Neo Dark

Kurzbeschreibung:
Dies ist sowohl meine erste Geschchte hier auf der Plattforn und überhaupt. Über ein bisschen Feedback würde ich mich Freuen. Viel Spaß beim Lesen.
Liebe Grüße Moyumon.

Autorennotiz:
Dies ist sowohl meine erste Geschchte hier auf der Plattforn und überhaupt. Über ein bisschen Feedback würde ich mich Freuen. Viel Spaß beim Lesen.
Liebe Grüße Moyumon.

Am 8.4.2020 um 22:37 von WantedMoyumon auf StoryHub veröffentlicht

„Uff. Die ersten zwei Wochen die ich hier bin, vergingen wie im Flug.“ Chris guckte sich in seinem noch spärlich eingerichteten Zimmer um. Beige Umzugskartons schmückten das kleine Zimmer und bildeten ein Labyrinth hin zum großen Fenster, durch das, das Bett auf dem Chris saß belichtet wurde. Neben seinen Bett war das einzige andere Möbelstück ein kleiner Schreibtisch, auf dem ein Bilderrahmen stand. Im Gegensatz zu der Umgebung befand er sich ordentlich und poliert auf der Mitte des Schreibtisches. 
„Ich seh es schon vor mir. Ein bisschen renovieren hier, ein bisschen renovieren dort und es sieht hier doch gleich viel wohnlicher aus.“ Die Worte seines Vaters wanderten durch seinen Kopf, als sein Blick weiter  durch sein Zimmer zog. Als sein Blick auf das Fenster fiel, beschloss er auf zu stehen. Chris ging zum Fenster, vorbei an Mauern aus Karton. Am Schreibtisch blieb er kurz stehen, betrachtete das Bild, balte seine rechte Faust und ging weiter zum Fenster. Es war ein schöner Tag in New Dawn City. Die Menschenmassen auf dem Gehweg, vor seiner Wohnung, waren heute überschaulicher als an den anderen Tagen und die Sonne schien noch nicht am Höhepunkt ihres Siegesmarsches zu sein. An der Hauswand, schräg gegenüber von seinem Fenster, erstreckte sich ein großer Bildschirm. „Beat the best. Be the best. Happiness Flair IX.“ Die flackernde Schrift lenkte fast von dem eigentlichen Sneaker ab, der hier beworben wurde. Den Rest des Ausblickes zierten farbenfrohe Mehrfamilienhäuser mit großen Fenstern, die Abends von außen auch als Werbeplätze fungierten. Momentan sind es aber nur normale Fenster. 
„Christian? Komm mal kurz.“ 
Die Stimme seines Vaters riss ihn aus seinen Gedanken. „Bin auf dem Weg.“
Rief er seinem Vater entgegen und machte sich auf dem weg ins Arbeitszimmer. Ein bebrillter älterer Herr im blauen Hemd und grauer Jeans saß an einem metallenen Schreibtisch. Vor ihm ein kegelförmiger Lautsprecher. 
„Ich hab uns einen neuen Assistenten besorgt und ich wollte ihn mit dir zusammen einrichten.“ 
„Ich hätte ihn ja lieber in Schwarz geholt, aber nun gut. Lass ihn uns einrichten.“ 
Chris ging, während er das von sich gab, zum Schreibtisch und setzte sich auf einen Stapel Kisten, die neben ihm standen. Er nahm sich den Kegel und drückte auf einen Schalter an der Unterseite. Eine sanfte Frauenstimme ertönte.
»Ohayou Gozaimasu. Ich bin Astra ihr persönlicher Home Assistant aus dem Hause CyberCave. Um eine grundlegende Zusammenarbeit zu gewährleisten möchte ich ihnen ein paar Fragen stellen. 
Frage eins. Für wie viele Personen soll ich eingerichtet werden?«
Chris und sein Vater schauten sich gegenseitig an. Dann sprach Chris: „Zwei. Chris und Nethan.“
»Verstanden. Konnichiwa Chris und Nethan. Haben sie noch andere Geräte aus dem Hause CyberCare oder speziell von CyberCave?«
„Unser Staubsaugroboter, der Badewannenspiegel, der Kühlschrank und der Fernseher...“ 
„Und mein Computer.“ fiehl Nethan seinem Sohn ins Wort. 
»Verstanden. Suche nach Staubsauger-Roboter, Badewannenspiegel, Kühlschrank, Fernseher und PC in der Nähe.«
Ein kleines Hologram erschien aus der Spitze des Kegels. 
»Bitte wählen sie die gewünschten Geräte aus.«
Nethan drückte auf die entsprechenden Geräte und bestätigte seine Eingabe. Sofort verschwand das Hologram und eine kleine Melodie bestehend aus drei Tönen erschien. 
„Das ging... schnell. Währe es für dich okay, wenn du den Rest der Einrichtung alleine machst? Ich wollte heute nochmal raus.“ 
Dabei stand Chris auf und drehte sich mit dem Oberkörper zur gläsernen Tür. 
„Was willst du denn machen, mein Lieber?“ 
Seine linke Augenbraue erhob sich  gen Himmel. 
„Nichts besonderes. Rachel wollte mir noch ein bisschen die Stadt zeigen.“
„Okay. Hau schon ab. Aber mach nicht zu lange. Ich koch später noch oder versuch es zumindest.“
„Kannst auf mich zählen.“ 
Chris verließ das Zimmer und spurtete in sein Labyrinth an Kisten. Er schnappte sich seinen schwarz orangenen Rucksack, seine Kopfhörer und sein H-Phone und verschwand aus der Haustür. Draußen angekommen rempelten ihn zwei gut gekleidete Leute an. 
„Pass doch auf!“ 
Chris versuchte nicht mal mehr sich zu entschuldigen. Es ist schon fast eine Art Ritual geworden, beim verlassen des Hauses angerempelt zu werden. Er zieht sie Kopfhörer auf und startet seine Musik. 
»Soundprove OE werden gestartet. Was möchtest du hören?«
Chris Gedankenimpulse reichen um seine Playlist zu starten. 
»Spiele die Playlist: Mister Farenheit.« 
Mit schnellen Schritten sauste er an den es ihm gleich machenenden Mitmenschen vorbei, Richtung Zentrum. Um so näher er dem Zentrum kam, um so zahlreicher werden die verschieden Bildschirme mit leuchtenden und penetranten Werbebotschaften.
„Be yourself. Be happy. Der neue Eyeliner von Happymax. Jetzt mit 10% weniger Tierversuchen.“
Chris betrat nun einen großen offenen Platz. In der Mitte thronte ein großer Brunnen. Dort wollten sich Chris und Rachel treffen. Dort angekommen setzte er sich an den Rand des Brunnen. Mit einem druck auf die Seite seiner Kopfhörer aktivierte er die Suchfunktion seiner Kopfhörer und der nächste Gedanke änderte seine Playlist. 
»Spiele die Playlist: DMT
Während er wartete wanderten seine Blicke über den Platz. Überall bildeten scharen an Menschen Schlangen an den Läden. Zwei Personen prügelten sich vor einem der zwei Cyberhealh Store scheinbar um das letzte Techband Pro. Ein großgewachsener Mann schlug dabei seinen Kontrahenten so fest ins Gesicht, dass dieser zu Boden ging. Blut tropfte nun auf sein weißes Hemd.
Chris war anscheinend der einzige der den Kampf im mitten des Platzes mitbekam und eilte zum verwundeten. 
„Hören sie auf damit!“  Chris stellte sich zwischen die beiden, als der Mann noch mal zum Schlag ausholte. 
„Verpiss dich kleiner. Das geht dich nichts an. Das ist Erwachsenen Zeug.“
Er packte Chris und drückte ihn mit einer härte zurück, so dass dieser erst in zwei bis drei Meter zu Boden ging.
Der Hemdträger versuchte sich aufzurappeln doch bekam einen tritt in die Seite und ging erneut zu Boden. Chris traute seinen Augen nicht. Er rappelte sich auf, nahm seinen Mut zusammen und ging noch mal auf den Mann zu. Dieser war gerade dabei dem anderen nun blutenden Mann die Verpackung mit dem technischen Gerät zu entwenden. 
„Jetzt beklauen sie ihn noch?“
„Beklauen? Ich hab's gewonnen. Ganz klar.“ er ging zu einer Person, die starr auf den blutenden Mann guckte. Die Personen neben ihr gingen ein paar Schritte zurück. Mit der blutverschmierten Hand zeigte er auf die Person. 
„Du hast doch gesehen, dass ich ganz klar gewonnen habe. Oder nicht?“ 
„Äh ich... Ich hab gar nichts gesehen.“
„Aber du.“ er zeigte auf einen schickgekleideten Mann mit Koffer in der Hand. „Du hast gesehen, dass ich klar gewonnen habe.“
Auch er fing an ein bisschen zu stottern.
„D-Das... stimmt.“
„Na siehst du kleiner? So läuft das hier im Großstadtdschungel.“ 
Er gab dem feingekleideten Mann noch einen Schulterklopfer und verließ anschließend den Platz. 
Noch immer geschockt stand Chris vor dem Mann. Doch dann konnte er sich fangen und half dem Mann hoch. Blut tropfte auf Chris Hoody. Als beide wieder standen gingen sie ein paar Meter.
„Wissen sie wo in der Nähe eine Wache ist?“
„Danke Junge, aber lass mich jetzt einfach nach Hause gehen. Es hat keinen Zweck jetzt irgendwas zu unternehmen. Ich will jetzt einfach nach Hause und meiner Frau sagen, dass wir ein anderes Geschenk für unsere Tochter brauchen.“
„Aber... A-Aber... es gibt immer Hoffnung. Vielleicht bekommen sie ihr Geschenk wieder.“
„Gib es auf. Hier nicht.“
Der Mann löste sich von der Stütze, hielt sich die Rippen und ging in eine der Seitengassen.
Chris ging kopfschüttelnd zurück zum Brunnen. Erst jetzt bemerkte er, dass er beim Sturz seine Kopfhörer verloren hatte. Etwas panisch suchte er den Platz ab und fand ein paar Meter neben seinen Aufprallort seine Kopfhörer wieder. Als er sie aufhob merkte er, dass Leute auf seine Kopfhörer getreten sind und nun seine Halterung verbogen war. 
„Zumindest funktionieren sie noch.“ dachte er sich und nahm wieder Platz am Brunnen. Er schaute auf sein H-Phone. Eigentlich wollten sie sich vor einer halben Stunde treffen. 
Zweifel machten sich in ihm breit und  so beschloss er sie anzurufen. 
„Hallo. Rachel hier.“
„Hey... wo bist du? Ist alles gut bei dir?“
„Ja. Bei mir schon. Ich steh gerade in der Schlage am CyberCare Store. Es sieht eigentlich gut aus. Bin nicht die letzte. Hinter mir sind schon wieder bestimmt hundert Leute. Und du?“
„Und ich? Ich warte seit einer halben Stunde auf dich im Zentrum. Du wolltest mir doch noch ein bisschen die Stadt zeigen.“
„Das war heute? Ich hätte doch kein treffen ausgemacht am einen so wichtigen Tag, wie dem Vortag des Releases des neuen CarePhone 7.“
„Doch das hast du.“
Mit gedämpfter Stimme kam noch eine weibliche Stimme ins Gespräch.
„Mit wem telefonierst du?“
„Ach mit niemand. Ist nur so ein Typ der jetzt neu hier hingezogen ist und unsere Eltern kennen sich... lange Geschichte. Erzähl ich dir später.“
Rachels Stimme wurde wieder klarer.
„Das muss sich um ein versehen handeln. Aber wir können ja ein neues Treffen ausmachen. Ich meld mich dann bei dir. Ich muss jetzt auch auflegen.“
„Ja okay. Tsch...“
Sie hatte aufgelegt. 
Einen tiefen Atemzug später blickte Chris nach vorne. Eine junge Dame mit mittellangen schwarzen Haaren kam auf ihn zu. Ihre grüne Wollstrickjacke sprang Chris zu erst ins Auge. 
„Ich wollte ihnen sagen, dass ich es echt mutig fand, wie sie für dem Mann einstanden. Ich hab alles mitverfolgt und wollte auch etwas unternehmen, aber hab dann doch zu große Angst gehabt.“
„Ähm. Vielen dank. Ich weiß gar nicht, was ich jetzt sagen soll.“
„Sie müssen nichts sagen. Ich wollte mich nur bei ihnen bedanken. Sayounara.“
Sie verbeugte sich kurz und war so schnell verschwunden, wie sie aufgetaucht ist.
Verwundert blickte er ihr noch hinterher, bis das Grün ihrer Kleidung in den Weiten der Großstadt verschwand. 
Mit gemischten Gefühlen überlegte er kurz und entschloss sich dann die Stadt auf eigener Faust zu erkunden. Mehr als seine Straße und den Weg zum Zentrumsplatz waren ihn bis dato noch nicht geläufig. Als er gerade den Platz verlassen wollte kam ihm ein Junge, ungefähr in seinem Alter entgegen. Er gab ihn eine Karte und bevor Chris überhaupt reagieren konnte, verschwand der Junge schon wieder hinter ihm in der Menschenmasse.