******************** Qi-Quickie und mythische Intimität von Teichmann ******************** Das war kein gewöhnliches Begehren. Es war ein Echo aus früherem Leben - oder ein Versprechen, das die Zukunft gab. Ein kosmischer Strom der Lust drohte mich zu zerreißen ... ich erzähle dir die Geschichte als düster-modernes Märchen, in dem sich Mythen, Begierde und intellektuelle Obsession verweben. „Zieh deinen BH aus und gib ihn mir“, verlangt Anson. Nana sieht sich um. Das Publikum konzentriert sie auf die Autorin. Nana befreit ihren Busen von den Halbschalen. Es ist ein Kunststück, erlernt und perfektioniert in Schwimmbädern und Turnhallen. Anson nimmt ihr das Stück ab und hält es sich andächtig unter die Nase. Natürlich bleibt das nicht unbemerkt, Anson scheint es egal zu sein. Seine rechte Hand fährt Nanas Schulterrelief ab. Die Hand gleitet über die Schlüsselbeine und unterstreicht Nanas Kinn. Sag, dass du mich liebst. Dass du mit mir zusammenbleiben und eine Familie gründen willst. Dass du jede Nacht bei mir liegen wirst, bis dass der Tod uns scheidet. Nana gebietet Anson keinen Einhalt, sich jeder Zustimmung gleichwohl enthaltend. Anson kommt in Frage, wie andere auch. Mehr lässt sich im Augenblick nicht sagen: das ist Nanas Standpunkt. Sie blendet die Umgebung aus. Ansons Hände besuchen ihren Busen, legen die Knospen frei und stimulieren die Spitzen. Nana stöhnt auf. In diesem Augenblick erwacht sie. Sie ist allein zuhause auf dem Sofa eingeschlafen und hat das alles nur geträumt. Enttäuschung beschleicht sie. Gleichwohl sind die Nippel bretthart und sie spürt das Ziehen im Unterleib. Unwillkürlich berührt sie sich selbst. In ihrer Phantasie …   Sie wirft noch einen flüchtigen Blick in den Spiegel und schwirrt dann ab. Auf dem Fahrrad fährt sie zur Uni.     Ah, ... ich liebe diese Szene mit dem sinnlichen Kuss im lichten Moment der beiden...!“ M. * „Eine märchenhaft schöne Szene ist das, lieber .... 'Qi ist Liebe in Bewegung'.“ M. Während das erste Tageslicht feindlich durch Ritzen rann und sich einer müden Gemeinschaft aufzwang, blieb Nana noch in einem beinah transzendentalen Rausch. Sie schwankte zwischen Ekstase und Erlösung - und zwar immer noch nach der Agenda einer Techno-Diktatur, die sich in den Körpern und Seelen der abgerockten Pilgerinnen herrschaftlich auswirkte. Endlich zog sie sich in eine Lounge-Ecke zurück. Sie verkroch sich in einem kolossalen Fauteuil, vor hundert Jahren gebaut für die Ewigkeit. Die Absonderungen schweißnasser Haut so wie schaler Parfumarmomen unterlegten sich Nanas Reflexionen der vorangegangenen Stunden. Sie vernahm seine Stimme, Anson hatte sie gefunden. Das Timbre genügte, um Nana klarzumachen, dass sie noch immer vor Verlangen glühte. Der Club hatte sich geleert, nur noch ein paar sinnlos krasse Mad-Max-Verschnitte irrlichterten auf der Tanzfläche. Anson half Nana auf und führte sie in eine sakrale Stille. Da erst fiel ihr auf, wie lange sie schon einen Moment der Ruhe entbehrte. Die Körper fanden zueinander in ewiger Zwiesprache. ******************** Am 10.2.2026 um 10:27 von Teichmann auf StoryHub veröffentlicht (https://storyhub.de/?s=P3Eii) ********************