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Warum hab ich nie Nein gesagt ?

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16.11.20 17:18
12 Ab 12 Jahren
In Arbeit

Im Mai 1956 wurde ich in einem kleinen Dorf, in der Nähe von Aachen geboren. Die Freude über das Ereignis meiner Geburt, wird sich bei meinen Eltern in Grenzen gehalten haben, da sie sich nach meiner 4 Jahre älteren Schwester Marita einen Jungen gewünscht hätten. Mein Vater ein Bauarbeiter und meine Mutter die früher als Näherin in eine Fabrik gearbeitet hatte und jetzt Hausfrau war, bewohnten mit meiner Schwester und mir eine kleine zwei Zimmer Wohnung.Zu viert schliefen wir im Ehebett, die Küche war gleichzeitig Aufenthaltsraum und Spielzimmer. Schon früh bekam ich von meiner Mutter beigebracht rechtzeitig anzukündigen, wenn ich auf die Toilette mußte denn um da hinzukommen mußte man zwei Treppen runterlaufen, dann den Hof überqueren die letzte Tür bei den Kaninchenstellen war das ersehnte Ziel und wenn man Glück war gerade frei. Ich war ungefähr vier Jahre, als ich das erste mal sah was Gewalt ist. Es war an einem Sonntag Nachmittag ich weiß das so genau, weil mein Vater immer Sonntags erst Nachmittas nach Hause kam dann roch er immer so unangenehm und redete viel mehr und lauter als sonst. Ich spielte mit meiner Schwester auf dem Sofa, irgend etwas hatte mich erschreckt ich sah zu meiner Mama, die mit gesenktem Kopf am Herd stand, dicht neben ihr mein Papa der mit hochrotem Kopf aufgeregt mit den Armen durch die Luft wedelnd meine Mama anschrie. Als Mama ihren Kopf in meine Richtung drehte, stellte ich erschrocken fest das sie aus der Nase blutete und auf dem vom verzerrten Gesicht dicke Tränen liefen. Wie kann meiner Mama nur so etwas schlimmes passieren dachte ich und lief zu ihr hin um sie zu trösten. Als ich sie umarmen wollte, stieß sie mich lästig von sich. Es dauerte eine Zeitlang, bis ich begriff das mein Papa für derartige Verletzungen meiner Mama verantwortlich war. Von da an hatte ich Angst vor Papa.

Zu dieser Zeit mußte ich den Kindergarten besuchen, hier merkte ich schnell das ich ein Außenseiter war. Während die anderen Kinder spielten, zog ich es vor aus einiger Entfernung Daumenlutschend zuzuschauen, außerdem machte der Daumen im Mund eine Konversation mit anderen Kindern unmöglich, zudem war ich überaus ängstlich. Was für andere Kinder selbstverständlich war, versetzte mich in Panik, zum Beispiel: Eine Rutschbahn hinunter zu rutschen, oder auf einer Schaukel zu schaukeln. Derartige Auffälligkeiten wurden damals von den Erzieherrinnen (Nonnen) im Kindergarten leider nicht erkannt. Fast täglich flehte ich meine Mama an, mich nicht in den Kindergarten zu bringen, doch sie zwang mich weiterhin ohne sich über meine Ängste Gedanken zu machen. Kurz vor meiner Einschulung zogen wir in eine größere Wohnung die sich im gleichen Ort befand. Unser Vermieter bewohnte mit seiner Frau und seinem Stiefsohn die Wohnung neben uns. Am Tag des Einzugs fand ich die Leute noch sehr nett, die meiner Schwester und mir erlaubten sie Tante und Onkel zu nennen. Ich bemerkte schnell, das die Tante und der Onkel dem Alkohol sehr zugetan waren, und es war immer der gleiche Ablauf: Zuerst feierten sie fröhlich miteinander dann gabs plötzlich Meinungsverschiedenheiten die meistens damit endeten, das die Tante vom Onkel geschlagen wurde. Die arme Frau hatte fast regelmäßig verschiedenartige Verletzungen durch ihren Mann zu beklagen. Wenn sie bei meiner Mutter weinend über ihr Schicksal haderte tat sie mir leid, letztendlich jedoch gab sie sich immer selbst die Schuld und verstand ihren Mann der allen Grund gehabt hatte zuzuschlagen. Sein Stiefsohn Ralf ein sensibler Junge hatte es besonders schwer, ich kann mich noch gut daran erinnern, das unser Vermieter an dem damals 12 jährigem Erziehungsmaßnahmen in Form von Schlägen und Demütigungen anwandte denen der Junge hilf und schutzlos ausgesetzt war. Das einzige was Ralf glücklich machte war seine Katze, ausdauernd spielte er mit dem niedlichen Tier. Ich sah den beiden oft zu und wünschte mir insgeheim auch ein Kätzchen.

Noch heute schmerzt der Gedanke an den Tag, als das Kätzchen sterben mußte. Den Entschluss faßte unser Vermieter weil dem armen Tier im Wohnzimmer ein Malleur passiert war in Form von Durchfall. Noch heute sehe ich ihn vor mir wutentbrannt und hochrotem Kopf, in der einen Hand einen Jutesack in der anderen einen Besenstiel mit dem er unter dem Sofa stocherte wo sich das verschreckte Kätzchen versteckte. Schon bald bekam er es zu fassen, unsanft steckte er es in den Sack, und band diesen fest mit einer Kordel zu, dann stampfte er hinaus in Richtung Sickergrube wo die Fäkalien des Plumsklos landeten. Ich befürchte das schlimmste und lief weinend und flehend, er solle dem Kätzchen nichts antun hinter ihm her, es half nichts. Er hob die schwere verrostete Eisenplatte von der Sickergrube hoch schmiss den Sack in die stinkende Jauche und schob die Eisenplatte wieder über die Grube. Ich stand neben der Grube, so lange bis das klägliche miauen von dem armen Kätzchen immer schwächer wurde und schließlich ganz verstummte. Ralf hat sich von dem Tag an verändert, er prügelte sich bei jeder Gelegenheit ob in der Schule oder beim Spielen zudem wurde er wie wir von Tante erfuhren zum Bettnässer.

Ich fürchtete mich vor diesem Mann, der über alle zu richten schien, wenn er mich am Daumen lutschen sah, zog er mir diesen brutal aus dem Mund und spuckte darauf.

In der Schule hatte ich von Anfang an Schwierigkeiten ich gehörte zu den Lernschwachen in unserer Klasse, die meinem Klassenlehrer ein Dorn im Auge waren, doch statt die Ursache zu erkennen um dann zu fördern, wurden ich und meinesgleichen zu Außenseiter in der Klasse gemacht. Meine Eltern hatten immer noch so viele Probleme miteinander, weder die schlecht ausgefallenen Diktate noch die mangelhaften Zeugnisse gaben Anlass zur Sorge. Mein Lichtblick in dieser dunklen Zeit war meine Oma, sie wohnte im gleichen Ort, und so oft ich konnte ging ich sie besuchen, und an den Wochenenden schlief ich meist bei ihr. Bei Oma fand ich Wärme Verständnis und Geborgenheit. Daumenlutschend lauschte ich den Erzählungen aus ihrem Leben, wenn wir beisammen saßen. Es waren traurige Erinnerungen die Oma aus Kriegs und Nachkriegszeiten zu erzählen hatte. Besonders tragisch war, der Verlust von 5 ihrer 7 Kinder die an übliche Kinderkrankheiten gestorben waren. Mit Tränen in den Augen lächelte Oma dann dankbar zum Kreuz weil Gott ihre Kinder zu sich geholt hat und Engel aus Ihnen gemacht hat. Als mein Vater die Gelegenheit bekam, preiswert ein Grundstück zu erwerben, entschloss er sich ein Haus zu bauen. In dieser Zeit bekam ich meine Eltern kaum noch zu sehen, jede freie Minute waren sie in Eigeninitiative damit beschäftigt das Haus fertig zu stellen. Unser Vermieter nutzte die Abwesenheit meiner Eltern schamlos aus, und stellte meiner Schwester Marita nach, die sich zu einem hübschen Teenager entwickelt hatte. Des Öfteren drehte er die Sicherung aus dem Stromkasten und lauerte dann im dunklem Hinterhalt meiner Schwester auf um sie dann unsittlich anzufassen. Als sie ihn dann auch noch als Exhibionisten erleben mußte, berichtete sie meinen Eltern weinend und verstört von den Vorfällen. Doch statt etwas zu unternehmen, tröstete mein Vater meine Schwester mit dem Versprechen schon bald ins neue Haus zu ziehen. Mein Vater trank immer noch in regelmäßigen Abständen, und immer noch bangte ich wenn er betrunken nach Hause kam, seine Agressivität meiner Mutter gegenüber versetzte mich in Angst und Schrecken. Die beiden schafften es das Haus gemeinsam fertigzustellen. Und dann endlich war es soweit, wir zogen ein.

Die Freude darüber war groß, waren wir doch endlich den Anzüglichkeiten,unseres Vermieters nicht mehr ausgesetzt, hinzu kam das meine Oma nun in unmittelbarer Nähe wohnte, so konnte ich sie noch öfter besuchen, nur schade, das Oma in letzter Zeit immer mehr abbaute und schließlich sehr krank wurde. In diesem Zustand wollte sie nicht alleine sein, an den Wochenenden bat sie mich, bei ihr zu übernachten, was ich auch gerne tat. Oma gab mir Geborgenheit, dies bekam ich besonders zu spüren wenn wir Abends in ihrem Bett dicht beieinander lagen, dann hakten wir uns ein und während Oma die Gebete sprach, lutschte ich zufrieden am Daumen. Leider konnte der Arzt für Oma nichts mehr tun, die Diagnose hieß Leberkrebs im letzten Stadium. Als es dem Ende zuging war ich noch mal an ihrem Krankenlager, ihre Schwester saß auf ihrem Bett und versuchte Trost zu spenden indem sie ihr sagte: "Sei tapfer, wir müssen alle mal sterben." Oma weinte bitterlich sie tat mir unendlich leid. Am nächsten morgen verfiel sie röchelnd in eine Art Koma worauf sie noch am gleichen Tag verstarb.

Dann kam der Tag der mir mein ganzes Leben in Erinnerung bleiben sollte. Es war Sonntag, Mama hatte mal wieder vergeblich mit dem Essen auf Papa gewartet, sie schickte mich in die Dorfkneipe,um ihn vom Frühschoppen zu holen. "Du sollst essen kommen"! Mein Vater schaute vom Thekenhocker aus auf mich hinunter verzog seinen Mund zu einem künstlichen Lächeln und widmete sich sogleich wieder seinem Gesprächspartner an der Theke zu. Ohne seine Unterhaltung zu unterbrechen griff Papa in seine Hosentasche holte einen Groschen hervor und deutete damit in die Richtung wo sich der Erdnussautomat befand kurz bevor jedoch der Groschen von Vaters in meine Hand wechseln konnte fiel er zu Boden, er rollte über seine Kante hinweg zwischen zwischen den Barhockern mit gebückten Oberkörper hechtete ich meinem Groschen hinterher er rollte über den staubig klebrigen Boden auf den sich weggeworfene Zigarettenstummel abgefackelte Streichhölzer und mit Bier durchtränkte abgerechnete Bierdeckel befanden. Endlich, mein Groschen rollte sich langsam aus machte noch ein paar unkontrollierte Schlenker und blieb abrupt vor ein paar schwarz glänzenden Lackpumps liegen. Ich nahm meinen Groschen vom Boden und richtete mich langsam auf um den Rest betrachten zu können der in diesen glänzenden Schuhen steckte. Im gleichen Augenblick fielen Sonnenstrahlen durch die Fenster der verrauchten Kneipe und ließ die Frau mit dem Tablet in der Hand vor mir wie im Rampenlicht erscheinen. Mit meinem nächsten Atemzug nahm ich ihr intensiv exotisch duftendes Parfüm wahr das ich mein Leben lang nicht vergessen konnte und wollte. Es war dieser Augenblick voll Faszination, der mein ganzes Leben prägen sollte. Systematisch von oben nach unten , prägte ich mir diese Erscheinung in meinem Bewusstsein ein. Sie hatte wasserstoffblonde kurze leicht gewellte Haare die nach hinten gekämmt waren große Ohrklipps mit einer weißen Perle schmückten ihre Ohrläppchen hinter dem rechten Ohr steckte lässig ein Bleistift. Unter der hohen Stirn zwei exakt gezogene schwarze Striche da wo sich sonst Augenbrauen befinden würden. Ein dichter schwarzer Wimpernkranz umgab ihre mandelförmigen braunen Augen die hohen Wangenknochen waren mit viel Rouge fixiert, eine Spitze Nase ließ sie vornehm erscheinen die rot geschminkten Lippen waren herzförmig. Die weiße durchgeknöpfte Bluse mit spitzem Kragen steckte in einem Wadenlangen schwarzen engen Rock was ihre weiblichen Rundungen zur Geltung brachte die oberen der drei Knöpfe standen offen und ließen einen tiefen Einblick gewähren auf große wohlgeformte Brüste die in meiner Fantasie unbedingt weich sein müssten um den Hals trug sie eine goldene Kette mit einem Kreuz Anhänger der im Schlitz zwischen ihren Brüsten immer wieder mal verschwand. Die rot lackierten Fingernägel waren alle auf eine Länge gefeilt, am rechten Ringfinger trug sie einen goldenen Ring mit einem großen blutroten Stein. " Komm wir gehen Nüsse ziehen"! Die Frau legte ihre Hand auf meine Schulter und schob mich vorweg durch die grölende Männerschar, dabei hörte ich ihre rauhe Stimme laut sagen: "Vorsicht bitte", ich konzentrierte mich auf die Hand, die auf meine Schulter lag eine angenehme Wärme ging von der Stelle aus die auf ihrem Weg bis zu den Fußspitzen im Magen Schmetterlinge auslösten und in meiner Vagina ein bis dahin nie gekanntes Kribbeln verursachte. Das Ziel war erreicht, ich stand dicht vor dem Automat, die Frau blieb hinter ich steckte den Groschen in den dafür vorgesehenen Schlitz und drehte den Hebel eine halbe Drehung nach rechts, hätte die Frau nicht schnell meine Hand genommen um sie unter die Öffnung zu halten, wären die Nüsse auf den Boden gelandet. Wie eingebettet lag meine Hand in die Ihre, Sanft drückte sie meine Hand zusammen beugte sich zu mir hinunter, dabei war ihr Mund direkt an meinem Ohr, ihr Atem roch nach Zigaretten und Alkohol. Diese Begegnung hatte etwas in mir ausgelöst, das ich nie sein durfte. Wenn ich an diese Frau dachte presste ich meine Beine zusammen und holte mir ein ersehntes Glücksgefühl. Wenn meine Mutter mich dabei erwischte schlug sie mich ins Gesicht und schrie dabei, hör mit der Schweinerei auf!

Meine letzten Kinderjahre gingen so dahin, ohne familiären Veränderungen. Die Schule brachte ich mehr schlecht schlecht als recht hinter mir. Mit 15 Jahren verließ ich die Schule. Mein Berufswunsch wäre Verkäuferin gewesen, diesen aber dementierte meine Mutter mit der Begründung:"Verkäuferinnen müssen ihre Kunden anlächeln mit deinen schlechten Zähnen wird dich niemand einstellen."Aus der Traum!" Als Alternative mußte ich in die Ortsansässige Näherei als ungelernte Kraft arbeiten, wie es auch schon meine Schwester und früher meine Mutter getan hatten. Gleich am ersten Tag mußte ich an die Maschine nähen. Die Vorarbeiterin prüfte meine Probearbeit und lobte daraufhin meine Fingerfertigkeit. Selig darüber, das ich was konnte und gelobt wurde, strebte ich nun täglich mit Erfolg und Lob nach Anerkennung. Mit siebzehn beschloß ich den Zustand meiner schlechten Zähne zu beheben. Es kostete mich einiges an Überwindung, die lange Zeit der Behandlung über mich ergehen zu lassen, jedoch der spätere Erfolg entschädigte mich vor allen Schmerzen und Ängste. Endlich konnte ich ohne Scham lachen und sprechen. Ich wollte noch mehr für mein Aussehen tun und färbte mir meine Haare hellblond. Und siehe da:"Aus dem häßlichen Entlein, war ein schöner Schwan geworden." Nun gab ich auch gerne dem Drängen einer Arbeitskollegin nach, sie in die Disco zu begleiten. Ziemlich aufgeregt saß ich mit ihr in einer der Nischen. Die laute Musik und das wechselhafte Spiel von Farben die von den Scheinwerfern her auf die Tanzfläche prallten faszinierten mich. Da meine Freundin schon des Öfteren in diese Disco war ,kannte sie schon einige Leute und stellte sie mir vor. Da ich mit dem Blick auf die Eingangstür saß, sah ich immer wer herein kam. Die Tür ging erneut auf und mir stockte der Atem! Der Junge der jetzt die Disco betrat, war meines Erachtens ein Adonis er übertraf alles was ich bisher gesehen hatte. Sein markantes Gesicht wurde betont von großen braunen Augen und einem breiten Mund mit herrlich weißen Zähnen seine Größe und die breiten Schultern ließen ihn sowohl sportlich als auch sexy erscheinen die enge Jeanshose unterstrich noch seine gute Figur. Lässig, die Jacke über die Schulter gehängt bewegte er sich auf unseren Tisch zu, unmittelbar davor blieb er stehen weil ein Junge der mir ungepflegt und heruntergekommen vor kam ihm am Arm festhielt und gleichzeitig etwas ins Ohr flüsterte, unmittelbar danach griffen beide in die Tasche und der Inhalt in verdeckten Händen wurde ausgetauscht. Gerade wollte ich über den Vorfall nachdenken, da stand mein Schwarm auch schon neben mir. Neugierig fixierten mich seine Augen bevor er ein "Hallo!" über die Lippen brachte gleichzeitig setzte setzte er sich neben mir und nachdem wir ein paar belanglose Worte miteinander gewechselt hatten legte er seinen Arm um mich. Da ich keinen Widerstand leistete, ging er gleich einen Schritt weiter und küßte mich stürmisch, Ich fühlte mich wie im siebten Himmel, noch nie zuvor hatte jemand auf so liebevolle Weise zum Ausdruck gebracht wie sehr er mich mag, und das es nun auch noch dieser Junge war der mir so gut gefiel setzte meinem Glück die Krone auf. Meine Kollegin die das alles mitbekam, gab mir ein Zeichen sie auf die Toilette zu begleiten. Nur ungern entzog ich mich meines Glücksgefühls. Kaum hatten wir die Toilettentür hinter uns geschlossen, prallten ihre Worte von Empörung über mich herein, wie durch eine Schallmauer hörte ich sie sagen: "Laß blöd die Finger von diesem Typen!" Zum einen wechselt er die Freundinnen wie andere Leute Unterhosen und zum anderen ist er ein brutaler Schläger der auch nicht davor zurückschreckt ein Mädchen zu schlagen, hinzu kommt das er als Drogendealer und Konsument bekannt ist." Ich konnte und wollte meiner Kollegin nicht glauben, ihre Warnung mußte Neid sein dachte ich, und ließ sie einfach stehen um mich wieder in die Arme meiner großen Liebe zu begeben. Nach einem Abend voller Zärtlichkeit soweit das in der Nische der Disco möglich war, brachte Axel mich zu Bushaltestelle, worauf ich wehmütig nach einem letzten zärtlichen Kuß den Bus bestieg. Zu Hause angekommen ging ich verliebt und übermütig ins Bett, bevor ich einschlief ließ ich den Abend noch mal Revue passieren dabei fiel mir auf, das wir kein neues Treffen verabredet hatten. Aber das ist kein Problem dachte ich, am kommendem Samstag wird er in der Disco auf mich warten. Ich fieberte dem Wochenende entgegen, und als es endlich soweit war machte ich mich besonders hübsch zurecht um Axel zu gefallen. Als ich die Disco betrat war es noch recht früh und aus dem Grund noch ziemlich leer. Ich setzte mich in gleiche Nische wie eine Woche zuvor und bestellte mir eine Cola. Den Blick zur Eingangstür gerichtet wartete ich sehnsüchtig auf meinen Freund. Zwei Stunden später hatte sich die Disco gefüllt, in meiner Nische saßen lauter fremde Leute. Ihm muß etwas passiert sein, oder er liegt krank im Bett schoß es mir durch den Kopf, sicher wird es eine plausible Erklärung für sein Fernbleiben geben. Doch plötzlich entdeckte ich ihn, mein Herz schlug höher, gleichzeitig bemerkte ich auch, das sich um ihn herum eine Menschentraube versammelt hatte. Nachdem ich mich durch die Menschenmenge gezwängt hatte, bot sich mir ein Bild das mich schockieren ließ. Axel prügelte und trat immer wieder brutal auf einen Jungen ein der schon längst am Boden und sich nicht mehr wehrte. Nur mit Mühe konnte der Besitzer der Discothek meinen Freund festhalten und anschließend vor die Tür setzen. Sofort eilte ich hinterher, um nach ihm zu sehen. Draußen lehnte er an die Hauswand und hielt sich gekrümmt die Magengegend. Auf meine Fragen nach seinem Befinden und die Ursache der Auseinandersetzung bekam ich zur Antwort:" Laß mich in Ruhe, hau ab!" Gekränkt ging ich in Richtung Bushaltestelle und während ich weinend den Fahrplan studierte, hörte ich meinen Freund hinter mir sagen:" Carmen, tut mir leid, komm wir gehen

Wir ließen aufuns auf einer Parkbank nieder, die umringt von hohen Bäumen in der Dunkelheit kaum zu erkennen war. Hier küßte er mich nun wieder so leidenschaftlich wie eine Woche zuvor in der Disco. Ich genoß diese Zärtlichkeit, bis ich bemerkte , das seine Hände sich am Reißverschluß meiner Jeans zu schaffen machten. Ich sprang auf, und ordnete meine Kleidung. Axel sah mich mit merkwürdig wirren Augen an, dann umklammerte er meinen Arm so fest das ich vor Schmerz aufschrie zog mich zu sich herunter und sagte mit rauher Stimme: " Pass auf Mädchen, ich hatte heute einen verdammt miesen Tag, und deshalb will ich etwas Spaß mit dir." Er öffnete seine Hose, und befahl mir, das gleiche zu tun. Vor Hilflosigkeit und Enttäuschung fing ich an zu weinen, und dabei auf sein Verständnis. Er jedoch packte mich mit der Einen Hand an den Haaren und schlug mit der Anderen Hand in mein Gesicht. Wären nicht zufällig ein Pärchen vorbeigekommen, die mir ihre Hilfe anboten indem sie fragten ob sie die Polizei benachrichtigen sollen, ich glaube dann hätte Axel nicht so schnell wieder von mir abgelassen. Diese bittere Erfahrung mit meiner ersten großen Liebe hielt mich nicht davon ab, weiter die Disco zu besuchen, schmerzlich mußte ich Woche für Woche mit ansehen, wie Axel mit anderen Mädchen flirtete und bei Erfolg Zärtlichkeiten austauschte. Mich würdigte er keines Blickes mehr. Ein paar Monate später lernte ich Stefan kennen, er gefiel mir weil er Ähnlichkeit mit Axel hatte. Stefan liebte mich, liebevoll nannte er mich " Engelchen". Wir unternahmen vieles gemeinsam, wie lange Spaziergänge, ins Schwimmbad gehen Kino Besuche. Am besten gefiel mir an Stefan," sein Humor" ständig brachte er mich zum Lachen. Schon nach kurzer Zeit stellte er mich seinen Eltern vor, die mich herzlich empfingen und wie eine Tochter behandelten. Stefan war Schichtarbeiter in einem Kohle-Bergwerk, wenn er in meiner Freizeit arbeiten mußte, saß ich mit seiner Mutter stundenlang zusammen und wir redeten über Gott und die Welt. Meinen Eltern missfiel diese Beziehung da Stefan keinen erlernten Beruf ausübte und weil seine Eltern von Ost nach Westdeutschland geflüchtet waren. Mit viel Überredungskunst schaffte ich es dann doch, Stefan zu mir nach Hause einzuladen in der Hoffnung, das meine Eltern ihre Vorurteile gegen Stefan aufhoben. Stefan war sehr nervös bei seinem Antrittsbesuch ihm passierte ein Mißgeschick nach dem anderen. Meine Eltern teilten mir daraufhin mit, das sie unser Verhältnis zwar billigen, aber kein Verständnis für meine Wahl hätten. Damit gab ich mich zufrieden, Stefan und ich redeten viel über eine gemeinsame Zukunft, die mit einer Verlobung beginnen sollte. Nach der Führerschein Prüfung und der Anschaffung eines Wagens, sollte es soweit sein. Sehr bald schon stand Stefan freudestrahlend bei mir vor der Tür, um mich zu einer Spritztour in seinem Wagen einzuladen. Wir waren so glücklich! Und nichts so schien es konnte unser Glück aufhalten. Es dauerte auch einige Zeit, bis mir auffiel, das Stefan nicht nur für mich da war. Da gab es außer mir, plötzlich noch gute Freunde die ihn dauernd für irgendwelche Partys oder auswärtige Disco-Besuche als Fahrer ausnutzten. Jetzt hatten wir ständig Meinungsverschiedenheiten. Meine Argumente aus Eifersucht und die Angst ihn zu verlieren, dementierte er mit einem gewissen Freiraum, den er für sich in Anspruch nehmen könnte, und beteuerte gleichzeitig seine Liebe zu mir. Die Situation spitzte sich zu nachdem er immer mehr von seinen Freunden in Anspruch genommen wurde. An einem Abend, der mit einem heftigen Streit begann, stellte ich Stefan vor die Wahl: "Entweder, deine Freunde oder ich!" Doch statt einer Antwort, ballte er die Fast und schlug zu. Blut floß aus meinen Lippen gleichzeitig schwoll sie an, ich schaute Stefan an und er schien entsetzt über das was er getan hatte. Während er versuchte mir zu erklären, das es ihm leid tut, stand ich weinend auf und ging zur Tür beim hinausgehen sagte ich schluchzend: " Es ist aus zwischen uns, ich will dich nie mehr Wiedersehen!" Als ich zu Hause ankam, und meine Eltern die Verletzungen sahen, schimpften sie auf meinen Freund und beschworen mich, die Beziehung zu beenden. Noch in der gleichen Nacht, klingelte es mehrmals an der Haustür, meine Eltern die schon im Bett lagen, brauchten eine Weile bis sie die Tür öffneten. Neugierig folgte ich Ihnen. Draußen standen die Eltern von meinem Freund! Aufgeregt berichteten sie von einem Unfall den Stefan gehabt hat und einem Freund der an den Folgen seiner Verletzungen gestorben sei. Sie baten mich mit ins Krankenhaus zu fahren! Unterwegs erzählten sie mir dann, wie sich alles zugetragen hatte. Nachdem ich Stefan am Abend verlassen hatte, entschloß er sich spontan in eine Kneipe zu fahren. Dort traf er auf einen Freund, den er sich anvertrauen konnte. Währen ihrer Unterhaltung bestellten sie sich ein Bier nach dem anderen. Kurz nach Mitternacht schloß die Kneipe, um die Nacht fortzusetzen entschlossen sich die beiden in eine weiterentfernten Discothek zu fahren. Unterwegs kam es dann zu dem grauenvollen Unfall, wobei Stefan schwer verletzt wurde und sein Freund ums Leben kam. Als ich zusammen mit Stefans Eltern das Krankenzimmer betrat, bot sich mir ein Bild womit ich nicht gerechnet hatte. An Stefan, so schien es war kein Körperteil unversehrt überall waren Verbände und Schienen angebracht, aus manche hingen Schläuche die entweder etwas ab oder zuführten. Sein Gesicht war übersät von blutigen Rissen und Schrammen, um die Augen herum war alles verquollen und blau angelaufen. Seine Eltern und ich fingen an zu weinen, gleichzeitig dachte ich daran das ich ein paar Stunden zuvor unsere Beziehung beendet hatte. Irgendwann in den Morgenstunden kam Stefan zu Bewußtsein, als er die Augen aufschlug und mich sah, wollte er etwas sagen, da ich ihn akustisch nicht verstand beugte ich mich über ihn. Leise flüsterte er: " Engelchen, du bist an allem Schuld, wenn du nicht Schluß gemacht hättest wäre das alles nicht passiert, und Georg würde auch noch leben." Seine Worte ließen mich erschaudern. Er hat Recht dachte ich und gestand mir die Schuld am Unfall ein. Bevor ich ging, mußte ich Stefan noch versprechen das ich ihn nicht verlasse. Geplagt vom schlechten Gewissen ging ich nun täglich nach der Arbeit und an den Wochenenden ins Krankenhaus. Aufgrund seiner schweren Verletzungen, gab es immer wieder Komplikationen, die mehrere operative Eingriffe nötig machten. Der Heilungsprozeß dauerte dementsprechend lange. Stefans Selbstmitleid und Hoffnungslosigkeit zerrte an unseren Nerven. Seine Unzufriedenheit ließ er an mir aus, ständig machte er mir Szenen meistens unterstellte er mir Untreue. Ich war jedesmal erleichtert, wenn die Besuchszeit zu Ende war, und ich das Krankenhaus verlassen konnte. Nach Monaten faßte ich den Entschluß, an einem Samstag statt ins Krankenhaus, in eine Discothek zu gehen. Ich fuhr mit dem Bus in die Stadt rein, da ich bedenken hatte, hier gesehen zu werden und dann eventuell Stefan zutragen könnte, brachte mich auf die Idee mit dem Zug in die nächst größere Stadt zu fahren. Im Abteil des Zugs schaute ich aus dem Fenster hinaus in die angehende Dämmerung und je weiter ich mich entfernte desto befreiter und unbeschwerter fühlte ich mich. Als ich die Stadt erreichte und aus dem Bahnhof trat, atmete ich tief durch, um die Luft von Freiheit und Unabhängigkeit so richtig zu genießen.

Schnell erreichte ich das Amüsierviertel dieser Stadt, und ging in die erstbeste Discothek, hier fand ich ein schönes Plätzchen an der Theke. Zur Feier des Tages bestellte ich mir ein großes Bier. Die Bedienung nahm aber nicht das von mir gereichte Geld, sondern deutete auf einen jungen Mann der mir gegenüber saß und mir zuprostete. Freundlich tat ich das gleiche, was meinem Gegenüber Anlaß gab, zu mir herüber zu kommen, doch schon nach wenigen Minuten bedauerte ich seine Bekanntschaft gemacht zu haben. Werner, so hieß er redete unentwegt über sich, was für ein toller Typ er wäre, von dem vielen Geld das er als Bauarbeiter verdient auch erwähnte er sein tolles Sportauto mit dem er mich später nach Hause fahren würde. Unwillkürlich mußte ich immer wieder an Stefan denken, der jetzt im Krankenhaus auf mich wartete. Um diesen Gedanken los zu werden, trank ich mehr als ich vertragen konnte, und erreichte somit einen Punkt, der mich ausgelassen und fröhlich machte. Werner bat mich zum Tanz! Übermütig folgte ich ihm zur Tanzfläche, während aus den Lautsprechern Schmusesongs zu hören waren, redete Werner unentwegt auf mich ein. Er sprach davon wie gut ich ihm gefalle das er gerne heiraten würde und ein Kind haben möchte. Ich war seinem Redefluß nicht gewachsen, und stimmte ihm bei allem zu was er sagte. Als wir die Tanzfläche verließen umarmte er mich und sagte: "Carmen, du bist die Frau die ich heiraten werde, bitte enttäusche mich nicht!" Krampfhaft überlegte ich, wie ich aus dieser Situation heraus kommen könnte ohne Werner weh zu tun, doch statt eine Lösung zu finden, schlitterte ich immer mehr in eine neue Beziehung hinein, die ich gar nicht haben wollte. Werner ließ es sich natürlich nicht nehmen mich mit seinem Sportwagen nach Hause zu fahren, unterwegs bog er in einem Waldweg ein. Nachdem er den Motor abgestellt hatte, umarmte er mich und gestand mir seine Liebe. Endlich kam ich jetzt auch einmal zu Wort! Ich nutzte die Gelegenheit und redete mir meinen ganzen Kummer den ich mit Stefan hatte, von der Seele. Aufmerksam hörte Werner mir zu, bis ich zu Ende gesprochen hatte. Dann sagte er: " Vergiß den Typ, du bist viel zu Schade für ihn, ich werde dich heiraten und wir bekommen ein Kind. Gleich morgen gehst du zu ihm ins Krankenhaus, und sagst ihm das es aus ist zwischen euch befahl Werner. Ohne eine Antwort abzuwarten küßte er mich und noch in dieser Nacht, gab ich mich ihm hin. Es war bereits gegen Morgen, als Werner mich zu Hause absetzte mit den Worten: "Bis heute Abend!" Dann fuhr er mit einem lauten Hupkonzert davon. Noch bevor ich die Haustür aufschließen konnte, öffnete mein Vater ruckartig die Tür. Er empfing mich wütend mit lautstarken Vorwürfen weil ich die ganze Nacht ausgeblieben war. Ich ließ das Donnerwetter an mir vorüberziehen und wartete geduldig ab, bis mein Vater mir erlaubte, in mein Zimmer zu gehen. Hier saß ich nun auf meinem Bett, und versuchte über meine Situation nachzudenken. Mir wurde Angst bei dem Gedanken an Stefan wie würde er reagieren wenn ich heute mit ihm Schluß mache? Was empfinde ich für Werner? Überhaupt nichts, gab ich mir zur Antwort! Dieser aufgeblasene Typ gefiel mir weder äußerlich noch charakterlich, als ich daran dachte, das ich mit ihm geschlafen hatte wurde mir übel. Es kam noch schlimmer, mir wurde auf einmal klar, das die letzte Nacht vielleicht nicht ohne Folgen bleiben würde, da ich seit Stefan im Krankenhaus lag keine Pille zur Verhütung mehr einnahm. Es gab niemanden dem ich mir anvertrauen konnte und der Sonntagmorgen rückte viel zu schnell heran als das ich noch hätte eine Lösung für mich finden können. Wie mechanisch klopfte ich an die Tür des Krankenzimmers und ging hinein. Stefan schaute zur Decke, als ich mich neben ihm ans Bett setzte. Ohne mich anzuschauen fragte er:"Carmen wo warst du gestern?" In der Disco antwortete ich ehrlich. Weiter fragte er:" Hast du jemanden kennengelernt? Mit einem leise "Ja" beantwortete ich auch diese Frage. Jetzt drehte er seinen Kopf zu mir, seine Augen blickten mich haßerfüllt an als er mich fragte, ob ich ihm untreu geworden bin, doch statt zu antworten, fing ich an zu weinen. Für Stefan war in diesem Moment alles klar, wütend riss er mir die von ihm geschenkte Kette mit der Gravur:"Bleib mir treu" vom Hals und warf sie auf dem Boden, dann zeigte er mit dem Finger zur Tür und schrie:" Mach das du rauskommst und las dich hier nie wieder blicken du Hure. Hastig und aufgelöst verließ ich das Krankenhaus. Gerade wollte ich die Straße überqueren, da hielt neben mir ein Sportwagen, es war Werner scheinbar hatte er auf mich gewartet. Siegessicher ließ er mich einsteigen und erzählte er mir seine neuesten Zukunftspläne. Alles sollte so schnell wie möglich passieren, zuerst suchen wir eine Wohnung, dann heiraten wir, und ein Baby wird sicher auch nicht lange auf sich warten lassen meinte er Augenzwinkernd. Von da an kam Werner täglich und wie ich es schon befürchtet hatte, blieb meine nächste Regel aus. Eine Untersuchung beim Frauenarzt bestätigte meinen Verdacht. Werner war außer sich vor Freude als ich ihm erzählte, das ich schwanger sei.

Ich dagegen stand dieser Situation mit gemischten Gefühlen gegenüber, einerseits freute ich mich auf ein Baby, andererseits wurde mir täglich mehr bewußt, wie sehr ich Werner und seine Art mich von allem zu überzeugen verabscheute. Der Funke Hoffnung, das ich mein Kind alleine bei meinen Eltern großziehen könnte, wurde zerstört, als ich ungewollt ein Gespräch meiner Eltern mitbekam das sie unbedingt mit einer Heirat rechnen, keinesfalls bereit wären mich und ein uneheliches Kind bei sich haben wollen. Was sollen denn die Leute denken! Ich fügte mich meinem Schicksal, und wurde Werners Frau. Werner fand schnell eine kleine zwei Zimmer Wohnung, die sich in einem rießigem Hochhaus 30km von meinem Elternhaus entfernt befand. Wenn ich auf dem Balkon stand, kam ich mir vor wie eine Taube im Taubenschlag. Außer seinen Sportwagen hatte Werner noch 10.000DM Schulden mit in die Ehe gebracht, somit war mein ganzes Erspartes für Möbel und Aussteuer draufgegangen. Als ich wegen der bevorstehenden Geburt aufhören mußte zu arbeiten, reichte das Geld vorne und hinten nicht mehr. Oftmals kam es vor, das wir am Ende des Monats kaum Geld mehr hatten um etwas zu essen zu kaufen. Werner löste das Problem indem er einen weiteren Kredit aufnahm. Da ich mit solchen Dingen noch nie etwas zu tun hatte, unterschrieb ich arglos mit. Eine Woche nach dem errechneten Geburtstermin kam unsere Tochter zur Welt. Ich war überglücklich und stolz als ich nach einer unkomplizierten Geburt endlich mein hübsches Töchterchen im Arm halten konnte. Meine Mutter und meine Schwester beschlossen, das die Kleine Daniela heißen sollte. In dieser Zeit, gab man mir das Gefühl etwas besonderes geleistet zu haben, jeder war glücklich wenn er das süße Baby sah. Die ersten Wochen mit Daniela waren für mich sehr anstrengend, weil sie es vorzog am Tag zu schlafen und Nachts zu schreien. Werner brachte zudem noch sehr viel Unruhe mit in dieser für mich neuen Situation, ständig machte er irgendwelche Erziehungsvorschläge die so argumentierte ich an einem so kleinem Kind nicht durchführbar wären. Wir stritten uns fast täglich, die Hautursache war Werners Unzufriedenheit, weil das Geld nie reichte und er sich nichts mehr leisten konnte. Werner gab mir die Schuld, er warf mir vor, nicht richtig zu wirtschaften mit dem Haushaltsgeld. Das das meiste Geld in die Haltung seines Sportwagens verbraucht wurde, gestand er sich nicht ein. Als Daniela sieben Monate alt war entschloß ich mich notgedrungen wieder zu arbeiten. Mein Tag fing nun morgens um 6 Uhr an, um Werner Brote und Kaffee zu machen für seine Arbeit, tagsüber erledigte ich die anfallende Hausarbeit ging mit Daniela einkaufen und bereitete das Abendessen. Wenn Werner gegen 17:00 nach Hause kam, aßen wir noch gemeinsam danach fuhr er mich in ein Restaurant wo ich als Küchenhilfe arbeitete. Meine Arbeitszeit endete gegen 0:01 Uhr nachts. Werner holte mich dann schlaftrunken ab. Erschöpft fiel ich dann ins Bett, immer mit der Angst morgens um 6:00 Uhr den Wecker nicht zu hören. Durch diese Belastung fühlte ich mich ausgelaugt und erschöpft. Wenn Werner mit mir schlafen wollte wies ich ihn immer häufiger ab, bis schließlich überhaupt nichts mehr zwischen uns lief. Seine Drohung, sich eine andere Frau für seine sexuellen Bedürfnisse zu suchen, weckten auch kein Intresse in mir. Es dauerte dann auch gar nicht lange, bis mir die ersten Anzeichen für seine Untreue auffielen. Mal waren es Lippenstiftflecke an seinem Hemd, dann die ständigen Telefonanrufe die Werner flüsternd und nervös schnell beendete, und an den Wochenenden fuhr er immer öfter alleine weg. Als ich ihn einmal zur Rede stellte, setzte er all seine Überredungskunst ein, um mich vom Gegenteil zu überzeugen. Dies gelang ihm auch! Bis mich bald darauf eine Wohnungsnachbarin beiseite nahm um mir zu berichten, was sich während meiner Abwesenheit in unserer Wohnung abspielt. Mehrmals schon, hätte sie beobachtet das Werner Damenbesuch empfing. Die Aussage der Nachbarin schockierte mich kaum, bestätigte sie doch nur, was ich schon seit längerem ahnte. Von da an distanzierte ich mich von Werner, für mich gabs nur noch Daniela mein Haushalt und die Arbeit im Restaurant. Werner spielte keine Rolle mehr in meinem Leben. Wenn ich darüber nachdachte, das alles so weiter gehen soll, machte mich der Gedanke traurig. Mein Spiegelbild zeigte mir deutlich, wie ich mich fühlte alles Lebendige war aus meinem Anlitz verschwunden, außerdem legte ich keinen Wert mehr auf Äußerlichkeiten, meine Haare hingen ohne Schnitt farblos herunter und meine Kleidung war längst aus der Mode. Nach dieser Erkenntnis entschloß ich mich, wenigstens daran etwas zu ändern. Als erstes ging ich zum Friseur und ließ mir eine Dauerwelle machen, mit dem Ergebnis war ich so zufrieden, das ich im Anschluß spontan in ein Kaufhaus ging, und mich neu einkleidete. Zu Hause probierte ich alles was ich mir gekauft hatte noch einmal an, und fragte mich was Werner wohl dazu sagen wird. Voller Erwartung hörte ich das er die Wohnungstür aufschloß, um eine noch effektvollere Wirkung auf ihn zu haben stellte ich mich regelrecht in Pose auf. Nachdem er mich von oben bis unten angesehen hatte, kniff er bösartig die Augen zusammen und schrie mich an: Wie ich denn dazu käme, ohne ihn um Erlaubnis zu fragen einfach so sinnlos Geld auszugeben außerdem wären die Sachen sowieso viel zu Schade für mich. Es wurde noch viel schlimmer, als Werner nach seinem Essen verlangte, und ich ihm gestehen mußte, das ich durch meine Abwesenheit nicht zum kochen gekommen bin. Schluchzend bat ich ihm um Verzeihung, wozu er nicht bereit war. Schweigend fuhr er mich zur Arbeit.

An diesem Abend war Gott sei Dank viel zu tun im Restaurant, somit konnte ich mich ablenken. Laufend sprang an diesem Abend die Tür zur Küche auf und die Kellner und Kellnerinnen brachten das schmutzige Geschirr und verlangten gleich wieder sauberes mitzunehmen.Als es kurz nach 22:00 Uhr endlich etwas ruhiger zuging, setzte sich der Kellner Thomas erschöpft mit einem Kaffee zu mir in die Küche. Während ich Kohlköpfe raspelte, machte Thomas mir ein Kompliment über meine neue Frisur, und die modische Kleidung die ich unter meiner Schürze trug. Ich genoß seine freundliche Zuwendung. Angeregt unterhielten wir uns eine Zeitlang, bis Thomas plötzlich fragte:" Hast du Lust nach Feierabend noch auf einen Drink in eine Cocktailbar zu gehen?" Ohne zu überlegen, stimmte ich sofort zu. Mit einem Augenzwinkern verließ er dann die Küche. Hastig griff ich zum Telefon, um Werner mitzuteilen, das viel los wäre im Restaurant und er mich nicht wie verabredet abholen soll sondern später wenn ich wieder Anrufe. Ohne irgendetwas dazu zu sagen, legte er wieder auf. Schnell erledigte ich noch die angefallene Arbeit, putzte anschließend die Küche durch dann könnte ich endlich die Schürze abbinden. Als ich in der Umkleidekammer in den Spiegel sah, erinnerte ich mich an mein Schminktäschen, das ich zwar schon lange nicht mehr benutzt hatte, aber immer noch in meiner Handtasche verweilte. Nachdem ich Make-Up Lidstrich und Lippenstift aufgetragen hatte, gefiel ich mir derart gut, das ich mich noch mehr auf die Einladung mit Thomas freute. Als Thomas mich sah, pfiff er anerkennend durch die Zähne und machte mir wieder Komplimente. Auf dem Weg zu Cocktailbar nahm Thomas wie selbstverständlich meine Hand und erzählte einen Witz nach dem anderen. Ich mußte manchmal stehen bleiben, weil ich mir vor lauter lachen den Bauch halten mußte. In der Cocktailbar ließ Thomas zwei Longdrinks mixen, wobei er die Zutaten angab. Unsere Stimmung stieg weiter an. Thomas machte den Spaßvogel, und lockte sogar mich aus der Reserve so das mir auch noch ein paar Witze einfielen. Plötzlich sagte er:" Du bist sehr schön wenn du lachst!" Und sah mich liebevoll dabei an. Gedankenverloren sagte er leise:" Schade, das du verheiratet bist Carmen!" Als ob er einen Startschuß abgefeuert hätte, fing ich an über meine unglückliche Ehe mit Werner zu erzählen, verständnisvoll, so schien es hörte Thomas sich meine Probleme an. Je mehr ich erzählte, um so zittriger und weinerlicher wurde meine Stimme, dies gab Thomas wohl den Anlaß, mich trösten zu müssen beruhigend, streichelte er über meinen Kopf und machte mir den Vorschlag, mit zu ihm nach Hause zu gehen, um dort in aller Ruhe eine Lösung zu finden. Mir fiel ein Stein vom Herzen, hier war die Lösung für meine Probleme. Offensichtlich mußte Thomas in mich verliebt sein, und ich fand ihn sehr attraktiv. Seine Wohnung, die er mir jetzt mit allen Räumlichkeiten präsentierte gefiel mir auf Anhieb. Die Tür zu seinem Schlafzimmer machte er zuletzt auf, hier beherrschte ein großes Bett mit roter Bettwäsche den Raum. Die Aktfotos an den Wänden wurden von roten Glühbirnen angestrahlt, was dem ganzen einen erotischen Rahmen gab. Übermütig warf Thomas mich sein Bett, und fing gleich damit an, mir meine Kleidung auszuziehen. Voller Hoffnung das ab jetzt alles besser wird, ließ ich alles mit mir geschehen, bis er keuschend und schweißgebadet von mir abließ und sich auf die Seite rollte. Glücklich wollte ich mich in seine Arme schmiegen, aber Thomas zog die Decke über sich und sagte:" Ich bin jetzt müde und will schlafen, wir sehen uns im Restaurant. Irgendwie passte sein Verhalten jetzt nicht zu unserer Beziehung dachte ich während ich mich anzog und gleich darauf die Tür leise hinter mir ins Schloß fallen ließ. Als ich auf die Straße trat, war es bereits hell. Mit gemischten Gefühlen rief ich Werner von der nächsten Telefonzelle aus an, das er mich abholen möchte. Schon kurze Zeit später hielt er mit quietschenden Reifen neben mir, und gab sich selbst noch während ich Einstieg selbst die Antworten auf seine Fragen. Da ich seinem Redefluss sowieso nicht gewachsen war, und die Anschuldigung des Ehebruchs gerechtfertigt war, gab ich mir erst gar nicht die Mühe zu Wort zu kommen. Außerdem so dachte ich bei mir, würde es nicht mehr lange dauern, und ich würde glücklich mit Thomas und meiner Tochter zusammen leben. Beim aussteigen hielt Werner mich unsanft am Handgelenk fest, und zwang mich ihn anzusehen. Carmen, jetzt pass mal genau auf, was ich dir sage!" Solltest du jemals auf die Idee kommen, mich zu verlassen, dann geb ich dir Brief und Siegel, das ich alles daran setzen werde das Daniela bei mir bleibt." Wie gewichtig seine Worte waren, konnte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen. Die Beziehung zwischen Thomas und mir bestand hauptsächlich im Restaurant oder wenn wir früher Feierabend machen konnten. Ich traute mich nicht, Thomas auf eine gemeinsame Zukunft anzusprechen. Ich hoffte immer, das er endlich sagt das ich mit Daniela zu ihm ziehen soll. Eines morgens kam mir die Idee, Thomas mit einem Besuch zu überraschen schließlich war es ja an der Zeit, das er Daniela mal kennengelernt. Also putzte ich mein süßes Töchterchen fein heraus und machte mich voller Vorfreude auf dem Weg. Als nach meinem mehrmaligem Klingeln endlich der Türöffner betätigt wurde, hetzte ich mit Daniela auf dem Arm die Treppenstufen hoch, in den zweiten Stock. Oben an der Wohnungstür, mußte ich erneut Sturm klingeln bevor Thomas die Tür öffnete. Nur mit Unterhose bekleidet stand er in der Tür, da er keine Anstalten machte mich herein zu beten, zwang ich mich einfach an ihm vorbei in die mir schon so vertraute Wohnung. Im Wohnzimmer setzte ich mich mit Daniela in einen Sessel um der kleinen Jäckchen und Mützchen auszuziehen, dabei viel mein Blick auf den Wohnzimmertisch, neben zwei benutzte Frühstücksgedecke, stand unter anderem eine halb leere Flasche Sekt samt Gläser auf den Tisch. Erst jetzt vielen mir die herumliegenden Kleidungsstücke auf, die von einer Frau stammen mußten. Thomas, der mit verschränkten Armen an der Wand anlehnte, fragte vorwurfsvoll nach dem Grund meines unangemeldeten Besuchs. Ich wollte dich überraschen mit Daniela schließlich mußt du sie ja mal kennenlernen antwortete ich. Spöttisch lachte Thomas auf, und schüttelte dabei den Kopf!" Carmen was soll das? Was willst du von mir?" Ja OK wir gehen ab und zu ins Bett, aber mehr ist nicht, und wird auch meinerseits nie sein. Carmen, ich bin Junggeselle und möchte es auch bleiben jedenfalls die nächsten Jahre und so lange genieße ich das Leben, und wenn sich wie gestern Abend die Gelegenheit bietet eine Frau mit nach Hause zu nehmen, dann las ich mir das von niemanden verbieten. Solltest du dir allerdings etwas anderes von mir versprochen haben Carmen dann muß ich dich hiermit enttäuschen. Gekränkt verließ ich fluchtartig mit Daniela seine Wohnung. Draußen vergrub ich mein Gesicht in Danielas Jäckchen und weinte bitterlich vor Enttäuschung. Mein Traum von einer Zukunft mit Thomas war zerplatzt wie eine Seifenblase. Als Werner mich gegen Abend zur Arbeit fahren wollte, gab ich vor krank zu sein, dabei hätte ich es nicht ertragen können Thomas je wiederzusehen. Ich litt fürchterlich! Ahnungslos fragte Werner immer wieder nach, wann ich endlich wieder Gesund wäre um wieder zu arbeiten. Täglich rechnete er mir den Schuldenberg mit anfallenden Zinsen vor. Schließlich gab ich seinem drängen nach, und suchte die Zeitungen nach Stellenanzeigen ab. Schon nach kurzer Zeit, fand ich eine Arbeitsstelle in einem Schnellimbiss. Der Verkauf den von mir zubereiteten Speisen und den Kontakt zu den Kunden machte mir großen Spaß. Mit der Zeit, konnte ich den größten Teil der Kunden als meine Stammkundschaft verbuchen, was auch meinem Chef auffiel, der daraufhin mehr Arbeitszeit von mir forderte. Gleichzeitig erhöhte meinen Stundenlohn. Werner war Feuer und Flamme, dabei war schwer zu erahnen, ob er sich nun mehr über das von mir verdiente Geld, oder über meine Abwesenheit freute. Jedenfalls war ich glücklich, wenn ich in meinem Imbiss stand und die Kunden bediente. Leider kam ich nur noch selten in den Genuss mich mit Daniela ausgiebig zu beschäftigen, die inzwischen drei jährige reagierte trotzig und aufsässig, wenn ich Erziehungsmaßnahmen an ihr anwenden wollte. Die Tatsache, sie zu vernachlässigen machte mich traurig. Auch Werner schien das Interesse an mir ganz und gar verloren zu haben, das einzige was ihn an mich interessierte waren meine monatlichen Gehaltsabrechnungen.

In dieser für mich kalt gewordenen Gefühlswelt, signalisierte ich wohl unbewusst meinen männlichen Kunden meine Bereitwilligkeit zu einem näheren kennenlernen, was sowohl von mir als auch von den Herrn ausgehend, oft in ein Schäferstündchen endete. Werner machte mir jedesmal eine Szene, wenn ich nach der Arbeit nicht gleich nach Hause gekommen war. Er warf mir dann Ehebruch Vernachlässigung des Kindes und des Haushalts vor. Da er in jedem Punkt Recht hatte, schwieg ich zu seinen Vorwürfen. Durch meinen unsoliden Lebenswandel wurde alles hektisch und kurios für mich, ich fühlte mich als ob ich neben mir stehen würde. Erst heftige Unterleibsschmerzen zwangen mich eines morgens in meinem Körper zurück. Beunruhigt suchte ich noch am gleichen Tag einen Frauenarzt auf. Nachdem ich ihm die Symthome geschildert hatte, folgte eine gründliche Untersuchung anschließend teilte er mir mit einem besorgniserregenden Gesichtsausdruck die Diagnose mit. " Tja, ich muß sie unverzüglich in die Klinik einweisen, und so schnell wie möglich eine Operation veranlassen denn an ihrem Gebärmutterhals befinden sich Geschwüre, im Anfangsstadium die wir schnellstmöglich operativ entfernen müssen um zu vermeiden, das im Verlauf bösartige Geschwüre daraus entstehen." Ich bat den Arzt mir noch ein paar Stunden Zeit zu geben, um alles für den Krankenhausaufenthalt vorzubereiten. Auf dem Weg nach Hause, machte ich mir Gedanken, was alles zu tun war, bevor ich ins Krankenhaus ging. Das wichtigste war Daniela für diese Zeit unterzubringen, deshalb telefonierte ich als erstes mit meiner Mutter ob sie bereit wäre, Daniela zu nehmen. Ihre spontane Zusage löste eine Erleichterung in mir aus. Ich nahm ein paar Kleidungsstücke aus Danielas Schrank, und packte alles zusammen mit ein paar Lieblingsspielsachen meiner Tochter in eine Reisetasche. Kaum das ich mit allem fertig war, da klingelten auch schon meine Eltern um Daniela abzuholen. Da ich noch einiges zu erledigen, verabschiedeten sich meine Eltern schon sehr bald, mit dem Versprechen mich so schnell wie möglich im Krankenhaus zu besuchen. Als nächstes machte ich mich daran eine Tasche für mich zu packen, dabei mußte ich feststellen, das ich weder Nachthemden noch Bademantel besaß, also blieb mir nichts anderes übrig, Geld aus der Kasse zu nehmen in den nächsten Bus zu steigen, und alles notwendige zu besorgen. Zu Hause erwartete Werner mich bereits ungeduldig, um zu erfahren, warum ich nicht wie gewohnt zu Arbeit ging und zudem noch Geld aus der Kasse genommen hatte. Nachdem ich Werner dann von der bevorstehenden Operation berichtet hatte, schien für ihm eine Welt zusammen zu brechen schluchzend vergrub er seinen Kopf in beide Hände, und stammelte immer wieder:" Mein Gott, mein Gott!" Überrascht und verwundert, auf seine Reaktion redete ich beruhigend auf ihn ein, das seine großen Sorgen die er sich über meinen Gesundheitszustand zu machen schien mit Sicherheit unbegründet seien. Er schnäuzte sich die Nase und sagte mit einer wegwerfenden Handbewegung:" Ach Carmen, das ist es doch gar nicht, ich denke an die vielen Schulden die wir haben, und wenn du in der nächsten Zeit nicht mitarbeitest, werden wir die hohen Belastungen nicht standhalten können." Ich wußte das Werner jetzt irgendwas gesagt oder auch nicht gesagt hatte, was mir tief im Inneren weh tat, meine Naivität ließ es jedoch nicht zu, in irgendeine Richtung zu denken. Werner begleitete mich ins Krankenhaus bis zu dem mir Zugewiesenen Zimmer, dann verschwand er, ohne Worte des Zuspruchs oder Mitgefühls. Meine Bettnachbarin war eine alte Dame, die mich mit gütigen Augen freundlich lächelnd ansah sie vermittelte mir ein Gefühl der Geborgenheit, ich mochte diese alte Dame auf Anhieb. Von ihr bekam ich den Zuspruch und die Zuversicht, die Operation gut zu überstehen, während ich die ganzen Voruntersuchungen über mich ergehen lassen musste. Am nächsten morgen kam eine Krankenschwester und schob mich mit dem Bett hinaus, über einen langen Flur hinein in den Operationssaal. Die dort anwesenden Menschen, trugen alle grüne Operationskleidung, die Haare waren unter einer Haube versteckt, oberhalb vom Mundschutz blickten mich verschiedene Augenpaare an. Während ich darüber nachgedachte wer wohl eine Frau und wer ein Mann sein könnte tat die Narkosespritze ihre Wirkung. Ganz weit weg hörte ich eine Stimme, die mir zwar bekannt vorkam, aber in meinem Zustand nicht zuzuordnen war. Als ich die Augen aufschlug, stand Frau Weimert, meine Bettnachbarin neben meinem Bett, und setzte mir ein Glas mit Wasser an den Mund, so das ich trinken konnte. Zur Orientierung erzählte sie mir wo ich bin, und das ich die Operation scheinbar gut überstanden hätte. Mit etwas ernsterer Miene fügte sie noch hinzu, das mein Mann dagewesene wäre, und sich derart aufgeführt hätte, weil ich noch nicht aus der Narkose erwacht wäre, und die Nachtschwester ihn bat zu gehen. Kaum das Frau Weimert geendet hatte, ging die Tür auf und Werner kam herein geschneit. "Na endlich bist du wach!" Ohne ein Wort des Grußes. Ich habe mir heute morgen extra unbezahlten Urlaub genommen, wenn ich gewußt hätte, das Du so lange schläfst, hätte auch ein halber Tag Urlaub gereicht, jetzt habe ich wieder weniger Stunden auf meine Abrechnung. Er erzählte mir dann noch, das sein Wagen dringend eine größere Reparatur benötigt die aber so teuer wäre, das er sich gleich einen neuen Wagen kaufen könnte. Die Papiere die ich mit unterschreiben müßte für die Bank, um den schon vorhandenen Kredit aufzustocken, habe er gleich mitgebracht. Dabei zog er mehrere Formulare aus aus seiner Aktentasche und reichte sie mir zusammen mit einem Kugelschreiber. Als ich Unterschrieben hatte, schaute er nervös auf seine Uhr, und stellte fest: Das die Bank bald schließen würde, und er keine Zeit mehr hätte. Scheunigst verließ er das Zimmer und ließ dabei laut die Tür ins Bett fallen. Ich schaute zu Frau Weimert rüber, die mich Kopfschüttelnd ansah. Das war also dein Mann Carmen? "Ja," antwortete ich und fing an zu weinen. Frau Weimert kam zu mir herüber setzte sich zu mir aufs Bett nahm meine Hand und sagte: " Kindchen, Du tust mir leid, Du bist so eine liebe junge Frau, die etwas besseres verdient hätte als so einen Flegel." Wenn du willst, kannst du mir dein Herz ausschütten. Ich schnaufte mir die Nase, in das von ihr gereichte Taschentuch und erzählte ihr von meiner unglücklichen Ehe. Zum Schluss wollte sie noch wissen, wo mein Töchterchen ist, als ich ihr sagte, das sie bei meinen Eltern ist, meinte sie: " Das ist gut so, sobald deine Eltern dich besuchen kommen werde ich mit Ihnen reden, und du wirst sehen alles wird gut." Meine Eltern kamen am nächsten Tag und brachten Daniela mit, die Freude war groß, mein Töchterchen wiederzusehen. Mein Vater gab mir die Hand, und sagte, das er vorhin auf dem Flur eine Unterredung mit Frau Weimert geführt hätte und ich solle nach dem Krankenhaus Aufenthalt nicht mehr zurück zu Werner, sondern zu Ihnen kommen. Ich war überglücklich und dankbar über den Entschluß meiner Eltern Daniela und mich zu sich aufzunehmen. Siehst du, jetzt wird alles gut hörte ich Frau Weimert im Hintergrund sagen. Gemeinsam planten wir noch den Tag meiner Entlassung, und hielten es für besser, Werner nichts davon zu sagen, um zu vermeiden, das er ein Riesen Theater im Krankenhaus veranstalten würde. Ich war Frau Weimert sehr dankbar, für ihre Kooperation mit meinen Eltern. Meine Genesung schritt schnell voran, so das der Entlassungstermin vorverlegt werden konnte. Es lief wie geplant, meine Eltern kamen um mich abzuholen, zuvor waren sie noch unter einem Vorwand bei Werner vorbeigefahren, um noch ein paar Sachen für Daniela und mich aus der Wohnung zu holen, alles weitere würde sich mit der Zeit erledigen lassen, meinte mein Vater. Frau Weimert standen Tränen in den Augen, herzlich umarmte sie mich und wünschte mir viel Glück, für die Zukunft und alles gute auf meinen weiteren Lebensweg. Bei meinen Eltern räumte ich meine und Danielas Habseligkeiten in meinem ehemaligen Kleiderschrank ein. Es war alles noch so wie früher dachte ich während ich mich im Zimmer umsah, nur das zweite Bett für Daniela war neu hinzugekommen. Das klingeln des Telefons riss mich aus meinen Gedanken, ich hörte, das mein Vater ins Telefon schrie:" Das bist du selbst Schuld, Carmen wird sich von Dir scheiden lassen," und knallte den Höhrer auf, ich brauchte nicht erst zu fragen wer dran war, Werner mußte mittlerweile im Krankenhaus aufgetaucht sein, und von meinem heimlichen verschwinden wissen. Mein Vater bestand darauf, das ich mich sofort mit einem Rechtsanwalt in Verbindung setzte um alles nötige in die Wege zu leiten. Aus dem Telefonbuch nahm ich den ersten den ich gefunden hatte, und rief dort an. Bei der Sekretärin bat ich um einen Termin, nachdem ich die Angaben über meine Person und mein Anliegen durchgegeben hatte, teilte sie mir mit das der Anwalt noch zwei Wochen in Urlaub ist und gab mir meinen Termin dementsprechend langfristig.Damit mussten wir uns zufrieden geben.Beim Abendessen gab mein Vater mir Anweisungen wie er sich meine Zukunft vorstellte. Sobald von Werner die Unterhaltszahlungen eingehen, wirst Dublins einen Kostenbeitrag zufügen. Daniela meldest du in Kindergarten an, dann hast du genügend Zeit und kannst Arbeiten gehen, bist du genügend Geld hast für eine eigene kleine Wohnung.Ich nickte nur stumm , ohne aufzusehen,meine Gedanken gingen zurück zu dem Tag als ich Werner kennengelernt hatte und was ich im Verlauf der drei jährigen Ehe erfahren hatte. Ich schaute zu Daniela, die sich zwar in einem hübschen aber auch aufsässigem Mädchen entwickelt hatte. Ich wünschte mir in diesem Moment genügend Kraft entwickeln zu können um allen Anforderungen gerecht zu werden. Draußen klingelte es an der Tür, wir schauten uns fragend an, wobei jeder erahnten dass es Werner sein würde. Mein Vater stand auf und ging aus der Küche heraus zur Haustür, um zu öffnen. Ich hörte Werners stimme, zuerst verlangend, dann drohend und schimpfend bis mein Vater das Gespräch beendete, in dem er die Tür zuknallte. Mit hoch roten Kopf und ziemlich aufgebracht stand mein Vater jetzt wieder in der Küche und berichtet uns das Werner die sofortige Herausgabe Danielas gefordert hätte, die er mit einer gerichtlichen einstweiligen Verfügung fürs Sorgerecht geltend machen könnte. Ich konnte den Ernst der Lage nicht erkennen, und verließ mich auf den anstehenden Termin bei meinem Anwalt, der wie ich dachte alles für mich regeln würde. Werner blieb in den nächsten Tagen weiterhin hartnäckig, er bombardiert e uns mit Telefonanrufen bei Tag und in der Nacht, so das wir schon zusammenzuckten, wenn es anfing zu klingeln. Die Spannungen übertrugen sich auch auf unser Zusammenleben, mein Vater suchte immer öfter die Kneipe auf um seine Sorgen, die er mit mir hatte wie er sagte, herunterzuspülen. Wenn er dann betrunken nach Hause kam, beschimpfte er meine Mutter, das sie an allem Schuld hätte, weil sie unfähig gewesen wäre mich richtig zu erziehen. Mein Selbstwertgefühl war auf den Nullpunkt, niemand kümmerte sich um meine Seele. Daniela hielt mich Tagsüber auf Trapp während ich Abends, wenn ich neben meiner Tochter im Bett lag, krampfhaft versuchte über eine Änderung meiner Situation nachzudenken so lange, bis mich wilde Träume in die Tiefe rissen, aus denen ich morgens schweißgebadet und erschöpft erwachte. Fünf Tage vor dem Termin beim Anwalt, erhielt ich ein Schreiben vom Jugendamt in dem mir mitgeteilt wurde, das ich mich bereits am darauffolgenden Tag mit meiner Tochter Daniela um 9:00 Uhr vorzustellen hätte, eine Begründung beinhaltete die Vorladung nicht. Beunruhigt stand ich am nächsten Morgen frühzeitig auf. Meine Mutter wollte mich begleiten, um sich mit Daniela zu beschäftigen, wenn ich in der Besprechung bin. Die Fahrt dorthin empfand ich als beschwerlich, zuerst fuhren wir mit dem Bus zum Bahnhof, stiegen in den Zug, vom Zug aus wieder in einen Bus, dann mußten wir von der Bushaltestelle aus noch einen Fußmarsch zurücklegen, der mir unendlich lang vorkam. Mir war übel, weil ich vor Aufregung noch nichts gefrühstückt hatte. Der kalte Januarwind blies mir gnadenlos ins Gesicht. Ich schaute zu Daniela, die ganz verfroren an meiner Hand neben mir herlief. Endlich hatten wir das Gebäude des Jugendamtes erreicht, an der Pforte fragte ich nach dem Stockwerk und die Zimmernummer. Wir gingen die Treppen hoch, und suchten den langen Flur ab, bis wir vor der richtigen Tür standen. Ich klopfte an und trat ein. Der Mann hinterm Schreibtisch fragte nach meinen Namen, und vergewisserte sich ob Daniela meine Tochter sei. Er bat uns einen Augenblick zu warten, und verschwand durch eine Verbindungstür. Mit Daniela auf dem Arm stand ich neben meiner Mutter und wartete auf was auch immer. Von nebenan waren Stimmen zu hören, ich wunderte mich noch über ein solches Verhalten. Es dauerte mindestens eine viertel Stunde, bis die Verbindungstür wieder aufging. Der Mann kam wieder herein, und ich erschrak, als hinter ihn Werner auftauchte. Er kam sofort auf mich zu, und versuchte mir Daniela vom Arm zu nehmen. Ich weigerte mich, das Kind loszulassen und fuhr ihn an, seine Finger von ihr zu lassen. Ich wollte zur Tür gehen, doch der Jugendbeamte versperrte mir den Weg dorthin. Hilfesuchend schaute ich Ihn an, aber er hielt mir nur ein Schriftstück vor der Nase und sagte:" Das hier ist eine einstweilige Verfügung fürs Sorgerecht an ihren Mann, wenn sie sich weigern, ihn das Kind zu überlassen, werde ich unverzüglich die Polizei holen und die Herausgabe bezwingen, was dann ausserdem für sie bedeutet, das ihr Mann eine Anzeige gegen Sie erheben muß. Starr vor Angst und Schreck ließ ich meine Arme mit Daniela langsam runter gleiten. Werner war sofort zu Stelle und nahm Daniela an die Hand, sie fing an zu weinen, und hielt sich an meiner Jacke fest während Werner schon die Tür öffnete und Daniela hinausschob. Der Jugendbeamte klärte mich noch darüber auf, das ich das Recht hätte, gegen diesen Beschluss Einspruch zu erheben und drückte mir eine Kopie davon in die Hand. Draußen so schien es, war es noch kälter geworden ich fror sowohl von außen als auch von innen.

Zu Hause tobte mein Vater, als meine Mutter ihm berichtete, wie man uns Daniela weggenommen hatte. Ich konnte vor Trauer keinen Ton mehr von mir geben, und zog mich auf mein Zimmer zurück wo mich die wenigen Spielsachen, die herumlagen erbarmungslos an Daniela erinnerten. Endlich saß ich wenige Tage später meinem Rechtsanwalt gegenüber, auf dem ich meine ganze Hoffnung setzte. Nachdem er sich den Schriftsatz durchgelesen hatte, schaute er mich Ernst über seinen Brillenrand hinweg an. " Tja", das wird nicht so einfach für uns, ihr Mann hat den Vorteil, erst einmal das vorläufige Sorgerecht mindestens bis zur Gerichtsverhandlung ausüben zu können, und die hier aufgeführten Gründe warum Ihnen mit sofortiger Wirkung das Sorgerecht entzogen worden ist, und zwar das führen eines unsoliden Lebenswandel wodurch es ihrer Tochter an die Notwendige Zuwendung und Sorgfaltspflicht die ein Kind nun mal braucht in jeder Hinsicht fehlte, ihr Mann hingegen alles nur erdenkliche zum Wohle des Kindes tun will, was letztendlich bei Gericht und Jugendamt zählt. Es liegt nun bei Ihnen ob sie die Anschuldigungen die ihr Mann gegen sie erhebt hinnehmen, was für sie bedeutet auf ihre Tochter verzichten zu müssen, aber wir nehmen den Kampf auf, das heißt: " Einspruch gegen diesen vorläufigen Beschluss zu erheben, und bis zu Verhandlung Beweise zu sammeln die dem Familienrichter zu der Überzeugung kommen läßt letztendlich Ihnen das Sorgerecht zuzusprechen. Ich entschied mich natürlich zu kämpfen für meine Tochter. Der Anwalt ließ sich von mir die Prozessvollmacht und den Antrag auf Armenrecht unterschreiben. Beim hinausgehen fragte ich kleinlaut, wann ich meine Tochter Wiedersehen könnte? " Wir werden Besuchsrecht beantragen"! War seine Antwort. Es folgten Tage und Wochen des Wartens auf eine Nachricht vom Anwalt. Werner meldete sich immer, entweder telefonisch oder schriftlich um sich dann zu überzeugen, das es das beste wäre für mich zu ihm zurück zukommen, ansonsten so drohte er, würde ich Daniela nie Wiedersehen außerdem müßte ich für alle gemeinsamen Schulden zu Hälfte aufkommen und Unterhaltszahlungen für Daniela würde er auch gelten machen. Der erste Brief vom Anwalt kam nach drei Wochen, er teilte mir Datum und Uhrzeit der Gerichtsverhandlung in zwei Monaten mit, und wies mich auf die Notwendigkeit meines Erscheinens hin, mehr hätte er bislang nicht für mich erreichen können. Es dauerte alles so lange, die Sehnsucht nach Daniela wuchs von Tag zu Tag. Beim Mittagessen sagte mein Vater, das ich so schnell wie möglich Arbeit finden müßte, damit ich Geld verdiene. Gegen Nachmittag kam unser ehemaliger Vermieter, meine Eltern besuchen. Mein Vater fragte ihm, ob er wüßte wo ich arbeiten könnte. Begeistert sprang er auf und forderte mich auf mitzukommen, erst heute morgen hätte ihm der Wirt aus der Gaststätte Waldesruh sein Leid geklagt, das er dringend eine Bedienung braucht. Also fuhr ich mit ihm und meinem Vater zu der Gaststätte die nur zwei Kilometer entfernt vom Dorf meiner entfernt, idyllisch am Waldrand gelegen war. Die Gaststätte an sich war ein altes Fachwerkhaus aus Ende des vorigen Jahrhundert wie die eingeschnitzte Jahreszahl über die Eingangstür verriet. Wir gingen hinein! Das Lokal war bis zum letzten Tisch besetzt, an der Theke standen die Leute dicht gedrängt und aus der Musikbox ertönten Karnevalslieder. Wir zwängten uns vorbei, in einem angrenzenden kleinen Saal wo gerade drei Plätze frei wurden. Unser ehemaliger Vermieter sagte dem jungen Mann der uns bediente, das er dem Wirt ausrichten soll:" Die neue Bedienung sei da!" Die bestellten Getränke brachte der Wirt persönlich. Er war eine große korpulente Erscheinung ca Ende vierzig seine lichten Haare waren feuerrot im sein Gesicht war übersät mit Sommersprossen und einem drei Tage Bart. Er begrüßte mich lächelnd wobei seine Augen hinter einer altmodischen Brille mich interessiert musterten. Trotz der Hektik machte er einen gelassen Eindruck. "Wie Sie sehen ist hier der Teufel los, mir wäre es am liebsten wenn sie gleich morgen anfangen könnten." Als ich zustimmte, strahlte er übers ganze Gesicht. Wir einigten uns über den Arbeitsbeginn, da er das Lokal bereits ab zehn Uhr morgens durchgehend geöffnet hätte, fand er es angebracht, wenn ich um siebzehn Uhr anfangen würde zu arbeiten. Allerdings legte er Wert auf eine angemessene Kleidung, die sollte aus einer weißen Bluse einem schwarzen Rock einer Servierschürze und nicht zu vergessen daß Kellner Portemonnaie. Also kaufte ich mir am nächsten Tag von meinem letzten Geld die notwendige Kleidung. Als ich dann pünktlich um siebzehn Uhr in voller Montur erschien, pfiff mein Chef anerkennend durch die Zähne. Zum Glück war noch nicht viel los, geduldig erklärte er mir die Funktionen der Registrierkasse und die Preise von sämtlichen Getränken und Speisen. Um achtzehn Uhr kam seine Mutter, die in der Küche die Speisen zubereitete. Die alte Dame begrüßte mich freundlich, und hoffte auf eine gute Zusammenarbeit. Ich versprach mein bestes zu geben. Das Lokal füllte sich, ich brachte den Gästen die Speise und Getränke Karte, und nahm anschließend die Bestellungen auf. Die Getränkebestellungen gab ich meinem Chef der am Ausschank stand und die Essensbestellung brachte ich in die Küche zu der alten Dame. Ich bemühte mich, freundlich zu sein, und meine Arbeit sorgfältig zu machen. Im Laufe des Abend stellte mein Chef mich einige Stammgästen vor, und erklärte mir jeweils die bevorzugten Getränke jeden einzelnen. Überwiegend wurde das Lokal von männlichen nicht mehr ganz jungen meist gut situierten Herrn besucht. Einige musterten mich mit Wohlgefallen, andere fragten nach meinen Namen und wo ich herkomme, aber alle behandelten mich höflich und korrekt. Ich arbeitete mich schnell ein, und freute mich jeden Tag auf meine Arbeit, wo ich akzeptiert und respektiert wurde. Es waren weitere zwei Wochen vergangen, bis endlich ein Brief von meinem Rechtsanwalt kam, wo mir mitgeteilt wurde, das beim Familiengericht ein Anhörung Termin ums Sorgerecht anberaumt wurde. Der Termin sollte in einer Woche sein. Voller Hoffnung fieberten meine Eltern und ich den Tag der Verhandlung entgegen. Mein Optimismus ergab sich aus der Meinung: " Das ein Kind zu seine Mutter gehört." Zudem verdiente ich jetzt Geld, und während ich arbeite, würde meine Mutter die Aufsicht Danielas übernehmen. Zusammen mit meiner Mutter wartete ich im Flur vor der Tür zum Verhandlungsraum auf meinen Anwalt. Wir waren viel zu früh dran. Ich blickte den langen kahlen Flur entlang, auf einmal erblickte ich ein kleines Mädchen. " Es war Daniele! " Sie lief auf mich zu! " Mir schossen Tränen in den Augen. Mit ausgebreiteten Armen lief ich ihr entgegen um sie aufzufangen. Endlich konnte ich mein ein und alles fest an mich drücken. Jetzt wird alles gut, ich lasse dich nie mehr los, flüsterte ich meiner Tochter ins Ohr. Ich hielt so lange inne mit Daniela, bis Werners Stimme mich zum aufschauen zwang. Mit einem ironischen Lächeln, blickte er auf mich hinab und sagte: " Deine Muttergefühle kannst du dir sparen Carmen, ich werde dem Gericht schon klarmachen, das du nicht fähig bist ein Kind zu erziehen," ich werde dem Gericht schon klarmachen, das du nicht fähig bist ein Kind zu erziehen und wenn ich erst einmal das Sorgerecht habe, mußt du mir Unterhalt zahlen und mit für die Schulden aufkommen es sei denn, du kommst zu mir zurück. Ich gab ihm keine Antwort, der Gedanke zu ihm zurückzukehren war genauso unvorstellbar für mich, wie Daniela nicht zugesprochen zu bekommen. Mein Anwalt eilte hastig an mir vorbei und mahnte mit dem Finger zur Uhr, das es gleich soweit sein müßte. Da ging auch schon die Tür zum Sitzungssaal auf und unsere Namen wurden vom Gerichtsvorsteher aufgerufen. Daniela hatte es sich auf Omas Schoß bequem gemacht und winkte mir lachen zu, bevor ich den Sitzungssaal betrat. Der Richter las unsere Personalien vor, und eröffnete die Verhandlung. Die Gegenpartei wurde vom Richter aufgefordert, den Sachverhalt zum Antrag des Sorgerechts zu begründen. Werners Anwalt schlug daraufhin seine Akte auf, und erhob sich. Haßerfüllt sah er mich an streikte seinen Arm aus, und zeigte mit dem Finger auf mich. Diese Frau Herr Richter, ist nicht in der Lage für das Wohl ihrer Minderjährigen Tochter zu sorgen, sie setzte ihre eigenen Bedürfnisse immer in den Vordergrund und vernachlässigte dadurch ihre Tochter. Außerdem kann mein Mandant ihr häufig wechselnde Männerbekanntschaften nachweisen was zweifellos für die Entwicklung eines Kindes von Nachteil ist. Allein diese Tatsachen sprechen dafür, das Sorgerecht meinem Mandanten zu übertragen. Damit knallte er scheinbar wütend seine Akte zu, und nahm wieder neben Werner Platz. Der Richter fragte mich streng, was ich dazu zu sagen hätte. Ängstlich und eingeschüchtert brachte ich keinen zusammenhängenden Satz heraus und stammelte vor mich hin , bis der Richter mich ungeduldig aufforderte etwas lauter und präziser zu antworten. Hilfesuchend sah ich zu meinen Anwalt, der sich jetzt erhob und mit meiner Verteidigung begann. Meine Mandantin Herr Richter weist sämtliche Vorwürfe ab, und beantragt das Sorgerecht ihrer Tochter mit sofortiger Wirkung. " Ist das alles?" Fragte der Richter. " Ja " antwortete mein Anwalt und setzte sich wieder hin. Der Richter beriet sich flüsternd mit seinen Beisitzern. Die Stille im Saal empfand ich als Last, die ich allein zu tragen hatte. Ich fühlte mich schuldig, wußte aber nicht für was. Endlich erhob sich der Richter und verkündete, das beide Parteien das Endurteil schriftlich mitgeteilt bekommen. Damit schloß er die Sitzung. Beim hinausgehen grinste Werner mich frech an und meinte: " Schon verloren Carmen! " Draußen zog er Daniela vom Schoß meiner Mutter, nahm sie auf den Arm und ging hastig den langen Flur entlang in Richtung Ausgang. Daniela rief über seine Schulter hinweg: " Bei Mama bleiben! " Und riss dabei ihre Ärmchen in die Höh. Traurig sah ich ihr hinterher, und mußte schmerzhaft feststellen, das ich noch nicht einmal die Chance hatte, mich von ihr zu verabschieden. Mein Anwalt klopfte mir im vorbeigehen auf die Schulter, und sagte: " Warten wir das Urteil ab, ich bin sicher wir werden gewinnen." Es verging fast ein Monat, bis der Postbote den ersehnten Brief per Einschreiben brachte. Meine Hände zitterten als ich ihn öffnete. " Und? fragte mein Vater wann können wir Daniela abholen? " Moment bat ich, ich muß erst lesen. Das erste Blatt war eine Mitteilung von meinem Anwalt, mit der Bitte um Kenntnisnahme und eine Terminvereinbarung. Aufgeregt schlug ich die nächste Seite auf. Oben war in großer Druckschrift zu lesen: " Im Namen des Volkes", ich las weiter, und traute meinen Augen nicht. Da stand:" Dem Antragsteller wird mit sofortiger Wirkung das Sorgerecht für die minderjährige Tochter Daniela übertragen." Ich lies meine Arme samt Brief in den Schoß sinken.

Ich starrte gedankenverloren meinen Vater an, worauf er mir den Brief aus den Händen nahm, und ihn zusammen mit meiner Mutter las. Anschließend tobte mein Vater wütend über die Ungerechtigkeit der Justiz, dabei hätte ich in diesem Moment etwas Trost und Beistand dringend gebrauchen können. Mein Anwalt riet mir Berufung gegen diesen Beschluss einzulegen und ein psychologisches Gutachten einzuholen um von neutraler Seite feststellen zu lassen, wer für die Erziehung Danielas besser geeignet ist, und da immer noch kein Besuchsrecht festgelegt worden war, setzte mein Anwalt einen Brief an das zuständige Jugendamt auf, mit der Bitte um Anhörung in meiner Sache. Mit bedauern stellte mein Anwalt fest, im Augenblick nicht mehr für mich tun zu können. Am Wochenende war Karneval, in der Gaststätte war die Stimmung dementsprechend ausgelassen. Die Gäste kamen in bunten Kostümen. Aus der Musikbox dröhnte laute Stimmungsmusik zu denen die Gäste an den Tischen schunkelten Oder zwischen den Tischen tanzten. Hier und da entdeckte ich fröhliche Kinder, die ihre Bonbons vom Karnevalszug vernaschten. Wehmütig mußte ich an Daniela denken, " Ob sie wohl auch Spaß hatte? " Mein Chef sah lustig aus in seinem rotweiß gestreiften Matrosenkostüm. Jedesmal wenn ich zu ihm an die Theke kam, machte er einen Scherz, so das ich über ihn lachen mußte. " Wenn du lächelst Carmen, gefällst du mir viel besser, " meinte er und zwinkerte mir aufmunternd zu. Seine netten Worte wirkten wie Balsam auf meine Arme Seele, und ich entschloss mich, den Karneval zu genießen, und floss in die Fröhlichkeit der Gäste mit ein. Die Hektik über die tollen Tage machte mir überhaupt nichts aus, ich zwängte mich mit Getränken und Speisen durch die Menschenmenge und machte obendrein noch den einen oder anderen Spaß mit, was bei den Gästen gut ankam. Am Veilchendienstag fand das närrische Treiben langsam ein Ende, die meisten Gäste verabschiedeten sich bereits am frühen Abend, weil sie am Aschermittwoch wieder arbeiten mußten. Kurz vor zwölf ging dann auch der letzte Gast. Mein Chef schloß gleich hinter ihm die Tür zu. Ich stand an der Theke und band meine Servierschürze ab, als ich zum Telefonhörer griff, um mir ein Taxi zu bestellen, drückte mein Chef auf die Gabel und sagte: " Bitte bleib noch Carmen! " Ich hatte viel zu großen Respekt vor ihm, als das ich gewagt hätte ihm zu widersprechen, schließlich war er mein Chef. Er machte den Eisschrank auf, und holte den teuersten Champagner den wir auf der Karte hatten heraus." Komm Carmen! " forderte er mich auf, wir setzen uns an den Tisch dabei deutete er mit der Flasche und Gläser in den Händen, zu den kleinen Nischentisch in der Ecke. Bevor wir uns setzten löschte er alle Lichter bis auf das über unseren Tisch. Während er einschränkte überlegte ich krampfhaft, was ich wohl falsch gemacht haben könnte, und ob er mir jetzt schonend beibringen möchte, das er mir die Kündigung gibt. Nach dem ersten Schluck Champagner, begann er mit: " Liebe Carmen, " vorweg möchte ich dir sagen, das ich mit deiner Arbeitsleistung vollauf zufrieden bin, die Gäste besonders die Stammgäste loben dich in den höchsten Tönen sie schätzen deine freundliche Art und deinen Fleiß. Du hast ein gutes Händchen im Umgang mit unseren Gästen, dabei tätschelte er meine Hand. Mir war das was mein Chef zu mir sagte, unangenehm und schaute deshalb beschämt zu Boden. Carmen, du arbeitest jetzt schon seit einigen Wochen bei mir, leider hatten wir noch nie Gelegenheit, uns privat etwas näher kennenzulernen ich weiß lediglich deinen Vornamen und das du aus dem Nachbardorf kommst. Was machst du zum Beispiel, wenn du nicht arbeitest? Hast du einen Freund? Aber bitte Carmen beantworte mir als erstes die Frage: " Woran denkst du, wenn wie so oft deine schönen blauen Augen voller Sehnsucht traurig ins leere blicken? " " An Daniela" antwortet ich und schluckte ein paarmal, um die aufkommenden Tränen zu verbergen. Daniela? fragte mein Chef. Wer ist das? " Meine Tochter! " Du bist verheiratet? " Ja, Nein!" Ich war jetzt so aufgewühlt, das ich Anstalten machte aufzustehen aber mein Chef ergriff meinen Arm, und bat mich zu bleiben. Mit ruhiger Stimme entschuldigte er sich dafür, das er alles falsch gemacht hätte. Ist schon gut wehrte ich ab, sie konnten es ja nicht wissen dabei nahm ich das von ihm gereichte Tachentuch und wich mir die Tränen aus meinem Gesicht. Ich atmete tief durch, und verspürte das Bedürfnis, meinem Chef alles zu erzählen was mich belastet. Aufmerksam hörte er zu, als ich von meiner gescheiterten Ehe mit Werner erzählte und das er das Sorgerecht für Daniela bekommen hatte. Als ich geendet hatte, schüttelte mein Chef mit geschlossenen Augen den Kopf, und rieb dabei seine Stirn. Inzwischen stellten sich bei mir Gewissensbisse ein, ob es richtig war, ihm alles zu erzählen. Endlich schaute er auf und sagte: " Wie kann man einem so lieben Geschöpf wie du es bist, soviel Leid antun, ich würde dich auf Händen tragen. " Ich würde dich auf Händen tragen dabei legte er seine Hände auf meine Schultern und drehte mich sanft zu sich herum, so das ich ihn anschauen mußte. " Uschi, bitte verzeih mir was ich jetzt sage: " Ich liebe dich! " das meine ich ehrlich, schon seit ich dich das erste mal gesehen habe wars um mich geschehen seitdem versuche ich vergeblich gegen diese Gefühle anzukämpfen, habe mir immer wieder gesagt, das ich siebzehn Jahre älter bin als du, aber meine Liebe zu Dir siegte über die Vernunft. " Carmen, ich wäre der glücklichste Mensch auf der ganzen Welt, wenn ich für dich sorgen könnte." Ich verspreche dir, dir bei all deinen Problemen hilfreich zur Seite zu stehen, dich glücklich zu machen und dich vor allem bösen zu beschützen. Du mußt jetzt nichts sagen Carmen laß dir Zeit, damit zog er mich an seine Brust und streichelte meinen Rücken. Ich schloß die Augen, und genoß die davon ausgehende wohltuende Wärm für meinen Körper und Geist. Das ich so verharrend fast eingeschlafen sein mußte, bemerkte ich zu meinem erschrecken, als mein Chef mit heiserer Stimme in mein Ohr flüsterte: " Komm, wir gehen nach oben in meine Wohnung, dort ist es viel gemütlicher." Willenlos folgte ich ihm die Treppen hinauf. Er öffnete die Tür, nahm meine Hand, küßte sie und lud mit einer Handbewegung zum eintreten ein. Es war sei Schlafzimmer! Als wir vor seinem Bett standen, umarmte er mich fordernd und seine Lippen suchten die meinen und ehe ich mich versah, hatte er sämtliche Knöpfe an meiner Bluse geöffnet, und meinen Rock hochgeschoben, er ließ kurz von mir ab, trat einen Schritt zurück, und befahl: " Zieh dich aus Carmen, ich will dich ganz." Ich gehorchte, und legte meine Kleidung Stück für Stück ab, er schaute dabei vom Bett aus zu, bis ich nackt vor ihm stand. " So und jetzt komm zu mir mein Engel ich bin schon ganz verrückt nach dir." Rasch legte er auch seine Kleidung ab, und sein korpulenter Körper der dabei zum Vorschein kam, wirkte wie ein gereizter Stier auf mich. Als ob er meine Gedanken gelesen hätte, versprach er ganz behutsam zu sein, um mir nicht weh zu tun. Ich ließ den Geschlechtsakt über mich ergehen, dabei waren meine Gedanken doch mehr damit beschäftigt, nicht von seinem Gewicht erdrückt zu werden als das was eigentlich geschah. Anschließend hielt er mich fest umklammert in seine starken Arme und beteuerte immer wieder, wie sehr er mich liebt. Ich fühlte mich geborgen. Als ich erwachte, dämmerte bereits der morgen. Ich sah in sein immer noch verschwitztes mit Sommersprossen übersätes Gesicht, seine roten lichten Haare klebten auf der Kopfhaut. Ich sah soweit ich konnte an seinem Körper herunter, und entdeckte auch dort überall Sommersprossen auf der schon welken Haut. " Ich heiße übrigens Herbert!" "Mein Engel, ich werde uns jetzt ein tolles Frühstück zaubern," dabei stieg er schwerfällig aus dem Bett, zog sich einen weißen Bademantel über und stampfte die Treppe herunter. Ich schaute vom Bett aus durchs Fenster, direkt in den Wald wo sich die Bäume bedrohlich nah am Fenster im Wind hin und her wiegten. In meinem Inneren, so war mir, als ob die Eine Carmen glücklich über den jetzigen Umstand war, die Andere jedoch am liebsten alles ungeschehen machen wollte. Herbert kam mit einem vollbeladenen Frühstückstablett herein, mitten auf meinem Teller lag eine rote Rose. " Für dich mein Engel!" Herbert goß mir Kaffee ein köpfte das Ei und belegte das Brötchen mit Schinken, dann drückte er mir das Brötchen in die Eine und den Eierlöffel in die Andere Hand und sagte dann Händereibend:" So mein Engel, las es dir gut schmecken." Diese Szene weckte in mir das Gefühl der Sehnsucht geliebt und beschützt zu werden. Nach fdem Frühstück drängte Herbert darauf zu meinen Eltern zu fahren. Als ich daraufhin meine Bedenken zum Ausdruck brachte, das es wahrscheinlich zu einem Riesen Donnerwetter von Seiten meines Vaters kommen würde, winkte Herbert nur ab. Galant öffnete er mir die Beifahrertür seines schicken Mercedes, und sagte während ich Einstieg: " Keine Angst Engelchen las mich das nur machen." Herbert ging zielstrebig auf das Haus meiner Eltern zu, und klingelte an der Haustür. Mir war ganz mulmig zumute. Mein Vater öffnete und warf mir sofort einen bösen Blick zu, dann erblickte er Herbert an meiner Seite, und ich konnte es nicht fassen, mein Vater streckt ihm freundlich lächelnd die Hand entgegen, und bat zum eintreten. Wir wurden sogar ins Wohnzimmer geführt, was sonst nur wichtigen Besuch vorbehalten war. Von meiner Mutter wurde Herbert ebenfalls herzlichst begrüßt, worauf sie sofort in die Küche verschwand um Kaffee zu kochen. Mein Vater hatte mittlerweile zwei Congac eingeschränkt und prostete Herbert Augenzwinkernd zu. Als Herbert sein Glas abgesetzt hatte, nahm er mich demonstrativ vor meinen Eltern in den Arm und sagte: " Ich habe mich unsterblich in Carmen verliebt, ich möchte sie keine Sekunde mehr missen." Meine Eltern nickten wohlwollend. Herbert gab mir einen Kuss auf die Wange und meinte: " Siehst du mein Engel, deine Eltern haben nichts dagegen, das wir ein Paar sind, und jetzt fahren wir in die Stadt, und besorgen dir was schickes zum anziehen." Ich war überwältigt, Herbert ging mit mir in die teuersten Läden der Stadt, man sah ihm richtig an wieviel Freude es ihm machte die verschiedenen Kleidungsstücke von der Stange zu nehmen um sie mir zur Anprobe in die Kabine zu reichen. Jedesmal wenn ich aus der Kabine trat, stieß er ein lautes ah und oh aus und klatschte dabei in die Hände. Ich mußte zugeben, das mir wirklich alles gut stand was Herbert für mich ausgesucht hatte. Vollbeladene fuhren wir in seine Gaststätte. Die neuen Sachen, hing er einfach in seinen Kleiderschrank dazu, und mir wurde auf einmal klar, das Herbert eine Entscheidung über mich getroffen hatte. Wie hypnotisiert überlies ich von nun ab alles Herbert. Herbert organisierte meinen Tagesablauf privat und im Lokal, sobald er einen Freiraum erkannte wurde dieser mit zusätzlicher Arbeit in der Küche ausgefüllt. Regelmäßig Mittwochs wenn wir unseren Ruhetag hatten, fuhren wir als erstes morgens in die Metro um fürs Lokal einzukaufen, anschließend machten wir einen ausgiebigen Stadtbummel, wobei Herbert sich immer äußerst spendabel zeigte. Ich bekam jedesmal was zum anziehen. Für den Nachmittag hatte Herbert wie er sagte: " Verschönerungstermine" für mich ausgemacht, mal brachte er mich zum Friseur mal zur Kosmetik oder zur Maniküre. Und wie selbstverständlich, begleitete er mich zu allen Terminen, und gab den zuständigen Damen, belehrende Anweisungen was mein Äußerest betraf. Abends gingen wir in gepflegten Restaurants essen dort suchte Herbert das Gericht aus, das mir schmecken würde. Er machte es mir vor, wenn ich nicht wußte, wie die

Scampis und Garnelen zu essen waren. Auch die richtige Reihenfolge der Besteckwahl beim vier .Gänge Menü mußte er mir zunächst erklären. Herbert genoß es, wenn mir die Leute bewundernde Blicke zuwarfen oft wurden Herbert Komplimente gemacht, was für eine hübsche Tochter er doch hätte amüsiert stellte er mich dann voller Stolz als seine Freundin vor. Unsere Stammgäste im Lokal, hatten mich gleich als ihre Wirtin akzeptiert. Unverständlichkeit über unsere Verbindung, konnte ich nur bei einigen unserer jüngeren Gäste bemerken, da bekam ich schon mal Bemerkungen zu hören wie: " Was findet nur so eine hübsche junge Frau an einem so alten Mann? " Oder: " Geld allein macht dich wohl glücklich!" Diese Aussagen beschämten mich zwar, aber eine Alternative ohne Herbert hatte ich zu diesem Zeitpunkt auch nicht.

Vom Gericht, bekam ich die Auflage, mich bei einen von ihnen bestimmten Psychologen vorzustellen, der ein Gutachten über meine Erziehungsfähigkeit erstellen sollte. Das Gutachten sollte dann in der von mir beantragten Berufung als Urteils Entscheidung beitragen. Herbert machte sich bei einem ihn bekannten Psychologe kundig, was bei den Sitzungen auf mich zukommen würde und in wiefern ich mich darauf vorbereiten könnte. Der Psychologe wußte ganz genau, aus welchen Fragen und Tests so ein Gutachten bestand. Herbert sorgte dafür, das er alles mit mir durchging, so das ich den Termin beruhigt entgegen schauen konnte. Dem bestellten Psychologen konnte ich bei den jeweiligen Sitzungen das Erstaunen geradezu ansehen, wenn ich beispielsweise die von ihm vorgelegten Karten schnell präzise und zusammenhängend erklärte. Auch die verdeckten hintergründige Fragen, speziell zur Kindererziehung bereiteten mir Dank Vorbereitung keine Schwierigkeiten. Ich war voller Zuversicht, als ich zum zweiten Mal vor dem Sitzungssaal stand. Neben mir Herbert, der angeregt mit meinem Anwalt fachsimpelte, uns gegenüber stand der Psychologische Gutachter. Diesmal kam Werner ohne Daniela dabei hatte ich so gehofft, die Kleine bei der Gelegenheit noch einmal zu sehen. Aber ich tröstete mich mit dem Gedanken, das ich jetzt das Sorgerecht zugesprochenen bekommen würde. Als Werner und ich aufgerufen wurde, drückte Herbert mir einen Kuss auf die Wange, und hielt mir beide Daumen entgegen. Beim hineingehen bemerkte Werner verächtlich: " Na, Carmen hast du dir jetzt einen alten Sack geangelt, der Dich aushält?" "Bringt er es überhaupt noch im Bett?" Ich war froh, das der Richter zur Ruhe mahnte. Nachdem der Richter den Sachverhalt zur Berufung verlesen hatte, wurde der Gutachter aufgerufen um Stellung zu nehmen. Sein Bericht, über meine Person war anfangs nur positiv, eingehend beschrieb er mich als überdurchschnittlich intelligente Person, die ein schnelles Auffassungsvermögen mit einen ausgeprägten Sinn Zusammenhänge schnell zu erkennen. Weiter führte er fort, das ich jedoch an Antriebsschwäche und an zu wenig Selbstwertgefühl leide. Der Richter nahm die letzte Aussage als so gewichtig hin, das er die Berufung mit sofortiger Wirkung ablehnte und den letzten Beschluss für rechtskräftig erklärte. Die Begründung hierfür ergab sich aus dem Sachverhalt das der Kinds Vater nach Prüfung durch das Jugendamt einen geplanten und durchorganisierten Tagesablauf zum Wohle des Kindes vorwies, ich jedoch so führte der Richter weiter aus, würde meine Tochter in eine Gaststätte mit unterbringen, was dem Wohle des Kindes nur schaden würde, außerdem wäre meine Beziehung zu dem wesentlich älteren Mann keine Basis für die Zukunft. Mein Anwalt sprang auf, und verkündete, das wir erneut eine Berufung beim Oberlandesgericht einreichen. Herbert fing mich draußen in seine Arme auf, bei ihm ließ ich meinen Tränen freien Lauf, worauf er verzweifelt versuchte mich zu, aber mein Schmerz war viel zu groß, als das mich seine Worte hätten erreichen können. In der folgenden Nacht, machte ich kein Auge zu, ich entwickelte abgrundtiefen Haß gegen den Richter, der mir zu zweiten Mal Daniela genommen hatte, gegen den Gutachter, der mit seinen Teils negativen Ausführungen zum Urteil beigetragen hatte, gegen Werner dessen hämisches Lachen ich vor mir sah und sogar gegen Herbert weil durch seinem Umfeld Daniela nicht zu mir durfte. Von da an änderte sich mein Gemütszustand ich wurde launisch unzufrieden und schnell aufbrausend, und wenn Herbert mich deshalb kritisierte, brach ich sofort in Tränen aus. Unsere Gäste im Lokal sah ich plötzlich als leidiges Übel, ich bediente sie zwar, ansonsten schaute ich durch sie durch, alles um mich herum schien negativ für mich. Herbert versuchte alles um es mir recht zu machen, aber ich konnte seine Nähe nicht mehr ertragen wenn er mit mir schlafen wollte mußte ich mich danach übergeben. Eines Abends das Lokal war brechend voll, hat sich ein Gast über mich bei Herbert beschwert, das ich den Deckel falsch abgerechnet hätte, daraufhin hat Herbert mich vor dem Gast ermahnt, das ich besser aufpassen soll. Das war zu viel, ich riss die Servierschürze runter und schmiß sie Herbert vor die Füße, mit den Worten: " Mach doch deinen Scheiß alleine!" Dann rief ich mir ein Taxi holte mir noch eine Jacke und Geld aus der Wohnung und ließ mich in die nächst gelegene Stadt fahren, das erste Bistro war mein Ziel. Als ich die Tür aufmachte war mir als ob mich jemand beobachtet. Ich setzte mich an die schon gut besetzte Theke und bestellte mir ein Bier. Während ich auf mein Bier wartete schaute ich in die Runde plötzlich, mir stockte der Atem mein gegenüber war Axel. Er prostete mir lächelnd zu. In dem Moment, wußte ich das Axel mein Traummann ist und war.

Axel prostete mir zu, ich tat das gleiche. Dann kam er mit seinem Bierglas und Deckel zu mir rüber. " Ich habe deinen Namen vergessen," " Carmen" antwortete ich, " Du sag mal Carmen, kannst du mir Geld leihen, ich hab da noch eine Rechnung offen? " Ich holte mein Kellner Portemonnaie aus meiner Tasche, als ich es aufmachte, pfiff Axel durch seine Zähne, ich hatte außer dem Wechselgeld noch die gesamte Einnahme vom Abend im Portemonnaie." Wieviel brauchst Du?" Axel sagte: " 50 DM und den Deckel von heute!" Ich schaute auf seinen Deckel, und sah das er fast rund war mit Strichen und Geldbeträge. " Ja, kein Problem und gab ihm die 50DM. Axel nahm das Geld und sagte: "Ich bin gleich wieder zurück!" Ich bestellte mir noch ein Kölsch und dachte an Axel während ich in großen Schlucken mein Glas leerte. Nach etwa einer Stunde kam Axel endlich zurück. Ich war schon leicht beschwipst. " Wo warst du so lange?" fragte ich vorwurfsvoll. " Was soll die Fragerei?" " Das geht dich gar nichts an!" Ich schaute in seine Augen, die Pupillen waren Stecknadel groß, ein Schauer durchfuhr mich und sogleich ein ungutes Gefühl, Axel legte seine Hand um meinen Nacken und zog mich an sich um mich leidenschaftlich zu küssen. Ich schwebte auf Wolke sieben, dieser schöne Mann gehört zu mir. Wir tranken und küssten uns so lange, bis der Bistro Besitzer uns mehr oder weniger rauswarf. Den hohen dreistelligen Betrag mußte ich zahlen. Draußen legte Axel den Arm um mich, und steuerte eine kleine dunkle Gasse an, hier küssten wir uns leidenschaftlich und berührten uns gegenseitig, bis Axel abrupt von mir abließ und über Übelkeit klagte, sogleich krümmte er sich vor Schmerzen und erbrach lautstark neben mir ins Gebüsch. Ich richtete meine Kleidung und streichelte ihm über seinen Arm. " Hau ab!" schrie er mich an. Ich erschrak über seine Worte, und drehte mich um, und ging Richtung Straße. " Bleib stehen du Schlampe," schrie Axel mir hinterher, ich bekam Angst und fing an zu laufen. Axel war schneller und holte mich ein. Er nahm mich an den Schultern und presste mich an eine Häuserwand, er legte eine Hand um meinen Hals und drückte zu bis ich nach Luft schnappte er fletschte mit den Zähnen wie ein tollwütiger Hund, dann schlug er mit der anderen Hand mehrmals in mein Gesicht. Als er endlich von mir abließ, sackte ich schluchzend zusammen. " Carmen sorry, es tut mir leid ich wollte dir nicht weh tun, ich weiß nicht warum bei mir die Sicherung durchgebrannt ist." " Du mußt mir glauben bitte Carmen!" Axel half mir aufzustehen, und streichelte über meine Wangen dann legte er schützend seinen Arm um mich und gingen in Richtung Straße, telefonisch bestellte ich mir ein Taxi. Axel wollte noch meine Nummer haben bevor das Taxi kam küssten wir uns leidenschaftlich und während ich Einstieg, sagte Axel: " Komm Morgen Abend wieder ins Bistro ich warte dort auf dich!" " Wohin?" fragte der Taxifahrer. Ich nannte ihm die Adresse und ließ den Abend Revue passieren, und fragte mich ernsthaft: " Wie soll das weitergehen? Und was sage ich Herbert?" Erbarmungslos erreicht das Taxi mein Ziel, ich schloß die Gaststätten Tür auf, und huschte Blitzschnell hinein. Gerade wollte ich den Lichtschalter bedienen da ging das Licht von alleine an, und Herbert stand vor mir. Mit Tränen in den Augen sagte er zu mir: " Carmen, ich hab so viel für dich getan, und dann betrügst du mich mit diesem Halbstarken Taugenichts." " pack deine Sachen und geh!" Ich hatte dem nichts hinzuzufügen und tat, was er von mir verlangte. Als ich alles in Taschen und Tüten eingepackt hatte, rief Herbert meinen Vater an damit er mich abholt, dann stellte er mein Gepäck vor die Tür nahm mir mein Kellner Portemonnaie ab und knallte die Tür hinter mir zu. Mein Vater, der von Herbert über alles bestens informiert war schrie mich während der Fahrt an, wie undankbar und egoistisch ich doch wäre. Und ich sollte keinen Kontakt mehr zu Axel pflegen. Ich äußerte mich überhaupt nicht zu den Vorwürfen. Am nächsten morgen rief Axel mich an, um mich daran zu erinnern, das wir Abends im Bistro verabredet sind, ich sagte zu, aus Angst das Axel sonst böse auf mich sein würde. Noch bevor mein Vater von der Arbeit nach Hause kam, habe ich mich aus dem Haus geschlichen ich hatte gerade noch so viel Geld im Portemonnaie das es für die Busfahrt reichte. Axel saß schon an der Theke, neben ihm ein hübsches Mädchen die beiden unterhielten sich so angeregt das sie mich gar nicht wahrgenommen hatten. "Hi Schatz!" begrüßte ich Axel freundlich, daraufhin drehte er sich zu mir um und sagte:" Carmen, bezahl mal den Deckel, die Nerven mit einer zwischen Abrechnung." Ich schaute auf den Deckel, der war wie gestern fast rund mit Striche und extra Geldbeträge. " Ich habe kein Geld Axel!" " Wie du hast kein Geld, willst du mich verarschen?" Axel schlug mit seiner Faust auf die Theke so das sein Glas überschwappte und der Inhalt sich auf seine Hose ergoss. " Du blöde Kuh, guck mal was du gemacht hast!" " Aber ich" ,stammelte ich vor Angst. " Halt die Klappe!" Axel ballte die Faust und rammte Sie mir in den Magen.

Ich krümmte mich vor Schmerzen! Seine Begleitung hielt sich die Hand vor den Mund und kicherte. " Axel, warum tust Du mir weh?" " Axel warum tust du mir weh," äffte er mir nach. Beleidigt und Gedemütigt machte ich Anstalten zu gehen, Axel faste mich am Handgelenk und sagte: " Du bleibst hier kapiert!" " Ja," sagte ich kleinlaut. Den Rest des Abends, stand ich hinter Axel und seiner Begleitung, sie amüsierten sich über gemeinsame Freunde, dem ich nichts dazu zutragen hatte. Am Ende ließ Axel den Deckel nach langer Diskussion mit dem Chef anschreiben. Axel teilte mir am nächsten Tag seine Zukunftspläne mit, er wollte eine Wohnung für uns beide finden,dann war es sein größter Wunsch mit mir einen Stammhalter zu zeugen und natürlich wollte er einmal im Leben heiraten. Axel fand Arbeit in einem Sägewerk. Eine Wohnung, in der Nähe seines Arbeitsplatzes war auch schnell gefunden. Meine Eltern brachen den Kontakt zu mir ab, als ich mit Axel in die Wohnung zog. Wir übernahmen die Wohnung möbliert, so brauchten wir keine Möbel zu kaufen, da Axel nicht wollte, das ich arbeiten gehe hatten wir nur wenig Geld zur Verfügung. Mein letztes Geld gab ich für ein rosafarbenes Kleid aus, das mein Hochzeitskleid werden sollte. Wir heirateten allein mit zwei Trauzeugen die Axel aus der Kneipe kannte. Axel machte mich jedesmal wenn ich meine Periode bekam, dafür verantwortlich das er noch keinen Sohn hat. Er ging nach der Arbeit in die Kneipe und betrank sich, wenn er dann nach Hause kam beschimpfte er mich und wenn ich etwas sagte, schlug er mich. Ich hatte oft ein blaues Auge oder geschwollene Lippen. Als ich einen Brief vom Anwalt bekam, das das Oberlandesgericht Düsseldorf entschieden hat, mir das Sorgerecht für Daniela zu übertragen, hatte ich Angst sie in mein Leben kommen zu lassen. Ich richtete ihr mit ein paar Habseligkeiten ein kleines Zimmer ein. Daniela war mittlerweile sechs Jahre alt, sie hat drei Jahre bei ihrem Vater gelebt. Als ich sie abholte wartete ich unten an der Treppe auf Daniela und Werner um sie im Empfang zu nehmen. Dann kam Werner mit Daniela an der Hand die Treppe herunter, er weinte schluchzend sagte er:" Bitte pass gut auf sie auf!" Daniela hatte ein blaues Mäntelchen an und rote Schuhe, in der Hand hielt sie einen abgenutzten Plüschbär sie schaute nach oben zu ihrem Papa und schluchzte: " Papa ich will bei dir bleiben." "Werner beugte sich runter zu ihr und sagte:" Mein Schatzi Papa ist immer bei dir wie dein Bär, wenn du ihn drückst dann bin ich bei dir." Er strich ihr eine Locke aus dem Gesicht und küsste sie schluchzend." Sei bitte gut zu ihr.

Ich versprach Werner gut auf Daniela aufzupassen. Zu Hause angekommen empfing Axel mich an der Wohnungstür mit finsterer Miene fragte er mich: " Wo warst Du so lange Schlampe, hast wohl mit Deinem Ex rumgemacht." Bevor ich etwas antworten konnte, schupste er mich zur Seite und ging. Eingeschüchtert fragte Daniela: " Ist das mein neuer Papa?" "Ja, mein Schatz." "Warum mag er mich nicht?" "Komm ich zeig Dir dein Zimmer. Daniela schaute sich um und fing an zu weinen, "Ich will zu meinem Papa schluchzte sie." Ich machte ihr Milchreis mit Zimt und Zucker, und hoffte, das sie sich beruhigte. "Das schmeckt lecker," sie hatte sich viel Zucker und Zimt auf ihren Milchreis gestreut. Ich dachte an Axel, hoffentlich ist er ein guter Stiefvater für Daniela denn die kleine hat schon soviel durchgemacht. Nach dem dem Essen machte ich Daniela fürs Bett fertig, sie wollte das ich ihr noch aus ihrem Märchenbuch vorlas , bis sie mit ihrem Teddy im Arm eingeschlafen war. Ich betrachtete mein Kind, wie ein Engel sah sie aus mit ihren blonden Locken und den süßen Pausbacken. Dann hörte ich das die Tür aufgeschlossen und mit einem lauten Knall zugeschmissen wurde, Daniela zuckte im Schlaf zusammen, ich ging schnell aus Ihrem Zimmer und mahnte den sichtbar volltrunkenen Axel zur Ruhe damit Daniela nicht aufwachte. "Wegen Deiner Göre, die Du mit einem anderen gezeugt hast, las ich mir nicht den Mund verbieten Du Hure." "Aber Axel, ich wollte doch nur:" Weiter kam ich nicht,rasend vor Wut schubste er mich an meinen Haaren ziehend in die Küche bis zum Tisch wo Danielas Teller vom Milchreis stand, er drückte meinen Kopf so weit runter bis mein Gesicht den benutzten Teller berührte. "Was soll das, seit wann gibt es Abends warmes Essen?" "Ich habe der kleinen Milchreis gemacht", verteidigte ich mich, Axel zog mich an den Haaren hoch und drückte meinen Kopf an den Hängeschrank dann holte er aus und schlug mit der Faust auf meine Lippen. Ich fühlte wie meine Lippe aufplatzt und schmeckte das daraus herausfließende Blut. "Mama," Schluchzend stand Daniela in der Tür,"Hau ab," fuhr Axel die kleine an, daraufhin lief sie ängstlich in ihr Zimmer zurück. " Bitte Axel flehte ich, die kleine hat Angst!" Ich wollte zu ihr aber Axel versperrte mir den Weg indem, das er sich in den Türrahmen von Danielas Zimmer stellte. " Willst du dir noch eine einfangen." "Geh ins Bett ich will Sex !" Während er mich brutal nahm schloß ich meine Augen und hielt mir die Ohren zu um Danielas wimmern nicht zu hören.

Ich war so glücklich mein Kind nach drei jährigem Kampf endlich wieder bei mir zu haben, um so unglücklicher war ich über Axels verhalten der Kleinen gegenüber. In ihrem Beisein bezeichnete er uns als nichtsnutzige Fresser. Er schickte Daniela abends bereits um 18:00 ins Bett, verdunkelte ihr Zimmer und schloß Ihre Tür ab, Sie weinte leise vor sich hin, rief " Mami, ich habe Angst!" Mehrmals bat ich Axel, mich zu Daniela zu lassen um sie zu trösten, aber dann wurde er wütend beschimpfte mich als Hure und schlug mich oder trat nach mir. Wenn ich dann weinte vor Schmerzen, verlangte er, das ich mit ihm schlafe. Daniela wurde mit sechs Jahren wieder zum Bettnässer in der Schule hatte sie auch nur Probleme sie kam weder beim Lernen mit, noch verstand sie sich mit den anderen Kindern. Sie wurde ausgelacht weil sie altmodische Kleidung trug und einen Schulranzen hatte, der längst schon out war. Ich war auf Axels Geld angewiesenen, er entschied was und wann etwas gekauft wurde, bei Lebensmittel war er besonders geizig er kaufte nur das nötigste, wenn Daniela Wünsche äußerte, wurden sie von Axel im Keim erstickt. Die Kleine tat mir leid, aber ich konnte ihr nicht helfen ich konnte mir selbst nicht helfen. " Herzlichen Glückwunsch, sie sind schwanger!" sagte mein Frauenarzt freudestrahlend nach einer Routine Untersuchung und steckte mir seine Hand entgegen. Oh mein Gott das wird mein Leben noch mehr erschweren dachte ich auf dem Heimweg, und was wird Axel dazu sagen? Als ich in unsere Straße einbog sah ich das Axel aus dem Fenster schaute, er tippte mit seinem Zeigefinger auf seine Uhr, und schrie: "Wo warst du so lange?" " Beim Frauenarzt, das habe ich dir gesagt Axel, trotz Termin hatte ich Wartezeit weil ich auf ein Test Ergebnis warten mußte, Axel ich bin schwanger!" Er knallte daraufhin das Fenster zu, verunsichert ging ich die Treppen hoch zu unserer Wohnung noch bevor ich den Schlüssel ins Schlüsselloch stecken konnte, riß Axel die Tür auf ohne etwas zu sagen hechtete er an mir vorbei die Treppen herunter. Daniela saß schluchzend am Küchentisch vor ihr stand ein Teller mit einer Scheibe Brot die mit Butter geschmiert war. " Alex hat meinen Teddy mit einem Messer zerschnitten und im Müll geworfen, weil ich das Brot nicht essen mag

"Komm zu Mami!"Ich nahm Daniela in meine Arme, drückte sie fest an mich, und weinte mit ihr. "Mami wird den Teddy wieder ganz machen!" versprach ich ihr. "Axel hat Teddy den Kopf und die Arme ausgerissen und dann in den Müll geschmissen," schluchzte Daniela. "Wenn Du morgen Früh aufwachst, ist Teddy wieder heile." Ich brachte Daniela ins Bett und blieb so lange bei Ihr auf die Bettkante sitzen, bis sie eingeschlafen war. Dann holte ich den Teddy bzw den Rumpf den Kopf und die Gliedmaßen aus dem Mülleimer und nachdem ich alles von Essensreste befreit hatte, machte ich mich daran, Teddy wieder zusammenzunähen. Kurz nach Mitternacht hatte ich Teddy wieder alles angenäht, erleichtert setzte ich ihn vor Danielas Tür, damit sie ihn morgen früh gleich in Ihre Ärmchen nehmen konnte. Ich räumte den Nähkorb weg anschließend machte ich mich fürs Bett fertig dabei dachte ich an das Kind das in mir heranwuchs. " Hoffentlich wird es ein Junge, so wie Axel es sich wünscht, und wenn das Kind dann erstmal da ist, wird Axel bestimmt ein liebevoller Papa und er wird dann auch mit Daniela lieb umgehen." Ich hatte mich gerade ins Bett gelegt, da kam nicht zu überhören durch Türe zuknallen Axel nach Hause. Mit dem Teddy in der Hand, stand Axel vor meinem Bett. " Los aufstehen, du Hure!" "Mit wem hast Du rumgemacht?" "Axel, bitte warum sagst Du sowas." Er schmiß die Bettdecke auf den Boden, und zog mich an mein Fußgelenk umfassend zum Bettende. Ich wollte meine Hausschuhe anziehen aber in dem Moment trat Axel meine Hausschuhe mit seinen Fuß und sie flogen im hohen Bogen durchs Schlafzimmer. "Wieso bist du auf einmal schwanger?" "Monatelang bist du nicht schwanger geworden, hälst du mich für blöd?" Axel zog mich dabei am Nachthemd hoch ganz nah mein Gesicht an Seins ich roch seinen Atem der nach Alkohol stank. "Mit wem hast du rumgemacht?" Axel das Kind ist von dir!" " Ich schwöre!" "Du wagst es,"dabei hielt er mir Teddy vors Gesicht, "von dem Bastard das hier aus dem Müll zu holen." "Axel, die Kleine hat so geweint!" Versuchte ich zu erklären, aber Axel machte die Schublade der Kommode auf, nahm die dort liegende Schere raus, und zerschnitt Teddy in so viele Einzelteile, das es unmöglich gewesen wäre, diesen wieder zusammenzunähen. "Hör auf zu heulen!" schrie Axel mich an, und drehte meinen Arm nach hinten auf den Rücken zog ihn so weit nach oben, bis ich in gebückter Haltung vor Schmerzen aufschrie. Daniela stand plötzlich in der Tür, schluchzend starrte sie auf ihren zerschnittenen Teddy. Axel drehte sich nach ihr um, im gleichen Moment ließ er von mir ab nahm Daniela grob an die Hand und schob sie unsanft in ihr Zimmer dann verschloß er die Kinderzimmer Tür und steckte den Schlüssel in seine Hosentasche.

Ich ging auf die Knie. "Axel bitte ich schwör dir, das Kind ist von dir." "Hör auf zu jammern du Miststück." Dabei schlug er mit der flachen Hand auf meinen Mund. Sofort sprang die alte Wunde wieder auf, ich versuchte das Blut mit meiner Hand aufzuhalten aber es floss unaufhaltsam durch meine Finger auf mein Nachthemd. Ich schaute hoch zu Axel in seine hasserfüllten Augen, hörte wie Daniela mit ihren kleinen Fäusten vor die Tür schlug und rief: "Mami ich muß Pipi!" Ich kroch auf allen vieren vorbei an Axel hin zur verschlossenen Kinderzimmer Tür. "Schatzi, hab keine Angst Mami ist da." "Ins Bett du Hure!" Ich taumelte zurück ins Schlafzimmer, blutverschmiert forderte Axel, Sexpraktiken, für die ich mich schämte auszuführen.

Zudem mein weinendes Kind nebenan.

Ich wartete ab bis Axel eingeschlafen war, dann nahm ich den Schlüssel und schloß Danielas Tür auf sie lag auf dem Boden in einer Pfütze Urin ich trug sie zu Bett, und wechselte ihr Nachthemd Gott sei Dank ist sie dabei nicht wach geworden. Danach ging ich ins Bad sah in den Spiegel und erschreckte mich darüber, wie ich aussah. Blutverschmiert im Gesicht eine geschwollene aufgeplatzte Lippe an meinen Händen eingetrocknetes Blut. Ich muss Axel verlassen, aber wie? Während ich mich wusch, viel mir ein das ich in der Zeitung einen Artikel von einem Frauenhaus gelesen hatte. Somit schmiedete ich den Plan, Axel so bald wie möglich zu verlassen. Schon am nächsten Morgen fand ich den Artikel in der Zeitung, ich rief von einer Telefonzelle aus das nächstgelegene Frauenhaus an, die aber hatten keinen Platz frei, die freundliche Dame am Telefon gab mir jedoch zwei Nummern von Frauenhäusern wo noch Plätze frei waren ich hatte die Wahl zwischen Aachen und Leverkusen. Ich entschied mich in Leverkusen anzurufen. Die Frau am Telefon sagte, das bis jetzt noch ein Platz frei wäre, sie wollte wissen, wann ich komme und ich antwortete:"Morgen" sie gab mir eine Nummer durch, die ich niemals weitergeben durfte, diese soll ich anrufen wenn ich angekommen bin dann werde ich am Bahnhof abgeholt. Ich ging mit Daniela an der Hand wieder nach Hause. Mir kamen Zweifel, ob ich das richtige tue. Woher soll ich das Geld für die Fahrkarte nehmen? Die einzige Möglichkeit wären meine Eltern, aber dafür hatte ich jetzt nicht die Nerven, mir diese Predigt anzuhören. Daniela hatte ein gefülltes Sparschwein mitgebracht. Ich schaute zu ihr runter und mir kamen Gewissensbisse. Heimlich machte ich das Sparschwein von Daniela auf während ich die kleine mit malen beschäftigt hatte. 44,-DM zählte ich zusammen. Ohje die Tür wurde aufgeschlossen schnell versteckte ich das Geld in Danielas Schrank und ging aus dem Kinderzimmer. Was ist denn hier los, schrie Axel mich an. Was meinst du Axel? "Tu nicht so blöd, wo ist mein Essen"? "Ich wärm dir von gestern die Suppe auf." "Was macht dieses Bastardkind hier noch um diese Zeit?" Los mach das du ins Bett kommst, aber zackig ich will dich hier nicht mehr sehen. Dabei wies er mit einer Handbewegung zum Kinderzimmer. Daniela stand ängstlich von ihrem Stuhl auf, ich wollte zu ihr aber Axel schlug mit seinem ausgestreckten Arm gegen meinen Kopf, ich knallte gegen die Hängeschränke, sogleich bildete sich eine Beule. Daniela rief aus dem Badezimmer nach mir. "Mami kommt!" Ich ging mir den Kopf haltend zu Daniela ins Bad. "Was ist Mäuschen?" Sie putzte sich gerade die Zähne, "Ich habe Hunger Mami, kann ich noch ein Brot essen?" Ich hörte aus der Küche ein: "Was" und sogleich stand Axel hinter Daniela und äffte ihre Frage nach. "Nein" sagte er du gehst in Bett. Daniela schluchzte mit der Zahnbürste im Mund vor dem Waschbecken. Axel schlug Daniela auf den Hinterkopf, dabei knallte sie mit ihrem Mund auf den Waschbeckenrand. Als sie ihr Köpfchen hob blutete sie aus ihrem Mund, und im Waschbecken lagen ihre zwei Schneidezähne.

Mein Entschluss stand fest, ich muss Axel verlassen, bevor noch schlimmeres passiert. Ich muß mein Kind schützen und das Ungeborene das in mir heranwuchs. Als Axel am nächsten morgen die Tür hinter sich ins Schloss fallen ließ, holte ich die Eingestaubte Reisetasche vom Kleiderschrank, und packte schnell ein paar Kleidungsstücke für Daniela und für mich zusammen. Es war 5:30, ich war soweit, Daniela war einfach nicht wachzubekommen, sie rieb sich die Äuglein und weinte im Halbschlaf dabei sagte sie: "Mund tut weh." Ich weiß mein Schatz, und tröstete sie mit: "Wir gehen heute weit weg!" "Kommt Axel auch mit?" " Nein wir zwei fahren alleine ganz weit weg." Ich steckte die 44,-DM von Danielas Sparschwein und meine Krankenkassenkarte ein. Der Bahnhof lag außerhalb der Stadt, der Weg dorthin führte durch die ganze Innenstadt, es war die zweite Advent Woche, ein naßkalter Schneeregen peitschte uns ins Gesicht. Die Stadt war mit leuchtenden Weihnachtslichtern geschmückt, aus den Bäckereien duftete es nach frischen Brötchen. "Mami ich hab Hunger!" Quengelte Daniela. "Komm Mami kauft Dir ein Milchbrötchen." Ich ging mit ihr in die Bäckerei. "Ein Milchbrötchen bitte!" Darf es sonst noch etwas sein? fragte die Verkäuferin. "Nein danke!" Wie gerne hätte ich mir auch ein Brötchen geholt, aber ich hatte Angst das das Geld für die Fahrkarte nicht reicht. Daniela versuchte in ihr Brötchen zu beißen aber sobald sie abbeißen wollte weinte sie vor Schmerzen, die übrig gebliebenen Stumpfe der abgebrochen Schneidezähne machten es ihr unmöglich normal zu essen. Wir erreichten den Bahnhof. Der Schalter wo ich hätte eine Fahrkarte kaufen können war noch geschlossen, ich studierte die große Fahrkarte in der Bahnhofshalle und stellte fest, das der Zug nach Leverkusen schon in 10 Minuten einfährt, ich müßte in Mönchengladbach einmal umsteigen. Ich beeilte mich mit Daniela an der Hand die Treppe hinunter und wieder hinauf, um auf der anderen Seite auf den Bahnsteig zu gelangen wo mein Zug zunächst nach Mönchengladbach, und dann nach Leverkusen fährt. Endlich, ich saß im Zug, das umsteigen war unproblematisch. Im Zug nach Leverkusen, schlief Daniela mit dem Kopf auf meinen Schoß liegend, ich legte meinen Arm um sie und schaute aus dem Fenster draußen hatte sich der Schneeregen verdichtet, ich schaute hindurch und je weiter ich mich entfernte, hatte ich das Gefühl alles hinter mir zu lassen und mit Daniela und dem ungeborenen neu anzufangen. "Fahrkartenkontrolle!" "Ihre Fahrkarte bitte!" Der Kontrolleur stand neben mir. "Ich habe keine Fahrkarte," sagte ich mit zittriger Stimme, und schaute zu ihm hoch, es war ein älterer Herr untersetz mit gütigen Augen, als ob er mein Leid erkennen konnte, sagte er: "Ich wünsche Ihnen alles Gute," und ging weiter. Ich mußte weinen vor Rührung, das es Menschen gibt, die Menschlich sind. In Leverkusen angekommen rief ich wie am Telefon besprochen die durchgesagte geheime Nummer vom Frauenhaus an, worauf ich kurze Zeit später von zwei Frauen abgeholt wurde. Im Aufnahmegespräch wurde mir von einer Sozialarbeiterin mitgeteilt das es sich um ein autonomes Frauenhaus handelt und das heißt, das die zur Zeit 8 Frauen und 14 Kinder. Dann mußte ich erzählen warum ich ins Frauenhaus geflüchtet bin im Anschluss daran wurden Danielas und meine Personalien aufgenommen. Eine etwas runtergekommene Frau sollte mir mein Zimmer zeigen. "Du schläfst mit in meinem Zimmer," sagte die Frau mit rauher Stimme. "Ich bin Carmen, und wie heißt Du?" Fragte ich sie, und hielt ihr meine Hand hin. "Elke" sagte sie barsch und ignorierte meine hingehaltene Hand. "Da schläfst du,"sie deutete auf ein Etagenbett . "Hier ist dein Schrank," dabei klopfte sie auf eine Schrankhälfte, wo die Tür nur noch an einem Schanier hing. Elke brachte mir noch Bettwäsche, und ich machte mich gleich daran, das Bett zu beziehen. Daniela weichte nicht von meiner Seite, als ich fertig war ging ich mit Daniela in den sogenannten Aufenthaltsraum. Elke stand am Fenster, und rauchte. Als sie mich erblickte drückte sie ihre Zigarette aus kam auf mich zu stellte sich breitbeinig vor mir, und sagte: "Pass mal auf Süße, hier hab ich das Sagen wenn die Sozialarbeiter ihren Arsch nach Hause gebracht haben, also wirst du das machen was ich dir sage!" "Eingeschüchtert brachte ich kleinlaut ein: "Ja mach ich" raus. Ich war zu schwach um mich zu wehren, ich ging in mein Zimmer und legte mich mit Daniela zusammen in das untere Bett vom Hochbett wir hielten uns gegenseitig fest umschlungen und schliefen schon bald darauf ein. Am nächsten morgen wurde ich von dem Lärm in unserem Zimmer aufgeweckt, die vier Kinder von Elke beschmissen sich gegenseitig mit Gegenstände, die sie gerade zu fassen bekamen, da ich auch einige Sachen von mir erkannte die da durch die Luft flogen sprang ich aus dem Bett und nahm den Jungs und Mädels was mir gehörte weg. Mit einem Satz stand Elke neben mir und schrie mich an, ich solle ihre Kinder in Ruhe lassen, sonst bekomme ich es mit ihr zu tun. Das war alles zu viel für mich, ich rannte raus aus dem Zimmer, und klopfte an die Bürotür der Sozialarbeiter hier machte ich meinen Ärger den ich mit Elke hatte Luft.

Die nette Sozialarbeiterin hörte sich alles an, was ich unter Tränen zu berichten hatte. Als Antwort bekam ich die Regeln des Autonomen Frauenhauses vorgelesen, mit dem Hinweis: "Wer sich nicht dran hält fliegt raus!" Ich nahm ihre Anweisungen zur Kenntnis, und fragte Sie, wo ich in der Stadt einen Zahnarzt für Daniela und eine Wohnungsbaugesellschaft finden kann. Maria so hieß die nette Dame lachte laut auf: "Hier in Leverkusen, ist es schlecht eine Wohnung zu bekommen, die Frauen haben von der Wohnungsbaugesellschaft mitgeteilt bekommen, das sie bis zu zwei Jahren Wartezeiten haben. Ich bedankte mich und verließ das Büro. "Du hast heute Kochdienst" sagte eine Stimme hinter mir. "Elke lehnte im Türrahmen und zeigte auf einen Plan der an der Wand hing. "Aber ich muß heute mit Daniela zum Zahnarzt." "Halt dich an die Regeln." Ich schaute auf den Plan und las: "Weiße Bohnensuppe mit Brötchen!" "Beeil dich um eins wird gegessen!" "Komm Daniela, du kannst Mami helfen beim kochen." Ich ging noch mal ins Büro, um für Nachmittags einen Zahnarzttermin telefonisch für Daniela auszumachen. Monika zeigte mir wo in der Küche alles zu finden war, Monika hatte Brandnarben im Gesicht, und an den Händen."Wie lange bist Du schon hier?" fragte ich sie. "Anderthalb Jahre," dabei schaute sie traurig auf ihre Hände. "Darf ich dich fragen, wie das passiert ist?" "Ich wollte ihn verlassen, dann hat er mich mit Benzin übergossen und angezündet." "Du Arme," "das hat bestimmt sehr weh getan?" Weiter kam ich nicht, Monika lief weinend aus der Küche. Oh dachte ich bei mir, da hab ich wohl was falsch gemacht, und nahm mir vor mich nach dem Essen bei Ihr zu entschuldigen. Pünktlich um eins brachte ich das Essen fertig in den Speisesaal. Die Frauen und Kinder warteten bereits als ich den großen Suppentopf mitten auf den Tisch stellte. Elke schöpfte sich zuerst ihren Teller voll, dann nahmen sich auch die Anderen. Ich schaute in die Runde und mir viel auf, das Monika nicht anwesend war. "Warum kommt Monika nicht zum Essen,"fragte ich in die Runde? Die ist bei ihrem Sohn auf dem Friedhof antwortete mir mit dünner Stimme die Frau die gegenüber von mir saß. Wie alt war ihr Sohn, und warum ist er tot? "Verbrannt," Marvin war zwei als er starb. " Halt deine Klappe du Bitsch," fuhr Elke mein gegenüber an, diese war sofort still. Nach dem Essen Verlies jeder wortlos seinen Platz. Ein Blick auf die Uhr, sagte mir, das ich mich sputen mußte um noch rechtzeitig zum Zahnarzttermin zu kommen. Gott sei Dank war das Wartezimmer nicht allzu voll, und wie erwartet wurde ich auch schon bald mit Daniela aufgerufen. "Wie ist das passiert?" fragte mich der Zahnarzt, als er sich Danielas abgebrochene Schneidezähne angeschaut hatte." "Mein Mann hat sie auf den Hinterkopf geschlagen, und dann ist sie mit dem Mund auf das Waschbecken aufgeschlagen." "Ich muß das Jugendamt informieren," sagte er und schaute mich streng über den Brillenrand hinweg an. "Hier liegt zweifelsfrei der Tatbestand einer Kindes Misshandlung vor." Ich fing an zu weinen, über das was Daniela alles erleiden mußte, über mich und dem Ungeborenen ich weinte das ich immer so ein Pech habe. Der Zahnarzt versiegelte die Bruchstellen und gab mir neue Behandlungstermine für Daniela. Beim hinausgehen weinte ich immer noch. "Viel Glück!" rief der Zahnarzt mir hinterher. Als ich im Frauenhaus ankam, ging ich in den Aufenthaltsraum um die Rollos hoch zu ziehen. "Nein bitte las die Rollos unten!" Ich schaute mich um, und entdeckte Monika im halbdunklen Aufenthaltsraum. Ich lies das Rollo wieder runter. "Was machst du hier?" fragte ich Sie?" "Ich vermisse ihn so sehr." Sie schaute auf ein Foto das sie in den Händen hielt. "Darf ich?" ohne zu zögern reichte sie mir ein etwas zerknittertes Foto worauf ein blonder Junge mit blauen Augen und einem verschmitzten Lächeln zu sehen war. "Ist das dein Sohn?" "Ja, das ist Marvin, er ist tot." Monika fing bitterlich an zu weinen. Ich setzte mich neben ihr und nahm sie in meine Arme, Monika legte ihren Kopf auf meine Schulter, und schluchzte. "Ich vermisse ihn so sehr, ich höre noch sein Lachen, wenn ich ihn gekitzelt habe, ich sehe ihn noch auf der Schaukel, er war so glücklich wenn er in den Himmel geschaut hat beim Schaukeln." Sie vergrub ihr Gesicht in meine Schulter und weinte und weinte Daniela war mittlerweile neben mir eingeschlafen. "Was ist denn passiert Monika?" "Ich ich wollte ihn verlassen, die Demütigungen, die Schläge, ich wollte nur noch weg." Monika erzählte unter Tränen weiter. Dann kam der Tag, mein Mann hat die gepackte Tasche unterm Bett entdeckt. Er fragte:"willst du mich verlassen?" "Ja, ich kann nicht mehr!" "Wenn Du nicht bei mir bleibst, soll Dich auch kein anderer Mann haben."Er lief in den Keller, wenn ich gewusst hätte was er vor hat, hätte ich die Gelegenheit genutzt und wäre weggelaufen." "Aber ich war starr vor Angst." "Als er wieder hoch kam schrie er weinend:" "Du gehörst mir, sogleich holte er eine Flasche Spiritus aus seiner Jackentasche und übergoß mich damit, in dem Moment kam Marvin in seinem Lieblings Schlafanzug der mit lustigen Äffchen bedruckt war aus dem Kinderzimmer und rieb sich die Augen, als mein Mann ihn erblickte, goß er den Rest Spiritus über Marvin es ging alles so schnell, Marvin kam zu mir ich sah das Feuerzeug in seinen Händen, und sogleich standen wir in Flammen, Obwohl ich selbst schon lichterloh brannte, versuchte ich mit meinen Händen bei Marvin die Flammen auszuschlagen, am Ende kniete ich vor ein nicht wiederzuerkennendes verbranntes etwas." " Diese Stille danach war unheimlich, sie ist bis heute präsent mit dieser Stille muß ich jetzt leben, das schaffe ich nicht Carmen." Mir tat Monika unheimlich leid, sie weinte ohne Tränen streichelte dabei das Bild ihres Sohnes. Mittlerweile war es fast stockdunkel im Aufenthaltsraum. Ich schlug vor das wir ins Bett gehen, mein Tag war ziemlich lang und ereignisreich gewesen, und für morgen, hatte ich mir die Wohnungsbaugesellschaft vorgenommen. Als ich mit Daniela dann endlich im Bett lag, mußte ich noch an Monika denken, sie hatte mein Mitgefühl und ich drückte Daniela fest an mich, und war froh das nichts schlimmeres passiert. Am nächsten morgen fragte ich in die Runde: "Wer ist heute dran mit kochen?" "Du!" sagte Elke, "und einkaufen muß Monika." Ich sah in Monikas ängstliche Augen

, und nahm meinen ganzen Mut zusammen, " Elke, könntest Du vielleicht für Monika den Einkauf erledigen, weil sie kann mit Ihren verbrannten Händen die Tüten nicht tragen?" "Das wird Elke gerne übernehmen," sagte eine Sozialarbeiterin im Vorbeigehen zu Elke. Elke warf mir daraufhin einen Blick zu, der mich schaudern lies. Ich schaute auf den Speiseplan, und las laut vor: "Sauerkraut mit Kassler und Kartoffelpüree." Ich nahm mir eine Plastikschüssel um darin Kartoffeln aus dem Keller zu holen, bevor ich die Tür aufmachte, betätigte ich den Lichtschalter um die Stufen sicher hinunterzugehen, ich hatte meinen Fuß noch nicht ganz auf die zweite Stufe gesetzt, da spürte ich eine Hand im Rücken die mir einen Stoß gab, für mich gab es im wahrsten Sinne des Wortes kein halten mehr, ich flog quasi von oben bis unten die Treppe runter und als mein Körper endlich unten zum Stillstand kam ging mein Blick nach oben, und ich blickte in das hämisch grinsende Gesicht von Elke.

Ich spürte einen pochenden Schmerz im rechten Knöchel, mit beiden Händen zog ich mich am Geländer hoch, um anschließend hoppelnd auf einem Bein, Stufe für Stufe nach oben zu gelangen. Tränen liefen über meine Wangen, wie zum Schutz legte ich oben angekommen beide Hände auf meinen Bauch. Monika sprang aus den Sessel als sie mich erblickte, sie kam auf mich zu um mich stützend zum Sessel zu geleiten. Sie zog einen Hocket heran nahm behutsam mein Bein und legte es auf den Hocker ab. Mein Knöchel war angeschwollen und schmerzte bei jeder Bewegung sogleich holte Monika ein in kaltem Wasser getauchtes Handtuch, und legte es mir um meinen Knöchel. " Tut es sehr weh? "fragte mich Monika, ich versuchte meinen Fuß etwas hin und her zu bewegen, aber es schmerzte in jeder Richtung. "Gebrochen ist nichts!" meinte Monika.“Es wäre besser, wenn Du dich beim Arzt untersuchen läßt, ob es deinem Baby gutgeht, sagte Monika besorgt, und legte Ihre Hand auf meinen Bauch. Mir wurde in dem Moment klar, das ich mich Elke unterwerfen muß. „ Hast Du vielleicht Voltaren Salbe?" fragte ich Monika,“ Ja“sagte sie und lief sogleich los in Ihr Zimmer um mir die Salbe zu holen. " Dankeschön Monika“ Ich versorgte meinen Fuß damit so gut es ging und versuchte aufzutreten, es waren höllische Schmerzen, aber ich biß die Zähne zusammen weil ich unbedingt zur Wohnungsbaugesellschaft wollte. Mit Daniela an der Hand ging ich zur Bushaltestelle, auf dem Fahrplan war zu erlesen, das der Bus den ich hätte nehmen müssen gerade weg war. Ich ließ mich auf die kalte Sitzbank nieder und legte schützend meinen Arm um Daniela, mein Blick schweifte umher und blieb an einem Werbeplakat hängen worauf stand: " Der Wolf im Schafspelz.“ Mein zuständiger Sachbearbeiter von der Wohnungsbaugesellschaft hieß: " Herr Wolf !“ Ich dachte über die Worte von der Sozialarbeiterin nach, das es bis zu zwei Jahre dauern kann, eine Wohnung zu bekommen. Der Bus kam, und ich stieg mit einem Gefühl der Hoffnungslosigkeit in den Bus, und setzte mich auf den einzigen freien Platz. Daniela nahm ich auf meinem Schoß. Ich drückte mein Gesicht in Ihren Rücken um meine Tränen vor den anderen Fahrgästen zu verbergen. Leverkusen Mitte kam es aus dem Lautsprecher, ich schob Daniela vor mich hin in Richtung Ausgangstür. Dann mußte ich mich erst mal orientieren, ich hielt die Wegbeschreibung in der Einen und Daniela an der Anderen Hand, also laut Wegbeschreibung müßte die Wohnungsbaugesellschaft genau in diese Richtung befinden, also ein Stück geradeaus und dann auf der linken Seite, ich vom Wegweiser auf und mein Blick viel wieder auf das Plakat:“ Der Wolf im Schafspelz.“Ich humpelte auf das riesige Gebäude zu, im Voyager suchte ich auf der großen Anzeigetafel auf welcher Etage und welche Zimmernummer Herr Wolf zu finden ist. Dritte Etage, Zimmer fünf. Auf mein zaghaftes Klopfen hin, sagte eine kräftige aber freundliche Stimme herein zu mir. " Bitte setzen sie sich sagte er zu mir, und bückte sich zu Daniela runter. " Möchtest Du einen Lutscher?“ Ja, sagte Daniela und Ihre Augen leuchteten als Herr Wolf ihr den bunten Lutscher überreichte. " Bitteschön, was kann ich für sie tun?“ Ich brauche eine Wohnung! sagte ich kleinlaut. Sehen sie, und tippte mit der Hand auf einen Stapel Akten, " wissen Sie was das ist? " Das sind alles Anträge von Leuten, die eine Wohnung suchen, es dauert mindestens zwei Jahre, bis ihr Antrag auf Wohnungssuche bearbeitet wird.“ Ich fing an zu weinen, ich weinte um mich um Daniela um das Ungeborene und um meine Situation. Herr Wolf reichte mir ein Taschentuch, ich weinte laut vor mich hin, schluchzend erzählte ich Ihm, das ich im Frauenhaus bin, und warum ich dort bin, das mich eine Mitbewohnerin heute die Kellertreppe runter gestürzt hat, zum Schluß sagte ich bitterlich, das ich wieder zu meinen Mann zurück gehen würde, im Frauenhaus muß ich Angst um mein Leben haben. Aufgewühlt stand ich auf um zu gehen. Warten Sie, Herr Wolf kam um seinen Schreibtisch herum und nahm mir den Antrag aus der Hand mit den Worten: Bis Ende der Woche, bekommen Sie einen Brief von mir mit einer Wohnungszusage. In dem Moment fühlte ich zum ersten Mal das mein Baby sich bewegte, als ob es Sich mit mir freut. Ich weiß gar nicht was ich sagen soll, sagte ich zu Herr Wolf, er öffnete mir die Tür und wünschte mir alles gute für die Zukunft. Draußen sah ich wieder dieses Plakat, und dachte bei mir: Ich war gerade bei dem Wolf im Schafspelz.

Ich war so glücklich, ich malte mir in Gedanken aus wie ich mit meinen Kindern in Ruhe und Frieden leben werde. Als ich im Frauenhaus ankam öffnete mir eine Sozialarbeiterin die Tür, normalerweise ist um diese Zeit niemand mehr anwesend von der Leitung, deshalb war ich verwundert über ihre Anwesenheit. Mit ernster Mine bat sie mich, gleich ins Büro durchzugehen.Dort standen die anderen Frauen meist mit gesenkten Kopf und ernster Mine Monika weinte leise vor sich hin. Die Sozialarbeiterin lehnte sich am Schreibtisch und hielt die Haushaltskasse in Ihren Händen. Dann fragte sie in die Runde:“ Wer hat das Haushaltsgeld der nächsten 14 Tage gestohlen bzw. Hat jemand gesehen, wer das Geld gestohlen hat?“ Betretenes schweigen erfüllte den Raum, Monika schluchzte auf, ich sah zu ihr rüber sie zitterte am ganzen Körper, mit dünner Stimme fing sie an zu stottern: „Elke hat das Geld mitgenommen, sie wollte wieder zurück zu ihrem Mann, das Geld brauchte sie fürs Taxi. Die Sozialarbeiterin brachte zum Ausdruck, da dies ein Autonomes Frauenhaus sei, und wir uns jetzt selbst helfen müssen, wir sollen uns überlegen, wovon wir die nächsten 14 Tage essen kaufen sollen, ihr müßt euch Gedanken machen. „ Wie wäre es, wenn jemand von uns in die Pfarrei geht und dem Pfarrer um eine milde Gabe in Form einer Geldspende bittet?“schlug ich vor.“ Da sonst keine Vorschläge kamen, wurde meiner angenommen. Ich erklärte mich bereit, zusammen mit Monika sofort loszugehen. Ich war voller Zuversicht, das der Pfarrer uns aus Nächstenliebe helfen würde. Ich klingelte an der großen Holztür der Pfarrei, Monika war kreidebleich im Gesicht, behutsam legte ich meinen Arm um sie. Endlich, langsam öffnete sich die schwere Holztür, der Pfarrer trat heraus und fragte nach unserem Anliegen. Ich schilderte Ihm die Situation in der wir uns befanden, und fragte Ihm abschließend, ob die Kirche uns eine milde Gabe in Form von Geld spenden könnte. Der Pfarrer runzelte die Stirn, griff in seine Hosentasche, und brachte ein Portemonnaie hervor öffnete das Geldscheinfach, blätterte die Scheine durch und zog einen 20DM Schein heraus den er mir reichte. Noch bevor ich etwas sagen konnte, viel die schwere Holztür ins Schloß. 20DM für 6 Frauen und 14 Kinder, das Geld reichte gerade um Brote und Margarine zu kaufen damit mußten wir uns die nächsten 14 Tage ernähren. Ich hoffte täglich auf Post von der Wohnungsbaugesellschaft, und wünschte mir sehnlichst, das Herr Wolf sein Versprechen halten würde. Endlich am Samstag morgen hielt ich den Brief von der Wohnungsbaugesellschaft in den Händen, mit zittrigen Händen öffnete ich das Kuvert nahm den Brief entfaltete ihn und las: Mietvertrag für 3 Zimmer Küche Diele Bad in Leverkusen Rheindorf besichtigungstermin wäre am kommenden Montag, bei gefallen der Wohnung bitte den Mietvertrag unterschreiben und an mich zurücksenden, Mit freundlichen Grüßen: Herr Wolf. Weinend vor Rührung unterschrieb ich den Mietvertrag ohne das ich mir die Wohnung angeschaut hatte. Am Montag machte ich mich zusammen mit Daniela auf dem Weg zur Wohnungsbesichtigung am Busbahnhof mußte ich mich erstmal schlau machen, wo der Bus nach Rheindorf Abfuhr. Statt auf die Fahrpläne zu schauen, fragte ich mich bei wartenden Passanten durch, bis ich endlich die richtige Haltestelle erreichte. Nach ein paar Minuten kam der Bus, ich hob Daniela über die großen Stufen hinweg und schob sie in den überfüllten Bus. Leider konnte ich den Fahrer nicht mehr fragen wo und wann ich aussteigen muß. Ich schaute mich um, wen ich hätte fragen können. Ich entschied mich für die ältere Dame neben mir.“ Entschuldigung, wieviel Stationen ist es bis Rheindorf?“ „ In Rheindorf ist Endstation, weiter fährt der Bus nicht, ich muß auch dort aussteigen,“ antwortete die Dame freundlich. Wohin müssen sie denn dort? In die Bodestraße. „Da wohne ich sagte die Dame,“ Ah was für ein Zufall dachte ich. Endstation! Dröhnte es durch den Lautsprecher, mit einem Kopfnicken deutete die Dame an, das wir am Ziel sind.“ Welche Hausnummer müssen sie?“ 1“ Bodestraße 1? Wiederholte die Dame. Ja! „ Haben sie dort einen Termin zur Wohnungsbesichtigung?“ „Ja“? „ Woher wissen sie das?“ fragte ich verwundert. Die Dame reichte mir die Hand und sagte:“ Herzlich willkommen, sie sind unsere Nachmieterin, und wie heißt du? Daniela! Möchtest du einen Kakao und Waffeln? Ja, antwortete Daniela verschämt. Dann kommt erstmal rein und seht euch eure neue Wohnung an. Während die nette Dame Kakao kochte, durfte ich durch die Räume gehen und mir alles anschauen. Die Wohnung war ein Traum, ich war so gerührt das mir die Tränen kamen. „ Der Kaffee ist fertig!“ Rief die nette Dame, ich durfte mich am gedeckten Tisch setzen. Wenn Sie wollen, überlasse ich Ihnen einen Großteil meiner Möbel, Herr Wolf hat mir gesagt, das sie zur Zeit im Frauenhaus leben und jede Art von Hilfe gebrauchen können.

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Autor

Carmens Profilbild Carmen

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Kapitel:20
Sätze:1.115
Wörter:22.326
Zeichen:128.507

Kurzbeschreibung

Carmen wächst in einem Elternhaus auf, in dem sie weder Liebe noch Schutz erfährt. Wider Ihrer Natur muß Carmen mit Ihrer verkümmerten Seele schutzlos durchs Leben gehen,wird somit zur leichten Beute.

Kategorisierung

Diese Story wird neben Drama auch in den Genres Schmerz & Trost, Angst, Familie und Tragödie gelistet.