Alle tausend Jahr (2011)

Kurzbeschreibung:
Dieses Gedicht entstand in einer Nacht, in welcher der Mond so nah an der Erde war, wie es angeblich nur alle eintausend Jahre der Fall sei. Davon fasziniert schrieb ich dieses Gedicht.
Aus aktueller Sicht verbirgt sich in den Zeilen eine gewisse Ironie...

Am 19.1.2017 um 8:39 von Leunir auf StoryHub veröffentlicht

Es ist wahr
du machst dich rar
trittst nur alle tausend Jahr
so nah an mich heran

O, himmlische Lichtgestalt
dein Schein ist so eisig kalt
und doch so verführerisch und frisch wie des Meeres Gischt
So wird mir klar: auch mich hat's erwischt!

Ich will dich greifen, will dich fassen
Wie ist mir?
Kann nicht lügen, kann nicht hassen
Heb mich zu dir!

Mein Herz, meine Seele fleht
im stummen Gebet
Ein Klagelied wird es sein
denn mir wird klar: Ich bin so klein!

Bin nicht, vergänglich gar!
Ich will nicht verenden auf des Erden Grund
und dann nie gewesen
Dies machst du mir klar!

Ich will sein wie du
hell und ewig da
die Jahrtausende erleben
für immer mit dir im Dunkeln schweben

Doch du bist du
und ich bin ich
du bist da
und ich bin hier
du bist die Zeit
und ich ihr Sklave

Autorennotiz:
Dieses Gedicht entstand in einer Nacht, in welcher der Mond so nah an der Erde war, wie es angeblich nur alle eintausend Jahre der Fall sei. Davon fasziniert schrieb ich dieses Gedicht.
Aus aktueller Sicht verbirgt sich in den Zeilen eine gewisse Ironie...