Sein oder nicht sein

Kurzbeschreibung:
Ich führe hier in zwei kurzen Kapiteln eine Argumentation mit mir selbst, über die Existenz. Und dass einfach nur weil mir gerade langweilig ist. Ich gebe auch zu, dass ich mir manchmal selbst unheimlich bin.

Am 20.8.2019 um 17:15 von Leon auf StoryHub veröffentlicht

1. Kapitel: Sein

Allein die Tatsache, dass ich das hier schreibe sollt Beweis genug sein für meine Existenz. Aber dies soll keine Behauptung werden, sonder eine Argumentation. Eine Argumentation für den Beweis meiner Existenz.

Durch das Erschaffen von Dingen hinterlassen wir Spuren in dieser Welt welch nicht nur uns selbst, sonder auch Andere von unserer Existenz überzeugen. Sei dies dadurch das wir etwas das bereits existiert physikalisch verändern oder durch das Erschaffen von Erinnerung und Gefühlen im Bewusstsein einer Anderen Person, womit wir psychischen Einfluss auf unsere Umwelt ausüben. Wir verändern unsere Umwelt durch unsere blosse Anwesenheit. Es sei dahingestellt ob wir tote Materie physikalisch verändern, oder ob sich ein aktives Bewusstsein durch unsere Anwesenheit entsprechen verhält. Dies sind physikalisch Beweise für die eigene Existenz welche wir messen können. So gesehen bestätigen wir uns gegenseitig.

Ein weiterer Beweis für die Eigene Existenz ist das Bewusstsein sein. Bewusstsein bedeutet hierbei nur, dass man sich seiner eigenen Existenz bewusst ist. Obwohl ich meine Umgebung vermeintlich physikalisch beeinflussen kann, kann ich mir doch über deren Existenz niemals sicher sein. Jeder hatte sicherlich schon einen Traum der so realistisch wirkte, dass er nach dem Aufwachen erstmal ein paar Minuten Zeit brauchte um Traum wieder von der Realität zu trennen. So könnte ich auch in eben diesem Moment träumen oder vielleicht träumst auch du von diesem Text den du jetzt liest. Nicht abschreiten jedoch kann man, dass Informationen existieren welche von einem Bewusstsein verarbeitet werden und zur Annahme führen das du diesen Text liest, den ich geschrieben habe. Da ich über ein Zustand nur solange sicher sein kann dass er existiert, solange ich ihn wahrnehmen oder beobachte, kann ich schlecht eine Aussage über die Existenz meiner Umwelt machen, solange ich sie nicht dauerhaft bewusst wahrnehmen. Allerdings stelle ich hiermit das der Gedanke an diesen Text, oder das was wir Gedanke nennen, existiert und somit auch ein Bewusstsein, welches sich mit diesem befasst.

2. Kapitel: Nicht Sein

Wie ich bereits im vorangegangenen Kapitel ausgeführt habe, kann man sich der Existenz seiner Umwelt nicht sicher sein. Bleibt also nur noch zu widerlegen, dass ein Bewusstsein existiert. Eine vom Film Matrix angefeuerte Theorie ist, dass das uns bekannte Universum nur eine komplexe Computersimulation ist. Doch wen wir weiter denken, kann man ebensogut davon ausgehen, dass unser Bewusstsein einfach nur eine weitere Simulation ist. Eine Simulation von intelligentem Leben. Was, da musst du mir zustimmen, keine so abwegige Theorie ist. Allerdings würde in diesem Fall immer noch so etwas wie ein Bewusstsein existieren.

Nehmen wir also an, unser Universum existiert. Natürlich nur rein hypothetisch und zu Zwecken einer besseren Visualisierung. Was machen unsere Gedanken und damit unser Bewusstsein, sofern dieses Existiert, überhaupt aus? Rein wissenschaftlich sind es mehr oder weniger zufällig elektronische Entladungen in in unserem Gehirn. Ganz ähnlich wie bei einer Gewitterwolke. Nur das eine Gewitterwolke weder Gedanken noch ein Bewusstsein hat. So zufällig wie unsere Entladungen, ist unsere ganze Existenz. Alles was uns ausmacht, besteht aus kaum nachweisbaren Elementarteilchen, welche zufällig zur richtigen Zeit am richtigen Ort waren. Wer wagt es angesichts dessen zu Glauben, dass so etwas wie ein Bewusstsein existiert?

 

3. Kapitel: Selbstkritik

Wer mir bis hierhin folgen konnte, oder zumindest Mitgelesen hat, dem mag aufgefallen sein, dass das erste Kapitel hauptsächlich ein philosophischer Text über die Anschauung der Welt ist. Des weiteren, mag dir die schlampige Argumentation im zweiten Kapitel ins Auge gestochen sein. Teilweise nicht existente Beweise und an den Haaren herbeigezogene Argumente dienen dazu, den Leser zu verwirren und ihn davon zu überzeugen, dass das Geschrieben war sein muss. Eine heute leider viel zu oft verwendete Technik, welche oft in der Politik wieder gefunden werden kann. Über das Thema nachzudenken und sich eine eigene Meinung zu bilden, sei nun dir überlassen.

4. Kapitel: Schlussplädoyer

Nachdem ich nun philosophiert, argumentiert und Kritisiert habe, soll dieses Kapitel ein wenig der Verteidigung meiner Person dienen. Ich möchte nicht, dass du jetzt schlecht von mir denkst. Aufgrund meiner temporären Unterbeschäftigung, habe ich in einem seltsamen Anfall von Kreativität diesen Text geschrieben. Wenn du bis hierher gekommen bist, möchte ich mich erstens ehrlich Entschuldigung und zweitens dir herzlich danken, dafür dass du dir die Zeit genommen hasst meinen Text zu lesen. Wenn du dabei auch noch Spass hattest, empfehle ich dir ein Gedankenspiel.

Lies die zwei ersten Kapitel zwei Mal. Einmal nimmst du an, dass alles was da steht war ist. Danach denkst du darüber nach, liest sie nochmal und gehst davon aus, dass alles Gelogen is und das exakte Gegenteil zutrifft.

( Frag nicht. Mit solchen sachen vertreibe ich mir die Zeit wen mir Langweilig ist)

Viel Spass

Autorennotiz:
Ich führe hier in zwei kurzen Kapiteln eine Argumentation mit mir selbst, über die Existenz. Und dass einfach nur weil mir gerade langweilig ist. Ich gebe auch zu, dass ich mir manchmal selbst unheimlich bin.