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Eine (nicht so) normale Family-Story?!

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22.11.2019 0:56
6 Ab 6 Jahren
Homosexualität
Fertiggestellt

Er war eindeutig zu müde, als er sich am Morgen in das Hauptquartier der Mafia schleppte.
Dennoch hatte er keine andere Wahl, weil er wusste, dass er einen Bericht von ihrer vergangenen Mission zu schreiben hatte. Und Chuuya bezweifelte, dass sein Partner ihm etwas davon abnahm.
Vielleicht hätte er am vergangenen Abend doch das ein oder andere Glas weniger trinken sollen.
Aber es war einfach so anstrengend, wenn er mit Dazai auf einer Mission war. Er brauchte einfach Ablenkung, um den Tag zu vergessen. Es war viel zu gut und einfach, seine Wut in dem Alkohol zu ertränken, auch, wenn er gerade die Nachwirkung davon ertragen musste.
Er grummelte und ließ sich auf seinem Stuhl in dem Büro nieder, seufzte heftig auf. Es war ja nicht zu ändern und er war zu pflichtbewusst, um Mori mit diesem Bericht warten zu lassen. Oder darauf zu warten, dass sein Partner irgendetwas für ihn tat.
Wenn er raten würde, würde er davon ausgehen, dass Dazai gerade unterwegs war, sich eine neue Selbstmordmethode auszudenken oder auszuprobieren.
Warum war er nur mit so einem inkompetenten, idiotischen Genie gestraft, der ihn regelmäßig aufregte?
„Uh-uh, Chibi wirkt aber gestresst.“
Chuuyas Augenbraue zuckte, als er die Stimme hörte und aufsah, geradewegs zu seinem nichtsnutzigen Partner, der gerade die Tür hinter sich schloss. „Ach, auch mal die Nerven, mir zu helfen?“
„Hmmm~“, fing Dazai an und legte den Kopf schief, „Chuuya wirkt übermüdet.“
„Ach nein“, grummelte Chuuya und sah genervt zurück, „wenn ich nicht ständig dich ertragen müsste, hätte ich bestimmt besser geschlafen.“
„Entschuldige, dass ich dich nicht hab schlafen lassen, Chu-Chu“, sagte Dazai schmunzelnd und trat zu ihm, blieb direkt vor Chuuya stehen und beugte sich zu ihm runter, „war wohl doch zu lang für meinen Chibi?“
„Huuuuh?“, machte Chuuya und sah auf, blinzelte überrascht, als er geradewegs in Dazais Augen blickte, „wovon zum Teufel redest du da?“
Dazai schmunzelte, legte seine Hand an Chuuyas Kinn und beugte sich dann etwas weiter vor, um ihm einen kurzen Kuss auf die Lippen zu hauchen. So kurz, dass Chuuya nicht einmal reagieren konnte, um dem anderen einen Schlag zu verpassen.
„Wa- Dazai!“, brummte Chuuya und blickte ihn dunkel an.
„Also gestern hast du mich noch ‚Osamu‘ genannt, Chu-Chu“, fing Dazai an und sah ihn mit einem leichten Schmollen an, „sag bloß, du hast vergessen, was wir nach der Mission getrieben haben?“
„Wa–was?“, erwiderte Chuuya, blinzelte und schüttelte den Kopf, „das meinst du gerade nicht-? Du und ich?“ Er weitete die Augen, als Dazai ihn nur angrinste. Chuuya war sich nicht sicher, ob Dazai ihn gerade verarschte oder es wirklich ernst meinte. Immerhin war der andere sonst auch schnell dabei, ihn zu ärgern. „... So viel Amnesie kann ich gar nicht haben, Idiot!“
„Hm-hm“, machte Dazai und schmunzelte, „so sehr ich dich auch gerne aufziehe, so sehr ist es auch absolut die Wahrheit, Chuuya.“
Chuuya blickte ihn direkter an, sah seinem Partner in die braunen Augen und suchte etwas darin, was ihm sagte, dass Dazai ihn gerade absolut, komplett, total verarschte. Das konnte einfach nicht stimmen.
Niemals. Unter keinen Umständen!
Dennoch fand er nichts, was auch nur andeutete, dass Dazai ihn gerade verarschte und er war sich doch sicher, dass er mehr für ihn empfand, also warum sollte er es nicht akzeptieren? „Du meinst das wirklich ernst?“
„Auf jeden Fall!“, sagte Dazai und nickte heftig, „und damit du mir glaubst, lass uns ausgehen.“
„Ausgehen? So- so wie ein Date? Lädst du mich ein?“ Chuuya blickte ihn skeptisch an.
„Versprochen“, grinste Dazai ihn an, „und ja, ein Date. Du und ich.“
„Gut“, seufzte Chuuya und lehnte sich zurück.
„Oh“, machte Dazai kurz darauf, was dafür sorgte, dass Chuuya seine Augenbrauen zusammenzog und den anderen ansah, wie er zur Tür wanderte und diese fröhlich öffnete, kurz darauf einen kleinen Jungen von vielleicht vier Jahren an der Hand hielt, „wo das mit uns geklärt ist, das ist Akutagawa. Hab ihn auf dem Weg hierhin gefunden. Wir können ihn doch adoptieren, oder?“
Chuuya blinzelte, sah zu Dazai, zu Akutagawa und wieder zu seinem Partner. Was war hier bitte gerade passiert, dass er von einem Moment auf den anderen in einer Beziehung mit seinem idiotischen Partner war und dazu noch ein kleines Kind adoptierte?

 

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Eigentlich hatte sich Chuuya darauf gefreut, einen freien Abend zu haben, sich es in seinem Sessel vor dem Kamin gemütlich zu machen und in einem Buch zu lesen.
Sein Freund war bis Morgen mit einem ihrer beiden Kinder unterwegs und Atsushi war eindeutig das weniger große Problem der beiden Kinder.
Er hätte nicht gedacht, dass er plötzlich die Tür aufgehen hörte und den siebenjährigen Jungen eintreten sah, in ein viel zu langes, schwarzes Kleid gekleidet, während er ein dunkelrotes Buch in der Hand hielt. „Papaaa!“
„Atsushi?“, erwiderte Chuuya und hob eine Augenbraue, ignorierte erst einmal die Frage, wieso sein jüngster Sohn in diesem Kleid steckte, welches er als eines seiner Undercover-Outfits erkannte, was er mal bei einer Mission zusammen mit Dazai getragen hatte.
„Was ist das?“, guckte Atsushi ihn mit großen Augen an, ging auf ihn zu und hielt ihm das Buch entgegen.
„Hm?“, machte Chuuya und musterte das Buch, hob eine Augenbraue und grinste etwas vor sich hin, als er es erkannte, „das ist mein altes Poesiealbum.“ Er wusste gar nicht, dass er das noch hatte. Überhaupt konnte er sich gar nicht erinnern, wo er das hingetan hatte. Es war ein Wunder, dass Atsushi es gefunden hatte.
„Was ist das?“, fragte Atsushi nach und kletterte kurz darauf zu Chuuya auf den Schoß, „da stehen lustige Wörter drin.“
„Da haben ein paar Freunde vor einer Weile was reingeschrieben“, erwiderte Chuuya und schmunzelte ein wenig, „so als Erinnerung an sie.“
„Papa auch?“, guckte Atsushi ihn aus großen Augen an.
„Hmm, wenn, dann bestimmt irgendwas, was mich ärgern sollte“, erwiderte Chuuya und verdrehte die Augen, strich seinem Sohn durch die Haare, „er war- nein, eigentlich ist er immer noch so.“
„Aber Papa hat dich doch lieb, oder?“, fing Atsushi an und drückte sich gegen ihn, „und du hast Papa lieb?“
„Natürlich haben wir uns lieb“, erwiderte Chuuya und schmunzelte, „du hast Aku doch auch lieb, oder?“
„Hmmm, Aku-nii-san ist immer so gemein zu mir!“, brummte Atsushi und zog einen leichten Schmollmund.
Chuuya grinste und wuschelte ihm nur weiter durch die Haare. „Dennoch beschützt er dich ständig, oder?“
Atsushi legte den Kopf zur Seite, lehnte sich dann wieder gegen Chuuyas Brust. „Ja ... Aku-nii-san sagt, dass niemand mir etwas antun darf, sonst wird er böse!“
„Siehst du“, erwiderte Chuuya schmunzelnd, „er hat dich gern und jetzt ... sag mir, was du da anhast?“
Atsushi zuckte etwas zusammen und rutschte ein Stück zurück, ohne sich von Chuuyas Schoß zu bewegen. „Uh ... ich hab ein bisschen gespielt und dann das Buch gefunden ...“
Chuuya hob eine Augenbraue und bemerkte, wie sich Atsushis Wangen rot färbten, worauf er ihm einen kurzen Kuss auf die Stirn hauchte. „Du siehst gut aus, Atsushi.“ Immerhin musste es nichts heißen, wenn Atsushi ein wenig seine Sachen anprobierte. Es war eh an ihm, wie er rumlaufen wollte und zumindest hatte er durch ihn herausgefunden, wo sein Poesiealbum steckte. „Und ich danke dir, dass du das hier gefunden hast.“

 

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Akutagawa blinzelte irritiert, während er das Tigerplüschtier umklammerte und zu Dazai blickte, der eigentlich auf ihn aufpassen sollte.
„Akuuu~“, grinste Dazai ihn an, hatte den Kopf zur Seite gelegt und schwankte vor ihm von einer Seite zur anderen, „diese Kräuter sind lustiiisch~!“
Akutagawa verdrehte die Augen. „Du bist peinlich, Papa.“
„Aww~ wirst du schon sooo groß, Aku?“, grinste Dazai ihn an.
Akutagawa machte einen Schritt nach hinten, um ihm auszuweichen, drückte das Plüschtier weiter an sich. Es war nicht so, dass er sonst so kuschelig war, aber dieser Plüschtiger erinnerte ihn an Atsushi. Und ganz egal, wie sehr er seinen kleinen Bruder manchmal hasste, so liebte er ihn auch. Irgendwie.
„Wir sollten nach Hause“, brummte Akutagawa und sah zu dem anderen auf, der eigentlich älter sein sollte, sich nur momentan nicht wirklich so benahm.
„Hmmmm~pf!“, brummte Dazai und verschränkte die Arme vor sich, schwankte weiter ein wenig zur Seite, „mag niiicht~. Chuuyaaa~ wird nur sauer sein~.“
Erneut verdrehte Akutagawa die Augen. Er wünschte sich gerade wirklich, dass er nicht mit Dazai alleine war, der alles andere, als seines Alters entsprechend, wirkte. „Du bist selbst schuld, wenn du komisches Zeug nimmst!“, brummte er und verdrehte die Augen. Wieso fühlte er sich eigentlich gerade, als wenn er Dazai erzog und nicht dessen, wenn auch adoptiertes, Kind war, das gerade einmal acht war.
„Akuuuu~ sei etwas netter zu deinem Papaaa~“, grinste Dazai ihn schief an, „willst du nicht noch irgendwas?“
„Ich will nach Hause“, murmelte Akutagawa und sah zu ihm auf, „... außerdem will ich den hier Atsushi geben.“ Er wusste, dass sein kleiner Bruder diese Tiere mochte und sich ganz bestimmt über ein weißes Tigerplüschtier freute.
Außerdem wollte er nicht länger mit Dazai alleine in der Stadt sein!
„Aber~ Akuuuu!“ Dazai blickte ihn aus großen Augen an, während er sich vorbeugte und seine Arme um den Jungen schlang, „du willst bestimmt nicht wirklich zurück?“
„Doch“, grummelte Akutagawa und versuchte sich aus der Umarmung zu befreien, was ihm allerdings nicht wirklich gelang. Er wünschte sich gerade so sehr, dass Chuuya hier war und ihn erlöste. Er würde nie wieder (in nächster Zeit) alleine mit Dazai unterwegs sein!
Dazai gab ein Schmollen von sich und ließ ihn langsam los, ging schwankend weiter: „Na schööön~“,
Akutagawa seufzte, schüttelte den Kopf, hielt den Tiger mit einer Hand fest und griff nach Dazais Hand, um ihn in die richtige Richtung zu ziehen, weil er schon merkte, dass sein Papa gerade nicht wirklich wusste, wo sie lang mussten.
Er würde Chuuya nachher nach einer Belohnung fragen, weil er sich um diesen Idioten hatte kümmern müssen!

 

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Kapitel:3
Sätze:111
Wörter:1.700
Zeichen:9.988

Kurzbeschreibung

Alltagsleben des gefährlichsten Duos der Port Mafia - mit dem "plötzlichen" Eintreffen zweier Kinder in ihrem Leben. [Purer Crack/Fluff und ganz viel Soukoku/Shin Soukoku ^____^]

Kategorisierung

Diese Fanfiction wurde mit Romanze, Fluff und Humor getaggt.

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