Ein Werk für die Katz

Kurzbeschreibung:

Am 12.1.2021 um 20:43 von RhodaSchwarzhaar auf StoryHub veröffentlicht

Der Tatort war ein Zimmer. Eines, das unter stärkster Verwüstung wohl mal ein Arbeitszimmer gewesen war. Objekte, die nicht zweigeteilt waren, zeugten mit einem Loch von einem immensen Faustschlag mitten durch.

So auch ein Flachbildschirm von einem Computer. Offenbar hatte jemand mit viel Wut durch das verhasste Teil hindurchgeschlagen, am Boden die dazugehörige Tastatur zertreten. Jemand hatte ganz offensichtlich vor Wut gekocht.

Warum, fragte er sich. Der Großteil des Hasses hatte sich auf Tastatur und Bildschirm abgelegt. Nicht unbedingt sah der Raum selbst deswegen besser aus.

Mit einem großen Schritt stieg er über Teile eines Stuhles drüber. Fast rutsche er dabei auf einem Holzbrett aus, welches vermutlich zu einem Möbelstück aus diesem Raum gehört hatte.

Penibel genau achtete er darauf, nichts zu ändern. Dennoch war er sich sicher eine Antwort in dem Überrest eines PC zu finden.

Der Rechner unten am Boden sah bis auf ein paar Dellen ganz gut aus. Es lag nahe, das der Verursacher oder die Verursacherin dagegen getreten hatte.

Gab es hier vielleicht etwas zu vernichten? Was würde er wohl finden? Während er sich Einsicht verschaffte, ging sein Puls hoch. Bereits ging er vom Schlimmsten aus. Hier war schließlich eine Menge Gewalt geschehen.

Nach schier unerträglicher Wartezeit stand es plötzlich da. Ein Dokument konnte nicht wieder hergestellt werden. So schien es recht klar. Es war die Autorin selbst, die derart ausgerastet war. Ihre Arbeit war für die Katz gewesen.