnehmen. -------------------- 4. Kapitel: Mikado -------------------- Leo ist heute 75 und? Wie war das? Der kleine blonde Leo saß auf dem Boden und spielte Mikado. Mit seinen kleinen, flinken Händen versuchte er immer wieder, die Stäbchen vorsichtig aus dem Haufen zu ziehen. Sein Gesicht war vor Anstrengung ganz rot geworden. Nichts durfte sich bewegen oder gar berühren. Er strebte nach Perfektion, und das Mikado-Spiel entwickelte sich zu einer Obsession für ihn. Stundenlang übte er und konnte so für eine Weile sein beschissenes Leben vergessen. Er ein Kind, das niemand wollte; er war halt passiert. Konnte keine Liebe spüren, keine Umarmung. Er erlebte Schläge oder wurde übersehen, weggeben. Verlieren war für ihn schrecklich, er griff kein Würfelspiel an, aber es gab Mikado – ein Spiel, das kein Glück erforderte, nur Übung. Mit der Zeit meisterte er es und wurde zum Gewinner. Doch auch der kleine Junge wurde groß und wuchs zu einem „schönen Mann“ heran. Nun brauchte er eine andere Beschäftigung, eine andere Ablenkung, nämlich Mädchen und Frauen. Er war attraktiv und die Frauen begehrten ihn, so entdeckte er den Sex für sich. Am liebsten jeden Tag und wenn möglich zweimal täglich. Kurz mal schnell der Frau einen Orgasmus verschaffen und fertig, sie wird ihn dafür lieben! Manches Mal war es ein schweres Stück Arbeit, aber befriedigt musste sie werden. Er musste der Beste sein, sowie in seiner Kindheit beim Mikado Spiel. Er wechselte die Frauen, wie seine Unterwäsche. Gefühle spielten selten eine Rolle. Vielleicht passierte es, er spürte diese Schmetterlinge, doch genau dann wurde er betrogen und so vögelte er weiter und immer weiter. Dazwischen arbeitete er, arbeitet viel, auch hier erfolgreich sein und die Frauen wollten keine Loser. Arbeiten, um seinen Schmerz zu betäuben, den Schmerz aus seiner Kindheit. Aufgearbeitet hatte er all das nie. Er ist doch ein Mann? Er war zufrieden mit seinem Leben, er besaß alles, was er wollte. Manchmal hat er es wirklich zu leicht gehabt, Haus, Auto, Geld. Aber an nichts konnte er sein Herz hängen. So schön es war, mit dem Porsche durch die Gegend zu fahren, so wenig emotional war es für ihn, diesen zurückstellen. Wie viel Frauen er gehabt hat? Er weiß es gar nicht genau. Bestimmt so an die achtzig? Eher mehr? Sein inneres Kind jedoch hatte er nie geheilt und richtig zu lieben, hatte er auch nie gelernt. Ob er jemals so richtig seinetwillen geliebt wurde? Er weiß es nicht. Seine Begleiterinnen fühlten sich in seiner Gegenwart, wohl und sicher. Wurden umsorgt, genossen seine Aufmerksamkeit, seine Fürsorge und sein soziales Engagement und vor allem seine Großzügigkeit. Er war zum Vorzeigen, da passte einfach alles, Gentlemans und immer gut gekleidet und gepflegt. Sie konnten auf ihn Stolz sein, er, der „Sir Charls“ gehört zu mir, (momentan jedenfalls), er, der erster Staatsmeister in Wien in Steel Darts. Bester und ungeschlagener Meister im Einzelbewerb in der 1. Division Soft Darts. Oder er Juniorchef in der Flipperhalle im Vergnügungspark. Er die Schlüssel, hier neben dem Boss, der Mann, der sagte, was Sache ist. Und die Mädels, die ihn damals seinerzeit mit nach Hause begleiteten, wussten von seiner Freundin, Isabella, in Mailand, diese für ein bekanntes Modelabel, Mode für Mollige entwarf, eine Fernbeziehung, aber heute? Heute hat er Zeit für sie, die Angelika, Karin, Traude, Roswitha und wie sie alles hießen. Jetzt saßen sie hinten auf seiner Vespa, klammerten sich an ihn und fuhren mit ihm nach Hause. Sie wussten, dass sie gemeinsam unter der Tandemdusche stehen werden, dass es an der Bar und in der Nachtkästchen Lade es Kondome gab, für zig mal.Das war eine wilde Zeit, eine von vielen, exzessiver, als Single, viel Zeit, viele Möglichkeiten als Betreiber eines Internetcafés, oder genauso als Clubbesitzer. Heute ist er alt, versucht seine Kindheit und all seine Frauengeschichten mit dem Schreiben seiner Biografie zu verarbeiten. Und ja, es ist "momentan" sein einziges Vergnügen, in seiner potenten, aufregenden Vergangenheit zu leben. Er denkt an Marie, an Sandra, an Hilde, an alle, die ihm ein Stück in seinem Leben begleiteten. Er denkt auch nach, was hat ihm die Gegenwart noch zu bieten hat? An die Zukunft verschwendet er momentan keinen Gedanken, er muss zufrieden sein, oder gäbe es da doch noch etwas? Wäre nicht da etwas, was er früher ohne Probleme ausgenützt hätte ohne viel zu hinterfragen?An und für sich weiß Charly, viel Zeit hat er nicht mehr, seine Tage sind überschaubar, er ist angezählt. Er hat vor 2 Wochen schon alle Schmerzmittel abgesetzt, hat sich ein Rezept von der Urologin geholt, die seinen Libido wiederherstellen kann. Er will sich spüren und sein altes Leben, er Alt aber dafür jede Menge Erfahrung, es gibt kein Experimentieren mehr, er weiß , das jeder Handgriff sitzt, vieles Routine ist. Was fehlt? Du darfst einmal Raten.     -------------------- 5. Kapitel: LEO IST 17 MONATE ALT -------------------- Leo erst 17 Monaten und wurde bereits in ein Klosterinternat gegeben.   Ein Wocheninternat, von Montag bis Freitag und die Aufnahmebedienungen: Römisch katholisch getauft, Lohnbestätigung, aber vor allem REIN! Das bedeutete, keine Windeln mehr. Die Erziehung des Filius in kompetente Hände zu geben, den Leos Eltern waren sehr jung. Seine Mutter gerade 18 geworden, sein Vater war 20. Wie kann eine Mutter so etwas nur gutheißen? Um kein schlechtes Gewissen zu haben und in der restlichen Familie nicht als Rabeneltern da zu stehen, gaben sie Leo seinen "Onkel" mit. Leo also nicht allein, klingt doch gut, oder? Jedoch ein schwerer Datenbankfehler, warum? Fritz, der jüngste Bruder seines Vaters, war so ein "Nachzügler" und 3 Jahre älter als Leo. Nur, die beiden kannten sich nicht und er war auch nicht gewillt, Kindermädchen zu spielen. Sicher war es gut gemeint, denn das Internat war nicht billig. Gut gemeint, schlecht für Leo, aber nur auf den ersten Anschein. Die Erklärung! 2 Neue! Und sein Onkel zog die ganze Aufmerksamkeit der Jungs auf sich, der Winzling, vielleicht auch noch geweint, blieb zurück. Rückblickend jedoch war es, für Leo seine riesige Chance, durch diese für ihn schwierige Zeit, sehr viel zu lernen, schneller das Leben zu begreifen, was wichtig und unwichtig ist, so sein späteres Leben leichter gemeistert. Für seinem Entwicklungsprozess unglaublich wichtig und daher nur positiv zu sehen. Wieso, warum? Leo blieb genau dadurch, die Jungs holten Fritz, ihm die Mädchen und dadurch die Krabbelstube, die Gruppe für den Kleinsten erspart, er diese nie besucht. Vom ersten Tag an verbrachte Leo seine Zeit bei den Großen, jene Kinder, die bereits zur Schule gingen. Und Mädchen kümmerten sich nun um Leo, ob es ihnen aufgetragen wurde, oder diese selbst aktiv wurden, weiß man nicht. Auf alle Fälle war Leo ein hübscher, weißblonder Junge und sein etwas größere Unterlippe, ließ ihn ausschauen, als wäre er traurig. Und er war es sicher auch, denn ihm fehlte diese mütterliche Fürsorge, die er eben jetzt bei den Mädchen suchte und auch bekam. Ganz speziell gab es aber da ein Mädchen, aus der Gruppe der Schulpflichtigen. Leo wartete mit seinem Mittagessen, war nicht so einfach, aber der dürfte es durchgesetzt haben, bis sie von der Schule kam. Saß auf ihren Schoß und sie brachte Leo, das korrekte Essen mit Messer und Gabel bei, schob ihm den Ellbogen vom Tisch, wenn er lümmelte, ging mit ihm Zähneputzen. Leo verdankt diesen Mädchen in diesem Internat, nennen sie "Anita" sehr viel, wie zum Beispiel eine Masche zu binden.Diese Anita hatte rote Haaren und Sommersprossen und wurde in seinen ersten 6 Lebensjahren eine ganz wichtige Bezugsperson für ihn. Heute würde er sie als seine große Schwester bezeichnen. Und Leo wurde dadurch anders? Es machte schon etwas mit ihm, unter Mädchen groß zu werden. Alles das typische für Jungs, Fußball, Kartenspielen, interessierte ihn nicht, er konnte nicht mit den Buben und sie auch nicht mit ihm. Wie auch, ab einem Gewissen alter trat er als Beschützer für die Mädels auf. Immer wieder gab es Jungs, die sie sekkierten, ihnen die Puppen wegnahmen. So konnten sie nicht mehr seine Freunde werden, wenn er den einen oder andere schnell mal die Hand umdrehen musste, sich auf ihn knien, um das zu bekommen, was ihm gerade jetzt nicht gehörte. Oder Spielen? Mochte Leo nicht, zum Spiel braucht man Glück, und die Chance zu verlieren immer zugegeben und als Verlierer fühlte er sich schrecklich? Mutter, Vater, Kind, ja, da lernte er, was ein Vater sagen könnte, wenn sie liebevoll miteinander umgehen. Sein, zu Hause schon so oft gehörter Satz: "Du bist jo hie im Schädel!" hörte eine Schwester und schon war er in der Besenkammer. Doch Mikado war da anders; es erforderte Geschick, die Stäbchen zu heben, Werfen und jedes Stäbchen hatte ja einen anderen Wert. So lernte er bei Anna auch das Zählen und mit sechs Jahren, wie er eingeschult wurde, konnte er bereits, mithilfe seiner Finger bis fünfhundert Addieren. Er lauschte den Älteren, adaptierte ihre Sprache und ihre Weltsicht. Dadurch erreichte sein Intellekt das Niveau eines Vierzehnjährigen, obwohl er gerade erst sechs war. Und Leo war der Jüngste in dem Klosterinternat und später auch in seiner Klasse und trotzdem immer in der vordersten Reihe zu finden. Diese Eigenschaft behielt er bei und führte sie in seinem Leben fort. Und für die Klosterschwestern war er einfach; "nicht normal". -------------------- 6. Kapitel: DER ROTE FADEN -------------------- Jeder Mensch hat Vorlieben, Schwächen, Ängste und Träume. Und das Leben des Protagonisten ist außergewöhnlich, bizarr, unglaublich und spannend – ein einziges Abenteuer! Er erlebte diese Abenteuer jedoch, ohne um die Welt zu reisen, diese sich so nicht in der Ferne entfalteten. Seine Erlebnisse fanden in seiner direkten Umgebung statt, an den Orten, an denen er aufwuchs, die ihn seit seiner Kindheit umgeben haben. Andere Jungs im gleichen Alter, egal ob es seine Klassenkameraden waren, mit ihm die Berufsschule besuchten, oder im Park abhingen oder auch Arbeitskollegen, konnten dieses nie so spüren. Es passierte ihnen nie, konnten es nicht auf die gleiche Weise wahrnehmen, sehen oder erleben. Der Grund? Es fehlte ihnen wohl an Zivilcourage. Lieber schnell wegsehen, weggehen, wenn es wo laut wird, als vielleicht in etwas verwickelt zu werden. Generell in einem doch die Angst vor etwaige Konsequenzen? Nur nicht wo an-streifen und allen möglichen Probleme aus dem Weg gehen, von so manchen Mitmenschen ihre Lebenseinstellung. Was macht aber diesen Leo Witsch anders? Er hat den Mut, genau dort hinzugehen, wo es Unzulänglichkeiten gab und so gibt es auch einen roten Faden, ​​​​​ein konstantes Element, das sich durch seine Existenz zieht? Mut und Angst! Ein grundlegendes Element in​​​​ Leos Leben, der Anfang dieses roten Fadens, damit müssen wir beginnen, ist die ANGST???? -------------------- 7. Kapitel: ANGST -------------------- ANGST ist charakteristisch, für Leo: eben genau diese konnte er nicht wahrnehmen. Er empfand Angst nicht als Gefühl, konnte sie nicht wahrnehmen oder spüren. Sie stellte sich einfach nicht ein, sonst hätte er sich viele Unannehmlichkeiten im Leben ersparen können, hätte er doch nur rechtzeitig Angst gefühlt!Andrerseits, aber auch nicht diese Erfolge gefeiert, wie es bürokratische Schwierigkeiten zu überwinden gab, die seine Ziele und Pläne im Wege standen. Überhaupt erst sein Leben zudem gemacht, über das es heute darüber zu berichten gibt. Wenn er Jungen gegenüberstand, die größer oder in der Überzahl waren oder beides. Oder doch schon Autoritätspersonen, wie Polizisten, Lehrern und seinem Vater? Es mag wohl schon sein, dass in den ersten Jahren seines Lebens eine gewisse Angst vor seinem Erzeuger bestanden hat. Ja, sogar eine schreckliche Angst, sodass ihm dieses Gefühl nicht unbekannt war. Doch mit der Zeit schwand diese Angst zunehmend. Leo erkannte, dass ihm Furcht keinerlei Nutzen brachte, sondern nur lähmte. Er spürte den Hosenriemen, Schläge, ob da vorher jetzt viel Angst war, oder es ganz überraschen kam und keine Zeit mehr um Angst vor seinem Erzeuger aufzubauen. Ein weiteres gutes Beispiel ist, dass jeder von euch kennt es. Angst, verletzt zu werden. In dem Umfeld, in diesem Milieu, Park, Straße, in dem Leo heranwuchs, war verletzt zu werden, geradezu immer präsent und ganz speziell für Leo. Ich greife dieses eine Ende des ROTEN FADENS auf, Leo erleidet eine Verletzung. Als Jugendlicher wird er oft verletzt; die Portiere, die Krankenschwestern und auch Ärzte im Kinderspital, das super günstig, nur 2 Minuten zu Fuß neben dem Park lag, kannten Leo beim Vornamen und Nachnamen. Sie wussten, verarzten, Wunde nähen oder zukleben, verbinden und ihn wieder hinausschmeißen. Brauchten keine Mutter verständigen, die eh nicht kommen würde. Zahlreiche Kapiteln kommen noch, wo dieses Prozedere ausführlicher erläutert wird, warum es dazu kam. Aber die Erklärung fehlt, warum er nicht vorher schon etwas spürte, dass ihm einlenken oder einen Rückzug antreten ließ? Eine gibt es sofort und jetzt. Doch die ist so absurd, so irreal und weltfremd, dass sie auf den Leo, umgemünzt, schon wieder "normal" sein könnte. Er genoss, so bitte jetzt aufpassen, ja, echt! Er empfand die Aufmerksamkeit und diese liebevolle Fürsorge der Ärzte und Krankenschwestern, die sich jedes Mal sehr umsichtig um ihn kümmerten, als besonders angenehm. Es machte etwas mit ihm jedes Mal, wenn sich da für ihn doch "fremde" Menschen, sich um ihn sorgten? Und das mag für euch einmal seltsam, komisch klingen, doch werdet ihr noch feststellen, dass so wie er lebt, Leo für viele als "nicht normal" vorkommen wird. Es ist aber wie es ist, Leo Witsch fühlte sich im Krankenhaus eben besonders wohl. Daher auch keine ANGST, wenn eine Auseinandersetzung bevorstand, verletzt zu werden. Und mit reden alleine ließen sich ganz selten Konflikte aus der Welt schaffen. Und den Schwanz einziehen? Sich lächerlich machen? Oder gar den Rückzug antreten und klein beigeben? NEIN, nie im Leben! Dann lieber blutend am Boden liegen und auf die Rettung warten, die ihn irgendein Krankenhaus bringen wird. Egal wie seine Verletzungen auch waren, es manchmal "nur" wenige Stunden oder schon auch 4 Wochen dauerte, bis er wieder selbständig laufen konnte. Narben blieben, so wie die über der rechten Augenbraue von einem Schlagring, jahrelang sichtbar, wurde zu seinem Markenzeichen. Die anderen, versteckt unter der Bekleidung. Aber macht bitte nicht den Fehler, jetzt den Leo nun als "Unterbelichtet" oder "Behindert" abstempelt! Leo war sich dessen vollkommen bewusst, dass er sich von anderen Burschen in seinem Alter und Umfeld unterschied. Seine Gedanken und Gefühle waren anders, er Leo war anders. Und er strebte auch nie danach und versuchte oder bemühte sich kein bisschen, für die "anderen normalen", jetzt als "normal" zu erscheinen. Dieses "Nicht normal" gab ihn einen Freiraum, den er auch zu nützen wusste und auch darauf selbst hinwies, sollte es einmal vergessen worden sein, zu erwähnen. Aber was heißt schon "normal'? Einen Ball vor den Füßen des anderer wegzustoßen beim Fußballspielen? Auf dem Boden kniend, Motorgeräusche zu imitieren und Spielzeugautos zu bewegen? Oder auf lustig, Mädchen zu verfolgen, sie ärgern und sich ihre Puppen anzueignen? Leo bereits in seinen Kinderjahren da ganz andere Wertigkeiten in seinem Leben sah und auf gewisse Menschenkindern besonders sensible reagierte. Er schon mal ganz schnell dem "normalen" Jungen, der eine Puppe in seinem Besitz gebracht hatte, die Hand verdrehen, sich ordentlich auf ihn knien, ihn in den Schwitzkasten nehmen oder ihm auch gegebenenfalls, wenn er sich noch immer weigerte, die Puppe zurückzugeben, eine dicke Lippe zu verpassen? Und eines ist sicher. Klar! Natürlich! Dieser Junge konnte nicht mehr sein Freund werden. Aber Leo suchte auch nicht nach Freunden. Klar, er ist mit Mädchen und Jungs zusammen aufgewachsen, aber für ihn waren Mädchen einfach die besseren Kameraden. Da haben wir auch gleich wieder diesen roten Faden, der durch das ganze Leben von Leo Witsch geht, "Mädchen, Frauen" -------------------- 8. Kapitel: MÄDCHEN-FRAUEN -------------------- Wir nun diesen roten Faden aufnehmen und in das Leben von Leo Friedrich Witsch dem VI. eintauchen! Das Leben von Witsch war, ist bis heute, mit dem Umgang des weiblichen Geschlechts geprägt. Bereits im Internat waren Mädchen für ihn klar die besseren Jungs. Diese zögerten, ihm Hilfe oder Unterstützung zu gewähren. Deshalb bevorzugte er es, Mädchen um Hilfe zu bitten, wenn er Hilfe gegen die "Pinguine" (Klosterschwestern) brauchte, anstatt von den Jungs sich einen Korb zu holen. Für ihn sind Mädchen/Frauen, auch heute noch, der entscheidende Antrieb, sie zu beschützen und für sie da zu sein. Und das muss nicht unbedingt jetzt mit "Liebe" gleichgesetzt werden! Hätte er Freundschaften zu Jungs geschlossen, würde niemand dazu "Liebe" sagen oder denken? Obwohl es damals genauso schon die Liebe zwischen Jungs gab, nur versteckt und geheim? Doch Leo kannte nur Mädchen, daher gab es auch nur "Freundinnen" Für Leo ist und bleibt es einfach das "schwache Geschlecht". Damals wie heute, wenn auch durch die Emanzipation der Frau, solche Bezeichnungen nicht gerne publiziert werden. Leo könnte, wenn man ihn fragen würde, spontan mindestens 10 Situationen schildern, in denen ein Mädchen, einfach körperlich zu schwach war und in Situationen, in denen sie Angst hatte, in Not war und seine Hilfe erwartete und bekam. Darüber und wie er sie liebte, wobei 'liebte' hier als Adjektiv verstanden wird, erzählen die kommenden Kapitel. Den Leo verstand es schon Gespräche zu beginnen, er fragte, ob sie seine Freundin möchte sein? Er es nicht mit; willst du mit mir Sex haben, gleichstellte. Freund, so wie Freund und er war der bessere zuhören und konnte immer Interesse zeigen, mit jeder einzelnen fürs Leben lernen! Und wenn er sich in ihrer Nähe aufhielt, das Credo, ob im Internat, in der Schule oder im Park, wo auch immer das war der Mädels; > Wenn Leo bei uns ist, brauchen wir keine Angst zu haben. -------------------- 9. Kapitel: MUT -------------------- Mut ist nicht angeboren, sondern muss von jedem Einzelnen erforscht, erlernt werden, um die eigenen Grenzen und die für ihn Unbehaglichkeit-Zone zu erkennen.   Mut kann durch das Stellen von Herausforderungen an sich selbst erlernt werden, was oft schon bei so alltäglichen Dingen wie einem Supermarktbesuch beginnt. Wenn man sich nicht traut, laut nach einer "zweiten Kassa bitte!" zu rufen, bietet sich bereits eine Chance zur persönlichen Entwicklung. Geht es dabei doch nicht nur um einen selbst, sondern auch um die Menschen in der Warteschlange die bereits hinter einem stehen und sicher dafür dankbar sein werden. Es bietet sich die Möglichkeit, Großzügigkeit zu üben, indem man jemanden vorlässt, und im Gegenzug vielleicht ein Dankeschön oder ein Lächeln zu ernten. Dieses Thema wird später im Kontext der Selbstfindung und des Kennenlernens weiter erörtert. Es ist möglich, Mut zu entwickeln, so wie man unbewusst eine Spinnenphobie im Urlaub bekommen kann, diese sich tief ins Unterbewusstsein verwurzelt und nur mehr schwer zu überwinden ist. Es gibt also in dem roten Faden in Leos Leben noch ein Aspekt: Den Mut, der keinen Raum für Angst lässt. Mut, so rot wie Blut, reimt sich nicht nur, sondern ist auch auf gewisse Weise miteinander verbunden. Es stellte sich heraus, dass Leo durch sein "Altruismus" heißt auf Deutsch "Helfersyndrom" stark beeinflusst wurde. Leo, bereits mit 13 Jahren, zum fünften Mal vor dem Jugendgericht, hatte Gewalt ausgeübt und eine Körperverletzung begangen. Dass er nicht in ein Heim für schwer erziehbare Kinder kam, verdankte er einem gewissen Maximilian. Dieser war nicht nur ein Polizist, der in Leder gekleidet auf einem Motorrad, eine "weiße Maus" unterwegs war, sondern erwies sich auch für ihn als väterlicher Freund, guter Onkel. In seiner pubertären Lebensphase, in die auch Leo schlitterte, ganz besondere wichtig. Leo ab und zu auf fremde Polizeistationen festgehalten wurde, und Max als Gruppeninspektor, drei Sterne, so manchmal das ganze Kommissariat stramm stehen ließ. Er sich für Leo ins Zeug „legte“, wie auch bei Leos Mutter, um seine Motivation dazu zu erklären. Und so wie Leo die Mädchen liebte und wie er als sensibler Krebsgeborene auf ihre Gefühlsausbrüche und Ängste reagierte, so gefühlskalt und schrecklich brutal, konnte er gegen deren Peiniger werden. Das Jugendgericht verfolgte damals noch eine ungewöhnliche Rechtsprechung, wie die "zur häuslichen Bestrafung entlassen!". Der Vater wurde beauftragt, seinen Sohn zu bestrafen, und der vollzog dies mit dem Gürtel. Was Leo angestellt hatte, wird später erläutert. Leo wurde ein stark ausgeprägtes Helfersyndrom diagnostiziert, auch Altruismus genannt, wie es Sigmund Freud beschrieb. Leo empfand dies als Bestätigung, sich noch intensiver um Hilfsbedürftige zu kümmern, was sich so auch häufte. Bis zu seinem 19. Lebensjahr resultierte dies in insgesamt 18 Verfahren wegen Sachbeschädigung und Körperverletzung, begleitet von Anzeigen und Polizeiprotokollen, weil jeweils ein Arzt oder der Rettungsdienst involviert war. ABER! Es gab dazu 15 Freisprüche wegen erwiesener Notwehr. In drei Fällen allerdings wurde jedoch die Notwehr überschritten. Einmal führte dies zu einer bedingten Verurteilung von 3 Jahren, wegen Überschreitung der Notwehr. Leo bereits 18 Jahre und er hat nicht die gelinderen Mittel eingesetzt, die zur Verfügung gestanden hätten. Dass dieser Mensch ein Zuhälter und seine Freundin totgeschlagen hatte (Genickbruch), Leo verhöhnte und meinte, Leo nicht gut genug auf seine Nutte aufgepasst habe und? >er hat ihr "nur" a Watsch'n geben! -------------------- 10. Kapitel: LEO´S FAMILIE -------------------- Leo Friedrich Witsch der VI. stammt aus einer verarmten Kohlendynastie.   Sein Ur-Ur-Großvater, Witsch der I., war ein Soldat in der Armee des Zaren, der eine Armee zur Unterstützung für den Kaiser gegen Napoleon zusammenstellte. Ob verwundet oder der Liebe wegen in Österreich geblieben, weiß man nicht. Urgroßvater, Leo der II. bereits der reiche Kohlebaron (Geldadel) und Gast am Tisch des Kaisers. Machte mit dem "schwarzen Gold" sein Vermögen. Kein Ofen des Kaiserhauses, ebenso wie beim Militär, wurde nicht ohne Kohle des K&K Hoflieferant Witsch befeuert. Leo der II. ließ Mietshäuser in der Vorstadt errichten und war Aktionär bei den Gasspeichern, die um 1906 in der Stadt errichtet wurden. Der Erstgeborene des Kohlebarons, als Witsch & SOHN, wie es auf der Hausmauer über dem Geschäft stand, sprichwörtlich mit dem goldenen Löffel im Mund geboren. Stradivari und das Beste gerade gut genug für den Sprössling, zeigte jedoch wenig Interesse an Kohlenstaub. Stattdessen beherrschte er Violine und Akkordeon vorzüglich und komponierte lieber Wiener und heurigen Lieder. War gern gesehener Gast bei Wirten und Heurigen, bekannt für seine Großzügigkeit und stets umgeben von lebe Frauen. Und da scheint Leo viele Gene seines Großvaters geerbt zu haben. Gene sind jene Erbmassen, die an Kinder weitergegeben werden. Sowohl Musiker als auch Alkoholiker können davon betroffen sein. Eines dieser Gene könnte das eines bestimmten Frauentyps sein.: vorne „Brett´l, hinten Latte“, das bezeichnet eine vollschlanke Frau mit kleinem Busen und wenig Po. Leo fühlt sich immer besonders zu diesem Frauentyp hingezogen, wo er sein Helfersyndrom und seinen Beschützerinstinkt voll ausleben konnte. Dann die Inflation und der neue Schilling, der Krieg und nicht zuletzt die Spielsucht seines Großvaters, der das letzte verbliebene Vermögen mit den Besatzungssoldaten verspielte. Als dies öffentlich wurde, waren Schuldscheine und Hypotheken auf Häuser und Grundstücke ausgestellt, alle Aktien verkauft. Er floh in der Nacht vor Leos Geburt mit dem letzten Pferd und der Hochzeitskutsche, ohne eine Spur zu hinterlassen, wo er geblieben sein könnte. Leos Eltern begegneten sich an einem sonnigen Novembersonntag. Inge, Leos Mutter, verspürte Hunger, und Leopold, sein Vater, lockte sie mit der Aussicht auf einen Schweinsbraten mit Kraut und Knödeln, den es an diesem Abend bei ihm geben würde – falls sie ihn begleiten würde. Inge bis dato das noch nie vor sich auf einen Teller gehabt, ging also mit und auch in sein Zimmer und Leopold war ihr erster Mann. Es war ihr erstes Mal und eine „Prozedur“, wie sie in ihr Tagebuch schrieb. Der Duft von Kraut und Fleisch, der sich durch die gesamte Wohnung und schon im Treppenhaus ausbreitete, ließ sie wissen, dass sie heute bereit war, alles zu tun, um sich endlich satt zu essen. Hunger, ein Gefühl, das viele von uns heutzutage kaum noch kennen, war in der Nachkriegszeit allgegenwärtig. Inge musste mit ihren zwei Geschwistern auf Geheiß ihrer Mutter zu den Nachbarn gehen, um Essen zu betteln. Ein Schweinsbraten zu dieser Zeit schon fast wie eine Sünde und nur durch Schleichhandel erhältlich. Getauscht gegen Kohle, die der Urgroßvater noch vor dem Kriegsbeginn im Keller gebunkert und eingemauert hatte. Nach dem Schweinebraten essen, gab es von Leopold noch einmal eine Einladung, zu Wiener Schnitzel, wieder am Abend bei ihm zu Hause, doch vorher ins Kino, ein Film mit Marilyn Monroe. Inge verzichtete dann doch noch auf das Abendessen und verabschiedete sich von Leopold noch im Kino. Ihre Arbeitskollegin, die mit war, sie ja eine richtige Vollblutfrau, hingegen zu Inge ging, mit ihm. Und jetzt kann man darüber nur spekulieren, es gibt eine "Linda", diese drei Wochen jünger als Leo. Die Arbeitskollegin von Inge mehrere Wochen mit Leopold leiert. Er, der damals noch als Friseur arbeitete. Inge und Leopold haben sich aus den Augen verloren, Leopold war aufbrausend, auffallend muskulös und ganz und gar nicht der Typ von Inge. Doch das änderte nichts an der Tatsache, sie war schwanger und es musste geheiratet werden. Der Kohlebaron, durch einen Schlaganfall fast blind, doch nach wie vor das Oberhaupt der Familie, bestand darauf. Einen unehelichen Witsch, gebe es nicht in der Hierarchie der Familie Witsch! Und Leo wurde in eine denkbar ungünstige Situation hineingeboren.   -------------------- 11. Kapitel: INTERNAT ZEIT VORBEI -------------------- Leo muss in die Schule, erst gerade sechs geworden, jetzt wieder mit anderen Kindern zusammen fiel ihm auf, dass sein Zuhause und insbesondere seine Familie nicht dem entsprachen, was üblich war. Die anderen Kinder sprachen von einem Leben mit Geschwistern, die zwar gelegentlich nervig, aber auch bereichernd sein konnten. Sie hatten eine Mutter, die sie vor der Schule abholten und ein Mittagessen, das daheim auf sie wartete. Wenn sie ihre Hausaufgaben sorgfältig machten, hatten sie bereits Freizeit zum Spielen. Okay, das Spielen vermisste Leo nicht, Mikado gab es keines und ein „Mensch ärgere dich nicht“ lag herum, irgendwie das Christkind wohl verwirrt gewesen? Sein Bruder 5 Jahre jünger, soll er mit ihm spielen? Wenn Leo von der Schule kam, musste er sofort einkaufen, meist der Greissler schon geschlossen, daher von hinten durch das Stiegenhaus. Alles zu bekommen, was auf dem Zettel stand, war wichtig. Leos Mutter saß bis zu 16 Stunden am Tag an ihrer Industrienähmaschine, um Blusen und Hemden zu fertigen. Leo erhielt von ihr präzise Anweisungen für die Zubereitung des Mittagessens. In der Zwischenzeit musste er seinen kleinen Bruder beschäftigen, dessen Mahlzeit erwärmen, ihn füttern und ins Gitterbett bringen, in der Hoffnung, dass er rasch einschlafen würde. Nach dem Essen war es seine Aufgabe, das Geschirr zu spülen, zu trocknen und aufzuräumen, und oft war es dann bereits dunkel. Aufgaben stehen jetzt nicht an. Zuerst zum nahegelegenen Markt, fürs Abendessen einkaufen, bevor es ganz dunkel wird. Eingekauft musste täglich frisch werden, da es noch keinen Kühlschrank gab.Als er in die vierte Klasse kam, noch keine neun Jahre alt, musste er auch noch Wäsche waschen. Eine Waschmaschine war angeschafft worden, aber diese mit den heutigen nicht zu vergleichen.Diese oben offen, einen Blechdeckel und eine Walze durch die Wäsche gedreht werden musste. Mit einer Holz-Gurkenzange aus dem kochenden Wasser gefischt, eine schweißtreibende Arbeit. Mit aufhängen und einkaufen Leo oft bis spät in die Nacht hinein damit beschäftigt. Und wenn es sich für die Aufgabe so dann nicht mehr ausging? Seine Mutter war bereit, ihm eine Entschuldigung in sein Mitteilungsheft zu schreiben. Die schulischen Leistungen litten zwar darunter, aber Leo ging trotzdem gerne zur Schule. Er so etwas wie einen sechsten Sinn entwickelt, er ahnte, wenn irgendwo etwas nicht in Ordnung war. Der Direktor zuerst mit Leo keine Freude mit seinem Sheriff spielen. Da es aber in der Schule ruhig wurde, sehr ruhig, es auf Leo und seine Streifzüge in den Pausen zurückzuführen war, er dann doch damit einverstanden, Leo die Erlaubnis als einziger, auch fremde Klassen in den Pausen zu betreten. Ja, und die beiden wurden so etwas wie Freunde. War ein langwieriger Prozess und nur durch Leos verinnerlichte Hilfsbereitschaft entstanden. Leo am nahen Markt einkaufen, sah den Herrn Direktor, der eine Einkaufstasche und einen Sack Zwiebel trug. Und dieser Sack rutschte ihn ständig bis zu den Knien, er schob ihn hinauf, nach ein paar Schritte war dieser wieder unten. Leo reagierte blitzschnell, stellte seine Einkaufstasche in das nahe Fischgeschäft und schulterte den Sack Zwiebel. Es war nicht so weit und Leo wurde von der Frau Direktor sehr lieb begrüßt. Sie war gerade dabei, Palatschinken zu machen und Leo kannte das nicht. Er war eingeladen und der Herr Direktor dürfte öfter über den Witsch zu Hause sprechen, denn sie wusste einiges über den Leo, der immer wieder für Ordnung sorgen musste. Leo war zehn Jahre alt, wie er noch einen zweiten Bruder bekam. Mit der Ankunft des Geschwisterchens wuchs auch die Arbeitslast für ihn, und er glaubt, noch heute den Geruch der Windeln zu spüren, die auf dem Herd in einem großen Topf vor sich hin köchelten. Diese Windeln waschen, aufhängen, gehörte sofort zu seiner neuen Aufgabe. Genauso ​das Kochen, wie Reisfleisch, Krautfleisch, Krautfleckerl oder Gulasch, usw. Einen Kilo Zwiebel schälen, uff, standen doch traditionelle Gerichte auf dem Speiseplan. Der Nachmittagsunterricht, mit Turnen, Musik und Zeichnen, hätte ihm gefallen, wurde gestrichen, Leo hatte Wichtigeres zu tun! Stellte sich hinter die Nähmaschine, und die fertig genähten Manschetten oder Ärmeln von den Fäden befreit und umgedreht. 48 Hemden oder Blusen in einen Rucksack packen, mit der Straßenbahn liefern, kassieren und neue Arbeit mitnehmen. Leo ist enormem Stress ausgesetzt, doch das alles ist noch nicht die ganze Wahrheit. In dem Haus, in dem Leo wohnt, gab es einen Stock, tiefer einen Lederschneider. Leo half jeden zweiten, dritten Tag dabei, große Lederballen auszubreiten, die in Bahnen auf einem sechs Meter langen Tisch ausgelegt und mit Schablonen zugeschnitten wurden. Zudem hatte Leo versprochen, nach der Schule und am späten Nachmittag mit Konrad, einem Dackel, Gassi zu gehen, wobei er ihn die drei Stockwerke hinunter und hinauf tragen musste. Weiße Luftschokolade gab es dafür, und zu seinem elften Geburtstag bekam er eine schwarze Lederhose. Ergänzt wurde das Geschenk durch eine schwarze Lederjacke mit einem roten Innenfutter und Reissverschluss Taschen an den Oberarmen. Und das war auch noch nicht alles: Leo lieferte zweimal pro Woche Blusen oder Hemden aus. In einer Ecke des Lagers, wo die Ware übernommen wurde, stand seit längerem ein weißer Stoffballen. Er war mit einer Schnur gebunden und von unten bis zur Mitte gelb-braun verfärbt, einmal nass geworden. Leo fragte den Chef als dieser ihm das Geld für die genähten Hemden auszahlte, ob er den Stoff haben dürfe, um sich weiße Hemden zu machen. Er mühte sich mit den Stoffballen ab, der sehr schwer, doch noch am selben Tag war das erste Hemd fertig von ihm selbst geschneidert und von Mutter genäht. Der Stoff gewaschen und strahlend weiß. Es war aus Baumwolle, mit feinen glänzenden silbernen Streifen. Das Hemd ohne Manschetten und Kragen, Knopf und Knopflöcher musste er verzichten. Stattdessen seitlich mit Bändern und mir Maschen gebunden. Leo wollte keine Knöpfe, denn diese waren meist das Erste, was verloren ging, wenn sich jemand daran festhielt. Leo sich natürlich so gekleidet sich von den anderen Jungs so rundumadum gewaltig unterschied, hellblondes Haar, drei färbige Lederhose, seine weißen Baumwollhemden, ähnlich der Jacken die beim Judo angezogen wurden. Lederjacke mit roten Seiden, Innenfutter und sein nach außen getragenes Selbstwertgefühl. Und er hatte ein Tick, eine Macke, immer wenn wo Schwierigkeiten auftauchten, es zu einer Auseinandersetzung zu kommen schien, es mit reden nicht mehr ging, er seine Jacke auszog und jemanden, zum Aufpassen gab. Und das genügte dann doch meist, dass von der anderen Seite schnell W.O. gegeben wurde. -------------------- 12. Kapitel: Anna, die II. hieß LOVANA -------------------- Anna, die II., hieß Lovana, und Leos zweite Freundin. Leo geht jetzt in der 4. Klasse Volksschule. Die Sommerferien hat er bei seiner Oma verbracht, diese Klofrau am Meißelmarkt, dort eine öffentliche Bedürfnisanstalt. Auch einen Sommer lang in Schönbrunn in solcher ähnlichen WC-Anlage. Eine Seite waren die Türen für Damen, mit Zählwerk, in der Mitte ein Raum mit 1 x 1 Meter für Privates, mit Kochplatte. Hinten hinaus das WC für die Männer. Und Leo erinnert sich, mit einem Jungen, der in der Nähe wohnte, wunderbare Tage verlebt zu haben. Mit dem Roller bis hinauf zur Gloriette und wieder hinab. Und am Meiselmarkt hat er Holzkisten zusammentragen zu einer Sammelstelle und sich die ersten paar Schilling verdient. Und es war Ostern 1961, wie Anna, die II., mit ihrem richtigen Namen „Lovana“, in sein Leben trat. Ihre Mutter war eine Schwedin und hier in Wien mit einem Feuerwehrmann verheiratet. Führte eine Milchverkaufsfiliale einer Molkerei. Und ihre jüngste Tochter hieß Lovana, ein schwedischer Mädchenname und sie bereits 11 Jahre. Die Hausaufgabe war, einen Osterhasen zu zeichnen. Nun, Leo schon ein geübter Zeichner, seit frühester Kindheit jeden Samstag besuchte er mit seinen Eltern den Stemmverein. Ein Gewichtheber Verein, wo die "starken" Männer auf Stangen Gewicht heben. Sein "Erzeuger" einer von den Besten, in Reißen und Drücken. Nur, gab es dort keinen eigenen freien Sessel für Kinder, die alternative, da herumlaufen nicht gerne gesehen wurde, auf der Schoß eines Erwachsenen zu sitzen. Und das passierte auch immer, meistens. Dadurch so auch Leos Abneigung zu den Genussmitteln wie Alkohol und Rauch entstanden. Aber damit Leo beschäftigt ist, hat er oder musste auf Bierblocks zeichnen. Ob Talent oder nur eingeübt, die Häuser hatten gerade Rauchfänge, die Autos Scheinwerfer und Stoßstangen, die Fenster Oberlichten. Für einen Sechsjährigen jedenfalls ungewöhnlich, außergewöhnlich, um bei Leo zu bleiben. Jetzt zeichnet sein Vater ihm einen Hasen vor, Leos Hase war ein Hund mit langen Ohren. Und es war diese fürchterliche Zeit, wo er wegen Leo seinen Beruf wechselte, um Zeit zu haben, um mit ihm zu lernen! Von der Schokoladenfabrik in die Nachtschicht zu einer Molkerei. Plötzlich, von einem Tag auf den anderen war es ihm nicht mehr wurscht, dass sein: "Mei Bau is a Trottel! " Nicht mehr gültig sein sollte, plötzlich genierte er sich für seinen Sohn! Denn Leos Cousine in der ersten Klasse, lauter Einser! Was dann ablief, heute unvorstellbar, man würde ihn vielleicht sogar dafür wegsperren? Wegen Quälen eines Kindes oder so? Leo eine Wunde am Hinterkopf, die nicht mehr zuheilte, durch und von den Knöcheln seines Erzeugers. Heute eine kleine Glatze, geblieben als Andenken, ähnlich einer Tonsur, nur dass diese nicht rund ist. Schuld war dieses SCHRUMM! Von oben nach unten, wie man sagt in der Mundart: eine NUSS!Füllfeder oben angesetzt, wenn es ein M werden sollte, SCHRUMM!Zu weit links oder rechts begonnen; SCHRUMM!Kopf schief gehalten: SCHRUMM! Irgendwann gingen diese Schrumms nicht mehr, weil Leo blutete, so wurden Ohrenschnippel an den Ohrläppchen. Natürlich ging das nicht ohne Tränen, aus Zorn, weil es weh tat? Tropften diese auf das Papier, wurde an dieser Stelle dann auch noch ausradiert, entstand ein Loch. Die Seite wurde herausgerissen und alles noch einmal geschrieben. Das Heft wurde dünner und dünner, bis seine Mutter an der letzten Seite mit der Nähmaschine ein Heft dazu nähte. Und sein "Erzeuger" zeichnet einen vor, einen sitzenden Hasen, mit einer Butte am Rücken, diese voll mit Eiern. Leo zeichne ihn ab, jeden Strich auswendig gelernt. Es gab Quetschungen an den Fingern, weil Leo sich patschert anstellte. Am nächsten Tag gibt Leo seinen Osterhasen ab. Staunen bei der Lehrerin und sie fragt, wer den gezeichnet hat?>Ich! < Glaubte sie nicht, legte ihm ein Papier hin und meint er soll für sie auch so einen Hasen zeichnen.Dieser wurde dann in der Vitrine auf dem Gang aufgehängt. Hatte Leo bisher nur den Ruf als Sheriff, die Mädchen mochten ihn, Jungs um ihn einen Bogen machten, so war er ab jetzt der „Maler“. Und jetzt passiert es! In der nächsten Pause sich das blonde Mädchen, diese sonst eine Reihe vor ihm, er nur ihren Zopf und die bunten Spangen sieht, setzt sich zu ihm. Sie möchte von ihm auch einen Hasen gezeichnet haben. Dabei sie sich nahe kommen, Wange an Wange und diese Wärme an der Wange von einem anderen Menschen zu spüren, kennt Leo so bisher nicht.Probiere es! Halte deine Handfläche ganz knapp an die Wange, nur nicht berühren! Du wirst sofort spüren, was ich meine. Leo, ein Kind, das nicht gerade mit Liebesbezeugungen verwöhnt wurde. Jede liebevolle Zuwendung seiner Mutter musste er sich verdienen. Mit Einkaufen, Essen hinstellen, Geschirr abwaschen, Wäsche aufhängen oder sich zu der Nähmaschine stellen und stundenlang Ärmeln und Manschetten umdrehen. -------------------- 13. Kapitel: Anna, die 3. hieß IRENE -------------------- Anna II., jetzt Leo richtig gehend adaptiert, er wurde für sie "der kleine Bruder", sie ja ein Jahr älter. Jede freie Zeit, die Leo hatte, mit ihr verbrachte, jedoch das war immer nur gestohlene Zeit.   Seine Mutter wollte nicht, dass Lovana zu ihm nach Hause kommt. Die hätte gerne mit Otti, seinen kleinen Bruder gespielt. Und wenn Leo sie besuchte, so unter einer Zeitvorgabe, wie; >Aber nur eine halbe Stunde! komm, ich muss dir etwas zeigen nicht aufstehen, der Raum ist nicht so hoch. -------------------- 14. Kapitel: Anna, die 4. hieß HILDE -------------------- Mit Anna der II. Lovana, Leo, die ganze vierte Klasse und die Sommerferien, bis auf drei Wochen, wo Leo in ein Ferienheim der Kinderfreunde nach Melk musste, zusammen. Nach den Ferien, neue Schule, 1. Hauptschulklasse, B-Zug, ebenso Lovana und Leo wusste, dass sie viel bessere Noten haben könnten, wenn sie nicht absichtlich manche Schularbeiten verhaute. Als die Freundin von Leo? Bei den restlichen Mädels der Klasse die Chefin. Aber nicht nur deshalb, sie, mit dem Klassenvorstand Müller, besonders gut konnte, ganz anders als Leo. Müller in nur "Witz" nannte, ihn aufstehen und stehen ließ, zum Schreiben durfte er sich niedersetzen. Müller ihm bereits zu den Weihnachtsferien ihm ankündigte, er werde sitzen bleiben, das allerdings Leo nur ein Schulterzucken abverlangte. Und so freundlich und süßlich er mit der blonden großen schlanken Lovana sich verstand, so gab es dadurch für Leo keine Pluspunkte, obwohl er von ihrer beider Freundschaft wusste, oder vielleicht gerade deswegen? Und diese Freundschaft, war solch eine Freundschaft, wie es eben auch mit einem Jungen hätte sein können. Aber Freunde hatte Leo keinen. Er hielt sich am liebsten bei den Mädchen auf, hörte ihnen zu, was sie anziehen, was sie mochten und nicht mochten und große Ohren bekam, wem sie nicht mochten. So meinte Müller einmal, "Leo soll sich einen Rock anziehen, das würde besser ins Klassenbild passen!" Und? Das, was er Leo angedroht hatte, zog er durch, mit einer 5 in Deutsch, obwohl in allen anderen Fächer gute Noten, sogar in Englisch eine 3 heiß es nach den Ferien, abschied nehmen von Lovana. Neue Klasse, etwas Gutes, jetzt war Leo nicht mehr der Jüngste. Und Leo bemühte sich die ersten Wochen extrem, besuchte sie zu Hause, doch eines Tages hat Leo nach der Schule ein Déjà-vu. Es stellte sich ihm ein kleines Mädchen entgegen, rotes langes Haar, viele kleine Sommersprossen auf Nase und Wange und helle wasserblaue Pupillen. Klein, zart und sie: >Bist du der Leo? Der Maler?< ›Ja‹ >Sie sagen, du bist mutig?Wer sagt das?Die dich kennen; von der Gilgegasse, dort warst du' so was wie ein Sheriff?Ja, stimmt, warum?< >Mein Bruder will nicht mehr in die Schule gehen, da gibt's 2 Jungs in seiner Klasse, die wollen ausprobieren, ob rote Haare brennen!< >Und wo geht er in die Schule?Gilgegasse, 2 Klasse!Und du willst, dass ich mit den 2 Jungs rede?< >Ja? Dass es aufhört, man sagt auch über dich, dass du noch nie einer Auseinandersetzung aus dem Weg gegangen bist?Ja? Sagt man das? Das stimmt schon, aber auch nicht immer alles gewonnenDu wirst mit denen reden?Doch sicher, wie heißt er? Leo, so wie du!Und du? HildeUnn du? In die 4 a, oben im 3. Stock -------------------- 15. Kapitel: HILDE, Anna, die IV. /2 -------------------- Und Anna, Leos IV. Freundin, war bereits 15, aber sie war so klein und zart, man schätzte sie auf 11/12? Und wie sie von sich selbst behauptet, ein Siebenmonatskind. Und doch bei ihr alles voll entwickelt, alles da, eben nur kleiner. Hilde ein Früchen, eine Frühgeburt, der Grund? Sie waren Zwillinge, und wie sie einige Monate alt waren, wurden sie getrennt. Hilde blieb bei der Mutter, Lisa zum Vater. Und Hildes Mutter stand unter der Obsorge der Fürsorge, mit ihrem Leben nicht zurechtkam und daher blieb eines ihrer Kinder, Hilde, bei ihr, wenn auch die Fürsorge immer wieder Kontrollbesuche machte. Das alles wurde erst viel später bekannt, bei einem Notarbesuch, wo es um die Hinterlassenschaft ihres Opas ging. Dort begegneten sie sich, das erste Mal im Vorzimmer und Leo? Er war dabei, weil? Das auch erklärbar und logisch nachzuvollziehen. Das warum und wieso! Leo ja auf einen ganz bestimmten Frauentyp fixiert. Blonde oder schwarze, auch wenn noch so hübsch, diese nicht so wahrnahm, er war fokussiert und reflektiert, bedingt durch sein Trauma, auf Rothaarige. Seine erste richtige Freundin, Hilde, sie tizianrotes Haar und ihm schlussendlich extreme Herzschmerzen bereitete, er sie bereits vergessen, bis? Zu dem Sonntag, dem 19. Juli 1970. Das Datum steht deshalb zur Verfügung, da Leo am Dienstag den 21. 07. Geburtstag hat und diesen, am Samstag, mit seinen Freundinnen und deren Freunde, in der Flipperhalle im Vergnügungspark vorgefeiert hatte. Es gibt also ein genaues Datum und es sind jetzt etwa fast ziemlich genau 7 Jahre her, als er Hilde, mit der er immerhin ein ganzes Schuljahr, intimste Erfahrungen sammeln konnte und ihm sozusagen das erste Mal, das Herz gebrochen hat, sie küssend im Auto mit einem anderen erwischt. Und Hilde wohl auch in gewisser weiße Schuld, dass Leo erst 14 Jahre später, mit Anna, der 50-zigsten oder so, noch wissen wir es nicht genau, doch am Ende der Geschichte wird es eine Zahl geben. Ja und mit Margit, so hieß sie, alles ist noch abrufbar. Jeder Streit, jede Versöhnung, Leo dermaßen bereit war, es endlich mit dieser großen, alles verschlingenden und alles beiseite wegwischenden, unendlichen großen Liebe zu probieren. Aber kommt alles noch, später! Jetzt zurück, Leo, also 19 Jahre und sie, seine Hilde steht vor ihm, im Kongressbad in der Würstelbox als Verkäuferin. Sie auf diesen "Schmäh", >du i kenn dieDu i kenn die net, aber i brauch Hilfe! -------------------- 16. Kapitel: Über den Leo Wisch -------------------- Ich wurde 1951 in Wien geboren. Verlebte eine schwierige Kindheit und ich war auch ein schwieriges Kind. Hyperaktiv oder er ist ein Autist, würde es heute bezeichnet. Zu meiner Schulzeit war ich einfach nur ein: "ASOZIALES G`FRAST" von meinem Klassenvorstand so bezeichnet. Und für die Klosterschwestern war Leo einfach nur "NICHT NORMAL" War noch keine 18 Jahre, wie ich als Personenschutz für Ingeborg Schaller, sie Angestellte in einem Reisebüro, auf 5 Tage Lignano eingeladen wurde. Ich beschreibe hier jetzt nur eine kurze Sequenz, nur 42 Tage im ganz normalen Ausnahmezustand, wie eben mein Leben war. Ihr erfährt wie ich dicke, was ich über lieben und die Liebe denke, dazwischen immer wieder kurze Rückblenden oder auch Ausflüge in die Zukunft, wie ich mein Leben meisterte. Die Story: 42 days holiday in Lignano, (42 Tage Liebes-Abenteuer Urlaub in Lignano)Eine Nacherzählung und eine Erfahrung, die nur einem wie mir, dem Leo zustoßen konnte, den andere? Hätten sich in solche Situationen nie verwickeln lassen. Ein Foto von mir, wie ich 20 Jahre alt war. Blond, ein fescher Aufreißer Typ, kam ich wo hinein, erhielt ich einen 2. und auch 3, Blick, von beiderlei Geschlechter. Wenn ihr wollt? Facebook Es geht um eine Zeit, 1969, in der die meisten von euch noch nicht geboren waren, die Zeit des legendären Woodstock-Musikfestivals, Armstrong als erster Mensch am Mond, über Sexpartys oder Orgien, die man privat organisierte, Freizügigkeit und transparente Blusen. Nehmt euch die Zeit, ich berichte über von mir erlebtes. Sich lieben und fühlen, ohne falscher Moral. Es geht um Penetration, Verhütung, was ein absolutes NO-GO ist und worauf aufzupassen ist. Hygiene allgemein, falsche Versprechungen, sich selbst treu bleiben und das Leben positiv sehen, auch wenn es gerade gar nicht gut läuft. Erzähle über den Unterschied zwischen den Körper der Frau und des Mannes, nicht anatomisch, sondern sexuell. Wissenswert für Männer, um beim weiblichen Geschlecht, ohne gleich die Hose herunterzulassen, zu punkten. Denn! Nicht je tiefer und schneller ist das UM und AUF, nein, es genügt bereits ein einziger Finger, um einer Frau einen Höhepunkt zu verschaffen. Natürlich jetzt wichtig zu wissen, WO? Und das Wie? Und alles ist möglich, alles ist erlaubt, wenn es dafür eine Gemeinsamkeit gibt. ABER! ACHTUNG! EIN NEIN ODER AUS ist auch ein Nein!, und AUS!, da gibt es auch nichts falsch zu verstehen! Also, lesen und lernen aus meinen Lebenserfahrungen, dem Leo Witsch. Vorschau Kapitel 3: eine Kapitelübersicht Vorschau Kapitel 4: 1. Tag Anreise - Lignano 1. TAG Reiste mit dem Zug an und traf eine schlimme Fehlentscheidung: Anstatt noch die Toilette im Zug zu benutzen, wartete ich bis zum Bahnhof Latisana. Dort allerdings, für mich ein großer Kulturschock – öffnet die Tür des WCs und sah nur ein Loch im Boden, an beide Seiten ein Griff an der Wand. Mein erster Gedanke war natürlich, Vandalismus, doch auch die nächste Toilette war identisch. ******************** Am 5.12.2024 um 20:15 von derLeowitsch auf StoryHub veröffentlicht (https://storyhub.de/?s=XZooQ) ********************