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Harry Potter Oneshot Award

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22.08.21 21:21
16 Ab 16 Jahren
Heterosexualität
Homosexualität
Fertiggestellt

 

Dieses Buch, beziehungsweise diese FF entsteht aus einem Award heraus, an dem ich teilnehme und es die Aufgabe ist, aus wenigen genannten Worten einen Oneshot zu schreiben. Ich bin gespannt, was ich alles zaubern kann, ob ich in fünf Tagen ein Kapitel verfasse. 

Machbar ist das schon, immerhin soll er von 500 bis 1500 Wörter lang sein und das krieg auch ich sicherlich hin. Ich schreibe ja nun nicht zum ersten Mal und sehe diesen Award gleichzeitig als Übung an, um möglichst viele Und-Wörter zu vermeiden.

In erster Linie geht es hier aber um Harry Potter, meist um Drarry, sofern es durch die Wörter machbar ist, da ich alles andere selten bis gar nicht shippe. Es kann also nur werden und ich fände es toll, wenn ihr nicht nur lest, sondern auch votet und kommentiert.

Die ersten Worte wurden bereits auch schon genannt und jetzt setz ich mich hin, nutze die nächsten Tage und werde etwas niederschreiben, was ganz sicher nicht FSK 16 überschreiten wird. Lemon wird es hier nämlich nicht geben, es wird wenn, nur etwas angedeutet und mehr nicht.

Wisst ihr Bescheid und nun Daumen drücken, lesen, voten und kommentieren.

Wisst ihr Bescheid und nun Daumen drücken, lesen, voten und kommentieren

 

 

Die Aufgabe war es, einen Oneshot aus den Worten, Severus Snape, Wut, Tagebuch und Bad der Vertrauensschüler zu schreiben. Mit 568 Worten ist er recht knapp geworden, ist aber noch im Rahmen und ich denke, es ist mal etwas anderes, Severus in eine eher peinliche Situation zu bringen. Viel Spaß beim Lesen und kommentieren.

 

⚜⚜⚜⚜

 

 

Severus Snape war fassungslos, konnte es nicht glauben und las sich die wenigen detailreichen Zeilen nochmals durch. Sollte das wirklich von seinem Patenkind stammen? Misstrauisch drehte er das Tagebuch in seiner Hand, legte es zurück an seinen Platz und kniff für einen Moment die Augen zusammen. Die Bilder, die ihm dabei in den Sinn kamen, waren alles andere als angebracht. Severus öffnete daher hastig die Augen und schüttelte sich.

Er war selbst einmal jung, hatte geliebt, wusste wie es sich anfühlte und doch war Draco ihm in vielen Dingen voraus. Der Junge lebte seine Gefühle aus, schrieb sie sogar nieder. Beeindruckend sollte man meinen, doch angesichts der Tatsache, dass der Inhalt nicht für Kinderaugen bestimmt waren, versetzten ihm einen gewissen Stich. Draco war im sechsten Schuljahr, sollte lernen dem Namen seiner Familie Ehre zu machen und nicht das, was in diesem Tagebuch stand.

Wäre es ein Mädchen würde er nicht so vor Wut schäumen. Vielleicht aber war er zu altmodisch und sah vieles zu eng. Es waren andere Zeiten, die Welt veränderte sich und ebenso die Sexualität junger Zauberer. Aber warum Potter? Jeder andere Junge war genauso gut und freundlicher. Oder interpretierte er wieder zu viel in James Potter? Überlegend schritt Severus hin und her, blieb stehen und lief erneut durch das Klassenzimmer. Er sollte sich raushalten, das Tagebuch zurück an seinen Platz legen und Draco seine eigenen Erfahrungen sammeln lassen. Auch, wenn es sich um Potter handelte.

Erstaunlich war für ihn die Tatsache, dass man nichts, aber auch wirklich gar nichts von ihrer besonderen Beziehung zueinander sah. Beide wirkten wie sonst. Kühl, distanziert und keineswegs am jeweils anderen interessiert. In seinen Augen eine wahre Glanzleistung, Bühnenreif und langsam wich auch seine anfängliche Wut auf Draco. Oder war er doch auf Potter wütend?

Der Junge hatte nie wirklich Liebe erfahren. Er sollte es ihm gönnen, dennoch würde er ihn im Augen behalten. Draco war trotz seiner Kälte sehr sensibel. Ihm das Herz zu brechen, wäre ein Verbrechen und es war Severus ein großes Anliegen, dass er glücklich war. Fernab von seiner Familie, die ganz sicher ihre Probleme mit Potter und der Sexualität ihres Sohnes hatten. Er sah es schon deutlich vor sich. Narzissa am Rande eines Nervenzusammenbruchs und Lucius am Toben. Er würde Draco enterben, aus dem Haus jagen und für bittere Tränen sorgen.

Traurig, was junge Liebe anrichten konnte. Genau aus diesem Grund war Severus auch später nie eine Bindung eingegangen und sträubte sich gegen jegliche Gefühle. Ähnlich wie Draco und doch hatte der Junge einen weichen Kern, ließ zu, dass man ihn und er andere liebte. Er sollte sein Glück genießen, auskosten so lange er das konnte. Severus lächelte einen Moment, verließ dann aber das Klassenzimmer und machte sich eilig auf den Weg zum Bad der Vertrauensschüler. 

Angekommen öffnete er langsam die Tür, späte vorerst hinein und stellte sicher, dass er alleine war. Undenkbar, wenn man ihn erwischen und Fragen stellen würde, was er hier zu suchen hätte. An Peinlichkeit nicht zu übertreffen und das Gerede erst. Severus schüttelte es, eilig legte er das Tagebuch zurück an seinen Platz und atmete erleichtert aus, dass ihn niemand gesehen hatte. 

 

(568 Wörter)

 

Dieses Mal war es die Aufgabe einen Oneshot aus den Worten, Luna Lovegood, Eifersucht, Würfel und Hogsmeade zu schreiben. Mit 571 Worten ist er wieder kurz aber im Rahmen und oftmals liegt in der Kürze eine gewisse Würze. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen, voten und kommentieren.

 

 

Zufrieden betrat Hermine die große Halle, setzte sich an den Tisch zu Harry und Ron und lächelte. "Morgen können wir gemeinsam nach Hogsmeade."

"Und Luna?", fragte Harry gleich nach, schob sich den letzten Bissen von seinem Frühstück in den Mund und sah unauffällig zu dem blonden Mädchen, was am Tisch der Rawenclaws saß.

"Sie kommt natürlich mit. Erst wollte sie nicht, aber dann hat sie gehört, dass auch Neville uns begleitet." Hermine lächelte wissend, während Ron verwirrt an seinem Kürbissaft nippte und nicht ganz folgen konnte.

Hermine rollte mit den Augen. "Sie mag ihn. Hast du das noch nicht mitbekommen?"

"Nein, wann und wo denn?", fragte Ron gegen und sah Hilfe suchend zu Harry herüber, der scheinbar aber schon Bescheid wusste. 

"Super, dass ich wieder der einzige bin, der nichts mitbekommen hat", beschwerte sich der Rothaarige und schob missmutig seinen Teller von sich.

"Ich glaube, Neville weiß auch nichts davon", wandte sich Harry leise an seinen besten Freund.

"Immerhin einer, der dumm sterben wird", nuschelte Ron sich in seinen nicht vorhandenen Bart.

"Ron!" Empört schnaufte Hermine. "Er ist nicht dumm, er ist sogar eifersüchtig auf Harry, weil er so viel Zeit mit ihr verbringt. Wenn das nichts zu bedeuten hat, dann will ich nie wieder ein Buch lesen."

Neville empfand Eifersucht? Harry sah unauffällig zu ihm rüber, runzelte die Stirn und konnte sich kaum vorstellen, dass der schüchterne Junge derartige Gefühle verspürte. Zugegeben, Luna Lovegood war schon hübsch, sehr klug und ein wenig eigen im Kopf, aber Liebe empfand er nicht. Luna war eine gute Freundin, mit der Harry gerne redete, Zeit verbrachte und ihr schon oft geholfen hatte, wenn persönliche Dinge von ihr verschwanden. Nicht mehr und nicht weniger. Seine Gefühle galten jemand anderem, einer Person, die unterschiedlicher nicht sein konnte.

"Wenn dem so ist, dann sollten wir vielleicht nachhelfen", überlegte Harry.

"Gute Idee, bin dabei", erwiderte Ron, während Hermine wohl schon in Gedanken einen Plan zurechtlegte. "Was hast du vor?"

"Ich habe letztens einen magischen Würfel geschenkt bekommen und der dürfte recht nützlich sein", antwortete die schlaue Hexe wissend.

"Die kenn ich. Die leuchten erst rot und dann fliegen die zu deinem Gegenstück."

Beeindruckt sah Hermine Ron an. "Ich nehme an, deine Brüder führen sie in ihrem Laden."

"Schon, aber ich trau diesem Würfel nicht wirklich über den Weg."

"Willst du ihn testen?" Herausfordernd hielt Hermine, nachdem sie den bunten Würfel aus der Manteltasche gezogen hatte Ron unter die Nase.

Er lehnte ab, schüttelte den Kopf und sah fassungslos zu, wie Harry nach dem Würfel griff. "Was soll schon passieren?", murmelte er in Gedanken, ohne aufzusehen. 

Gespannt blickten jedoch Hermine und Ron auf den nun schillernd rot leuchtenden Würfel, der anfing zu schweben und schließlich durch die große Halle flog. Sämtliche Augen waren auf ihn gerichtet. 

Jeder wollte wissen, wohin er flog und wer das Mädchen war, welches Harry liebte. Sogar Neville verfolgte den Würfel, atmete erleichtert aus, als dieser an Luna vorbeifegte und direkt auf den Tisch der Slytherins. 

Pansy stieß einen schrillen Schrei aus, Blaise versuchte den Würfel weggestoßen und endlich fand dieser Harrys Herzensdame. Summend landete der Würfel auf Draco Malfoys Teller und hüpfte auf und ab. 

"Potter ist in dich verknallt?" Gelächter am Tisch, doch Draco steckte den Würfel rasch ein, warf einen verstohlenen Blick zu Harry, der knallrot angelaufen war und sich hastig in seinem Tagespropheten versteckte.

 

 

Irgendwo und wann hatte ich ja schon angedroht, dass ich wieder Harry Potter, bevorzugt Drarry schreiben will.
 

Dafür dient jetzt dieses Buch, denn ganze Romane werde ich keine mehr schreiben, sondern eher Shortstorys, die mit einem Kapitel beendet sind und allesamt in eine Sammlung wandern.

Da kann alles dabei sein. Von kurz bis lang. Lustig oder ernst und ab und zu kann es sein, dass ich sexuellen Inhalt einbaue. Aber nicht zwingend, immerhin möchte ich frei schreiben und für jeden, der Spaß an Drarry hat.

Ob ich wieder Märchen umsetze, weiß ich noch nicht. Ich lasse das auf mich zukommen und kann aber sagen, dass ich wohl viel Inspiration durch YouTube mitbringen werde.

Es kann daher also auch vorkommen, dass Draco nicht immer so reagiert wie man ihn kennt. Das ist auch nicht umsetzbar, jedenfalls nicht immer, denn sonst würde man Drarry nicht schreiben können.

Dennoch bemühe ich mich beiden gerecht zu werden und ich denke, ich setze einfach mal im verbotenen Wald an und packe mir die gute Frau Holle in die Liste an Ideen rein. Aber auch Freya wird einen Platz bekommen. Sie ist eine Göttin, aber hier wird es nur ihr Name sein, der vorkommt. In welchem Zusammenhang wird noch nicht verraten, ebenso wie viele Kapitel kommen.
 

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„Wessen Idee war das noch gleich?", wandte sich Draco mürrisch an Harry, der vor ihm durch den tiefen Schnee stapfte und sich im Schein der Laterne umsah.

„Deine, wenn du es genau wissen willst", antwortete Harry, ohne sich umzudrehen. „Das ist nicht wahr, du trägst genauso Schuld. Du hast schließlich auch angefangen."

Hatte er das? Harry überlegte, drehte sich aber nicht um, sondern ging schnurstracks weiter. Wann hatte er angefangen? Heute Morgen beim Frühstück oder doch im Unterricht von Professor Snape, der sie letztendlich hierzu verdonnert hatte?

„Kann sein, dass ich es war", gab Harry schließlich zu, drehte sich aber nicht um, um Dracos gehässiges Grinsen zu sehen, welches sich augenblicklich auf dessen Lippen gelegt hatte.

„Warum nicht gleich so, Potter?", schnarrte es hinter ihm weiter und das reichte aus, damit Harry sich umdrehte und den anderen ansah. „Ich hätte auch gar nichts sagen können und jetzt komm. Wir haben eine Aufgabe und Snape erwartete, dass wir diese gemeinsam erledigen."

Draco rollte mit den Augen und trat näher an den Goldjungen heran. „Entspann dich mal, Potter. So schlimm ist das jetzt auch nicht. Zugegeben ich habe mir meinen Abend anders vorgestellt, aber ändern können wir es beide nicht."

„Was du nicht sagst", frotzelte Harry dem Slytherin entgegen und trat sofort einen Schritt zurück. Sie waren viel zu dicht aneinander und die Nähe gefiel Harry ganz und gar nicht. Im Gegenteil. Er fühlte sich unwohl und es handelte sich um Draco Malfoy.

Draco schien das zu ahnen und machte sich einen Spaß daraus immer dann näherzukommen, wenn der andere auswich und ihn warnend ansah. Es ähnelte sehr einem Katz und Mausspiel und war genau nach seinem Geschmack. Er war die Katze und Harry die Maus, die es galt zu jagen und zu erlegen.

„Angst, Potter?"

„Träum weiter", beantwortete Harry die Frage, klang aber durch sein erneutes ausweichen nicht sehr überzeugend und das gab Draco nur noch mehr Anlass dazu, sein fieses Spiel weiterzutreiben.

„Du hast Angst. Ich kann es riechen und du weichst mir mit jedem Schritt aus." Belustigt über Harry Potter, trieb er ihn weiter, direkt an einen Baum und noch ehe er wusste, wie ihm geschah, kesselte Draco ihn ganz ein.

„Was soll das, Malfoy? Hast du vergessen, warum wir hier sind?" Sichtlich mit der Situation überfordert, blickte er seitlich an dem blonden Slytherin vorbei und fixierte irgendeinen Punkt, um ihn nicht ansehen zu müssen.

Draco reagierte sofort, fasste Harrys Kinn und zwang ihn damit, ihn anzusehen. „Mir ist kalt und ich habe gehört, dass Körperwärme helfen soll."

„Körper ..." Harry war fassungslos, ihm blieben die Worte im Hals stecken und kräftig schluckte er den Kloß herunter. Sicher erlaubte sich der andere einen Scherz und das machte ihn sauer. „Du spinnst, Malfoy."

„Kann sein", murmelte dieser so leise, dass Harry Mühe hatte, ihn überhaupt zu verstehen. Mehr spürte er dessen Körper, der sich an den seinigen schmiegte, zitterte und deutlich davon überzeugte, dass Draco wirklich kalt war.

„Du zitterst."

Draco schwieg, nur ein schwaches Nicken konnte Harry feststellen und einen weiteren Versuch, sich noch dichter an ihn zu drängen. Er gab nach, ließ ihn gewähren und legte vorsichtig seine Hände um den zittrigen Körper. „Wehe du erzählst das jemandem, Potter."

„Hatte ich nicht vor", erwiderte dieser mit einem wissenden Grinsen auf den Lippen und fuhr vorsichtig durch die blonden Haare. Draco hielt ganz still, dann aber löste er sich und sah Harry an. „So gern ich noch kuscheln würde, aber Professor Snape wartet."

Fast wäre Harry herausgerutscht, dass er gern noch die Nähe genossen hätte, doch er konnte sich beherrschen. „Dann lass uns diese Wurzel suchen." Draco nickte, trat einen Schritt zurück und ließ Harry ganz frei.

„Ich weiß, wo wir sie finden." Harry ging vor und Draco folgte ihm nachdenklich. „Harry?"

„Hmm?", brummte dieser und blieb stehen, doch der Slytherin sagte nichts. Stattdessen trat er neben Harry und griff dessen freie Hand. „Deine Nähe gefällt mir und ich fühl mich deutlich wohler, wenn das so bleiben würde."

Eine leichte Röte konnte Harry auf den sonst so blassen Wangen Dracos erkennen und ebenso eine gewisse Unsicherheit. Er musste grinsen. „Lass uns gehen, ehe wir festfrieren." Ohne Dracos Hand loszulassen, ging er tiefer in den verbotenen Wald und wusste genau, dass sie morgen wieder ganz anders zueinander waren.

 

 

Verträumt starrte er in den Kerzenschein, sah dem Farbenspiel zu, wie die Flammen sich sanft im Luftzug bewegten, wie alle im Luftzug tanzten, sanfte geschmeidige Bewegungen vollführten und sich an der Fensterscheibe verdoppelten. Langsam drifteten seine Gedanken dahin, vor seinem geistigen Auge sah er nackte ebenmäßige Haut, roch stickige und viel zu heiße Luft, dazu kam Wachs und leicht gehetzter, erotisch klingender Atem von einer Person, welche er nicht sehen konnte, nur Konturen des viel zu heißen Körpers, der sich wandte, inmitten rotem Satin einfach nur sündig verführerisch aussah. „... Imm ... ic ... hh ... komm ... hh~ ... Brauche ... ah~ ... Nicht." Worte, welche süßer nicht an Ohr hätten dringen können, ... „Jetzt ..." Ein süffisantes Lächeln überkam ihn. Wer auch immer in diesem sanften Satin lag, er wartete, er gab ihm das Gefühl nur auf ihn zu warten, seine Präsenz spüren zu wollen, er musste nur dieses dunkle Zimmer, mit diesem überdimensionalen französischen Bett betreten und dann ...

Eine Bewegung außerhalb schien ihn aus seinem Wachtraum zu reißen. Warum gerade jetzt, wo er doch ... Aber was hatte er gesehen? Auf der Parkbank gegenüber hatte sich etwas bewegt. Warum er es auch immer tat, da ihn normalerweise die Vorgänge außerhalb seiner Wohnung und vor allem um diese Uhrzeit wenig interessieren, er versuchte trotzdem genauer zu erkennen, was es sich mit dieser Parkbank auf sich hatte. Seine Augen fixierten eine Person, die auf ihr saß und direkt zu ihm zu starren schien. Erkennen konnte er nicht viel, die Flammen der Kerzen ließen durch ihre Helligkeit die Umgebung dunkler erscheinen, aber er erkannte helle Haare. Ein Greis? Um diese Zeit? Moment ..., wenn er jetzt noch die Augen erkennen würde ... Vielleicht Sturm-grau ... doch leider war es zu dunkel, allein die Haare waren zu erahnen. Ob er nach draußen gehen sollte? Und dann? Etwas sagen?

Harry zögerte. Wie peinlich wäre das? Es musste doch so aussehen, als habe er am Fenster gestanden und die Umgebung beobachtet. Einem Voyeur gleich. Das wollte er dann auch nicht, allein der Gedanke ließ ihn ziemlich rot werden. Hatte er doch schon heimlich die Liebespärchen auf dieser Bank beobachtet und voller Sehnsucht gehofft, einmal ebenso eine Liebe zu finden, mit welcher er die dunklen Ecken der Nacht würde teilen können. Heimlich, um die Spannung zu erhöhen, gar eine verbotene Verbindung, welche gegen alle Regeln der Vernunft waren, aber doch, allein um zwei verzweifelte Herzen glücklich zu machen, einfach stattfinden musste.

Verlegen grinste er in die Dunkelheit, das Winken, was er beinahe getan hätte, tarnte er im letzten Moment mit einem noch verlegenen Kratzen am Hinterkopf, während er dazu überging die Kerzen auszupusten, um das letzte Licht in seinem Zimmer zu löschen. Schnell entfernte er sich anschließen vom Fenster, blieb er ein paar Schritte entfernt stehen und beobachtete dann doch weiter diese Parkbank. Erkennen konnte er nicht mehr als zuvor, jedoch schien in ihm etwas anders zu sein. Die Frage, warum er nicht einfach nach draußen gegangen war und ... ja und was ... Seine Gedanken schweiften ...

Plötzlich fand er sich doch auf der Straße wieder. Langsam auf die Parkbank zugehend, die Gestalt auf ihr ignorierend. Jedoch, als er vor ihr stand, warf er ihr nur einen wissenden Blick zu, bevor er seinen Weg einfach fortsetze. Kein einziges Wort verließ seine Lippen, aber er wusste genau der andere hatte verstanden und folgte ihm ohne Fragen zu stellen. Unweit der Stelle, bog er in eine dunkle Allee des Parks, in welcher er abseits hinter einem alten Denkmal, einem antiken Säulengang, stehen blieb. Von der Dunkelheit verborgen wartete er. Nicht lange dauerte es bis die Person der Parkbank vor ihm stand, ihn mit wissenden grünen Augen fixierte.

Ohne einen Laut zu verursachen, ging die Person einen weiteren Schritt auf ihn zu, bis er ihr gebot zu stoppen, denn den letzten Abstand wollte er überwinden. Er beobachtete seine eigene Hand, welche sich hob, sich um dessen Kinn legte, den Kopf des anderen damit in den Nacken zwang, sich zu ihm beugte und nur Millimeter vor den erwartungsvollen Lippen stoppte. Diesen Moment kostete er aus, genoss die Macht, welche er über den anderen zu besitzen schien, nur einen Moment, bis sich seine Lippen auf die vor Anspannung bebenden seines Gegenübers legte. Dann kurz mit der Zunge über die Unterlippe strich, sich dann aber wieder entfernte. Er wusste genau, was der Andere wollte und er spielte mit diesem Wissen, es ihm so lange wie möglich vorzuenthalten, bis dieser sich vor Verlangen winden würde.

Die Dunkelheit verschluckte ihre Identität, welche beide nur zu genau zu kennen schienen, aber es nicht wichtig war, da sie sich nur auf ihre Instinkte reduzierten. Die leicht zitternden Hände des anderen, wie sie sich scheu um seinen Nacken legten, ihn veranlassen wollten, ihm doch noch mehr zu geben, er schenkte ihnen keine Beachtung, bewegte sich keinen Millimeter und starrte unbeeindruckt hinab. Erst als die Hände ihn wieder aus der Umarmung entließen, umspielte seine Lippen wieder ein Lächeln. Lobend strich er über dessen Wange. Dass er aufgegeben hatte, ihm wieder die Kontrolle über das Handeln gab, er quittierte es mit einem Kuss, welchen er innig auf die Lippen des anderen presste. Dann zwang er den anderen auf die Knie, brach den letzten Widerstand und verringerte den Druck erst wieder, als er ihn auf dem Boden hatte. Langsam öffnete er seinen Gürtel, strich dabei über die Wange des anderen und machte ihm klar, was er nun erwarten würde. Und genau das würde er von seinem Gegenüber erhalten, welcher sich willig abermals den Kopf anheben ließ und erwartend die Lippen öffnete, um bereit zu sein, sein Geschenk zu empfangen. Langsam drückte er sein Becken zu ihnen ... Heiße Lippen schlossen sich um seine Erregung, saugten daran, umspielten seine Spitze und verschlangen seine Erregung immer wieder tief in der feuchtwarmen Mundhöhle, als würde er ihn verschlucken wollen. Kein Laut verließ seine Lippen, obwohl er liebend gerne vor Lust geschrien hätte.

Wie heiß es an dieser Stelle war, viel zu heiß, zu weich zu ... Lange musste sein unbekannter und doch viel zu bekannter Gegenüber nicht an ihm saugen. Schon spürte er, wie er seinen Liebessaft verteile, den anderen davon kosten ließ und dieser gierig wie Götter nach Ambrosia danach lechzte, alles zu bekommen, zu schlucken und nichts davon übrigzulassen. Voller Dankbarkeit über sein Geschenk, über die Aufmerksamkeit, welche dieser ihm hatte schenken dürfen, trafen Sturm-graue Augen auf seine grünen, doch dann umspielte ein Lächeln dessen Lippen und mit einem Male schien es Harry, als würde sich die Szene immer weiter von ihm entfernen. Unerreichbar fern kniete diese Gestalt noch immer auf dem Boden und blickte zu ihm, nur war er bereits zu weit entfernt und die Szene schien sich immer schneller zu bewegen, solange bis Harry nur noch auf die Parkbank starrte. Leer. Die Person war verschwunden. Und er stand inmitten seiner Wohnung und starrte ungesehen auf die leere Parkbank im Licht der tristen Straßenlampe ...

Betrübt wandte er sich ab. War dies nun eine vertane Chance gewesen? Hätte er einfach hinausgehen sollen? Warum hatte er gerade so eine Fantasie erhalten, blaugraue Augen ... wieder dieselbe Person? Und die blonden Haare ... Seine Fantasie spielte ihm doch nur einen Streich, versuchte er sich einzureden, die Person, welche er auf der Parkbank gesehen hatte, war doch einfach jemand wildfremdes, wie konnte er sich einbilden, dass er sie gekannt hätte. Das kam alles doch nur von diesen vielen Träumen, welche er die letzte Zeit hatte, dieser unsagbaren Sehnsucht nach Nähe, nach jemanden, welcher ihn bedingungslos verstand und mit ihm eins sein wollte ...

Hermine würde ihn schelten, würde ihm sagen, das käme vom vielen Alleinsein, was ihm nicht guttun würde, da er, tief in seinem Inneren doch ein sehr geselliger Mensch sei und er die Abende bei ihr, anstatt träumend in seiner Wohnung verbringen sollte. Seufzend legte er sich ins Bett. Viel zu früh, aber was sollte er noch aufbleiben ... der Rote seidige Stoff umschmeichelte ihn, fühlte sich so schön, so bequem ... seine Hand strich über seinen eigenen Bauch, um sich das angenehme Gefühl des Wachtraumes noch mal ins Gedächtnis zu rufen. Dann wanderte er langsam tiefer ...

 Dann wanderte er langsam tiefer

 

 

Für Draco ist Harry die Liebe seines Lebens, doch er hat nur Augen für Hermine. Mit gebrochenem Herzen verlässt Draco die Stadt, um dem gemeinsamen Glück der beiden nicht im Wege zu stehen. Harry und Hermine heiraten, aber kurz nach der Geburt ihres Sohnes, den sie in liebevollen Andenken "Draco Damian Potter" nennen, stirbt Hermine an den Folgen einer komplizierten Entbindung.



Harry saß nun schon seit gut einer halben Stunde in Hermines Wohnung, mitten auf dem Sofa, mitten in London und wartete, dass sie endlich aus dem Badezimmer kam und gemeinsam in eines dieser kleinen, schicken Cafés zu gehen, um sich mit Draco Malfoy und Ron Weasley zu treffen. "Hermine, brauchst du noch lange?", wollte Harry deswegen wissen, schaute dabei immer wieder auf die Uhr und seufzte leise auf.

„Ja ich bin doch fertig." Schon trat sie aus dem Bad heraus, glänzte in engen Hosen, einer schicken Bluse und offenen Schuhen. „Wow du siehst toll aus", staunte Harry nicht schlecht, half ihr sogleich ganz Gentlemen in die Jacke und verließ zusammen mit ihr die Wohnung. Wie so oft liefen die beiden, immerhin waren sie Muggel, Harry zum Teil, aber er ging gerne mit Hermine durch London spazieren und auch heute nahm er sich diesen kleinen Luxus heraus. Es dauerte nicht lange und sie kamen an dem süßen Café an, sahen schon Ron an einem der Tische sitzen und setzten sich lächelnd hinzu.

„Draco ist wohl noch nicht da", grinste Harry, worauf Ron verneinte und Hermine leise kicherte. „Vielleicht braucht er auch so lange wie Herm im Bad", überlegte Harry laut. „Nun wird mal nicht frech, ja?", beschwerte sie sich leise, blickte den schwarzhaarigen Zauberer ernst an und wandte sich wieder an Ron. „Wie geht es Luna?" Ron hob den Kopf und blickte sie ernst an. „Na ja wie man es eben nimmt, sie ist etwas unglücklich in letzter Zeit, scheinbar fehlt ihr etwas", erzählte er Hermine, seufzte resigniert auf und kam aber dennoch nicht umging zu lächeln, als Draco endlich das Café betrat und auf sie zukam. „Hey", grüßte der ehemalige Slytherin knapp.

„Hey, wir dachten schon du kommst nicht mehr", plapperte Ron gleich los, während Hermine milde lächelte und Harry anfing zu grinsen. „In Wahrheit haben wir darüber geredet, wie lange du wohl im Badezimmer brauchst. Unter oder über dreißig Minuten", schmunzelte der Schwarzhaarige frech. „Lass dich nicht aufziehen, die beiden spinnen nur etwas herum", mischte sich Hermine als die Klügere ein, nahm ihre Handtasche von dem freien Platz und deutete Draco an, dass dieser sich setzen konnte. „Ich bin ja jetzt da", sagte dieser gelassen und setzte sich bereits neben Hermine. „Und wenn du es genau wissen willst: ich brauch über dreißig Minuten im Bad."

Jetzt nach der Schule konnten sie sich aussprechen und sie wahren seither befreundet. Draco hatte eine kleine Wohnung in London, war unabhängig von seinen Eltern und ganz zufrieden damit. „Etwas über 30 Minuten?", fragte Ron erstaunt, wurde aber von einem neugierigen Harry unterbrochen und schwieg. „Was machst du denn so lange im Bad?", fragte er ziemlich interessiert nach, nahm kurz seine Brille ab und fuhr sich durch sein rabenschwarzes Haar. Hermine schüttelte nur den Kopf, blickte in die Getränkekarte und ließ die Jungs unter sich, was das Gespräch betraf. Da mischte sie sich nun wirklich nicht ein und doch brannte ihr eine Frage auf der Zunge. „Was macht eigentlich Pansy, habt ihr noch Kontakt?", wollte sie von Draco wissen.

„Das wüsstest du wohl gern?", fragte Draco Harry. Natürlich würde er es ihm nicht sagen, da es ihn nichts anging. „Pansy ist doch im Ministerium und ja, es geht ihr gut. Hin und wieder habe ich noch Kontakt mit ihr", antwortete er Hermine und seufze. Es war schwierig, da er etwas für Harry empfand, doch er hatte sich gut unter Kontrolle und setzte dabei wie üblich seine Maske auf damit es keiner merkte. „Sicher wüsste ich das gern", nickte Harry eifrig, suchte sich dann aber auf Rons leises Murren hin etwas zu trinken aus und beließ es dabei. Hermine hingegen hörte Draco gespannt und interessiert zu, nickte hin und wieder und legte die Karte an den Rand des Tisches. „Grüße sie doch bitte, wenn du sie das nächste Mal siehst", bat sie den Blonden freundlich, hielt dann aber kurz inne, da einer der Kellnerinnen auf sie zukam und nach ihren Wünschen fragte. „Ich nehme einen Kaffee", kam es von Ron. „Ich hätte gern einen Cappuccino", äußerte sich Harry und Hermine bestellte sich ganz Lady-like ein Eiscafé.

Draco schaute sich in dem Café um und fand, dass es ganz nett aussah. Hier würde er vielleicht jetzt öfter hingehen, denn es gefiel ihm. Er wohnte noch nicht lange in London, Aber es war schön und er genoss das Leben. „Dann eben nicht", zuckte Harry mit der Schulter, lehnte sich entspannt zurück und blickte sich ebenfalls um. Ron hingegen quatschte mit Hermine, genoss das strahlende Wetter und fing an mit einem der Bierdeckel zu spielen. Harry runzelte kurz die Stirn, blickte rüber Draco und lächelte. „Sag mal Draco", fing er an, runzelte erneut die Stirn und legte die Hände in den Schoss. „Hermine und ich wollen heiraten und da wollte ich fragen, ob du meinen Trauzeugen machen würdest?" Draco trank einen Schluck Kaffee und schluckte bei Harrys Frage. Die beiden wollten heiraten? Scheiße wie sollte er das aushalten? Was sollte er denn jetzt sagen? Er überlegte kurz und blickte noch mal alle an. „Was ist mit Ron? Will er nicht Trauzeuge sein? Aber ja sonst würd ich es machen?", erwiderte er erst. Er wollte Harry nicht enttäuschen und so konnte auch immer noch in seiner Nähe sein auch, wenn es weh tat.

Harry blickte Draco weiterhin lächelnd an, gab ihm genug Zeit eine Entscheidung zu treffen und nickte dann. „Ron wird Hermines Trauzeuge werden, da Ginny an diesem Tag leider nicht kann. Sie fliegt an dem Tag mit Dean in den Urlaub", erklärte er dem Blonden kurz und bekam auch nichts von dessen Enttäuschung mit, immerhin ahnte er nicht was mit Dracos los war. „Dann werd ich es gerne machen", sagte Draco und versuchte kurz zu lächel.

„Danke Draco, du bist echt ein Schatz", grinste Harry, ehe er von Stuhl sprang und diesen kurz von hinten umarmte. Hermine sah die beiden verdutzt an, runzelte kurz die Stirn und nippte an ihrem Eiscafé, welcher gerade gebracht wurde. Harry setzte sich darauf hin wieder auf seinen Platz, rührte sich etwas Zucker in seinen Cappuccino und lächelte vergnügt in die Runde. Er freute sich wirklich das Draco seinen Trauzeugen machte, das hob ungemein seine Laune.

Draco lächelte kurz und genoss die kurze Umarmung. Er versuchte sich nichts anmerken zu lassen. „Ich bin schnell auf Toilette", sagte er, stand auf und ging auf die Toilette, um sich zu sammeln. Er musste erst mal damit klarkommen und er sah sich im Spiegel an. Harry hingegen schaute Draco verwundert nach, als dieser auf die Toilette verschwand, warf Ron einen fragenden Blick zu und erntete aber nur ein Schulterzucken. „Scheinbar nimmt es ihn mit, dass er alleine ist", sprach Hermine leise, warf Draco einen mitleidigen Blick hinterher und nippte wieder an ihrem Eiscafé.

Draco blieb noch eine ganze weile weg, bis er wieder in der Lage war zurückzukommen und setzte sich wieder auf seinen Platz. „Na was habt ihr heute noch vor?", fragte er die drei, um sich abzulenken. Es war schwerer als gedacht und er musste sich enorm zusammenreißen. Wie sollte das erst bei der Hochzeit werden? Seufzend trank er seinen Kaffee und blickte in die runde. Ron blickte Draco mit hochgezogener Augenbraue an, leerte seinen Kaffee und stellte die Tasse ab. „Wir wollen nachher noch Bowlen. Wenn du Lust hast, komm einfach mit", antwortete er dem Blonden und bekam ein bestätigendes Nicken von Hermine. „Seit Ron das erste Mal so eine Kugel in der Hand hatte, ist er nicht mehr zu bremsen", amüsierte sich Harry über den Rothaarigen. „Das hört sich gut an. Auch wenn ich es nicht kenne", gestand Draco und freute sich dennoch darauf.

„Oh stimmt, das ist ja Muggel-Kram", sprach Hermine dazwischen, blickte aber Draco dabei lächelnd an. „Keine Sorge, ich bring dir das gerne bei. Ist wirklich nicht schwer", mischte sich Harry ein, blickte Draco auffordernd an und leerte seine Tasse. Draco würde das sicher im Nullkommanichts lernen, Bowlen war nicht so schwer. „Ich kenn mich da leider noch nicht so gut aus", murmelte Draco, freute sich aber darauf, dass Harry ihm das beibringen wollte. „Super, das freut uns das du dabei bist", lächelte Hermine erneut, griff sich Harrys Hand und hielt diese sanft unter dem Tisch fest. Ron schaute kurz auf die Uhr und blickte die drei anderen ernst an. „Wir sollten dann langsam los, sonst ist die Bahn wieder so voll und man bekommt nur noch die leicht zerdepperten Schuhe." Harry lachte kurz herzhaft auf und blickte Ron erneut amüsiert an. „Ja doch Ron, immer mit der Ruhe. Aber nun gut, dann lass uns gehen", nickte Harry seinen Freunden zu, zahlte die Getränkerechnung, half Hermine noch in die Jacke und stand dann auch schon auf. Ron erhob sich ebenfalls, nahm seine Sachen und hakte sich gutgelaunt bei Hermine ein. „Na komm Draco." Harry hielt dem Blonden die Hand lächelnd entgegen, damit dieser aufstehen und sich einhaken konnte.

Die vier liefen durch London, kamen nach einigen Metern in der Bowlinghalle an und stellten überrascht fest, das heute so gut wie gar nichts los war. „Na um so besser", freute sich Harry, zog Draco hinter sich her und zum Stand mit den Schuhen. Ron und Hermine folgten den beiden, gaben ihre Schuhgrößen an und setzten sich schon hin um diese anzuziehen. „Ist immer so wenig los?", wollte Draco wissen, während er seine Schuhe anzog. Hier würde er seinen Spaß haben, da war er sich sicher. Er sah überall Bahnen und war gespannt was man damit machte. Harry zog sich seine Schuhe an und beantwortete Dracos Frage. „Eigentlich ist hier um diese Zeit mehr los." Es wunderte ihn etwas, waren doch sonst Unmengen an Menschen hier und tobten sich aus.

„Ach so, ich habe mich schon gewundert", erwiderte Draco und stand auf als er seine Schuhe anhatte. "Bin schon gespannt, was für ein Spiel das ist." Neugierig lief er schon zu einer der Bahnen und wartete auf die anderen. Harry nickte Draco kurz zu, folgte ihm und nahm sich eine der schweren Kugeln. „Sieh mir einfach erst mal zu." Und schon steckte er drei seiner Finger in die Bowlingkugel, holte ordentlich Schwung und ließ die Kugel galant auf die Bahn gleiten, wo er sieben der Kegel abräumte. „Also muss man nur die Dinger da vorn umschmeißen mit der Kugel?", fragte Draco Harry und sah ihn skeptisch an. Wenn das wirklich so war, dann war das gar nicht so schwer und er würde es locker hinbekommen. Harry drehte sich, nachdem er seinen Wurf hinter sich hatte zu Draco um, hörte dessen Frage und nickte. „Im Grunde genommen musst du nur die Kegel umschmeißen. Am besten ist es, wenn du alle umwirfst, das nennt man einen Strike und gibt die meisten Punkte", erklärte er Draco kurz, machte dann schon Platz für Ron, welche leider in seiner Aufregung einen Pudel warf. „Och verdammt", schimpfte er leise. „Tja das sollte man vermeiden, das gibt gar keine Punkte", grinste Harry erneut zu Draco.

„Darf ich mal?", fragte Draco, nahm sich vorsichtig eine Kugel und traf grade mal fünf auf einmal. „Na sicher darfst du", nickte Harry seinem Freund zu, blickte auf die Bahn und wenig später auf das Ergebnis von fünf Kegeln. „Gar nicht schlecht für den Anfang", lobte er den Blonden mit einem kurzen Lächeln, ehe er Hermine an die Bahn ließ und diese gleich einen Strike schaffte.„Nicht schlecht." Draco pfiff anerkennend, Hermine schien dieses Spiel wohl schon öfter gespielt zu haben, aber er würde es auch noch lernen. Hermine lächelte die Jungs dankend an, überließ Harry wieder das Feld und stellte sich zu Ron und Draco. „Das lernt man ganz schnell, ist wie mit dem Besen fliegen", lächelte sie Draco zu, schaute dann aber ganz gebannt zu Harry und dessen grandiosen Wurf, welcher in der Rinne landete und keinen Punkt erzielte. „Ja, das bekomme ich schon hin", sagte er zu Hermine und lächelte sie an. „Das war wohl nichts", grinste Draco und zog Harry auf.

Harry kam zurück zu Hermine und Draco, überließ somit Ron die Bahn und hörte Dracos Worte. „Ich bin nur Durchschnitt, Hermine ist Vollprofi und selbst Ron ist besser als ich", grinste er, drückte Hermine an sich, gab ihr kurz einen Kuss und wandte sich wieder Draco zu. „Aber schwer ist es nicht, im Nullkommanichts hast du mich sicher überholt." Draco nickte und schaute weg. Er konnte es nicht ertragen und so lenkte er sich kurz ab, indem er Ron herausforderte und diesmal 8 Kegeln umwarf. Harry staunte nicht schlecht. Dafür, dass er Anfänger war, war er wirklich gut. „Wie war das eben?", fragte er deswegen frech nach und bestellte bei einer der Kellnerin viermal Kürbissaft. „Das war nur Glück", sagte er, zuckte mit den Schultern und ließ Hermine erneut an die Bahn. „Das war sicher kein Glück, das war schon ziemlich gut. Ich sollte mich in Acht nehmen", grinste sie und schritt mit ihrer Kugel zur Bahn um diese werfen zu können. Gute sieben Kegel räumte sie ab, nippte wenig später von ihrem Saft und blickte zu Ron. „Da war ich wohl besser", meinte er neckend.

Die Zeit verging rasend schnell, so schnell, dass es weit nach Mitternacht war. Am Ende des Spiels hatte tatsächlich Hermine ganz knapp vor Draco gewonnen und Ron hatte es ganz vergeigt. „Wow schon so spät, wir sollten uns langsam losmachen. Oder habt ihr noch was vor?", wollte Ron wissen. „Ich hab gleich ein Date mit meinem Bett", gähnte Harry leise und auch Hermine sah alles andere als wach aus. „Ich denke wir beide gehen ins Bett." Ron nickte. „Dann werd ich mich auch ins Bett hauen." „Ja ich auch. Aber es hat Spaß gemacht", verabschiedete sich Draco und machte sich auf den Weg. „Also dann, man sieht sich. Gute Nacht."



Der erste von drei Teilen, die ich in einem nicht hochladen will, da ich sonst den Rahmen sprenge. Nun meine Frage an euch Leser. Wollt ihr die beiden anderen Teile gleich nach diesem oder doch warten und anderen knackigen Oneshots den Vortritt lassen?

 Wollt ihr die beiden anderen Teile gleich nach diesem oder doch warten und anderen knackigen Oneshots den Vortritt lassen?

 

Einige Wochen später, drei Tage bevor die Hochzeit von Harry und Hermine war, waren die beiden mitten in den Vorbereitungen, hatten alle Gäste eingeladen, Blumen und Deko ausgesucht und nun fehlten nur noch das Brautkleid und der Anzug für Harry. Er machte sich an diesem Tag zusammen mit Ron auf den Weg, um einen Anzug zu kaufen. Beide schlenderten durch London auf der Suche nach einem Laden, welcher nicht ganz so teuer war. Ron und Harry wühlten sich durch sämtliche Farben, Formen und Muster, entschieden sich aber dann für ein schlichtes Schwarz und ein weißes Hemd. „Fliege oder Krawatte?", fragte Ron ernsthaft nach. „Fliege reicht mir völlig", grinste Harry schief und suchte sich eine schwarze raus. „Hey", begrüßte Draco die beiden der ebenfalls ein neues Hemd kaufen wollte und ging auf sie zu. Harry und Ron sahen auf, als sie Draco entdeckten und dieser sie grüßte.

„Auch auf der Suche?", grinste Harry dem Blonden zu, während Ron ihn kurz grüßte und schon wieder nach den Krawatten und Fliegen Ausschau hielt. „Ja, ich hab es dauernd aufgeschoben", gab Draco schulterzuckend zu. „Hab aber noch nichts gefunden und ihr?" Harry lächelte noch immer während er Draco zuhörte. „Den Anzug hab ich schon, bin mir nur bei der Fliege noch nicht ganz sicher. Also ob ich eine tragen soll oder nicht", erklärte Harry, während Ron seinen Anzug schon hatte und diesen stolz präsentierte. „Ich würde eine tragen", schmunzelte Draco nur und schaute sich weiter um. „Ich denke, ich werd auch eine tragen, nicht, dass Hermine hinterher wieder meckert", seufzte Harry leise auf, blickte dabei schon in Richtung der besagten Fliegen und rollte mit den Augen. „Ich hasse diese Dinger, die sind noch schlimmer als Krawatten, aber Mine will ich es zur Liebe einen Tag aushalten."

„Die engen ein. Schlimm", erwiderte Draco, zuckte mit den Schultern und holte eines der Hemden, um es Harry zu zeigen. Harry schaute sich die beiden an, fand beide sehr geschmackvoll, aber zu Dracos heller Haut und den blonden Haaren, fand er das blaue sehr schön. „Ich finde blau sehr schön, es unterstreicht deine Augen." „Dann nehm ich es." Draco lächelte und brachte das schwarze zurück. Jetzt brauchte er nur noch eine Fliege und sah sich nach diesen um. Harry blickte ihm nach, überlegte, welche Fliege farblich zu blau passen würde. „Eine weiße, oder was meinst du?" Dabei schaute er sich die beiden Fliegen genauer an und grübelte. „Zu dir würde eine weiße passen." Draco stellte sich Harry im Anzug vor und schaute verträumt. „Ja weiß", lächelte Harry und bemerkte den Blick Dracos. „Ähm ... Draco alles in Ordnung?", wollte er wissen, schaute ihn mit hochgezogener Augenbraue an, gab Ron die Fliege in die Hand und dieser brauchte sie zur Kasse. „Ja, alles okay", antwortete Draco hastig, brachte schnell sein ausgesuchtes Hemd und eine weiße Fliege zur Kasse, um es zu Bezahlen.

Harry schaute Draco verwirrt hinterher, schritt dann aber selbst zur Kasse und zahlte seinen Anzug und die Fliege, was beides in einen Kleidersack gesteckt und ihm überreicht wurde. „Danke", lächelte er die Verkäuferin kurz an, verließ das kleine Geschäft und wandte sich an seine beiden Freunde. „Wir sehen uns ja morgen dann, beim Junggesellenabschied." „Bis Morgen", verabschiedete sich Draco von den anderen und machte sich auf den Weg. Harry winkte Draco noch mal zu, machte sich dann selber auf den Weg und kam wenig später in der gemeinsamen Wohnung von sich und Hermine an. Diese wartete schon geduldig im Wohnzimmer auf ihn, sah ihn gespannt an und lächelte. „Ich sehe, du hast einen Anzug gefunden. Sehr schön, das freut mich", lächelte sie den Schwarzhaarigen liebevoll an.

Gut gelaunt stand Harry am Mittags am nächsten Tag auf, duschte sich in aller Ruhe und zog sich etwas lässigere Kleidung an, ehe er ein sehr spätes Frühstück zu sich nahm und Hermine glücklich anlächelte. In gut sieben Stunden würde die große Sause losgehen und er freute sich schon riesig mit seinen Freunden zu feiern. Harry war sichtlich gutgelaunt, grinste immer wieder vor sich hin und überlegte schon was er heute Abend machen würde, was Ron und Blaise wohl alles geplant hatten. Immerhin hatten die beiden bisher immer irgendwas ausgeheckt und ehe Harry sich versah, war es Abend. Ron schellte bereits an der Tür und entführte ihn zusammen mit Blaise in eine der unzähligen Bars von London. „Draco, schön das du gekommen bist", freute sich Harry riesig über sein Erscheinen. „Hey, na was habt ihr so geplant?", fragte dieser neugierig. „Ich weiß es nicht, ich lass mich da überraschen", erwiderte Harry, worauf Blaise und Ron grinsten und sich geheimnisvoll gaben. Die beiden hatten sich vorgenommen oder besser gesagt, sie hatten eine Stripperin für Harry gebucht und kicherten leise auf, als sie Draco in ihr Vorhaben einweihten.

„Was kichert ihr denn so?", wollte Harry nun auch wissen, doch Ron schüttelte nur den Kopf und sagte etwas von abwarten, hinsetzen und den Abend genießen. Kopfschüttelnd setzte sich Harry, bekam von Blaise sein Getränk gereicht und stieß dann mit seinen Freunden an. „Wirst du schon sehen", sagte er grinsend und bestellte sich einen Longdrink. Mit hochgezogener Augenbraue sah Harry seine Freunde an, sagte weiterhin erstmal nichts mehr und trank seinen Whiskey. „Gut, dann lassen wir mal die Show beginnen", grinste Ron nach einer Weile, schnippte mit dem Finger und schon kam eine süße Blonde hervor und direkt auf den Tisch der vier Freunde zu.

Harry sah überrascht seine Freunde an und dann wieder die blonde Frau, welche sich schon anfing im Takt der Musik zu entkleiden. „Ihr seid mir ja Freunde, bestellt mir einfach ne Stripperin", lachte er hell auf, sah der Blondine aber weiterhin zu und grinste frech. Ron hatte schon wieder eine klasse Idee, wartete aber damit ab bis die hübsche Blonde fertig mit ihrer Show war und legte die Karten auf den Tisch. „Na Jungs, wie wäre es mit einer Runde ‚Wahrheit oder Pflicht?", fragte er frech, worauf Blaise erstmal komisch guckte und sich am Kopf kratzte. „Wenn es sein muss", sagte er und wirkte nicht begeistert davon. „Meinetwegen, solange ich nicht irgendwen wildfremdes küssen muss", seufzte Harry und sah Ron dabei ernst an. „Nein, aber du darfst anfangen und du musst mal gleich eine Frage beantworten oder etwas machen."

„Schön dann mach ich lieber was", zuckte Harry mit den Schultern und sah Ron unbeeindruckt an. Ron grinste fies, nippte kurz an seinem Cola-Rum und eröffnete das Spiel. „Da du etwas machen möchtest, schlage ich vor, dass du Draco küssen musst, und zwar auf den Mund." Draco sah Ron geschockt an und wusste nicht, was er davon halten sollte. Harry sollte ihn küssen und das auf den Mund? Harry sagte dazu nichts, vielmehr beugte er sich zu Draco rüber, grinste diesen an und zog ihn zu sich rüber. Ohne sich etwas dabei zu denken, küsste er den ehemaligen Slytherin auf die Lippen und löste sich wieder. „So Aufgabe erfüllt, nun darf der nächste", sprach er mit einem schelmischen Grinsen, legte leicht seinen Kopf schief und blickte belustigt in die Runde. Draco war in seiner Traumwelt. Hoffentlich kam er diesmal nicht dran und er hoffte, dass Harry jemand anders nahm.

Harry entschied sich jedoch für Blaise, dieser nahm Wahrheit und musste nun auch noch eine sehr intime Frage beantworten. Gefragt wurde, ob er Erfahrungen mit Jungs gemacht hatte. Der ehemalige Slytherin verneinte, nahm Draco und grinste. „Ich nehme Pflicht", sagte Draco rasch und hoffte, dass nichts Schlimmes kam. Blaise nickte seinem Freund zu, überlegte sich etwas Nettes und grinste breit. „Du musst irgendwen hier aus der Bar küssen, und zwar mit Zunge", flötete er fröhlich und puffte dem schon kichernden Ron in die Rippen. Draco sah seinen besten Freund entsetzt an. „Hättest du dir nichts Besseres einfallen lassen können?", murmelte er leise und schaute sich um. Er überlegte, wen er nehmen sollte und ihm gefiel irgendwie keiner. „Harry?", fragte er schließlich.

Harry sah zu Draco rüber, sah dessen Grinsen und zuckte mit den Schultern. „Warum nicht", erwiderte er gelassen, stand auf und ging langsam auf ihn zu. Draco kam näher und küsste ihn leidenschaftlich mit Zunge. Für Harry war es ungewohnt, aber keinesfalls befremdlich eine Zunge im Mund zu spüren und so küsste er Draco genauso leidenschaftlich. Er ging sogar einen Schritt weiter, zog den Blonden näher zu sich und behielt den Kuss fast fünf Minuten aufrecht, bis Ron meinte, es sei jetzt genug. Bei Draco kribbelte es gewaltig, der Kuss war echt gut und als Harry den Kuss löste, sah er ihn lächelnd und mit geröteten Wangen an.

Harry erwiderte Dracos Lächeln, setzte sich zurück an seinen Platz, genoss weiterhin den Abend und das nun doch lustige Spiel. „Draco ist alles in Ordnung?", fragte Blaise dem sein verträumter Freund nicht entgangen war. War Draco angetrunken oder was war mit ihm los? „Klar ist alles okay." Hastig griff Draco nach seinem Glas und nahm einen großen Schluck. „Sicher?", fragte Blaise scharf nach, besah sich Draco weiterhin mit skeptischem Blick und nippte an seinem Drink. Zum Antworten kam dieser jedoch nicht, schritt Harry an eine der Stangen, versuchte sich daran zu bewegen und zog nun sämtliche Blicke auf sich. Harry drehte komplett auf, mit einem verführerischen Augenaufschlag umgriff er die Stange, schlang beide Beine um diese und bewegte seinen Oberkörper auf und ab.

Hin und wieder ließ er seine Hüften kreisen und blickte frech und keck in die Runde. Lasziv bewegte er sich an der Stange, tanzte hin und wieder auf dem Boden und fing nach einer Weile an mit dem Stuhl zu tanzen an. Dann aber wieder an der Stange, rutschte an dieser hoch und runter, machte eindeutige Bewegungen und rieb sich hin und wieder an dem kühlen Metall. "Jungs ich bin mal auf dem Klo." Ron und Blaise schauten Draco verwundert an, sahen Harry weiterhin beim Tanzen zu und als dieser sich auch noch ausziehen wollte, schritt Ron endlich ein und zog ihn von der Bühne. Genug war genug, wie der Rothaarige fand und auch Blaise war nun der Meinung das er genug hatte.

Draco hingegen spritze sich Wasser ins Gesicht und versuchte klar zu denken. Es dauerte, sein Gemüt war erhitzt und so konnte er seinen Freunden nicht unter die Augen treten. Noch einmal kühlte er seine Wangen, ehe er langsam zurück zum Tisch kam und sah, dass Harry nicht mehr auf der Bühne tanzte. Vielmehr saß er wieder auf der Sitzecke, grinste fröhlich vor sich hin und nuckelte an seinem Longdrink. „Draco ... da bischt du jahaa", lallte er ihm zu und pattete neben sich auf den noch freien Platz. „Ich denke du hast genug Harry", mahnte Ron ihn an und nahm ihm das Glas aus der Hand. Sofort beschwerte sich Harry, saß nun schmollend in der Ecke und vor einem Glas Wasser. „Vielleicht sollten wir langsam gehen oder was meint ihr?", fragte Draco skeptisch und schaute auf die Uhr. "Bringen wir Harry noch heim", nickte Blaise ernst in die Runde und erhob sich schon langsam.

Hermine, die wenig später die Tür öffnete, schaute sie erstaunt an. „Was habt ihr denn mit Harry gemacht? Der ist ja ganz blau", grummelte sie und sah Ron mit scharfem Blick an. „Wir haben nichts gemacht. Harry ist alt genug." „Ihr hättet ihn aber davon abhalten können", meckerte Hermine weiterhin und sah erzürnt die jungen Männer an, ehe sie Harry in die Wohnung zog und wütend die Tür zu donnerte. „Da ist wohl jemand sauer", sagte Draco. „Also ich geh dann auch mal bis Morgen", verabschiedete er sich von seinen beiden Freunden und machte sich auf den Weg nach Hause. „Kann man wohl sagen", nuschelten Blaise und Ron synchron, ehe auch die beiden langsam den Heimweg antraten.

 

 

Die Hochzeit von Harry und Hermine fand ohne Draco statt. Niemand wusste, was ihn dazu bewegt hatte die Stadt zu verlassen, ohne sich vorher von seinen engsten Freunden verabschiedet zu haben. Blaise wusste nichts und auch Pansy schien nichts zu wissen. So vergingen Monate und Hermine bekam ein Kind. Es traten während der Geburt jedoch so schwere Probleme auf, das die junge Hexe bei der Entbindung starb und einen völlig aufgelösten Harry mit einem kleinen, aber süßen Baby zurückließ. In liebevoller Erinnerung nannte er seinen kleinen Sohn Draco Damian Potter. Für ihn war es schwer Kind und Beruf unter einen Hut zu bringen, stellte deswegen sogar eine Nanny ein und diese erzog größtenteils seinen Sohn. Damian bekam jedes Jahr zu seinem Geburtstag einen Brief von seiner verstorbenen Mutter welchen ihm immer Harry oder das Kindermädchen vorlasen. Damian wurde sehr schnell groß, heute schon acht Jahre alt und bekam somit den letzten Brief, welchen er sogar schon alleine lesen konnte. In diesem letzten, besonderen Brief erfuhr Damian von Draco, einem sehr guten Freund seines Vaters und ein bisschen mehr, wie seine Mutter ihm schrieb. Hermine wusste von Pansy dass Draco Harry geliebt hatte, hatte es einige Tage vor der Entbindung erfahren und machte daraus auch kein Geheimnis.

Damian der den Brief zu Ende gelesen hatte, hatte sich in den Kopf gesetzt diesen Draco zu finden, packte das beigelegte Bild ein und machte sich ganz alleine auf den Weg diesen zu suchen. Er kaufte sich ein Bahnticket, stieg in den Zug und machte sich auf den Weg zu dem Ort wo Draco scheinbar lebte. Beinah vier Stunden fuhr er mit dem Zug, stieg aber am nächsten Bahnhof aus und sah sich erst einmal um. Groß war der Ort nicht, hier würde er den Blonden ganz sicher finden. Damian schritt fröhlich durch die Ortschaft, sah sich alles ganz genau an und holte sich etwas Süßes vom Bäcker. Die lange Fahrt hatte ihn hungrig gemacht und nun setzte er sich mit seinem Teilchen in den Park. Nachdem er sein Teilchen aufgegessen hatte, stand Damian auf, ging ein bisschen durch den Park und schaute sich verloren um. Da sah er plötzlich einen blonden Mann auf einer der Bänke sitzen, zog das Foto vor und fing an dieses mit dem jungen Mann zu vergleichen. Er war sich ganz sicher, dass dieser Mann Draco war und so ging direkt auf diesen zu und setzte sich frech neben ihn. „Du heißt Draco", rutschte es Damian einfach so heraus, ehe er sich die Hand vor den Mund schlug und leicht errötete. Wie kam er nur auf die Idee einen Fremden anzusprechen und dann auch noch mit dessen Namen! „Woher weißt du das?", fragte Draco gefasst und sah dennoch neugierig neben sich auf den Jungen an. „Meine Mama und mein Papa kennen dich und auch Tante Pansy", kicherte er leise und holte nun das Bild raus, welches er Draco gleich zeigte. Dieser schaute überrascht auf das Foto und sah Harry und Hermine. „Bist du Harrys Sohn?", wollte er wissen und betrachtete ihn genauer.

„Ja, der bin ich", fiepste er vergnügt, nahm dann wieder das Foto an sich und steckte es weg. „Mama lebt nur nicht mehr, ich hab sie nie kennengelernt. Sie ist bei meiner Geburt gestorben", erzählte er leise und traurig. „Das tut mir leid, ich mochte Hermine sehr." Betroffen senkte Draco den Blick, besah sich den Kies unter seinen Füßen und stutzte plötzlich. „Und was machst du hier? Weiß dein Vater das du hier bist?", wollte er wissen. Damian sah Draco mit einem nun wieder fröhlichen Lächeln an. „Das muss dir nicht leidtun, das ist immerhin schon acht Jahre her und nein, Papa weiß nicht das ich hier bin. Ich hab dich nämlich gesucht", kicherte der Kleine leise. „Warum hast du mich denn gesucht?", fragte Draco neugierig weiter und ihm gefiel der Junge irgendwie. Er fand ihn nett und er war von weit her gefahren, um ihn extra zu suchen. "Wegen Papa. Na ja, das heißt auch wegen Mama. Sie hat mir jedes Jahr zum Geburtstag einen Brief von sich geschenkt. In einem stand sogar drinnen, dass du Papa mal geküsst hast und er auch dich. Mama wusste, dass du Papa sehr lieb hast und deswegen such ich dich jetzt, weil ich denke, dass Papa dich genauso lieb hat", grinste er altklug und freute sich mit kindlicher Begeisterung. „Das hätte ich gemerkt. Er hatte damals nur Augen für deine Mama und deswegen bin ich auch weggegangen", erzählte Draco und seufzte. So richtig konnte er es noch nicht glauben und er wusste nicht, wie er darüber denken sollte. „Damals vielleicht, aber er redet sehr viel von dir. Papa vermisst dich sogar und nachts weint er auch", gestand Damian leise, erhob sich dann aber von der Bank und steckte die Hände in seine Hosentaschen.

„Ach ist da so?", fragte er und konnte es sich gar nicht vorstellen. Trotzdem sah er den Jungen prüfend an und wusste immer noch nicht was er davon halten sollte. „Und was willst du jetzt? Was soll ich machen?" Damian sah Draco an und zuckte leicht mit seinen Schultern. „Ich möchte, dass mein Papa wieder lacht, er wieder glücklich ist und jemanden an seiner Seite hat", sagte er leise. „Und das soll ich sein? Eigentlich wollte ich nicht mehr zurück." „Du musst aber mitkommen, nur du kannst Papa helfen", murrte der Kleine auf und drückte schon auf die Tränendrüse. „Ich überleg es mir noch, okay? Willst du nicht erst mal mit kommen und dann sagen wir irgendwie deinem Papa Bescheid? Er macht sich sonst Sorgen", versuchte er den Kleinen zu beruhigen, als er sah, dass ihm schon die Tränen kamen.

Damian sah den Blonden mit Kulleraugen an, nickte dann aber und schluckte den dicken Kloß in seinem Hals herunter. „Papa wird ziemlich sauer sein das ich hier bin, aber das ist mir egal", lächelte er schon wieder. „Das wird schon. Ich werde ihm eine Eule schreiben und Morgen fährst du zurück oder er holt dich ab", redete Draco beruhigend auf ihn ein, nahm den Kleinen an die Hand und lief langsam mit ihm zur seiner Wohnung. Er wusste immer noch nicht, ob er mitkommen sollte. Jetzt würde sowieso bald jeder wiesen, wo er wohnte, dank dieses Jungen. Brav folgte Damian Draco, nahm sogar dessen Hand entgegen und freute sich wieder, strahlte mit der Sonne um die Wette und war sehr glücklich. „Ich denke eine Eule wäre besser", nickte er leicht und wusste nur zu genau, dass sein Vater sehr sauer sein würde. Schweigend liefen die beiden zu Dracos kleiner Wohnung und doch schweiften seine Gedanken immer wieder zu Harry. Bestimmt war er bereits krank vor Sorge um den Jungen und doch war er sich sicher, dass er ihn nicht hart bestrafen würde. „Fühl dich wie zu Hause hier kannst du Fernsehe schauen", lächelte er, nachdem er an dem kleinen Haus angekommen war, die Tür aufschloss und er Damian ins Wohnzimmer führte. Er nahm die Fernbedienung, schaltete den Fernseher ein und übergab sie dem Jungen, während er den Brief schrieb. Damian schaute sich im Wohnzimmer kurz um, beschloss dann aber wirklich einen Film zu gucken und schaltete sich durch das Programm. Er fand es hier ganz schön, die Wohnung sehr geschmackvoll eingerichtet und hell.

Draco überlegte, was er schreiben konnte, schrieb den Brief an Harry und dass sein Sohn bei ihm war. Dann rief er seine Eule und schickte sie los. „Na wie sieht es aus? Hast du Hunger?", fragte Draco, nachdem er den Brief weggeschickt hatte und Damian kichernd auf dem Sofa vorgefunden hatte. Er hatte er den Jungen schon in sein Herz geschlossen. Damian blickte auf, sah den blonden Mann vor sich an und nickte leicht. „Ja, Hunger habe ich", gestand er etwas leiser und schämte sich nun, da er so einfach in Dracos Leben geplatzt war. "Dann koch ich uns was. Magst du Nudeln?", fragte er, da er nicht der beste Koch war und nicht ausreichend eingekauft hatte. Meistens zauberte er sich etwas oder er ließ sich etwas liefern. „Ich liebe Nudeln", quiekte Damian freudig, rutschte dabei fröhlich auf dem Sofa hin und her und schaute Draco mit einem strahlenden Lächeln an.

„Gut, Nudeln", wiederholte Draco, ging wieder in die Küche, um alles vorzubereiten und stellte Wasser auf. Der Kleine war süß und er dachte nach. Ging es Harry wirklich so schlecht? Würde er seinen Sohn holen, wenn er die Eule bekam? Damian freute sich schon richtig auf die Nudeln, folgte dem Blonden sogar in die Küche und schaute ihn von der Seite her an. „Kann ich dir etwas helfen?", fragte er Draco höflich und mit einem kindlichen Lächeln im Gesicht. „Im Moment nicht. Du kannst ruhig weiter Fernsehe schauen", antwortete Draco. Der Kleine war wohl gut erzogen, aber er kochte lieber alleine und musste schließlich nur Tomatensoße warm machen. „Gut, dann geh ich wieder rüber", lächelte der Kleine zufrieden, trat rüber ins Wohnzimmer und setzte sich zurück auf das Sofa. „Mach das." Es war schön mal wieder Besuch zu haben und ab und zu sah er gewissenhaft nach dem Jungen. Damian saß ruhig auf dem Sofa, sah sich einen Anime an und wunderte sich ein wenig darüber, das drei Jungen in Mädchenkleidern durch die Schule laufen sollten. Er fand das ganze ganz lustig und musste des Öfteren einfach lachen.

„Essen ist fertig", rief Draco schließlich und deckte nebenbei den Tisch. Damian stand auf, ging rüber zu Draco in die Küche und setzte sich auf einen der freien Stühle. „Das riecht aber lecker", lächelte er kurz und wartete brav bis sich auch Draco setzte. „Hoffe es schmeckt auch", sagte dieser und tat ihm etwas auf den Teller, ehe auch er sich etwas nahm und sich setzte. „Guten Appetit", wünschte er lächelnd und sah den kleinen kurz an. Damian begann seine Nudeln zu essen, wünschte Draco aber vorab ebenso einen guten Appetit und aß leise schmatzend seine Portion Nudeln auf. „Hmm~ die schmecken wirklich gut", lobte er den blonden Mann und aß mit Begeisterung schweigend weiter. „Das freut mich", grinste Draco und aß weiter. Damian lächelte vergnügt, zuckte aber beim Schellen der Tür zusammen und starrte auf die Uhr. Wer konnte das denn sein, etwa schon sein Papa? Draco wirkte verwundert auf und ging zur Tür. Wer könnte das jetzt sein? Langsam machte er die Tür auf und sah geschockt Harry an. „Hallo Draco", begrüßte er seinen alten Freund freundlich, reichte ihm sogar die Hand und lächelte.

„Hey", murmelte er nur und wusste nicht, was er davon halten sollte. Es war komisch ihn nach all der Zeit wiederzusehen und er wusste nicht, wie er sich verhalten sollte. Lächelnd schüttelte Harry dem Blonden nun die Hand, ließ diese dann aber wieder los und wurde ernst. „Ich bin hier, um Damian abzuholen. Ich hoffe, dass er nicht frech war oder dir auf die Nerven fiel", sprach er gleich den Grund seines Besuches an. „Nein, er war ein ganz lieber", erwiderte Draco lächelnd und ließ Harry in die Wohnung. „Ich hab gekocht. Willst du auch etwas essen?", fragte er weiter. Es erstaunte Harry, das Damian so brav gewesen war, folgte dann Draco aber in dessen Wohnung und schaute sich kurz um. „Danke, aber ich hab schon daheim gegessen", lehnte er dankend ab und trat schon in die Küche. „Na kleiner Mann", sprach er seinen Sohn an und dieser fiel ihm gleich um den Hals.

„Er ist echt süß." Draco beobachtete die beiden. Damian kam sehr nach seinem Vater, doch schon jetzt war er klug wie seine Mutter. „Ich komm ja auch noch meinem Papa", kicherte Damian darauf hin und sah Draco schmunzelnd an. "Das stimmt, er hat genauso Flausen wie ich im Kopf, sonst wäre er wohl kaum alleine zu dir gekommen", grinste auch Harry und wuschelte seinem Sohn durch das pechschwarze Haar. „Er hat mir einen ziemlichen Schrecken eingejagt, als ich bemerkt habe das er weg war", erklärte Harry dem Blonden und wandte sich dann aber seinem Sohn zu. „Mach sowas nie wieder, ich hatte echt Angst um dich!" „Kann ich verstehen. Ich hab mich auch gewundert, dass er so ganz alleine unterwegs war", lenkte Draco ein, freute sich aber auch insgeheim, dass er zu ihm gekommen war und er so Harry wieder sehen konnte. „Ich frag mich, wie er überhaupt auf diese Idee kam, dich zu suchen. Das ist mir noch immer ein Rätsel", überlegte Harry laut, sah Damian auffordernd an und dieser fing nun an, rumzudrucksen. „Also ich wollte ihn suchen, wegen Mamas Briefen", erklärte er sich leise und schaute seinen Vater mit Kulleraugen an. „Das hat er mir auch erzählt", sagte Draco leise den er wusste nicht, wie Harry darauf reagieren würde und seufze. „Das mit Hermine tut mir leid."

„Wegen Hermines Briefen? Was denn für Briefe? Ich versteh hier nur Bahnhof." Harry kratzte sich am Kopf und sah erneute zu Draco. „Es muss dir nicht leidtun, du kannst ja nichts dafür", versuchte er seinen alten Schulfreund anzulächeln. Damian sah zwischen den beiden hin und her, setzte sich auf den Küchenstuhl und fing an zu erzählen. „Mama hat mir jedes Jahr zum Geburtstag einen Brief geschenkt und im letzten hat sie geschrieben, das ihr beide euch geküsst habt und das Draco dich liebt. Deswegen ist er auch damals gegangen, das weiß Mama von Pansy", erklärte er altklug und mit kindlicher Freude. Draco schaute verlegen auf den Boden, denn er wusste nicht, ob Pansy das Harry erzählt hatte und wie er darauf reagiert hatte.

Harry verstand die Welt nicht mehr, schaute zwischen Draco und seinem Sohn hin und her. Es stimmte, er hatte ihn geküsst, aber das war damals doch nur ein Spiel und kein Ernst. Wie kam Hermine nur darauf, dass er etwas für Draco empfinden würde? Da war nicht mehr als Freundschaft, etwas Platonisches, aber nicht mehr. „Das schmeichelt mir ungemein Draco, aber ..." Er machte eine kurze Pause, runzelte die Stirn und fuhr fort. „Es ist nur eine tiefgründige Freundschaft, nicht mehr aber auch nicht weniger." „Damit habe ich gerechnet", murmelte Draco und schaute traurig auf den Boden. Vielleicht sollte er doch hier bleiben. Das war wirklich besser für alle auch, wenn es Damian gut gemeint hatte.

„Es tut mir leid", murmelte Harry leise, nahm Damians Hand und wollte gehen. „Das stimmt doch gar nicht. Du hast mir selber gesagt, dass du einen ganz besonderen Freund vermisst, das du diesen sogar ein ganz kleines bisschen liebst", protestierte Harrys Sohn und zog ungeduldig an seiner Hand. „Weißt du was du da sagst Damian? Das hab ich im Schlaf gesagt, aber es stimmt, es ist wahr. Nur würde es momentan nicht mal für eine Beziehung reichen", versuchte Harry seinem Sohn klar zu machen und sah erneut rüber zu Draco. „Ich sollte besser gehen, das hat keinen Sinn." „Ja ist wohl besser so", sagte dieser und doch wollte er in am liebsten nicht gehen lassen und aufhalten. Harry nickte Draco nochmals zu, nahm seinen Sohn an die Hand und ging aus der Wohnung seines Freundes. Damian war todtraurig darüber, dass sein Vater einfach so ging, dass dieser Draco nicht mal eine Chance gab und sich einfach so feige davonstahl.

 Damian war todtraurig darüber, dass sein Vater einfach so ging, dass dieser Draco nicht mal eine Chance gab und sich einfach so feige davonstahl

 

Tage vergingen in denen nicht nur Draco litt, sondern auch Harry, der längst begriffen hatte, dass er mehr empfand als eine tiefe Freundschaft. Der Kuss hatte es ausgelöst, die Ehe jedoch verdrängt und die liebevolle Erziehung seines Sohnes. Gefühle hatten da keinen Platz und doch schlich sich der ein oder andere Traum ein, der deutlich machte, wie sehr er sich nach Draco sehnte und sich nach dessen Lippen verzehrte. Harry war anfangs entsetzt, wachte des Öfteren aus, wirkte durcheinander und eine fiese Erregung drückte sich gegen seine Bettdecke, machte deutlich, wonach er verlangte. Harry fuhr sich durch die Haare. Sie klebten, waren nass und sein Herzschlag beruhigte sich nur langsam. Wie ein Film flimmerten Dracos vor Lust zusammengekniffenen Augen vor den seinigen, die geöffneten Lippen, die frivole Zunge, die immer wieder hervor kletterte, um diese zu befeuchten.

Harry stöhnte gequält, ließ seine Hand gen Süden wandern und zog sie hastig zurück, als sich die Tür zu seinem Schlafzimmer öffnete und Damian verschlafen in sein Bett krabbelte. "Kannst du nicht schlafen?" Sein Sohn nickte, kuschelte sich an ihn an und schloss seine Augen. Schlafen tat er jedoch nicht. "Du vermisst ihn. Du hast wieder nach Draco gerufen." Harry seufzte leise und hauchte Damian einen Kuss auf die Stirn. "Sollen wir Draco in mein, in unser Leben zurückholen?", fragte er leise, während er durch das schwarze Haar seines Kindes strich. Damian nickte müde. "Bitte, Papa ..." Mehr sprach der Junge nicht mehr, war eingeschlafen und es dauerte nicht lange und Harry erlag ebenso dem Schlaf.

Er wurde erst wieder wach, als etwas auf ihm herumturnte, frech zu kitzeln begann und leise kicherte. "Damian", murmelte er leise, schlug die Augen auf und blickte in das fröhliche Gesicht seines Sohnes. "Aufstehen, Papa. Wir haben wichtiges vor", plapperte der Junge fröhlich, kletterte von Harry runter, aus dem Bett und doch wartete er, dass er aufstand und ihm folgte. "Na schön", grummelte Harry, schlug die Bettdecke zur Seite und erhob sich aus den Federn. Leise gähnend streckte er sich, tappte in die Küche und sah verwundert, dass der Tisch gedeckt war. Sogar Kaffee war fertig und noch warme Brötchen standen bereit. Das konnte unmöglich Damian gewesen sein. Nicht ohne Hilfe. "Setz dich, Harry."

"Pansy?" Nun war Harry wirklich baff. Sein Sohn hatte scheinbar an alles gedacht und bereits vorausgeplant. So ein Schlingel aber auch. "Sei Damian nicht böse", sprach die schwarzhaarige Hexe, stellte Harry eine Tasse Kaffee vor die Nase und setzte sich zu ihm an den Tisch. "Er möchte dich nur wieder glücklich sehen und das möchte ich ebenso. Du warst lange genug alleine, hast dir die letzten Jahre etwas vorgemacht und hast Draco das Herz zweimal schon gebrochen." Pansy blickte nachdenklich in ihren Kaffeebecher. "Er hat es sich damals nicht leicht gemacht, aber er konnte es nicht mehr ertragen und hat genug gelitten." Harry trank schweigend seinen Kaffee, hörte zu und die ganze Geschichte, warum Draco damals gegangen war.

"Ich bin so ein Idiot", murmelte er schließlich und fühlte sich unsagbar schlecht. "Ja, das bist du. Aber noch ist es nicht zu spät. Geh zu ihm, redet und ..." Pansy hielt inne, grinste verwegen und wackelte mit den Augenbrauen. "Nimm dir, was dich so lange schon begehrt. Ihr habt es verdient glücklich zu sein." "Und Hermine? Was ist mit ihr?" "Mama wollte das", mischte sich Damian ein, kletterte auf Harrys Schoss und schmiegte sich an. "Mama wusste es. Sie wusste es immer." Harry sah zu Pansy. "Und was sagst du?"

"Du kennst meine Gedanken. Geh und nimm ihn dir, aber brech ich nicht noch einmal sein Herz." Gespielt böse sah sie Harry an, dann aber lächelte sie und winkte Damian zu sich her. "Jetzt hau schon ab, ich kümmer mich um Damian." Auffordernd sah sie Harry an, der sich langsam erhob, in sein Schlafzimmer trottete und sich anzog. Jeans und Shirt würde reichen, er traf nur Draco und je mehr er an ihn dachte, umso aufgeregter wurde er. Was sollte er ihm sagen und wie sollte er es sagen? Harry wirkte gestresst, schlüpfte in seine Schuhe und sah sich im Spiegel an. Er war beinahe dreißig Jahre alt, aber war er bereit sich auf Draco, auf einen Mann einzulassen? Harry schüttelte die Zweifel ab, straffte seine Schultern und setzte ein Lächeln auf. Gleich würde er Draco sehen, ihm sagen, wie dumm er war und ihn zurück in sein Leben holen. Die Freude war groß, ebenso das Kribbeln in seinem Bauch, dass immer wieder einsetzte, wenn er an den blonden Mann dachte. "Ich bin weg. Wartet nicht auf mich", rief er in Richtung Küche, ehe er durch den Kamin im Wohnzimmer huschte und unweit von Dracos Wohnung in einem kleinen Café landete.

Harry hielt sich nicht lange auf, trat raus auf die verregnete Straße und steckte die Hände in die Hosentaschen. "Harry?", erklang plötzlich eine Stimme hinter ihm. "Was machst du hier?" "Dich suchen", murmelte er, drehte sich um und sah Draco entschlossen an. Draco zog skeptisch die Augenbraue hoch, trat jedoch näher und streckte die Hand nach ihm aus. "Du wirst ganz nass", stellte er fest, ließ seinen Regenschirm sinken und kam noch einen Schritt näher. "Ist das nicht egal", nuschelte Harry leise, überbrückte das letzte bisschen Abstand und zog den ehemaligen Slytherin an sich. "Du bist aber ganz kalt", beschwerte Draco sich und versuchte sich aus Harrys Armen zu befreien. "Lauf nicht weg. Bitte."

Harry sah ihn entschlossen an. "Bleib bei mir, komm zurück nach London." Der Regen prasselte weiter auf sie nieder, durchnässte vollkommen ihre Kleider und deutlich spürte Draco die Kälte. "Ich brauch erst trockene Sachen und ..." Draco zögerte nicht, er zog Harry an sich, drückte gierig seine Lippen auf die seines Gegenübers und löste sich. " ... und ich brauch dich." Harry schluckte, dennoch griff er nach Dracos Hand und zog ihn mit sich. Beinahe stolpernd folgte Draco, schloss vorfreudig mit zitternder Hand die Tür zu seiner Wohnung auf und drückte Harry gegen die Wand seines Flurs. "Ich will dich so sehr", murmelte er, küsste ihn leidenschaftlich und glitt mit der Hand unter das nasse Shirt.

Mit Freuden ging Harry auf den leidenschaftlichen Kuss ein, spürte die freche Hand, die sich ungeniert unter sein Shirt schob und sanft über seine Haut streichelten. Leise seufzend kostete er von Dracos süßen Lippen, streichelte diesem sanft über den Rücken bis rauf zu seinem Nacken.

Draco überkam die Leidenschaft, er schob Harrys Shirt ganz hoch und begann mit den Fingern die Brustwarzen zu liebkosen, während er ihn in Richtung Schlafzimmer schob. „Harry", stöhnte er leise und küsste ihn erneut. Harry spürte einen warmen Windhauch, spürte, das Draco ihm das Shirt hochzog und anfing seine Brustwarzen mit den Fingern zu verwöhnen. Genüsslich schloss er deshalb die Augen, ließ sich weitgehend fallen und naschte von den sündigen Lippen seines Freundes, welcher sich dichter an ihn drückte und ihm ein Keuchen entlockte. Langsam streichelte Draco ihm über den Hintern und begann sanft diesen zu massieren. Er wusste nicht warum, aber er brauchte jetzt diese Nähe, und hatte keinerlei Bedenken. Harry würde ihn stoppen, wenn es ihm nicht gefiel oder er zu schnell war.

Harry jedoch genoss die Zärtlichkeiten welche Draco ihm zuteilwerden ließ, sogar wie dieser sanft seinen Hintern massierte und der Kuss langsam verlangender und wilder wurde. Wie in Trance drückte er sich seinem Freund entgegen, streichelte ihm sanft den Nacken und wanderte nun selbst mit neugierigen Fingern über dessen Körper. „Harry ...", hauchte Draco und dieser schlug seine Augen auf, sah direkt in die seinen und lächelte. „Ich liebe dich so sehr ... bitte hör nicht auf", bat er leise und näselte an Dracos Shirt. "Ich werde nicht aufhören ...", schnurrte er und beugte sich über Harry um ihn besser zu streicheln. Er wollte ihn ganz haben, ihn sehen und spüren. „Ich liebe dich ..." Harry richtete sich etwas auf und zog ihm dabei sanft das Oberteil aus. Vorsichtig als hätte er Angst Draco zu verletzen, fuhr er mit den Fingerspitzen über die nun nackte Brust, berührte sanft die schon leicht verhärteten Brustwarzen.

Lüstern blickte Draco ihn an, drehte Harry mit einer raschen Bewegung und ein leises Keuchen entfloh dessen Lippen, genau in dem Moment als er die weichen Lippen des Blonden an seiner Brust spürte, wie sie sanft aber bestimmend diese reizten. Harry ließ sich fallen, treiben und in eine andere Welt führen. In wilde Leidenschaft, sinnlichen und hemmungslosen Sex, den nur sie beide teilten. Harry war überwältigt, kam Draco immer wieder entgegen und forderte all seine Liebe, die bereitwillig durch seinen Unterleib schoss und ihn immer näher an seinen Höhepunkt brachte. "Draco ... ich ..." Ein irres Kribbeln durchfuhr ihn, dann ließ er ganz los, ergab sich und spürte, wie auch Draco sich hingab, ergoss und zitternd auf ihm zum Liegen kam. Heftig nach Luft ringend zog er Draco in einen Kuss, der wenig später gelöst wurde. "Ich liebe dich." Draco lächelte daraufhin und sah Harry eine Weile an. Seine Finger glitten über seine verschwitzte Brust, ehe er den Kopf hob. "Zeig es mir. Zeig mir, wie sehr du mich liebst." Harry kam der Bitte nach, packte seinen blonden Teufel und brachte ihn in einer fließenden Bewegung unter sich. "Die ganze Nacht und für immer", wisperte er gegen seine Lippen, ehe ihre Zungen verschmolzen und die Lust erneut in ihnen aufkeimte.


-Fin-

-Fin-

 

 

Harry blickte sehnsüchtig vor sich hin und hoffte ... hoffte vergeblich, dass er kommen würde aber er wusste, dass es niemals geschah. Er war nur Fantasie – seine Fantasie und diese würde nicht einfach so real werden. So seufzte er und kletterte in sein Bett, schloss die Augen und verfiel wie so oft in wilde Träumereien.

... Auf einer Wiese entdeckte er etwas für ihn sehr Interessantes und bückte sich um es genauer betrachten zu können. Es war eine Blume von unsäglicher Schönheit und er musste diese einfach nehmen, auch wenn ihn das schlechte Gewissen beschlich. Seine Augen glänzten, als er sich die fragile Pflanze hinter das Ohr steckte und dann wieder auf den Weg trat. Es war so angenehm, so ruhig und leise. Unheimlich mochte man sagen aber ihm gefiel es so, wie es war. Seine hauchdünne Kleidung wehte sacht über den Bordstein hinweg, als er ihn überquerte um auf die andere Straßenseite zu gelangen. Von weither hörte er Musik, hörte Stimmen – wirre Gespräche und Laute. Mit ansteigender Neugier folgte er dem Ruf und stand, begleitet von dem Mond, der auf ihn herab schien, vor einer Eisentür. Zaghaft näherte er sich und legte sein Ohr an das kühle Metall, spürte den dröhnenden Bass und die Vibrationen durch glitten seinen Körper. Seine Augen schlossen sich, als er plötzlich eintrat. Überall waren Menschen, sie tanzten und tranken. Lachten nicht, sondern küssten sich. Es kam ihm vor, als würde er über den Boden schweben und gelangte in die Mitte der Tanzfläche. Niemand beachtete ihn, niemand nahm Notiz und auf einmal bekam er keine Luft mehr. Er musste raus und so eilte er, suchte verzweifelt und außer Atem lag er auf der Straße. Auf dem dreckigen Bürgersteig ... Wenigstens verstand er jetzt einiges mehr und so rappelte er sich wieder auf und lief weiter. Es war ihm, als stände er auf einer Klippe. Unter ihm das tiefe, Schwarze Meer und seine alles verschlingenden Wellen. Ja, er wollte gern noch einen Schritt weiter gehen um zu stürzen in die ewigen Fluten. Sich treiben lassen und weiter verstehen zu lernen. Aber er durfte nicht, er wollte nicht – er ward nur getäuscht und sprang dennoch. Sprang über eine Pfütze und gelang zu einem Spielplatz. Schon hatte er ihn erblickt. Wie er vertieft auf der Schaukel saß und vor sich hin sang.

Langsam erhob er ihre rechte Hand und schlich sich an ihn heran. „Ja, nun hast du mich gefunden", sprach er und sah ihn an. „Bist du bereit?" Er hielt ihm die Hand hin, nickte und seine Finger berührten die seinigen. Plötzlich erwachte er und fragte sich, wo er war. Harry blickte neben sich und da lag er. Sein blondes Haar bedeckte das Kissen und er war nackt. Wie wunderschön doch seine Haut in der aufgehenden Sonne erschien. Wie ein kostbares Gemälde lag er vor ihm und er strich zärtlich mit seinen Fingerkuppen über seinen Rücken. Er war wie tot, doch voller Leben. Sein Kopf senkte sich und er küsste seine Wange, wollte alles entdecken, alles küssen, alles lieben, was er hatte. Seine Augen waren geöffnet und er streichelte seinen Körper. Drang in seine Seele und bedeckte ihn mit Liebkosungen. Ruhig drehte er sich herum und wusste nicht, wie ihm geschah. Harrys Lippen benetzten die seinigen mit dem Tropfen seiner Lebendigkeit und er fühlte das samtene, das liebliche, was aus ihm sprach. Sanft strich seine Hand dabei an seinem Kinn entlang und er hielt ihn geborgen. Immer wieder küsste er ihn und ließ seine Zunge über seine Zähne fahren, über seinen Mund und ließ sie tief in ihn eindringen.

Die Zeit stand still und nur er bewegte sich, ließ alles vergessen und schien verloren. Sie hatten sich ineinander verloren und suchten nicht. Seine Augen waren wunderschön und so weich – seine langen, schwarzen Wimpern streiften immer wieder Harrys. Niemand hatte es eilig und auch keiner schnell. So legte er sich neben ihn und er küsste ihre Stirn, kraulte seinen Nacken und legte sich auf die Seite. Seine linke Hand verfiel in einen sanften Rhythmus, der seine Beine umtanzte. Die Haut seiner Finger war weich und unglaublich geschmeidig. Er passte sich seiner Haut an, während sich beide nur anstarrten, lenkte er seine Hand zwischen Harrys Beine und drang behutsam in ihn. Er zeigte keine Reaktion, sondern schloss seine Beine und sein Unterkörper begann sich unmerklich zu bewegen.

Er senkte seinen Kopf und er spürte seinen Atem auf seinen Lippen und er wurde intensiver in seinen Taten, begann ihn wieder zu küssen und ließ ihm kaum eine Möglichkeit klar zu denken. Seine Finger bewegten sich und fanden ihn, machten Harry um einiges glücklicher. Sein Körper erschauerte und ließ ihn immer weiter gewähren. Seine Sanftmut wurde belohnt und sein Blick wich nicht von ihm. Harry spürte, wie er sie entgegennahm. Nicht mit Absicht, sondern purer Natürlichkeit drückte er gegen seine Schenkel und ihm wurde ganz wohlig dabei. Mit einer Hand tastete er sich nach unten und fand ihn. Er pustete ihm liebevoll eine Strähne weg und schwieg weiterhin. Mit wohlwollenden Begehren strich er an ihm entlang und seine Hand entfernte sich nicht, nein sie kam an. Harrys Finger erkundeten, das, was er brauchte – was sein Körper brauchte. Leicht veränderte er sich und seiner alten Position war eine andere gewichen. Er schmiegte sich an ihn und schloss nun seine Augen, konzentrierte sich auf ihn. Pulsierend war der richtige Begriff, den Harry empfand, als er ihn berührte. Er fühlte sich gut an, genau richtig. Weich und zugleich hart. Und er? Seine Hand lag still auf seinem Bauch und bewegte sich auf und ab. Einmal strich sie empor und einmal hinab und einmal schneller und einmal langsamer – so wie er es schön empfand und wie sich seine Augen unter seinen geschlossenen Lidern bewegten. Mit Neugier strich er an den Innenseiten seiner Beine entlang und er bäumte sich auf – nur ganz leicht. Sein Haar lag nicht mehr auf der gleichen Stelle und er hatte Lust. Nur ein paar Handgriffe seinerseits und er wollte ihn so lieben, wie er es noch nie davor erfahren hatte. So legte er seine Hand auf Harrys spielenden Finger und führte sie zu seinem Mund – küsste sie und zog ihn an sich.

Nur wenige Zentimeter trennten sie voneinander, sein Rücken an seinem Oberkörper gelehnt und sein Arm fiel über die Hüfte. Beide fassten sich an die Hände und er ließ die Welt wieder zum Leben erwecken. Sein Becken berührte ihn und sie liebten sich. Leidenschaftlich küsste er Harrys Nacken, drückte seine Hand und ließ sich noch tiefer auf ihn ein. Beide schenkten sich ein Teil ihrer selbst. Seine Hand wanderte wieder etwas nach unten und er fand diese eine sensible Stelle und er wusste, wie er ihn erwecken konnte. Zeitgleich mit den Bewegungen seiner Hüfte bewegten sich seine Finger und er musste an sich halten. Er lächelte in Harrys Haar und roch die wunderschöne Blume hinter seinem Ohr. Betört von dem Duft des lieblichen Geschöpfes, veränderte er seine Position nur um ein klein bisschen und er stöhnte auf. Laut hallte Harrys Stimme durch den ewigen Raum. Er verhielt sich lautlos und stöhnte erregend in sein Ohr. Alles steigerte sich. „Schneller", keuchte er und riss seine Augen auf, als er zustieß und er alles erreichte. Sein Herz schlug immer schneller und sein Körper zitterte. Er spürte seine Wärme in sich und atmete. Wie möglich schien es und nun erreichte er seinen Höhepunkt. Wieder küsste er das salzige Gemisch auf seiner Schulter weg und ihn erreichte seine Hitze. Nur kurz und er drehte sich zu ihm, lehnte sich an ihn und dankte ihm. Er zog Harry hoch zu sich und beide starrten sich wieder an. Zärtlich strich er über seine Brust und lachte. Er lachte mit ihm und umarmte ihn. „Wenn du willst, kann ich dich lieben", sagte er und Harry nickte wieder. So stand er dieses Mal nicht auf und ging. Er blieb bei ihm und lernte alles kennen, lernte zu lieben und zu erwarten. Das Fenster war immer noch offen und Sonne, wie auch Mond schienen durch dieses in das Zimmer. Doch es war leer und er war weg. Alles wurde vergessen, nur Harry lebte für und in der Liebe. Ob nun tot oder lebendig ...

 Ob nun tot oder lebendig

 

Er hielt den Atem an. Hinter sich spürte er einen Hauch. Etwas legte sich fast unmerklich auf seine Jacke. Sanft und ganz langsam fast fragend zog jemand ihm die Jacke aus. Darunter hatte er einen engmaschigen Pullover, sein Schal glitt in ihm langsam zu Boden und zauberte ein leichtes Kribbeln auf seiner rechten Seite. Ein befreites Gefühl überkam Harry, was sogleich wieder durch ein anderes, genauso wenig unangenehmes Gefühl, abgelöst wurde. Er stand hinter ihm, seine Arme waren um ihn gelegt, aber berührten sie nicht.

Seine elektrisierende Nähe konnte er fast nicht mehr aushalten. Das Gefühl aus Angst und Erregung ließ ihn am ganzen Leib erzittern. Der Andere berührte ihn an seinem Bauchnabel, Harry wankte für einige Augenblicke und ihm wurde schwindlig. Blitze zuckten durch seinen Körper. Wie konnte eine so winzig kleine Berührung solch eine Wirkung haben? Sein Pulli wurde sanft nach oben geschoben, Hände glitten um seine Hüften und verließen seinen Körper. Er spürte nur noch an seinem nach oben strebenden Pulli seine Anwesenheit. Quälend langsam, fragend und unheimlich zart glitt er immer weiter nach oben.

Fast automatisch hob Harry seine Arme, um den Weg freizugeben. Die zarte Berührung und das hilflose, ausgelieferte Gefühl ließ ihn vor Erregung fast zergehen. Seine Achselhöhlen kitzelten auf eine neue, unheimlich schöne Weise. Sein nasses Haar fiel zurück auf die Schultern und ließ ihn erschauern. Genussvoll langsam ließ er seine Arme sinken und hoffte insgeheim, dass er ihn wieder berührte ...

Mit einem unglaublich sanften Ruck wurde plötzlich seine Hose geöffnet, seine Lippen glitten langsam vor Erregung auseinander. Ein Hauch einer Berührung fuhr am Reißverschluss entlang und öffnete ihn. Ein bisher unbeschreibliches und noch nie erlebtes Gefühl überkam ihn. Ein warmer Blutstrom durchzog seinen Unterleib und ließ ihn einige Male unter einer Welle der Erregung zusammenzucken. Ein warmer Hauch bewegte sich dem jetzt geöffnete Lenden seiner Hose entlang zu den Hüften.

Erst jetzt spürte Harry den Anderen direkt. Seine Hände, wenn sie es denn waren, auf seiner Haut. Mit einer nochmals unglaublich sanften und fragenden Bewegung näherte sich seine Hose immer weiter dem Boden. Fast unbemerkt hob er einen Fuß nach dem anderen und trat einen Schritt zur Seite. Ein wohliges, warmes Gefühl überkam ihn, das Licht um sie beide herum schien eine Wärme auszustrahlen, unter der er fast verging. Doch nicht vor Wärme, sondern vor Gefühlen.

Einen Moment lang, spürte Harry nichts. Keine Wärme und keine Nähe. Umso überraschter und erschrocken war er, als er auf ihrem Rücken die elektrisierende Wärme seiner Hand spürte. Mit einem wohligen Stöhnen legte er seinen Kopf zur Seite und räkelte sich ihm entgegen. Erschrocken und überrascht zugleich fuhr er zusammen, als er einen plötzlich immer wärmer werdenden Hauch und schließlich unglaublich sanfte, zärtliche Lippen auf seiner Schulter spürte. Für einen Moment drohte er sich herumzudrehen und ihn zu umarmen, behielt aber die Kontrolle und fühlte wieder in sich hinein. Erschrocken hob Harry den Kopf als er bemerkte, dass er seine Verwirrung dafür genutzt hatte, die Stelle mit Tausenden Küssen zu bedecken. Fast unmerklich, und mit einer Flut aus Küssen und einem warmen Hauch ließ er es geschehen.

Sein Rücken kribbelte. Jedes einzelne Härchen an seinem Körper hatte sich zu einer wohligen Gänsehaut aufgerichtet und wartete nur darauf berührt zu werden. Es war ein sehr ungewohntes Gefühl. Er fühlte sich frei, beschützt und ja, fast nackt. Nicht zu sehr, dass er keine Kleider anhatte, mehr dieses Gefühl jemandem schutzlos ausgeliefert zu sein. Und doch erregte ihn dieses Gefühl auf eine Weise, welche Harry nur aus seinen Träumen kannte. Der Fremde hatte ihn losgelassen, er spürte weder seine Nähe, noch seine Wärme. Er war alleine. Doch anstatt sich ängstlich umzudrehen und sich die Augenbinde vom Kopf zu reißen, wartete er voller erregender Spannung auf seine nächste Berührung, seinen nächsten Hauch. Es kitzelte an seiner Brust. Irritiert neigte er den Kopf, um hinzusehen, doch die Augenbinde verwahrte ihm die Sicht und zwang ihn alles nur zu erfühlen.

Jetzt verursachte selbst die warme Luft ein Gefühl der sanften Berührung. Er fühlte so etwas wie Nebelschaden, welche warmen Kügelchen aus Wasser auf ihm abluden. Dieses unheimlich befreiende Gefühl, wenn man sich entkleidet und unter die Dusche steigt, mischte sich mit einer unheimlichen Erregung, einem unheimlichen Verlangen nach Zärtlichkeit und Berührung. Eine Mischung aus allen Gefühlen der Lust ließ Harry erschauern. Jetzt glaubte er Berührungen zu spüren, wo keine mehr waren, oder sind. Ein Hauch, kaum merklich, steifte seinen Bauchnabel, Augenblicke bevor die feinen Härchen um ihn herum einen fast schreckhaften, sehr wohligen und erregenden Impuls zu seinem Gehirn sendeten.

Instinktiv schreckte er ein klein wenig zurück und sog mit einem wohligen Stöhnen mehr Luft als gewöhnlich ein. Seine Hände wollten fühlen, was ihn da berührt hatte, doch die Berührung wiederholte sich. Genau wie beim ersten Mal. Nur schreckte er jetzt nicht ganz so weit zurück wie zuvor. Ein gleißendes, fast schmerzhaftes, Gefühl der Lust und Erregung erfüllte seinen Bauch. Es war seine Zunge. So als ob er jedes einzelne Haar Küssen wolle, kreiste er ganz langsam in immer enger werden Kreisen um seinen wundervollen, ovalen Bauchnabel herum. Sein Atem stand still, er spürte nur die Nebelschwaden um sich herum, die ihn fast verschluckt hätten. Er streichelte ihn am ganzen Körper.

Fast unmerklich, und doch in einer gewaltigen Explosion anreizend, berührte er ihn mit beiden Händen hinter seinem Rücken. Die starr aufgestellten Härchen wirkten wie ein Vorwarnsystem. Mit einem schreckhaften Seufzer wich Harry einige Millimeter nach vorn. Doch diese, fast schreckhafte, Flucht wurde von einem zärtlichen, gefühlvollen Kuss auf seinen Bauchnabel belohnt. Er erkannte, dass er mit ihm spielte. Er nutze seine Reaktion zu bestimmten, sehr erotischen, Ideen, fühlte sich wie ein Spielball in seinen Händen und ihm gefiel das Spiel, auf eine sehr erregend, erotische Weise. Mein Gott was mache ich hier? Das habe ich ja noch nie gemacht! Mein Gott ... Ja, ich will es ... Ich will ... Er verging vor Lust und wollte den blonden Teufel nur noch spüren. Überall. Harry wollte ihn nur noch in sich spüren und doch wusste er, dass das nur ein Traum war.

Die Dunkelheit hatte sich bereits über die Stadt gelegt wie ein tiefblaues Tuch aus feinem Samt. Nur vereinzelt glitzerten Sterne. Irgendwo über seinem Kopf, unerreichbar fern und doch Gegenstand ewiger Träume und Sehnsüchte. Ein Wind strich über die Dächer hinweg, kroch durch die Straßen und ließ jene erschauern, die noch immer verschwitzt von der Hitze des Tages vor den Schaufenstern standen, die Auslagen betrachteten oder auch auf den Stühlen und Hockern der Eiscafés saßen, sich einen kleinen Ausklang gönnten. Es war September und bald würde der Sommer endgültig zu Ende gehen. Es waren die letzten, wirklich warmen Tage, bevor der Herbst kam, mit seinen Stürmen das Laub von den Bäumen fegte und die Welt in Tristes stürzte. Bevor im Oktober ein Heer von Nikoläusen die Supermärkte erstürmte, Kinderherzen höher schlagen ließ und die Eltern bei jedem Einkauf an den Rand des Nervenzusammenbruchs trieb.

Bevor der November kam, mit seinen Laternen und Lichtern, dünnen Stimmchen und einem lodernden Feuer. Und bevor der Dezember nahte, mit seinen heiligen Tagen. Erst die Stiefel, artig gefüllt von dem Mann mit der roten Mütze und dem langen, weißen Rauschebart. Später dann das Christkind mit Nintendo, Chemiekasten und all den Geschenken, welches es gerade noch tragen konnte und jene, welche Amazon, Otto und all die anderen Versender offerierte. Wie er das doch hasste, huschte deshalb über den Markt und kaufte ein, was er für richtig und notwendig hielt. Nachdem er alles hatte, schlenderte er noch etwas durch die Stadt, setzte sich auf eine der Bänke hin und fing an wie immer zu träumen an.

Jemand führte seine beiden Händen durch das enge Gitter des Bettgestelles und drehte ihn, bis sich die Metallstangen tief in sein Handgelenk drückten. Während er zärtlich seinen Bauch küsste, rückte Draco auf dem Rücken tiefer hinab bis die Arme gestreckt nach hinten lagen. Er suchte das Gefühl, mit den Handgelenken am Bett fixiert zu sein ... suchte das Ziehen in den Gelenken. Hände streichelten über seine Beine, die er nun breit auf die Matratze stellte. Fingerkuppen, die über die Innenseiten der Knie die Oberschenkel hinauf wandern, ließen Ameisen auf seine Haut schwärmen, er wandte sich unter den Liebkosungen, schloss die Augen ... um dann doch gleich wieder auf die Spitzen der Haare des Anderen zu sehen. Die Hände an seinen Beinen waren weit nach oben gewandert, nah an das Gesicht, das sich von oben der Hitze seiner Erregung nähert. Zärtliche Finger massierten seinen Anus, drangen immer wieder leicht in ihn ein.

Zwischen seinen eigenen Atemgeräuschen meinte Draco das Klitschen nassen Lippen zu hören. Als die Zungenspitze endlich seine Öffnung erreichte und an der Hautpartie nippte, stöhnte er lustvoll auf. Seine Hand wanderte am Körper hoch auf seine Brust, legt sich um diese und reizte sie leicht, ließ seinen Atem schneller werden. Mit durchgedrücktem Kreuz forderte er laut dein Recht: „Nimm mich ... endlich ... komm schon!" Harry hob seinen Kopf zwischen seinen Schenkeln hervor und für Sekundenbruchteile stutzte dieser merklich, änderte dann aber seine Position, setzte sich zwischen die aufgestemmten Schenkel und schob die Hände unter den unruhigen Po. Er hob Draco an und setze sein Glied an, suchte langsam seinen Weg zu seinem Eingang. „Bitte ... komm schon ... mach doch! NIMM MICH ... Bitte!" Der Andere wurde grob, stieß heftiger und griff fest in das weiche Fleisch seiner Pobacken, fasste eine Brustwarze fest zwischen Daumen und Zeigefinger und drückt zu. Sein Glied drang immer weiter vor, in Dracos Kopf begannen die Wogen gegen die Schädeldecke zu fließen.

Er stellte sich vor, dass sein Körper benutzt wurde, nur Mittel zum Zweck war, zog weiter an seinen Armen und spürte die Schmerzen an den Handgelenken. Sein Herzschlag beschleunigt sich ebenso, wie das Keuchen. Sein Blick ging an die Zimmerdecke, das Becken klatscht gegen seinen Unterleib. Er brauchte nur noch kurz, bis der Orgasmus ihn erzittern lassen würde. Das Glied durchpflügte ihn immer schneller – und kam – kam zu schnell. Als er sein Stöhnen hörte und merkte, wie es in ihm zu pumpen begann, suchte er in seinem Körper nach der letzten Chance auf den Höhepunkt. Aus irgendeiner versteckten Ecke zog er sich ein mageres Zucken heran, das seinen aufgewühlten Körper genauso wenig bremsen konnte, wie ein Klodeckel eine Sturmflut aufhielt.

 Aus irgendeiner versteckten Ecke zog er sich ein mageres Zucken heran, das seinen aufgewühlten Körper genauso wenig bremsen konnte, wie ein Klodeckel eine Sturmflut aufhielt

 

Schwul sein ist keine Schande, doch ausgerechnet muss ich mich in meinen schlimmsten Rivalen verlieben und so tun, als würde ich ihn abgrundtief hassen. Wieso immer ich? Ein Malfoy ist gesegnet mit Glück, wird geradezu damit überhäuft und ausgerechnet ich greif metertief in die Scheiße. Es ist zum Kotzen und Blaise kann ich nichts sagen. Er wird es nicht verstehen und ebenso Pansy, die zu meinem kleinen Glück aufgehört hat, mir nachzurennen. Dass ich auf Jungs stehe, wissen beide und ich mache daraus auch kein Geheimnis.

Wozu? Ich habe somit meine Ruhe, werde nicht angehimmelt oder nach einem Date gefragt, was danach im Sand verläuft. Es aber Potter sagen, werde ich nicht. Ich hasse Körbe und wenn, dann verteile ich sie. Selber habe ich nie einen bekommen und ich lege keinen Wert darauf. Es kratzt an meinem Stolz, an meiner Ehre und meinem guten Ruf.

„Dray?", flötet es so plötzlich hinter mir, dass ich heftig zusammenzucke, mich umdrehe und in das grinsende Gesicht meiner besten Freundin Pansy sehe. „Musst du mich so erschrecken?"


„Tut mir leid, aber es kann nicht warten, was ich zu berichten habe." Pansy setzt sich Händereibend neben mich und ich bin neugierig, was genau passiert ist. Ihrem Blick nach zu urteilen musste es bahnbrechend sein. „Hat Ron sich endlich in die Luft gejagt?"


„Viel besser, Draco, viel besser", erwidert Pansy mir und jetzt will ich wirklich wissen, was noch besser als ein explodierter Ron ist. Tanzt Harry nackt durch den verbotenen Wald oder hat er am Ende Ginny endlich zum Teufel gejagt? Letzteres ist mir lieber, sie passen nicht zusammen und wenn ich ehrlich sein soll, er gehört zu mir.


„Das sonst so geniale Schlammblut Granger hat den Vogel abgeschossen", lacht Pansy. „Sie hat einen Trank versaut und Potter hat ihn voll abbekommen."


„Was für ein Trank?" Sofort ist mein Interesse geweckt und das so offensichtlich, dass Pansy mich skeptisch ansieht und die Stirn runzelt. „Ich weiß nicht genau, aber Professor Snape meinte, dass Harry jetzt anfangen würde zu leuchten. Oder war es glitzern?", überlegt sie.


„Und weswegen sollte er das tun?", will ich wissen, platze beinahe vor Anspannung und das bleibt ihr nicht verborgen. „Nun ja, geh einfach zu ihm. Vielleicht leuchtet er in deiner Gegenwart. Bei Ginny kam nicht mal ein Glimmen und ich denke, die zwei sind von nun an Geschichte."


Ich kann immer noch nicht ganz folgen, blinzel einige Male und dann fällt bei mir der Groschen, was genau Granger für einen Trank unbeabsichtigt zusammengestellt hat. „Sie hat den Trank der Erkenntnis gebraut. Wer auch immer diesen abbekommt, zeigt durch ein Strahlen unbeabsichtigt seine wahren Gefühle."


„Nicht ganz", gibt Pansy mir zu verstehen, rutscht näher zu mir ran und ehe ich mich versehe, legt sie den Arm um mich und schüttelt leise seufzend ihren Kopf. „Wann wolltest du es mir sagen? Wolltest du es überhaupt sagen?", fragt sie mit vorwurfsvoller Stimme und ich kann deutlich ihre Enttäuschung spüren.


Es dauert lange bis ich antworte, Pansy einen Kuss auf den Haarschopf drücke und mich aus ihren Armen befreie. „Ich konnte es nicht sagen."


„Wir hätten dir zugehört und wären für dich da", erwidert Pansy. „Auch jetzt bin ich für dich da." Sie lächelt mich an und zeigt mir damit, dass ich ihr auch weiterhin vertrauen kann. Ich bin dankbar und umarme sie. „Und jetzt? Ich kann es ihm nicht sagen."


„Vielleicht musst du das gar nicht. Geh in seine Nähe und warte ab, was passiert. Wenn er anfangen sollte zu strahlen, dann liebt er nicht Ginny, sondern dich."


Mich? Das wäre zu schön um wahr zu sein, aber Pansy hat doch auch gesagt, dass er bei Ginny nicht mal ein Glimmen hatte. Was, wenn er etwas für Granger selber übrig hat oder schlimmer, er steht auf seinen besten Freund?


Kurz wird mir schlecht und ein Gefühl von Ekel überkommt mich. „Geh endlich. Die Wirkung des Tranks hält nicht lange", höre ich Pansy und unterstreichend schiebt sie mich in Richtung der Treppen.


„Und wo soll ich suchen?" Fragend drehe ich mich um und noch bevor sie mir antworten kann, schiebt sich Granger an uns vorbei und zieht an meinem Arm. „Mitkommen", fordert sie mich ungeduldig auf. Skeptisch sehe ich zu Pansy, die mir jedoch nur zuzwinkert und stumm nickt. Irgendwas sagt mir, dass Granger mehr weiß, als sie vorgibt. Da stimmt doch was nicht.


„Granger warte", rufe ich und versuche sie dazu zu bewegen, dass sie stehenbleibt. Natürlich tut sie das nicht und rennt weiter die Treppen rauf. „Jetzt bleib halt stehen und sag mir, was das hier soll?", wage ich einen erneuten Versuch, auf den sie endlich eingeht. „Mir ist ein Patzer passiert und er kommt Harry und dir zugute. Mehr musst du nicht wissen", erwiderte die braunhaarige Hexe und zog mich weiter die Treppe rauf, die sich dann aber drehte und wir zum Stockwerk gelangen, wo sich der Raum der Wünsche befindet.


Schlau, wirklich schlau. „Muss ich mich bei dir bedanken, Granger?"


„Solltest du. Ich tu das in erster Linie aber für Harry."


„Verstehe", murmel ich, während ich ihr die letzten Meter folge und nervös vor der großen Tür stehenbleibe. „Muss ich irgendwas beachten?", will ich noch wissen, doch sie schüttelt den Kopf und sieht mich zum ersten Mal mit einem warmen Lächeln an. „Sei einfach ein bisschen netter zu ihm und alles andere macht ihr schon."


Ihr Zwinkern macht mir irgendwie Angst, dennoch folge ich bis rauf zum Astronomieturm und von Weitem sehe ich bereits Harry. Ob er wirklich gleich leuchtet? Oder leuchte ich am Ende? Ich hab keine Ahnung, mein Schädel raucht und mein Magen zieht sich ganz beachtlich zusammen, als würde ich gleich erbrechen wollen.


Bestimmt sehe ich aus wie eine Leiche. Blass und unattraktiv wie Gollum aus Herr der Ringe. Fehlt nur noch ein Buckel und ich bin Quasimodo. Schreckliche Vorstellung, der reinste Alptraum und ...


„Was macht Malfoy hier?"


Oh schön, er freut sich mich zu sehen. Welch Ironie.


Und wo ist das Leuchten? Ich sehe nichts.


„Er ist hier, weil ich ihn hergebracht habe", höre ich Granger reden, ehe sie wild mit Harry diskutiert und das so schnell, dass ich nicht ansatzweise verstehe, worum es dabei geht. Unschlüssig was ich machen soll, bleibe ich an Ort und Stelle stehen, rühre mich nicht und beobachte sie einfach. Solange, bis sie scheinbar merken, dass ich auch noch da bin.


Fast hätte ich ja gewunken, aber ich verkneife es mir und komme nur langsam auf sie zu. Je näher ich Harry komme, umso mehr fängt er an zu strahlen und das beinahe so hell, dass ich für einen Moment die Augen zukneife und blind einen Fuß vor den anderen setzen muss. „Potter", knurre ich leise, doch er schießt sofort zurück. „Beschwere dich bei Hermine."


„Wieso bei ihr? Du leuchtest und nicht sie. Du bist in mich verknallt und nicht in Granger." Gehässig muss ich grinsen und hinter mir kichert Hermine. „Sei nicht so stur und gib dir einen Ruck."


Genau. Trete einen Schritt vor und ... bevor ich meinen Gedanken zu Ende bringen kann, spüre ich unsagbar weiche Lippen auf den meinigen, starke Arme, die mich umfassen und näher an einen warmen Körper ziehen. Mich ergebend erwidere ich den Kuss, muss dabei jedoch lächeln und streiche durch Harrys dunkles Haar.

„Bedankt euch später", höre ich hinter mir und dann Schritte, die sich langsam immer mehr entfernen.

 

 

 

Dieses Mal war es die Aufgabe einen Oneshot aus den Worten, Schatten, Angst, Quidditch und Cedric Diggory zu schreiben. Mit 513 Worten ist er wieder kurz aber im Rahmen und oftmals liegt in der Kürze eine gewisse Würze. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen, voten und kommentieren.

 

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Sein Tod war erst wenige Wochen her und doch kam es Harry vor, als wäre es gestern gewesen. Wann immer er die Augen schloss, tauchte das Gesicht von Cedric Diggory auf und erinnerte schmerzhaft, dass er nicht mehr am Leben war. Getötete von Voldemort und das nur, weil er zur falschen Zeit am falschen Ort war.

Harry seufzte, drehte sich auf die andere Seite seines Bettes und versuchte einzuschlafen. Wirklich gelingen wollte ihm das nicht und so wälzte er sich hin und her, weckte Draco, der verschlafen den Kopf hob. "Wieder die Schatten der vergangenen Tage?"

Stumm nickte Harry, während er näher an seinen Freund rutschte, der ihn sofort in den Arm nahm. "Du weißt, dass es nicht deine Schuld ist. Red dir das nicht ein", wisperte Draco leise, während er ihm durch die Haare fuhr und vereinzelt mit diesen spielte.

"Ich gebe mir nicht die Schuld, ich seh ihn nur immer wieder vor mir und es macht mir Angst, wie nahe ich dem Tod selber war."

Draco hielt inne. "Du lebst und du wirst noch lange leben." Wieder strich er Harry durch die Haare, dann hielt er es nicht mehr aus und presste ohne Vorwarnung seine Lippen auf die seines Freundes.

Er ließ es zu, wehrte sich nicht und vergaß für einen Moment seine Angst, während Dracos Zunge bereits sanft über seine Unterlippe strich und um Einlass bat. Vergessen war Cedric, nur Draco zählte noch und der süße Kuss, der immer fordernder wurde und Harry genau wusste, worauf dieser hinauslaufen würde. Er ließ es zu, auch, wenn er morgen nicht auf dem Besen sitzen und Quidditch spielen könnte.

Das Gefühl von Angst tauschte mit purer Lust, dem Verlangen nach seinem blonden Teufel, der bereits seinen Weg mit Lippen und Zunge fortgesetzt hatte. Gut, zu gut, wie Draco sich weiter vorarbeitete, ihn vergessen ließ und weiter anstachelte. Harry ließ sich fallen, schmolz wie Butter in der Sonne und gab sich ganz hin.

Völlig verschwitzt lag er in den Laken, lächelte Draco an, der zitternd auf ihm zum Liegen kam, nach seinen Lippen suchte, sie küsste und sich schließlich ganz löste. "Eine etwas andere Ablenkung, meinst du nicht?", grinste Draco ermattet, drehte sich um und blickte Harry neugierig von der Seite an.

Der Schwarzhaarige nickte schwach. "Ich seh wieder klarer, aber morgen könnte ich ein ganz anderes Problem haben", murrte Harry.

"Was denn für eins?", fragte Draco mehr als interessiert nach.

"Mir wird der Hintern brennen."

"Ach echt?" Draco grinste spitzbübisch und lachte schließlich. "Hättest mich ja auch abhalten können."

Das hätte er wirklich tun sollen. Draco war zwar zärtlich aber er konnte auch anders, besonders, wenn sie tauschten und er dominierte. Harry knurrte leise, dann packte er sich Draco und sah ihn herausfordernd an. "Das kriegst du schön zurück. Warte es nur ab, Grobian."

Anzüglich wackelte Draco mit den Augenbrauen. "Wann und wo, Potter?"

Überlegend wurde er angesehen. "Dann, wenn du nicht damit rechnest."

"Gemein, dass kann auch gleich sein", schmollte Draco beleidigt und gab sich mit dieser Antwort nicht zufrieden.

Harry aber grinste teuflisch, rollte sich über seinen Freund, begann dessen Hals zu küssen und hörte ein zufriedenes Seufzen. 

 

 

Harry stand lange vor der Tür, doch dann hörte er endlich das ersehnte „Herein", öffnete darauf hin langsam die Tür und trat ein. Kaum, dass er im Raum stand, wurde er von einer weinroten Wolke umhüllt, fast schon benebelt und wich sofort zurück. Was sollte das denn werden, ein neues Warnsystem für ungebetene Gäste? Harry musste wegen der Dämpfe stark husten, hielt sich deshalb die Hand vor den Mund und fächelte sich mit der anderen Frischluft zu. "Bei Merlins Bart, was war das denn? Wollten Sie mich damit vergiften?" Harry hustete noch immer, hatte weder Stimmen noch irgendwelche Worte gehört, was aber noch folgen sollte und wie es folgen würde. "Was ich hier will?", wiederholte er Snapes Frage, sah ihn etwas seltsam an und nahm die Hand vom Mund. "Ich wollte ihnen sagen, dass das Essen fertig ist", sprach er ruhig weiter, sah eine schwarze Wolke und hörte nun auch die Schreie, welche scheinbar aus dieser Wolke hervordrangen.

Severus Blick fiel doch ein wenig besorgt zu Harry, der natürlich die Wolke eingeatmet hatte und davon hustete. "Vergiften? Auf die Weise viel zu auffällig ...", kommentierte er dann doch wieder kalt den kleinen Vorwurf, war aber nicht beleidigt. Ausnahmsweise. Kurz überprüfte er nochmal das Rezept. Kleine Flamme vier Stunden. So drosselte er das Feuer mit seinem Zauberstab und schritt an Harry vorbei, darauf bedacht, nicht die schwarze Wolke zu berühren. "Du solltest auf deine Träume achten, denn durch das Einatmen dieser Wolke wurdest du, unfreiwillig, wie ich denke, zu einem kleinen Experiment." Dann schloss er die Türe und schob seinen Schüler hinaus.

Immer noch hustend stand Harry mitten im Labor, fuchtelte sich immer wieder Frischluft zu und sah Severus verdattert an als dieser zu ihm sprach. "Nun ja, wie auch immer", nuschelte Harry sich in seinen nicht vorhandenen Bart zurecht, horchte dann aber schon auf, als sein Lehrer weitersprach. Wieso bei Merlins Bart sollte er auf seine träume achten? Was hatte Snape mit dieser Wolke gemacht und vor allem was hatten seine Träume damit zu tun? Eigentlich wollte er das Severus fragen, doch der schob ihn mehr oder weniger aus dem Zimmer und verschwand. Vielleicht sollte er auch einfach nachlesen, was es mit weinroten Wolken so alles auf sich hatte, oder er würde Hermine nachher noch einen Brief schreiben und sie fragen. Immerhin war sie besser in Zaubertränke, wusste mit Sicherheit die Antwort auf seine Fragen.

Stirnrunzelnd versuchte er sich an irgendwas zu erinnern, an etwas, was er geändert haben könnte und was denn nun in Herrgotts Namen seine Träume damit zu tun haben könnten. Würde er etwa Albträume bekommen oder würde er gar nicht träumen? Eher unwahrscheinlich, sonst hätte Snape wohl kaum gesagt, er solle auf diese achten. Er müsste wohl so oder so Hermine einen Brief schreiben, nur würde er die Antwort wohl erst bekommen, wenn er diese Träume bereits hatte.

Harry seufzte, schritt auf sein Zimmer und packte seine Bücher aus. Lustlos setzte sich an den kleinen Schreibtisch und schlug Zaubertränke auf. Gelangweilt blätterte er Seite für Seite um, stützte den Kopf in die Hand und seufzte erneut auf. Nur langsam merkte er die Müdigkeit, wie sie an ihm zerrte, seine Augen schwer werden ließ, wie sich seltsame Stimmen in seinem Kopf versetzten und ihn verwirrt blinzeln ließen. Die Stimmen kamen näher, flüsterten verheißungsvolles, süßes und sinnliches in seine Ohren, umschmeichelten sie mit sinnlichen Lauten. Das Blinzeln seiner Augen half nichts – nicht mehr, denn er spürte wie er mehr und mehr den Kopf sinken ließ, diesen auf das Buch vor sich legte und gegen seinen Willen einschlafen ließ. 

Wie als würde ihn jemand rufen, locken und unsichtbar führen, folgte Harry den leisen Stimmen, blieb in einem dunklen Raum stehen, sah wie gebannt auf ein Bett, in welchem er sich selbst befand – über ihn eine unkenntliche Person. Harry stand zwar neben dem Bett, sah auch alles und doch fühlte er auch was sein vermeidlicher Doppelgänger fühlte, schmeckte und roch. Das Leder war weich und roch so angenehm. Die Maske, die er ihm über den Kopf gezogen hatte, schmiegte sich eng an sein bleiches Gesicht. Harry sah nur ihre kleinen schwarze Augen und seinen schmalen Mund, aus dem er schwer atmete. Sein angstvoller Blick turnte ihn scheinbar an.

Langsam und voller Sehnsucht hatte er das Seil um seinen Körper gelegt. Knoten für Knoten hatte er es enger geschnürt. Nun spürte er seinen heißen Atem an seinem Gesicht, als er anfing, seinen Hals zu streicheln. "Das gefällt dir doch", flüsterte er ihm ins Ohr. Er streichelte seine Brust und seine Hand wanderte langsam immer tiefer. Mit seinen Fingern umkreiste er jeden Knoten des Seils und die warme, weiche Haut seines Körpers darum. Mit jedem Zentimeter, den er ihn mehr und mehr eroberte, wuchs seine Lust auf ihn. Sein Schwanz zeigte erste Regungen, bald würde er bei voller Größe bereit sein, ihn ganz einzunehmen. Seine Finger waren am Bauchnabel angekommen. In seinen Augen sah er erste Anzeichen von Panik. Mit der Zunge umkreiste er seine Brustwarzen, er wollte ihn so sehr. Seine Hand hatte sein Lustzentrum erreicht. Heiß und feucht spürte, roch und schmeckte er ihm. Wieder sah er in seine Augen, voller Angst und Ungewissheit. Sein Gesicht war nahe dem seinen. "Du willst es doch auch", hauchte er heiser. In Harrys Mund, der leicht geöffnet war, gab er ihm seinen Großen, den er widerwillig warm und fest empfing. Seine Bewegungen wurden schneller, seine Hand, die seinem Kopf hielt, drückte diesen näher an seinen Unterleib. Eine erste Gier war gestillt, als er es ihm auf Gesicht und Hals spritze. Ein letztes Mal sah er ihn fest an, schrie das Wort heraus, befreite seine Seele mit einem starken und lauten „Nein". 

Dieses „Nein" war so laut, das er es wirklich beim Aufwachen in seinen Ohren dröhnen hörte, wie es scheinbar widerhallte und klingelte. Verwirrt fasste sich Harry an den Kopf, fuhr sich durch das nun leicht verschwitzte Haar, spürte das wilde Schlagen seines Herzens, den Puls, der wie ein Schnellzug durch seine Venen jagte, unaufhaltsam, unberechenbar. Er war wach und wusste, dass es nur ein Traum war. Ein Traum, vor dem ihn Severus Snape mehr oder weniger gewarnt hatte.

 

 

Wieder habe ich einen kleinen Oneshot für den Harry Potter Award verfasst. Dieses Mal waren die vorgegebenen Worte Hermine Granger, Butterbier, Geheimnis und Denkarium. Alle vier wurden verwendet und ergeben 583 Wörter. Viel Spaß beim Lesen.

 

 

Besorgt saß Severus Snape in seinem Büro, trommelte mit den Fingern auf dem Tisch und sah immer wieder angespannt zur Tür. Er musste einer Sache auf den Grund gehen, herausfinden, warum sich zwei seiner Schüler mehr als seltsam benahmen. Der eine aß kaum und der andere klagte über ständige Kopfschmerzen. Eigentlich nichts Ungewöhnliches, aber einer der Schüler war sein Patenkind und da war die Sorge besonders groß.

Er hoffte inständig auf die Hilfe von Hermine Granger und der etwas sonderbaren Pansy Parkinson. Beide sollten sie ihm die letzte Erinnerung beider Kontrahenten bringen und vielleicht kam Severus so dahinter, was mit Potter und Draco nicht stimmte. Besonders Potters Zustand beunruhigte ihn. Der Junge war schon recht dünn und nun saß er meist am Tisch, stocherte lustlos in seinem Essen herum und wirkte alles andere als gesund.

Was stimmte nicht mit den beiden Jungen? Severus drehte nachdenklich sein Butterbier, trank einen Schluck und blickte auf die Uhr. Er hoffte inständig, dass wenigstens eine der jungen Hexen kam und er der Sache nachgehen konnte. Bisher hatte er Lucius noch nichts von Dracos ständigen Kopfschmerzen erzählt, lange würde er das jedoch nicht mehr für sich behalten können und er hasste es, ein Geheimnis zu haben.

“Verdammt”, knurrte er leise, fuhr hoch aus seinem Stuhl und lief einige Schritte durch den abgedunkelten Raum. Immer wieder ließ er den Blick zur Tür schweifen, doch das erhoffte Klopfen blieb aus. Severus musste sich wohl alleine darum kümmern. Von Hermine Granger hatte er sich ein wenig mehr erhofft, handelte es sich bei Potter doch um einen guten, wenn nicht sogar um den besten Freund.

Professor Snape war enttäuscht, wollte nicht länger warten und sah sich penibel um, ob er in seinem Büro nichts vergessen hatte. Wie es aussah nicht. Gemächlich schritt er zur Tür, fasste nach der Klinke und da klopfte es plötzlich doch noch. Sofort öffnete er, ließ die beiden jungen Hexen eintreten und schloss vorsorglich die Tür.

“Schön, dass Sie es doch noch einrichten konnten. Bitte nehmen Sie doch Platz.” Eindringlich sah Severus die beiden Mädchen an, die seiner Bitte sofort nachkamen und sich setzen.

“Wir haben das, was Sie brauchen und erhoffen uns, dass Sie uns unterrichten, wenn es etwas Ernstes sein sollte”, ergriff Hermine das Wort.

“Selbstverständlich”, erwiderte Severus und nahm die beiden gereichten Phiolen an sich. “Gehen wir der Sache auf den Grund und hoffen einfach, dass es nichts Schlimmeres ist.”
 

Hermine nickte schwach, Pansy hingegen schien keinerlei Gefühlsregung zu zeigen und auch sonst war sie eher wortkarg. Sie überließ es den anderen zu reden, wirkte aber dennoch sehr besorgt um Draco Malfoy.

“Schauen wir doch mal nach, was die beiden Jungen bedrückt.” Servus ging vor, dicht gefolgt von Hermine und Pansy, die nicht ein Wort verloren. Sie waren viel zu besorgt um ihre beiden Freunde und sprachen auch dann kein Wort, als Severus zuerst die Phiole von Harry Potter in das Denkarium goss und überprüfte. Wenig später folgte Dracos und es dauerte nicht lange, da schoss Professor Snapes Kopf aus der flachen Steinschale. “Wie es scheint, ist es nicht ganz so schlimm, wie ich angenommen hatte.”

“Und was haben sie jetzt?”, fragte Pansy skeptisch.

“Nun ja, ich denke, man sagt Liebeskummer dazu.”

“Liebeskummer?”, wiederholte Hermine und sah dabei Pansy an. “Harry hat doch gar keine Freundin oder ist verliebt. Davon wüsste ich doch.”

“Da muss ich Granger recht geben. Draco hat auch niemanden.”

“Das sollten Sie die beiden selbst fragen. Ich bin nicht befugt darüber zu sprechen”, antwortete Professor Snape und hütete das kleine Geheimnis ihrer stürmischen aber kurzen Liebschaft. 

 

 

 

Meine kleinen Oneshots sind am Ende, mein Kopf leer und der Award ist nun vorbei. Ich habe tatsächlich den zweiten Platz belegt, was mich sehr, sehr stolz macht, da ich damit so gar nicht gerechnet habe.

Ich möchte mich recht herzlich bei euch, meinen Lesern bedanken, aber auch bei allen, die mir immer wieder die Daumen gedrückt und an mich geglaubt haben.

Danke für die Votes, die Kommentare, Aufrufe und das ihr einfach gelesen habt. Als Autor freue ich mich, dass es euch gefallen hat und ihr bis zum Schluss dabei ward.

Seid nicht traurig, dass nicht mehr kommen wird. Jedoch wird es ab Montag Drabble zu Harry Potter geben. Worte, die mir Leser genannt haben und aus denen kleine Ministorys werden.

 

 

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Autor

Pragomas Profilbild Pragoma

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Statistik

Kapitel:16
Sätze:1.282
Wörter:19.618
Zeichen:112.025

Kurzbeschreibung

Oneshots zum Harry Potter Oneshot-Award 2021. Meist Drarry, da mich da die Muße doch recht schnell küsst. Aber auch bekannte Oneshots tauchen hier auf und fügen sich zu einem Buch zusammen.

Kategorisierung

Diese Fanfiction wurde mit Liebe, Drarry (Pairing) und Humor getaggt.