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Einsame Tränen

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30.4.2019 17:27
6 Ab 6 Jahren
Fertiggestellt

Severus stand alleine am Flussufer. Lily war schon lange nach Hause gegangen; langsam wurde es dunkel und die Nacht brach herein.
Es würde eine warme Sommernacht werden und nicht zum ersten Mal dachte Severus darüber nach, statt nach Hause zu gehen hier zu bleiben. Unter den Sternen zu schlafen.
Er sah in den Fluss hinab. Sein Gesicht spiegelte sich im dreckigen Wasser. Es sah traurig aus. Seine dunklen Augen waren ängstlich zusammengekniffen und seine schwarzen Haare schmutzig wie das Wasser. Er bückte sich hinunter und steckte den Kopf in das eisige Nass. Die Sonne schien tagsüber nicht bis an den Fluss zu reichen, so kalt, wie es war.
Er strich sich mit den Händen über Gesicht und Haare und versuchte, sie auszuwringen.
Dann stand er langsam auf. Seine nackten Füße hinterließen Schlammspuren im Sand. Er dachte an Lily, die jetzt sicher mit ihrer Familie am Abendbrottisch saß.
Mit langsamen Schritten trug er sich in Richtung nach Hause.

Er konnte die Schreie und Rufe schon von draußen hören. Severus schloss die Augen und lehnte sich gegen die steinerne Hauswand. Er wollte seine Eltern nicht sehen. Er wollte nicht angeschrien werden. Er wollte einfach nur heimkommen.
Drinnen dröhnte die tiefe Stimme seines Vaters, gefolgt von helleren Schreien. Seine Mutter.
Severus legte die Hand auf die Türklinke, aber er schaffte es nicht, sie hinunterzudrücken. Einige Minuten stand er einfach nur so da, dann drehte er sich um und setzte sich vor die Haustür. Seinen Kopf vergrub er in seinen Händen. Die Haare tropften auf seinen Pullover und mischten sich mit Tränen.

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Autor

LizTonkss Profilbild LizTonks

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Statistik

Sätze:18
Wörter:273
Zeichen:1.571

Kurzbeschreibung

Ein kurzer Moment aus Snapes jungen Jahren.

Kategorisierung

Diese Fanfiction wurde mit Depressionen, Traurigkeit und Headcanon getaggt.