******************** Von Liebe sagte er kein Wort von Antigone ******************** ++++++++++++++++++++ Kurzbeschreibung ++++++++++++++++++++ Ein Mann und eine Frau begegnen einander auf erotischer Ebene. Den Mann, den Irma im Volksgarten beim Tanzen kennengelernt hatte, sah sie am nächsten Tag wieder. Auf dem Weg zum Rendezvous war sie aufgeregt. Das traumhafte Tanzerlebnis war etwas in die Ferne gerückt. Ein unbestimmtes Angstgefühl begleitete sie. Sie hatten ein Treffen für 15Uhr im Volksgarten-Café vereinbart. Er saß schon da und wartete auf sie. Irma nahm ihm gegenüber Platz. Da war Schweigen zwischen dem Mann und der Frau. Verlegenheit. Er fragte sie, was sie trinken wolle. Eiskaffee. Sie hatte Lust auf Eiskaffee. Der Mann bestellte. Das Getränk wurde serviert. Durch eine ungeschickte Bewegung ihrerseits fiel das Glas um. Der ganze Inhalt breitete sich auf dem Tisch aus. Es war ihr sehr peinlich. Die Serviererin brachte schnell alles wieder in Ordnung. Irmas Begleiter versuchte sie mit dem Satz „Das kommt in den besten Familien vor.“ zu trösten. Er schlug vor, einen Ausflug in den Wiener Wald zu machen. Es war ein wunderschöner Frühsommertag im Mai, geschaffen für eine derartige Unternehmung. Irma war einverstanden. Er zahlte, sie gingen zu seinem Auto. Er hatte ein schickes gelbes Auto. Etwas mulmig war ihr schon, stieg sie doch zu einem fremden Mann ins Auto, was ihr ihre Mutter eindringlich verboten hatte. Aber ihre Abenteuerlust war stärker. Sie fuhren los. Unterwegs fragte er sie, ob sie damit einverstanden sei, kurz bei seiner Wohnung vorbeizuschauen. Er wolle irgendwelche Kleidung holen. Nein, im Auto solle sie nicht warten, sie könne ruhig mitkommen. Ihr wurde noch unheimlicher. Mit einem fremden Mann in eine fremde Wohnung gehen. Noch schlimmer. Aber sie machte es. Und dann waren sie in seiner Wohnung. Irma war beeindruckt. Es war ein wunderschönes Appartement mit Balkon und herrlicher Aussicht. Das sanfte Licht der Nachmittagssonne fiel in den Raum. Er gab ihr ein alkoholfreies Getränk. Dann drückte er sie auf sein schickes Sofa und begann sie vorsichtig auszuziehen. Von Liebe sagte er kein Wort. Irma landete auf dem Boden der Realität. Er wollte Sex. Sie wollte Liebe. Die große umfassende romantische ewige Liebe über den Tod hinaus und nicht den kurzen Rausch hormoneller Explosionen männlicher Sexualität. Er hätte sie vergewaltigen können. Sie war allein mit ihm in seiner Wohnung. Ausgeliefert. Halb hatte er sie schon entkleidet. Ihr Körper wollte nicht, leistete Widerstand, wollte kein kurzes sexuelles Abenteuer, um dann wieder fallen gelassen zu werden. Es fehlte die emotionale Nähe, die innere Verbundenheit. Sie fühlte sich reduziert auf ein Objekt der sexuellen männlichen Begierde. Reden konnte sie nicht darüber. Ihr Körper drückte es aus. Der Mann merkte es, ließ von ihr ab, sie kleidete sich wieder an. Sie fuhren in den Wienerwald, gingen spazieren. Hoffte, dort ihren Widerstand zu brechen. Emotionale Nähe entstand nicht. Irgendwann brachte er Irma zum Studentinnenheim, wo sie damals wohnte. Im Auto noch ein letzter Versuch, ihr körperlich näherzukommen. Von Liebe sagte er kein Wort.       ******************** Am 5.7.2026 um 19:47 von Antigone auf StoryHub veröffentlicht (https://storyhub.de/?s=2cAfs) ********************