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Between Here And Forever

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2.3.2019 11:02
16 Ab 16 Jahren
Heterosexualität
In Arbeit

12 Charaktere

Saruman / Curunír

Der Ainu Curumo gehört zu den Maiar der Gefolgschaft Aules und wurde als einer der Istari, der Zauberer, im Dritten Zeitalter nach Mittelerde geschickt. Dort ist er als Curunír bekannt, vor allem aber als Saruman. Er ist der Anführer der Zauberer, doch verschrieb er sich den Dunklen Künsten des Feindes und wurde am Ende besiegt.

Gandalf / Mithrandir

Olórin, später bekannt als Mithrandir, der Graue Wanderer, oder Gandalf, ist einer der Istari, Maiar, die von den Valar nach Mittelerde gesandt wurden, um im Kampf gegen Sauron beizustehen. Er ist einer der wenigen Weisen, die sich mit Hobbitkunde befassen, und erkannte vor allen anderen ihren Wert. Er ist der Heerführer des Westens im Ringkrieg.

Frodo Beutlin

Der heimatverbundene Hobbit aus dem Auenland ist Mittelerdes vielleicht bekanntester Held. Zum einhunderelfzigsten Geburtstag seines Onkels Bilbo erbt er dessen magischen Ring, welcher sich als der Herrscherring Saurons herausstellt. Frodo zieht aus, um den Ring nach Bruchtal zu bringen, nichts ahnend, dass er sich bald auf einer Reise befindet, ganz Mittelerde zu retten.

Glorfindel

Der Noldo Glorfindel ist respektive war einer der Fürsten des Verborgenen Königreiches von Gondolin. Er starb bei der Verteidigung der Stadt im Kampf gegen einen Balrog, kehrte jedoch im Dritten Zeitalter ins Leben zurück. Von da an gehörte er zum Hausvolk Elronds von Bruchtal. Er gilt als einer der mächtigsten Elben des Dritten Zeitalters.

Elrohir

Elrohir ist der Sohn Elronds und Zwillingsbruder Elladans. Nachdem ihre Mutter Celebrían von Orks geschändet wurde, schworen sie blutige Rache und kämpfen seither seit vielen Jahren mit den Dúnedain zusammen. Sie beide waren Teil der Grauen Schar.

Elladan

Elladan ist der Sohn Elronds und Zwillingsbruder Elrohirs. Nachdem ihre Mutter Celebrían von Orks geschändet wurde, schworen sie blutige Rache und kämpfen seither seit vielen Jahren mit den Dúnedain zusammen. Sie beide waren Teil der Grauen Schar.

Elrond Peredhel

Auch wenn Elronds leiblichen Eltern niemand geringeres als Earendil und Elwing sind, wuchs Elrond zusammen mit seinem Zwillingsbruder Elros im Ersten Zeitalter bei Maglor in Ossiriand auf. Nach dem Untergang Beleriands schloss er sich Gil-galad an und wurde dessen Herold. Seit Imaldris im Zweiten Zeitalter gegründet wurde, ist er der Herr von Bruchtal.

Haldir

Haldir war ein Elb aus Lothlórien, der zusammen mit seinen Brüdern Rúmil und Orophin die Grenzen des Waldkönigreiches bewachte. Er führte die Gefährten nach Caras Galadhon.Der Charakter ist sehr pessimitisch angelegt. Haldir hat alle Hoffnung verloren und glaubt, dass die Welt außerhalb Lothlóriens verloren ist.

Glóin

Glóin ist einer der dreizehn Zwerge, die mit Thorin zum Einsamen Berg aufbrachen, um ihren Schatz dem Drachen Smaug zu stehlen. Er ist Gimlis Vater. Er brach als ein Teil der Delegation nach Bruchtal auf, um Herrn Elrond Kunde vom Erebor zu bringen und nahm damit am Ringrat teil.

Dwalin

Dwalin war ein Zwerg aus Durins Volk und gehörte dem Königshaus der Zwerge von Erebor an. Er war der Sohn von Fundin und der jüngere Bruder Balins. Dwalin kämpfte, zusammen mit seinem Bruder Balin, treu an Thorins Seite vor den Toren Morias, wo er Zeuge von Thrórs Enthauptung durch Azog wurde.

Fíli

Fíli war ein im Jahr 2859 des Dritten Zeitalters geborener Zwerg.Seine Mutter war Dís, somit war er der Neffe von Thorin und gehörte ebenfalls zum Königshaus der Zwerge von Erebor. Fíli und sein fünf Jahre jüngerer Bruder Kíli waren unzertrennlich und sie waren stets zusammen anzutreffen.

Meliel Nenharma

Das ist ein von mir selbst ausgedachter Charakter, auch genannt: Hen En Rana.

Als Meliel an diesem Morgen erwachte, war es wie jeden Morgen noch dunkel. Die Nacht weigerte sich einfach, sich dem Tage zu ergeben und die Kälte, die sich so nach der Wärme sehnte, blieb standhaft und unberührt, wollte sie doch nicht weichen.
Das Zimmer, in dem sie schlief, war auf den ersten Blick eine hergerichtete Besenkammer, die in einer Staubwolke versank, und in der Säcke mit seltsamen schwarzem Pulver aufbewahrt wurden. Meliel wusste nicht, was dies für ein Pulver war. Doch hätte sie gefragt, hätte sie eh keine Antwort bekommen. Der weiße Zauberer war schon immer ein wenig energischer, wenn es um Fragen ging und wenn Meliel sie stellte, dann erst recht.
Schwarzer Ruß vereinigte sich mit grauem Dreck, sodass man das Gesicht von der jungen Dame kaum noch erblicken konnte. Selbst in der Dunkelheit konnte man das dunkelblonde Haar und die grünen Augen nicht einmal mehr erahnen, die in verschiedenen Nuancen aus Gelb und Blau gesprenkelt ward.

Meliel ertastete die kleine Laterne, die sie mithilfe eines Schnippens ihrer Finger entfachte. Sie blinzelte vermehrt, peinigte doch das schwache Licht ihre Augen, die sich der Dunkelheit so gut angepasst hatten.
„Ist denn schon morgen?“, erklang ein Krächzen hinter ihr, dass Gendil gehörte, einer riesigen Spinne, die mit ihr in dieser Kammer lebte und die des Öfteren frech ihre Arbeit kommentierte und sich weigerte seine Spinnweben aufzugeben. Viel zu eifrig hatte er schließlich daran gearbeitet und nur damit ein freches Balg vor dem großen, weißen Magier gut dastand, würde er gewiss nicht seine Kunstwerke ohne Widerspruch zerstören lassen.
Seufzend drehte sich Meliel die langen Haare in einen Dutt und fixierte ihn mit einer Haarklammer, die sie im Mund kurz festhielt: „Es scheint so. Die Nächte scheinen jedoch länger zu werden...“ Sie hatte mehr zu sich gesprochen, doch wie immer empfand es Gendil so, dass er seinen Senf dazu geben musste: „Das bildest du dir ein. Die Dunkelheit war schon immer so lang, doch vergessen, wenn man des Nachts feierte.“
„Hmm, egal. Ich sollte loslegen, bevor der Meister aufsteht.“ Auch wenn sie das Thema so bewusst verbannt hatte, schien es sich in ihrem Hinterkopf zu einem Gedankenwirrwarr zu verhaspeln.
Die Nächte erschienen deutlich länger und das nicht nur heute. Sie hatte noch nie gefeiert, um zu wissen, wie kurz die Nacht daraufhin sein könnte. Doch es blieb ihr nicht verborgen, dass ihr Meister und Herrscher, den man allseits Saruman nannte, viel öfter alleine in seinen Gemächern und seltener in seinem Garten anzutreffen war. Zwar war sie damals auch nicht oft draußen gewesen, doch einmal die Woche sollte sie zur Ernte gehen und für frisches Obst und Gemüse sorgen, was der Herr speisen wollte. Doch nun, da die Finsternis diesem Ort Einhalt gebot, erschien es ihr, dass Saruman kaum noch ausging und wenn, dann ging er danach sofort in seinen Turm. Sie kannte nur die Geschichten, die Grima Schlangenzunge ihr erzählte. Und das, was er erzählte, lief ihr eiskalt den Rücken hinab.

Eilig huschte die junge Frau in die untersten Gewölbe des Turms, wo sich unter Treppen und hinter Türen die Küche verbarg, die noch gänzlich in Dunkelheit schwelgte. Nicht wunderlich, bedachte man doch, dass die runde Küche, die mehrere Kammern mit Nahrungsmitteln bot, ohne Fenster ausgestattet war.
Stein auf Stein setzte sich mit Zement, (so hatte ihr Saruman das Gemisch erklärt), zusammen und mit einer hölzernen Decke, durch dessen Dielen vereinzelt Staub rieselte, wenn denn jemand über eben dieser entlang schritt.
Meliel hatte keine Zeit sich zuerst um ihr schmutziges Erscheinungsbild zu kümmern, bedachte man doch, dass Saruman für seine Ungeduld bekannt war.
Schon seit vielen Wintern und Sommern diente Meliel ihm als Putzkraft und Köchin und bekam kaum Dankbarkeit zugesprochen. Zwar lernte er sie öfters mal das magische Handwerk, aber viel zu selten fand sie in ihrer Arbeit Zeit, um zu üben.
Undenkbar viele Male waren die Suppen kalt geworden, da Saruman zwar Essenszeiten bestimmte, aber diese selten einhielt. So musste sie jedes Mal von neuem kochen, ehe sie denn putzen musste an Orten, wo sie zwar zuvor schon tätig war, aber wo der Herr kurz darauf erneut gearbeitet hatte.
Jeder Tag glich dem Anderen und das Zeitgefühl verlor sich in Missetaten, während er sie oft schimpfte.

Zuerst schürte sie das Feuer, sah ihm aber nicht zu. Sie ignorierten die Flammen, die erst langsam und dann eilig züngelten und machte sich eher ans Gemüseschneiden und an das Pökeln des Fleisches, wobei sie es dabei vorzog, sich ein Tuch über die Haare und die Nase zu binden.
Eilig bereitete sie alles vor, wobei sie sich mehrmals in die Finger schnitt und bald schon komplett in Eile vergaß, dass sie den Tisch decken musste.
Sie rannte, fiel vereinzelt fast die Stufen hinauf. Dem einst beigen Kleid sah man nichts an, verlor es sich doch schon in Farben aus Matsch, Staub, Erde und anderen Dingen, weshalb sie wohl mehr einer Bauersfrau glich, anstatt einer Angestellten des großen Saruman.
„Du bist spät“, sprach eben dieser trocken und zog in Griesgrämigkeit die Augenbrauen kraus, als er sah, wie seine Putzkraft schon wieder aussah.
Meliel atmete rasch in ihrer Hast: „Verzeiht.“ Schnell stellte sie eine saubere Schale hin, ein wenig Besteck und alles weitere.
„Vierzehnjahre und noch immer scheinst du unfähig das Gemüse zu schneiden, ohne dich zu schneiden. Man möchte meinen, du hättest gar nichts gelernt.“ Er meinte es nicht gütig, geschweige denn besorgt. Es war vielmehr eine Empörung seinerseits, mit der er Meliel mal wieder einst vorhalten wollte, wie unfähig sie noch immer war.
„Ich war unachtsam, verzeiht. Ich bringe Euch die Suppe“, erklang ihre klare Stimme, die aber genug Ehrfurcht enthielt. - Er hätte sie ermahnt, hätte sie es gewagt zu flüstern.

Als Meliel endlich die Suppe und den Tee brachte, Saruman probiert und sie in genügend Abstand einträchtig neben ihm stand, sah er verbittert auf: „Sie ist zu salzig. Zügle deine Hand beim Würzen.“
Bevor die Angesprochene antworten konnte, schlich Grima Schlangenzunge auf leisen Sohlen in die schwarze Marmorhalle und sah mit dem Blick gen Tischkopf: „Mein Gebieter, er ist hier.“
Saruman ereilte ein herausforderndes Funkeln in den Augen und während er aufstand, sprach er zu seiner Angestellten: „Mittag, 12:00 Uhr und wage keinen erneuten Fehltritt.“
„Verstanden, Meister.“ Eine Verneigung, die Saruman ignorierte, folgte und viel zu neugierig sah sie zu den beiden, stach doch Grimas Blick den ihren. Ein schelmisches Grinsen zierte sein Gesicht, das zeigte, wie er eigentlich war und ehe sie sich versah, war Saruman verschwunden und sie alleine mit der Schlange.
Gelbliche Zähne stachen aus einem Gesicht hervor, das einen Schleier aus fettigen Haaren verbarg: „Deine Fehltritte sind kaum noch zu verbergen. Mich würde es nicht wundern, würde er dich den Wölfen zum Fraße werfen.“
Traurigkeit und Erschütterung lag in den Augen der jungen Frau, weshalb Grima nun bedächtig auf sie zu glitt. Sofort fast, rutschte Meliel beiseite, griff sich das Besteck und eilte hinfort.

Grima war stets neutral, wenn er denn zu ihr trat, aber auch sie konnte die Furcht, die sie vor ihm empfand, nicht hinunterschlucken.
Zu oft hörte sie das Flüstern der Dunkelheit in den Wänden von Isengard. Ein Schatten, offenbart in den Fugen der Gemäuer und fixiert auf den Diener des Turms. Geheimnisse lagen verborgen im Gesang des Windes, der unnatürlich über die Lande zog und einen Schwall von bösen Kreaturen mit sich brachte. Lauschte man, so erhaschte man es und so auch Meliel. Magisches Blut versiert in den Weisheiten der Welt und angehaucht vom Schöpfer des Landes, das weit im Süd-Osten lag. Ein Name, der viel zu gefährlicher war in diesen Tagen und auch wenn Meliel es noch nicht wusste, so lag dieser Schatten auch auf ihr.
Magische Wesen, gleich den Zauberern und Hexen dieser Zeit, schienen wie Motten im tosenden Feuer. Es zog einen an und nur die geistig Starken konnten sich dem entziehen.
Grima wusste es...doch Meliel nicht. Sie war ebenso offen für alles, doch wie konnte man eine Sprache verstehen, der man nicht mächtig war? 

In der Küche angekommen, hätte das Hausmädchen Sarumans zwar eigentlich direkt ins Putzen übergehen müssen, doch zu sehr verzog sich ihr Magen, wenn sie an Grimas Nachricht 'er war gekommen' dachte. Sie wusste, es musste sich um Gandalf handeln, hatte sie doch erst vor wenigen Tagen mitbekommen, wie Saruman Radagast nach ihm schickte.

Das Herz schwer in der Brust, während sie an Radagast und Gandalf dachte, die sie so gern mochte. Radagast war einst eine Art Großvater für sie gewesen, ehe Meliel beim Rat des Ordens an Saruman übergeben wurde, der als Oberster verlangt hatte, sie zu unterrichten.
Gandalf schien damals wenig überzeugt und auch wenn Meliel stetig mitbekam, wie seltsam sie Gandalf ansah, so mochte sie ihn sehr. Eilig löste sie das Haarband, welches sie nur zum Kochen und Putzen trug, wischte sich mit eben jenem das Gesicht sauber und rannte die Treppen hinaus.
Das Sonnenlicht schien vom Osten auf langsam aufzugehen und während sie Saruman vom Weiten sah, rannte sie über die Obstplantagen hinweg, querfeldein über sein Reich.
Sarumans Reich war groß und wunderschön, so empfand die junge Frau. Doch seit sie das letzte Mal draußen gewesen war, schien sich hier einiges verändert zu haben. Viele Obstbäume waren umgerissen worden und verkommene Früchte, zerfressen von Würmern und Maden, lagen vermehrt auf den roden Wiesen. Die Tiere schienen diesem Ort mittlerweile fernzubleiben; erblickte sie doch keines.
Meliel schnappte erschöpft nach Atem, als sie am Tore des Reiches von Saruman stand und darauf wartete, dass Gandalf am Horizont erschien. Er war da, hieß schließlich nur, dass er nicht unweit gesichtet wurde. Vieles sprach sich schnell herum und während Meliel dort stand und wartete, kam sie nicht umhin, dass sie die Blässe des Tages bemerkte.
Es war mittlerweile Tag, war sie doch schon lange auf den Beinen. Doch Meliel erschien es wie eine finstere Nacht. Wolken bedeckten den Himmel und obgleich auch die Sonne schien, schien sie das Land das Zauberers nicht zu erreichen. Verdorrt waren Blumen, getrübt waren Flüsse und Seen und verkommen schien die Erde. Die Natur schien sich verabschiedet und Verderben ersetzte sie.

Den Blick gen Süden, hin in die Richtung der Nord-Süd-Straße, wo Meliel Gandalf vermutete.
Sie behielt recht. Während sie auf einem Baumwipfel thronte, in recht angenehmer Höhe (einen Fuß über dem Boden, da sie die Höhe fürchtete) und beobachtete vergnügt die Tiere, die sich vor dem Reiche Sarumans befanden. Erneut kamen ihre Gedanken zutage, die sich um die Frage drehten, warum die Tiere diesen Ort neuerdings fürchteten und doch blieb die Antwort ein Flüstern im Wind, den sie nicht vermochte zu übersetzen.

Fast wäre die holde Maid in einen Schlaf getaucht. Unbeschwertheit traf den Schatten der Blätter und Rastwille vernebelte die Sinne. Die Worte des Zauberes schienen wie ein Splitter im Glas, als er gütig verkündete: „Du scheinst in deinen jungen Tagen ziemlich ermüdet, Hên en Ràna.“
Leicht flatterte das Lid der Angesprochenen, die vom Licht geblendet den Arm erhob und vermehrt blinzelte: „Du kommst reichlich spät. Fast wäre mein Geist entfleucht.“ Kurz schmunzelte sie, ertappte sie sich doch dabei, wie sie – kaum war Gandalf da – fast wie eine Hochwohlgeborene sprach.
„Ein Zauberer kommt nie zu spät, weder zu früh -“ „Ich weiß, ich weiß. Er kommt immer zur rechten Zeit“, beendete Meliel den Satz für ihn.
Gandalfs faltiges Gesicht wurde von einem Lächeln geziert, wobei sein Bart dies nur schwer zu erkennen gab: „Du hast gut gelernt, wie ich sehe. Aber sage mir Hên en Rana, wo finde ich Saruman?“
Meliel vermisste den Namen, den Gandalf und Radagast ihr einst gegeben hatten und während es für ihre Ohren fast ungewohnt, aber der Offenbarung Richtigkeit klang, antwortete sie: „Soweit ich weiß, wartet er bereits auf dich.“
Meliel hüpfte vom niedrigen Ast, auf dem sie geruht hatte und streichelte seicht das weiße Ross, mit welchem Gandalf dieser Tage Unterwegs war. Seinen Blick schien sie kaum zu bemerken, während sie so den hügeligen Pfad entlang schritten (wobei Gandalf mehr ritt).

Das einstige Kind, welches Radagast in der Nähe seines Reiches, dem Düsterwald, einst gefunden hatte, war nun wahrlich zu einer jungen Frau herangewachsen. Unwissenheit paarte sich mit einem Gedanken, der so alt schien, wie die Welt selbst. Schon damals stand der Orden diesem Kind im Zwiespalt gegenüber, war sie doch in der seltsamen Stunde der Mondfinsternis geboren. Sie schien so viele Fragen aufzuwerfen, wie es Antworten gab und doch schien man nichts über sie zu wissen. Ein Tröpfchen magischen Blutes ward aber zu erkennen gegeben, lockte sie doch so viel Leben, an dem Tage ihres Erscheinens, an und schien ebenso davon zu zehren. Sie schien wie der Mond in der Mondfinsternis.
Das Kind, erst blassgrau und mit trüben Augen auf die Welt blickend, wirkte so ungesund und zugleich alt, was kaum dem Verständnis des Zauberers einleuchten wollte. So war es umso verwunderlicher, als Hên en Rana sich an die Natur klammerte, sie gänzlich in sich aufnahm und nichts als Einöde erhalten blieb.
"Sie erscheint wie ein Parasit", hatte Saruman einst gesagt und ganz im Widerspruch zu seinen Worten, nahm er sich ihrer später an. Was sah er, was Gandalf nicht sah?
Die starren grauen Augen Gandalfs bohrten sich in den Rücken des Mädchens. Sie war nett und höflich und wahrlich ein gutes Kind, doch irgendetwas bescherte ihm schon immer ein schlechtes Gefühl. Sie war ebenso gut, wie schlecht und ebenso schlecht, wie gut. Ein Gedanke, der über die Jahre ebenso aufblühte und größer wurde, wie das Mädchen selbst.
Mittlerweile, so war sie gut genährt, von sehr hellem, aber reinlichem Teint und Gesichtszügen, die ebenso unschuldig, wie verdächtig erschienen. Es war seltsam...Sie war seltsam.
Doch jede Antwort würde mit der Zeit gelöst, – so dachte Gandalf.
Abwartend lebte er in Zurückhaltung, aber stetiger Beobachtung, in einer Haltung, die nur darauf wartete, dass etwas geschah.


• 

 

„Sagt mir“, setzte Meliel an und zögerte.
Der Zauberer ließ von seinen Gedanken ab und entsann sich seiner eigentlichen Dringlichkeit, die ihn nach Isengard brachte. „Was ist? Scheu keine Frage, mein Kind. Ob ich darauf antworte, steht in den Sternen.“
Meliel haderte mit sich selbst und biss sich, der Dreistigkeit ihrer Fragen wegen, auf die Unterlippe: „W-wann...wann darf ich eigentlich hier weg?“
Gandalf antwortete nicht gleich, weshalb Meliel sich schon dachte, dass dies eine Frage war, die keiner Antwort bedürfte und so zuckte sie leicht, als er doch antwortete. „Dies liegt in den Händen Sarumans...Aber lass mich dir dies sagen: Der Tag kommt, wenn du am wenigsten daran denkst und doch darauf wartest. Womöglich schneller, als du denkst, aber länger, als du hoffst.“
„Das, lieber Gandalf, ist kaum hilfreich.“ Meliel wusste um die Frechheit ihrer Antwort, doch was sollte sie mit diesen Worten schon anfangen? Übersetzt hieß es nur so viel: Es kommt bald, aber irgendwie doch nicht. Das heißt, es kann heute sein, aber auch erst in fünfzig Jahren.
Der graue Zauberer schien ums doppelte seiner Größe anzuwachsen und sein Schatten übertraf sein stolzes Ross und die Wiesen neben ihnen.
Selbst Meliel schien die Sonne aus den Augen zu verlieren und wirkte fast ängstlich, während Gandalf schneidend schimpfte: „Hên en Rana, solltest du mit meiner Antwort nicht zufrieden sein, so solltest du nicht nach ihr fragen. Aber sei nicht so töricht und nehme an, dass meine Antworten nicht hilfreich wären. Sie sind es durchaus, nur bist du zu blind dies zu erkennen.“ Gen Ende hin hatte Gandalf zwar freundlicher gesprochen, aber Meliel fürchtete sich noch immer ein bisschen. Sie kannte diese starke magische Präsenz bisweilen nur von Saruman, wenn dieser mit ihr wirklich schlimm schimpfte, aber nie, niemals, hatte sie auch nur daran gedacht, dass Gandalf oder gar Radagast so respekteinflößend sein könnten.
„Verzeih mir, ich meinte das nicht böse. N-nur,...ich möchte wieder in den Düsterwald. Ich vermisse meine Freunde dort und dieser Ort hier scheint im Wandel.“ Ihre Stimme war dünn und verzweifelt, fast fürchtete Gandalf, dass ihre Gefühle auf ihn überschwanken würden. Doch dies blieb aus. Er hatte schon selbst gemerkt, dass etwas hier anders war, aber dieses beklemmende Gefühl, hatte er der eigentlichen Situation mit dem Ringgeistern, die gesichtet worden waren und Frodo, dem derzeitigen Ringträger, zugeschrieben. Die eigentliche Tatsache, dass es nun auch Meliel fühlte, bestärkte dieses Gefühl nur und Gandalf mahnte sich, dass er nur mit solch schwacher Absicherung gekommen war. Immerhin hatte er Frodo einen Brief geschrieben, doch ob der oftmals verwirrte Butterblüm diesen tatsächlich entsandte, war eine andere Angelegenheit.
„Ist gut, mein Kind. Alles ist gut, mahne dich und halte deine Gefühle im Zaum“, lehrte Gandalf und bemerkte trotz dessen den besorgten Blick des Mädchens, der unruhig und verzweifelt über die abgeholzten Felder huschte. „Alles hat seinen Platz und seinen Rang. Der Richtigkeit halber solltest du immer auf das Gute hoffen.“
Schweigen seitens Meliel erfolgte und die Hoffnung schien sich in ihren wirren Gedanken verloren zu haben.
Sollte sie Gandalf sagen, dass ihr Bäuchlein eine andere Meinung hatte?
'Wohl kaum', schaltete ihr Kopf sich ein und besann sie. Gandalf hatte gesprochen und dem war Folge zu leisten, was er und sie daraus machten, dies konnte nur das Schicksal zeigen.
Gandalf und sie erklommen den Weg und bald schon sah man den schwarzen Turm in all seiner Pracht, weshalb der Zauberer nun zu seiner Wegbegleiterin sagte: „Du solltest aber nun eilen, wenn er dich mit mir sieht, könntest du Ärger bekommen. Immerhin hast du doch bestimmt Hausarbeiten zu erledigen.“
Er zwinkerte bei seinen letzten Worten und sah das verzückte, aber schalkhafte Grinsen der Frau, die natürlich ihre Arbeit für Gandalf hatte stehen lassen.
„Aber bitte lass dir nicht wieder so viel Zeit, bis du uns wieder besuchen kommst. Wenn du hier bist, ist es, als würde ein Licht auf uns fallen.“
Natürlich hörte sich letzteres geschwollen an, jedoch lächelte Gandalf fröhlich und kleine Falten zierten seine gräulichen Augen, die das 'Kind' gütig bedachten. „Verweile gut und lerne rasch.“ 

Der Staub wirbelte auf, als die junge Frau mit dem Staubwedel über die Regale wischte und dieser mehr Chaos anrichtete, anstatt zu helfen. Natürlich blieb das Husten nicht aus, musste Meliel doch genau in diesem Moment, den Mund sperrangelweit offen halten, weil es für die Frau von recht normaler Größe doch ein schweres war sich zu recken und zu strecken, ohne aus der Puste zu kommen. Die Eintönigkeit ihrer Arbeit hinterließ deutlich Spuren, sang und tanzte sie doch nebenbei und war solch ein Schussel, dass sie Gendil die Spinne, die immer wieder mit ihr schimpfte, wenn sie den Spinnweben zu nahe kam, mit Wischmoppwasser begoss. Natürlich war dies ein Versehen – so behauptete sie.
„So unfähig muss erst mal jemand sein. Wie kannst du die Arbeit anderer so einfältig zerstören? Hast du keinen Anstand! Ach, wen frage ich. Anstand ist bei dir verloren“, motzte Gendil immer wieder und schien gänzlich zu verzagen, als Meliel ihm nicht antwortete und nicht in die Diskussion mit einstieg. Stattdessen so reinigte sie gründlich die kleinen Fläschchen mit seltsamen Flüssigkeiten, die Saruman in seinem alten Arbeitszimmer immer zum Reinigen ließ und in dessen Flakons magische Essenz verwahrt wurde.

Ein Stechen, gleich einem Blitz, ersuchte ihren Geist und schien mit ihr zu korrespondieren.

„Hên en Rana, Meliel Nénharma, Kind des Mondes, erwache aus deiner Starre. Halte Einhalt deinem Gebieter.“

Meliel sah sich verwirrt um, bangte sie doch um einen Eindringling und dann um die Gesundheit ihres Verstandes.


„Helfe Gandalf und du hilfst dir selbst.“

Als die Stimme zum zweiten Mal mit ihr sprach, fuhr sie erneut hoch und wurde getrübt von dem Gedanken des Wahnsinns. „W-wer seid ihr?“
„Wer ich bin! Na Gendil, drehst du jetzt komplett durch?“, beschwerte sich die Spinne, die Meliel schon gänzlich vergaß.

„Im Galadriel, Heruin en mallen taur und nun helfe Gandalf, er ist gefangen auf dem hohen Turm.“

'Galadriel?', fragte sich Meliel gedanklich und überdachte kurz deren Worte. Wieso sollte Saruman Gandalf gefangen halten und wieso sprach nun die Herrin des goldenen Waldes mit ihr? Aller Weile Eile erhaschte sie und die Klarheit schien auch sie zu übermannen. Bevor sie denken konnte, schien sie sich reflexartig helfen zu wollen. Sie musste wissen, ob es stimmte...

Am Eingang des Turms verschnaufte sie nicht. Ihre vollen Lippen wurden spitz und ein Pfiff erklang in der Ferne. Eine kleine Motte, kaum zu erblicken und so unscheinbar, wie ein schwarzer Schwan, flatterte an und Meliel nahm sie in die Hand. Bedacht keiner Laute wegen, flüsterte sie und die Motte stieg in Richtung Turm. Die Nachmittagssonne verblasste im Abendwind und während Meliel dort wartete, beobachtete sie gespannt den Himmel.
Die düstere Stimme ihres Herrn lag in der Luft und böse Mächte umwoben die Wolken. Es hörte sich fast so an, als ob Galadriel recht behalten hätte; jedoch musste sich Meliel erst vergewissern.
Das schmutzige Kleid der jungen Frau flatterte im Wind und ihre Haare zerzausten, sodass ihr alsbald einzelne Strähne aus dem Dutt fielen. Ihre Sorge verwandelte sich in Hoffnung, als sie die Motte kommen sah, weshalb sie diese gedanklich auch gleich Estel taufte. Eine Unterhaltung der wenigen Worte ging vonstatten und ein Schatten breitete sich auf den jungen Gesichtszügen Meliels aus. Galadriel hatte recht...Gandalf war gefangen.

Zur selben Zeit in Lothlórien

„Du bist in Sorge“, stellte Celeborn fest, als er seine Frau, gleich einer Statue, in ihren Gemächern stehen sah. „Was bewegt dein Herz?“
Einstweilen antwortete die Herrin des goldenen Waldes nicht und richtete ihren Blick gen Isengard, auf das Kind, in welche sie derzeitig ihre Hoffnung legte.
Erst schien die Sorge nicht zu vergehen, ehe sich ihr Gesicht lichtete. „Was für ein gescheites Kind“, flüsterte sie in solch einer Ruhe, dass ihr Mann nun wusste, dass sie Abseits der Gegenwart verweilte. Fast schon vergnügt beobachtete Galadriel mit ihrem weisen Blick, wie Meliel ein Gedanke erhaschte, der ebenso verzückend, wie hinterhältig war. „Liebster, Hoffnung naht.“
Celeborn legte den Kopf schief, aber auch sein Mund zierte ein gehobener Mundwinkel, der der Entzückung seiner Frau glich. „Was siehst du?“
„Sie benutzt seine eigenen Waffen gegen ihn“, erklärte Galadriel und ließ doch so viel unbeantwortet, konnte Celeborn doch nicht sehen, wie Meliel die Tränke Sarumans nach einem Schlafmittel durchsuchte und alle heimtückisch zu Bette zwang.
Einzig sie schien noch in Gefahr, während die Adler bereits Gandalf halfen. Ein letzter Gedanke Galadriels in Meliels Kopf, wies sie an Isengard zu verlassen. „Eile geschwind.“

Eine stumme Unterhaltung schien sich in den Augen Celeborns und Galadriels widerzuspiegeln, als ihr Blick den des anderen traf. „Rufe nach Haldir, ich habe eine Aufgabe für ihn.“
Celeborn wusste zu agieren, wenn auch nicht zu verstehen und so winkte er einen Bediensteten heran: „Bringe mir Haldir, wir benötigen seine Dienste.“


 

Fortsetzung folgt...


Kapitel II:
Der Anfang: Auf der Fluch




Nord-Westlich vom Nebelgebirge

Stein und Stock verliefen fast in einen Übergang des Grauens, wenn Meliel so hinauf blickte. Vor ihr zeigte sich das Nebelgebirge in all seiner Pracht und erneut war sie Dankbar dafür, dass sie sich vor ihrer Flucht noch schnell umgezogen hatte.
Die Stiefel, die sie nun trug, waren festes Schuhwerk und die Kleidung war vielleicht dünn, aber ein Cape schützte sie vor Wind.
Das Einzige, was ihr also nur noch zum Verhängnis werden konnte, war, dass sie keinerlei Waffen bei sich trug. Eine Schande für manche, doch da Meliel sowieso nicht kämpfen konnte und es schlichtweg ablehnte einem anderen Geschöpf Leid aufzuhalsen, war es nicht weiter von Belang.
Felswände waren die größere Hürde, ließen sie doch die junge Frau ein Gesicht der Erdrückung preisgeben und erneut rügte sie sich gedanklich, wieso sie den Plan nicht weiter ausgedacht hatte.
Gandalf war längst fort, flog er doch mithilfe von Estel, der Motte, nun mit den Adlern. Vermutlich hatte er nicht einmal gemerkt, dass Meliel ihm eigentlich geholfen hatte. Einzig die Stimme der Herrin des Waldes, hatte sie zur Eile geboten und ihr den Auftrag gegeben diesen Ort schnell zu verlassen. Alsbald würde Saruman wohl erwachen und seine Rache würde rasch folgen.
Doch wo sollte sie nur hin? Sie kannte kaum einen Ort, außer den Düsterwald und Isengard, weshalb sie sich selbst in Missmut brachte. Immer öfter rutschte sie an Steinen ab, stolperte über Stöcker und verhaderte sich im Laub oder aber Ästen, die förmlich nach ihr zu greifen schienen.
Zwei Tage überdauerte die Reise Meliels, ehe sie die Hoffnung verlor. Die Nebelschwaden schienen sich kaum zu lichten und vermehrt trieb sie der Hunger in die Müdigkeit. Kaum etwas ließ sich hier essen und ein Tier wollte sie gewiss nicht erschlagen.
Ungewiss ihres Weges, richtete sie ihren Blick gen Norden und sah in die Ferne, wobei dies nicht einmal fünfzehn Fuß weit reichte. Die Aussicht getrübt vom feuchten Schwall der Wolken und immer wieder abgleitend, an den mittlerweile nassen Felsen, röchelte sie fast vor Erschöpfung. Sie strauchelte, fiel einige Male und schlussendlich kullerte sie ein wenig das Gebirge hinunter, wobei sich Gestrüpp in ihrem wirren Haar verfing.
Sie bewegte sich vorsichtig, in der Furcht einer schlimmeren Verletzung und schien fast erleichtert, ehe sie die Gedanken trübten und sie ein Gefühl der Angst ereilte. Sie besann sich, dass ihr Sarumans Gefolge mittlerweile bestimmt auf den Fersen war und die Zukunft sah noch trüber aus.
In Verzweiflung winkelte sie ihre Knie an und bettete ihren Kopf auf eben diesen. Sie lauschte ihren Gedanken und den Klängen des Waldes. Was sollte sie tun, ohne Gefahr zu laufen, von ihm entdeckt zu werden? 

Südlich vom Nebelgebirge

Eilig war Haldir aufgebrochen, nachdem er den Auftrag seiner Herrin bekommen hatte, eine Hilfesuchende zu erretten, die sich in den Hallen Isengards behauptet hatte. Sein Pferd kannte keine Rast, durchzog er doch die Wälder gleich so, als würde der Wind ihm weichen. Die Tragweite der Sprünge, des stolzen Rosses, war enorm. Jeden Baumstumpf schien er bereits aus vielen Meilen zu vernehmen, weshalb diese keiner Hindernisse bedürfte.
Haldirs wallendes Haar war nach hinten geflochten, ehe sie gen Rücken offen über seine Schultern fielen.
Zynismus traf gebürtigen Stolz, in einem Mann, dessen Gesicht von Ernsthaftigkeit geprägt war. Es war unverkennbar, dass er einzig seinen Befehlen Folge leistete und dies mit allem, was er aufbringen konnte.
„Noro lim(1)“, befahl er seinem Reittier und dieses preschte gen Hügellandschaft hinauf. Bäume schienen auszuweichen, Wurzeln versanken und der Wind schien sie aufzufordern, auf ihm zu reiten. Magie lag in der Luft. Keine Magie, die ein Sterblicher oder gar ein Zauberer verstand. Es war die unanfechtbare Gewalt der Valar, die ihrem geliebten Volk der Elben stets gut gesinnt waren.
Der Weg, der für andere vermutlich ermüdend gewesen wäre, war für den Elb nicht mehr, als ein Ausritt, der seinem Vergnügen zugutekam. So verließen seine Gedanken die Gefilde des Weges und ergaben sich den Fragen seines Geistes. Verwirrtheit belastete noch stets sein Gemüt, war es doch recht ungewöhnlich, dass ein einzelner Elb losgeschickt wurde und nicht gleich eine Gruppe. Dieses Unterfangen einer Sterblichen zugutekommend und im Hinterkopf haftend, dass man kaum wusste, auf welcher Seite sie stand, schien ein großes Wagnis. Ein Wagnis, welches für Haldir ebenso zutage trat, wie für die übrigen Elben.
„Idhra ú ist.“(2)
Es war die Stimme Galadriels, die anscheinend seinen Gedanken gelauscht hatte und tief in sein Herz geblickt hatte. Und so schluckte er jedwede Frage hinunter, während seine Herrin sagte: „Hain ea anglenna.“(3)
Haldir glättete seine Stirn, welche er in seinen Gedanken gekräuselt hatte. Elegant und makellos erschien er erneut und während seine Herrin ihn leitete, bemerkte er, dass er ihren süßlichen Duft bereits riechen konnte. Salzige Tränen, Kastanien der Bäume und Kernseife, vermischten sich zu einem Geruch, den Haldir des Weges führte.

Übersetzung:
(1)„Sei schnell.“
(2)„Strebe nicht nach Wissen.“
(3)„Sie ist nahe.“


Der lange, drahtige Stock, der kaum Robustheit aufwies, stach tief in die Erde, als Meliel zum nächstes Schritt ansetzte. Sie hatte sich gefasst. Keine Träne war geronnen, doch der Verzweiflung nahe, schöpfte die junge Frau die einzige Hoffnung, die sie hatte: Düsterwald.
Dort würde sie vermutlich Radagast treffen, weshalb sie nun glückselig und mit viel Abenteuerlust ihrer Wege stolperte und das Knurren ihres leeren Magens ignorierte.
Sie rastete kaum, wich vermehrt Bäumen aus und peinigte sich selbst, als sie ihr geschundenes Äußeres in einem Bach erblickte, welcher durch die Gebirgskette floss und in welchem sie sich spiegelte. Ihre äußere Erscheinung hatte wahrlich bessere Tage erblickt, doch für Eitelkeit war keine Zeit. Saruman war ihr bestimmt schon dicht auf den Fersen und mit ihm all seine geladene Wut, für die sie ihm ein Festmal geliefert hatte.
Ihr schwarzer Umhang schleifte auf dem Waldboden und sah mehr als beschmutzt aus, während sie mit den Ohren lauschte, die Augen schärfte und in ihrer vorhandenen Müdigkeit fast nur noch strauchelnd vorankam. Eine Pause musste her und das dringend, so dachte sie sich. Doch wo könnte sie schon rasten, ohne in Gefahr zu sein? Allgegenwärtig war ebenso der Hunger, der, würde sie nun rasten, nur schlimmer werden würde.
Fast verbissen krallte sie sich am nächsten Ast fest, zog sich leicht hoch, nur um ihre Beine eher rüpelhaft über einen Stein zu heben, der ihren Weg verschloss. Zu spät erkannte sie, dass dahinter die Felswand ein wenig steiler zu geben war und erkannte es einzig in einem Schmerz, der sich in ihren Füßen breit machte. In der Hocke gelandet, mit den Armen gestützt und trotzdem vom Schmerz getrübt, sackte sie leicht zur Seite.

„Verzeiht die Störung Eures Tuns...“, erklang eine melodische, tiefe Stimme, die wie Gesang in Meliels Ohren echote. Erst zögernd, dann ruppig in fataler Neugier, bewegte Meliel ihren Kopf nach oben und sah den elbischen Reiter.
Haldir verzog skeptisch seine Stirn, weshalb sich kaum nennbare Fältchen bildeten, die den sonst so eleganten Hauptmann fast schon steif und knauserich wirken ließen. „Euch begührt nicht zufällig der Name Hên en Rana?“
Meliel schaute voll Ehrfurcht auf den Elb, der wie die Sonne selbst schien. Ein Licht schien ihn zu umgeben, das so warm war, dass es der kühlen Haut Meliels schreckte. Das Gold seiner Rüstung erstrahlte wie ein Kristall, der den Regenbogen wieder spiegelte. Seine Haut so weiß, kaum einer Beschreibung würdig, könnte ihr doch nichts gerecht werden. Fast schon wäre hinter seiner Schönheit die des Pferdes verloren gegangen. Das Ross mit kräftigen Muskeln, hervor tretenden Sehnen und einer Größe, durch welche man nur erahnen konnte, wie schnell es war.
„Verlort Ihr die Sprache?“ Haldir fragte schroff, aber mit genug Wehmut, dass man es fast als Sorge betiteln könnte. Ein banaler Widerspruch, der für Meliel an Bedeutung zunahm, als sie sich ihrer Manieren besann, die Haare leicht aus dem Gesicht strich und keusch krächzte: „Diesen Namen hörte ich jener Tage selten. Man nennt mich nunmehr Meliel Nénharma.“ Sie sah ihn scheu an, begutachtete jede Faser seines Seins, wobei sie nicht ihres Standes vergaß und überlegte, bevor sie fragte: „W-wer seid Ihr und wem gebührt Eure Treue, My lord?“
Haldir konnte sich ausmalen, wie Galadriel im Schutze des Waldes diesem Gespräch lauschte und gütig schmunzelte. So sah er fast amüsiert gen Himmel, ehe er seufzte und erneut auf die junge Frau blickte, die noch immer dort im Laub hockte. „Man ruft mich Haldir o Lorien und ich diene der hohen Herrin des goldenen Waldes, der Herrin des Lichts. Und in ihrem Auftrag bin ich hier, um Euch in sichere Gefilde zu geleiten.“
Meliels Blick schien verwirrt, doch ein Hauch der Erleichterung schwang mit und es überkam sie das Gefühl von Sicherheit. Schlussendlich lächelte sie den Hauptmann frohen Sinnes an, besann sie sich doch, dass Galadriel sich ebenfalls mit dem Titel der Herrin des goldenen Waldes vorgestellt hatte. Ein Seufzten folgte: „Das ist wahrlich eine gute Nachricht.“
Die Nase von Haldir war hoch erhoben, als er den Schatten wahrnahm, den diese Frau umgab und verstand nun schlussendlich, weshalb Frau Galadriel es ihm verbot sie nach Lothlórien mitzubringen. Doch umso zügiger geriet ihm eine zuvor noch entfernte Frage in den Kopf, die er sich nur im Stillen stellen konnte. Weshalb sollte er sie dann nach Bruchtal bringen? Einzig wegen dem grauen Zauberer?
„Wie lange gedenkt Ihr noch dort zu hocken? Wir sollten los. Es liegt ein langer Weg vor uns“, erklärte der Elb und vermied es auch nur eine Regung preiszugeben, während Meliel sich hastig ihrer Position vergewisserte und aus dem Laub empor stieg. Wackelig kam sie zum Stehen, rieb sich fahrlässig über den Stoff ihrer Kleidung.
„Verzeiht die Frage, aber wohin gehen wir?“
Ihr argwöhnischer Blick auf das Reittier wurde ignoriert und Haldir schnalzte mit der Zunge, um sein Ross zu zügeln, welches ebenfalls den Schatten bemerkte, der auf der Frau lastete.
„Imladris, so gebietet es meine Herrin. Springt nun rasch auf.“
Wörter verbargen sich im Geiste Meliels, während diese Imladris durch Erzählungen wohl wiedererkannte und nun taktlos, unwissend dem Unbehagen, welches sie dem Elb und dem Ross bescherte, auf diese zu schritt.
Die Augen auf den Sattel gerichtet, bemerkte Haldir ihre Unsicherheit. „Es beißt nicht.“
Haldir korrigierte sich und fügte hinzu: „Nun ja, solange man keine Pein über ihn bringt. Er ist sehr eigen.“
'Wie der Reiter, so das Pferd', dachte Meliel und konnte dieser Vermutung so einiges abtun, während sie erahnte, dass dieses eigene Verhalten geflissentlich vom Reiter her überschwappte.
Es bedürfte keiner Worte und Haldir erkannte, dass seine Hilfe anscheinend nötiger war, als man ihm zugetragen hatte. Ein Bein folgte dem Anderen, als er vom Steigbügel stieg und vor Meliel stehen blieb, die zaghaft zu ihm aufschaute und sich erst jetzt der Größe des Elbs bewusst wurde. Sein Blick glitt lässig auf sie hinab, wobei sein Kinn leicht erhoben war und er es genoss, dass die Frau so zu ihm hinaufblicken musste. Sie schien gehemmt, fast schon verklemmt und so hob er eine Augenbraue gänzlich im Bewusstsein, wie er auftrat. „Es scheint mir, ich bringe Euch in Verlegenheit.“
„Gewiss, jeder wäre verlegen im Angesicht des elbischen Geblüts. Doch scheint es mir, dass Euer Reittier sich vor mir scheut.“ Sie hatte ungewohnt selbstbewusst die Wahrheit ausgesprochen und bemerkte verschreckt, wie der Elb sie plötzlich auf sein Pferd hochhob, die Aussage Meliels bewusst unkommentiert lassend. Haldir schwang sich hinterher, wobei der Platz auf dem Sattel nun umfassend bedeckt war, weswegen er bemerkte, wie Meliel sich verkrampfte, als ihr Rücken gegen seine Brust prallte. Leicht beugte sie sich nach vorne, klammerte sich förmlich an die Mähne des Getiers und zog die Beine steif an.
„Ihr solltet Euch entspannen, es liegt ein langer Weg vor uns.“
Ein argwöhnischer Blick der Angesprochenen folgte, wobei Haldir die Skepsis in ihren Augen nicht verborgen blieb und dies dann auch so quittierte:„Tut was Ihr nicht lassen könnt.“
Er erwartete nicht eine weitere Reaktion von Meliel, weshalb er eilig dem Pferd befahl loszureiten und mit Leichtigkeit die Zügel in der Hand behielt.
Der Wind sauste ihnen an den Ohren und nicht selten schien Haldirs Gefährtin zu schwanken, weswegen sie dankbar für die Stütze von Haldir war, obgleich er dies auch nicht mit Absicht tat. Er war es vielmehr gewohnt mit Leichtigkeit aufzusitzen bei sonst so rüttigen Wegen. Ebenso schien sein Pferd geübt sich den Reitern anzupassen, würde doch nie jemand von ihm stürzen.
Bedrängend erschien der Mond langsam am östlichen Firmament, während im Westen die Sonne unterging und sich überwältigt gab. Seichte Kälte löste die Wärme ab, die beinahe hastig zu flüchten schien. Kein Wort war zwischen den Wegbegleitern gefallen, auch wenn Meliel viele Fragen hatte, die ihr auf der Zunge lagen. So konnte man nur an ihrer Mimik erkennen, wie sich die Wasserräder in ihrem Kopfe bewegten. Haldir hatte dies durchaus bemerkt, merkte sogar an, dass sie sprechen dürfte, wenn es sie denn belänge, doch Meliel hatte ihm nur einen Augenaufschlag der Aufgabe geschenkt. Viel zu verworren waren ihre Gedanken, als dass sie gescheite Fragen, die der Antwort bedürften, hätte stellen können.
So kam es auch, dass es erst wieder Haldir war, der nach dem endlosen Ritt über die Gebirgskette seine Lippen zum Sprechen öffnete: „Ihr könnt ruhen, doch ist keine Zeit für eine Rast. Zu nah ist die Gefahr der annähernden Bedrohung. Ruht und ich wecke Euch, wenn wir sichere Gefilde erreichen.“
„Es steht mir nicht nach einer Rast, aber Euch sei gedankt“, erklärte sich die junge Frau, obgleich ihr auch die Lider immer wieder zu fielen. Viel zu eigennützig erschien es ihr, während des Ritts zu schlafen, während der Elb gezwungen ward weiter zu reiten. Und so harrte sie aus, in erschöpfter Haltung, die aber jegliche Steifheit verlor. Ein wissendes Lächeln huschte über das elbische Gesicht, als die Frau sich ungeachtet nach hinten lehnte und sich gezwungenermaßen wach hielt. Ein Kopfschütteln des Amüsiertseins folgte seitens Haldir, ehe seine Miene wieder ernster wurde und er die vorbeiziehenden Wälder skeptisch beäugte.
Die Dunkelheit schien ihnen wie ein Schatten zu folgen. Aus dem Gebirge drang ein verheißungsvolles Flüstern, welches versuchte sich ihrer Sinne zu bemächtigen. Äste und Zweige schienen wie Hände mit knorrigen Fingern nach ihnen zu greifen und in der Ferne sah man ein gleißendes Licht, welches dunkle Worte mit sich brachte und gen Himmel empor schoss. Haldir wusste, dies war nicht der Normalität entsprechend. Der Feind rüstete auf und entsannte seine Macht nach dem Ring, der im Auenland aufgetaucht sein solle.
„Noro lim“, herrschte der Grenzwächter und Hauptmann Haldir, der sich gewiss war, dass Bruchtal zwar fern ward, aber die Kraft der Valar ihren Weg erleichtern würde.
Viel zu beschränkt schien der Geist Meliels, um dies mitzubekommen, weswegen sie eher konfus zu dem Elb schaute, der ihr tief brummend zu flüsterte: „Der Feind naht. Hulsten wird uns keine Sicherheit mehr geben. So müssen wir über den Nin-in-Eilph und an dem Bruinen entlang. Dieses Gewässer untersteht dem Segen des Herrn Elronds.“
Die Worte schienen Meliel, während dieses Ritts im Halse stecken zu bleiben. Haldir schien von Sorge geplagt, welche er ihr nicht mitteilte. Sie wusste um dies, war es doch offensichtlich.
Von diesen Gedanken geplagt, sah auch sie sich um und hätte es ihn nicht gegeben, hätte sie die Situation verkannt. Denn der Wind schien still. Nur die blass leuchtende Sonne, die schwächlich hinter den Wolken schien, verriet, dass es mittlerweile wieder Tage ward und ehe sie sich versahen, kamen sie gegen Mittag an der Schwanenflut, auch Nin-in-Eilph genannt, an.
Haldir schien noch immer angespannt, doch bei Weitem nicht so stark, wie noch vor einigen Stunden. Die Sorge schien sich in Aufmerksamkeit zu wandeln, während er nun langsam vom Pferd stieg. Meliel folgte ihm, doch ehe sie zum Sprechen ansetzen konnte, hielt er sich den Zeigefinger vor die weichen Lippen und brachte sie somit zum Schweigen.
„Gefahr lauert auch hier. Erregt keine Aufmerksamkeit. Hier werden wir unsere Wasserbeutel auffrischen und hier könnt Ihr ruhen.“ Im Verlauf der Worte des Elbenmannes, hatte dieser eine Decke von dem Sattel seines Pferdes gelöst und breitete sie an einer trockenen Stelle aus, auf der nur Moos zu wachsen schien und wo keine Bäume Wurzeln schlugen. „Schlaft, solange Ihr könnt. Sobald der Abend dämmert, reiten wir weiter.“
Unbehaglich stand die junge Frau vor dieser Decke und schaute zögerlich auf Haldir, der sich daran machte ein Feuer zu schüren. „Solltet Ihr Euch nicht auch lieber ausruhen?“
Haldirs kehliges Lachen folgte: „Nein, Müdigkeit liegt mir fern.“ Er schaute amüsiert zu ihr auf, legte einen Arm auf seinem Oberschenkel ab, während er hockte und fügte hinzu: „Ich werde Wache halten. Schlaft ohne Furcht.“ Ein Nicken zur Decke folgte und Meliel tat wie befohlen, wenn auch in Sorge, um diesen Elben. Ihr Köpflein beherbergte nicht viel Wissen, über dieses Volk, welches die Natur mehr schätzte, als der Mensch. Einzig die Sprache lernte sie von Gandalf, wobei sie dieser nur spärlich mächtig war.
Viel zu schnell schien der Schlaf sich ihrer zu berauben, weshalb sie kaum noch die Fragen stellen konnten, die ihr auf der Zunge lagen. Träume verloren sich in düsteren Vorahnungen, während das Flüstern einer kühlen Stimme sie heimsuchte. Entspannung schien gänzlich fern dieser Tage und das Mädchen schien von Alpträumen geplagt.
“I gwath tol“(4), murmelte sie leise im Schlaf und brachte somit Unruhe über ihr Lager. Schweißtröpfchen bildeten sich auf der Stirn Meliels und ließen ihr Haar leicht ankleben. Ihre Lider flatterten in Aufregung und der Mund schien geöffnet, aufgrund der beschleunigten Atmung. Stürmische Bewegungen folgten in kleinen Abständen und Haldir sah sich alsbald in seiner Ruhe gestört. Frustriert legte er sein elbisches Schwert beiseite, welches er soeben noch poliert hatte und schnaufte in seinem Frust.
Leichtfüßig erhob er sich von seinem Platz am Feuer, rutschte ein wenig näher zu der Frau, die ihm gegenüber ruhte und flüsterte sacht und seiner elbischen Wirkung bedacht ein paar Worte:

"Estel a Calad togir tri i fuin
Il awarthag, gwannthar mi i mor
Bado cin len, a il in dai telir
Lasto, i gwaew teg nin bith
Tulon nin nara estel
Ind nin nara calad
im i ninniach i toga
Nan chi bell nin 
Aniron, heno calad nin 
Bado i len
Anim a an cen!"(5)


Die Züge Meliels erweichten und fast schon liebevoll behütet, schmiegte sie sich im Schlaf an Haldirs Hand, die er ihr, während er sprach, auf die Wange gelegt hatte. Haldir schaute im Zwiespalt auf sie hinab. Einerseits empfand er es, als beinahe rührend einen solch zerbrechlichen Menschen wohlbehütet zu sehen, wobei ein anderer Teil ihn vor dem Schatten, der dieses Mädchen umgab, warnte. Die Zeit stand still für einige Sekunden, als der Elb bemerkte, wie seine elbischen Worte an ihm gezerrt hatten. Fast schon schreckhaft entzog er seine Hand und schaute auf das ruhende Wesen, welches nun besänftigter in ihrem Schlaf schien.
Er fragte sich noch bis zum Sonnenuntergang, was dies gewesen war, wusste aber, dass nur Galadriel es ihm womöglich beantworten könne. Bis dahin, sollte er sich auf diesen Auftrag konzentrieren und sich gewappnet halten.

Die Dunkelheit schien unausweichlich... 



Übersetzung:
(4) Meliels Satz:

Die Dunkelheit kommt.

(5) Haldirs Worte:
Hoffnung und Licht führen durch die Nacht,
Wenn du aufgibst, werden sie in der Dunkelheit vergehen.
Gehe deinen Weg, und wenn die Schatten kommen
Höre, der Wind bringt meine Worte
Mein Name ist Hoffnung
Mein Herz ist das Licht
ich bin der führende Regenbogen 
aber du bist meine Kraft
Ich wünsche mir, sehe mein Licht
für dich und für mich! 



 

Fortsetzung folgt...

© Poetic Justice

Autorennotiz

Vorwort: Diese Geschichte hatte ich bereits vor Jahren angefangen. Zuvor hatte ich sie jedoch auf Testedich.de hochgeladen. Jetzt wird sie überarbeitet und hier hochgeladen. Über Rückmeldungen würde ich mich natürlich freuen. Dankeschön. Eure Justice.

P.S.: Der OC mag anfangs wie eine Mary-Sue erscheinen. Doch bitte gibt mir Zeit. Später wird man erkennen, dass dem nicht so ist. Denn nichts ist so, wie es scheint und manchmal muss man zwischen den Zeilen lesen.

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Autor

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Kapitel:2
Sätze:344
Wörter:7.369
Zeichen:43.177

Kurzbeschreibung

[Leicht AU] Eine junge Frau, nirgendwo zuhause und doch sesshaft in Isengard, wo sie Saruman dient. Doch die Zeichen stehen anders, als erwartet und schlimmer als erhofft. Dunkelheit und Licht so verschieden und doch in der Abhängigkeit des Anderen gefangen. Sehnsucht verwischt sich zu einem Schattenspiel, welches nicht einmal die Hochelben erahnen können. Die Banalität zwischen Gut und Böse scheint auf die Probe gestellt, ist die Co-Existenz doch ebenso erwünscht, wie verachtet. Und irgendwo in diesem ganzen Theater ist der Ring auf seiner Reise ins Nichts. [OC x Haldir x ?]

Crossover

Diese Fanfiction wird neben Der Herr der Ringe auch im Fandom Der Hobbit gelistet.
Sie wurde außerdem mit Liebe, Liebesbeziehung (problematisch), Liebesdreieck, Drama (Genre), Schmerz ohne Trost und Fantasy getaggt.