die, meine LIEBESHÖHLE

Am 29.9.2020 um 22:25 von LEOWITSCH auf StoryHub veröffentlicht

Oktober 1966

Ich 15 Jahre. Das erste Lehrjahr gerade begonnen, von Niederösterreich nach Wien übersiedelt. Alleine!

Weg von zu Hause, in eine neue Firma, ein neues Leben.

Als Platzwartsohn, auf einem Fußballplatz zu Hause, hatte ich keine Wochenenden. Tornetze rauf und runter, mit dem Kalkwagen Linien ziehen und, und, und.


Noch dazu war ich mit der Tochter des Chefs leiert, die weiter in die Schule gehen musste, da der polytechnische Lehrgang neu eingeführt wurde. Sie jetzt depressiv, da in der Schule auf einmal sehr schlecht, gerade noch die Klassenbeste in der Dorfschule nun zwischen vier und fünf.

Es war eine Zimmerküche, Kabinett Wohnung im 10. Bezirk. Im erstem Stock, ein Altbau, WC am Gang und möbliert mit Omama Möbeln.


Ein Jahr lebte ich damit und sechs Monate dauerte der Umbau. Ich Elektriker Lehrling im 2. Lehrjahr.

Auch Aufpasser MO.-FR. von 18 bis 21/22Uhr, in einer Flipperhalle, reparierte Flipper, wechselte Geld und bekam dafür 100 Schilling pro Tag. Wären heute umgerechnet 10 €uro aber damals war die Lehrlingsentschädigung für die ganze Woche 167,00 Schilling!


Geld war also da und auch jede Menge Mädels, die vor diesen Geräten (Flipper) standen. Ich meine Kassetten und meine Hitparade spielte. Es wurde von den Girls gut angenommen, sie vor dem Flipper sich weg SCHÄCKTEN, es wurden immer mehr und sie zogen Jungs an, die wiederum sich nicht Lumpen ließen und ordentlich die Automaten fütterten.

Das Geschäft zog ordentlich an, ich wurde zum Flippi, ein Künstler auf den Geräten.

Wegen meiner Wohnung daher nur so in der Glaskabine, diese war etwas erhöht, um Überblick zu haben, ich an und für sich dort saß, um Geld zu wechseln, am Boden liegen musste, wenn ich, oder sie, wir uns was Gutes tun wollten. Das musste anders werden.


Das Gangkabinett wurde ein Bad/WC, mit großem verfliesten Duschbereich, mit Haltegriffe und Wandsessel und Infrarot Heizung. Ein extra großer 150 Liter Warmwasserboiler um genügend Warmwasser zu haben, der wurde aber erst von mir einige Monate später erneuert da der seinerzeit 50 Liter Boiler nicht reichte, ich meist zum Kaltduscher mutierte.


Die Küche abgeteilt, ein größeres Vorzimmer und nur kleine Kochzeile, mehr zum Wärmen als zum Kochen.


Dann mein Zimmer, das wurde immer bewundert:
Als erster ich einen Zwischenboden in der Höhe der Fensterbretter über die Hälfte des Raumes einzog. Drei Stufen gab es, zum hochsteigen und zum Sitzen. Oben eine Sitzbank, einen Wandverbau. Auch einen Fernseher, auf drehbarer Platte um von der Bank zum schauen und vom Bett.


Das Bett etwas besonders, mit einem Motor konnte ich es aus dem Zwischenboden hervorholen, ebenso wieder hineinziehen. Ein normales Doppelbett, auf Räder.

War es innen so war da eine Tanzfläche, der Boden aus Nirosta Blech, an der Wand Spiegeln. Auf der anderen Seite eine Bar, mit der Musikanlage, Plattenspieler und die Schallplatten, 2 Barhocker und an der Wand einige Getränke und Gläser. Indirekte Beleuchtung wie das Schwarzlicht, wo alles Weiße so herrlich leuchtete.


Die großen Kastenfenster hatte ich bei den Oberlichten durchgeschnitten und so zwei Balkontüren geschaffen, natürlich mit einem stabilen Geländer davor.


Kühlschrank immer kontrolliert und gut bestückt, immer genug da um ordentlich zu zweit frühstücken zu können.


In den Jahren 1968 bis 69 würde ich sagen, ca. Dreißig vielleicht auch mehr, Mädels/ Frauen hier übernachteten. Es auch kompliziert werden konnte, da ich überraschend Besuch bekam, obwohl ich bereits Besuch hatte. Nicht nur kompliziert es auch laut wurde, wenn sich die beiden kannten!

Aber es Situationen gab, wo ich diese nicht mehr wegschicken mochte, konnte, so wir auch Nächte zu dritt verbrachten. Und eine Dorli auch für ihresgleichen etwas Sympathie verspürte, wir es eine ganze weile so zu dritt praktizierten.


Fassen wir zusammen: interessanten Job! Geputztes Hochglanz poliertes KTM Pony II. Immer korrekt gekleidet. Tolle Wohnung und ich?
Nein, ich war jetzt kein besonders fescher JUNGE! Hatte eine eingeschlagene Nase, mein Profil gab nicht viel her, also es gab schon viele wesentlich feschere um mich herum, aber es war meine gerade Haltung, meine Schultern, die immer oben waren, der Kopf, der nach vorne ging, wenn es wo Trubels gab, ich mich dazwischen drängte, auch austeilte, wenn es erforderlich war, immer in erster Reihe Stand und vor allem:
Die stille Post unter den Mädels sehr gut funktionierte. Wurde erst einmal über erlebtes mit mir getuschelt, war ich interessant, die Sonnyboys abgemeldet.
Daher? Alles muss zusammen passen, passt es bei dir nicht so arbeite daran!