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Das Leben eines Pokémon-Trainers

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16.2.2019 13:00
Fertiggestellt

In Niederhain, einer kleinen Stadt der Tascun-Region, erwachte eine junge Frau am frühen Morgen, heute sollte ein besonderer Tag für sie werden.

Gähnend rieb sie sich die Augen und schaute sogleich nach einer Uhr.

"Viertel vor Sieben?", fragte das Mädchen erstaunt, "diesmal bin ich wohl früher aufgewacht."

Nichtsdestotrotz stand sie auf, zog sich um und bevor sie aus dem Zimmer ging, schaltete sie den Wecker aus, den sie gestern Abend extra für diesen Tag eingestellt hatte.

"Na ja, du hättest einen fantastischen Job gemacht", sagte das Mädchen als Entschuldigung und ging nach unten, wo sie schon erwartet wurde.

"Oh, Rose, du bist schon wach?", begrüßte ein Herr im Anzug sie, während er die Zeitung weglegte.

"Ja, kann wohl nicht mehr warten Dad."

"Du wirst aber noch Zeit zum Frühstück haben, oder?", es war Roses Mutter Sarah, die in der Kochnische das Essen zubereitete.

"Darauf verzichten? Niemals!", die junge Frau wusste, was Mama gerade kochte.

"Nachtara!", erklang es auf einmal, es war das vierte Familienmitglied, ein Nachtara. Das Pokémon kam aus seinem Schlafplatz und stellte sich erwartungsvoll vor Rose.

"Ach Luna, dich habe ich natürlich nicht vergessen", antwortete das Mädchen freudig, kniete nieder und kraulte es hinter den Ohren, das Wesen piepste vor Begeisterung.

"Schön, dass alle versammelt sind", sprach der Vater geradezu pathetisch, während er von der Couch aufstand. Die anderen wussten nur zu gut, was jetzt kam.

"Meine kleine Rose, heute ist für dich ein großer Tag", er wollte eine feierliche Rede halten während seine Tochter aufstand um auf Augenhöhe zu sein, "du bekommst dein erstes eigenes Pokémon und trittst in die Fußstapfen vieler Trainer, auch unserer Wenigkeit. Dies ist jedoch nur ein kleiner Schritt zu einer großen Reise, die dich erwartet. Du wirst viele Orte besuchen, neue Menschen und Pokémons kennenlernen und zahlreiche Herausforderungen gegenüberstehen. Sei immer frohen Mutes und gib niemals auf, finde deinen Weg."

"Wow Daddy, hast du das estra für mich aufgesagt?", Rose musste dabei kichern, sie konnte nicht anders.

"Yamato-Hase übte das tagtäglich", kommentierte ihre Mutter lapidar.

"Aber Sarah-Schatz, verrat es doch nicht", er wurde verlegen, aber es wich schnell der Bekümmernis.

"Schade, dass ich nicht dabei sein kann, wenn du dein erstes Pokémon wählst."

"Ach Dad, ich werde doch erst morgen meine Reise antreten. Heute wähle ich meinen Starter und ihr könnt ihn abends kennen lernen."

Ihr alter Herr musste lächeln, seine Tochter blieb dieselbe: "Wie sehr meine kleine Rose gewachsen ist."

"Sorry, dass ich diesen Moment unterbreche aber Yamato-Hase, muss du nicht schon langsam los?", fragte Sarah schnippisch.

"Stimmt ja, ich muss jetzt weg", mit diesen Worten verabschiedete sich Yamato und ging, unpünktlich bei der Arbeit zu sein war für ihn ein absolutes Tabu.

"Tauboss", erklang es von draußen, was Roses Vater auch erwartet hat. Er rief sich schon im Vorfeld ein Tauboss vom Pokémon-Express, ein besonderer Service in der Tascun-Region. Ähnlich wie das Poké-Mobil der Alola-Region konnte man hier die verschiedensten Pokémons rufen und ihre Dienste in Anspruch nehmen. Entweder zum Pendeln über Land und Wasser oder auch als Hilfskraft für Umzüge, nur um ein Beispiel zu nennen.

Rose musste grinsen, während sie hörte wie das Tauboss schrie und sich mit kräftigen Flügelschlägen in die Luft erhob. Neben ihren ersten Pokémon erhielt sie auch ein ExpressPhone, also jenes Gerät mit dem man den Service des Pokémon-Express zunutze machen kann. Jeder Trainer, der in Tascun verweilte konnte das in Anspruch nehmen oder auch wenn man einen Antrag bei der Behörde stellte.

Bis das jedoch so weit war, frühstückte sie erst und verabschiedete sich dann von Mum und Luna und ging mit einem breiten Lächeln nach draußen...


"Wie schön doch der Tag ist", Rose konnte sich kaum beklagen, es war ihr Tag. Die Sonne scheinte in einem spärlich bewölktem Himmel und eine leichte Brise wehte durch die Straßen Niederhains. Alle Leute, die das Mädchen unterwegs begegnete waren guter Laune und begrüßten sich mit einem Lachen, so sollte es doch überall sein.

Niederhain war schon eine tolle Stadt, selbst wenn es im Vergleich zu den anderen Orten von Tascun eher eine Kleinstadt war. Dennoch besaß es seinen ganz eigenen Charme und Persönlichkeit. Restaurants und Cafes gab es dort, eine Pension unter Leitung eines Familienbetriebs, ein Wochenmarkt, eine Schule, selbst ein Pokémon-Center war hier zu finden.

Das Beste allerdings sind die Menschen und Pokémons, man kennt sich und hilft sich gegenseitig, Neuankömmlinge sind für die Einheimischen Freunde und Gäste. Rose mochte diese Stadt, in der sie aufgewachsen war und trotzdem wollte sie sich den Traum vom Pokémon-Trainerdasein erfüllen, solch eine Chance gibt es kein zweites Mal. Auch lag es in ihrer Familie, ihre Mutteer war früher selbst eine, sah die verschiedensten Regionen, lernte viele Menschen und Pokémons kennen und kämpfte sogar in vielen Pokémonligen mit. Dad dagegen konnte davon nicht so berichten, er kam nie aus Tascun heraus und dennoch war er froh diese Erfahrung gemacht zu haben.

Rose wusste, dass sie erst am Anfang stand und es ein langer Weg sein wird, doch sie wollte sich dieser Herausforderung stellen. Der erster Schritt hierzu erfolgte in dem örtlichen Pokémoncenter, gut erkennbar an den charakteristischen Dach, egal wo man sich befand, diese Gebäude gaben einem Trainer immer das Gefühl von Vertrautheit und Nähe.

Das Mädchen freute sich, dass es überall auf der Welt solch einen Garanten gibt und ging ein fröhliches Lied summend hinein. Drinnen erstreckte sich ein großes Foyer mit einer Praxis für kranke oder verletzte Pokémons, Läden für den alltäglichen Bedarf oder was man für eine Reise braucht und einen kleinen Cafe. Daneben gab es auch einen großen Bildschirm an der Wand, in der rund um die Uhr Nachrichten aus aller Welt gezeigt wurden und eine Treppe und Lift, die zum ersten Stockwerk führen, wo man sich entspannen kann oder auch zum Übernachten.

Jedoch war Schwester Joy nicht anwesend, was Rose ein wenig irritierte. Obwohl, in Niederhain verirrten sich wenige Trainer und sie sind auch nur auf der Durchreise. Die hier ansässige Schwester Joy übernahm deswegen meist die Funktion einer Gaststättenbetreiberin.

'Vielleicht schlafen sie noch alle', dachte sich die junge Frau und machte es sich, solange sie warten musste auf einem Sofa im Foyer bequem. Ihr Alleinsein blieb glücklicherweise nicht allzu lange, denn wenn man gerade vom Teufel spricht, erschien die besagte Schwester Joy.

"Guten Morgen, kann ich Ihnen weiterhelfen?", begrüßte sie ihren Gast freundlich, wie man immer erwarten würde.

"Ebenfalls einen schönen Morgen", entgegnete Rose zurück, sowohl aus guter Laune als auch aus Höflichkeit, "ich bin eine der Trainer, die heute ihr erstes Pokémon bekommen. Ist Professor Olea anwesend?"

"Ah, verstehe! Sie sind eine der Glücklichen", Schwester Joy klang erfreut das zu hören, es war immer ein besonderes Ereignis wenn jemand seinen Starter wählte, "Sie müssen sich aber noch gedulden. Professor Olea ist noch in ihrem Zimmer und möchte nicht gestört werden. Auch fehlen die zwei anderen Trainer. Es kann nur beginnen wenn alle anwesend sind."

"Kein Problem", Rose konnte warten, davon ließ sie sich nicht abschrecken. Im Gegenteil sie sah sich gar als ein Beispiel der Pünktlichkeit an, wenn das nicht mal ein wenig eingebildet war.

Gerade wollte die angehende Trainerin sich wieder auf der Couch bequem machen, als die Eingangstür erneut aufging und sie sich dem neuen Gast zuwandte. Sie sah ein Mädchen, in ihrem Altern nach, dunkle Haut, lässige Klamotten die zum Wandern geeignet sind und ein großer Rucksack.

"Guten Tag, ich bin Zoey und möchte Trainerin werden. Ist schon alles bereit?", sprach sie munter drauf los mit einem Lächeln. Rose fragte sich ob dieses Mädchen vielleicht ihre Konkurrentin oder Freundin wird. Mum selbst hat eine gute Bekannte namens Sachiko, und diese war selbst einmal eine Rivalin von Sarah gewesen.

Schwester Joy erklärte nochmals den Sachverhalt für die Neue, was dieser auch nicht weiter störte. Stattdessen sah sie Rose und fragte sogleich: "Hey, sind Sie auch wegen des Starterpokémons da?"

"Korrekt. Wenn ich mal mich vorstellen darf, Rose", für die junge Frau gehörte es zum Anstand und Höflichkeit den eigenen Namen zu nennen, wenn der Gegenüber es ebenfalls getan hat.

"Zoey, sehr angenehm aber Sie kennen mich ja schon. Wäre es Ihnen lieber wenn wir uns absofort duzen, immerhin sind wir ja jetzt Kollegen", die Neue reichte dabei die Hand zur Begrüßung, was Rose erwiderte. Sie hatte von Zoey einen guten Ersteindruck, vielleicht könnten die beiden wirklich Freundinnen werden.

"Wie ich sehe, sind die ersten zwei schon da!", rief urplötzlich eine weitere Person, eine Frau und nicht Schwester Joy. Die beiden Mädchen schauten in die Richtung aus der die Stimme kam und sahen, dass es sich um Professor Olea handelte. Roses Herz schlug schneller, sie traf endlich eines ihrer großen Vorbilder.

Diese Frau war eine bekannte Forscherin aus Tascun mit dem Schwerpunkt Pokémon-Typen. Dabei untersuchte sie, warum es so viele unterschiedliche Typen gab, wie sie entstanden sind, welches war der erste und warum manches Pokémon in Laufe der Evolution ihren Typus veränderte. Ihre Arbeiten wurden hochgelobt und sie konnte sich in eine Reihe mit Eich, Birk und Esche stellen. Daneben war Professor Olea auch ein gern gesehener Gast bei Fernsehsendungen und sie zierte viele Cover von Zeitschriften, sowohl Fachblätter als auch Illustriete.

"Guten Morgen Professor Olea", begann Zoey munter nach ihrer Art, "ich freue mich Ihre Bekanntschaft machen zu dürfen."

"Ganz meinerseits", fügte Rose noch hinzu, mehr musste sie nicht sagen.

"Schön solche leidenschaftliche und freundliche Trainer zu treffen. Wenn dann auch der Dritte im Bunde kommt, kann es beginnen", Olea war sich bester Dinge, die beiden angehenden Trainer hatten schon mal einen guten Charakter, das konnte sie erkennen.

Auch der besagte Dritte ließ sich nicht auf sich warten, ein junger Mann betrat das Foyer des Pokémoncenters, rötlich braune Haare, ernster Blick.

"Morgen, Andre", mehr sagte er nicht zur Begrüßung, Rose meinte, dass dieser ein eher schweigsamer Typ war und wohl eher selten lacht.

"Schön, dass nun endlich alle da sind", Professor Olea begann nichtsdestotrotz mit einer formellen Rede, "ich muss es ja nicht erwähnen, wahrscheinlich sagten es euch die Eltern schon oft genug, aber für euch beginnt ein neues Kapitel im Leben, ihr werdet durch den Erhalt des ersten Pokémons ein Trainer und begeht eine Reise, den Weg jedoch und das Ziel bestimmt ihr selbst.

Bevor ich die drei Starter zeige, möchte ich gerne wissen, was eure Ziele sind, die ihr verfolgt. Was wäre den ein Mensch ohne einen Traum."

Sie erwartete, dass jemand von dem Trio anfing und Rose entschied es als Erste zu tun: "Ich möchte gerne die Welt sehen, viele Leute und Pokémons kennenlernen und mir einen Namen als Trainerin machen."

Das Mädchen wusste zugegebenermaßen selbst nicht, was sie im Trainerleben erreichten wollte, die Pokémon-Liga gewinnen oder einen anderen Pfad einschlagen. Na ja, viele vor ihr waren ohne ein bestimmtes Ziel um die Welt gereist und erkannten erst  viel später, was sie wirklich machen wollten. Deswegen machte sie sich keinen Kopf, sicherlich  würde sich schon irgendwas anbahnen.

"Ich möchte gerne eine Wasserpokémonmeisterin werden und gegen die besten antreten", gab Zoey dagegen zur Antwort, sie besaß von Anfang an einen Traum.

"Verstehe, eine wird ihre Bestimmung suchen und die andere hat es vor Augen", kommentierte Olea amüsiert, "was ist mit Ihnen, Andre?"

Sie blickte ihn dabei erwartungsvoll an, auch Rose und Zoey schauten ihn neugierig an, dieser jedoch rollte genervt mit den Augen, er hatte keine Lust zu reden, tat es dennoch und es schnell hinter sich zu haben: "Es gibt da jemand gegen den ich kämpfen möchte. Dazu muss ich guter und starker Trainer sein."

"Meint er vielleicht den Champ?", Zoey flüsterte das diskret in Roses Ohr, er sollte es nicht hören. Rose selbst war sich nicht wirklich sicher, es könnte jeder sein, der Champ, ein starker Trainer oder eine Kampfkoryphäe. Von dieser Sorte gab es in der Welt viele und es ist schon eine große Ehre gegen solch einen antreten zu dürfen.

"Ohne große Umschweife präsentiere ich euch die drei Starter", Olea holte aus ihrem Kittel drie Pokébälle hervor und rief Glumanda, die Feuerechse, Bisasam, das Pflanzenpokémon und zuguterletzt Schiggy, den Wasserstarter hervor.

"Dies sind die Starter, die sowohl in Kanto als auch in Kalos eingesetzt werden, auch in Tascun. Wählt euch nun euren Partner und trifft keine Entscheidung, die ihr später bereut."

Nun waren die angehenden Trainer an der Reihe, die große Frage war nur, wer welchen Starter haben wollte und ob es ohne große Reibereien laufen würde.

"Ich nehme das Glumanda", Andre ergriff als erster die Initiative und ging zu der kleinen Feuerechse, die ihn neugierig ansah, fast so als wären sie dazu berufen Partner zu werden.

"Glu...", piepste esmit großen Augen und Andre selbst lächelte zufrieden, "wir werden zusammen viel erreichen."

Da es auch keine Einwände von den beiden Frauen gab, überließ Professor Olea den Pokéball von Glumanda Andre, nach ihrer Ansicht verlief es ohne Probleme. Der junge Mann rief seinen Partner in den Ball zurück, nickte den Anwesenden aus Höflichkeit und verließ das Pokémoncenter ohne wenn und aber, er war nur wegen dieses Ereignis hergekommen.

"Wollte er nicht warten und mit uns reden. Ich hätte ihn gerne noch etwas näher kennengelernt", Zoey sprach ihre Gedanken laut aus, sie konnte kein Blatt vor dem Mund nehmen.

"Menschen sind unterschiedlich, da kann man nichts machen. Vielleicht ist er einer von diesen Leuten, die auf einen coolen Einzelgänger tun", das war die Meinung von Rose, sie wollte über Andre nicht mehr weiterdenken und lieber jetzt ihren Starter wählen.

"Zoey, welches Pokémon wählst du?", fragte sie sogleich, obschon sie die Antwort wusste.

"Schiggy natürlich! Ich möchte eine Wassermeisterin werden. Hast du ebenfalls ein Auge darauf geworfen", Zoey machte sich Sorgen darum, dass es vielleicht zu einem Zank wegen des Schiggys kommen könnte. Sie hoffte, dass es dem nicht so wäre.

"Nein, ich nehme Bisasam", Roses Antwort beruhigte ihre Rivalin und auch Olea stieß einen Seufzer der Erleichterung aus, nicht immer ging es so einwandfrei und glatt von der Bühne. Manchmal kam es nach Erfahrungen ihrer Professorenkollegen auch zu wüsten Streitereien.

So erhielten die beiden schließlich ihre Starter und gaben sich im gegenseitigen Respekt und Achtung die Hand. Sie mussten dabei lachen und Rose war sich der Meinung sicher, dass Zoey eine gute Freundin sein wird.


"Ein Bisasam also?", Yamato war über die Wahl seiner Tochter sichtlich erstaunt, während das besagte Pflanzenpokémon mit Nachtara spielte, "ich hatte eher an Glumanda oder auch an Schiggy gedacht."

"Mir hat es einfach schon vom ersten Anblick an gefallen. Bigwood ist einfach süß", gab Rose läppisch zur Antwort.

"Bigwood?  Du nennst so dein Bisasam?", er hatte eigentlich nichts dagegen einzuwenden, dennoch schwirten in ihm Fragezeichen durch den Kopf, warum ausgerechnet dieser Spitzname.

"Ganz einfach, seinen Partner zu benennen stärkt die Bindung. Ich werde mein Bisasam mit großer Hingabe trainieren und wenn es sich weiterentwickelt, wird er seinem Namen mehr als gerecht."

"Bisa...", ihr Bigwood erschien vor ihr, als hätte er geahnt, dass die beiden über ihn redeten.

"Siehst du Dad! Bigwood ist sehr clever", Roses Freude kannte keine Grenzen und sie streichelte ihr Pokémon sanft am Kopf, was diesen ein zufriedenes Quiecken entlockte.

"Sag mal Rose, wer waren die anderen Trainer, die sich Glumanda und Schiggy genommen haben", Mum interessierte es aus reiner Neugier.

"Gerne, also der erste ist ein Junge namens Andre" ihre Tochter redete munter von den beiden, sie kam sich ein wenig wie Zoey vor, aber auch nur in der Gegenwart von Mum und Dad, "er spricht gerade nicht viel und nahm sich ohne große Umschweife den Feuerstarter. Meinte, dass sie ein gutes Team abgeben würden und verschwand danach. Eins noch, dieser Andre sagte, dass er gegen irgendjemanden antreten will, wer es aber ist, keine Ahnung."

"Hm", Sarah schien das nachdenklich zu machen, was dem Mädchen nicht unbedingt gefiel, es könnte vielleicht was in nächster Zeit schlechtes passieren, "es ist zwar nur eine Vermutung und hoffe selbst, dass sie nicht zutrifft, aber er könnte von der Sorte Trainer sein, die nach Stärke streben.

Ich bin schon während meiner Zeit damals vielen davon begegnet und sie behandeln ihre Pokémons nicht immer gut. Schwache werden von ihnen ausgesetzt und die Fähigeren zu Höchstleistungen gebracht, meist zu dem Zweck irgendejemanden zu besiegen, Champ oder Kampfkoryphäe sei dahingestellt."

Rose konnte nicht glauben, was sie da hörte, Andre hatte eigentlich einen höflichen, wenn auch nicht sozialen Eindruck gemacht. Sie selbst wusste ja, dass es von Mum erwähnte Trainertyp gibt, aber in Natura war das eine andere Sache. Hoffentlich ging es dem Glumanda gut, wer wusste, was passieren könnte.

"Rose, erzähl doch von der anderen", warf Yamato in die Runde, er sah wie sich die Stimmung drückte, warum musste sein Schatz auch unbedingt das ansprechen, es sollte ein fröhlicher Abend werden.

"Stimmt! Da war ja noch Zoey, ein nettes Mädchen, hegt den Traum eine Wassermeisterin zu werden. Ich kam mit ihr leicht ins Gespräch und meine auch, dass sie eine gute Freundin sein denn eine Rivalin", Roses Laune hellte sich davon auf, was ihren Dad erfreute, seine spontane Idee funktionierte.

"Das freut mich für dich", auch Sarah schien wieder bester Dinge zu sein und lächelte, das Ganze erinnerte an sie als sie selbst jung war und an Sachiko, ihre Rivalin und spätere Freundin.

"Aber das war noch nicht alles", Rose musste dabei grinsen, gar angeben, "nach den Erhalt der Starter ging ich mit Zoey noch zum Rathaus, wo wir unsere ExpressPhones erhielten, quasi als Bonus für angehende Trainer."

Sie zeigte voller Stolz ihr Gerät Mum und Dad, es wird schon früher oder später seine Dienste leisten. Dieses technische Wunderwerk glich einem Smartphone mit großem Display auf dem viele Apps für die Reise bereits vorinstalliert waren, die Farben wurden in Rot und Weiß gehalten wie bei einem klassischen Pokéball.

Neben der Software mit der man ein Hilfspokémon rufen kann, gab es auch eine Navigations-App, eine für Nachrichten und das Highlight eine Pokédex-App. Dieses Programm war eine Enzyklopädie über die vielen Pokémonarten, zu jeder standen interessante Informationen, seine Lebensgewohnheiten, sein bevorzugtes Habitat und was es noch sonst gibt.

Zudem beinhaltete es, und das war das Beste daran, einen Scanner. Wenn man unterwegs war, zum Beispiel in einem Wald oder Höhle und ein dir unbekanntes Pokémon tauchte auf, so konnte das ExpressPhone mit Hilfe einer Kamera das Wesen identifizieren und die dazugehörigen Daten liefern.

Rose sprach ein Lob auf die Entwickler des Gerätes, dass allerdings einen Manko hatte, damit konnte man nicht telefonieren. Hier musste das normale Smartphone herhalten, fairerweise konnte man aber mit dem Expressphone wenigstens einen Notruf aussenden.

Nichtdestotrotz war das Mädchen froh solch ein multifunktionales Gerät zu besitzen, nicht jedem ist das vergönnt. Ihr Dad und auch Mum selber besaßen zwar früher ExpressPhones, aber nach der Beendigung ihres Trainerlebens gaben sie die Geräte ab. Später dann stellte Yamato einen Antrag um den PokémonExpress zu nutzen, hauptsächlich den Taubosstransport. Dies reichte ihm auch völlig aus um damit zur Arbeit ins entfernte Mayence pendeln zu können. Einzige Alternativen wären sonst eine zweistündige Zugfahrt oder der Umzug in eines der kleinen aber teuren Appartments der Megacity.

Yamato wurde wehmütig als er an seine Zeit dachte, die Abenteuer, die Menschen, die Erfahrungen und nun war seine Tochter an der Reihe.

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Kurzbeschreibung

Rosé lebt das, wovon viele träumen, sie ist eine Pokémontrainerin. Gemeinsam mit ihrem Bisasam geht sie auf große Abenteuerreise mit all ihren Höhen und Tiefen.

Kategorisierung

Diese Fanfiction wurde mit Abenteuer getaggt.

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