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Wiedersehen

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8.8.2019 18:58
6 Ab 6 Jahren
Homosexualität
Fertiggestellt

Autorennotiz

Pro!Ryoma & Manager!Mizuki

... und halt Fuji/Ryoma

Mit einem längeren Seufzen beobachtete er das Spiel, ließ seinen Blick allerdings immer wieder zu ihm gleiten. Sein Kouhai aus der Mittelschule war eindeutig gewachsen und sah kräftiger und gesünder aus, als früher. Um einiges Anziehender, als er es damals schon für ihn war.

Erneut seufzte er. Inzwischen war sein Kouhai achtzehn und hatte bereits den ein oder anderen Sieg bei größeren Turnieren errungen. Selbst ein Sieg bei einem Grand Slam Turnier schien nicht mehr allzu weit weg, immerhin war er schon das ein oder andere Mal nahe dran gewesen zu gewinnen, seit er nicht mehr bei den Junioren spielte.

Langsam glitt sein Blick zu dessen Trainer und er öffnete seine blauen Augen ein wenig. Ein leichtes Funkeln machte sich in ihnen breit. Er musste mit seinem Kouhai sprechen. Er musste endlich loswerden, was ihm schon lange, seit er die Mittelschule beendet hatte, auf der Seele lastete.

Damals war der Jüngere noch nicht bereit dafür gewesen, dass er ihm etwas gestand. Damals war er ja fast noch ein Kind gewesen. Aber jetzt musste er es tun.

Seine Augen richteten sich auf den kleinen, gelben Ball, den der andere ein paar Mal auf dem Boden aufspringen ließ, bevor er zum Aufschlag ausholte. Er konnte selbst von seinem Platz aus sehen, wie sehr er sich verbessert hatte. Wie nahe er an der Weltspitze war.

Damals hatten sie nie ein komplettes Spiel gehabt. Aber irgendwann hatte er sich auch gedrückt, sich rausgeredet, wenn sein Kouhai ihn um ein Match gebeten hatte. Er hatte ihn damals schon längst überholt, auch, wenn er das nicht wirklich so gesehen hatte.

Das Lächeln auf seinem Gesicht wirkte etwas bitter. Er hatte doch nie eine wirkliche Chance gegen ihn gehabt. Vermutlich war er deswegen ausgewichen.

Als der letzte Punkt beendet war, lächelte er ein wenig und blickte zu ihm. Es hatte sich so viel verändert und dennoch war er irgendwo immer noch der gleiche, wie früher. Nur ein paar Jahre älter und reifer.

Seine Augen richteten sich auf ihn. Er wollte zu gerne mit ihm sprechen. Ihm sagen, was er ihm bedeutete, aber er wusste nicht einmal, was er sagen sollte.

Genau aus dem Grund bewegte er sich durch die Menschen in Richtung Ausgang und verließ einfach nur still die Tribüne, um außerhalb des Stadions schließlich tief durchzuatmen.

Konnte er ihm je wieder gegenübertreten und ihm sagen, was er sagen wollte?

„Fuji.“

Überrascht über die Stimme drehte er sich zur Seite und hob eine Augenbraue, bevor er einfach nur lächelte. Es konnte unmöglich sein, dass er ihn vorher im Stadion gesehen hatte, oder? Das war doch ein Zufall, nicht? „Ist irgendwas?“

„Ich dachte, du willst vielleicht etwas.“ Die Person vor ihm legte den Kopf schief und strich sich durch seine schwarzen Haare, zwirbelte eine seiner Haarsträhnen um einen Finger. Er hatte also immer noch diese Macke. Aber irgendwie war es auch süß. Genauso wie sein Kouhai immer noch ein paar Ähnlichkeiten zu früher hatte.

„Nur, weil ich sein Spiel gesehen habe?“, fragte Fuji ruhig nach und zuckte mit den Schultern.

„Ich denke, Ryoma will dich sehen“, kam es daraufhin zurück, was Fuji ein wenig überrascht seine sonst fast geschlossenen Augen öffnen ließ.

„Warum sollte er mich sehen wollen?“, erwiderte Fuji schließlich und seufzte. Sie hatten sich fünf bis sechs Jahre nicht gesehen.

„Es steht mir nicht zu, dir das zu sagen, was Ryoma dir sagen sollte“, antwortete der andere und ließ seine Hände in den Taschen seiner Jacke verschwinden, bevor er sich wieder zum Kabinengang drehte, „folg mir.“

Fuji seufzte und ging ihm schließlich nach. Früher hatte er den anderen gewissermaßen gehasst. Aber nur, weil er in Sorge um seinen kleinen Bruder war. Inzwischen wusste er nicht einmal, was er gegenüber Mizuki fühlen sollte. In manchen Situationen war es etwas wie Eifersucht. Eifersucht, dass der andere eine so gute Bindung zu Yuuta hatte. Eifersucht, dass er Ryoma so nahe stand, wie kaum jemand.

Vor einer der Kabinen stoppte Mizuki und klopfte kurz, bevor er die Tür einen Spalt öffnete. „Ryoma? Hier will dich jemand sprechen.“

Fuji blinzelte irritiert. Was hieß hier, er wollte den anderen sprechen? Auch, wenn das eigentlich auch stimmte, aber deswegen war er nicht mit Mizuki mitgegangen. Kurz atmete er durch, als er an dem anderen vorbei trat und den Jüngeren musterte. So nahe merkte er erst einmal, wie lange er Ryoma nicht mehr gesehen hatte.

„Fuji...-senpai?“, fing Ryoma ein wenig überrascht an, während er noch ein Handtuch um die Schultern geworfen hatte und nun zu ihm aufsah.

Allein dieser Tonfall und diese ganz bestimmte Art, wie Ryoma ihn nannte, brachte Fuji dazu, dass er absolut keinen Ton herausbrachte. Warum musste der andere auch so sein? Warum brachte er ihn ständig aus dem Konzept?

„Ich lasse euch eine Weile alleine“, drang noch einmal Mizukis Stimme zu ihnen, der kurz darauf die Tür schloss.

Einen Moment blickte Ryoma ihn einfach nur an, bevor er schließlich aufstand und auf den anderen zutrat, ein leichtes Grinsen auf den Lippen: „Wie kommt es, dass Mizuki dich herschleppen musste, Senpai?“

Fuji sah ihn einfach nur irritiert an, während seine Augen geöffnet waren und den anderen musterten. Auch, wenn Ryoma inzwischen ein Stück größer als er geworden war. Dass er bei dem Wort ‚senpai‘, so wie Ryoma es aussprach, ein wenig verlegener wurde, versuchte er abzuschütteln. Warum musste der andere diesen ganz bestimmten Tonfall drauf haben? „Eigentlich hat er mich mehr oder minder gezwungen, weil du mich sehen wolltest.“

Ryoma legte den Kopf schief, trat einen Schritt vor und beugte sich zu Fuji, um ihn einfach zu küssen. Schließlich sah er ihm wieder nur in die Augen.

Fuji starrte ihn überrascht an. Er hätte nicht gedacht, dass sich sein Kouhai so entwickeln würde, aber er liebte diese Seite an ihm irgendwie. „Du weißt schon, dass du mir gerade zugestehst, dass wir ein Date haben werden, oder, Ryoma?“

Ryoma nickte nur, bevor er sich umdrehte und nach seiner Cappie griff, die er sich aufsetzte, bevor er Fuji wieder angrinste: „Mada mada dane, Fuji-senpai.“

Ein breites Grinsen legte sich auf Fujis Lippen. Er war irgendwie froh, dass sich sein Kouhai in manchen Dingen doch nicht so sehr veränderte. Er wollte es gar nicht anders. „Du weißt gar nicht, wie sehr ich dich liebe, Ryoma.“

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Kurzbeschreibung

Fuji besucht seit Langem ein Spiel seines Kouhais ...

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