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Licht und Schatten einer anderen Welt

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16.7.2017 15:09
16 Ab 16 Jahren
Homosexualität
In Arbeit

Eine geradezu gespenstige Stille umgab Kuroko, als er durch die Lagerhalle schlich, während er sich von seinen Freunden entfernte. Es war nicht seine Mission, die Mitglieder dieser Gang zu infiltrieren. Seine Aufgabe lag im Hintergrund. Er sollte das finden, was diese Gang versteckte. Was, nach Informationen ihrer Agentur, hier war. Kuroko war nie dafür vorgesehen zu kämpfen, auch, wenn er eine Kampfausbildung genossen hatte, aber sein Hauptauftragsgebiet lag darin, ohne gesehen zu werden, die feindliche Basis zu infiltrieren. ‚Das ist deine spezielle Fähigkeit, Tetsuya‘, hallten Akashis Worte in seinem Kopf wider und er lächelte ein wenig, als er eine weitere Tür vorsichtig aufschob. Seine Aura war so minimal, dass er nicht einmal von seinen Freunden immer gesehen wurde. Es war seine spezielle Fähigkeit, die ihm immer wieder zu nutzen kam.
Seine Schritte hallten in der Stille des nächsten Raumes wider und seine Augen richteten sich auf eine Wand, die kristallklar schimmerte. Das Licht in dem Raum war nicht sonderlich hell, aber wurde von der Kristallwand reflektiert. Kuroko blinzelte ein wenig und blieb schließlich davor stehen, nur wenige Zentimeter von der Wand entfernt, während seine hellblauen Augen das fixierten, was sich auf dem Kristall zeigte.
Er streckte seine Arme aus und berührte die Kristallwand, hinter der sich Bilder seiner Freunde befanden, die ihnen eindeutig glichen. Waren es nur Bilder oder was war das? Warum kam es ihm so vor, dass es mehr als das war?
Seine Augen richteten sich auf die sechste ‚Person‘, die in dieser Kristallwand in sein Sichtfeld fiel und er blinzelte ein wenig mehr. Starrte in die Augen dieser Person. Während das rechte hellblau war, war das linke rot. Die Haare desjenigen waren ebenfalls nicht einfarbig hellblau, sondern besaßen einige, rote Strähnen. Kuroko hatte so ein Gefühl, als wenn er etwas besonderes fühlte, weswegen er sich nicht traute, den Blick zu ihm abzuwenden.
Endlich. Du bist Kuroko Tetsuya, nicht?
Die Stimme kam ihm komisch vor, als er sie hörte, als wenn derjenige nicht richtig zu ihm sprach, sondern eher nur in seinen Gedanken zu hören war. Aber wieso? Wer war er? Was genau ging hier eigentlich vor? Was hatte es damit auf sich, dass diese Personen in der Kristallwand seinen Freunden so sehr glichen? „Ja, aber ... wer bist du?“, fragte er schließlich leise nach, seine Hände weiter auf dem Kristall ruhen lassend, während er den Blickkontakt zu dem anderen nicht unterbrach.
Ich habe auf dich gewartet. Auf jemanden, wie dich, der mir so sehr ähnelt, um Hilfe für meine Welt zu bekommen ...
„Du hast auf mich gewartet? Und was genau meinst du damit, dass du Hilfe brauchst?“
Ich würde das ganz gerne erklären, wenn wir zusammen bei mir sind. Es kostet mich Kraft so mit dir zu sprechen. Vertraust du mir, Tetsuya?
Kuroko schluckte, als er diese Stimme in seinen Gedanken hörte. Genauso wie er ein wenig zusammenzuckte aufgrund dessen, dass diese Person ihn ‚Tetsuya‘ nannte. Niemand, nicht einmal seine Eltern, nannten ihn bei seinem Vornamen, mit Ausnahme von Akashi. Es fühlte sich seltsam an, wenn es nun jemand anderes tat. Erst recht, wo er ein Gefühl der Wärme spürte, als wenn er ihm wirklich vertrauen konnte. Obwohl er nicht einmal wusste, wer derjenige war, aber es fühlte sich zu richtig an. Er spürte, dass er einfach nur nach Hilfe schrie und Kuroko wusste, dass er es nicht mehr ablehnen konnte. Er wusste von dem ersten Moment, als er diesen Raum betreten hatte, dass hier etwas war, was er nicht greifen konnte und was ihn anzog, ohne dass er es in dem Moment hatte begreifen können. Aber jetzt war er sich sicher, dass es von Beginn an hier gewesen war. „Ich vertraue dir.“
Das freut mich, Tetsuya.“ Nachdem diese letzten Worte in seinen Gedanken widerhallten, spürte er, wie sich etwas von ihm löste und gleichzeitig etwas in ihm ausbreitete, was er nicht beschreiben konnte. Bevor er sich versah, fühlte er, wie etwas in ihm war und die Kontrolle über sein Bewusstsein übernahm. „Es tut mir Leid, Tetsuya, aber ich werde aufpassen, dass deinem Körper nichts passiert. Außerdem ... habe ich es ihm versprochen.“ Nachdem er diesen Gedanken zu dem anderen überbracht hatte, öffnete er seine unterschiedlichfarbigen Augen und starrte von der anderen Seite der Kristallwand in diese hinein. Er hatte nicht viel Zeit, um die anderen aufzuspüren und mit ihnen zurückzukehren.
Seine Schritte aus dem Raum mit der Kristallwand, hinter der die Erscheinungen der anderen waren, waren fester als Kurokos, als er langsam das Gebäude durchschritt. Er konzentrierte sich einzig und allein darauf Kurokos Freunde zu finden, während er seine Hand zu seinem hellblauen Auge gleiten ließ und etwas, was wie ein Lichtstrahl wirkte, daraus erschien. Kurz darauf hielt er ein Schwert mit einer schwarzen Klinge in der Hand. „Ich habe nicht viel Zeit. Er wartet auf meine Rückkehr. Er braucht mich.“ Er umklammerte den Griff des Schwertes und schritt weiter, lauschte der Umgebung, so dass er in einem der nächsten Räume fand, was er gesucht hatte. Er wusste, dass seine Aura anders war, als Kurokos, obwohl sie sich so ähnelten und er spürte, dass dessen Freunde erstarrten, als sie ihn sahen. Mit Ausnahme einer Person. ‚Akashi Seijuro-kun, huh? Es ist ... schön dich hier zu treffen‘, ging es ihm gedanklich durch den Kopf, während er neben ihn trat und sein Schwert in die Höhe hob, bevor er es auf dessen Gegner herabsausen ließ und ihm mit einer einfachen Bewegung den Kopf abschlug. Es störte ihn nicht, dass die anderen ihn daraufhin schockiert ansahen.
„Wer bist du?“, hörte er Akashi fragen, als dieser seinen Kopf zu ihm drehte, ‚Kuroko‘ mit seinen roten Augen musternd, da er genau spürte, dass derjenige neben ihm ‚nicht‘ Kuroko Tetsuya war. Auch, wenn er ihm ähnelte, zumindest ein wenig.
Die Person in Kurokos Körper lächelte verschmitzt und ließ den Arm mit dem Schwert zur Seite hängen, während er nun geradewegs zu Akashi sah. „Ich hätte mir denken können, dass du weißt, dass ich nicht Kuroko Tetsuya bin. Es freut mich, dich zu treffen, Akashi Seijuro. Du hast dir einen beachtlichen Ruf gemacht, selbst in meinem Universum.“ Seine Lippen hatten sich während des Sprechens zu einem Grinsen verzogen. Der Kampf hatte sich damit beendet, dass er dem Anführer dieser Gang den Kopf abgeschlagen hatte.
Akashi hob eine Augenbraue und sah ihn mit einem eindringlichen Ausdruck an. „Du solltest mich nicht reizen, sondern mir sagen, wer du bist. Und was du mit Tetsuya gemacht hast.“
Die Person lachte daraufhin nur uns seine unterschiedlichen Augen blitzten auf, bevor er wieder grinste: „Tetsuya geht es gut. Ich habe versprochen, dass ich ihm nichts antue.“ Er bemerkte in einer kurzen Pause, wie Akashis Augenbraue zuckte, während sich in einem seiner Augen ein leichtes goldgelb spiegelte. Ah, er erinnerte sich daran, dass er ihm davon erzählt hatte, dass niemand außer Akashi Seijuro das Phantom dieser Welt mit ‚Tetsuya‘ ansprach. „Mein Name ... ich werde ‚Shadow‘ genannt. Meinen richtigen Namen kennen nur meine Mutter und mein Bruder, aber selbst sie ... nennen mich nicht so. Es liegt an dem, was in meinem Universum passiert.“ Er fuhr sich durch seine Haare, die genauso wie in seiner Welt inzwischen von einigen, roten Strähnen durchzogen waren. „Ich – nein, wir – brauchen eure Hilfe. Deswegen habe ich Tetsuya gerufen. Wie gesagt, ich habe versprochen, dass ich ihm nichts tue, aber ich brauche seinen Körper.“
„Du willst uns sagen, dass Tetsu ... von dir kontrolliert wird?“, fing Aomine an und legte den Kopf schief, während er den anderen skeptisch musterte.
„Tetsuya hat mir freiwillig die Kontrolle übergeben“, entgegnete Shadow ruhig, während er ihn kurz ansah, bevor er seine Aufmerksamkeit wieder zu Akashi lenkte, „bitte, wenn ihr uns nicht helft, könnte es irgendwann auch auf euch zukommen. Auf eure Welt.“
Ein wenig seufzte Akashi, bevor er seine Augen für einige Sekunden schloss. Schließlich sah er den anderen wieder ruhiger an, das kurze, goldgelbe Aufleuchten in seinem Auge hatte sich wieder verzogen. „Ich vertraue dir nicht, Shadow. Aber Tetsuya tut es scheinbar und ich will ihn nicht alleine mit dir lassen.“ Er drehte sich zu den anderen und sah sie fragend an: „Es liegt an euch, ob ihr uns begleitet.“
„Glaubst du, wir lassen Kuroko-cchi im Stich?“, entgegnete Kise und grinste, „oder dich. Wir sind ein Team, Akashi-cchi!“
„Ich werde bestimmt nicht hierbleiben, wenn ich weiß, dass Tetsus Körper von jemandem kontrolliert wird, also ja, ich komme mit“, sagte Aomine und verschränkte seine Arme hinter seinem Kopf, musterte Shadow argwöhnisch.
„Ich werde auch nicht hier bleiben. Wenn du gehst, komme ich mit, Akashi“, fing Midorima an und schob seine Brille etwas zurecht.
„Ich bleibe auch nicht hier, wenn ihr alle geht“, murmelte Murasakibara vor sich hin, „außerdem können wir Kuro-chin nicht damit alleine lassen ...“
Shadow musterte die anderen, bevor er ruhig lächelte und sich in Richtung des Raumes mit der Kristallwand bewegte: „Ich bringe euch in meine Welt und dort werde ich euch alles weitere erklären. Ich sollte euch allerdings warnen. Ihr solltet nichts auf eigene Faust unternehmen. Es könnte euch euer Leben kosten, wenn ihr von jemandem unserer Feinde gesehen werdet. Wir haben ... spezielle Fähigkeiten dort.“ Daraufhin sah er zu dem Schwert, was er noch in der Hand hielt, bevor er es nach einer kleinen Konzentrationsphase wieder verschwinden ließ.
Als sie in dem Raum mit der Kristallwand ankamen, sah Shadow noch einmal zu den anderen, während er bereits dabei war, ein paar magische Formeln vor sich erscheinen zu lassen, was sie in die andere Welt bringen sollte. Dabei blickte er ernst zu den anderen: „Jeder dort wird euch vermutlich zuerst mit Skepsis und Argwohn begegnen, solange sie nichts wissen. Haltet euch in meiner Nähe auf und euch wird nichts passieren.“ Er beendete seine Konzentration und lächelte ein wenig: „Sollte euch jemand alleine finden, der nicht Bescheid weiß ... nun ... ihr habt gesehen, wie schnell ich den Anführer dieser Gang hier besiegt habe, nicht?“ Er wartete keine Erwiderung ab, sondern sorgte dafür, dass seine Magie sie zusammen in sein Universum brachte.

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Kurzbeschreibung

Während seine Freunde den Auftrag haben, eine Gang auszuschalten, hat Kuroko den Auftrag, nach etwas zu suchen, was das "Tor" zu einer anderen Welt ist. Als er allerdings eine kristallklare Wand findet, in der sich Ebenbilder seiner Freunde zeigen, bekommt er von einer sechsten Person gesagt, dass sie Hilfe brauchen ... und Kuroko hat ein merkwürdiges Gefühl, dass er ihm vertrauen kann, auch, wenn er nicht weiß, wieso. Was verbirgt sich hinter der Person, die sich den anderen als [b]Shadow[/b] vorstellt? Was ist das für eine Gefahr, die sie aufhalten sollen und schaffen sie es zu verhindern, dass es irgendwann auch ihre 'normale' Welt betrifft?

Kategorisierung

Diese Fanfiction wurde mit Alternativuniversum und Zauberei/Magie getaggt.

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