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Rauchfrei

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25.09.22 09:53
16 Ab 16 Jahren
In Arbeit

s ist genug, die Zeit ist reif etwas zu ändern und ich möchte euch dabei ein bisschen mitnehmen.

Ihr habt am Titel und Klappentext bereits gesehen, was hier Thema sein wird und bevor ich darauf näher eingehe, kann ich jedem nur davon abraten überhaupt mit dem Rauchen anzufangen!

Ihr tut eurem Körper damit keinen Gefallen und es ist auch nicht cool, nur weil andere es machen!

Sagt bewusst nein zum Glimmstängel, wenn ihr könnt.

Wer ein nein nicht akzeptiert, der sollte sich schämen.

Jeder entscheidet für sich und niemand muss einem Trend folgen, nur weil es eine ganze Klasse tut.

Ihr seid auch cool, wenn ihr nicht raucht. Lasst euch niemals dazu drängen, um dazuzugehören!

 

⚜⚜⚜⚜⚜

 

So viel zur Warnung und zurück zu mir. Ich hoffe, ihr habt Lust mich zu begleiten, zu motivieren wieder gesünder und bewusster mit meinem Körper umzugehen. Blauer Dunst soll dabei zur Vergangenheit gehören und vielleicht schaffe ich es mit euren lieben Worten, der Sucht gänzlich zu entsagen.

Wünschenswert wäre es für mich und meinen Geldbeutel schon. Rauchen ist Luxus und ich bin kein Freund von Luxus. Außer dieser heißt Kaffee, Zeit zum Schreiben und einmal mehr die Füße hochlegen zu können.

 Außer dieser heißt Kaffee, Zeit zum Schreiben und einmal mehr die Füße hochlegen zu können

 

Bevor ich euch erzähle wann und wo ich angefangen habe zu rauchen, möchte ich einfach mal darauf eingehen, wann genau ich rauche. Immerhin muss ich dort ansetzen, etwas ändern und Alternativen finden.

Essen wird allerdings kein Ersatz werden, denn ich hab das Pech, dass ich so viel essen kann, wie ich will und nicht wirklich etwas zunehme. Nennt sich Schilddrüse und diese hat eine Überfunktion und frisst mir schneller die Kalorien weg, wie ich sie je essen könnte.

Wann aber rauche ich denn nun?

Uff, auf jeden Fall, wenn ich in Stress gerate. Auch dann, wenn ich schreibe und da sitze ich dann oftmals mit dem Laptop draußen und merke in letzter Zeit, dass rauchen und schreiben keine gute Kombination sind. Der Kopf vernebelt irgendwann und ich bin mir sicher, ich könnte besser arbeiten, wenn ich es lassen würde.

In Gesellschaft rauche ich allerdings auch, da viele meiner Freunde ebenso rauchen und da kommt es vor, dass mal schnell an die fünfzehn Zigaretten draufgehen.

Ich weiß selber, es ist verdammt viel und wenn ich hochrechne, rauche ich am Tag leider oft bis zu dreißig Zigaretten. Das muss und wird sich ändern. Jedoch nicht von heute auf morgen, denn dafür rauche ich bereits zu lange, um mit einem Schlag aufhören zu können. Heißt im Klartext, langsam reduzieren, mein Rauchverhalten umgestalten und nicht mehr am Laptop rauchen.

Aus Langeweile rauche ich meist aber auch noch, oder wenn ich einen Film schaue. Wie man sieht, rauche ich, wenn man da so liest ständig, was aber nicht ganz zutrifft.

Es gibt durchaus Situationen, wo ich das nicht tue.

Beim Kochen ist das selbstverständlich, ebenso auf dem Spielplatz, wenn ich mit meinen Kids unterwegs bin oder auch beim Shoppen. Wenn ich Termine habe oder morgens im Bad stehe und mich fertig mache.

Durchaus brauchbar und ausbaufähig. Aber alles zu seiner Zeit und ich beginne auch erst im September meinen Konsum zu drosseln. Es kann zu Aggressionen kommen und die will ich sicher niemanden antun. Projekt rauchfrei startet also erst am 1.09.2022.

Euch erwartet bis dahin noch meine Rauchgeschichte. Wann und wieso ich angefangen habe. Es kann also ein bisschen sehr privat werden.

 Es kann also ein bisschen sehr privat werden

 

Im Jahr 1995 hab ich im zarten Alter von fast fünfzehn meine erste Zigarette geraucht. Ich kann noch heute behaupten, dass diese furchtbar war und ich rein aus Gruppenzwang damit anfing. Beinahe jeder hat in der Klasse geraucht und man wollte irgendwie dazugehören, obwohl ich das nie tat. 

Warum? Hinter meinem Rücken wurde gelästert, Mobbing wurde ignoriert, nicht ernst genommen und man sah lieber weg, statt einzuschreiten. Tolle angebliche Freunde, die ich da hatte und die mich dazu brachten, weiterhin zu rauchen. Aus dem Gruppenzwang wurde nämlich ganz schnell Stressrauchen. Immer dann, wenn ich einen Spießrutenlauf hinter mir hatte, griff ich zur Zigarette, die heimlich in den Büschen der Schule geraucht wurde.

Mobbing habe ich täglich erlebt. Eine Gruppe von Jungs, die mich gejagt, bedrängt, beleidigt und geschlagen haben. Jeden verdammten Tag und sogar noch weitere zwei Jahre, nachdem ich bereits aus der Schule war.  Zu schaffen war das nur durch Zigaretten und doch kam einmal der Tag, an dem ich mein Leben einfach aufgab. Ich wollte nicht mehr leben und beinahe hätte ich es auch geschafft. Damals war ich 16 Jahre und selbst danach wurde vieles nicht besser. 

Zigaretten waren und sind nach wie vor ein ständiger Begleiter und mit der Zeit wurden es mehr und mehr, weil ich vieles nicht packte. Einige wissen vielleicht, dass ich auf dem Papier weiblich bin, dies aber nie gefühlt oder gar gespürt habe. Zwar habe ich Kinder, aber ich kann mich einfach nicht als weiblich sehen. Das hängt auch damit zusammen, dass ich keinerlei Brust habe, meine Stimme nicht wie, die einer Frau klingt und mir wachsen Haare an Körperstellen, wo die bei Frauen definitiv nicht wachsen.  Anfangs dachte ich sogar ich bin im falschen Körper, war sogar drei Monate in einer Klinik und hab Dinge getan, die ich nie machen wollte, weil ich mich unwohl fühlte. Ist heute noch so, dass ich kein Schwimmbad betrete oder gar Kleider und Röcke trage. Make-up nutze ich, da es auch Männer nutzen und genau das sind auch die Punkte, für die ich in der Schule massiv gemobbt wurde. 

Damals war nur nicht klar, wer oder was ich in. Das wusste ich erst mit 30 Jahren und da sprach man noch von einer Identitätskrise und nicht von non-binär.  Heute kann ich damit leben, lass mich deswegen auch nicht fertig machen, denn es gibt Gesetze dagegen und auf diese poche ich im Ernstfall.  

Heute bin ich fast 42 Jahre alt und rauche noch immer. Mit diesem Kapitel hab ich ein paar Dinge aufgezeigt, die alles andere als einfach sind und waren. Heute noch rauche ich, weil ich oft in Stress gerate, Druck bekam und diesen will ich nicht wieder mit Selbstverletzung unterdrücken.  Es ist gut möglich, dass ich mich mit diesem Kapitel angreifbar mache, aber meist sind es Menschen, die nicht verstehen, nicht nachvollziehen können und daher möchte ich jedem ans Herz legen, Menschen, die sich nicht weiblich oder männlich fühlen, ernstzunehmen. Wir schaden keinem, wir sind wie ihr, nur wollen wir neutral leben und nicht gegendert werden, denn das ist verletzend und zeigt, dass viele es nicht tolerieren.

 

 

 

Nur noch wenige Tage, dann startet mein Projekt "rauchfrei". Ein bisschen aufgeregt bin ich ja schon, immerhin sind es nur noch drei Tage, wo ich ohne nachzudenken rauche. Danach beginnt tatsächlich schon die erste Phase und diese heißt von etwa 30 auf 20 Zigaretten runter.

Ich merke schon jetzt während ich schreibe, dass ich mehr huste als es andere tun würden. Vielleicht ahnt meine Lunge, was ihr bevorsteht? Scheint so, als würde sie sich freuen, dass bald weniger von dem blauen Dunst ankommt und sie einnebelt.

Aber auch ich freue mich, denn hin und wieder werde ich euch zum Sport mitnehmen. Das geht allerdings nur auf Instagram und auch nur dann, wenn man mir dort folgt. Ebenso ist da auch eine weitere Phase zu finden oder eher etwas, was mich ablenken soll.

Da ich auf Instagram privat unterwegs bin und selten als Autor, nehme ich nicht jeden an, der mir folgen möchte. Ich hab dafür meine Gründe und ich frage zuvor ab, wer mir da folgen will. Ist die Antwort komisch oder es kommt gar keine, sorry, aber dann nehm ich nicht an. Mobbing macht einen sensibel und deswegen haue ich hier auch nicht meinen Instagram-Account rein, sondern der kann bei Interesse privat vergeben werden.

Ich möchte euch daher auch bitten, diesen nicht einfach weiterzugeben, da ich wie gesagt frage und wenn ich lese, man hat diesen über dritte, sorry, auch dann nehme ich euch nicht an. 

So viel zu Instagram, wo ich wie gesagt ein paar Einblicke zum Sport geben werde, aber gerne auch zu meinem Zustand und anderen Dingen, die vom rauchen ablenken und nicht so lange sind, dass ich euch mit langen Storys erschlage.

Drückt mir die Daumen für mein Vorhaben, denn Sport ist etwas, wo ich zwar gern dabei bin, es dann aber irgendwann wieder schleifen lasse und das darf dieses Mal nicht passieren. Kann auch gut sein, dass ich daheim einige Übungen mache, immerhin lenkt auch das von der Zigarette ab und zögert die nächste weit nach hinten raus.

 

 

 

Ich gestehe, die ersten beiden Tage waren ein kompletter Reinfall. Nichts mit reduzieren von Zigaretten und schnell war ich bei meinen gewohnten dreißig Stück. So wird das natürlich nichts, aber ich wäre nicht ich, wenn ich jetzt schon das Handtuch werfen würde. 

Nun neigt sich gerade der dritte Tag dem Ende und ich liege bei 23 Zigaretten. An sich okay, aber noch liege ich nicht im Bett und gegen 19 Uhr schlafen zu wollen, erscheint mir doch ein bisschen sehr früh.

Ich komme wohl wieder an meine alten Laster ran, da es heute doch sehr anstrengend und stressig war. Aggressionen habe ich keine, ich hab ja nichts weggelassen oder hinausgezögert. Schwache Leistung, nach drei Tagen.  Entmutigen lasse ich mich jedoch nicht, bleib dennoch am Ball und versuche es immer wieder aufs Neue, meinen Konsum erstmal zu reduzieren, bevor ich mich wieder aktiv dem Sport widme.

Mit Raucherlunge ist das nämlich wie Treppen steigen. Irgendwann geht dir die Luft aus und du brauchst ein Sauerstoffzelt. Natürlich brauche ich das nur im übertragenen Sinne und nicht wirklich, aber wer weiß, vielleicht wird der Tag noch kommen. Hoffen tue ich das nicht, arbeite dagegen an und versuche weiterhin jeden Tag dem Drang zu widerstehen, mehr noch rauchen zu wollen.

Morgen hab ich dann schon vier Tage und ich denke, ich werde hier jeden Tag niederschreiben, aber nur sonntags zum Lesen hochladen. ich wüsste sonst nicht, was ich hier schreiben soll. Tagebuch ist etwas, was man früher geschrieben hat und daran hab ich nicht wirklich gute Erfahrungen.

Ich mache aber auch derzeit leider den Fehler, dass ich mir meine Zigaretten gar nicht notiere. Sollte ich mal machen, dann hat man den besseren Überblick, kann nein sagen und die nächste weit nach hinten schieben. Gespannt kann man sein, ob und wie viele Glimmstängel wegfallen. Glücklich wäre ich, wenn es erstmal ein oder zwei wären. Kleinvieh macht bekanntlich auch Mist und kleine Schritte sind mir lieber, als Knall auf Fall und dann am Rad drehen.

Next Update wird also am Sonntag, dem 11.09. kommen und dann ein wenig kompakter für euch.

 

Eine Woche ist um und ich bin stolz sagen zu können, dass ich mittlerweile unter 30 Zigaretten am Tag liege. Die Wochen werden jetzt zudem auch als Datum geschrieben, damit ihr den Zeitraum sehen könnt und ich im Blick habe, wie es vorangeht.

Montag und Dienstag lag ich noch knapp bei 30 Glimmstängel, aber am Mittwoch waren es dann schon 28 und Donnerstag hat mir der Kopf einen üblen Streich gespielt. Migräne und das den halben Tag lang. Ich hab an dem Tag sogar nur 12 Kippen rauchen können und das auch nur in ruhigen Phasen.

Sport mache ich mittlerweile auch, aber derzeit zu Hause auf dem Stepper oder Trampolin. Perfekter Einstieg und man hat dann auch keine Zeit eine zu rauchen. Das kommt jedoch hinterher, aber nicht sofort. Pause muss dann sein und viel trinken.

Um meinen Körper auf Ausdauer und Kraft vorzubereiten, bin ich gerade dabei eine Magnesium Therapie zu machen, ebenso Eisen und Zink, da das doch Mangelware in meinem Körper war. Ja, ich war bereits beim Arzt, hab meine Blutwerte und die Ampel für Sport steht auf Grün. dennoch ist Slow Modus angesagt, immerhin bin ich keine Sportskanone und daher erstmal zu Hause. Macht aber auch Spaß, denn man kann auch Flaschen füllen und als Gewichte nutzen.  Allerdings sollte man mit Übungen aus dem Internet vorsichtig sein und nicht übertreiben. Man weiß nie, ob da ein Profi am Werk ist oder irgendwer, der sich als Guru aufspielt. Muskelkater kommt so oder so vor, aber durch falsche Übungen kann man mehr kaputt machen, als einem lieb ist. Also aufpassen und lieber zum Fitnessstudio gehen.

Mittlerweile ist es auch so, dass ich nur noch Zigarettenpackungen kaufe, wo 20 Glimmstängel drinnen sind, da ich so einen guten Überblick habe und nicht zählen oder aufschreiben muss. Immer noch teuer, aber es wird und zahlt sich aus. 

Heute ist schon wieder Sonntag, der Tag hat gerade angefangen und ich sitze hier, schreibe meine Zusammenfassung und bin stolz, dass ich gerade nur meinen Kaffee trinke und zum Rauchen später nach draußen gehe. Auch da hat sich etwas geändert bei mir. Rauchen ist nur noch im Freien erlaubt und mittlerweile ist das Wetter dann ja doch der Feind eines jeden Rauchers. Es heißt netterweise immer, dass die meisten Rauchen im Winter draußen erfrieren. Könnte sein, aber dafür müsste der Winter endlich knackig kalt werden, damit ich mir sage, nein, nicht jetzt, sondern später.

 

Und schon wieder ist eine ganze Woche herum. Die Zeit verfliegt recht schnell und schon bald sind die ersten vier Wochen meines Projektes "rauchfrei" geschafft. Noch immer liege ich unter den drei Zigaretten pro Tag, nicht aber unter den zwanzig, was ein nächster Schritt wäre. Vorerst möchte ich gerne vier Wochen unter dreißig liegen, dann nehme ich das nächste Ziel. 

Das Wetter macht derzeit wirklich gut mit. Es ist nasskalt und somit ungemütlich draußen zu rauchen. Auch unterwegs im Regen ist es alles andere als ekelhaft. Da lasse ich es dann lieber und spare mir ein bis zwei Kippen.  Die Tage muss ich ohnehin einige male in die Stadt, Sachen erledigen und auch, wenn ich Regen hasse, so hoffe ich, dass es die nächste Woche möglichst viel regnet. Regenschirm und Zigarette ist zusammen nicht ganz so nice und mein Husten ist auch immer noch nicht besser geworden.

Liegt sicher daran, dass meine Lunge nun weniger Teer abbekommt und sich ein wenig regeneriert.  Krank bin ich nämlich nicht und aus dem Grund mache ich derzeit auch nur eine halbe Stunde Sport und derzeit nur Hanteltraining.  Ausdauer mache ich erst, wenn ich unter den zwanzig Glimmstängeln liege und das kann noch zwei Wochen dauern. Es kann aber auch gut sein, dass es sich noch etwas ziehen wird und das soll keine Ausrede sein.

Jetzt komme ich nämlich mal zu den weniger schönen Dingen. 

Vor einigen Wochen hat mein Arzt einen Knoten unter meiner rechten Rippe festgestellt, konnte aber per Ultraschall kaum etwas erkennen.  Es musste demnach ein Facharzt ran und die Diagnose hat mich erstmal ziemlich umgehauen. Daher war es die letzten Tage auch so extrem ruhig um mich. Diagnose ist ein Tumor und der muss raus. Er wächst zwar nicht, aber er schränkt ein und tut gar manches Mal ziemlich weh. Schmerztabletten sind daher mein ständiger Begleiter, da ich einiges mit der Krankenkasse abklären muss.  Ich hab aber Glück, dass es kein bösartiger Tumor ist, sondern die Art von Tumor, den man auch als diese dicken Beulen auf dem Kopf kennt.

Raus muss er dennoch und das ist eine kleine OP, die ambulant durchgeführt wird. Ähnlich wie bei der Entfernung eines Muttermals. Danach wäre so oder so erstmal gar kein Sport möglich, wenn auch nur für eine Woche oder höchstens zwei. Also bleibt es erstmal bei den Wasserflaschen und einem leichten Training zu Hause. Spazierengehen geht natürlich auch, aber da ist die Gefahr dann hoch, dass ich rauche. Mache ich also nicht, sondern kuschel mich daheim ein. Mit Tee und jetzt geht wieder die Zeit der Kerzen los. Ich liebe Duftkerzen und nutze diese im Herbst und Winter sehr oft. 

Das stimmt zum Lesen eines guten Buches ein und ich hab einige, die ich noch lesen muss. Darunter einiges, was für meine Ideen wichtig ist und ich dringend lesen sollte. Ich miste aber auch gerade die Kleiderschränke aus, meine Maus wächst derzeit rasant und da muss einiges sortiert und nachgekauft werden. Eine lästige Arbeit, aber notwendig. Außerdem ist man abgelenkt und kann in der Zeit nicht rauchen. 

Mein Instagram-Projekt habe ich noch gar nicht in Angriff genommen, mir war einfach noch nicht danach. Zwar grinst mich diese Kiste der Schande täglich an, aber noch nicht so massiv, dass ich den Hintern hochkriege und loslege. 

Ich weiß nicht mal, ob da Interesse bestehen würde, ob es jemand interessiert, was man angesammelt, aber nie genutzt hat. Teilweise liegen da Sachen drin, die schon drei Jahre und älter sind. Wegschmeißen will ich sie nicht, einiges könnte man noch benutzen. Na, wisst ihr jetzt, was das sein könnte? Wollt ihr raten, bis zum nächsten Kapitel?

 Na, wisst ihr jetzt, was das sein könnte? Wollt ihr raten, bis zum nächsten Kapitel?

 

Die Woche war ein einziges Auf und Ab und leider so stressig, dass ich an einigen Tagen wieder mehr als zwanzig Zigaretten geraucht habe. Ein Termin jagte den anderen, einer wurde abgesagt und dann kam noch meine Tochter mit einigen Anfällen dazu.

Erinnert mich gerade an einen Kommentar, den ich bekommen habe, ich solle doch einen knallharten Entzug machen, wenn es stressfreie Tage bei mir gäbe. Ähm ja, das wird nicht möglich sein, da meine Tochter ADHS hat und nicht wie normale ADHSler ruhig ist, sondern aggressiv werden kann. Sowohl sich gegenüber als auch anderen und das kann verdammt anstrengend für alle werden.

Also nichts mit stressfreien Tagen und knallhart aufhören von heute auf morgen. Es heißt zwar immer, aufhören mit Rauchen ist Kopfsache, aber ganz ehrlich, ich weiß nicht, wie hart das wird und wie ich darauf reagiere, wenn ich einfach so ganz die Zigaretten weglasse.

Man kann unruhig werden, aufgedreht aber auch leider aggressiv und wenn das bei mir der Fall wäre, sorry, nein, sowas tue ich meinen Kinder dann nicht an. Das können gerne andere machen, aber ich mache es nicht und gehe Schritt für Schritt runter und hab weniger Stress damit.

Das ist auch keine Ausrede und ich denke, es kann jeder verstehen, dass ich meinen Kindern auf gar keinen Fall schaden will. Dazu gehört auch, sie anzuschreien und wenn das passieren würde, hätte ich daheim einen Pingpong Effekt. Wie es in den Wald schreit, so schallt es auch wieder raus. Das trifft zu, wenn meine Tochter ausrastet und ich sie dann anschreien würde. Also nein, zum knallharten Entzug.

Immerhin funktioniert aber der Sport daheim und es zieht die tage ein neues gerät bei uns ein. Ein Hula-Hoop-Reifen und den kann auch meine Tochter nutzen, denn sie hat mittlerweile auch gemerkt, dass ihr Sport guttut. So können wir am späten Nachmittag immer zusammen trainieren. Einer Trampolin und einer schwingt die Hüfte und es macht beides ungemein Spaß. Ins Studio gehe ich dieses Jahr also erstmal nicht, aber das hatte ich ja schon erklärt.

Derzeit bereite ich meinen Körper aber auch für den Kraftsport vor, esse mehr Eiweiß, denn das ist wichtig für den Muskelaufbau. Ich mache das aber mehr durch die Ernährung und kauf keine Drinks. Hin und wieder gönne ich mir aber nen leckeren Milchshake oder diese Proteinriegel. Die schmecken deutlich besser als diese Drinks und man verschwendet nicht Unmengen an Milch. Es gibt zwar auch welche, die man mit Wasser anrührt, aber die sind furchtbar und obendrauf vegan. Mag ich eher nicht so und daher futtere ich lieber diese Riegel. 

Wichtig ist immer noch mein Magnesium, was ich als diese Brausedinger habe, ansonsten aber trinke ich nur noch Wasser oder Tee. Kaffee gibt es morgens ein oder zwei Tassen und wenn ich doch merke, ich brauche noch etwas Koffein, dann trinke ich Cappuccino. Auch da habe ich Auswahl und kann zwischen Schoko, Karamell und weißer Schokolade entscheiden. Meist aber bleibt es bei Karamell, da ich es einfach liebe und es mega gut schmeckt.

Obst ess ich leider wenig, dafür aber mehr Gemüse und Nüsse. Ich liebe es einfach Nüsse zu knabbern und diese sind ebenfalls enorm wichtig. Sie lenken zudem vom Rauchen ab, was immer noch auf dem Balkon geschieht. Und endlich zieht das nasskalte Herbstwetter mit. 

 

 

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Autor

Pragomas Profilbild Pragoma

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Statistik

Kapitel:8
Sätze:165
Wörter:3.456
Zeichen:19.635

Kurzbeschreibung

Vom Raucher zum Nichtraucher? Ohne Druck, ohne Stress? Fast unmöglich und doch wage ich diesen Schritt und nehme interessierte Leser gerne auf dieser Reise mit.

Kategorisierung

Diese Story wird neben Entwicklung auch im Genre Alltag gelistet.