Fanfictions > Bücher > Harry Potter > Slytherin Secrets I: We Were Liars

Slytherin Secrets I: We Were Liars

15
23.12.2018 21:26
18 Ab 18 Jahren
Heterosexualität
In Arbeit

Autorennotiz

Story-Title: Slytherin Secrets. The First Book: We Were Liars.
Title Of The Chapter: One Of Us Is Crying
Genre: mystery. thriller. romance. friendship. bullying. drama. fantasy. outing. characterdeath. smut.
Rating: P18
Pairing: Marcus Flint x Toulouse Thompson (OC) x Adrian Pucey
Information: Diese Geschichte spielt zeitgleich zu den Harry Potter Büchern. Es fängt bei der Kammer des Schreckens an, wobei es Rückblenden zu dem Jahr davor geben wird, da dort vieles geschah. Sie wird jedoch über den zweiten Band hinausgehen und die Seite der Slytherins hoffentlich vollends belichten, sowie auch deren Werdegang während des Großen Krieges. Sie soll Einblicke geben, die die Slytherins ein wenig anders beleuchten sollen. Sie wird gewiss nicht fluffy, jedoch haben auch die Slytherins gute Seiten, denn die Welt ist nicht Schwarz und Weiß. Immerhin ist das große Sinnbild Slytherins: Loyalität und Ehrgeiz, wobei der Sprechende Hut auch meinte, dass man neben List und Tücke auch noch wahrhaftige Freundschaft finden wird.
Special Information: Die Faceclaims, ja, ich habe sie abgeändert. Nicht, weil ich das Original nicht mag. Im Gegenteil ich liebe die Schauspieler, die die jeweiligen Charaktere ein Gesicht gaben, jedoch fand ich nicht genug Bilder zu allen. Und da ich gerne mit Pinnwänden arbeite, um meine Geschichten besser zu visualisieren, habe ich sie abgeändert. - Aber für jene, die dies nicht mögen: Ihr könnt euch die Facelcaims vorstellen, die ihr haben wollt.
Für jene, die sehen wollen, wie ich sie mir für diese Geschichte vorgestellt habe – sogar verbogen habe – existiert die Pinnwand. Der Link steht unten. Die Pinnwand ist auch für jene praktisch, die sich die zusätzlichen OC's vorstellen möchten, oder speziellen Szenen.

4 Charaktere

Toulouse Thompson

Das ist ein von mir selbst ausgedachter Charakter.

Marcus Flint

Marcus Flint ist ein Freund von Draco Malfoy und spielt in der Quidditchmannschaft mit. Sein bester Freund ist Adrian Pucey, sie machen alles zusammen. Sie spielen zusammen in der Quidditchmannschaft als Jäger. Sie holen so zusammen mehrere Male den Pokal. Marcus Flints Erzfeind ist Oliver Wood, Mannschaftskapitän von Gryffindor. Er selber ist Quidditchkapitän von Slytherin.

Adrian Pucey

Adrian Pucey ist relativ groß und stark, aber leicht ablenkbar.Er ist zwar kein wirklicher Freund von Draco Malfoy, aber einer, der immer mit ihm und Marcus Flint zusammen ist. Adrians bester Freund ist Marcus Flint, sie machen alles zusammen. Sie spielen zusammen im Quidditch-Team der Slytherins als Jäger.

Graham Montague

Graham Montague war ein Hogwartsschüler des Hauses Slytherin. Er war ein Quidditch Kapitän und Jäger von Slytherin. Er schließt sich im Schuljahr 1995/1996 dem Inquisitionskommando an und will Fred und George Weasley Punkte für Gryffindor abziehen, wird aber, ehe er zu Ende sprechen kann, in ein Verschwindekabinett gezwängt.

Die komplette Kurzbeschreibung: „In Slytherin weiß man noch List und Tücke zu verbinden, doch dafür wirst du hier noch echte Freunde finden.“  —Der Sprechende Hut. || Ein Selbstmord erschüttert Hogwarts, lässt erneut die Vorurteile gegen Slytherins aufflammen, in denen sich Feinde suhlen. Sie sind schuld, das sagt jeder, doch plädieren tun sie auf Unschuld. Das Haus Slytherin ist bekannt für ihren Stolz, ihre Zielstrebigkeit und auch für ihre Vergeltungszüge, hingegen dessen verdrängt man, dass das Haus eigentlich auch für Freundschaft steht. Die Elite bestimmt dieses Haus, lässt keinen Mangel an sich selbst zu und während die Kammer des Schreckens sich öffnet, lässt das Interesse an dem Selbstmord ab. Doch bald schon wird ihnen gedroht, sodass das Vertrauen und die Loyalität von Freundschaften auf die harte Probe gestellt wird. Am Ende kommt dann noch die Frage auf: War es wirklich nur Selbstmord? || Spiel zeitgleich zum zweiten HP-Band. - Kurzbeschreibung wird vielleicht noch umformuliert. [Markus Flint x OC x Adrian Pucey][Mit Trailer]

 

31. August 1992

Ein Tag vor Schulbeginn
 

Die Vogelperspektive an diesem Tag präsentierte nicht viel. Kinder, die den Regen mieden, Familien, die in den Häusern vor dem warmen Kamin saßen und arbeitswütige Muggel, die über die Straßen rannten, um etwas in der Mittagspause zu sich zu nehmen. Der Regen gebot Einhalt, suchte im Westen von Großbritannien die stillen Ortschaften heim und schien sich emotional an dem traurigen Tag zu beteiligen. Regenschirme waren aufgespannt, allesamt in elegantem Schwarz, einen Punkt um ein Grab bildend, wobei niemand weinte. Hier und dort betupften sich die Frauen mit ihren Taschentüchern, verbargen die Tränen, die kein Slytherin in der Öffentlichkeit zeigte, wobei grüne, schwarze und silberne Rosen auf dem Sarg lagen, ehe er in die Erde gelassen wurde und jeder mit einer Schippe ein wenig Erde darüber kippte. Ein jeder schien seinen eigenen Gedanken nachzuhängen, der die dunkelste Stunde der Familie Jones betraf, wobei die derzeitigen Schüler des Hauses Slytherin einen Blick tauschten. Einen wissenden Blick, der so viel mehr offenbarte, als jeder der Erwachsenen sehen wollte.
Trauerweiden umrangen den Friedhof, tauchten ihn in eine verborgene Welt, in welcher selbst die Bäume trauerten – so empfanden es zumindest die Älteren.

Ursula Flint, die griesgrämige Alte, mit dem grauen Dutt, schüttelte andächtig den Kopf, während sie dem Oberhaupt der Familie Jones eine Hand auf die Schulter legte: „Eltern sollten nicht ihre Kinder überdauern, möge Merlin Euch Kraft geben.“ Ein dankbares Nicken folgte, wobei dem kahlköpfigen Mann ein Schluchzen entkam und die alte Slytherin überfordert das Weite suchte. Man war es nicht gewohnt, dass die Elite Gefühle zeigte. - Es war unangebracht, aber da Ursula schon viel in ihrem langen Leben gesehen hatte, würde sie öffentlich kein Wort darüber verlieren – vielleicht privat im Nachhinein.
„Komm“, meinte sie ernst zu ihrem Enkel Markus, der auf einem Nachbargrab saß und sich einen Schluck aus seinem Flachmann gegönnt hatte, ehe seine Großmutter mahnend ihren Gehstock erhob und kurz nach ihm schlug. „Hör auf mit diesem 'rummuggeln.“ Es war nicht mehr als ein Zischen gewesen, denn schlussendlich sollte es niemand hören – jedoch war unbestreitbar, dass sie alles, was ihr Enkel tat und was nicht der 'Norm' entsprach, als 'rummuggeln' bezeichnete. Es beschämte sie.

Doch auch, wenn die Alte leise gesprochen hatte, hatte es Graham Montague, ein Freund und Schulkamerad von Markus, gehört. Er kicherte fies und erhob provokant die Augenbrauen, ehe er sich die Faust vor den Mund schlug und diese unsachgemäße Gestik unterbrach. Sein schwarzer Anzug saß eng, wobei sich darunter ein elegantes, und sehr kostbares grünes Seidenhemd verbarg, dessen Kragen er sich nun richtete. Er hatte noch zuvor die Lippenstiftreste gesehen, die sich an Adrian Puceys Kragen verbargen und musste sich selbst ein wenig eleganter präsentieren, denn sonst... Ja, sonst würde er wieder die Hand der Mutter und des Vaters spüren, auf die er gerne verzichten konnte. Kurz räusperte er sich, erbat einen Moment für sich, ehe seine Mutter scheinheilig lächelnd nickte. Wenigstens konnte sie der Elite die gute Mutter vorspielen.

Der junge Slytherin von fast 17 Jahren fackelte nicht lange, sah noch jetzt, wie Adrian Pucey mit seinen Eltern diskutierte und zog selbst zu den Thompsons. Kurz begrüßte er sie mit einem Händeschütteln, einem Kuss, wie es bei den Damen Pflicht war und sprach ein paar Worte der Anteilnahme aus. Nicht, dass sie trauerten, aber wenn ein Slytherin starb, war jeder aus jenen Reihen betroffen. Denn sie alle waren eins, standen und fielen zusammen.„Wie geht es Toulouse?“, fragte er interessiert und sah sie in der Ferne stehen, ehe die Mutter des Mädchens steif blieb und der Vater selbst gerührt schien. „Es geht ihr gut, aber ihr alle braucht euch jetzt.“
„Darf ich?“, entkam es ihm mit einem Deuten in die Richtung von Toulouse, ehe der Vater erleichtert nickte und die Mutter zurückhielt, die Abstand wahren wollte. - Sie hielt aus Furcht vor dem Gestank der Trauer ein Taschentuch an die Nase, jedoch wurde es von jedem falsch interpretiert.

Graham Montague bedankte sich und ging dann zu der Dunkelblonden im schwarzen Satin-Kleid, mit dem runden Ausschnitt und der grünen Strumpfhose, die ihren Regenschirm nur halbherzig hielt, sodass sie teilweise nass wurde. „Tee-Tee?“
Toulouse sah auf, lächelte bei dem Spitznamen, doch besann sich eines besseren, als ihr Blick auf ihre Mutter fiel. Sie durfte nicht erwischt werden wie sie Gefühle zeigte. Das gab Falten, so meinte Mutter.
„Graham.“ Sie kam zu ihm, umarmte ihn und sog kurz den vertrauten Duft ein, der in ihr die Sehnsucht nach Hogwarts weckte. „Wie geht es dir?“
Sie nickte, anstatt zu antworten, ignorierte die Bilder an die Erinnerung, das Zuschnüren ihres Halses, wobei die Augen der Toten sich in ihr Hirn gebrannt zu haben schienen. So stellte sie eilig die Gegenfrage: „Und euch?“
Kurz erschien ein Lächeln auf seinem Gesicht, er sah auf die Erde, auf der das grüne Gras wuchs und durch Magie keine Lücken aufwies. Toulouse besah sich die fluffigen braunen Haare, die Graham ihr zeigte, strich darüber und küsste dann seine Stirn, ehe er sie mit leicht glasigen Augen ansah: „Du weißt, sie glauben uns nicht.“
Entschlossen sah sie ihn an, zeigte keine Schwäche, sodass vor ihm einfach die perfekte Puppe stand mit dem weißen Teint und den dunkelblonden Haaren, deren grüne Augen tot schienen. Keine Miene rührte sich, man hätte nicht einmal angenommen, dass sie einen Muskel in ihrem zarten Gesicht verbarg: „Das werden sie aber.“
Er kniff die Lippen zusammen und zeigte die Überzeugung, die ein jeder Slytherin in sich hatte – manche nannten es ein kaltes Herz. „Wir wollten uns nachher treffen.“ Ein Nicken von seinem Gegenüber erfolgte und dann brach es ab. Sie erschraken, ein Krähen ertönte in der Ferne. Etliche schwarze Vögel stiegen auf, von der Magie verschreckt, mit der sich nun die Erde über das Grab legte und den Grabstein mit Giftefeu besetzte. Keine Blume würde dort wachsen, es würde die stille, kalte Eleganz tragen, die jedes Grab eines Slytherin sofort erkennbar machte. Graham und Toulouse sahen auf, ebenso wie Adrian und Marcus von ihren Standpunkten aus. Man sah die Dunkelheit fliegen, ihr Rufen und eine schwarze Feder fiel hinab, verweilte irgendwo in der Ferne und schien nicht mehr als ein Gedanke, den nun auch die Elite tief in einer Schublade ihrer Selbst vergrub.
„Und so legte der Tod einen Schleier um die Fortgerissene. Sie verwehrend; vor den Lebenden hütend“, erklang Grahams tiefe Stimme, ehe Toulouse ihn ansah. Sie spannte den Kiefer an, sah zu ihren Eltern, wobei ihre Mutter sie hart anblickte, und meinte: „Das war schön.“
 

__________________________________________



Gedankenverloren strich Graham über den Rand seines Weinglases, während man im Hintergrund die Geräuschkulisse vernahm, die seine Freunde verursachten.
Sie hatten die Erlaubnis bekommen nach der Beerdigung selbst ein wenig Abstand zu bekommen, sodass die Älteren oben ihr Leichenfestmahl hielten, wobei die Familie Pucey ihr Anwesen dafür zur Verfügung stellte. So saßen sie selbst nun in dem Anbau, welches Adrian von seinen Eltern bekommen hatte. Und hätte ein Muggel dies gesehen, hätte er nur die Worte übrig gehabt, dass dies skurril ist:
Mosaik schmückte die Fenster, präsentierte sadistische Bilder der Geschichte, wobei das Schwarz und Grau der fein gearbeiteten Tapete im Rokoko-Stil das Düstere des Anbaus nur noch mehr betonte. Holzmöbel, die aus Kirschholz gefertigt worden waren und filigran waren, passten stimmig zu der Räumlichkeit, während riesige orientalische Teppiche, die wohl in vergangener Zeit auch zum Fliegen benutzt worden waren, auf dem Boden verteilt lagen.
Alles in Allem, schien es mehr ein Anwesen des Grauens, doch eines konnte man sagen: Man erhaschte sofort den Eindruck, den der Besitzer jedem vermitteln wollte: Kälte, Dunkelheit, Stolz, Eleganz, Slytherin.

Graham Montague thronte so nun auf einem der Ledersessel, wobei seine Füße auf dem Glastisch lagen, wo vereinzelt Schädel standen und auch von Wachs überzogene Falschen, in die lange dünne Stielkerzen gesteckt worden waren. Es roch nach Rosmarin, warum auch immer. Gegenüber von ihm hockte Toulouse, wobei diese gerade Adrians Schlange Harlem fütterte.
Soweit Graham wusste, gehörte die Schlange der Rasse Diadophis Punctatus an, wobei Adrian dies vermutlich gleichgültig war. - Immerhin war sie elegant schwarz und passte zu seinem Status.
„Tss, tss“, machte seine beste Freundin und versuchte die Schlange anzulocken, ehe diese angekrochen kam mit einem zischenden Geräusch und den Skarabäus abnahm, welchen sie ihr hinhielt. Sie beobachtete die Schlange zu ihren Schenkeln, sah nicht auf und doch sprach sie zu Graham gewandt: „Mach dir nicht so einen Kopf. Es wird schon alles gut gehen.“
Es erfolgte keine Antwort, so sah die Jüngere auffordernd auf und vernahm erst dann, wie er sie besorgt musterte. „Ich hoffe. Wenn-“
„Nichts wenn!“, herrschte da Adrian, der seine Armbrust erhoben hatte und zur nächsten Wand schritt, wo er einen Pfeil in einem Apfel versenkt hatte. - Den Hauself, der darunter stand und zitterte, ignorierte er.
Prompt zog er den Pfeil heraus und biss anschließend in den Apfel, sodass er bei seinen nächsten Worten schmatze: „Tee-Tee hat recht, es wird alles gut gehen und wenn etwas schiefgeht, knüpfen wir uns jeden vor, der uns im Weg steht.“
Frustriert leckte sich Graham über die Zähne, wobei er die Augen mit einem Rollen abwandte und sich die Schwerter besah, die Adrian in seinem 'Kinderzimmer' aufgehängt hatte.
Marcus lehnte unterdessen an einem Bücherschrank, wobei er sein Cognac-Glas darauf abstellte und sich nicht um die empfindlichen Ledereinbände kümmerte. Er schubste sich ab, nahm seine Armbrust und wartete erst gar nicht darauf, dass der Hauself sich den Apfel auf den Kopf legte, stattdessen schoss er einfach ab, sodass der kleine Elf vor Schreck starr wurde und voller Entsetzen sah, dass der Pfeil vor seiner Nase ins Holz geschossen wurde. Er zitterte, bibberte. Keinen der Slytherins kümmerte es. Einzig Toulouse zog quittierend eine Augenbraue hoch und fragte Adrian: „Was machst du eigentlich, wenn er sich vor Schreck in die Hose macht?“
Kurz wurde Adrians Ausdruck ernst, er überlegte. Natürlich würde der Elf es aufwischen müssen, jedoch wäre der Geruch vermutlich ein anderes Thema. Überlegend steckte er die Zungenspitze heraus, nur um sie schnell hereinzuziehen, formte seine Augen zu Schlitzen und herrschte dann, dass der Elf seinen Pflichten nachgehen sollte.
Marcus runzelte amüsiert die Stirn, als er es sah und grinste, wobei auch die anderen schmunzelten und vernahmen, wie Adrian sich auf dem ledernen Sofa niederließ. „Ist ja auch egal“, kam es beiläufig von dem Blonden, ehe er kurz mehrmals mit dem Finger zu Toulouse tippte und dann in einem dunklen Sekretär herumwühlte, der definitiv nicht so ordentlich war, wie man es sich vorgestellt hätte. „Hab noch was für dich. Kam gestern.“
Er warf der Dunkelblonden einen Brief zu, der keinen Absender aufwies, wobei die Schrift unverkennbar ihrer Freundin Agnis Powell gehörte. 
Leicht aufgebracht riss sie das Siegel auf und somit den beigen Brief, der dunkle Flecken aufwies, die anscheinend von Tränen kamen. Sofort giftete sie los: „Wieso zur Hölle schreibt sie dir?“
Es war nicht so angreifend gemeint, wie es vermutlich herüberkam, doch dafür interessierte sich vermutlich eh niemand. Abschätzig musterte Adrian erst Toulouse und vernahm, dann wie Marcus zu Toulouse ging und sich hinter dem Sofa zu ihr lehnte, sodass sein Gesicht, neben ihrem war und er mitlesen konnte. „Woher zum Merlin soll ich das wissen?“
Wütend sah das Mädchen ihn an, wobei er lieber an seinem Wein nippte. Graham war aufgeregt, knetete er doch seine Hände und beugte sich interessiert herüber: „Was steht drin?“
Man sah nur noch, wie Toulouse mit ihren Augen über den Brief raste und nach Grahams Frage, entriss Marcus ihr den Brief, sodass er vorlas: 
 

„Liebe Toulouse,

es tut mir leid, dass ich mich so melde,...dass das vorerst meine letzten Worte sind.

Nach dem Geschehenen ist mir viel durch den Kopf gegangen und auch sind mir ihre Worte nicht aus dem Kopf gegangen...Ich weiß, für dich klingt das albern, aber mir macht das Angst.

Lou, ich habe Angst. Ich weiß nicht genau, was passiert ist...irgendwie...ist es alles gerade so unklar für mich. Ganz ehrlich, ich drehe durch. Selbst meine Eltern merken schon etwas und um ehrlich zu sein, ich habe nicht ansatzweise so viel Angst davor nach St. Mungo's oder nach Azkaban zu kommen, wie ich Angst habe, dass etwas passiert. Lou, ich habe das Gefühl, dass mich jemand verfolgt. Ich weiß, es klingt verrückt, aber...irgendwas ist da. Ich kann nicht mehr schlafen, nicht mehr essen und ich mache mir Sorgen um dich.

Pass einfach auf dich auf, okay? Nun ja, die Frage ist dumm, zumal du mir nicht antworten kannst.

Warum ich eigentlich schreibe, ist, dass ich nicht zurück nach Hogwarts komme. Ich habe Vater darum gebeten, dass ich die Schule wechsle für meine letzten zwei Jahre und dafür werden wir auch umziehen. Es tut mir leid, aber es geht nicht.

Vielleicht solltest du in Betracht ziehen, dasselbe zu tun. - Überlege es dir wirklich! Ich habe so ein schlechtes Gefühl!

In diesem Sinne,

passe auf dich auf und hoffentlich sehen wir uns irgendwann wieder, wenn all das vorbei ist.

Agnis Powell

P.S.: Adrian, ich weiß du liest diesen Brief. Schön und gut, aber, wenn du es tust, nehme dir doch bitte zu Herzen die Leute in deinem Umfeld weniger zu quälen. Grüß auch die anderen beiden Idioten.“


Marcus lächelte kurz auf, während er die Worte für Adrian vorlas, der schmollte und sich viel mehr damit befasste sein Weinglas nachzufüllen. Zeitgleich musste keiner Toulouse ansehen, um mitzubekommen, wie sie wütend vor sich hin brodelte. Ihre Augen sahen starr auf einen Punkt, ehe sie die Schlange von sich stieß und Adrian sein Weinglas abnahm, welches sie in einem Zug entleerte, nur um es dann gegen die nächstbeste Wand zu werfen. Es zersplitterte in viele kleine Teile, sodass sofort ein Puff ertönte und ein Hauself die Scherben beseitigte. Argwöhnisch betrachtete Marcus die Dunkelblonde, ehe er selbst den Brief zerknüllte und in den entzündeten Kamin warf.
„Was machst du?“, fragte Adrian konfus.
„Wonach sieht's denn aus?! Beweise vernichten“, kam es trocken von dem Angesprochenen, der Toulouse ein Buch in die Hände drückte, damit sie noch etwas herumwerfen konnte.
Es folgten in den nächsten Gesprächen noch mehr Gegenstände, die er ihr gab, sodass sie wüten konnte, wobei es ein Jeder gewohnt war.
„Was meinte sie damit, dass ihr die Worte, die sie gesagt hat, nicht mehr aus dem Kopf gehen?“, fragte da Graham und zündete sich eine Zigarette an, wobei man bemerkte, dass seine Hände leicht zitterten. Graham war kein Mensch für Stress und vermutlich würde er sich später wieder selbst verletzen, um sich von seinen Schuldgefühlen zu befreien. (Nebenbei flog einer von Adrians kostbaren Schädeln auf ein Gemälde zu, dessen Bewohner schnell das Weite suchte.)
Adrian zuckte die Schultern, fischte sich den goldenen mit Diamanten besetzten Dolch zurück, den Marcus Toulouse gegeben hatte und überreichte Marcus für Toulouse lieber einen alten Brieföffner. Marcus gab ihn weiter an die Slytherin und antwortete Graham: „Vielleicht hat die Verräterin vorher noch ein paar mehr Drohungen ausgesprochen.“
Graham blieb ernst, dies war eine Möglichkeit, aber Adrian lenkte ab: „Was immer es war, es ist vorbei. Agnis hat sich doch immer schon Gedanken über alles Mögliche gemacht, vielleicht haben ihre Zauberflocken ihr auch nur wieder irgendwas vom Merlin erzählt. Sie ist halt schwach.“
Die Geräuschkulisse ließ nach, was wohl bedeutete, dass Toulouse ihre Wut besänftigt hatte und bestätigte dies nur noch mehr, als sie sich dann auch noch das Cognac-Glas von Marcus angelte und exte.
„Adrian hat recht. Sie ist schwach, soll sie doch ihren Paranoia nachrennen. Hauptsache sie plappert nichts aus.“
Damit schien sie besänftigt und auch, wenn Marcus und Adrian lachten, wusste Graham, dass Toulouse gerade nur so sprach, weil sie verletzt war. Unter normalen Umständen hätte sie niemals so über Aggy – wie sie sie nannte – gesprochen und hätte sich stattdessen um ihre Freundin Sorgen gemacht. Der Montague-Erbe faltete die Hände ineinander und nickte: „Gut, dann spielen wir die Karten so.“
Ein böser Blick von seiner besten Freundin folgte, ehe er sich zurücklehnte und am Rande fragte: „Was machen wir jetzt?“

 

Fortsetzung folgt...

Feedback

Logge Dich ein oder registriere Dich um Storys kommentieren zu können!

Autor

PoeticJustices Profilbild PoeticJustice

Bewertung

Noch keine Bewertungen

Statistik

Sätze:148
Wörter:2.969
Zeichen:17.572

Kurzbeschreibung

„In Slytherin weiß man noch List und Tücke zu verbinden, doch dafür wirst du hier noch echte Freunde finden.“ —Der Sprechende Hut. || Ein Selbstmord erschüttert Hogwarts, lässt erneut die Vorurteile gegen Slytherins aufflammen, in denen sich Feinde suhlen. Sie sind schuld, das sagt jeder, doch plädieren tun sie auf Unschuld. Das Haus Slytherin ist bekannt für ihren Stolz, ihre Zielstrebigkeit und auch für ihre Vergeltungszüge, hingegen dessen verdrängt man, dass das Haus eigentlich auch für Freundschaft steht. Die Elite bestimmt dieses Haus, lässt keinen Mangel an sich selbst zu und während die Kammer des Schreckens sich öffnet, lässt das Interesse an dem Selbstmord ab. Doch[KB zu lang...mit Trailer][OC x Markus Flint x Adrian Pucey]

Kategorisierung

Diese Fanfiction wurde mit Liebe, Liebesbeziehung (problematisch), Liebesdreieck, Drama (Genre), Krimi und Horror (Genre) getaggt.