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Phantastische Tierwesen - Newts Notizbuch

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15.12.2018 19:10
12 Ab 12 Jahren
In Arbeit

Charaktere

Newt Scamander

Der Autor von: "Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind" Ein etwas exzentrischer, aber stets liebevoller Tierfreund.

Allgemeine Notizen

Termine und sonstiges *aufgelistet*

~ 21.10.1917 zu Hause auf der Farm
~ 13.11.1917 3:30 pm Gespräch für neue Abteilung
~ Reise zu den Drachen im Dezember
~23.11.1917 5:00 pm Quidditch-Spiel mit Kollegen,
vorher treffen 4:00 pm vor dem Ministerium.
Das wird ein Reinfall oder??
Doch nicht!!!
~Reisetermin Neuseeland 02.12.1917
Portschlüssel nach Wanaka, Lake Wanaka beantragen
Ansprechpartner Mr. Collard

 

Kritzeleien: *quer über die Seite verteilt*

Cinder & Duke
Bugger
Niffler kontrollieren
Gleamy

 

~Oktober 1917
Ich bin nun knapp 2 Jahre im Dienst des Ministeriums ...
Zeit mal wieder zu Schreiben.


Der Alltag im Ministerium war für mich immer wieder eine Tortur. Die vielversprechende Abteilung zur Führung und Aufsicht magischer Geschöpfe erwies sich mit der Zeit als gewaltige Enttäuschung, da ich mich mit der Neuzuteilung von Hauselfen herumschlagen musste. Offen gestanden nicht das, was ich mir vorgestellt hatte, als Theseus mir diese Stelle empfohlen hatte. Danke auch… Theseus.
Hierzu sollte ich erwähnen, dass ich Hauselfen ebenso interessant, wie die zahlreichen anderen Geschöpfe finde, doch ist diese Arbeit hier weit unter meinem Potenzial und ich fühle mich zuweilen fehl am Platz. Nicht, dass diese Geschöpfe keiner Aufmerksamkeit bedürfen, doch es gibt weitaus wichtigere Aufgaben. So gibt es noch immer keine ausführlichen Gesetze zum Umgang und zur Zucht von Tierwesen oder gar genügend Zauberer und Hexen die Ahnung davon hätten, geschweige denn sich dafür interessieren. Letzteres wird wohl das größte Problem sein…

Weitaus aufregender fände ich es tatsächlich, die vielseitigen und atemberaubenden Wesen zu sehen, die unsere Welt noch zu bieten hat und ihren Spuren in die entferntesten Orte dieser Erde zu folgen.
Doch bisher scheint dies ja nur mein Wunschdenken zu sein... 
Die Bewerbung um Versetzung in eine höhere Abteilung ist abgeschickt, doch bisher unbeantwortet... Das Warten zerrt an meinen Nerven.Generell habe ich das Gefühl, dass das Ministerium für Zauberei meine Anträge nur zu gerne ablehnen würde…
Umso mehr freue ich mich auf meinen Urlaub.  Ich werde die Hippogreif-Farm meiner Mutter besuchen und dort meine drei Wochen der Pflege und Dokumentation jener anmutigen und eitlen Tiere widmen.
Ich habe meine Freunde lange nicht gesehen und frage mich, ob sie mich noch erkennen. Sicher werde ich viel Zeit mit ihnen verbringen können und mit dem angeeigneten Wissen in meiner Ausbildung werde ich mich den geheimnisvollen Tieren völlig verschreiben können, ehe ich wieder nach London zurückreise. 
Bei dieser Gelegenheit freue ich mich natürlich auch meine Mutter zu sehen.
Nun sollte ich aufhören zu schreiben, langsam kommen schon die weiten Felder unseres Landguts in Sicht. Es sind nur noch wenige Minuten bis zur Station.
Auf die Reise mit einem Portschlüssel habe ich hierbei bewusst verzichtet. Die Gegend hier ist einfach zu schön um sie nicht wenigstens eines Blickes aus dem Fenster eines Zuges zu widmen...


~

 

~Oktober 1917 
Schwelge in Erinnerungen und kümmere mich um die Hippogreife.

Wieder hier zu sein, tut wirklich gut. Ich liebe es die Landluft zu schnuppern und mich um die Tiere zu kümmern, sowie ich es früher immer getan habe. Die Hippogreife haben sich sofort wieder an mich gewöhnt und unser Verhältnis ist wie früher, als wir auf den Wiesen fangen spielten.
Zuerst hatte meine Mutter etwas Sorge, sie könnten mich vielleicht nicht mehr akzeptieren, doch diese Sorge war vollkommen unbegründet. Wenn man sich diesen besonderen Tieren nur bedacht nähert und sich ihnen öffnet, dann werden sie zahm und sind die treusten Gefährten, die man sich nur vorstellen kann. Wer einmal in ihrer Herde aufgenommen wird, der kann dort für immer Zuflucht finden.
Diese Greife Hippogreife sind wirklich beeindruckende Tiere, ihre Eleganz und Eitelkeit macht sie zu prächtigen Tieren, aus der europäischen Mythologie.
Was jedoch wirklich atemberaubend war, ist das Wunder des Lebens mit ansehen zu dürfen. Hippogreife haben eine Brutzeit von ca. 24 Stunden und ich hatte das große Glück genau diesen Zeitpunkt abzupassen und unserem jüngsten Weibchen Cinder bei ihrem größten Wunder zusehen zu dürfen. Dem schlüpfenden Jungtier. Dafür ziehen sie sich eigentlich zurück... Das große Mysterium der Wissenschaft.. Wie Leben entsteht, diese Augenblicke sind etwas ganz besonderes. Mit anzusehen wie ein Lebewesen das erste Mal das Licht der Welt erblickt. Etwas was keine Wissenschaft je wird erklären können… 
Der Moment in dem einem bewusst wird, wie klein wir alle sind und was die Welt für ein großes Wunder ist.

Cinder muss mir großes Vertrauen schenken, wenn sie mich so nah an ihr verletzliches Neugeborenes heranlässt. Es kann zwar schon aufstehen, ist aber noch lange nicht flügge und hat auch noch keine scharfen Krallen zum Verteidigen. Anfassen werde ich es nicht, es sollte sich jetzt auf seine Mutter und NUR sie prägen. 
Der kleine Hippogreif hat bereits einen Namen bekommen. Meine Mutter bat mich ihn auszusuchen, auch wenn ich glaube etwas Eifersucht aus ihrer Stimme gehört zu haben, da ich das Schlüpfen mitansehen durfte und sie nicht.
Sie züchtet schon sehr lange Hippogreife, doch selbst sie hatte noch nicht das Glück genau diesen Moment abzupassen.
Zumal Hippogreife ja auch sehr aggressiv sein können, so muss man sich ihnen mit einer Verbeugung nähern, um ihnen Respekt auszusprechen und nur wenn sie diese erwidern, darf man sie berühren. Es ist traurig, dass diese wundervollen majestätischen Tiere zum Züchten missbraucht werden, um Flugtiere zu trainieren. Man kann auf ihnen fliegen, doch sollte das nicht die Regel sein, sie sind viel zu wild und freiheitsliebend um als Reittiere zu dienen.
Der kleine Philotes jedenfalls wird bei uns nicht zum Reittier trainiert und wir züchten auch keine seltenen Farben, nur um damit Geld zu verdienen. Wir haben ein echtes Interesse an der Erhaltung der Rasse und an artgerechter Haltung.
Bald wird der Kleine fliegen lernen, ich hoffe es geschieht noch in meinem Urlaub, damit ich mit ansehen darf, wie er flügge wird. Eigentlich sollte es noch diese Woche soweit sein…
Ebenso werden sich sehr schnell der starke Schnabel und die langen Krallen ausbilden. Es wird zwar dauern bis er völlig ausgewachsen ist, aber Greife Hippogreife sind sehr schnell sehr kräftig.

Ich sprach davon, dass Greife  Hippogreife keine Reittiere sind, auf Dauer… hin und wieder riskiere ich jedoch einen Flug auf unserem stärksten Männchen. Der prächtige Duke ist beinahe immer gewillt mich einmal mitzunehmen und mit mir über die Felder zu fliegen.
Bei dieser Gelegenheit muss auch der Ich-seh-nicht-Recht-Zauber aufgefrischt werden, denn wenn man den geschützten Kreis verlässt könnten Muggel den Greifen sehen.
Auf einem Hippogreifen zu fliegen ist alles andere, als auf einem einfachen Pferd zu reiten. Die Flügel des Wesens sind kräftig und um die größtmögliche Kraft aus seinem Körperbau herauszuholen muss der Greif seinen Rücken entsprechend krümmen. Zudem sind Sattel oder ähnliches für das Tier einengend, respektlos und schmerzhaft, was unausweichlich den Abwurf zur Folge haben wird. Der Hippogreif verzeiht nicht… Keine Bemerkung, keine Wunde wird er einem vergessen, dazu ist er ein zu stolzer König der Lüfte.
Nur wenige Hippogreife sind derart zahm, dass sie jeden Unerfahrenen reiten lassen. Es ist ein wilder Flug, denn der Hippogreif bestimmt den Weg und der Reiter hat nur eingeschränkt Kontrolle über die Launen seines Tieres. Umso aufregender ist es, zu sehen, welchen Weg der Hippogreif einschlägt und sich davontragen zu lassen, in die unendlichen Höhen. 
Ich liebe es den kalten Wind in meinem Gesicht zu spüren und mich von Duke tragen lassen, wohin auch immer er will. Oben im Himmel ist man frei, nur ich und Duke, er ist so schnell wie ein Pfeil und trägt mich dennoch sicher durch die Luft. Das ist das Element der Hippogreife... Der Himmel gehört ihnen und für einen kurzen Moment gehört er auch mir.

Nҽɯƚ Sƈαɱαɳԃҽɾ

​​​
Nachtrag: Das Wort Greif oder Hippogreif wird oft gleichgesetzt. Man benutzt Greif gern als Abkürzung und auch ich gab mich diesem Drang wohl das eine oder andere Mal hin, dabei sei angemerkt, dass der Greif ein anderes Tier ist, welches wohl aus Griechenland stammt und nicht nur einen anderen Körperbau, sondern auch gänzlich andere Eigenschaften und Wesenszüge besitzt. Für die Zukunft werde ich auf diese feine, aber wichtige Unterscheidung großen Wert legen.

 

Nie wieder im Zug schreiben ...

~November 1917
Es herrscht heilloses Durcheinander.

Es ist passiert, was ich nie erwartet hätte. Kaum kehrte ich zurück zum Ministerium, erhielt ich die Nachricht von Theseus.
Albus Dumbledore hat eine Empfehlung für mich ausgesprochen und ich muss sagen, diesem Mann muss ich danken. Ich schulde ihm wohl jetzt einen Gefallen.
Auf unerklärliche Weise, sind die Ministeriumsangestellten seit einigen Tagen mir gegenüber freundlicher und gewillter mir zuzuhören. Dumbledores Einfluss?
Hierfür bin ich geboren. Fort vom Schreibtisch, an den man mich gefesselt hat.. Fort von der Pflicht Hauselfen in Haushalte einzuteilen... Ich habe euch nicht vergessen, ich werde mehr Rechte für euch aushandeln, ihr missverstandenen, fleißigen Geschöpfe.
Ich darf mich nun mit Drachen auseinandersetzen. Das ist unglaublich und nun muss ich mich hier einarbeiten. Leider gestaltet sich das Einarbeiten schwerer als erwartet, denn es scheinen seltsame Dinge zu passieren, seit ich hier angefangen habe... Und wie die Leute eben sind, geben sie mir die Schuld daran, weil ich neu bin. Theseus glaubt auch, ich hätte etwas mit den Diebstählen zu tun. Aber da wäre ich ja schön dumm, um es mit seinen Worten zu sagen. Sieht er mich so?
Ich hatte ja noch nie etwas für Büroarbeit übrig.
Jetzt bin ich wohl vom miefenden Büro im Keller raus gekommen, nur um in ein anderes Büro zu kommen, welches ich zudem mit einem Mann teilen muss, dessen Namen ich mir irgendwie nicht merken kann. Irgendwas mit K… Nun, jedenfalls ist es größer als das letzte. Zumindest etwas.
Er mustert mich stets, als wäre ich etwas Merkwürdiges oder hätte etwas an mir. Sicher denkt er, ich würde ihm Streiche spielen und sein Arbeitsmaterial verstecken.
Vielleicht sollte ich der Sache selbst auf den Grund gehen, um meine Unschuld zu beweisen.
In einem Monat werde ich meine erste Dienstreise zu den Drachen selbst antreten, bis dahin sollten diese Unannehmlichkeiten aus der Welt geschafft sein…
Die Dienstreise will ich nicht missen und auch die Chance von Dumbledore darf ich so nicht verstreichen lassen. Das ist immerhin mein größter Wunsch... Mit magischen Wesen -

Der neue Start erweist sich als immer schwieriger. So kam doch mein Chef rein, als gerade mein Tintenfass umfiel. Ich kann nicht beschreiben, wie er mich ansah, als ich ihn begrüßte. Es war wirklich schwer ihm nicht die Hand zu reichen, weil diese schwarz ist...
Zu allem Unglück, ist nun mein Federkiel fort... Verschwunden in der magischen Bauchtasche eines Nifflers, den ich von der Farm meiner Mutter kenne. Ich hätte früher darauf kommen können. Er ist wohl in mein Reisegepäck gehuscht und jetzt saß er doch tatsächlich unter meinem Schreibtisch. Fast hatte ich ihn, da kam mein Kollege rein. Zum Glück hatte ich noch einen Federkiel...
Irgendwie erschreckend aus dem Munde meines Kollegen die Frage zu hören, um welches Wesen es sich da handelt... Aus dem Munde eines Ministeriumsangestellten, aus der Abteilung zur Führung und Aufsicht magischer Geschöpfe. Mr. Kendrick hat mich damit wirklich überrascht, dass muss ich sagen und so gab ich ihm erstmal eine schnelle Information zur Auffrischung. Dann war eigentlich auch schon klar, dass wir das pausierliche Tierchen finden mussten, ehe es etwas anstellt.

~

~November 1917
Dieser Schlingel! Ich hab ihn gern...

Danke, kleiner Niffler, du hast bewiesen, dass magische Tierwesen immer und immer wieder Türen öffnen. Henry Kendrick kriegt gar nicht genug von unserem kleinen Büroassistenten.
Er hatte es geschafft sich unter der Tür durchzuwühlen. Niffler schaffen es durch die engsten Lücken zu gleiten. Wir mussten ihn also auf dem Gang suchen. Als wir ihn endlich in einem benachbarten Büro finden konnten, noch dazu ohne, dass jemand uns bemerkt hatte, war die Erleichterung groß und wir tranken erstmal in Ruhe einen Tee.
Ich glaube Henry ist ebenso froh, dass die kleinen Diebstähle aufgeklärt wurden, denn wie ich jetzt erfahren habe, ist er ebenfalls noch etwas neu hier und hatte die gleiche Sorge wie ich, verantwortlich gemacht zu werden.
Ich habe ihm versprochen den Niffler trotzdem öfter mitzubringen, denn er ist "niedlich", um Henry zu zitieren. Nun, ich finde er ist frech, aber das ist wohl Ansichtssache.
Nachdem so mancher verschwundene Gegenstand in der magisch vergrößerten Bauchtasche vom Niffler auftauchte, ist Henry mir gegenüber etwas aufgeschlossener. Der Niffler hat für heute genug angestellt und ich werde ihn mit nach Hause nehmen, in meine kleine Wohnung. Dort bekommt er vielleicht hin und wieder was Glitzerndes von mir, wenn er brav ist.
Der Niffler zeigt eindeutig wie viel Charakter so ein Tierwesen haben kann. Ich habe nicht nur das Gefühl, dass er jedes Wort versteht, was ich ihm sage, ich denke sogar, dass er so etwas wie Humor besitzt. Wenn auch einen ausgesprochen dunklen. Er scheint genau zu wissen, was er tut. Seine unschuldigen Augen verraten ihn manchmal, wenn er seine Schaufelhände nach etwas auf meinem Tisch ausstreckt. Mit seiner Nase schnüffelt er in eigentlich allem, was er finden kann. Er kann Gold riechen, doch dieser hier scheint generell einen Drang zu haben, mich zu bestehlen. Vielleicht macht er es mit Absicht, um mich zu ärgern. Alles was glänzt oder glitzert wird wohl auf kurz oder lang bei ihm landen. Ich muss meine Augen ab jetzt immer offen haben. Zum Glück habe ich keinen Garten, den er mir umgraben könnte. Dennoch muss ich acht geben, auf meine persönlichen Gegenstände.
Henry jedenfalls ist vernarrt in den kleinen Langfinger. Und damit hat Bugger der Niffler eine Brücke geschaffen... Wäre doch jeder Mensch so weltoffen, nur wenn er ein Tierwesen sieht.
Die neue Abteilung gefällt mir nun doch. Vielleicht war es die kleine Abwechslung, die Bugger hineingebracht hat... oder herauszufinden, wie nett Henry doch sein kann... oder einfach, weil nun alles bergauf geht. Meine Fähigkeiten sind hier nicht verschwendet, wie in der vorherigen Abteilung. Die Drachen bedürfen meiner Aufmerksamkeit. Henry wird mitkommen auf die Dienstreise, Bugger vermutlich auch. Ich kann ihn unmöglich alleine Zuhause lassen, sonst ist mein Heim leergeräumt. Niffler mögen vielleicht fein anzusehen sein, aber sie sind ungezogen.

Henry hat mich zu einem Quidditch-Spiel eingeladen, noch vor der Abreise zu den Drachen.
Was nun?!?
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Nҽɯƚ Sƈαɱαɳԃҽɾ

~November 1917
Was hab ich nur getan?!

Seit ich mich dem Niffler angenommen habe, haben die merkwürdigen Diebstähle endlich ein Ende gefunden. Henry erschient mir darüber ebenso froh wie ich.
Wir arbeiten seitdem recht gut zusammen. Ich hatte immer gedacht, dass ich nicht mit ihm klar kommen würde, aber letztendlich haben wir doch einiges gemeinsam. Außerdem bringt er etwas Abwechslung in meinen Beruf. Auch in der Abteilung für die Drachenforschung und Zähmung ist bisher mein Wunsch nicht in Erfüllung gegangen. Es gibt viel vorzubereiten. Die Reise muss geplant werden, ein Portschlüssel beantragt, mein Besuch angekündigt und die genaue Forderung ausgewertet werden. Dazu komme ich aber, wenn es wirklich losgeht und ich endlich selbst über alle Details der Reise Bescheid weiß. Bis dahin sterbe ich ein wenig im Büro...
Meine Vorfreude ist groß. Mit Henry jedoch habe ich doch recht viel Spaß bei der Arbeit. Hin und wieder bringe ich, wie versprochen, den Niffler mit. Dann haben wir einen besonders verrückten und lustigen Bürotag. Gestern hat unser Chef uns schmunzelnd gefragt, ob wir auch gut miteinander auskämen. Ahnt er was von dem Niffler? Die nächsten Tage sollten wir etwas aufpassen...
Dann ist da noch meine große Sorge. Das Quidditch-Spiel findet heute Nachmittag statt. Henry meint, wir werden pünktlich nach Feierabend zusammen das Büro verlassen und dann direkt hinreisen. Warum man früher da sein muss, ist mir noch nicht ganz klar. Henry hat mich daraufhin angesehen, als hätte ich keine Ahnung von Nichts. Sehe ich ihn auch manchmal so an, wenn er wieder etwas falsches über Tierwesen weiß?
Jedenfalls meint er, ich solle mich überraschen lassen und ich sehe dem mit gemischten Gefühlen entgegen. Aber ich habe zugesagt und einen Rückzieher möchte ich jetzt auch nicht mehr machen.
Das Quidditch-Spiel rückt näher und Henry und ich vertreiben uns die Zeit indem wir über Tierwesen reden. Er hat mir zudem verraten, dass Dumbledore unserem Chef gegenüber verlauten ließ, dass ich derjenige war, der vor einiger Zeit mal dem Ministerium im Bezug auf die ukrainischen Eisenbäuche geholfen hat. Das hätte ich lieber für mich behalten.. ich möchte keine Aufmerksamkeit... Doch andererseits hat es mir diese Stelle hier ermöglicht. Mehr kann ich zu der Sache mit Drachen auch nicht in dieses Buch schreiben.
Mir ist aufgefallen, dass Henry sehr wenig oder gar fehlerhaftes Wissen über Drachen hat. Vielleicht ist das auch der Grund, warum viele Ministeriumsangestellte diesen einzigartigen, starken und wundervollen Geschöpfen nicht gewachsen sind. Gibt es solche großen Wissenslücken? Das wäre sehr traurig. Vielleicht ist ja auch einiges Wissen verloren gegangen .. über die letzen Jahre. Nicht alle Aufzeichnungen wurden wiederhergestellt oder gefunden.
Als unser Chef in Henrys und mein Gespräch platzt, meine ich eine Bitte in seinen Augen zu lesen. Weiß sein Chef nicht, dass Henry kaum Fachwisssen vorweisen kann?


​​​​​​Wir brechen auf zum Quiditch- Spiel... Ich mag keine Menschenmengen...
Ich halte mich an Henry.

 

~

 

~November 1917
Henry ist verwirrt... Mal wieder.

Das Stadion erscheint mir riesig, doch Henry verrät mir, dass die Spiele früher noch mehr besucht waren. Das kann ich nicht beurteilen und ich frage mich, ob er es kann.
Vielleicht bin ich nicht weltoffen genug, um mich für die Außenwelt stark zu machen. Lieber verbringe ich Zeit mit Tierwesen. Das war schon so, seit ich mich erinnern kann.
Doch ich interessiere mich wenigstens so stark für die Belange der Muggel, dass es mir makaber erscheint, wie ein ganzes Stadion nach einer Schweigeminute in tosenden Beifall ausbricht und das Spiel angepfiffen wird. Wir tun gar so, als hätten wir nie Drachen verwendet um uns einzumischen.
Darf man Spaß haben? Inzwischen denke ich, ja. Man sollte sogar Spaß haben und das Spiel hat Spaß gemacht. Freude und Losgelöstheit sind mir wichtig, um nicht in dunklen Gedanken zu versinken. Für einen Moment alles vergessen. Die Drachen an der Front, die Muggel, die Welt in der die Zukunft noch ungewiss ist. Nur die Tierwesen vergesse ich nicht. Sie bereiten mir Freude. Vielleicht war ich daher der erste im Publikum, der bemerkte, dass zwei goldene Kugeln über das Spielfeld flitzten.

Nachdem ich mir Henrys magisches Fernglas geliehen hatte, worüber er nicht ganz erfreut war, versuchte ich den goldenen Schnatz auszumachen, was gar nicht so leicht war. Allerdings hatten inzwischen mehrere Leute bemerkt, dass etwas nicht stimmte, als beide Sucher gleichzeitig, aber in unterschiedliche Richtungen davon stürzten, nur um danach verwirrt wieder aufzutauchen, ohne dass das Spiel für beendet erklärt wurde.
Sehr bald konnte ich den Grund dafür ausmachen und als ich Henry lediglich das eindringliche Wort Schnatzer entgegen warf und ihm so signalisierte, dass wir was unternehmen mussten, sah er mich nur an, ohne zu reagieren. Ich hätte es mir vorher denken können, aber als er dann fragte, was ich meine, wurde mir vollends klar, dass er nicht wusste, um was es sich handelte. In dem Augenblick hatte ich auch keine Zeit es ihm zu erklären. Später, nach dem Spiel holte ich dies nach und erzählte ihm von dem kleinen Kolibri-ähnlichen Vogel, der vom Aussterben bedroht war. Diese zierlichen, goldgelben Vögel wurden früher in Quidditchspielen in eine heuchlerische Freiheit entlassen, nur um danach vom Sucher wieder geschnappt zu werden, was meist ihren Tod bedeutete. Selbst wenn sie nicht vollends zerdrückt wurden, sondern nur ihre Flügel beschädigt, so war dies in freier Natur ihr Todesurteil. Zum einen bekamen sie keine Nahrung ohne ihre schnell schlagenden Flügel, die sie in der Luft verharren lassen, sie waren auch Fressfeinden ausgeliefert. Kurz um: Dieser Vogel, der sich auf das Spielfeld verirrt hat, musste vor dem Tod bewahrt werden und das ging nur, nach Abpfiff, wenn er in Ruhe eingefangen werden könnte und dann woanders wieder freigelassen würde. Wo, das wusste ich zu dem Zeitpunkt noch nicht, mein Plan war soweit noch gar nicht ausgereift, als ich mich durch die Menge drängte, um zum Podium zu kommen. Wussten Sie, dass die Schiedsrichter und Podiumsprecher doch tatsächlich eine magische Barriere errichten? Vermutlich wollen sie dort alleine gelassen werden, unparteiisch und aufmerksam hinschauend... Nun, wären sie aufmerksam, würden sie die verwirrten Sucher nicht als Strategen bezeichnen, die sich gegenseitig Schnatzsichtungen antäuschten... Blinde Idioten, sollten lernen über den Tellerrand hinauszuschauen. Aber das scheint ein allgemeines Problem dieser Zeit zu sein. Nicht nur in Bezug auf Tierwesen, sondern auch gesellschaftskritisch. Es gibt mehr in dieser Welt, als der erste Blick vermuten lässt und vor allem mehr, als der engstirnige Verstand zulassen will.
Nun... zurück zum wirklich wichtigen Schnatzer. Nachdem ich feststellen musste, dass ich mich tatsächlich durch alle Zuschauer drängen musste, da apparieren auf das Podium nicht möglich war, glaubte ich schon, nicht mehr rechtzeitig zu kommen. Auch die nachfolgende, recht einseitige Diskussion aus, für meine Verhältnisse, langen Sätzen und wiederum den nicht sehr schlagkräftigen, eher schlichten Argumenten der Gegenseite ( "...Nein..." ), führte nicht zu gewünschtem Erfolg. Mein Fuß auf der Podiumtreppe sorgte dann sogar für so großen Aufruhr, dass zwei Türsteher-Kanten die Zauberstäbe erhoben. Die Tatsache, dass sie mehr Muskeln als Verstand aufwiesen, wirkte im ersten Moment bedrohlich, wenn ich später darüber nachdenke, nicht mehr. Erst die Erwähnung des hohen Bußgeldes, welches auf die Veranstalter dieses Spieles zukommen würde, sollte ich verlauten lassen, dass man hier anstelle des regelkonformen, goldenen Schnatzes einen wiederrechtlich eingesetzten, aus seinem Schutzgebiet im Osten (spontane Erfindung von mir) entfernten Schnatzer eingesetzt habe, schenkte man mir Gehör und die inzwischen allesamt vollends verwirrten Mannschaften wurden für eine Spielunterbrechung zurück gepfiffen. Merlin sei Dank, noch rechtzeitig.
Doch das Donnerwetter hatte erst hier begonnen. Nachdem die Unfähigkeit ihn einzufangen die Runde gemacht hatte, waren die Veranstalter gezwungen schnell zu handeln, ohne den Zorn der aufgewühlten, teils verwirrten Zuschauermenge auf sich zu ziehen. Zum Glück wurde der Vorschlag des muskulösen Suchers, ihn doch jetzt, wo gerade keine Spieler auf dem Feld waren, ihn in aller Ruhe, aber flink einzufangen für nicht erfolgreich erklärt. Letzendlich bot ich mich an. Man war darüber eher wenig begeistert, doch mussten die feinen Herren wohl einsehen, dass ich der einzige hier anwesende Magiezoologist war und somit der einzige, der nur ansatzweise eine Chance hatte das Tier lebend einzufangen, ohne auf die dafür geschulten Zauberer warten zu müssen.
Das tat ich dann auch. Was nur wenige wissen, dass der Schnatzer gerne zu dem kommt, der seinen Artgenossen am ähnlichsten ist. Vielleicht ist er deswegen mit dem goldenen Schnatz rumgetollt und vielleicht konnte ich ihn daher auch so leicht einfangen, nachdem ich einmal laut pfiff. Der Pfiff des Schnatzer ist ein ganz besonderer Ruf, er ist sehr hell und klar und ihn nachzumachen ist sehr schwer. Aber mit etwas magisch veränderter Stimmlage, war es mir nach einigen Versuchen möglich.
Mein Herz setze einen Schlag aus, als er unverletzt heranflatterte und um meinen Kopf surrte. Seine Flügel waren nicht zu erkennen, so schnell bewegten sie sich und nur sein pummeliger Bauch und Kopf waren sichtbar. Dann landete er sanft auf meiner ausgestreckten Hand.
Ich weiß nicht, wie Henry mich in diesem Getümmel gefunden hat, aber plötzlich stand er mit großen Augen neben mir und bot dann dem Vogel etwas von seinem Butterbrot an, welches er eingepackt hatte.

Der Tag hat sich als interessanter erwiesen, als zunächst erwartet. Es gab viele Überraschungen. Ich hätte nie gedacht, dass mir eine Unternehmung mit Henry so einen Spaß macht. Ich hätte auch nie erwartet, jetzt einen neunen Mitbewohner zu haben.. Ich hab etwas gelernt über engstirnige, geldgierige Menschen. Und etwas über Henry. Ich mache mir Sorgen, wie wenig er weiß. Wird er den Drachen gewachsen sein? Nun.. zum Glück bin ich dabei.
Da das Schnatzerschutzgebiet eine Erfindung von mir war, muss ich mir überlegen, was ich mit dem kleinen, quirligen Vogel anstelle. Gerade flattert er in meiner Wohnung rum, die eigentlich viel zu klein für ihn ist. Im Augenblick stört ihn das nicht, es gibt noch viel zu entdecken und es wird ihn auch eine ganze Weile beschäftigen, bis er alles gesehen und erforscht hat. Soviel Zeit habe ich einen größeren Lebensraum für ihn zu finden. Bisher wird das schwierig. Ich weiß, dass es Schutzgebiete gibt, aber nicht wo genau. Ich müsste etwas forschen, aber dafür habe ich keine Zeit, bald geht meine Reise los. Ob ich ihn mitnehmen kann?
Nur wie ... und wo soll ich ihn transportieren? Fragen über Fragen...
Ich werde mir was einfallen lassen müssen. Eines steht jedenfalls fest. In der Stadt würde er nicht überleben. Daher muss eine andere Lösung her.

 

Nҽɯƚ Sƈαɱαɳԃҽɾ

 

Nachtrag:
Der Schnatzer ist wirklich liebenswert und hat nun den Namen Gleamy. Einst sagte mir jemand, dass wenn man schon einen Namen weiß, man nicht gewillt ist, das Tier wieder herzugeben. Vielleicht hatte dieser Jemand recht...

Dezember 1917
Wundervolle und außergewöhnliche Landschaften bringen mein Herz zum Schmelzen. Dennoch ist die Sorge um den Drachen groß.

Was soll ich sagen? Meine Reise hat vor 3 Tagen mit einem Portschlüssel in Form eines Winterstiefels begonnen, doch erst jetzt finde ich die Zeit zu schreiben. Gerade sitzen wir unter einem Sternenhimmel an einem Lagerfeuer in unserem Feldlager. Das Klima ist sehr milde und angenehm, nicht was ich von London um diese Jahreszeit gewöhnt bin. Es ist wundervoll hier. Das Wasser des Sees ist türkis-blau und am Ufer so klar, dass ich jedes Sandkorn auf dem Grund sehen kann. In der Mitte des Sees erstreckt sich ein dunkelblaues Loch mit ungeahnten Tiefen. Der Fluss, dessen Verlauf wir folgen war erst friedlich, doch je weiter wir laufen, desto öfter wird diese Stille unterbrochen durch Muggel. Sie graben hier nach Gold.
Die Wälder sind dicht und außergewöhnlich und die Manuka-Bäume verströmen einen angenehmen und seltsamen betörenden Duft. Ich kann verstehen, dass sich der Drache diese Heimat ausgesucht hat.
Henry ist ein wenig betrunken. Und das im Dienst. Auch die anderen Mitglieder unseres kleinen Teams scheinen wenig wert darauf zu legen, dass wir auch Nachts arbeiten... Whiskey scheint ein gern gesehener Abendbegleiter zu werden.
Meine kleinen Freunde sind dabei... Bugger der Niffler und Gleamy der Schnatzer. Mit einem Ausdehnungszauber habe ich in einem kleinen Beutel einen Raum für sie geschaffen. Ich werde sehen, wie es nun weiter geht. Für diese Reise sollte das ausreichen. Danach lasse ich mir etwas Neues einfallen.
Zum Team:
Da wäre ein belesener Zauberer mit dicker Brille und braunen Haaren. Er sieht schon etwas älter aus und scheint viel Erfahrung zu haben. Er stammt aus Wanaka und ist unser Auftraggeber. Seine Tochter hat ebenso braune, lange Haare und erschient mir etwas durchgedreht. Aber was soll ich sagen, beide haben ein Herz für die Drachen in ihrer Heimat.
Es gestaltet sich als ziemlich schwierig unseren Drachen zu finden... Aber dazu später mehr. Erstmal möchte ich die genauen Begebenheiten erläutern.
Der Auftrag:
Wir wurden nach Wanaka selbst gerufen, um am Lake Wanaka nach einem verletzen antipodischen Opalauge zu suchen. Den Bewohnern der Stadt fiel vermehrt auf, dass ein Wesen ihre Gebäude zerstörte. Für das Opalauge ist dies ein eher seltsames Verhalten. Der stolze Drache meidet normalerweise Menschen und ist durchaus in der Lage friedlich mit ihnen zu leben, nur wenn er gestört wird, kommt es vor, dass er aggressiv wird.
Nun hat unser Auftragsgeber, Mr. Collard, Blut gefunden. Mit seinem Wissen hat er es schnell als Drachenblut identifiziert und hat bei den verschiedenen Zaubereiministerien um Hilfe gebeten. So wurden wir kontaktiert. Unsere Aufgabe ist es nun, den Drachen zu finden. Dann sehen wir, wie es weiter geht. Wie schwer ist er verletzt? Warum greift er das Dorf an?
Wir haben verschiedene Pläne für verschiedene Situationen, doch bisher ist es schwer mich mit einem dieser Wege anzufreunden. Den Drachen zu töten oder vom Dorf zu verjagen erscheint mir nicht der rechte Pfad zu sein, um diesen Konflikt zu lösen, doch ich möchte erst sehen, was überhaupt los ist.
Zum Glück sind die Collard's auf meiner Seite. Sie wollen einen friedlichen Weg finden den Drachen von Wanaka fernzuhalten.
Die Route:

Wir schlagen uns durch den Wald in Richtung der Küste. Laut Apanie Collard (die Tochter) war dies die natürliche Umgebung des Drachen. Das Besondere an Opalaugen ist, dass sie nicht an hohen Horten in den Bergen leben, wie für sonstige Drachen üblich. Ebensowenig in Höhlen... Dieser Drache lebt in Tälern und der Wanaka See bietet ein solches, riesiges Tal. An der südöstlichen Spitze des Sees verläuft dieser in einen Abfluss und wird schmäler. Er ist hier der Ursprung des Chluta Flusses. Von hier aus fließt dieser bis nach Balclutha an der Ostküste, wo er ins Meer mündet. Er ist der längste Fluss der Südinsel, aber wir werden es nicht schaffen ihn komplett abzugehen. Jedoch werden wir soweit gehen, wie wir noch Spuren des Drachen finden, denn so groß ist sein Revier.
Unser Lager schlagen wir in der Nähe des Flusses auf und arbeiten uns tagsüber in die Wälder und durchforsten die Gegend nach dem verletzen Tier. Nachts tragen wir Informationen zusammen und planen unser Vorgehen. (Nun die anderen trinken hier dann auch Whiskey...) Mittels eines Aufspürzaubers ist es möglich magische Spuren wiederzufinden und so wissen wir schnell, ob der Drache hier in der letzen Zeit war. Bisher sind wir schon etwas vorangekommen, doch ohne Erfolg. Noch haben wir unseren armen Freund nicht gefunden.
Die Schwierigkeiten:
Bei unserer Suche gehen wir die Waldstücke im Abstand von mehreren Metern ab und können so ein großes Gebiet auf einmal magisch durchsuchen. Leider sind wir sehr wenige Leute. Dies war jedoch eine Bedingung für diese Mission. Unser Lager ist auch gegen Muggelaugen geschützt und wir orientieren uns zwar am Fluss, doch halten uns auch fern davon. Im Fluss sind große Maschinen der Muggel, die das kristallklare Wasser aufwühlen, um nach Gold zu graben. Hätten sie einen Niffler, wäre das sicher leichter... Im Übrigen ist es eine Qual ihn vom Gold im Fluss fernzuhalten. Drei Tage sind wir schon hier und drei Morgende musste ich ihn aus dem Wasser retten... Er soll nicht zu den Maschinen der Muggel schwimmen! Aber was versuche ich einem Tier das zu erklären... Kleiner Langfinger.

Es ist nun Zeit zu Schlafen. Morgen müssen wir früh raus und den Drachen weiter suchen. Ich mache mir Sorgen, dass wir es nicht rechtzeitig schaffen... Ist er schwer verletzt?

 

~

 

Dezember 1917
Ein einzigartiges, hübsches Tier.
Die Natur ist gefährlich.  Die Tiere sind wild.
Grausam aber sind nur die Menschen...

Wir haben ihn und Erleichterung macht sich breit. Er lebt noch. Das Männchen lag im Schutz einer kleineren Gesteinsformation. Die Blutspur war bereits am Morgen immer frischer gewesen und ich habe eine Phiole für Dumbledore aufgenommen. Ich schulde ihm Dank und ich weiß, dass er Verwendung dafür hat. Immerhin forscht er an Drachenblut.
Als wir den Drachen dann entdeckt hatten, habe ich jedoch schnell gemerkt, wie verletzt er ist. Ohne uns wäre er in wenigen Tagen gestorben. Es ist mir ein Rätsel, wie er sich bis hierher schleppen konnte. Ich verstehe es nicht. Was treibt ihn mit einer Verletzung so weit zu laufen? Das antipodische Opalauge ist ein wirklich wundervoller Drache. Er zählt wohl zu den hübschesten. Das ist jedoch nur meine bescheidene Meinung... Und ich finde viele Tierwesen hübsch, interessant, beeindruckend oder eben wundervoll, welche andere mit Schrecken ansehen. Ich sehe in ihm ein perlmuttfarbenes Wesen, welches im Licht schillert und ein derart zartes Gemüt aufweist, dass man gar nicht meint eines der gefährlichsten, magischen Geschöpfe vor sich zu haben, die unsere Welt zu bieten hat. Drachen sind aufgrund ihrer Größe und oft auch aufgrund ihres Verhaltens schwer zu bändigen und kompliziert zu verbergen. Sie werden gerne gejagt, da fast alles an ihnen magische Kräfte und somit einen Wert hat. Opalaugen tragen ihren Namen, wegen des Opals... eines Steines denen ihr Auge sehr ähnlich ist. Der Drache, den wir gefunden haben hat einen leicht grünlich bis blauen Schimmer in seinen Augen, vermischt mit etwas Gelb übergehend in ein Orange. Augen, wie nicht von dieser Welt. Ich erschaudere bei dem Gedanken daran. Obwohl es respektlos einem Tier gegenüber ist ihm direkt in die Augen zu sehen, verliere ich mich in diesen, was ihn aber auch nicht zu stören scheint. Tierwesen scheinen diese besonderen Augen zu haben. Menschen sagen immer die Augen wären ein Spiegel für die Seele, doch in Menschenaugen habe ich nie solche überwältigenden Gefühle gelesen.
Hier lese ich Angst, Schmerz und einen Hilferuf, als er bemerkt, dass ich ihm nichts Böses will. Eine innere Ruhe scheint bei dieser Drachenrasse allgegenwärtig zu sein, doch bei diesem Tier ist der Atem heftig und abgehackt, wenn ich den Kopf an seine warme Brust lege. Er röchelt und hat es schwer Luft zu bekommen. Das Drachenblut tränkt den Boden und wir versuchen alles, ihm zu helfen. Leider nicht so einfach. Als Henry ihn eben füttern wollte, hat der Drache nach ihm geschnappt und sein Schweif peitscht dann bedrohlich umher und wirft alles um, was nicht niet und nagelfest ist. Was auch immer diese große Verletzung verursacht hat, es hat ihn ziemlich aufgewühlt und lässt ihn wild werden. Ich würde auch um mich schlagen, wenn ich eine riesige Fleischwunde am Bauch hätte und mir niemand Linderung verschaffen kann.
Ich habe eine Vermutung woher die Wunde kommt. Mir fiel als erster auf, dass der Drache sehr nervös wird, wenn er ein bestimmtes Geräusch vernimmt.
Unser erster Plan, ihn zu unserem Lager am Wasser zu bringen mit einem Schwebezauber, ging in dem Moment schief, als er vor Wut und Angst begann Feuer zu speien und unser Zelt beinahe in Brand gesteckt hätte. Er mag das Geräusch nicht. Das Geräusch der Goldgräber im Fluss...
Jetzt haben wir uns etwas entfernt niedergelassen. Hier sollte es gehen.
Ich hoffe der Drache wird wieder gesund.


Nҽɯƚ Sƈαɱαɳԃҽɾ

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Kapitel:5
Sätze:367
Wörter:5.874
Zeichen:34.977

Kurzbeschreibung

Newts Notizen auf seiner Reise, welche wohl letzendlich zum bekannten Schulbuch geführt haben.

Crossover

Diese Fanfiction wird neben Harry Potter auch im Fandom Phantastische Tierwesen gelistet.